Spitzenreiter! Eisbären erkämpfen drei Punkte in Ingolstadt

Der DEL-Rekordmeister grüßt von ganz oben in der DEL-Tabelle. Im vorgezogenen Spiel des 7. Spieltages setzten sich die Eisbären Berlin beim ERC Ingolstadt mit 3:2 (1:1,1:1,1:0) durch und eroberten somit zumindest für eine Nacht den ersten Tabellenplatz. 3.044 Zuschauer in der Saturn Arena sahen eine Partie auf Augenhöhe, welche die Eisbären am Ende dank einer klasse kämpferischen Leistung für sich entscheiden konnten.

Bei den Hauptstädtern gab es zwei Änderungen im Vergleich zum München-Spiel. Marvin Cüpper hütete statt Petri Vehanen das Bären-Tor und Verteidiger Frank Hördler fiel verletzt aus.

Die Eisbären fanden gut hinein in die Partie. Kapitän André Rankel mit der ersten Chance nach gerade einmal 35 Sekunden, doch sein Schuss rauschte knapp am rechten Pfosten vorbei.
Fortan war die Partie von vielen Strafzeiten geprägt, beide Mannschaften somit also auch mit der Chance, in Überzahl zu agieren. Die Eisbären sogar für knapp 90 Sekunden mit einem 4-gegen-3-Powerplay, in welchem sie durch Nick Petersen (2x), Micki DuPont und Jonas Müller auch richtig gute Chancen hatten.
Im ersten Powerbreak sagte Marcel Noebels im Interview bei Telekom Sport, dass es eine ausgeglichene Partie sei, beide Mannschaften wären gut eingestellt und man müsse einfaches Eishockey spielen, dann würde man hier zum Erfolg kommen. Zum Erfolg kamen aber kurz darauf die Schanzer Panther. Jamie MacQueen mit dem Fehlpass im Spielaufbau, Thomas Greilinger fing die Scheibe ab, tankte sich durch die die Eisbären-Defensive, tauchte frei vor Marvin Cüpper auf, spielte diesen aus und netzte ein zum 1:0 nach exakt zehn Minuten.
Kurze Zeit später die große Chance für die Eisbären zum schnellen Ausgleich, als sie erneut in Überzahl ran durften. Aber was bei 4-gegen-3 so gut klappte, funktionierte bei 5-gegen-4 auf einmal nicht mehr. Ingolstadt mit einem aggressiven Penaltykilling, die Eisbären fanden nicht in die Formation und gaben keinen Schuss ab.
Dann mal eine Phase, in der die Gastgeber für viel Gefahr sorgen konnten, es aber verpassten, nachzulegen. Und praktisch aus dem Nichts gelang den Eisbären der Ausgleich. Danny Richmond wurde im Slot klasse frei gespielt, kam zum Abschluss, Jochen Reimer konnte die Scheibe nicht festhalten und es entwickelte sich ein Gestocher vor seinem Tor, in welchem Sean Backman letztendlich den Überblick behielt und die Scheibe ins Tor arbeitete – 1:1 (16.). Schon der vierte Saisontreffer des Neuzugangs im siebten Saisonspiel.
Die Eisbären zum Ende noch einmal mit einem Powerplay, da Ex-Eisbär Laurin Braun in die Kühlbox musste. Und die Eisbären fanden auch in ihre Formation, aber sie kamen nicht zum Abschluss, weil Ingolstadt die Schusswege gut zustellte. Somit blieb es beim 1:1 nach 20 Minuten.

