Play-Off-Finale 2014/Spiel 5: Matchpuck für Ingolstadt – Travis Turnbull mit dem Game-Winner

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125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDer ERC Ingolstadt hat sich am Freitagabend den Matchpuck in der diesjährigen Finalserie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geholt. Die Oberbayern gewannen in der ausverkauften LANXESS Arena bei den Kölner Haien mit 4:3 n.V. (0:2, 2:1, 1:0/ 1:0) und führen somit nun mit 3:2 in der Finalserie gegen die Domstädter. Während die Schanzer am Sonntagnachmittag in eigener Halle den erstmaligen Gewinn der Meisterschaft perfekt machen können, droht den Haien die zweite Vizemeisterschaft in Folge.

Beide Mannschaften hatten heute ein wenig gebraucht, um wieder auf Hochtouren zu kommen. So intensiv und hart umkämpft wie die letzten Spiele war das erste Drittel heute nicht immer. Was aber größtenteils an den Gästen aus Oberbayern lag. Denn der ERCI fand in den ersten 20 Minuten nicht zu seinem Spiel. Die Hausherren waren die klar bessere Mannschaft im Auftaktdrittel. Bereits in der dritten Spielminute hätten die Haie in Führung gehen können, doch Marcel Müller scheiterte an ERCI-Goalie Timo Pielmeier.
Kurze Zeit später lag der Puck im Kölner Tor, Travis Turnbull hatte ihn dort versenkt gehabt. Michel Périard hatte abgezogen, traf jedoch nur den Pfosten. Von dort aus sprang der Puck wieder zurück ins Spiel, wo ihn Turnbull per Oberschenkel ins Tor beförderte. Beim Videobeweis wurde jedoch eine Kickbewegung festgestellt, weshalb der Treffer folgerichtig nicht gegeben wurde. Die Führung wäre auch nicht wirklich verdient gewesen für Ingolstadt.
Doch dieser nicht gegebene Treffer gab den Oberbayern neues Selbstvertrauen und fortan hatten die Panther ihre beste Phase, setzten die Haie mit aggressiven Forechecking gut unter Druck. In dieser Phase traf Patrick Köppchen nur die Latte.
Direkt im Gegenzug hatte Marcel Ohmann mehr Glück. Der Kölner Stürmer nahm den Puck an der blauen Linie direkt und hatte damit Erfolg – 1:0 (9.).
Nur drei Minuten später konnten die Domstädter in Überzahl nachlegen. Eine sehr sehenswerte Kombination schloss Philip Gogulla ab – 2:0 (12.). Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel begann für Ingolstadt gleich einmal mit einem doppelten Überzahlspiel für etwas mehr als eine Minute. Doch daraus konnten die Mannen von Coach Niklas Sundblad kein Kapital schlagen.
Als die Kölner wieder komplett waren, übernahmen sie wieder das Kommando und hatten gute Chancen, welche sie aber allesamt nicht nutzen konnten. Ingolstadt kurz darauf wieder mit einem Powerplay, aber auch dieses blieb ungenutzt.
Aber endlich war der ERCI in diesem Spiel angekommen, zeigte wieder seine Leistung aus den letzten Spielen. Und prompt belohnten sie sich für ihre Leistungssteigerung auch. Ziga Jeglic mit einem klasse Pass von der blauen Linie Richtung Kölner Tor, wo Robert Sabolic stand und den Puck eiskalt versenkte – 2:1 (31.).
Drei Minuten nach dem Anschlusstreffer hatten die Hausherren die Riesenchance, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. 1:42 Minuten hatten die Haie zwei Mann mehr auf dem Eis. Und das Powerplay war auch richtig gefährlich, nur konnten die Kölner in diesem keinen Treffer erzielen. Und so kam das, was kommen musste.
Drei Minuten vor der zweiten Drittelpause setzte sich Thomas Greilinger klasse im Kölner Drittel durch und schloss eiskalt ab – 2:2 (37.).
Doch die Kölner hatten darauf noch eine Antwort parat. Nach einem Bullygewinn von Charlie Stephens kam der Puck zu Torsten Ankert, der von der blauen Linie einfach abzog. Mit Erfolg, denn sein Puck schlug hinter Timo Pielmeier ein – 3:2 (39.). Mit dieser knappen Haie-Führung ging es letztendlich in die Pause.

Im Schlussdrittel merkte man den Oberbayern an, dass sie hier unbedingt den Ausgleich erzielen wollten. Und dieser gelang ihnen auch vier Minuten nach Wiederbeginn. Patrick Köppchen hatte von der blauen Linie abgezogen und zum 3:3 getroffen (44.).
Im Schlussdrittel war es fortan eine Partie auf Augenhöhe, eine Partie, welche hart umkämpft war. Beide suchten immer wieder den Weg zum Tor. Und Köln hätte beinahe die erneute Führung erzielt, doch Mirko Lüdemann traf nur den Pfosten (47.). Nur zwei Minuten später hatten die Haie eine Riesenchance zum 4:3. Köln lief einen 3-auf-1-Konter, Alex Weiß passte den Puck quer rüber zu Charlie Stephens, der den Puck eigentlich nur noch einschieben brauchte. Doch Timo Pielmeier fischte den Schuss von Stephens noch irgendwie weg. Ein Wahnsinns-Save vom ERCI-Goalie. Alle hatten den Puck schon im Tor gesehen, doch da hatte man die Rechnung ohne Timo Pielmeier gemacht.
Im Gegenzug lief Patrick Hager alleine auf Danny Aus den Birken zu, doch auch der Kölner Goalie bewies in dieser Szene seine Klasse und verhinderte den Rückstand.
In der regulären Spielzeit sollte keine Entscheidung fallen und somit ging es in die Verlängerung.

Und da waren die Hausherren die aktivere Mannschaft. Chris Minard vergab gleich zu Beginn eine gute Chance (62.). Eine Minute später hatte Marcel Müller da leere Tor vor sich, doch sein Schuss wurde gerade so noch von Benedikt Schopper geblockt. Auch das darauf folgende Powerplay blieb ohne Erfolg für Köln.
Ingolstadt gab in der Verlängerung nur zwei Schüsse ab (Köln sechs), aber einer davon landete letztendlich im Tor. In der 70. Spielminute schloss Travis Turnbull einen Angriff mustergültig ab und schoss Ingolstadt zum Sieg und damit auch zum Matchpuck.

Während die Oberbayern ihren Coup feierten, trauerten die Domstädter den vergebenen Chancen nach. Köln hatte genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen, doch am Ende zeigten sich die Schanzer im Angriff kaltschnäuziger. Den Sieg hatte der ERC Ingolstadt seinem Goalie Timo Pielmeier zu verdanken, der 44 der 47 Kölner Schüsse parierte. Und natürlich Travis Turnbull, der den Game-Winner erzielte.

