5:3! Marcel Noebels führt die Eisbären mit vier Vorlagen zum Auswärtssieg in Schwenningen

Ganz wichtiger Auswärtssieg für die Eisbären Berlin: Der Hauptstadtclub gewann sein Gastspiel am Sonntagnachmittag bei den Schwenninger Wild Wings vor 3.922 in der Helios-Arena mit 5:3 (3:2,1:1,1:0) und eroberte damit den erst am Freitag verlorenen vierten Platz wieder zurück. Somit sicherte man sich also drei wichtige Zähler im Kampf um Platz Vier, welcher ja das Saisonziel der Berliner ist. Bevor man diese aber einpacken konnte, musste man hart arbeiten, brachte den Sieg im Schlussdrittel aber souverän über die Zeit.

Das Team der Eisbären hatte zwar das selbe Personal zur Verfügung wie am Freitag im Heimspiel gegen Ingolstadt, aber bei den Reihen änderte Trainer Serge Aubin ein bisschen was. Zudem wechselte er auch auf der wichtigen Goalie-Position, brachte Sebastian Dahm statt Justin Pogge.

Die Aufgabe war trotz der klaren Unterschiede in der Tabelle keine einfache für die Eisbären, waren die Schwenninger doch zuletzt zu Hause vier Mal in Folge ungeschlagen und gewannen insgesamt fünf der letzten sieben Heimspiele. Die Siege erzielte man allesamt gegen Spitzenteams (Mannheim, München, Straubing, Berlin, Bremerhaven). Erst vergangenen Sonntag schlugen die Wild Wings auf heimischen Eis den Liga-Primus München mit 2:0. Die Eisbären sollten also gewarnt sein. Erst recht nach dem ersten Duell im Schwarzwald, welches die Berliner mit 4:5 verloren hatten. Eine zweite Niederlage in Folge bei den Schwänen setzte es zuletzt vor 19 Jahren!

Die Hausherren begannen wie erwartet sehr engagiert und druckvoll. Mit dem Selbstvertrauen aus den letzten Heimspielen. Ex-Eisbär Cedric Schiemenz versuchte vor dem Spiel zu erklären, warum sich Schwenningen gegen die Top-Teams leichter tut als gegen die vermeintlich kleineren Gegner. Er begründete das damit, dass man sich schwer tut, das Spiel selbst zu machen. Und da die Top-Teams das Spiel selbst machen, kann Schwenningen die einfachen Dinge tun, was ihnen leichter fällt.
Früh hatte die Mannschaft von Coach Niklas Sundblad die erste dicke Chance, welche jedoch Sebastian Dahm mit einem starken Reflex entschärfte. Dann aber nahmen sich die Hausherren selbst den Schwung, als sie in Person von Mark Fraser die erste Strafzeit der Partie kassierten. Doch das Penaltykilling der Gastgeber mit starker Arbeit, überstand das Powerplay der Berliner schadlos.
Die Eisbären brauchten einen Moment, kamen dann aber immer besser ins Spiel und gingen in der neunten Spielminute in Führung. Top-Scorer Marcel Noebels mit einem Sahne-Pass aus dem eigenen Drittel heraus in den Lauf von Leo Pföderl, welcher frei vor Goalie Dustin Strahlmeier auftauchte und diesem keine Chance ließ, eiskalt abschloss. Der Puck schlug über der Fanghand von Strahlmeier im Tor der Hausherren ein – 1:0. Jubiläum für Pföderl, denn es war sein 250. DEL-Scorerpunkt (138 Tore/112 Vorlagen). Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Danach gab es wieder genügend Strafzeiten, die Eisbären zwischenzeitlich sogar mit zwei Mann weniger, aber nur für 15 Sekunden. Die Wild Wings hatten auch ihre Chancen, aber Sebastian Dahm war stets zur Stelle. Und dann vertändelten die Gastgeber die Scheibe im gegnerischen Drittel, Marcel Noebels schickte PC Labrie auf die Reise und der zog über links ins Angriffsdrittel, zog ab und die Scheibe schlug rechts oben im Knick ein – 2:0 in Unterzahl (12.)!
Eine beruhigende Führung beim Favoritenschreck, doch dieser gab nicht auf und kam in Überzahl zum Anschlusstreffer. Eine unübersichtliche Situation vor Dahm, Ex-Eisbär Alex Weiß kam zum Nachschuss, welcher jedoch am Tor vorbei gegangen wäre. Wenn, ja wenn nicht der Schlittschuh von Florian Kettemer im Weg gestanden und den Puck ins eigene Tor abgefälscht hätte – 2:1 (14.).
Und auf einmal stand es 2:2. Bully im Angriffsdrittel, auf einmal stand Alex Weiß wenige Meter frei vor dem Tor, zog ab und die Scheibe schlug am linken Torpfosten aus Torhütersicht ein und flog so schnell ans hintere Torgestänge und wieder raus, dass die beiden Hauptschiedsrichter Andre Schrader und Stephan Bauer noch einmal den Videobeweis bemühten, den Treffer danach aber folgerichtig gaben – 2:2 (16.).
Schwenningen danach mit der zweiten Luft, schnürte die Berliner in deren Drittel ein und hatte Chancen, aber ein drittes Mal sollte es hinter Sebastian Dahm nicht einschlagen. Dafür aber hinter Dustin Strahlmeier.
Powerplay für die Eisbären, Austin Ortega stand auf der linken Seite und passte die Scheibe hoch zur blauen Linie, wo Ryan McKiernan lauerte. Der verteilte sie weiter auf rechts zu Marcel Noebels, welcher James Sheppard am langen Pfosten stehen sah. Dieser setzte zum Schuss an, doch der rutschte ihm etwas ab. Der Puck rutschte durch an den langen Pfosten, wo Youngster Lukas Reichel lauerte und zum 3:2 einnetzte (19.). Was zugleich auch der Pausenstand war in diesem spektakulären Auftaktdrittel im Schwarzwald.

So unterhaltsam sollte es dann aber nicht mehr weitergehen. Jedenfalls, was die Tore angeht. Die Eisbären kamen engagiert aus der Kabine und setzten Schwenningen sofort unter Druck, wollten gleich noch ein Tor nachlegen. Die Hausherren hatten zu Beginn damit so ihre Probleme und kamen erst sechs Minuten nach Wiederbeginn zur ersten Chance im zweiten Drittel. Der Schuss von Dylan Yeo war dafür aber gleich einmal gefährlich, schlug aber zum Glück nicht hinter Dahm im Berliner Tor ein.
Mitte des zweiten Drittels kassierte John Ramage eine Strafe wegen Behinderung und ganze 26 Sekunden später sorgte Matt Carey für den erneuten Ausgleich. Alex Weiß mit dem Zuspiel auf Christopher Fischer, der steckte die Scheibe durch zu Carey, welcher einen Stellungsfehler in der Berliner Defensive nutzte und sich mühelos bis zum Tor durchtankte und dann eiskalt abschloss – 3:3 (31.).
Aber auch auf diesen Treffer hatte die Mannschaft von Trainer Serge Aubin die passende Antwort. James Sheppard mit dem Pass rechts raus auf Marcel Noebels, welcher die Scheibe wieder vor das Tor zurück spielte auf James Sheppard. Der sah links Leo Pföderl und der zog direkt ab, scheiterte aber am Pfosten. Aber ein richtiger Torjäger setzt nach und so netzte Pföderl per Hechtsprung zum 4:3 ein (36.). Der vierte Treffer der Eisbären an diesem Abend und zum vierten Mal war Marcel Noebels beteiligt. Bockstarker Auftritt der Nummer 92. Die Eisbären lagen also auch nach 40 Minuten mit einem Tor vorne.

Das Schlussdrittel begannen die Berliner nach einer Strafe kurz vor der zweiten Pause gegen James Sheppard in Unterzahl. Als auch noch PC Labrie die Kühlbox aufsuchte, war man für 42 Sekunden sogar in doppelter Unterzahl, überstand diese aber schadlos.
Als die Gäste von der Spree wieder komplett waren, hatten sie dann mal wieder ein Powerplay, in dem man zwei gute Möglichkeiten hatte. Im zweiten Überzahlspiel kurz darauf war man dann aber nicht mehr so gefährlich, ließ die Scheibe zwar gut laufen, aber der letzte finale Pass kam nicht an.
Ab Mitte des letzten Drittels hatten die Hauptstädter dann alles im Griff. Hinten ließ man nichts mehr zu, Schwenningen fand einfach kein Mittel gegen die gute Berliner Defensive. Und vorne konnte man immer wieder für Gefahr sorgen, verpasste es aber, für die Entscheidung zu sorgen. Und so ging wieder die Angst vor dem Verspielen einer Führung um. Ryan McKiernan hatte im Vorfeld auf dieses Thema angesprochen gesagt, dass der Grund dafür vielleicht ein bisschen die fehlende Konzentration sei, man aber vor allem Wege finden muss, solche Spiele am Ende noch zu gewinnen. Gerade in dieser Saisonphase. Heute fanden sie einen Weg und brachten die drei Punkte letztendlich souverän nach Hause.
Schwenningen nahm kurz vor Schluss den Goalie raus, riskierte noch einmal alles, was Landon Ferraro aber zur Entscheidung ausnutzte – 5:3 (59.).

