11. Auswärtsniederlage in Folge: Zwei Fehler führen zu 0:2-Niederlage bei den Kölner Haien

Auswärtsreisen können sich die Eisbären Berlin und deren Fans weiterhin sparen. Am Sonntagnachmittag setzte es bei den Kölner Haien beim 0:2 (0:0,0:2,0:0) die elfte Auswärtsniederlage in Folge. Und seit dem heutigen Spieltag haben unsere Jungs nun auch offiziell den schlechtesten Angriff (110 Tore) der Deutschen Eishockey Liga (DEL), was angesichts von vier Toren in den letzten fünf Spielen nicht wirklich verwunderlich ist. Der DEL-Rekordmeister taumelt also dem Hauptrunden-Ende entgegen.

Chefcoach Uwe Krupp konnte heute drei Rückkehrer im Team begrüßen. Petri Vehanen hütete wieder das Berliner Tor, Nick Petersen und Marcel Noebels stürmten für die Berliner. Dagegen fielen Bruno Gervais, Micki DuPont, Kyle Wilson, Julian Talbot und Sven Ziegler aus.

Die Eisbären kamen gut aus der Kabine und hatten gleich in den ersten 40 Sekunden der Partie drei gute Chancen. Und nach zwei Minuten bekam man dann auch erstmals die Chance, in Überzahl zu agieren, welche man jedoch ungenutzt ließ.
Uwe Krupp hatte von seinem Team Disziplin gefordert, man sollte die Strafbank vermeiden. Klappte jedoch nur fünf Minuten. Innerhalb von sieben Minuten kassierten die Berliner drei Strafen in Folge, Köln fand so hinein in die Partie. Christian Ehrhoff traf im Powerplay nur das Außennetz, Alex Bolduc vergab eine weitere gute Chance für die Domstädter. Allerdings ließen die Eisbären in Unterzahl nicht mehr zu, spielten teilweise ein sehr aggressives Forechecking und stellten Köln so vor Probleme. Die Hausherren konnten so ihre drei Überzahlspiele nicht nutzen.
Die Eisbären standen weiterhin sehr kompakt hinten, aber komplett konnte man Kölner Angriffe nicht vermeiden. Dane Bayers scheiterte mit seinem Versuch aus dem Slot heraus, Max Reinhart zielte knapp vorbei und T.J. Mulock scheiterte aus kurzer Distanz. Beim Stand von 0:0 ging es in die erste Drittelpause. Continue reading

Zehn Auswärtsniederlagen in Folge: Können die Eisbären mit den Rückkehrern Vehanen, Petersen und Noebels den Auswärts-Fluch beenden?

Eine Woche hatten die Eisbären Berlin jetzt spielfrei. Zeit, sich über das 1:7-Debakel in Wolfsburg Gedanken zu machen. Der Frust über diese Niederlage sitzt sicherlich noch immer tief bei den Spielern. Morgen Nachmittag bekommen sie endlich die Chance, eine Reaktion darauf zu zeigen. Ab 16:45 Uhr ist man zu Gast beim Tabellenvierten Kölner Haie. Während es für die Domstädter noch um wichtige Punkte im Kampf um die beste Platzierung für das Playoff-Viertelfinale geht, wollen die Eisbären im Kampf um Platz Zehn wichtige Zähler einfahren.

Von daher ist es natürlich sehr gut zu wissen, dass morgen Nachmittag gleich drei wichtige Leistungsträger in den Kader zurückkehren werden. Goalie Petri Vehanen sowie die Stürmer Nick Petersen und Marcel Noebels stehen Chefcoach Uwe Krupp morgen wieder zur Verfügung. Für Noebels wird es das DEL-Saisondebüt werden. Er kehrt damit früher zurück als erwartet. Dagegen fehlen Bruno Gervais, Micki DuPont, Kyle Wilson, Julian Talbot und Sven Ziegler in der Lanxess-Arena. Uwe Krupp sagte im Vorfeld der Partie folgendes (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 11.02.2017):

Wir müssen in Köln diszipliniert spielen. Die Haie sind eine Mannschaft mit viel Qualität, die tief besetzt ist. Wir müssen alles dafür tun, lange im Spiel zu bleiben. Für uns war es wichtig, das einige Jungs jetzt wieder zurückkommen.