Play-Off-Finale 2014/Spiel 4: Ingolstadt gewinnt erneut 4:1 gegen Köln und gleicht die Serie damit aus

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130px-Koelner-haie-logo_svgDer ERC Ingolstadt ist zurück im Rennen um die DEL-Meisterschaft 2014. Die Oberbayern gewannen einen Tag nach dem 4:1-Sieg in Köln erneut mit 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) gegen die Kölner Haie und konnten in der Finalserie somit zum 2:2 ausgleichen.

Von der ersten Sekunde an war es eine sehr intensive und hart umkämpfte Partie. Beide Mannschaften gingen ein sehr hohes Tempo. Erstaunlich, standen sich doch beide Mannschaften erst gestern Nachmittag in Köln noch gegenüber. Es wurde um jeden Puck und um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Beide wussten, um was es hier ging und keiner wollte dem Anderen hier etwas schenken.
Der ERCI stand in der Defensive sehr gut und ließ Köln kaum zu Chancen kommen. Die Hausherren schossen dagegen aus allen Lagen auf das Tor von Danny Aus den Birken. Und in der neunten Spielminute konnten die Ingolstädter Fans in der erneut ausverkauften Saturnarena (4.815 Zuschauer) erstmals jubeln. Thomas Greilinger mit einem klasse Pass an den langen Pfosten, wo Derek Hahn lauerte und keine Probleme mehr hatte, den Puck im halbleeren Kölner Tor zu versenken – 1:0. Die verdiente Führung für die Hausherren.
Köln kam erst in der 13. Spielminute zu den ersten richtig guten Torchancen. Die Ingolstädter waren da einmal unsortiert in der Verteidigung und prompt ging es drunter und drüber vor dem Ingolstädter Tor. Köln war in dieser Phase nahe dran am Ausgleich.
Köln war nun besser im Spiel, doch am Spielstand sollte sich bis zum Ende des ersten Drittels nichts mehr ändern. Ingolstadt ging mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabine.

Im Mitteldrittel machten beide Teams da weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Es ging weiterhin sehr intensiv zur Sache. Die Partie war weiterhin hart umkämpft, die Intensität nahm im Vergleich zum ersten Drittel sogar noch ein wenig zu. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, gingen erneut ein sehr hohes Tempo und erspielten sich auf beiden Seiten gute Torchancen. Die beste Chance hatte Köln in der 35. Spielminute, als Marcel Müller nur den Pfosten traf. Pech für Köln, Glück für Ingolstadt.
Diese Szene war der Auftakt für eine Kölner Drangphase. Die Domstädter machten nun ordentlich Druck und erspielten sich richtig gute Torchancen. Immer wieder musste ERCI-Goalie Timo Pielmeier in höchster Not retten.
Und mitten in der Drangphase der Haie gelang den Hausherren der zweite Treffer. Travis Turnbull hatte abgezogen, der Puck ging jedoch über das Tor. Jean-Francois Boucher bekam den Nachschuss und schoss den Puck auf das Tor. Der Puck prallte an die Schlittschuhe von KEC-Goalie Danny Aus den Birken und von dort ins Tor – 2:0 (38.). Genau so einen Gegentreffer hatte Aus den Birken auch gestern Nachmittag schon kassiert.
Nach diesem Treffer wurde es nun aber hektisch auf dem Eis, Köln war zwei Minuten vor dem Ende auf einmal mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Und in dieser doppelten Überzahl konnte Daniel Tjärnqvist auf 2:1 verkürzen (39.). Der Kölner Verteidiger hatte von der blauen Linie abgezogen und ERCI-Goalie Timo Pielmeier mit seinem satten Schlagschuss keine Chance gelassen.
Mit diesem Spielstand ging es dann letztendlich auch in die zweite Drittelpause, welche genau richtig kam. Denn die Emotionen kochten in den letzten Minuten sowohl auf dem Eis als auch auf den Rängen hoch. Beide Mannschaften bekamen nun also die Gelegenheit, sich wieder zu beruhigen.

Im Schlussdrittel war es weiterhin die hart umkämpfte Partie. Beide Mannschaften waren immer noch auf Augenhöhe, beide suchten immer wieder den Weg vor das Tor. Doch die beiden Torhüter ließen nicht viel zu.
Sieben Minuten vor dem Ende des Spiels hatte Mirko Lüdemann die große Chance zum Ausgleich für Köln, doch er traf nur den Pfosten. Direkt im Gegenzug traf Derek Hahn für Ingolstadt bei einem Überzahlspiel nur den Außenpfosten. Aber nur wenig später konnten die Hausherren dann doch noch in diesem Powerplay jubeln. Robert Sabolic erkämpfte hinter dem Kölner Tor stark den Puck, passte ihn zur blauen Linie, wo Tyler Bouck lauerte. Der fuhr hinein ins Drittel und zog ab. Mit Erfolg, sein Schlagschuss landete im Kölner Tor – 3:1 (55.). Dem Tor war eine völlig unnötige Strafzeit von Björn Krupp voraus gegangen. Sehr zum Ärger von Trainer/Vater Uwe Krupp.
Nur eine Minute nach dem Gegentor hätte Rob Collins bereits verkürzen können, doch auch er scheiterte am Pfosten.
KEC-Coach Uwe Krupp riskierte alles, nahm drei Minuten vor dem Ende des Spiels Goalie Danny Aus den Birken aus dem Tor. Was Ingolstadt allerdings zur endgültigen Entscheidung ausnutzte. Robert Sabolic mit dem Empty-Net-Goal zum 4:1 in der 59. Spielminute.

Play-Off-Stand: 2:2

Play-Off-Finale 2014/Spiel 3: Ingolstadt erst mit Glück, am Ende dann aber eiskalt

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130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDer ERC Ingolstadt hat sich in der DEL-Finalserie zurück gemeldet. Am Ostermontag gewannen die Schanzer in der ausverkauften LANXESS Arena (18.548 Zuschauer) bei den Kölner Haien mit 4:1 (1:1, 1:0, 2:0) und verkürzten somit in der Finalserie auf 1:2. Am Ende konnten sich die Panther bei Goalie Timo Pielmeier bedanken, der sie vor allem im ersten Drittel und in den ersten zehn Minuten des Mitteldrittels mehrfach im Spiel hielt.