Ein enorm wichtiger Sieg im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation und das Heimrecht im Viertelfinale. Die Eisbären haben trotz gutem Beginn der Schwenninger eine 2:0-Führung heraus geschossen und ließen sich dann auch nicht davon verunsichern, dass man das Spiel kurzeitig wieder her schenkte. Man fand auf die Ausgleichstreffer der Hausherren stets die passende Antwort und überstand auch deren Druckphasen, vor allem in Überzahl. Und als die Partie immer mehr dem Ende entgegen ging und die Eisbären ein ums andere Mal die Vorentscheidung verpasst hatte, fing man nicht wieder an zu zittern sondern spielte das sehr ruhig, sehr abgeklärt und sehr souverän zu Ende. Man hat also aus den letzten Spielen gelernt und genau das wollte Trainer Serge Aubin auch sehen.
Ein Sieg der gesamten Mannschaft, die heute bis zum Schluss alles für die drei Punkte gegeben hat und am Ende auch belohnt würde. Und doch muss man Marcel Noebels hervorheben, der heute an vier der fünf Treffer direkt beteiligt war, weil er vier Torvorlagen zum Auswärtssieg beisteuerte. Es ist der beste Marcel Noebels aller Zeiten!

Schlechte Chancenverwertung, schlechte Defensivleistung, schlechtes Powerplay: Eisbären kassieren beim Tabellenletzten Schwenningen die dritte Niederlage in Folge

Wir wollen uns defensiv verbessern. Wir wissen, dass wir vorne Qualität haben. Aber wir müssen die Gegentore abstellen.“ Das waren die Worte von Eisbären-Verteidiger Kai Wissmann vor dem Spiel der Berliner am Sonntagabend bei den Schwenninger Wild Wings. Das Vorhaben war also da, aber an der Umsetzung sollte es am Ende deutlich hapern. Denn vor 3.239 Zuschauer in der Helios Arena verloren die Hauptstädter beim Tabellenletzten mit 4:5 (0:1,4:2,0:2) und mussten somit die dritte Niederlage in Folge hinnehmen. Und das zum ersten Mal in dieser Saison.

Bei den Eisbären gab es kleine Veränderungen im Vergleich zum Köln-Spiel. So tauschten zum Beispiel Mark Olver und Landon Ferraro die Reihen, während Fabian Dietz überzählig war. Für ihn spielte dieses Mal Sebastian Streu. Und im Tor bekam Maximilian Franzreb den Vorzug vor Sebastian Dahm.

Die Partie im Schwarzwald begann sehr verhalten und ohne größere Höhepunkte. Die Eisbären hatten mehr Scheibenbesitz, aus dem sie aber nichts machten. Die Hausherren konzentrierten sich zunächst auf die Defensive und hatten dann nach vier Minuten die erste Chance der Partie. Matt Carey wurde vor dem Tor angespielt, scheiterte aber an Franzreb.
Die Wild Wings lauerten auf Konter und die Eisbären gaben ihnen die Möglichkeit dazu. 3-auf-1-Konter der Hausherren, Boasz Bassen mit dem Abschluss, auch hier war Franzreb zur Stelle.
Es folgten die ersten beiden Strafzeiten der Partie. Zunächst kassierte Ex-EIsbär Alex Weiß eine Strafe, das Powerplay der Eisbären sollte aber nur vier Sekunden dauern, denn dann folgte ihm James Sheppard in die Kühlbox. Bei 4-gegen-4 hatten zunächst die Berliner gute Chancen, aber Ryan McKiernan vergab einen Onetimer von der blauen Linie und Maxim Lapierre scheiterte von der rechten Seite aus mit seinem Schuss an Dustin Strahlmeier im Schwenninger Tor.
Und was machte Schwenningen eigentlich bei 4-gegen-4? Sie schalteten schnell um, nutzten die Zuordnungsprobleme der Eisbären in der Defensive und gingen in Führung. Colby Robak kam auf der rechten Seite mit viel Speed ins Angriffsdrittel und schlenzte die Scheibe ins Berliner Tor – 0:1 (9.).
Kurz darauf der nächste Berliner Fehler, diesmal von Kai Wissmann. Matt Carey kam so zur Chance, aber hier war Franzreb erneut zur Stelle und verhinderte das schnelle zweite Gegentor.
Die Eisbären nun mit wütenden Angriffen, wollten den Ausgleich erzielen. Und sie kamen auch zu guten Möglichkeiten, nur das Problem war, dass man diese nicht nutzte. Austin Ortega scheiterte an Strahlmeier und Leo Pföderl traf nur die Latte. Die Eisbären waren ja bemüht und der Einsatz stimmte und man hatte die Möglichkeiten, nur fehlte es ihnen am Schussglück vor dem gegnerischen Tor.
Dafür leistete man sich hinten, genau wie Schwenningen übrigens, zu viele unnötige Abspielfehler. Kai Herpich kam nach einem Bock von Jonas Müller zu einer guten Chance, Franzreb war aber auf dem Posten. Dann missglückte ein Aufbaupass von John Ramage von hinter dem Tor, so dass Andreas Thuresson im Slot frei vor Franzreb stand, aber an diesem scheiterte.
Die Eisbären beendeten das erste Drittel in Überzahl und hatten da auch gute Chancen, aber man ging mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine.

35 Sekunden hatte man noch Powerplay zu Beginn des zweiten Drittels, aber diese verpufften ereignislos. Es war ein fahriger Beginn ins Mitteldrittel, beide Mannschaften weiterhin mit vielen Fehlern im Spielaufbau.
Erst so nach und nach fanden beide Mannschaften wieder zu ihrem Spiel und als das der Fall war, glichen die Berliner aus. Constantin Braun mit einem Sahnepass von links rüber auf rechts quer durch die gesamte Abwehr, Sebastian Streu war der Adressat auf der linken Seite und schloss eiskalt ab – 1:1 (24.). Das erste DEL-Tor der Nummer 81, herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle zu diesem besonderen Jubiläum. Da wird sich der Co-Trainer und Papa Craig Streu sehr gefreut haben.
Die Eisbären wollten danach gleich nachlegen, kannten nur eine Richtung, aber die Chancenverwertung war keine gute. Dafür klappte es in Unterzahl ganz gut, denn da überstand man ein Powerplay der Wild Wings dank starken Penaltykilling schadlos.
Und dann ging es wieder Richtung Tor von Dustin Strahlmeier. Mark Olver tankte sich klasse durch, umkurvte Dustin Strahlmeier, bekam den Puck aber nicht über die Linie. Besser machte es kurz darauf Torjäger Leo Pföderl, der einen 2-auf-1-Konter mit Marcel Noebels eiskalt abschloss – 2:1 (32.).
Die Eisbären hatten hier nun alles im Griff, von Schwenningen ging keinerlei Gefahr aus und so dominierten die Berliner das Spiel im Mitteldrittel. Und drei Minuten vor der zweiten Drittelpause passte das Ergebnis dann auch zur Leistung. Austin Ortega mit einem klasse Pass auf Louis-Marc Aubry, welcher vor das Tor zog und Strahlmeier tunneln wollte. Das klappte jedoch nicht, aber Mark Olver war zur Stelle und staubte zum 3:1 ab (37.).
Die Vorentscheidung gegen harmlose Schwenninger? Nein, denn die waren plötzlich wieder drin im Spiel! Colby Robak nahm einen Querpass an der blauen Linie direkt und sein Onetimer schlug hinter Franzreb im Tor ein – 2:3 (38.).
Aus dem Nichts kam Schwenningen wieder heran und es sollte noch schlimmer kommen. Langer Pass der Schwenninger auf Troy Bourke, Maximilian Franzreb konnte sich nicht entscheiden, ob er aus dem Tor raus kommen sollte oder nicht. Bourke kam kurz an die Scheibe, Franzreb versuchte mit seinem Schläger zu klären, traf den Puck dabei aber so unglücklich, dass er den Puck ins eigene Tor lenkte – 3:3 (39.).
Unglaublich, auf einmal stand es hier wieder unentschieden und man musste sich fragen, wie das überhaupt passieren konnte. Denn eigentlich hatten die Eisbären alles im Griff, aber dann lies man es auf einmal locker angehen und schon stand es 3:3. Aber das Ende des spektakulären Drittels war dieses Tor noch nicht.
Denn für den Schlusspunkt sorgten die Gäste von der Spree. Youngster Sebastian Streu gewann das Bully im Angriffsdrittel, Ryan McKiernan zog von der rechten Seite aus ab, André Rankel hielt die Kelle in den Schuss und brachte die Eisbären mit seinem 246. DEL-Tor erneut in Führung – 4:3, 31,5 Sekunden vor der zweiten Drittelpause. So lagen die Berliner also nach 40 Minuten knapp vorne. Premieren-Torschütze Sebastian Streu sagte nach diesem Drittel im Interview bei Magenta Sport folgendes:

Mein erstes Tor hat sich ganz gut angefühlt, es war ein super Pass von Brauni. Wir haben dann ein bisschen nachgelassen und sie rankommen lassen. Das 4:3 war ein großes Tor kurz vor Schluss. Im dritten Drittel müssen wir weiter Gas geben. Es kann sein, dass wir es uns zu gemütlich gemacht haben. Vielleicht haben wir gedacht, ja 3:1, Drittel gleich zu Ende, lassen wir es einfach ausklingen. Dann haben sie zwei Tore gemacht, so schnell kann Eishockey gehen.