Ein paar Sekunden von dem Powerplay waren im Mitteldrittel noch auf der Uhr, aber die Eisbären ließen diese Überzahl ungenutzt. Dann mal wieder die Panther mit einem Überzahlspiel, doch Brandon Buck vergab die beste Chance, als er knapp am Tor vorbei schoss.
Es folgte der Auftritt von Nick Petersen, der sich klasse auf rechts durchsetze, vor das Tor zog und die Scheibe praktisch Jens Baxmann auflegte, welcher angerauscht kam und die Scheibe im Tor versenkte – 2:1 für Berlin (26.). Schon der dritte Treffer des Verteidigers in dieser Saison. „Baxi“ entwickelt sich wohl tatsächlich noch zum „Tor-Monster“.
Die Berliner Führung hielt jedoch nur gut eineinhalb Minuten. Bully im Berliner Drittel, die Eisbären nicht geordnet in der Defensive, David Elsner bekam die Scheibe und zog im rechten Bullykreis stehend direkt ab und versenkte das Spielgerät im Berliner Tor – 2:2 (27.).
Fortan beide Mannschaften mal wieder mit einem Powerplay, die Eisbären waren dabei deutlich gefährlicher. Micki DuPont hatte gleich dreimal die Chance zur erneuten Führung, konnte aber keine seiner drei Chancen nutzen.
Zum Ende des zweiten Drittels beide Teams noch einmal mit einer Drangphase, setzten den Gegner in deren Drittel fest, konnten sich aber für den Aufwand in dieser Phase nicht belohnen. Somit stand es nach 40 Minuten 2:2-Unentschieden.

Ins letzte Drittel starteten beide Mannschaften äußerst engagiert. Zunächst waren es die Eisbären, die sich im Ingolstädter Drittel festsetzen konnten und sich gute Chancen erarbeiteten. Danach war es der ERCI, der die Eisbären ganz schön unter Druck setzte.
Danach entwickelte sich eine Partie, welche hin und her wog, beide Mannschaften suchten immer wieder den Weg vor das Tor, hinten versuchten beide sicher zu stehen und nicht den einen, entscheidenden Fehler zu machen.
Genau so ein Fehler unterlief dann aber den Eisbären neun Minuten vor dem Ende der Partie, als ihnen dieser Fehler im Spielaufbau passierte und Greg Mauldin die Chance ermöglichte, welche er jedoch nicht zu nutzen wusste.
Sechs Minuten vor dem Ende des Spiels erkämpften sich die Eisbären die Scheibe im Angriffsdrittel an der linken Bande, Mark Olver spielte den Querpass rüber zu Jamie MacQueen, welcher Maß nahm und den Puck im Ingolstädter Tor unterbringen konnte – 3:2 für die Eisbären (56.).
Ingolstadt reagierte nun mit wütenden Angriffen, wollten den Ausgleich mit aller Macht erzwingen. Aber die Eisbären standen sehr gut in der Defensive, ließen kaum mehr einen Hochkaräter der Schanzer zu und hatten sogar zwei Minuten vor dem Ende der Partie durch Daniel Fischbuch die Riesenchance zur Entscheidung, als die Nummer 77 der Berliner frei vor Reimer auftauchte, den Puck aber nicht im Tor versenken konnte. Am Ende blieb es beim 3:2 für die Eisbären.

Es war ein Duell auf Augenhöhe, in der jede Mannschaft immer mal wieder Phasen hatte, wo sie die andere in deren Drittel festsetzen konnte. Die Eisbären hatten diesen einen Tick mehr Willen, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Das sah man bei der Entstehung des Siegtreffer, als man sich die Scheibe an der Bande erkämpfte und edn Angriff letztendlich erfolgreich zu Ende spielte. Die Moral und der Siegeswille dieser Mannschaft bleibt einfach unheimlich und hat sie – zumindest für eine Nacht – auf Platz Eins der Liga gebracht.

Für Ex-Eisbär Laurin Braun war es ein komisches Gefühl, gegen seinen Ex-Club zu spielen, wie er im Interview nach der Partie bei Telekom Sport sagte:

Es war unangenehm, weil sie gewonnen haben. Aber wir haben noch drei andere Spiele gegen sie, die holen wir uns dann. Es war ein ausgeglichenes Spiel, es hätte auch für uns ausgehen können.

Eisbären-Goalie Marvin Cüpper sah ein gutes Spiel der Berliner über weite Strecken:

Es war ein gutes Spiel. Wir haben über die meiste Zeit gut gespielt. Wir haben ein schweres Spiel gewinnen können.