Denn die Hausherren spielten in den ersten 30 Minuten sehr starkes Eishockey, setzten die Gäste immer wieder unter Druck und hätten bei einer besseren Chancenverwertung das Spiel bereits früh entscheiden können. Doch die Domstädter ließen eine Reihe bester Chancen ungenutzt. Was aber eben auch an Timo Pielmeier lag, der nach etwas verunsichertem Beginn von Minute zu Minute immer stärker wurde und Ingolstadt erst die Chance gab, dieses Spiel hier noch gewinnen zu können.
Doch trotz des starken Beginngs der Haie waren es die Panther, die hier erstmals jubeln konnten. Jean-Francois Boucher brachte den ERCI in der fünften Spielminute aus dem Nichts mit 1:0 in Führung. Daber hatte Boucher Glück, denn der Puck kullerte von Danny Aus den Birkens Rücken über die Torlinie.
Aber die Gastgeber hatten sofort eine Antwort parat, wirkten überhaupt nicht geschockt. 23 Sekunden nach dem Rückstand konnten die Kölner ausgleichen. Chris Minard hatte einen sehr tollen Angriff der Haie mustergültig abgeschlossen – 1:1 (5.).
Fortan wurden die Hausherren immer stärker, erspielten sich Chance um Chance, vergaben sie aber allesamt oder aber scheiterten am glänzend aufgelegten Timo Pielmeier im Gäste-Tor. Mit einem für Ingolstadt sehr glücklichen 1:1-Unentschieden ging es letztendlich in die erste Drittelpause.

Köln machte zu Beginn des zweiten Drittels genau da weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Mit sehr druckvollem Eishockey. Ingolstadt stand gehörig unter Druck, hielt aber weiterhin das 1:1. Irgendwann gab es einen Bruch im Spiel der Hausherren, die zwar immer noch die bessere Mannschaft waren, aber längst nicht mehr so druckvoll wie noch zuvor. Ingolstadt kam nun auch zu Torchancen. Und eine davon sollten sie dann auch nutzen. Eine Minute vor Ende des Mitteldrittels hatten die Schanzer ein Überzahlspiel und Derek Hahn brachte den ERCI erneut in Front – 2:1 (39.). Und auch hier hatte Danny Aus den Birken im Kölner Tor wieder Pech. Denn ihm rutschte der Puck durch die Schoner, Hahn schaltete am Schnellsten und schoß den Puck ins leere Tor.
Mit diesem Paukenschlag hatten die Gäste den Spielverlauf auf den Kopf gestellt und gingen so mit einer knappen und sehr glücklichen 2:1-Führung in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel sah man dann auf einmal eine komplett andere Ingolstädter Mannschaft. Die Gäste präsentierten sich vor allem in den Zweikämpfen bissiger, wollten unbedingt den Puck erobern. Zudem stimmte nun wieder die Zuordnung in der Panther-Defensive, was es Köln zunächst schwer machte, sich Chancen zu erspielen. Nun war es eine Finalpartie auf Augenhöhe, die bis zum Schluss spannend war.
Vier Minuten vor dem Ende liefen die Gäste einen 3-auf-1-Konter, den Robert Sabolic mit einem mächtigen Schlagschuss vollendete – 3:1 (56.). Köln warf nun noch einmal alles nach vorne, doch das half alles nichts mehr. Ingolstadt verteidigte den Vorsprung sehr stark und konnte sogar noch nachlegen. Im Kölner Drittel erkämpfte sich John Laliberte stark den Puck an der Bande, passte ihn rüber zu Patrick Köppchen, der völlig frei vor Danny Aus den Birken auftauchte. Der Verteidiger konnte sich in Ruhe die Ecke aussuchen und traf zum 4:1 ins Tor (60.). Es war der Schlusspunkt unter dieser dritten Finalpartie.

Play-Off-Finale 2014/Spiel 2: Köln beendet Ingolstadts Heimserie und feiert den zweiten Sieg

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130px-Koelner-haie-logo_svgDie Kölner Haie haben am Ostersamstag auch das zweite Finalspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gewonnen. Vor 4.815 Zuschauern in der ausverkauften Saturnarena setzten sich die Domstädter mit 3:1 (2:1, 0:0, 1:0) durch und führen somit in der Finalserie mit 2:0. Für den ERCI war es nach zuvor sechs Heimsiegen in Folge die erste Heimniederlage in den diesjährigen Play-Offs.

Die Mannen von Uwe Krupp wussten natürlich auch von der Heimstärke der Panther und versuchten spielerisch dagegen zu halten. Und das klappte zunächst auch sehr gut. Denn die Haie legten stark los und setzten die Mannen von Coach Niklas Sundblad gehörig unter Druck. Doch der erste Treffer gelang den Oberbayern. Die Hausherren gingen wie aus dem Nichts mit 1:0 in Führung. Derek Hahn überwand KEC-Goalie Danny Aus den Birken im Nachschuss (3.).
Der überraschende Gegentreffer schockte die Kölner jedoch nicht, die Haie spielten einfach weiter ihr Eishockey. Mit Erfolg, denn das Kölner Urgestein Mirko Lüdemann sorgte in der achten Minute für den verdienten Ausgleich der Kölner – 1:1.
Und es sollte noch schlimmer kommen für Ingolstadt. Denn in der 16. Spielminute brachte Marcel Ohmann den KEC erstmals an diesem Abend in Führung. Er hielt seine Kelle in einen Schuss von Daniel Tjärnqvist – 1:2.
Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Drittelpause.

Im Mitteldrittel hatten die Hausherren richtig gute Torchancen, doch imer wieder scheiterten sie am starken Kölner Keeper Danny Aus den Birken. Als Kölns Torhüter bereits geschlagen war, half ihm die Latte. Pech für Ingolstadt, Glück für Köln.
Auch die Gäste aus der Domstadt erspielten sich Torchancen, doch auch ihnen sollte kein Treffer gelingen, weshalb es auch nach 40 Spielminuten 2:1 für Köln stand.

Auch im Schlussdrittel das selbe Bild. Ingolstadt spielte weiter druckvoll Richtung Kölner Tor, Danny Aus den Birken ließ die ERCI-Spieler jedoch reihenweise verzweifeln. Köln kam auch immer wieder zu Angriffen, doch auch sie konnten zunächst keinen weiteren Treffer erzielen.
Erst als Ingolstadt Torhüter Timo Pielmeier zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, gelang den Gästen der entscheidende Treffer. Philip Gogulla erkämpfte im eigenen Drittel den Puck an der Bande, passte ihn weiter zu Rob Collins, welcher den Puck letztendlich zu Chris Minard weiterleitete. Minard versenkte den Puck im verwaisten ERCI-Tor und sicherte Köln den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

Play-Off-Stand: 2:0 für die Kölner Haie

Play-Off-Finale 2014/Spiel 1: Köln gewinnt Spiel Eins gegen Ingolstadt

156_DEL_WeltFinale_300d_32EFA9130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDas erste Finalspiel in der Jubiläumssaison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist vorbei. Und die Kölner Haie haben es gewonnen. Vor 15.167 Zuschauern in der LANXESS Arena setzten sich die Domstädter mit 4:2 (0:0, 3:2, 1:0) gegen den ERC Ingolstadt durch und gingen somit in der Best-of-seven-Serie mit 1:0 in Führung.