Man wusste also, dass man sich auch beim Tabellenletzten keine Nachlässigkeiten erlauben darf. Schließlich rufen die Wild Wings gerade gegen Spitzenteams ihre besten Leistungen ab, haben nicht ohne Grund in dieser Saison bereits Mannheim und Straubing zu Hause geschlagen und in München nur knapp verloren. Die Eisbären hätten also gewarnt sein müssen.
Der Fokus für das letzte Drittel sollte also klar gewesen sein und früh hatte man die dicke Chance zur abermaligen Führung. Mark Olver wurde klasse am langen Pfosten angespielt, schoss mit der Rückhand gegen die Laufrichtung von Dustin Strahlmeier, doch der fuhr seinen Schoner aus und parierte diesen Schuss sensationell.
Und dann waren sie wieder zur Stelle, die eiskalten und äußerst effektiven Schwenninger. Kai Wissmann bekam die Scheibe nicht unter Kontrolle, sie ging durch zu Mirko Sacher, welcher auch von Frank Hördler nicht entscheidend gestört werden konnte und schlussendlich bei angezeigter Strafzeit per Rückhand zum 4:4 einnetzte (43.).
Die Eisbären danach bemüht und Schwenningen lauerte auf Konter. Aber dann bot sich den Eisbären eigentlich die Siegchance auf dem Silbertablett serviert. Drei Überzahlspiele in Folge gab es für die Eisbären, darunter 91 Sekunden lang ein 4-gegen-3, aber das Powerplay war heute eines der großen Probleme der Eisbären – neben der Abwehrschwäche und der vielen Fehlpässe im Spielaufbau. Bei 4-gegen-3 hatte man ja durch Leo Pföderl und John Ramage noch Chancen, aber die beiden normalen Überzahlspiele waren einfach nur harmlos. Man fand zwar schnell in die Formation, aber dann mangelte es an Kreativität, an guten Ideen, die kompakte Box der Wild Wings zu knacken. Die stellten die Schusswege stark zu und machten es den Eisbären so schwer. Aber wenn man in so einem Spiel bei so einem Spielstand drei Überzahlspiele in Folge bekommt und dann daraus nichts macht, braucht man sich nicht wundern, wenn man am Ende ohne Punkte die Heimfahrt antreten muss.
Denn Schwenningen hatte am Ende den Lucky Punch auf seiner Seite. Markus Poukkula behauptete die Scheibe an der Bande, spielte sie dann in den Lauf von Troy Bourke und der zog auf Höhe des rechten Bullykreises ab, visierte die lange Ecke an und genau da schlug der Puck ein – 4:5 (58.). Die Helios Arena stand Kopf und die Eisbären versuchten noch einmal alles. Auszeit und Torhüter raus, aber von einer Schlussoffensive kann nicht die Rede sein. Sie konnten nicht mehr den Ausgleich erzielen und mussten die dritte Niederlage in Folge einstecken. Und das mit 15 Gegentoren (plus des Gegentreffers im Penaltyschießen gegen Wolfsburg). Die Eisbären haben also aktuell ein Abwehrproblem.

Nein, verlieren müssen die Eisbären dieses Spiel nicht. Man hatte genügend Chancen (38:19-Torschüsse), man hatte genügend Powerplays, man hatte das Spiel im Mitteldrittel eigentlich klar im Griff und führte souverän 3:1, Schwenningen wirkte harmlos. Aber man machte die Schwäne unnötig wieder stark und ließ sie innerhalb kürzester Zeit zum 3:3 ausgleichen. Dann dachte man, man hätte das psychologisch wichtige 4:3 kurz vor der Pause erzielt, welches doch jetzt die nötige Sicherheit geben sollte für das Schlussdrittel. Aber weit gefehlt. Man lud Schwenningen zum 4:4 ein und ließ danach die Überzahlspiele sträflich liegen, wofür man kurz vor Schluss von Troy Bourke bitterböse bestraft wurde.
Was auffällt, die Eisbären leisten sich derzeit zu viele unnötige Fehler im Spielaufbau, haben viel zu große Lücken in der Defensive, laufen immer wieder in Konter und wirken nicht mehr so souverän und stabil wie noch vor einigen Wochen. Sie schaffen es nicht, mal über 60 Minuten konstant ein Spiel durchzuziehen, haben immer wieder Aussetzer und Schwächephasen dabei. So kannst du in dieser Liga nicht bestehen und das haben die Eisbären mit erstmals drei Niederlagen in Folge in dieser Saison auch gesehen. Sie müssen schleunigst wieder zurück zu ihrem Spiel finden, müssen defensiv wieder stabiler stehen, die unnötigen Fehler abstellen und dringend an ihrer Chancenverwertung sowie am Powerplay arbeiten.

Trainer Serge Aubin war nach dem Spiel sichtlich bedient:

Es ist nicht akzeptabel. Mit einem Ein-Tor-Vorsprung nach 40 Minuten muss man eigentlich mehr hier holen beim Letzten.

Den Spielern wird eine harte Trainingswoche bevorstehen, denn Trainer Serge Aubin wird die Fehler schonungslos aufarbeiten und ansprechen sowie im Training versuchen, diese abzustellen, damit die Niederlagenserie am Donnerstag gegen Düsseldorf ein Ende finden wird. Denn in dieser engen Liga darf man sich keine längeren Schwächephasen leisten, sonst rutscht man aus den oberen Plätzen heraus.

In Schwenningen und gegen Krefeld: Mit Verstärkung in den Hauptrunden-Endspurt

Die Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist vorbei, morgen Abend geht es für die Eisbären Berlin wieder zurück auf das Eis. Der Hauptrunden-Endspurt wird mit einem Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings (Morgen, 19:30 Uhr)  eingeläutet. Fortgesetzt wird dieser mit dem enorm wichtigen Heimspiel am Sonntag gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um Platz Zehn, die Krefeld Pinguine (So., 17:00 Uhr). Zwei Spiele, in denen es für die Eisbären um sehr wichtige Punkte im Kampf um Platz Zehn geht. Dabei steht vor allem das Heimspiel gegen den KEV im Mittelpunkt, stehen die Seidenstädter doch aktuell nur fünf Zähler hinter den Eisbären.

Treffen am Sonntag zum Endspiel im Kampf um Platz Zehn aufeinander – Eisbären vs. Krefeld (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Und diese Partie ist nicht nur sozusagen ein vorgezogenes Endspiel im Kampf um Platz Zehn, nein, es ist auch ein Krisen-Duell. Denn bei beiden Teams lief es zuletzt überhaupt nicht. Die Eisbären verloren neun der letzten zehn Ligaspiele, Krefeld kassierte gar acht Niederlagen in Folge. Selbstvertrauen haben beide Mannschaften nicht, aber beide wissen, was am Sonntag auf dem Spiel stehen wird. Vom Charakter her ist das ein Playoff-Spiel, spielerisch werden beide Teams aber sicher kein Playoff-Niveau erreichen können. Vor allem der Kampf wird im Mittelpunkt stehen.

Doch bevor es zu diesem Endspiel um Platz Zehn kommt, müssen die Hauptstädter am Freitagabend beim Tabellenletzten in Schwenningen ran. Dort sollten die Eisbären natürlich auch schon drei Punkte einfahren. Die Wild Wings haben nach einem kurzen Zwischenhoch inzwischen auch wieder zwei Niederlagen am Stück eingefahren. Und die Bilanz in eigener Halle gegen Berlin ist nicht gerade rosig, verlor der SERC doch zwölf der 14 Gastspiele gegen die Hauptstädter. Auf viele Tore sollten sich die Zuschauern auch nicht einstellen, fielen doch in den letzten vier Spielen in Schwenningen nur acht Treffer zwischen beiden Teams. Dreimal behielten die Eisbären die Oberhand (1:0 n.P., 2:1, 1:0), einmal Schwenningen (2:1).

Gerade in der entscheidenden Saisonphase lichtet sich das Eisbären-Lazarett. Die Verletzten-Misere in dieser Saison ist schon einfach unglaublich, wenn gleich sie nicht als Ausrede für die Katastrophen-Saison her halten darf und auch nicht tut, wie die Verantwortlichen immer wieder betonen. Zum Glück kann Trainer Stéphane Richer jedoch morgen auf drei Rückkehrer und einen Neuzugang zurückgreifen.
In der Defensive steht Florian Kettemer wieder zur Verfügung. Und im Sturm kehren Louis-Marc Aubry und James Sheppard zurück ins Line-up. Aber die Beiden sind nicht die einzigen Spieler, welche die Offensive verstärken. Auch Neuzugang Austin Ortega wird in Schwenningen sein DEL-Debüt feiern und dem Kader der Berliner mehr Tiefe verleihen.

Durch die vier Änderungen Kader werden die beiden Youngsters Maximilian Adam und Vincent Hessler wieder für Weißwasser auflaufen. Was vielen Fans sicherlich nicht unbedingt gefallen wird, dass man die jungen Spieler, die sich während der großen Personalprobleme so ins Zeug gelegt hatten, nun wieder zum Kooperationspartner abschiebt.