Eisbären morgen in Ingolstadt: Mit Marvin Cüpper, ohne Frank Hördler

Für die Eisbären Berlin geht es morgen Abend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit einem Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt weiter. Und diese Partie ist zugleich ein Spitzenspiel, denn es trifft der Tabellensechste auf den Tabellenvierten. Die Eisbären wollen dabei wieder zurück in die Erfolgsspur finden, verlor man doch am Sonntag beim 2:4 in München erstmals nach vier Siegen in Folge mal wieder ein Ligaspiel.

Um bei den Schanzern jedoch zu bestehen und die drei Punkte mit zurück in die Hauptstadt zu nehmen, müssen die Eisbären an die Leistung aus den ersten 20 Minuten in München anknüpfen. Da hatte man auf Augenhöhe mit dem Deutschen Meister agiert und war teilweise sogar die überlegene Mannschaft. Doch ab dem zweiten Drittel gab es einen Bruch im Eisbären-Spiel und da zeigte München den Berlinern doch deutlich die Grenzen auf.

Chefcoach Uwe Krupp wird die Aufgabe in Ingolstadt mit zwei Änderungen im Kader angehen. Die eine Änderung ist gewollt, die andere nicht. Zum einen wird morgen Abend Back-up Marvin Cüpper für Stammgoalie Petri Vehanen im Tor stehen. Cüpper kam bereits in München während des zweiten Drittels ins Berliner Tor.
Zum anderen müssen die Hauptstädter in der Saturn-Arena auf Verteidiger Frank Hördler verzichten, der sich eine Zerrung im Bauchmuskel-/Adduktorenbereich zugezogen hat.

Uwe Krupp gab folgende Marschroute für das Spiel in Ingolstadt aus (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 27.09.2017):

Wir haben in München phasenweise gut gespielt. Wir müssen in Ingolstadt wieder konstant und beständig spielen, ähnlich dem ersten Drittel vom letzten Auswärtsspiel und wir müssen unsere Chancen nutzen.

Mit Ingolstadt treffen die Eisbären auf einen Gegner im Aufwind. Die Schanzer traten am vergangenen Wochenende zweimal auswärts an und holten dabei fünf von sechs möglichen Punkten. In Schwenningen gewannen die Panther denkbar knapp mit 1:0 n.V. und in Bremerhaven setzten sie sich deutlich mit 5:1 durch. Nur ein Gegentor in den letzten beiden Spielen – das wird eine schwere Aufgabe für die Eisbären, diese Defensive zu knacken. Zumal die Schanzer mit nur 12 Gegentoren die derzeit beste Abwehr der DEL stellen.

Aber die Eisbären werden mit Sicherheit äußerst motiviert nach Ingolstadt reisen, setzte es doch beim letzten Auftritt am zweiten Weihnachtsfeiertag 2016 eine derbe 1:7-Klatsche. Da dürfte man bei den Eisbären auf Revanche und Wiedergutmachung brennen. Zuvor hatten die Eisbären noch drei Spiele in Folge bei den Panthern gewonnen.

Los geht die Partie morgen Abend um 19:30 Uhr. Telekom Sport überträgt wie gewohnt live. 

Der Kader der Eisbären Berlin für das Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt am 28.09.2017:

Tor:

Marvin Cüpper, Petri Vehanen

Abwehr:

Kai Wissmann, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Nick Petersen, Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, James Sheppard, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, Mark Olver, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Maximilian Franzreb, Maximilian Adam, Charlie Jahnke (alle Weißwasser), Vincent Hessler (DNL), Frank Hördler (Zerrung), Constantin Braun

Uwe Krupp: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“

Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin/absolvierte sein 700. DEL-Spiel für die Eisbären gegen Ingolstadt:)

Ein absolut verdienter Sieg. Und man sieht ja, dass es Richtung Playoffs geht. Wir haben uns gute Chancen erarbeitet und auch rein gemacht. Das war eine starke Leistung von den Stürmern vorne. Petri hat stark gehalten und uns am Schluss sehr gut im Spiel gehalten, das war sehr wichtig für uns. Jetzt ist nur wichtig, dass wir das beim nächsten Spiel am Sonntag wiederholen. Und dann gehen wir mit einem guten Gefühl in die Pre-Playoffs.