In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften noch vorsichtig ab. Keine Mannschaft wollte hier zu Beginn einen Fehler machen. Doch relativ schnell legten beide Mannschaften den Schalter um und suchten immer wieder den Weg in die Offensive – ohne dabei jedoch die eigene Defensive zu vernachlässigen. Beide Mannschaften erspielten sich auch Torchancen, doch die beiden Torhüter – Danny Aus den Birken (Köln) und Timo Pielmeier (ERCI) – ließen keinen Treffer zu, weshalb es also torlos in die erste Drittelpause ging.

Im Mitteldrittel hatten dann die Gäste aus Ingolstadt die vermeintliche Führung erzielt. Ex-Eisbär Christoph Gawlik hatte jedenfalls den Puck im Kölner Tor versenkt, doch die beiden Hauptschiedsrichter Daniel Piechaczek und Stephan Bauer entschieden auf „kein Tor“. Zum Einen war es Torraumabseits und zum Anderen wohl eine Kick-Bewegung von Gawlik.
Die Partie nahm im zweiten Drittel nun ordentlich an Fahrt auf, zudem wurde es nun auch zunehmend ruppiger auf dem Eis. Immer wieder gerieten beide Mannschaften aneinander. Man merkte, was für beide auf dem Spiel stand. Keiner wollte dieses erste Finalspiel verlieren.
Auf Tore mussten die Zuschauer trotz guter Chancen weiterhin warten. Bis zur 35. Spielminute. Dann eröffnete Rob Collins den Torreigen – 1:0 für Köln. Es war der Auftakt in verrückte 4:58 Minuten. Denn es sollten vier weitere Treffer folgen. Der Führungstreffer gab den Haien noch mehr Selbstvertrauen, auf einmal spielten sich die Hausherren förmlich in einen Rausch. Exakt eine Minute nach dem 1:0 konnte Philip Gogulla auf 2:0 erhöhen (36.). Weitere zwei Minuten später war es erneut Rob Collins, der ERCI-Goalie Timo Pielmeier klasse aussteigen ließ und den Puck zum 3:0 im Tor versenkte (38.).
Während die Haie-Fans noch das 3:0 bejubelten, feierten auf der anderen Seite die Ingolstädter den Anschlusstreffer. Greg Claaßen hatte nur 10 Sekunden später das 3:1 erzielt (38.). Und 57 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels waren die Schanzer auf einmal zurück in der Partie. Robert Sabolic verkürzte auf 3:2 (40.). Mit diesem Spielstand ging es dann letztendlich in die zweite Drittelpause.

Im Schlussdrittel hatte Christoph Gawlik in Unterzahl den Ausgleich auf der Kelle, scheiterte jedoch an Danny Aus den Birken. Direkt im Gegenzug sorgte Chris Minard für den Powerplaytreffer der Haie – 4:2 (44.).
Dieser frühe Treffer spielte den Hausherren natürlich in die Karten. Ingolstadt musste etwas für das Spiel tun, Köln brauchte nur zu reagieren. Ingolstadt versuchte in der Folgezeit auch alles, um wieder zurück ins Spiel zu kommen, doch den Panthern sollte kein weiterer Treffer mehr gelingen. Köln brachte das 4:2 souverän über die Zeit und feierte somit den ersten Sieg in dieser Finalserie.

Play-Off-Stand: 1:0 für die Kölner Haie

DEL-Play-Off-Halbfinale/Spiel 2: Ingolstadt mit Kantersieg gegen Hamburg – Köln schlägt in Wolfsburg zurück

1435_DEL_Kombilogo_Playoffs2014Am Freitagabend standen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die zweiten Spiele der Play-Off-Halbfinalserien auf dem Programm. Und die beiden Favoriten Hamburg und Köln standen dabei bereits gehörig unter Druck. Denn beide Mannschaften hatten zum Halbfinal-Auftakt am Mittwoch zu Hause verloren und damit den Heimvorteil abgegeben. Vorrunden-Primus Hamburg konnte am Freitag nicht zurückschlagen, Köln jedoch schon. Während die Hanseaten in der Serie nun also schon mit 0:2 hinten liegen, konnten die Domstädter zum 1:1 ausgleichen.

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg200px-Hamburg-freezers_svgDer ERC Ingolstadt hat am Freitagabend einen weiteren Schritt Richtung DEL-Finale gemacht. Die Schanzer gewannen auch das zweite Spiel der Halbfinalserie gegen die Hamburg Freezers. Dem 3:1-Auswärtssieg von Mittwoch ließen die Mannen von Coach Niklas Sundblad nun einen souveränen 5:0 (0:0, 2:0, 3:0)-Kantersieg folgen. Der Außenseiter Ingolstadt führt damit also bereits mit 2:0 in der Serie gegen den großen Favoriten Hamburg.

Im ersten Drittel waren beide Mannschaften sehr auf die Defensive bedacht, weshalb es nicht viele nennenswerte Torraumszenen gab. Wenn es doch einmal brenzlig wurde vor den beiden Toren, waren die beiden Torhüter Timo Pilemeier (ERCI) und Dimitrij Kotschnew (HHF) zur Stelle. Folgericht endete das erste Drittel also 0:0.
Im zweiten Drittel war weitestgehend das selbe Bild zu sehen. Mit dem Unterschied, dass es nun ein wenig mehr Torraumszenen gab und zudem auch Tore fielen. Doch es dauerte bis zur 35. Spielminute, ehe die Hausherren erstmals jubeln konnten. Travis Turnbull schloss einen Alleingang perfekt ab – 1:0. 59 Sekunden später war es Christoph Gawlik, der das 2:0 nachlegen konnte. Ein schneller Doppelschlag der Hausherren, der die Freezers sichtlich schockte. Beim Stand von 2:0 ging es in die die zweite Drittelpause.
Egal, was sich die Mannen von Coach Benoit Laporte für den Schlussabschnitt vorgenommen hatten, es wurde sehr früh zerstört. Denn nach nur 41 Sekunden gelang Travis Turnbull mit seinem zweiten Treffer am Abend das 3:0 für die Schanzer (41.). Hamburg versuchte am Ende alles und nahm sehr früh Torhüter Dimitrij Kotschnew aus dem Tor. Brachte auch nichts mehr, denn Robert Sabolic nutzte das leere Tor aus und netzte zum 4:0 ein (56.). Kotschnew kehrte zwar zurück in sein Tor, doch er musste noch einen weiteren Treffer schlucken. Jared Ross sorgte zweieinhalb Minuten vor dem Ende für den Schlusspunkt un dieser Partie – 5:0 (58.).
Timo Pielmeier feierte einen Shut-out, wehrte alle 28 Torschüsse der Hamburger ab.