Gerade die Disziplin hatte das Trainerteam vor den letzten Spielen immer wieder gefordert, nur haben sich die Spieler nicht wirklich dran gehalten. Allen voran natürlich Louis-Marc Aubry, der am vergangenen Wochenende in seinen ersten beiden Spielen durch eine Strafzeit jeweils ein Tor verursacht hatte und die Mannschaft somit auf die Verliererstraße brachte. Von daher kann man nur hoffen, dass sich die Jungs morgen daran halten und äußerst diszipliniert zu Werke gehen.

Denn die Aufgabe in der Domstadt ist so schon schwer genug, da braucht man sich durch unnötige Strafzeiten nicht noch selbst schwächen. Es muss eine Top-Leistung her, will man Köln morgen Nachmittag besiegen. In der Defensive muss man sehr kompakt stehen und so wenig wie möglich zulassen, was gegen eine Mannschaft wie Köln natürlich einfacher gesagt als getan ist. Und in der Offensive muss man sich zum einen Chancen erspielen und zum anderen diese – im Vergleich zu den letzten Spielen – dann auch nutzen. Das war nämlich ein Hauptproblem der Eisbären in den letzten vier Spielen. Da gelangen den Hauptstädtern nur vier Tore – je Spiel ein Tor. An Chancen mangelte es dabei nicht, jedoch aber an der Verwertung selbiger. Das muss morgen in Köln besser werden, ansonsten gibt es bei der Mannschaft von Coach Cory Clouston nichts zu holen.

In der Lanxess-Arena haben die Eisbären die letzten drei Spiele in Folge verloren und zudem nur drei der letzten zehn Auswärtsspiele erfolgreich gestaltet. Der letzte Sieg nach 60 Minuten liegt fast vier Jahre zurück. Ein 6:3 im DEL-Finale. Ja, da standen die Eisbären vor Jahren mal, aber daran ist derzeit überhaupt nicht zu denken.

Die Partie wird morgen wie immer von Telekom Eishockey übertragen. Dazu zeigt auch Sport 1 die Partie Köln vs. Berlin live im Free-TV. Sendebeginn bei Telekom Eishockey ist 16:30 Uhr.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Kölner Haien am 12.02.2017:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Alex Roach, Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, Jens Baxmann, Constantin Braun

Angriff:

Nick Petersen, Charles Linglet, Spencer Machacek, Laurin Braun, Jamie MacQueen, Barry Tallackson, André Rankel, Florian Busch, Darin Olver, Louis-Marc Aubry, Daniel Fischbuch, Marcel Noebels

 

André Rankel: „Wir wollen manchmal zu viel, wir müssen einfacher spielen“

Jamie MacQueen (Stürmer Eisbären Berlin/einziger Torschütze gegen Köln):

Wir haben gut gespielt, aber wenn man sich das Ergebnis anschaut, dann war es nicht gut genug. Wir müssen weiterhin unsere Köpfe hoch halten. Wir müssen weiter hart an uns arbeiten, weiter trainieren, noch mehr Prozente geben. Die Ansätze sind da, es war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen einfach dran bleiben und an uns glauben.

Alex Roach (Verteidiger Eisbären Berlin):

Die Verteidigung der Kölner stand ziemlich gut. Sie blockierten unsere Schüsse und haben ihrem Torhüter damit geholfen, der auch gut gespielt hat. Wir als Mannschaft haben aber das gezeigt, was wir spielen wollten.

André Rankel (Stürmer und Kapitän Eisbären Berlin):

Wir haben heute ein ganz gutes Spiel gemacht. Aber wenn du nur ein Tor schießt, ist es schwer, zu Hause zu gewinnen. Wir wollen manchmal zu viel, wir müssen einfacher spielen, geradliniger und uns die Tore erarbeiten.

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Wir haben so begonnen, wie wir beginnen wollten und wie wir spielen müssen, um Spiele zu gewinnen. Wir haben ein gutes erstes Drittel gespielt, viele Chancen gehabt und gut in der Defensive gestanden. Im zweiten Drittel ist Köln etwas stärker gewesen. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen. Beide Mannschaften haben nicht viele Chancen zugelassen. Insgesamt ein gutes Spiel meiner Mannschaft gegen eine starke Kölner Mannschaft. Köln hat zwei Fehler eiskalt ausgenutzt, das spricht für die Qualität der Mannschaft. Wir haben viel investiert, wir haben heute kein schlechtes Spiel gespielt.