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin/erzielte das Game-Winning-Goal gegen Ingolstadt):

Wir haben die letzten vier, fünf Spielen schon gesehen, dass wir mitten in der Playoff-Zeit sind. Für uns war die letzten zehn Spiele schon klar, dass wir jeden Punkt brauchen. Heute war ein perfektes Beispiel für ein hart erkämpftes Spiel, was wir zum Glück gewonnen haben. Ingolstadt ist eine super Mannschaft, da hat man gesehen, dass man 60 Minuten lang spielen muss, um hier drei Punkte zu holen.

Marvin Cüpper (Back-up der Eisbären Berlin):

Es war ein sehr spannendes Spiel. Wir sind gut aus der Kabine gekommen im ersten Drittel. Schade, dass es dann noch einmal so knapp wurde. Vielleicht hätten wir es ein bisschen besser machen können, aber letztendlich zählt der Sieg.

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Wir wussten natürlich, dass das ein wichtiges Spiel für uns ist. Die Mannschaft hat direkt im ersten Drittel mit gutem Eishockey begonnen, wir haben Druck gemacht, wir haben die Scheibe im Ingolstädter Drittel kontrolliert. Das erste Tor war sehr wichtig für uns, danach haben wir richtig gutes Eishockey gespielt. Vielleicht eine der besten Phasen, die wir in den letzten Wochen gesehen haben. Nach dem 3:0 sind uns zwei Fehler unterlaufen, wo wir ein wenig den Fokus verloren haben, uns ein bisschen zu gut gefühlt haben. Aber insgesamt sind wir aus dem Drittel immer noch mit der Ein-Tore-Führung heraus gegangen. Danach war es ein sehr hart umkämpftes Spiel. Beide Mannschaften haben nach vorne gespielt mit offenem Visier. Ingolstadt ist eine Mannschaft, die viel Qualität in der Offensive hat. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Das 4:4 war ein richtiger Tiefschlag für uns. Aber die Jungs haben einen Weg gefunden, noch einmal nachzulegen, das 5:4 zu schießen und das hat dann am Ende gereicht. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.

5:4-Krimi gegen Ingolstadt: Marcel Noebels löst für die Eisbären das Ticket für die erste Playoff-Runde

Ausgabe #23:

Eishockey-Herz, was willst du mehr? 13.726 Zuschauer bekamen am Freitagabend in der Mercedes-Benz Arena all das geboten, was diesen Sport so ausmacht und warum wir ihn so lieben. Neun Tore, eine Achterbahnfahrt der Gefühle, Spannung und Dramatik bis zur Schlusssirene und am Ende der krönende Abschluss mit der Qualifikation der Eisbären Berlin für die erste Playoff-Runde. Mit 5:4 (3:2,0:1,2:1) setzten sich die Berliner am Freitagabend gegen den ERC Ingolstadt durch und sicherten sich somit ihren Platz unter den ersten Zehn der Liga. Am Sonntag ist gegen Iserlohn sogar noch das Heimrecht möglich. Gegen Ingolstadt machte man es am Ende aber noch einmal unnötig spannend, führte man doch bereits mit 3:0 und sah sich schon auf der Siegerstraße. Doch die Jungs mussten noch einmal zittern, mussten kämpfen, mussten alles geben bis zum Schluss und wurden am Ende für ihren Einsatz und ihre Moral belohnt.

Chefcoach Uwe Krupp stand vor dem Spiel gegen Ingolstadt vor einem Luxus-Problem. Er hatte zehn gesunde Importspieler zur Verfügung. Neun dürfen jedoch nur spielen, weshalb Stürmer Jamie MacQueen die Partie nur von der Tribüne aus verfolgen durfte. Zudem fehlten Micki DuPont, André Rankel und Sven Ziegler. Frank Hördler absolvierte sein 700. DEL-Spiel für die Eisbären, herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle zu diesem Jubiläum, Nante! Und Petri Vehanen hütete das Bären-Gehäuse.