Play-Off-Stand: 2:0

125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logo130px-Koelner-haie-logo_svgDie Grizzly Adams Wolfsburg wollten an die Leistung vom Spiel in Köln anknüpfen und den zweiten Sieg einfahren. Klappte jedoch nicht wirklich, denn die Kölner Haie gewannen mit dem selben Ergebnis wie Wolfsburg am Mittwoch in der Domstadt. Mit 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) gewannen die Mannen von Coach Uwe Krupp bei der Mannschaft von Coach Pavel Gross.

Dabei fing alles so gut an für die Niedersachsen. Marco Rosa hatten die Grizzlies in der fünften Spielminute mit 1:0 in Führung geschossen. Doch die Hausherren konnten sich nur 46 Sekunden über die Führung freuen. Denn Mirko Lüdemann gelang der schnelle 1:1-Ausgleich für Köln (6.). Bei diesem Spielstand blieb es letztendlich auch bis zum Ende des ersten Drittels.
Im Mitteldrittel hatten die Niedersachsen zwar ein leichtes Chancen-Übergewicht, doch die Tore erzielten die Kölner. Mika Hannula brachte die Haie in der 24. Spielminute erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1. Acht Minuten später war es Philip Riefers, der auf 3:1 erhöhen konnte (32.). Köln ging also mit einer Zwei-Tore-Führung in die zweite Drittelpause.
Relativ früh im Schlussdrittel wurden sämtliche Hoffnungen der Hausherren im Keim erstickt. Denn Chris Minard sorgte bereits in der 43. Spielminute für das 4:1 und hatte die Partie somit praktisch entschieden.

Play-Off-Stand: 1:1

Play-Offs 2014/Spiel 3: Iserlohner Sensation – Nürnberg meldet sich zurück – Ingolstadt und Mannheim mit Overtime-Siegen

1435_DEL_Kombilogo_Playoffs2014Am Freitagabend standen im Play-Off-Viertelfinale die dritten Spiele an. Und der Abend endete mit der ersten Sensation. Die Iserlohn Roosters haben nämlich beim Vorrundensieger Hamburg Freezers mit 4:3 gewonnen und führen somit nun in der Serie mit 2:1. Auch der ERC Ingolstadt konnte die Serie gegen die Krefeld Pinguine drehen, führt nun dank des 3:2-Auswärtssieges n.V. mit 2:1. Die Thomas Sabo Ice Tigers meldeten sich unterdessen nach zwei Niederlagen mit einem 5:2-Heimsieg gegen die Grizzly Adams Wolfsburg in der Viertelfinalserie zurück und konnten auf 1:2 verkürzen. Auch die Adler Mannheim sind wieder zurück in der Viertelfinalserie gegen die Kölner Haie. Die Kurpfälzer gewannen am Abend mit 2:1 n.V. und verkürzten ebenfalls auf 1:2.

200px-Hamburg-freezers_svgRooster_1_E17_ig110307Die Hamburg Freezers sind für viele Experten der große Favorit in den diesjährigen Play-Offs. Und die Hanseaten wurden diesen Ansprüchen auch im ersten Viertelfinalduell gegen Iserlohn gerecht, denn die Hanseaten gewannen mit 4:1. Doch am Seilersee gab es dann den ersten Dämpfer, als die Freezers mit 0:3 in Iserlohn verloren. Heute gab es den nächsten Dämpfer für den Liga-Primus. In eigener Halle verloren die Mannen von Coach Benoit Laporte überraschend den Sauerländern mit 3:4 (0:1, 2:2, 1:1).
Dabei wurde den Hausherren die eigene Chancenverwertung zum Verhängnis. Immer wieder spielten sich die Gastgeber sehr gute Torchancen heraus, doch IEC-Goalie Mathias Lange wuchs über sich hinaus und avancierte so am Ende zum Matchwinner für Iserlohn. Die Roosters überzeugten mit einer großartigen kämpferischen Leistung und einer eiskalten Chancenverwertung. Die Sauerländer nutzten die Fehler der Hanseaten eiskalt aus.
Dreimal konnten die Mannen von Coach Jari Pasanen vorlegen. Alex Foster schoss Iserlohn im ersten Drittel in Führung (4.). Diese Führung sollte bis zum Drittelende halten.
Im Mitteldrittel waren gerade einmal elf Sekunden gespielt, als die Hamburger Paradereihe den Ausgleich besorgte. David Wolf erzielte den Treffer zum 1:1 (21.). Zwischen der 35. und 37. Spielminute fielen dann innerhalb von 72 Sekunden drei Treffer. Zunächst war es Marty Sertich, der Iserlohn erneut in Front brachte – 1:2 (35.). 47 Sekunden später war die Hamburger Paradereihe auf dem Eis und sorgte abermals für den Ausgleich. Diesmal war Garrett Festerling nach einer starken Kombination der Torschütze – 2:2 (36.). 25 Sekunden konnten sich die Hamburger nur über den Ausgleich freuen, denn Brodie Dupont hatte die direkte Antwort parat – 2:3 (37.). Mit diesem Spielstand gingen beide Mannschaften in die Kabinen.
Im Schlussdrittel warfen die Hausherren alles nach vorne, wollten hier mit aller Macht den Ausgleich erzielen. Doch fast aus dem Nichts konnten die Gäste vom Seilersee hier erhöhen. Brent Raedeke war in der 47. Spielminute erfolgreich – 2:4. Die Hamburger O2 World war nun komplett ruhig, die Freezers-Fans waren sichtlich geschockt, während die Iserlohner Fans im Oberrang nun am feiern waren. Hamburg versuchte auch fortan weiterhin alles, kam durch David Wolf in der 49. Spielminute auch noch einmal auf 3:4 heran, doch zu mehr sollte es am Ende nicht reichen. Die Iserlohn Roosters brachten die knappe Führung über die Zeit.

125px-Krefeld_Pinguine_Logo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie ersten beiden Spiele zwischen den Krefeld Pinguinen und dem ERC Ingolstadt waren deutliche Angelegenheiten für die Heimmannschaften. Krefeld gewann Spiel Eins mit 5:0, Ingolstadt Spiel Zwei mit 5:1. So deutlich sollte es heute Abend in Spiel Drei diesmal nicht werden. Denn beide Mannschaften mussten am Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung gehen. Und in dieser hatten am Ende die Schanzer das bessere Ende auf ihrer Seite. Denn der ERCI gewann am Ende mit 3:2 n.V. (1:2, 1:0, 0:0/ 1:0).
Ingolstadt gelang relativ früh der Führungstreffer durch John Laliberte – 0:1 (4./PP). Krefeld konnte die Partie aber noch im Auftaktdrittel drehen. Herberts Vasiljevs sorgte für den 1:1-Ausgleich in Überzahl (7.), Francois Methot schoss Krefeld dann erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1 (15.).
Diese Führung hielt allerdings nur bis zur 30. Speilminute. Denn da sorgte ausgerechnet der Ex-Pinguin Patrick Hager für den Ausgleich. Das 2:2 markierte Hager übrigens in Unterzahl!
Die restlichen 30 Minuten blieben torlos, trotz deutlichem Krefelder Chancenplus. Somit musste die Verlängerung also die Entscheidung bringen. Und in dieser wurde Robert Sabolic in der 64. Spielminute zum Matchwinner, denn er erzielte den 3:2-Siegtreffer für Ingolstadt und sorgte somit dafür, dass die Panther in der Viertelfinalserie gegen Krefeld nun die Führung übernommen haben (2:1).