Doch egal, welche Spieler morgen Abend auflaufen werden. Das Ziel können nur drei Punkte sein. Die Eisbären stehen unter Druck, stecken in einer großen Krise, aus welcher sie nur mit positiven Ergebnissen wieder herauskommen können. Richer sagte im Vorfeld der Partie (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 14.02.2019):

Wir haben eine sehr intensive und gute Trainingswoche gehabt. Jetzt fangen unsere Playoffs an. Wir müssen uns auf jedes der letzten sieben Spiele wie auf ein Playoff-Spiel vorbereiten. Wir müssen morgen von der ersten Sekunde an mit dem Kopf da und bereit sein.

Reden konnten die Eisbären in dieser Saison schon viel, nur zu selten folgten den Worten am Ende auch taten und zurück blieben immer wieder enttäuschte Eisbären-Fans. Hat man während der Länderspielpause nun den Ernst der Lage verstanden und wird dementsprechend auftreten? Die Antwort darauf können die Jungs morgen ab 19:30 Uhr auf dem Eis der Helios-Arena geben.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings am 15.02.2019 um 19:30 Uhr:

Tor:

Kevin Poulin, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer, Constantin Braun

Angriff:

Brendan Ranford, Charlie Jahnke, Austin Ortega, Jamie MacQueen, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Thomas Oppenheimer, Mark Olver, Marvin Cüpper, André Rankel, Mark Cundari, Jake Ustorf (alle verletzt)

Für das DNL-Team oder Weißwasser im Einsatz:

Tobias Ancicka, Thomas Reichel, Lukas Reichel, Cedric Schiemenz, Vincent Hessler, Maximilian Adam

1:3 gegen Schwenningen – Auch der Tabellenletzte gewinnt bei den Eisbären Berlin

 

Ausgabe #16:

Die sportliche Talfahrt der Eisbären Berlin geht weiter. 10.488 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof erlebten am Freitagabend die dritte Heimniederlage in Folge. Auch der Tabellenletzte Schwenninger Wild Wings durfte sich die drei Punkte mit ins Gepäck legen und aus der Hauptstadt mit nach Hause entführen. 1:3 (0:0,1:2,0:1) hieß es am Ende einer Partie, in der die Eisbären zwar 58-mal auf das Tor geschossen hatten – Schwenningen nur halb so oft – aber am Ende nur ein Treffer erzielen konnten. So kannst du in der DEL einfach keine Spiele gewinnen. 

Keine Änderungen im Team der Eisbären, jedenfalls keine gravierende. Denn lediglich der Back-up-Goalie war ein anderer, statt Maximilian Franzreb saß gegen Schwenningen Tobias Ancicka auf der Eisbären-Bank. Kevin Poulin hütete erneut das Berliner Tor. 

Foto: eisbaerlin.de/walker

Hinein ins Spiel, in dem man die Bemühungen der Eisbären sofort erkennen konnte. Aber eben auch die große Verunsicherung, die derzeit im Team angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen herrscht. Ja, sie suchten immer wieder den Weg zum Tor von Dustin Strahlmeier, ja, sie gaben auch jede Menge Torschüsse ab und versuchten so, die frühe Führung zu erzwingen. Aber die Schüsse, die sie abgaben, stellten selten eine größere Probe für den Wild-Wings-Goalie dar. Man spielte es nach wie vor zu umständlich, ließ weiterhin einen klaren Gameplan vermissen und ebenso leistete man sich erneut zu viele Scheibenverluste.
Schwenningen trat offensiv erstmals bei einem Powerplay in Erscheinung, wirklich für Gefahr konnten die Gäste jedoch nicht sorgen. Aber fortan suchten die Gäste immer mal wieder den Weg Richtung Kevin Poulin, konnten diesen aber ebenso wenig bezwingen wie die Eisbären Dustin Strahlmeier im Auftaktdrittel.
Dabei hatten die Berliner die große Möglichkeit zur Führung, als man 1:36 Minuten zwei Mann mehr auf dem Eis hatte. Aber da wurde die Verunsicherung erst recht deutlich, immer wieder spielten sich die Eisbären die Scheibe zu, keiner traute sich mal den Schuss zu nehmen, Ja, Schwenningen stand sehr gut, aber man hatte zwei Mann mehr auf dem Eis, da muss einfach mehr bei herausspringen. Und zudem vermisst man bei den Eisbären immer wieder einen Spieler, der dem Goalie mal die Sicht nimmt. So kannst du noch so viele Schüsse abgeben, wenn der Goalie die Schüsse kommen sieht, hat er selten größere Probleme.
Nach 20 Minuten stand es somit 0:0 zwischen Berlin und Schwenningen.

Im Mitteldrittel die Gäste aus Schwenningen in Überzahl und da klingelte es im Tor von Kevin Poulin.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Mirko Sacher mit dem Schuss von der blauen Linie, welcher im Berliner Tor einschlug – 0:1 (28.).
Aber die Führung hielt nur ganze 33 Sekunden, denn dann glichen die Eisbären bereits aus, wobei der Treffer erst noch überprüft werden musste. Über Jamie MacQueen und Sean Backman kam die Scheibe zu James Sheppard, welcher im zweiten Versuch den Puck im Wild Wings Tor unterbringen konnte – 1:1 (28.).
Fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause hatte Mirko Höfflin das 1:2 auf dem Schläger, der Pfosten verhinderte den Einschlag im Berliner Tor. Aber eine Minute vor der zweiten Drittelpause schlug es dann erneut hinter Kevin Poulin ein. Jussi Timonen netzte eiskalt ein – 1:2 (39.).
Ja, die Eisbären betrieben auch in diesem Drittel viel Aufwand und brachten die Scheiben zum Tor. Nur es gibt solche und solche Chancen. Und die der Eisbären versprühten nur selten größere Gefahr, Schwenningen zeigte sich dagegen eiskalt vor dem Tor und führte daher nach 40 Minuten mit 2:1 in der Hauptstadt.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Zu Beginn des Schlussdrittels die Eisbären kurz mit einem 4-gegen-3-Powerplay, aber auch da wollte ihnen kein Treffer gelingen. Und Schwenningen konterte die Eisbären dann eiskalt aus, Ville Korhonen stand frei vor Poulin und sorgte für das 1:3 (45.).
Der Unmut der Eisbären-Fans wurde nun immer deutlicher und lauter. Die Eisbären waren nun noch mehr verunsichert und egal was sie versuchten, es ging schief. Wenn es einmal nicht läuft, dann aber so richtig. Schwenningen brauchte hier nicht mehr viel tun, um die drei Punkte mitzunehmen. Sie bekamen stattdessen sogar immer mal wieder die Gelegenheit zum Kontern, machten aber daraus nichts mehr. Somit blieb es am Ende beim 1:3 aus Berliner Sicht.

0:4 gegen Köln, 1:4 gegen Wolfsburg und nun 1:3 gegen Schwenningen. Nirgendwo anders ist es in der DEL momentan einfacher, drei Punkte zu holen als in Berlin. Die Eisbären verlieren das dritte Heimspiel in Folge und stehen nun bei 2:11-Toren in diesen drei Spielen. Das ist einfach zu wenig für die Ansprüche der Eisbären.
Ich will der Mannschaft ja nicht einmal vorwerfen, dass sie sich nicht bemühen würden. Sie haben sich schon bemüht, haben 58-mal auf das Tor geschossen. Nur muss man auch mal sehen, was das für Torschüsse waren. Dustin Strahlmeier hat die Scheibe zu oft gesehen, zu selten wurde ihm mal die Sicht genommen und der Schuss abgefälscht. So war das eine einfache Aufgabe für den Schwenninger Goalie.
Die Verunsicherung der Spieler ist deutlich zu sehen und zu spüren. Keiner der Spieler hat derzeit das nötige Selbstvertrauen, die sportliche Misere nagt an den Jungs. Aber nur sie selbst können sich da herausziehen. Nur im Moment wirkt das Spiel der Eisbären ratlos, ideenlos, harmlos. Die Gegner können sich zu leicht auf das Spiel der Eisbären einstellen, diese tun sich dann schwer, ihre Chancen zu nutzen, auch mal für Abpraller zu sorgen und, und, und. Es fehlt momentan an allen Ecken und Kanten, nur woher soll die Änderung im Spiel kommen, wenn man sich selbst solche Niederlagen noch schön redet. Wenn selbst der Kapitän André Rankel nach dem Spiel sagt, man habe das Spiel über 60 Minuten kontrolliert und einzig die Chancen nicht genutzt, dann ist das der falsche Ansatz. Erst wenn die Jungs zu ihren Fehler stehen, können sie auch was ändern. Wobei, wie oft haben wir in dieser Saison schon gehört, wir wissen woran es liegt und wir werden es abstellen, aber den Worten sind bisher nie bzw. nur ganz selten Taten gefolgt. Bleibt das so, dann stürzen die Eisbären in den nächsten Wochen weiter ab und purzeln irgendwann aus den Playoff-Rängen. Vielleicht wird man in der Hauptstadt ja dann mal wach und ändert endlich etwas.