Powerplay für die Eisbären. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Hinein in eine denkwürdige Partie am 51. Spieltag der Saison 2016/2017. Ingolstadt kassierte nach dreieinhalb Minuten die erste Strafzeit der Partie, die Eisbären also in Überzahl. Die Eisbären zwar bemüht, aber ohne Glück im Abschluss. Kaum wieder komplett, klingelte es im Kasten der Schanzer. Louis-Marc mit dem Querpass auf Bruno Gervais, welcher abzog, aber an Marco Eisenhut scheiterte. Florian Busch stand goldrichtig am kurzen Pfosten und drückte die Scheibe über die Linie – 1:0 (6.).
Danach die Eisbären mit enorm viel Druck auf das Gäste-Tor, aber ohne weiteren Torerfolg. Aber auch die Schanzer suchten fortan immer wieder den Weg in die Offensive. Aber auch deren Abschlüsse fanden nicht den Weg ins Tor.
In der 13. Minute sorgten die Hausherren dann aber mit einem Doppelschlag für eine Beruhigung der Nerven. Jonas Müller schickte Daniel Fischbuch auf die Reise, der entwischte seinem Gegenspieler und behielt frei vor Eisenhut die Nerven und schloss den Angriff eiskalt ab – 2:0 (13.).
Nur 41 Sekunden später gab es den nächsten Grund zum Jubeln. Charles Linglet zog von der blauen Linie einfach mal ab. Marco Eisenhut sah die Scheibe zu spät und hatte so keine Chance, den Einschlag zu verhindern – 3:0 (14.). Diesen Treffer gaben die beiden Hauptschiedsrichter Bauer und Piechaczek jedoch erst nach Ansicht des Videobeweises.
Wow, 3:0 lagen die Eisbären in diesem so wichtigen Spiel hier vorne. Wer hätte das gedacht.
Aber die Schanzer gaben sich nicht auf und kamen fünf Minuten vor der ersten Pause zum Anschlusstreffer. Thomas Greilinger stocherte die Scheibe über die Linie – 3:1 (15.). Drei Eisbären standen zwar im Torraum, aber keine hinderte Greilinger am Abschluss.
Zwei Minuten vor der ersten Drittelpause setzte Brandon Buck erneut Thomas Greilinger in Szene, welche eiskalt abschloss und Petri Vehanen keine Chance ließ – 3:2 (19.).
Dann war dieses furiose erste Drittel aber vorbei und alle Beteiligten konnten erst einmal tief durchatmen. Continue reading

1. Playoff-Runde oder Sommerpause? Wochenende der Entscheidung für die Eisbären Berlin

Seit Mitte September 2016 läuft die DEL-Saison 2016/2017. An diesem Wochenende endet die Hauptrunde der DEL und für die Eisbären Berlin wird es das Wochenende der Entscheidung. Denn der DEL-Rekordmeister ist als aktuell Tabellenzehnter noch nicht für die erste Playoff-Runde qualifiziert, hat derzeit vier Zähler Vorsprung auf den Elften Düsseldorf und am Wochenende zwei Heimspiele vor der Brust. Die Eisbären haben es also in eigener Halle selbst in der Hand, sich für die erste Playoff-Runde zu qualifizieren. Ein Sieg morgen Abend nach regulärer Spielzeit gegen den ERC Ingolstadt (Bully: 19:30 Uhr) und man wäre unter den ersten Zehn der Liga und hätte dann am Sonntag beim abschließenden Hauptrunden-Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters (Bully: 14:00 Uhr) sogar noch die Chance, sich Heimrecht in der ersten Playoff-Runde zu sichern. Was angesichts von zwölf Auswärtsniederlagen in Folge sicherlich von Vorteil wäre.

Die Saison ist für die Hauptstädter bisher eine einzige Enttäuschung und am Wochenende geht es nun darum, die komplette Katastrophe abzuwenden. Denn ein Saisonende nach der Hauptrunde wäre der Super-GAU für den DEL-Rekordmeister. Damit hatte vor der Saison niemand gerechnet. Da sah Chefcoach Uwe Krupp sein Team unter den ersten Vier der Liga. Die Realität nach 50 Spieltagen sieht dagegen ganz anders aus. Aus dem einstigen Spitzenteam und Serienmeister ist ein mittelmäßiges DEL-Team geworden, was aktuell mit Mannschaften wie Schwenningen und Bremerhaven auf Augenhöhe agiert. Was sicherlich nicht der Anspruch in der Hauptstadt ist.