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoIn den ersten beiden Spielen waren die Thomas Sabo Ice Tigers hoffnungslos unterlegen gegen die Grizzly Adams Wolfsburg. 1:4 auf eigenem Eis und 0:4 in Wolfsburg – so lauteten die ersten beiden Ergebnisse dieser Viertelfinalserie. Heute aber schlugen die Franken eindrucksvoll zurück, gewann zu Hause deutlich mit 5:2 (0:0, 1:0, 4:2).
Wobei es nach 40 Minuten erst 1:0 gestanden hatte für Nürnberg. Yasin Ehliz hatte den bis dahin einzigen Treffer der Partie in Überzahl erzielt (29.).
Im Schlussdrittel hatten die Ice Tigers dann aber den perfekten Start und konnten durch Tore von Patrick Reimer (44.) und Leo Pföderl (46.) auf 3:0 erhöhen. Wolfsburg wollte sich hier aber nicht kampflos geschlagen geben und schlug innerhalb von 60 Sekunden zweimal zu. Aleksander Polaczek (48.) und Marco Rosa (49.) trafen für die Niedersachsen und verkürzten somit auf 3:2. Evan Kaufmann sorgte in der 52. Spielminute für Erleichterung in Nürnberg, als er zum 4:2 traf. Kapitän Patrick Reimer sorgte letztendlich für den Schlusspunkt unter dieser Partie. Er versenkte den Puck im verwaisten Wolfsburger Tor – 5:2, 55 Sekunden vor dem Ende des Spiels.

125px-Adler-Mannheim-logo_svg130px-Koelner-haie-logo_svgDer DEL-Klassiker zwischen den Adler Mannheim und den Kölner Haien war die bisher spannendste Viertelfinalserie. Spiel Eins gewannen die Domstädter mit 1:0 in Mannheim. Spiel Zwei gewann ebenfalls Köln, diesmal setzten sich die Haie aber erst in der Verlängerung durch. 3:2 hieß es am Mittwochabend in der Lanxess-Arena. Auch heute Abend ging die Partie zwischen Mannheim und Köln wieder in die Verlängerung. Und in dieser hatten diesmal die Kurpfälzer das bessere Ende auf ihrer Seite, gewannen mit 2:1 n.V. (0:1, 1:0, 0:0/ 0:0, 1:0) und konnten somit in der Serie auf 1:2 verkürzen.
47 Sekunden waren gerade einmal gespielt, da lagen die Haie schon in Führung. Chris Minard hatte die Mannen von Coach Uwe Krupp in Front gebracht – 0:1 (1.). Diese Führung konnte Jamie Sifers in der 32. Spielminute ausgleichen – 1:1. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit. Es ging also wie bereits am Mittwoch in die Verlängerung.
Die erste Overtime blieb torlos. In der zweiten Overtime waren gerade einmal 1:39 Minuten gespielt, als Simon Gamache den viel umjubelten Siegtreffer für Mannheim erzielte – 2:1 (82.).

4:5 in Köln: Dritte Niederlage in Folge – Eisbären rutschen aus den Pre-Play-Off-Rängen

130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgNun ist das eingetreten, was man am Freitag nach der 3:6-Niederlage bei den Augsburger Panthern befürchtet hatte. Die Eisbären Berlin sind aus den Pre-Play-Off-Rängen gestürzt und sind nun nur noch Tabellenelfter. Dieser Platz würde das Ende der Saison nach der Hauptrunde bedeuten. Letztmals war dies in der Saison 2000/2001 unter Trainer Uli Egen der Fall. Dieses Szenario droht in der Jubiläumssaison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) den Eisbären nun erneut. Grund dafür ist eine knappe 4:5 (1:1, 2:4, 1:0)-Niederlage bei den Kölner Haien am Sonntagabend. Eine Niederlage, die bitter ist, welche man sich aber letztendlich wieder einmal selbst zuzuschreiben hat. Denn die Leistung der jungen Truppe war erneut wieder gut gewesen, nur hat man sich für sein Bemühen nicht belohnt. Torhüter Sebastian Elwing brachte es nach dem Spiel im Interview bei Servus TV auf den Punkt, als er meinte, es sei zwar „schön, dass man sich vorne die Chancen heraus spielt, aber man darf dann nicht die Abwehrarbeit vernachlässigen. Dann ist das alles umsonst“. Mit diesen Worten hat Elwing auf jeden Fall Recht.

Das Spiel in der Lanxess-Arena begannen die Eisbären gut, sie versuchten sofort präsent zu sein, wollten direkt erste Akzente in der Offensive setzen. Das klappte auch sehr gut. Die Hausherren, welche eine Woche spielfrei hatten, mussten erst einmal wieder ihren Rhythmus finden, kamen erst nach gut vier Minuten zum ersten Torabschluss.
Die Eisbären ließen sich aber von ihrem Weg nicht abbringen und machten weiterhin Druck. In der siebten Minute belohnten sich die Gäste dafür dann auch mit dem Führungstreffer. Bully im Kölner Drittel, die Haie gewannen zwar das Bully, doch der Puck kam irgendwie zu Shawn Lalonde. Der zog von der blauen Linie ab, KEC-Goalie Danny Aus den Birken verlor für einen kurzen Moment die Übersicht, Darin Olver behielt diese und konnte den Puck im leeren Tor versenken – 0:1 (7.). Kurz nach dem Führungstreffer hatten die Berliner die große Chance zum 2:0, doch Mark Bell scheiterte bei seinem Versuch aus dem Slot an Danny Aus den Birken.
Die Hausherren fanden erst Mitte des ersten Drittels besser ins Spiel und kamen auch zu Chancen. 2-auf-1 Angriff der Haie, Philip Gogulla rüber zu Chris Minard, doch der scheiterte an Sebastian Elwing.
In der 12. Spielminute kassierte Frank Hördler eine Strafe wegen Hakens. Die Domstädter mit einem bärenstarken Powerplay und jeder Menge Schüssen. Einen Schuss von Philip Gogulla konnte Elwing nicht festhalten, Andreas Falk nutzte den Nachschuss zum Ausgleich – 1:1 (13.).
Nur zwei Minuten später hätten die Kölner sogar in Führung gehen können, doch Marcel Müller scheiterte bei einem Konter in Unterzahl an Sebastian Elwing. Somit ging es beim Stand von 1:1 in die Kabinen.