Nach zwei ernüchternden Heimspielen in Folge: Finden die Eisbären gegen den Tabellenletzten Schwenningen wieder zurück in die Erfolgsspur?

0:4 gegen die Kölner Haie, 1:4 gegen die Grizzlys Wolfsburg. Das sind die Ergebnisse der letzten beiden Heimspiele der Eisbären Berlin. Doch nicht nur die Ergebnisse machen Anlass zur Sorge, nein, vor allem wie die Niederlagen zu Stande gekommen sind, bereitet den Fans der Eisbären Kopfzerbrechen. Fast schon lustlos schenkte man diese beiden Spiele her. Gegen Köln lieferte man über die vollen 60 Minuten eine mehr als peinliche Vorstellung ab, gegen Wolfsburg war man zumindest zu Beginn der Partie sehr engagiert, danach verzettelte man sich in Einzelaktionen und fand kein Mittel gegen die kompakte Defensive der Niedersachsen. Generell fehlt einem im Moment so ein richtiges System, welches die Eisbären bzw. deren Coach Clément Jodoin spielen lassen will. Selbst nach 26 Spieltagen, also genau zur Halbzeit der DEL-Hauptrunde, weiß keiner so recht, was die Eisbären eigentlich spielen wollen.

Daraus resultiert Platz Acht nach 26 Spielen, das Saisonziel direkte Playoff-Qualifikation am besten mit Heimrecht im Viertelfinale ist rein punktetechnisch nicht so weit weg, spielerisch aber trennen die Eisbären Welten von den Top-Teams da oben. Da ist in dieser Saison sogar Augsburg wesentlich stärker als die Eisbären. Die Fuggerstädter stehen aktuell da, wo die Eisbären gerne hin wollen und sich wohlmöglich auch sehen, nämlich auf Platz Zwei.

Morgen Abend startet für die Eisbären die zweite Saisonhälfte der Hauptrunde, welche mit einem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings beginnt. Und keine Frage, diese Partie MUSS der EHC gewinnen. Zum einen, weil man sonst wichtige Punkte im Kampf um das Viertelfinale liegen lassen würde, zum anderen, weil man die Fans nach zwei desaströsen Heimauftritten in Folge mal wieder zufriedenstellen möchte. Denn nach dem Wolfsburg-Spiel gab es nach Spielende ein gellendes Pfeifkonzert und nicht erst seit diesem letzten Heimspiel fordern immer mehr Eisbären-Fans, dass der Trainer entlassen werden soll. Man sieht also, wie unzufrieden die Fans mit der bisherigen Saisonleistung der Eisbären sind. Von daher weiß auch der bei manchen Fans in Ungnade gefallene Clément Jodoin um die Wichtigkeit der morgigen Partie, welche ab 19:30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena stattfindet (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 13.12.2018):

Morgen gibt es keine Wahl, wir müssen gewinnen. Jeder muss sein bestes Spiel spielen, jeder muss alles in die Waagschale werfen.

Die Worte sind gesprochen, nun heißt es für die Spieler, das morgen Abend auch in Taten umzusetzen. Sehr oft in dieser Saison hieß es nämlich schon, man werde die Fehler abstellen und im nächsten Spiel besser machen und nie passierte etwas oder aber nur sehr kurz.
Die Eisbären sollten einfach zurück zum einfachen Eishockey finden. Vor dem Tor sicher stehen und so wenig wie möglich zulassen. Vorne sollte man sich die bietenden Chancen auch eiskalt nutzen. Dann sollte man die leichtsinnigen Scheibenverluste abstellen, wieder mannschaftlich geschlossen über 60 Minuten für die drei Punkte kämpfen und von der Strafbank fernbleiben. Eigentlich die typischen Merkmale eines guten Eishockeyspiels, nur bei den Eisbären wurden diese zuletzt schmerzlich vermisst. Ebenso vermisst wurden einige etatmäßige Leistungsträger, die zuletzt nur das Trikot mit dem Eisbären-Kopf über das Eis spazieren fuhren. Auch von denen muss mehr kommen, will man das Saisonziel nicht aus den Augen verlieren.

Änderungen wird es im Team der Eisbären keine wichtige geben. Einzig auf der Back-up-Position ändert sich etwas. Tobias Ancicka sitzt statt Maximilian Franzreb auf der Bank und ist Back-up von Kevin Poulin. Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Thomas Oppenheimer und Mark Olver fallen weiterhin verletzungsbedingt aus.

In dieser Saison trafen beide Mannschaften bereits zweimal aufeinander. Beide Male gewannen die Eisbären – in Schwenningen mit 1:0 n.P. und in Berlin mit 5:3. In Berlin gewannen die Wild Wings seit Rückkehr in die DEL nur zwei von elf Partien. Die letzten fünf Spiele in Berlin gingen allesamt an die Eisbären, welche dabei dreimal sogar ohne Gegentor blieben und insgesamt nur vier Gegentreffer kassierten.
Auf eigenem Eis waren die Eisbären bis zu den letzten beiden Heimspielen eigentlich sehr stark unterwegs, inzwischen hat man neun Spiele gewonnen und vier verloren, zwei davon wie gesagt zuletzt in Folge. Schwenningen hat auf fremden Eis nur zwei von 13 Saisonspielen gewonnen, ist mit fünf Punkten die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft der DEL in dieser Saison.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings am 14.12.2018 um 19:30 Uhr:

Tor:

Kevin Poulin, Tobias Ancicka

Abwehr:

Maximilian Adam, Mark Cundari, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer, Frank Hördler

Angriff:

Brendan Ranford, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Thomas Oppenheimer, Mark Olver (alle verletzt)

Für das DNL-Team, Weißwasser oder Hamburg im Einsatz:

Maximilian Franzreb, Konstantin Kessler, Jake Ustorf, Charlie Jahnke, Thomas Reichel, Cedric Schiemenz, Lukas Reichel

Computerausfall, Führungswechsel, Scheibenbruch: Ganz schön was los beim 5:3-Heimsieg der Eisbären gegen Schlusslicht Schwenningen

 

Ausgabe #10:

An das letzte Heimspiel der Eisbären Berlin vor der Länderspielpause gegen die Schwenninger Wild Wings werden sich die 11.969 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena sicherlich noch eine Weile erinnern. Aber nicht, weil der 5:3 (2:3,1:0,2:0)-Heimsieg der Berliner so schön anzusehen war, nein, viel mehr die Ereignisse während des Spiels sorgten auch noch nach dem Spiel für viel Gesprächsstoff. Spielerisch überzeugen konnten die Hausherren nicht, aber immerhin fanden sie am Ende einen Weg, den Tabellenletzten (!) mit viel Mühe und Kampf zu besiegen.

Chefcoach Clément Jodoin musste auch heute wieder auf acht Stammspieler verzichten. Die Personalsorgen sind also nach wie vor sehr groß, aber es besteht berechtigte Hoffnung, dass es nach der Länderspielpause wieder besser wird. Das Tor hütete auch heute wieder Kevin Poulin.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Hinein ins Spiel, in dem es von Beginn an hin und her ging, zwingende Torchancen gab es aber keine nennenswerten. Erst in der fünften Minute konnte man mal eine richtig gute Chance verzeichnen, diese hatten die Gäste, doch Stefano Giliati scheiterte an Kevin Poulin, ebenso wie in der Minute darauf Marcel Kurth.
Und was machten die Eisbären? Die gingen mit der ersten Torchance in Führung. Marcel Noebels brachte die Scheibe auf das Tor, Schwenningens Goalie Dustin Strahlmeier konnte den Puck nur zur Seite abwehren und da kam Florian Kettemer angerauscht. Der Berliner Torjäger, von Beruf eigentlich Eishockey-Verteidiger, nahm die Scheibe direkt und zimmerte sie ins leere Wild Wings Tor – 1:0 (8.). Sein sechster Saisontreffer, überragend die Torquote von Kettemer, welcher vor dem Spiel noch für sein 500. DEL-Spiel geehrt wurde. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle zu diesem Jubiläum, Florian Kettemer.
Und keine zwei Minuten später legten die Gastgeber nach. Daniel Fischbuch zog einfach mal ab und überraschte Strahlmeier an der kurzen Ecke – 2:0 (9.). Gäste-Coach Jürgen Rumrich nahm daraufhin erst einmal eine Auszeit, um sein Team zu beruhigen, wie er nach dem Spiel auf der Pressekonferenz sagte. Denn wenn die Eisbären einmal ins Laufen kommen, wird es schwierig.
Ins Laufen kamen die Berliner aber nicht, denn man leistete sich mal wieder unnötige Strafzeiten und brachte Schwenningen somit zurück ins Spiel. Und es war schon bemerkenswert, dass ausgerechnet die beiden Torschützen Kettemer und Fischbuch in die Kühlbox mussten. Und die Gäste aus Schwenningen nutzten sowohl die doppelte als auch die einfache Überzahl aus. In der zwölften Spielminute war es István Bartalis, der einen Nachschuss zum 2:1 einnetzen konnte. Danach war die Partie aber erst einmal für mehrere Minuten unterbrochen, da der Computer ein Problem hatte und das Spiel somit vorerst nicht fortgeführt werden konnte.
Als es weiter ging, dauerte es nur ganze 27 Sekunden und schon hatten die Gäste die Partie wieder auf Anfang gestellt. Und auch hier konnte Kevin Poulin den ersten Schuss zwar parieren, aber nicht festhalten. Marcel Kurth war zur Stelle und staubte ab – 2:2 (12.).
Die Eisbären völlig von der Rolle, nach vorne ging gar nichts mehr und hinten sah man sich dem Druck der Wild Wings ausgesetzt, die hier plötzlich Lust auf mehr bekamen. Und Rihards Bukarts, seines Zeichen Ex-Eisbär, hatte dreieinhalb Minuten vor der ersten Pause die große Chance zur erstmaligen Schwenninger Führung, Kevin Poulin hatte jedoch etwas dagegen. Aber keine Minute später war auch Poulin machtlos, als Ville Korhonen ein Zuspiel von Philip McRae eiskalt abschloss – 2:3 (18.). Mit diesem Paukenschlag endete das Auftaktdrittel in Berlin.