Der morgige Gegner ERC Ingolstadt könnte, bei erfolgreicher Qualifizierung der Eisbären für die erste Playoff-Runde, in selbiger der Gegner für die Eisbären sein. Denn schließen die Berliner die Hauptrunde als Zehnter ab, würde es gegen den ERCI gehen. Die Schanzer können sich also einspielen für die erste Playoff-Runde, können weder nach oben noch nach unten rutschen. Für die Eisbären geht es dagegen noch um sehr viel, nämlich um die letzten Punkte, um das Minimalziel Platz Zehn zu erreichen. Von daher sieht Verteidiger Frank Hördler die Partie morgen Abend schon als Playoff-Partie an (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 23.02.2017):

Das wird morgen schon Playoff-Charakter haben gegen Ingolstadt. Wir werden natürlich probieren, irgendwo ein bisschen etwas rauszukitzeln, um dem Gegner unter die Haut zu gehen, damit wir uns dann auch einen Vorteil verschaffen können.

In dieser Saison gingen zwei der bisherigen drei Duelle an die Eisbären. In Ingolstadt setzte man sich mit 7:4 durch, in Berlin feierte man einen 3:0-Sieg. An das letzte Duell in der Saturn-Arena haben die Berliner dagegen keine guten Erinnerungen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kamen die Eisbären mit 1:7 unter die Räder. Morgen Abend wäre ein guter Zeitpunkt, um dafür Revanche zu nehmen. Die Hauptstädter gewannen drei der letzten vier Heimspiele gegen die Schanzer.

Zum Hauptrunden-Abschluss am Sonntag gastieren dann die Iserlohn Roosters in der Mercedes-Benz Arena. Für das letztjährige Überraschungsteam ist die Saison nach dieser Partie bereits beendet. Von daher werden die Sauerländer frei aufspielen können und sich mit einem positiven Ergebnis aus der Saison verabschieden wollen. Für die Eisbären hingegen könnte es, je nach Ausgang des Freitagspiels, noch um wichtige Punkte im Kampf um Platz Zehn gehen. In dieser Saison gewannen die Eisbären erst einmal gegen die Sauerländer. In Berlin setzte man sich mit 4:3 durch. Am Seilersee setzte es dagegen zwei Niederlagen (0:2/3:4 n.P.). Auf eigenem Eis hatten die Eisbären zuletzt arge Probleme mit den Roosters, gewannen nur zwei der letzten fünf Spiele in Berlin gegen Iserlohn. Ein Sieg gelang dabei wie bereits erwähnt im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison. Zwei Siege in Folge gegen Iserlohn gelangen den Eisbären letztmals vor vier Jahren. Es wird Zeit, dieser Serie ein Ende zu setzen.

Chefcoach Uwe Krupp muss auf Micki DuPont, André Rankel und Sven Ziegler verzichten. Wenn Kyle Wilson mitspielen kann, müsste ein Importspieler auf die Tribüne, da nur neun Importspieler mitspielen dürfen. Uwe Krupp dazu:

Wir werden da morgen eine Entscheidung treffen und das ist im Grunde ein Luxusproblem für uns.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt am 24.02.2017:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Bruno Gervais, Alex Roach, Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, Jens Baxmann, Constantin Braun

Angriff:

Nick Petersen, Charles Linglet, Spencer Machacek, Laurin Braun, Jamie MacQueen, Barry Tallackson, Florian Busch, Darin Olver, Louis-Marc Aubry, Julian Talbot, Daniel Fischbuch, Marcel Noebels

Daniel Fischbuch: „Defensiv war heute der Knackpunkt bei uns“

Tommy Samuelsson (Trainer ERC Ingolstadt):

Wir hatten einen sehr guten Start im ersten Drittel. Das waren vielleicht die besten 20 Minuten der Saison, vor allem in unserer Arena. Wir haben oft offensiv gut gespielt, aber heute haben wir auch defensiv gut gespielt. Ein großes Kompliment an die Mannschaft, wie sie es das ganze Spiel durchgespielt hat. Das hat mir sehr gut gefallen.