1:2 gegen Köln: Nach der fünften Niederlage in Folge herrscht Ratlosigkeit

Ausgabe #16:

Und täglich grüßt das Murmeltier. Irgendwie fühlte ich mich heute an das Heimspiel gegen Augsburg vom Dienstag erinnert. Auch da hatte man nach dem ersten Drittel Hoffnung auf einen guten Ausgang und das Ende der Niederlagenserie. Am Ende wurde es jedoch die vierte Niederlage in Folge. Heute kam die fünfte hinzu. Vor 14.200 Zuschauern verloren die Eisbären Berlin ihr Heimspiel gegen die Kölner Haie mit 1:2 (1:0,0:2,0:0). Und immer mehr fragt man sich, wann wird sie wohl enden, diese Niederlagenserie, wann findet diese Mannschaft wieder zurück in die Erfolgsspur? Wenn wir das nur wüssten. So langsam aber sicher bleibt man als Fan nach den Auftritten der Eisbären ratlos zurück. So auch heute wieder.

Chefcoach Uwe Krupp standen heute die Verteidiger Bruno Gervais, Frank Hördler und Jonas Müller sowie die Stürmer Darin Olver und Marcel Noebels nicht zur Verfügung. Auch die Youngster Maximilian Franzreb, Charlie Jahnke und Vincent Hessler standen nicht im Kader für das Köln-Spiel. Im Tor stand Stammkeeper Petri Vehanen.

Die Eisbären begannen das Heimspiel sehr schwungvoll, spielten ein aggressives Forechecking und setzten die Domstädter so vor große Probleme. Köln schien überrascht über die Spielweise der Berliner, damit hatten sie wohl nicht unbedingt gerechnet. Die Eisbären gaben auch gleich die ersten Schüsse auf das Kölner Tor ab.
Insgesamt gesehen war es ein gutes erstes Drittel, die Eisbären kämpften verbissen um jeden Puck, gaben die schwarze Hartgummischeibe nie verloren, gingen keinem Zweikampf aus dem Weg. Nach vorne versuchte man immer wieder Torchancen zu kreieren, hinten stand man kompakt und versuchte nicht viel von Köln zuzulassen. Im Spielaufbau unterliefen dagegen noch zu viele leichte Fehler.
Und trotzdem gingen unsere Jungs mit einer 1:0-Führung aus dem Auftaktdrittel. Und das Tor war äußerst kurios. Es lief die 13. Spielminute, Alex Roach hatte die Scheibe tief geschossen, Jamie MacQueen setzte nach und Kölns Keeper Gustav Wesslau stürmte dem Puck und MacQueen entgegen. Der Eisbären-Stürmer war einen Schritt schneller, kam an den Puck, um kurvte Wesslau und schoß den Puck ins verwaiste Kölner Tor – 1:0. Continue reading

Eisbären erwarten Top-Team Köln: Reaktion der Mannschaft oder ein erneutes Trauerspiel?

Am kommenden Wochenende absolvieren die Eisbären Berlin nur ein Spiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Und so traurig es ist, aber als EHC-Fan muss man sagen, zum Glück. Denn was man sich in den letzten Wochen ansehen musste, tat echt weh und von daher ist man froh über jeden Tag, an dem man kein Trauerspiel der Eisbären sehen muss. Das einzige Spiel am Wochenende bestreiten die Hauptstädter morgen Abend in der Arena am Ostbahnhof. Zu Gast sein wird dann das DEL-Top-Team der Kölner Haie. Ein echter Prüfstein für den aktuell Tabellenachten, der auf den Tabellendritten trifft.

Nach vier Niederlagen in Folge hoffen natürlich alle auf einen Sieg der Eisbären, nur macht kaum etwas Hoffnung, daran auch wirklich zu glauben. Chefcoach Uwe Krupp äußerte sich im Vorfeld der Köln-Partie wie folgt (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 05.01.2017):

Wir sind in einer Situation, durch die müssen wir uns durcharbeiten. Wir können nicht darauf warten, dass uns jemand hilft, wir müssen aktiv agieren und uns raus arbeiten, so schwierig wie die Situation sich nun mal auch darstellt.

Und Stürmer Laurin Braun ergänzte:

Wir müssen als Mannschaft geschlossen spielen und kompakt stehen, vor allem in der Defensive. Es geht darum, die kleinen Sachen richtig zu machen. Wir wollen jetzt unseren Worten Taten folgen lassen.