Zu Beginn des Mitteldrittels die Eisbären früh mit der Chance in Überzahl zu agieren, aber das beste

Foto: eisbaerlin.de/walker

Powerplay der Liga brachte dabei nicht viel zu Stande. Fortan die Eisbären mit Chancen, aber ohne Glück im Abschluss. Es folgten zwei weitere Überzahlspiele, das erste konnte man nicht nutzen, das zweite dann aber schon. Aller guten Dinge sind eben drei, denn es war die dritte Strafe gegen die Schwäne im Mitteldrittel. Frank Hördler mit einem klasse Pass auf Brendan Ranford und der hatte keine große Mühe, die Scheibe im Tor unterzubringen – 3:3 (30.).
Auch danach die Eisbären weiterhin am Drücker, immer wieder mit guten Chancen, aber es fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Von Schwenningen war in diesem Drittel kaum etwas zu sehen, die Mannschaft von Trainer Jürgen Rumrich lauerte auf Fehler, um dann zu kontern. Nach 40 Minuten blieb es beim Stand von 3:3.

Das letzte Drittel hatte dann gleich zu Beginn die wohl spielentscheidende Szene zu bieten. In der 42. Spielminute jubelten die Gäste über das vermeintliche 4:3, aber die beiden Hauptschiedsrichter Daniel Piechaczek und Kristian Vikman entschieden nach Ansicht des Videobeweises auf Torhüterbehinderung und somit auf kein Tor.
Nur zwei Minuten später bekamen die Gäste dann ein unglückliches Tor. Florian Kettemer hatte von der blauen Linie abgezogen, Daniel Fischbuch hielt die Kelle in den Schuss und fälschte ihn somit unhaltbar für Strahlmeier ab – 4:3 (44.).

Foto: eisbaerlin.de/walker

Drei Minuten nach dem 4:3 sorgte Frank Hördler dann aber erst einmal für die nächste außerplanmäßige Pause. Sein Schlagschuss von der blauen Linie landete hinter dem Tor an der Plexiglasscheibe vor der Fankurve, welche daraufhin zu Bruch ging. Die Aufräumarbeiten und das Wechseln der Scheibe sollte auch nochmal einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die Pause schien den Schwarzwäldern besser getan zu haben, die anschließend richtig gut drin waren im Spiel und sich auch gute Chancen erspielten, einmal dabei sogar an der Latte scheiterten. Schwenningen schnupperte also am Ausgleichstreffer. Aber auch die Eisbären hatten ihre Chancen vor dem Schwenninger Tor. Das Spiel wog nun hin und her und beide Teams wollten den nächsten Treffer erzielen, die Eisbären damit natürlich für die Vorentscheidung sorgen.
Für diese sorgte dann Louis-Marc Aubry 92 Sekunden vor dem Spielende, als er sich auf der rechten Seite an der Bande stark den Puck erkämpfte, vor das Tor zog, um Strahlmeier rum fuhr und die Scheibe zum entscheidenden 5:3 über die Torlinie brachte (59.).
Damit waren die drei Punkte für die Eisbären im Sack, auch wenn Schwenningen noch einmal den Goalie vom Eis nahm. Am Ende brachte das nichts mehr und die Wild Wings traten die Heimreise mit leeren Händen an.

Ein Sieg, der vor allem wichtig für das Selbstvertrauen ist. So gehen die Eisbären mit einem Erfolgserlebnis in die so dringend benötigte Pause, denn das arg dezimierte Team der Eisbären hatte kaum noch Benzin im Tank in den letzten Spielen und wird die Pause nun dafür nutzen, um die Akkus wieder aufzuladen und darauf hoffen, dass einige verletzte Spieler wieder zurückkehren.
Das Spiel heute war mal wieder typisch für die Eisbären, ruhiger Beginn, dann schnell 2:0 gegen den Tabellenletzten vorne und da dachten sich einige wahrscheinlich, das Ding hier wird ein Selbstläufer und prompt wurde man für diese Denkweise bestraft und lag folgerichtig mit 2:3 hinten. Nach einer Ansage von Trainer Clément Jodoin in der ersten Drittelpause fand man aber zurück in die Spur und kämpfte Schwenningen am Ende nieder, musste aber noch ein wenig zittern, denn auch die Schwarzwälder hatten noch einige gute Chance gehabt.

1:0-Sieg in Schwenningen dank Kevin Poulin und Florian Kettemer

Die Eisbären Berlin konnten die zwei Spiele andauernde Niederlagenserie beenden. Am Freitagabend setzten sich die Berliner vor 3.408 Zuschauern in der Helios Arena beim Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings mit 1:0 n.P. (0:0,0:0,0:0/0:0) durch und holten somit zwei wichtige Punkte.

Ein Sieg, der enorm wichtig fürs Selbstvertrauen sein wird, dennoch darf man den Sieg auch nicht zu hoch hängen. Immerhin trat man beim Tabellenletzten an und kam dort gerade so zu einem 1:0-Sieg, was am Ende auch hätte in einer Niederlagen enden können. Denn es trafen zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander. Aber es wurde eben auch deutlich, dass es bei beiden Mannschaften in dieser Saison noch nicht wie gewünscht läuft.

Das erste Drittel bewies, dass beide Teams sehr bemüht waren, das Spiel zu bestimmen und sich Chancen zu erarbeiten. Es ging hin und her, beide Mannschaften hatten immer wieder Phasen, in denen sie kurze Zeit am Drücker waren, nur zu Toren sollte es nach den ersten 20 Minuten nicht reichen. Nicht, weil es keine Torchancen gab, nein, sondern weil da mit Dustin Strahlmeier (Schwenningen) und Kevin Poulin (Berlin) zwei Goalies drin standen, die einmal mehr ihre Extraklasse unter Beweis stellten. Der kriselnde Tabellenletzte hatte dabei sogar noch leichte Vorteile, aber nur minimal.

Auch im Mitteldrittel sollte sich dieses Spiel fortsetzen. Beide weiterhin versucht, offensiv Akzente zu setzen und dabei kamen teilweise richtig gute Torchancen bei raus. Chancen, die wohl genutzt worden wären, wenn beide eine gute Phase durchlaufen würden. Da es aber bei beiden Mannschaften derzeit nicht rund läuft, passte das nicht nutzen der Chancen eben dazu. Bestes Beispiel war da sicherlich die Chance von Eisbären-Top-Torjäger Jamie MacQueen, der das freie Tor vor Augen hatte und den Puck hätte in aller Ruhe dort unterbringen können. Aber nein, er zog zu heftig und mit zu viel Druck ab, der Puck ging somit nur ans Außennetz und an der Reaktion von MacQueen danach konnte man sehen, wie tief der Frust derzeit bei den Eisbären sitzt.
Beide Mannschaften waren immer wieder kurz davor, das 1:0 zu erzielen, aber entweder vergab man beste Chancen kläglich oder aber Strahlmeier und Poulin entnervten die gegnerischen Spieler.
So wartete man also auch nach 40 Minuten noch auf den ersten Treffer des Abends. Aber man hätte es vorher wissen müssen, gingen doch in den letzten beiden Saison gleich drei Spiele (!) 1:0 aus.

Auch im Schlussdrittel probierten es die Mannschaften von den Trainern Pat Cortina (Wild Wings) und Clément Jodoin (Eisbären) immer wieder, doch im Abschluss fehlte ihnen einfach das nötige Quäntchen Glück. Egal, was die Spieler versuchten, die schwarze Hartgummischeibe wollte einfach nicht über die Torlinien gehen und die Verzweiflung der Spieler nahm sichtbar zu. Selbst bei den Überzahlspielen wollte keiner Mannschaft der erlösende erste Treffer gelingen. Es war so ein typisches Spiel, bei dem beide Teams wohlmöglich hätten bis morgen spielen können, ohne dabei auch nur ein Treffer zu erzielen. Es ging also fast schon wie erwartet in die Verlängerung.

Selbst in der Extra-Spielzeit veränderte sich das Gesamtbild nicht. Beide Mannschaften versuchten es nach ihren Möglichkeiten, doch sowohl Dustin Strahlmeier als auch Kevin Poulin wollten sich ihren Shutout nicht zu Nichte machen lassen. Nur brauchten wir an diesem Abend noch eine Entscheidung und dafür sollte dann das Penaltyschießen sorgen.