Thomas Oppenheimer (Stürmer ERC Ingolstadt):

Wir haben gleich im ersten Drittel alles reingelegt und gleich zwei Tore erzielt. Das war auch enorm wichtig, denn beim letzten Heimspiel gegen Berlin lagen wir gleich 3:0 hinten. Heute haben wir es besser gemacht. Wir waren heute sehr laufstark.

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Ingolstadt hat stark begonnen und im ersten Drittel den Grundstein für die drei Punkte gelegt. Wir waren nicht so wach vor unserem Tor. Zwei Rebounds unmittelbar vor unserem Torwart. Das sind Zweikämpfe, die musst du gewinnen. Und wir haben die im ersten Drittel nicht gewonnen. Im zweiten Drittel sind dann zwei Fernschüsse rein gegangen. Und damit war das Ergebnis recht deutlich. Das eine Tor war dann nur noch Korrektur. Insgesamt war Ingolstadt heute besser, sie haben mit dem Rückenwind der Führung sehr gut gespielt. Wir hatten einige Chancen, die wir uns erspielt haben. Eisenhut war sehr gut, hat viele Chancen vereitelt. Jetzt geht es darum, die Ärmel hochzukrempeln und in zwei Tagen geht es weiter.

Daniel Fischbuch (Stürmer Eisbären Berlin):

Wir haben in der Defensive einfach zu viele Chancen zugelassen. Defensiv war heute der Knackpunkt bei uns. Ingolstadt hat seine Chancen eiskalt genutzt. Wir waren heute der Chancentod.

1:7 – Eisbären-Debakel in Ingolstadt

Einen Abend vor Heiligabend hatten die Eisbären Berlin ihren Fans mit einem knappen 2:1-Sieg gegen Wolfsburg ein Vorweihnachtsgeschenk gemacht, dabei vor allem kämpferisch eine klasse Leistung über 60 Minuten gezeigt. Zum Ende des Weihnachtsfestes haben die Berliner ihre Fans nun aber maßlos enttäuscht. In einer richtungsweisenden Partie beim direkten Konkurrenten ERC Ingolstadt kamen die Hauptstädter unter die Räder. Vor 4.030 Zuschauern in der Saturn-Arena setzte es eine herbe 1:7 (0:2,1:2,0:3)-Klatsche. Die höchste Saison-Niederlage für unsere Jungs in so einem wichtigen Spiel.

Im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel gab es eine Änderung im Line-up. Kyle Wilson fehlte aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung, dafür stand Daniel Fischbuch wieder im Kader. Im Tor begann Petri Vehanen.

Beide Mannschaften starteten mit viel Tempo ins Spiel, es ging sofort hin und her. Keine 30 Sekunden waren gespielt, da hatten sich die Berliner bereits das erste Mal im Drittel der Gastgeber festgesetzt und durch Spencer Machacek die erste Chance gehabt, welcher per Rückhand an Marco Eisenhut scheiterte. 90 Sekunden brauchte der ERCI für seine erste Chance. Einen Schuss von Petr Taticek konnte Petri Vehanen nur prallen lassen, Ex-Eisbär Petr Pohl hatte das halbleere Tor vor sich, schoss den Puck aber knapp am Tor vorbei.
Ingolstadt spielte unglaublich druckvolles Eishockey, setzte den scheibenführenden Berlinere Spieler immer sofort unter Druck. Micki DuPont sorgte dann mit einem Fehlpass im Spielaufbau für die nächste Chance der Schanzer. Diese hatten nun eine Drangphase mit guten Chancen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis hier das erste Tor fallen würde. Gewühl vor dem Berliner Tor, Danny Irmen behielt den Überblick und schoss den Puck ins Tor – 1:0 (7.).
Nur eine Minute später die Eisbären in der Offensive, Daniel Fischbuch wurde klasse freigespielt, stand frei vor Eisenhut, vertändelte aber die Scheibe. Sven Ziegler scheiterte im Nachschuss am Torhüter der Panther. Erneut nur eine Minute später Kapitän André Rankel mit einer gelungenen Aktion, aber sein Schuss verfehlte das Tor.
Gut fünf Minuten vor der ersten Drittelpause die Hausherren mit einer Drangphase, die Eisbären hatten Probleme, sich zu befreien. Und erneut nutzten die Hausherren solch eine Drangphase, konnten das zweite Tor an diesem Nachmittag erzielen. John Laliberte mit Zug zum Tor, schoss auf das Berliner Tor, Vehanen parierte den Schuss, war beim Nachschuss von Thomas Oppenheimer aber machtlos – 2:0 (16.). Zugleich auch der Pausenstand. Continue reading