Immer wieder sind diese und andere Worte von der Mannschaft und vom Trainer zu lesen gewesen. Nur wann wurden diese Worte auch einmal in Taten umgesetzt? Aus der jüngeren Vergangenheit fällt einem da nur das Spiel in München vom letzten Freitag ein, als eine kämpfende Eisbären-Mannschaft dem Meister alles abverlangte, am Ende aber doch wieder ohne Punkte da stand. Die Mannschaft ist in der Bring-Schuld, muss den Fans endlich etwas zeigen und mal eine Reaktion den Worten folgen lassen. Allerdings verliert man so langsam immer mehr das Vertrauen in die Mannschaft. An deren Worte zu glauben, fällt einem schwer, wenn man wöchentlich dieses Trauerspiel der Eisbären mit ansehen muss.

Mit Köln kommt morgen ein Gegner, der zu den Titel-Favoriten zählt und aktuell gut in Form ist. Die Haie gewannen nämlich die letzten beiden Spiele gegen München jeweils mit 2:1. Die Domstädter mussten aber auch eine Reaktion zeigen, denn davor hatte der KEC bei Neuling Bremerhaven mit sage und schreibe 0:6 verloren. Die Haie wollten eine Reaktion zeigen und taten es. Können die Eisbären nun auch eine Reaktion zeigen?

Nicht mithelfen können nach wie vor Frank Hördler, Jonas Müller, Darin Olver und Marcel Noebels. Ob Bruno Gervais dabei ist, ist aktuell noch fraglich. Aber auch trotz der Ausfälle muss das Team eine Top-Leistung abrufen. Die Jungs haben ja anscheinend den Ernst der Lage verstanden und wollen dementsprechend auch reagieren. Und gerade wenn Spieler ausfallen, muss ein Team enger zusammenrücken und zusammen kämpfen. Aber wir wissen ja, mannschaftlich zusammen spielen und kämpfen war in den letzten Wochen nicht so das Ding unserer Jungs.

Die Frage wird sein, wie lange es noch dauert, bis die Stimmung in Berlin endgültig kippt. In den letzten beiden Heimspielen gegen Krefeld und Augsburg wurde vermehrt deutlich gemacht, wie sauer und enttäuscht die Fans sind. Wenn sich nicht schnellstens etwas ändert und auch morgen das Heimspiel verloren geht, könnte es noch ungemütlicher für die Eisbären werden. Denn irgendwann haben sie auch den Kredit bei den letzten Fans aufgebraucht. Die Zuschauerzahlen sollten sie zum Nachdenken anregen.

Dass es so oder so nicht einfach wird gegen Köln, wissen alle. Und die Tatsache, dass die Eisbären in den ersten beiden Aufeinandertreffen gegen die Haie chancenlos waren, (0:3 in Berlin/1:4 in Köln) macht die Sache nicht besser. Und wenn wir schon bei Statistiken sind. Köln hat die letzten beiden Auswärtsspiele in der Hauptstadt gewonnen und ging zudem bei drei der letzten fünf Gastspiele in Berlin als Sieger vom Eis. Zweimal feierte der KEC dabei sogar einen Shut-out. Die Vorzeichen stehen gut, dass die Haie beide Serien morgen Abend ausbauen werden. Oder erleben wir das „Wunder von Berlin“?

Los geht die Partie morgen Abend um 19:30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena. Hauptschiedsrichter sind die Herren Bauer und Schütz. Telekom Eishockey ist wie immer live dabei. Das Spiel soll vor ausverkauftem Haus stattfinden. Bleibt die Frage, wie viele der 14.200 Zuschauern auch die Schlusssirene in der Arena am Ostbahnhof live miterleben werden. Wenn die Mannschaft eine Reaktion zeigt und bis zum Ende kämpft, dann alle, wenn es aber ein erneutes Trauerspiel wird, dann werden einige Fans die Arena zum Ende des Spiels bereits verlassen haben.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Kölner Haie am 06.01.2017:

Tor:
Petri Vehanen, Marvin Cüpper
Abwehr:
Alex Roach, Maximilian Adam, Kai Wissmann, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun
Angriff:
Nick Petersen, Spencer Machacek, Laurin Braun, Jamie MacQueen, Kyle Wilson, Barry Tallackson, André Rankel, Florian Busch, Julian Talbot, Sven Ziegler, Daniel Fischbuch