Das zweite Drittel begannen die Domstädter in Überzahl, doch einen Treffer konnten sie dabei nicht erzielen. Auch die Eisbären hatten kurz darauf ein Powerplay, aber Köln mit einem sehr guten Penaltykilling. Beide Mannschaften waren in den Anfangsminuten des zweiten Drittels eher auf eine sichere Defensive bedacht als auf die Offensive.
Sechs Minuten waren im Mitteldrittel gespielt, da musste Ales Kranjc wegen Spielverzögerung auf die Strafbank. Die Eisbären konnte das folgende Powerplay ausnutzen. Frank Hördler zog von der blauen Linie ab und hatte mit diesem Schuss Erfolg – 1:2 (27.).
Wie im ersten Drittel fanden die Domstädter auch im zweiten Drittel erst Mitte des Drittels besser ins Spiel. Die Haie setzten die Eisbären nun ordentlich unter Druck. Und so war es klar, dass irgendwann der Ausgleich fallen sollte. Rok Ticar mit einem klasse Pass von hinter dem Tor vor das Tor, wo Marcel Müller eiksalt abschloss – 2:2 (33.).
Es sollte der Auftakt für furiose Kölner Minuten werden. Denn nur eine Minute später lagen die Domstädter plötzlich in Führung. Die Kölner mit einem aggressiven Forechecking im Berliner Drittel, Andreas Falk erkämpfte sich die Scheibe, spielte sie quer rüber zu Philip Gogulla, der direkt abzog. Sein Hammer schlug hinter Elwing im Tor ein – 3:2 (34.). Für Gogulla war es der erste Treffer seit 17 Spielen.
Köln auch danach weiterhin sehr druckvoll, doch auch die Eisbären waren bei ihren Kontern gefährlich. Aber die Eisbären schwächten sich selbst. Sebastian Elwing fuhr aus seinem Tor heraus, um vor einem Kölner Spieler zu klären. Der Puck ging über das Plexiglas und „Elle“ kassierte folgerichtig zwei Minuten wegen Spielverzögerung. Köln nun mit einem 4:3-Überzahlspiel (zuvor mussten Philip Riefers und Henry Haase schon auf die Strafbank), welches sie auch ausnutzten. Chris Minard nahm einen Pass direkt und versenkte den Puck im Tor – 4:2 (38.). Für Minard der erste Treffer seit neun Spielen.
Die Eisbären nun mit ordentlich Frust und so kam es zu einer ersten kleinen Prügelei. Die beiden Hauptschiedsrichter Aumüller und Brill schickten jedoch nur einen Kölner (Ankert) aber gleich zwei Eisbären (Sharrow und Bell) in die Kühlbox. Etwas merkwürdig diese Entscheidung. Den Haien war es egal, denn sie konnten schon wieder 4:3-Überzahl spielen. Und erneut treffen. Ein Schuss der Haie auf das Tor ging an die Bande hinter dem Tor, der Puck kam zurück vor das Tor, wo Alex Weiß stand und den Puck im Tor versenken konnte – 5:2 (39.).
Kurz darauf dann die Kölner mit einer Strafe wegen Spielverzögerung (Zerressen) und die Eisbären konnten in dieser Überzahl verkürzen. Barry Tallackson per Abstauber – 5:3 (40.). Danach war dieses furiose Mitteldrittel vorbei.

Den Schwung des Anschlusstreffers nahmen die Eisbären mit ins letzte Drittel. Die Eisbären kamen gut aus der Kabine und machten sofort deutlich, dass sie hier noch nicht aufgegeben hatten. Sie waren bemüht, Köln unter Druck zu setzen. Doch man kam zu selten zum Abschluss, weil die Kölner sich nur noch auf die Defensive konzentrierten und nach vorne kaum noch etwas machten. Wenn man dann aber doch einmal durch kam, fehlte entweder das nötige Glück oder aber Danny Aus den Birken stand im Weg.
Köln wurde erst in den letzten fünf Minuten wieder etwas aktiver und setzte die Eisbären ein wenig unter Druck. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Jeff Tomlinson seinen Goalie Sebastian Elwing vom Eis. Mit Erfolg, denn die Eisbären konnten tatsächlich noch einmal verküzen. Vor dem Kölner Tor kam es nach einem Schuss zum Gewühl, in dem Darin Olver die Übersicht behielt und zum 5:4 einnetzen konnte. 82 Sekunden waren da noch auf der Uhr.
Sebastian Elwing fuhr wieder zurück ins Tor, verließ dieses aber gleich nach dem Bully wieder. Tomlinson nahm 52 Sekunden vor dem Ende dann noch eine Auszeit, um seine Jungs auf die letzten Minuten vorzubereiten. Und die Eisbären machten in der letzten Minute auch ordentlich Druck, brachten die Scheibe immer wieder zum Tor. Doch die Kölner verteidigten die knappe Führung mit Glück und Geschick und einem starken Danny Aus den Birken. Somit standen die Eisbären trotz einer guten Leistung wieder einmal mit leeren Händen da.

Es ist einfach zum verzweifeln. Die Mannschaft hat sich wieder einmal um den Lohn der eigenen Arbeit gebracht. Die dritte Niederlage in Folge kam eigentlich wie die beiden anderen zuvor auch zu Stande. Die Mannschaft eigentlich mit einer guten Leistung und zudem in Führung, doch dann lässt man für einen Moment im Spiel nach und lässt so den Gegner wieder zurück ins Spiel kommen. Wenn die Gegner in den Momenten dann so eiskalt zuschlagen, wie es Augsburg am Freitag und Köln heute getan haben, dann ist es schwer, am Ende noch einmal zurückzukommen. Die Mannschaft muss also einfach die Konzentration über die gesamte Spielzeit hoch halten und die kleinen Fehler abstellen, dann kann man auch wieder Spiele gewinnen und vielleicht die so dringend benötigte Siegesserie starten. Die Saison ist noch nicht zu Ende, aber es wird in den nächsten Wochen für die Eisbären nicht einfacher. Das Ziel sind wieterhin die Pre-Play-Offs und möglich sind diese allemal. Aber dafür muss man die Kleinigkeiten, die man im Moment falsch macht, abstellen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu Letzt.

 

Weitere Berichte zum heutigen Spiel findet Ihr hier.