Und wie bezeichnend für das Spiel, dass mit Florian Kettemer ein Verteidiger für die Entscheidung im Shootout sorgte. Der Berliner Verteidiger traf als einziger Schütze und sicherte den Eisbären somit den Zusatzpunkt.

Was sollen wir jetzt großartig Worte über dieses Spiel verlieren. Es waren zwei enorm wichtige Punkte, mehr aber auch nicht. Florian Kettemer bewies einmal mehr, wie wichtig er für die Eisbären ist, sein Penalty machte am Ende den Unterschied aus. Aber viel wichtiger war die Rückkehr von Kevin Poulin ins Eisbären-Tor. Der neue Goalie strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, was auch den Verteidigern hilft. Die Defensive zeigte schon eine bessere Leistung und ansonsten wusste man ja Kevin Poulin hinter sich. Nein, wir wollen Maximilian Franzreb nicht kritisieren, der junge Goalie zeigte bisher gute Leistungen in seinen Einsätzen, wenn gleich er natürlich eine Vielzahl an Gegentoren bekommt. Nur gingen diese nicht immer auf die Kappe des jungen Goalies, denn zu oft wurde er von der Defensive auch sträflich im Stich gelassen. Und Franzreb fehlt eben auch noch die Erfahrung und die nötige Spielpraxis, um dem Team jedes Spiel helfen zu können. Er kann nur von Poulin lernen und Poulin war heute ein wichtiger Baustein des Sieges in Schwenningen.
Wie wichtig Kevin Poulin ist, zeigt ein Blick in die Statistik. Drei Spiele, drei Siege. Drei der vier Saisonsiege gelangen also mit Poulin im Tor. Ein erfahrener Torwart ist enorm wichtig für eine verunsicherte Mannschaft und das sind die Eisbären im Moment. Der Sieg wird dem Team sicherlich helfen aber es liegt noch viel Arbeit vor dem Trainerteam. Und die nächsten Tage bleibt nicht viel Zeit zum trainieren, denn die Berliner spielen fast jeden zweiten Tag.

2:1 in Schwenningen: Eisbären erkämpfen drei Punkte und verabschieden sich mit einem Sieg in die Olympiapause

Nach zwei knappen Niederlagen in Folge haben die Eisbären Berlin wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Die Hauptstädter gewannen am Freitagabend vor 5.322 Zuschauern in der Helios-Arena bei den Schwenninger Wild Wings knapp mit 2:1 (1:1,1:0,0:0) und verabschiedeten sich so mit einem Sieg in die nun anstehende Olympiapause. Der Marathon mit 49 Hauptrunden-Spielen seit September hat damit vorerst ein Ende und die Spieler können nun ein wenig verschnaufen und die Akkus wieder aufladen.

Chefcoach Uwe Krupp verzichtete heute freiwillig auf Stammgoalie Petri Vehanen, dafür stand Back-up Marvin Cüpper zum 18. Mal in dieser Saison im Tor. Auf der Bank nahm deshalb der erst 16-jährige DNL-Keeper Tobias Ancicka Platz. Zudem musste Krupp weiterhin auf Florian Busch sowie neuerdings auch auf Blake Parlett und kurzfristig Nick Petersen verzichten.

Das Spiel war gerade einmal 19 Sekunden alt, da hatte Thomas Oppenheimer bereits die erste Chance für die Eisbären. Doch diese Szene täuschte über die Anfangsphase hinweg, denn eigentlich waren die Hausherren zu Beginn die spielbestimmende Mannschaft. Schwenningen kam sehr schwungvoll aus der Kabine und brachte jede Scheibe Richtung Berliner Tor. Die Defensive der Eisbären zeigte sich zu Beginn äußerst anfällig, was man beim 0:1 gleich zu sehen bekam. Louis-Marc Aubry vertändelte an der eigenen blauen Linie die Scheibe, Markus Poukkula spitzelte die Scheibe weiter zu Stefano Giliati, welcher frei vor Cüpper auftauchte, den Berliner Goalie umkurvte und lässig zum 0:1 einschob (2.). 71 Sekunden waren da gerade einmal gespielt.
Sieben Minuten waren rum, als Sven Ziegler die erste Strafe der Partie kassierte und somit musste das zweitschlechteste Penaltykilling an die Arbeit. Aber die Eisbären standen sehr gut, mehr als eine Schusschance von Istvan Bartalis, welcher knapp am Tor vorbei schoss, sprang nicht bei heraus.
Und die Eisbären? Die glichen auf einmal völlig überraschend aus. Jamie MacQueen brachte die Scheibe von der blauen Linie Richtung Tor, wo Dominik Bittner den Puck mit dem Hintern ins eigene Tor lenkte – 1:1 (9.). Ein unglückliches Gegentor für die Schwäne.
Drei Minuten später das zweite Powerplay der Wild Wings und das war nun deutlich zwingender. Damien Fleury hatte gleich zwei Riesenchancen. Einmal stand der Pfosten im Weg, beim nächsten Mal war Marvin Cüpper zur Stelle. Fleury und Cüpper sollten sich noch öfters in diesem Spiel duellieren.
Schwenningen also mit dem Pfostentreffer, das können die Eisbären auch. Micki DuPont hatte abgezogen, der Puck wurde noch abgefälscht und klatschte anschließend an den Pfosten. So blieb es beim 1:1 nach 20 Minuten im Schwarzwald.

Das Mitteldrittel begann dann sehr ruhig, zwar ging es hin und her, jedoch ohne echte zwingende Torchancen. Das änderte sich erst ab Minute 24, als mal wieder Fleury in Aktion trat. Mit seinem Schuss von rechts traf er nur das Außennetz. Und im Gegenzug die Eisbären im Angriff, den ersten Schuss konnten die Gastgeber blocken, aber Sean Backman kam zum Nachschuss, welchen er jedoch an den Pfosten setzte.
Die Partie nahm nun wieder etwas an Fahrt auf und Schwenningen mit der nächsten gefährlichen Aktion, als Simon Danner den Puck knapp am Tor vorbei schoss.
Danach wurde die Partie etwas zerfahrener, es gab einige Strafzeiten, vor allem die Eisbären nahmen immer wieder in der Kühlbox Platz. Aber dennoch gab es auch während dieser Phase Chancen. Sean Backman für die Eisbären mit einer guten Chance, aber Istvan Bartalis hatte die bessere Chance. Kai Wissmann mit dem Fehlpass, Bartalis frei vor Cüpper, aber der Berliner Youngster hielt erneut überragend.
Als sich alle Zuschauer in der Helios-Arena schon auf die zweite Drittelpause einstimmten, passierte dann doch noch etwas vor dem Schwenninger Tor. Micki DuPont hatte abgezogen, doch sein Schuss prallte gegen die Bande hinter dem Tor. Louis-Marc Aubry nahm sie auf, spielte sie vor das Tor zu André Rankel und der Kapitän beförderte den Puck zum zweiten Mal ins Tor der Wild Wings – 2:1 (40.), 56 Sekunden vor der zweiten Drittelpause.

Im Schlussdrittel die Eisbären schon nach wenigen Sekunden mit der Chance zum 3:1, doch Thomas Oppenheimer konnte das Zuspiel von Mark Olver nicht verwerten. Relativ früh im Schlussdrittel die Eisbären dann auch mit einem Mann mehr auf dem Eis und man höre und staune, sie waren dabei sogar gefährlich. Micki DuPont prüfte Strahlmeier mit einer Direktabnahme. Frank Hördler zog von der blauen Linie ab, Sean Backman fälschte den Schuss noch gefährlich ab. Die Eisbären arbeiteten am dritten Tor.
Mitte des letzten Drittels dann wieder die Gastgeber in Überzahl und Istvan Bartalis mit drei Riesenchancen zum Ausgleich. Aber auch er fand in Marvin Cüpper seinen Meister. Der Berliner Goalie brachte die Schwenninger heute reihenweise zur Verzweiflung.
In der Schlussphase bot sich den Schwänen dann eigentlich die Riesenchance zum Ausgleich. Keine vier Minuten waren mehr auf der Uhr, als James Sheppard zunächst zwei Minuten wegen Halten des Stocks bekam und da er sich so stark aufregte, kassierte er gleich noch einmal zwei Minuten wegen Unsportlichkeit. Schwenningen für vier Minuten also mit einem Mann mehr auf dem Eis. Und 70 Sekunden vor dem Ende sogar mit zwei Mann mehr, das Coach Pat Cortina Goalie Dustin Strahlmeier zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm.
Und Schwenningen hatte auch nochmal zwei Mega-Chancen. Tim Bender zog 50 Sekunden vor dem Ende von der blauen Linie ab, doch sein Schuss prallte nur an den Pfosten. 28 Sekunden vor dem Ende Damien Fleury mit einer guten Chance, Marvin Cüpper war eigentlich schon auf dem Weg in die andere Ecke, aber dieser Teufelskerl parierte diesen Schuss doch noch.
Die Eisbären kämpften mit viel Leidenschaft und brachten somit die drei Punkte über die Zeit.