6. Auswärtsniederlage in Folge: Entscheidung innerhalb von 16 Sekunden

130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben ein Null-Punkte-Wochenende hingelegt. Und das wollte beim DEL-Rekordmeister sicherlich niemand nach der Länderspielpause erleben. Aber die Hauptstädter verloren am Sonntagnachmittag auch das zweite Spiel an diesem Wochenende. Bei den Kölner Haien verloren die Eisbären mit 1:4 (0:1,1:1,0:2) und kassierten damit die sechste Auswärtsniederlage (!) in Folge. Inzwischen dürfte man getrost von einer Krise in der Hauptstadt reden. Und dass es so nicht weiter gehen darf, ist wohl allen bewusst.

Dabei sah das heute in der Domstadt gar nicht mal so schlecht aus, was die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp da zeigten. Das Spiel begann sehr intensiv und hart umkämpft, beide Mannschaften gaben keinen Zweikampf verloren. Zunächst waren beide Teams auch auf eine sichere Defensive bedacht, um aus dieser die Angriffe einzuleiten.
Die erste richtig gute Chance hatten dann die Gäste in der fünften Spielminute, als Nick Petersen den Puck auf Darin Olver passte und dieser ihn weiter in den Slot zu Vincent Hessler spielte, welcher jedoch an Gustaf Wesslau scheiterte. Kurz darauf scheiterten auch Barry Tallackson und Kyle Wilson am KEC-Goalie.
Es war eine Phase, in der die Partie an Fahrt aufnahm. So schoss bei Köln Dane Byers knapp am Tor vorbei (6.). In der neunten Spielminute dann ein Fehler der Eisbären im Spielaufbau, Köln mit einem 2-auf-0, doch Marvin Cüpper, welcher heute das Berliner Tor hütete, war zur Stelle.
Die Eisbären hatten dann Mitte des ersten Drittels eine weitere gute Chance durch Sven Ziegler, aber auch der Youngster vergab knapp. Im Gegenzug ein katastrophaler Fehlpass von Darin Olver, Köln so mit zwei Mann frei vor Cüpper, Nicholas Krämmer auf Dane Byers und der hatte keine Probleme, die Scheibe im halbleeren Tor unterzubringen – 1:0 (10.).
Köln fortan mit einem sehr aggressiven Forechecking, was es den Eisbären immer wieder erschwerte, in den Spielaufbau zu kommen. Die letzte große Chance hatten dann auch die Haie im ersten Drittel, als Nick Latta im Fallen den Puck knapp am Tor vorbeisetzte. Mit einem 1:0 für Köln ging es in die erste Drittelpause. Continue reading

Nürnberg, Köln, Krefeld: Die Eisbären mit schweren Aufgaben bei DEL-Auswärtstour

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist vorbei, der Liga-Alltag geht wieder los. Wobei von Pause für die Eisbären Berlin nicht zu reden war, denn die Berliner waren als letzte DEL-Mannschaft noch in der Champions Hockey League (CHL) aktiv. Aber im Achtelfinale bekam der DEL-Rekordmeister deutlich seine Grenzen aufgezeigt. Gegen den schwedischen Meister und CHL-Titelverteidiger Frölunda Indians Göteborg schied man am Ende deutlich mit 2:10 (1:6 in Berlin/1:4 in Göteborg) aus. Gegen das schwedische Top-Team waren unsere Jungs chancenlos, da zeigte sich, wie groß die Lücke zu anderen internationalen Ligen ist und wie weit die DEL von diesen Ligen entfernt ist.

In der DEL geht es aber für die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp nicht einfacher weiter. Innerhalb von fünf Tagen stehen für unsere Jungs gleich drei Auswärtsspiele auf dem Programm. Morgen Abend ist man bei den Thomas Sabo Ice Tigers zu Gast (Bully: 19:30 Uhr), Sonntag folgt der Klassiker bei den Kölner Haien (16:30 Uhr) und am Dienstag endet die Auswärtstour mit dem Gastspiel bei den Krefeld Pinguinen (19:30 Uhr). Man kann diese Woche wohl getrost als „Woche der Wahrheit“ bezeichnen. Denn mit 24 Punkten sind die Eisbären als Siebter momentan nur im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt. Gibt es auf der Auswärtstour kaum etwas zu jubeln, droht der Sturz aus den Pre-Play-Off-Rängen. Uwe Krupp äußerte sich im Vorfeld der drei Auswärtsspiele wie folgt:

Wir haben bei Frölunda so gespielt, wie du spielen musst, mit dem Kader, den wir haben. Wir müssen nur schauen, dass wir in Zukunft der gegnerischen Mannschaft nicht so viele Möglichkeiten in Überzahl geben.