Heute Abend in Köln: Eisbären droht der Sturz aus den Pre-Play-Off-Rängen

130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgFür die Eisbären Berlin steht heute Abend eine enorm wichtige Partie an. Der DEL-Rekordmeister tritt bei den Kölner Haien an. Es ist die Final-Neuauflage des letztjährigen DEL-Finales. Doch das interessiert die Berliner überhaupt nicht. Denn die Hauptstädter kämpfen um die Pre-Play-Off-Teilnahme. Als Neunter hat man aktuell nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Elften Iserlohn, die zur Zeit bärenstark sind. Wenn es heute die dritte Niederlage in Folge gibt, könnte man heute aus den Pre-Play-Off-Rängen stürzen. Den Eisbären droht in dieser Saison das erstmalige Verpassen der Play-Offs seit der Saison 2000/2001.

Dabei hatten sich die Eisbären am vergangenen Wochenende mit Siegen gegen Mannheim und in Krefeld sowie mit sehr guten Leistungen eigentlich neues Selbstvertrauen für den Rest der Hauptrunde geholt. Doch durch eigene Fehler verlor man danach die Spiele gegen Wolfsburg und in Augsburg, muss nun mehr denn je um die Pre-Play-Off-Teilnahme zittern. Auf Platz Sechs sollte man definitiv nicht mehr schauen. Trainer Jeff Tomlinson schaut aber sowieso nicht mehr auf die Tabelle:

Wir schauen nicht auf die Tabelle. Unsere jungen Spieler haben schon genug Druck. Die müssen nicht noch mehr bekommen.

Um den Absturz auf Platz Elf zu vermeiden, müssen unsere Jungs heute in der Domstadt gewinnen. Doch es gibt leichtere Aufgaben als diese. Zwar haben die Eisbären sechs der letzten sieben Spiele in der Domstadt gewonnen, doch die sechs Spiele andauernde Siegesserie wurde in dieser Saison von den Haien beendet. Im ersten Aufeinandertreffen setzten sich die Mannen von Coach Uwe Krupp mit 3:1 durch. Köln gewann zudem ein Spiel in Berlin (3:1). Die Eisbären gewann das zweite Duell in der Hauptstadt knapp mit 5:4 n.V.

Jeff Tomlinson weiß, dass seine Jungs heute vor dem Tor eiskalt sein müssen, nicht zu viele Chancen auslassen sollten:

Köln ist defensivstark. Sie werden nicht viele Chancen zulassen. Wir müssen also sehr effektiv sein.

Doch das Chancen nutzen war in dieser Saison bisher ein großes Problem der Eisbären. Allgemein fiel den Berliner Spielern das Tore schießen in dieser Saison bis jetzt sehr schwer. Mit 105 Toren hat man den drittschlechtesten Angriff der Liga. Köln hat zwar nur drei Treffer mehr erzielt, aber die Haie haben auch deutlich weniger Gegentore kassiert als die Berliner. Köln stellt mit nur 70 Gegentoren die beste Abwehr der Liga (Eisbären: 119 Gegentore). Da sollten unsere Jungs also heute wirklich nicht viele Chancen auslassen.

Die Haie sind zudem auch sehr gut drauf, gewannen sieben der letzten zehn Ligaspiele. Zu Hause gewann man ebenfalls sieben der letzten zehn Spiele. Die Eisbären sind die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft, haben es in dieser Saison bisher noch nie geschafft, drei Spiele in Folge zu gewinnen. Es fehlt der Mannschaft von Jeff Tomlinson an der nötigen Konstanz.

2B790336Die Eisbären stehen also vor einer schweren Auswärtsaufgabe. Es muss schon ein nahezu perfektes Auswärtsspiel unserer Jungs sein und Köln muss dazu einen schlechten Tag erwischen, um einen Sieg in Köln einzufahren. Doch die zuletzt gezeigten, schwankenden, Leistungen der Eisbären machen mir wenig Hoffnung auf einen Sieg heute Abend.
Die Partie beginnt um 17:45 Uhr in der Lanxess-Arena und wird von Servus TV live übertragen. Hauptschiedsrichter sind die Herren Aumüller und Brill.

Jeff Tomlinson: „Es war ein bisschen Zirkus-Hockey“

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29. DEL-Spieltag:

Eisbären Berlin vs. Kölner Haie 5:4 n.V.

Stimmen zum Spiel

 

Shawn Lalonde (Eisbären Berlin/Verteidiger):

Es ist ein Alptraum für jeden Trainer, wenn man vier Break-Aways in eigener Überzahl erlaubt. Dass ist nicht schön, daran müssen wir arbeiten. Aber Rob Zepp hat ein paar Monster-Saves geleistet heute, hat uns damit im Spiel gehalten. Die Jungs aus der Offensiv-Abteilung haben auch ihren Teil dazu beigetragen, dass wir diesen Sieg einfahren konnten. Köln steht zu Recht da oben, wir haben uns gut vorbereitet auf sie. Das war heute ein schweres Stück Arbeit, aber wir haben uns durchgesetzt.

Julian Talbot (Eisbären Berlin/Stürmer):

Es war ein sehr knappes und intensives Spiel. Wir haben das Spiel am Ende zum Glück gewinnen können, weil Rob Zepp einige starke Paraden gemacht hat am Ende. Dadurch sind wir im Spiel drin geblieben und haben am Ende durchaus glücklich gewonnen, weil Köln schon einige Konterchancen hatte, die so nicht geplant waren.

Alexander Weiß (Kölner Haie/Stürmer):

Wir hatten uns viel vorgenommen für dieses Spiel. Wir wollten 60 Minuten Eishockey spielen, das hat heute jedoch nicht so gut funktioniert. Wir haben die ersten 40 Minuten nicht gut gespielt, da hat Berlin das Spiel dominiert. Im letzten Drittel sind wir zurückgekommen und haben einen Punkt mitgenommen, worüber wir aber nicht so glücklich sind.

Uwe Krupp (Kölner Haie/Trainer):

Wir haben ein rasantes Eishockey-Spiel gesehen mit Torchancen auf beiden Seiten, besonders im ersten und zweiten Drittel. Im letzten Drittel wurde das Ganze nochmal zwei Gänge höher geschaltet und es war ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Es war ein enges Spiel, wir sind froh über den einen Punkt, den wir hier mitgenommen haben.

Jeff Tomlinson (Eisbären Berlin/Trainer):

Wir haben sehr solide gespielt in den ersten beiden Dritteln. Im letzten Drittel war es dann ein sehr offenes Spiel. Viel offener, als wir gegen Köln spielen wollten. Es war ein bisschen „Zirkus-Hockey“, es ging hin und her. Für die Zuschauer war das sicherlich schön anzusehen, für mich als Trainer war es jedoch nicht so schön. Das Überzahlspiel hat das Spiel heute entschieden. Wir haben drei der fünf Treffer in Überzahl erzielt. Ich war sehr zufrieden, dass die Mannschaft so viel Geduld bewiesen und sich nie aufgegeben hat. Wir sind sehr froh über die zwei Punkte.