Dieser Sieg war ein Ergebnis des unbedingten Willens Die Eisbären kämpften bis zur letzten Sekunde leidenschaftlich, jeder kämpfte für jeden und nur so kann man solch enge und hart umkämpfte Spiele an Ende gewinnen. Aber natürlich brauchst du auch einen guten Torhüter und Marvin Cüpper war heute ein überragender Rückhalt. Aber man braucht auch das nötige Quäntchen Glück und auch das hatten die Berliner bei ihren Toren.
Marvin Cüpper und das starke Penaltykilling waren letztendlich der Schlüssel zum Auswärtssieg im Schwarzwald.

Schwenningens Goalie Dustin Strahlmeier mit seinem Statement zum Spiel:

Uns hat heute das Quäntchen Glück ein bisschen gefehlt. Auf Berliner Seite war es da. Das Powerplay ist das ganze Jahr nicht unsere Stärke. Wenn wir heute so viele Chancen in Powerplay bekommen und die nicht rein machen, steht man in der Statistik zu Recht da unten. Aber Marvin Cüpper hat auch brutal gehalten.

Und jener Cüpper blieb nach dem Spiel sehr bescheiden:

Ich hab getan, was ich konnte. Die Mannschaft hat es mir relativ einfach gemacht. Nach so langer Zeit war es ungewohnt, wieder im Tor zu stehen. Aber es freut mich, dass wir gewonnen haben.

Gegen Augsburg und in Schwenningen: Endspurt vor der Olympiapause

Die diesjährige Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) neigt sich mehr denn je dem Ende entgegen. Nur noch fünf Spieltage sind zu absolvieren und doch steht der letzte Spieltag erst am 04.03.2018 auf dem Programm. Der Grund dafür ist die kurz bevorstehende Olympiapause. Vor dieser treten die Eisbären Berlin noch zweimal an. Einmal zu Hause und einmal auswärts. Und während die Hauptstädter Platz Drei sicher haben und nun Platz Zwei und somit die CHL-Qualifikation in Angriff nehmen wollen, geht es für die nächsten beiden Gegner noch um alles.

Der morgige Gegner, die Augsburger Panther (Bully: 19:30 Uhr), steht aktuell auf Platz Zwölf und hat sieben Punkte Rückstand auf Platz Zehn. Für die Fuggerstädter ist es also morgen ein weiteres Endspiel im Kampf um Platz Zehn. Verlieren die Mannen von Chefcoach Mike Stewart, rückt das Saisonende nach der Hauptrunde näher. Gewinnen sie, sind die Pre-Playoffs noch drin. In Berlin verloren die Augsburger aber 13 der letzten 15 Spiele, was die Aufgabe enorm schwer macht. Doch ausgerechnet in den letzten beiden Spielen punkteten die Panther an der Spree. Im Januar 2017 setzte sich der AEV mit 2:0 in Berlin durch, beim ersten Duell in dieser Saison verlor Augsburg mit 1:2 n.P., holte also auch da immerhin einen Punkt.

Für den Gegner am Freitagabend, die Schwenninger Wild Wings (Bully: 19:30 Uhr), ist sogar noch fast alles möglich. Von der Viertelfinal-Qualifikation mit Heimrecht bis hin zum Saisonende nach der Hauptrunde. Also geht es auch für die Wild Wings um wichtige Punkte, auch für sie wird die Partie gegen Berlin zu einem nächsten Endspiel. Aber auch die Schwäne taten sich zu Hause zuletzt enorm schwer gegen die Hauptstädter, verloren sie doch zehn der letzten zwölf Heimspiele gegen die Eisbären und gaben zudem bei einem der zwei Siege noch einen Punkt ab. 

Zunächst aber einmal gilt die volle Konzentration der Eisbären und deren Trainer Uwe Krupp dem morgigen Augsburgspiel. Krupp erwartet eine Partie mit Playoff-Charakter (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 30.01.2018):

Augsburg wird morgen kommen. Sie sind eine Mannschaft, die um ihre Platzierung kämpft. Sie werden mit vollem Engagement und Kampfgeist bei der Sache sein. Ich erwarte ein hitziges Spiel, ein Playoff-Spiel.

Mit Playoff-Charakter kennen sich die Berliner ja bestens aus, lieferten sie sich doch erst ein solches Duell am Sonntagabend mit den Thomas Sabo Ice Tigers. Eine Partie, welche unglaublich viel Intensität hatte, in der es hin und her ging, in der beide Mannschaften eine sehr starke Defensive sowie überragende Goalies hatten, die Offensivreihen aber dennoch die ein oder andere hochkarätige Chance herausspielen konnten. Einfach eine mitreißende und atemberaubende Partie.

So eine dürfen wir aber morgen Abend nicht unbedingt erwarten, auch wenn es für Augsburg um Alles oder Nichts geht. Es ist eben mal wieder ein typisches Wochenspiel und man weiß, wie öde diese doch werden können. Hoffen wir mal, dass es uns morgen erspart bleibt und wir ein Eishockey-Fest erleben werden.

Bei diesem Spiel mitwirken wird dann aller Voraussicht nach wieder Sven Ziegler, der nach heutigem Stand den Platz von Daniel Fischbuch im Kader der Berliner einnehmen wird. Ansonsten kann Krupp nach wie vor aus dem Vollen schöpfen und weiterhin an der bestmöglichen Playoff-Form feilen. 

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Augsburger Panther am 31.01.2018:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Nick Petersen, Jamie MacQueen, André Rankel, Thomas Oppenheimer, Louis-Marc Aubry, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Constantin Braun, Mark Olver, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Maximilian Franzreb, Charlie Jahnke, Maximilian Adam, Vincent Hessler (alle Weißwasser), Florian Busch (Schädelprellung)

Daniel Fischbuch: „Es war wichtig, dass wir 1:0 in Führung gegangen sind“

Foto: eisbaerlin.de/walker

Daniel Fischbuch (Stürmer Eisbären Berlin):

Der Sieg nach der Niederlage am Samstag war sehr wichtig. Vor allem im neuen Jahr so gut zu starten, tut uns gut. Heute haben wir die Chancen genutzt, was wir gegen Düsseldorf nicht gemacht haben. Sie sind gut raus gekommen, haben uns das Leben echt schwer gemacht. Es war wichtig, dass wir 1:0 in Führung gegangen sind. Wir haben im richtigen Moment die Chancen genutzt. 

Petri Vehanen (Torhüter Eisbären Berlin):

Ein Shutout ist schön und gut. Aber ein Sieg und drei Punkte für die Mannschaft ist umso wichtiger. Schwenningen war vielleicht leicht stärker im ersten Drittel. Aber in Drittel Zwei und Drei waren wir die eindeutig bessere Mannschaft. Ich bin unheimlich stolz auf die Leistung, die die Jungs auf dem Eis abgerufen haben. 

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin):

Ich denke, dass beide Mannschaften wirklich gut gespielt haben. Gerade am Anfang hat Schwenningen viel Druck gemacht, ist viel gelaufen und da muss man schon sagen, hat Petri uns gut im Spiel gehalten. 

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Wir waren etwas überrascht. Schwenningen hat viel Druck gemacht im ersten Drittel. Wir hatten direkt im ersten Wechsel den Pfosten getroffen. Danach hat Schwenningen viel Druck gemacht. Wir hatten Probleme, aus dem eigenen Drittel heraus zu kommen. Wir waren nicht so schnell in den Entscheidungen und an der Scheibe, wie wir es sein müssen gegen eine Mannschaft, die läuferisch so gut ist wie Schwenningen. Das Tor von Marcel Noebels hat uns irgendwie Selbstbewusstsein gegeben. Aber insgesamt war es ein Drittel, dass ging vom Gefühl her an Schwenningen, weil sie mehr vom Spiel hatten. Das zweite Drittel begann ähnlich wie das erste Drittel aufgehört hat. Schwenningen hat ein gutes Spiel gemacht, die waren heiß. Sie haben gezeigt, warum sie auf dem fünften Platz stehen und nicht weit weg vom vierten Platz sind. Der Unterschied war der, dass wir aus unseren Chancen Kapital schlagen konnten und Schwenningen nicht. Petri Vehanen war wieder sehr gut, hat wieder in den entscheidenden Momenten die Saves für uns gemacht. Für meine Begriffe war das Ergebnis ein bisschen zu hoch, was die Spielanteile angeht und auch die Art und Weise, wie Schwenningen aufgetreten ist. 

Pat Cortina (Trainer Schwenninger Wild Wings):

Im ersten Drittel waren beide Mannschaften meiner Meinung nach nicht so gut. Die Intensität und die Geschwindigkeit war nicht so hoch. Berlin hat das 1:0 nach einem Powerplay für uns erzielt und da aus einem Fehler von uns Kapital geschlagen. Das zweite Drittel war sehr interessant. Das zweite Drittel hat leider für uns 20 Minuten gedauert und nicht 15. Aber die ersten 14 Minuten waren okay. Wir haben mit Tempo gespielt, wir haben was kreiert. Ich glaube, Berlin hatte keine Torchance in den ersten 14 Minuten des zweiten Drittels. In den letzten fünf Minuten hat Berlin vier Tore geschossen. Nach dem zweiten Tor für Berlin hat meine Mannschaft aufgehört zu spielen. Wir dürfen nicht aufhören zu spielen, das hat Berlin ausgenutzt. Im dritten Drittel war das Spiel schon vorbei.