Wirklich verbessert hat sich die Personalsituation der Berliner nicht. Marcel Noebels, Laurin Braun und Frank Hördler fehlen weiterhin, ein Einsatz von Kapitän André Rankel ist durch seinen fiebrigen Infekt mehr als unwahrscheinlich. So müssen also die Youngsters um Kai Wissmann, Maximilian Adam und Vincent Hessler wieder in die Bresche springen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen, vor allem, wenn es in der Liga mit dem Auf und Ab so weitergeht wie vor der Länderspielpause. Das vor der Saison erklärte Ziel, man wolle oben mitspielen, ist so nicht zu erreichen.

Zumal die nächsten Aufgaben nicht einfach sind und man sich auswärts alles andere als leicht tut in dieser Saison. Nur drei von acht Spielen wurden auf fremden Eis gewonnen. 10 von 24 Punkten wurden nur eingefahren. Da man zu Hause noch nicht die erhoffte Heimstärke hat, muss man endlich auswärts anfangen, konstant zu punkten. Sonst wird die direkte Play-Off-Qualifikation diese Saison nicht leicht.

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgImmerhin tut sich der morgige Gegner Nürnberg auf eigenem Eis sehr schwer, gewann nur drei von sieben Heimspielen und holte nur 10 von möglichen 21 Punkten. Die Franken stehen punktgleich vor den Eisbären dank der deutlich besseren Tordifferenz, zudem hat Nürnberg aber auch noch zwei Spiele weniger als die Eisbären absolviert. Und in Nürnberg taten sich die Berliner zuletzt sehr schwer, gewannen nur zwei der letzten neun Auftritte im Frankenland. Das letzte Spiel in Nürnberg gewannen die Eisbären allerdings mit 2:1. Und das erste Duell in dieser Saison gewannen die Eisbären auf eigenem Eis mit 3:2 n.P.

130px-Koelner-haie-logo_svgSonntag ist man dann bei der Kölner Haien zu Gast, die bisher eine sehr starke Saison spielen und die aktuell auf Platz Zwei der DEL stehen. Während es auswärts bei den Haien perfekt läuft (vier Spiele, vier Siege, drei davon zu Null), hat man zu Hause manchmal schon Probleme gehabt. Sechs der bisherigen zehn Heimspiele wurden gewonnen, u.a. unterlag man aber Aufsteiger Bremerhaven auf eigenem Eis mit 0:2. Gegen die Hauptstädter sieht die Haie-Bilanz aber gut aus. Sechs der letzten neun Spiele gewannen die Kölner gegen Berlin, bei den drei Niederlagen punkteten sie ebenfalls. Letztmals nach regulärer Spielzeit verlor Köln am 19. April 2013, als man im Finale den Eisbären mit 3:6 unterlag. Es waren noch die glorreichen Zeiten der Berliner. In dieser Saison verloren die Eisbären das erste Aufeinandertreffen gegen Köln auf eigenem Eis mit 0:3.

125px-Krefeld_Pinguine_LogoZum Abschluss der Auswärtstour geht es am Dienstagabend zu den Krefeld Pinguinen, die aktuell mit 19 Punkten Zehnter der DEL-Tabelle sind. Ein Sieg dort ist durchaus drin, hat Krefeld doch erst eins von bisher acht (!) Heimspielen gewinnen können. Drei der letzten fünf Auftritte im KönigPalast konnten die Eisbären für sich entscheiden. In der letzten Saison gewann man beide Duelle in der Seidenstadt (2:1 n.V./3:2). Das erste Duell in dieser Saison ging jedoch an Krefeld, mit 3:1 setzten sich die Pinguine in Berlin durch. Eine weitere Niederlage gegen Krefeld sollte man sich nicht leisten, da die Pinguine hinter den Eisbären in der Tabelle stehen und somit näher heran rücken würden an die Berliner.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Thomas Sabo Ice Tigers am 11.11.2016:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun, Bruno Gervais

Angriff:

Maximilian Adam, Nick Petersen, Spencer Machacek, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, Kyle Wilson, Barry Tallackson, Florian Busch, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Daniel Fischbuch

Verletzt:

Marcel Noebels (Knie), Laurin Braun (Unterkörper), Frank Hördler (Knöchel), André Rankel (Infekt)

DNL-Team:

Charlie Jahnke

In Weißwasser:

Maximilian Franzreb

Fundstück #1 | Tagesspiegel Eisbären-Blog | Interview mit TJ Mulock

Wir bloggen das komplette Interview von Jörg Leopold (Der Tagesspiegel) mit TJ Mulock (Kölner Haie) mit freundlicher Genehmigung des Autors. Besten Dank dafür.


Eisbären-Blog: TJ, wie war das für Sie heute da draußen auf dem Eis?

TJ Mulock: Das war schon ein bisschen surreal. Die ganze Zeit vorher hatte ich Schmetterlinge im Bauch. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Und nach dem ersten Bully sieht man dann die ganzen alten Freunde da neben einem. Das war einfach toll. Natürlich war das wichtigste, die drei Punkte zu gewinnen. Das war nicht leicht, aber ich bin froh, dass wir das geschafft haben.

Eisbären-Blog: Die Eisbären-Fans haben Sie ausgepfiffen. Hat Sie das überrascht?

TJ Mulock: Ich war sehr, sehr überrascht. Ich weiß nicht, was ich getan habe. Wirklich, ich habe keine Idee. Wenn ich irgendetwas Falsches gesagt habe, dann möchte ich mich dafür entschuldigen. Ich habe mein Herz und meine Seele sieben Jahre lang für die Eisbären gegeben. Ich war immer aus tiefsten Herzen dabei, Berlin ist mein Zuhause. Ich liebe jeden einzelnen Fan da draußen und natürlich haben sie das Recht, mich auszubuhen. Aber ich weiß wirklich nicht, warum. Ich habe nie ein schlechtes Wort über irgendjemanden verloren. Wer mich kennt, der weiß das auch. Und deshalb hat mich die Reaktion der Fans auch so erstaunt.

Eisbären-Blog: Und Sie haben keine Idee, woran das gelegen haben könnte?

TJ Mulock: Klar ist, dass die Fans ziemlich sauer auf mich gewesen sein müssen. Ich muss also etwas getan haben. Aber ehrlich: ich weiß nicht, was das gewesen sein soll.

Eisbären-Blog: Angesprochen auf die Viertelfinalserie zwischen Berlin und Köln in der vergangenen Saisonwurden Sie vor ein paar Monaten im Kölner Express wie folgt zitiert: „Das war schon komisch. Ich wusste damals schon, dass ich gerade gegen meine neuen Teamkollegen spiele. Die ganz dreckigen Dinger habe ich mir dann gespart.“ Könnte der Unmut der Eisbären-Fans an dem letzten Satz gelegen haben?

TJ Mulock: Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich das nicht ernst gemeint haben kann. Ich habe für die Eisbären geblutet, habe alles gegeben, was ich hatte. Ich wollte auch in Berlin bleiben, das war immer meine erste Wahl. Deswegen noch mal: Ich entschuldige mich für alles. Auch wenn ich nicht glaube, dass ich etwas falsch gemacht habe.

Eisbären-Blog: War es deswegen eine besondere Genugtuung für Sie, nun in Berlin gewonnen zu haben?

TJ Mulock: Klar. Das ist es ja auch, was du dir vornimmst für so ein Spiel. Dass die Eisbären-Organisation während einer Spielunterbrechung ein Video von mir mit meinen Karrierehöhepunkten in Berlin gezeigt hat, das hat mich sehr berührt. Es wäre noch schöner gewesen, wenn die Fans nicht dabei gebuht hätten. Aber trotzdem: an diese Geste werde ich mich mein ganzes Leben lang zurückerinnern.

Eisbären-Blog: Sportlich gesehen, scheinen Sie mit Köln eine gute Wahl getroffen zu haben. Die Haie stehen momentan vor den Eisbären.

TJ Mulock: Die Eisbären haben schon ein starkes Team. Wir waren vor allem besser, weil unser Torwart Gustaf Wesslau wirklich bemerkenswert gut gehalten hat – auch schon in den letzten Spielen. Bei dem Stil, den wir spielen, muss er auch gut sein. Aber die Eisbären werden am Ende der Saison mit oben dabei sein – da bin ich sicher.