Florian Busch: „8:0-Tore, das sagt eigentlich alles“

Florian Busch (Stürmer Eisbären Berlin/1 Assist gegen Ingolstadt):

Die letzten zwei Spiele waren wir klar besser. 8:0-Tore, da muss man eigentlich nicht viel zu sagen, das sagt eigentlich alles.

Petri Vehanen (Torhüter Eisbären Berlin/zwei Shutouts in Folge):

Ich bin sehr glücklich. Die Verteidigungsarbeit in den letzten beiden Spielen war sehr gut. Es gibt mir die Chance, die Gegentorquote zu senken.

Spencer Machacek (Stürmer Eisbären Berlin):

Wir haben heute wirklich sehr gut in der Defensive gestanden. Wir haben als Team einen richtig guten Einsatz auf das Eis gebracht. Siege gegen Teams, die hinter uns in der Tabelle stehen, sind besonders wichtig.

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Das war wieder ein gutes Spiel von uns. Wir haben wieder einen guten Start erwischt. Wir haben recht gut gespielt im ersten Drittel, waren konzentriert. Es sind immer wieder ein paar Fehler dabei. An sich eine sehr ausgeglichene Partie, aber ich war trotzdem zufrieden mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben. In den ersten sieben, acht Minuten des zweiten Drittels hat Ingolstadt uns ziemlich unter Druck gesetzt und uns im eigenen Drittel gehalten. Aber da haben wir gut verteidigt, haben einen guten Job gemacht vor Petri Vehanen, der weg gefangen hat, was er konnte. Es war ein gutes Eishockeyspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Wir haben heute das nötige Glück gehabt, welches man braucht.

Heimspiel-Dreierpack für die Eisbären Berlin: Es müssen Punkte her

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDer Monat November neigt sich dem Ende entgegen, die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Und die Eisbären Berlin dürfen den Rest des Monats zu Hause antreten. Innerhalb von sechs Tagen stehen gleich drei Heimspiele für unsere Jungs auf dem Programm. Und angesichts des achten Tabellenplatz mit nur fünf Punkten Vorsprung auf den Elften Krefeld ist die Marschroute für die drei Heimspiele glasklar – es müssen Punkte her! Am besten gleich morgen Abend, wenn die Düsseldorfer EG zu Gast ist (Bully: 19:30 Uhr).

RZ_DEG_BasisPartner_farbigDie Rheinländer sind aktuell Vorletzter der DEL mit neun Punkten Rückstand auf die Eisbären, aber bei noch drei Spielen Rückstand sollte man die DEG als Konkurrent um einen Pre-Play-Off-Platz auf der Rechnung haben. Auch wenn es bei der DEG zuletzt nicht gut lief – nur ein Sieg gelang in den letzten sechs Spielen. Der Sieg war aber ein ganz besonderer, nämlich der Derby-Sieg gegen die Kölner Haie (4:2). Und gestern Abend bewies Düsseldorf beim 5:6 in Nürnberg Moral, als man ein 0:4 aufholte und zum zwischenzeitlichen 4:4 ausglich. Unterschätzen sollte man die DEG also definitiv nicht. Macht man in Berlin aber auch nicht, Chefcoach Uwe Krupp nach dem heutigen Training:

Düsseldorf ist eine laufstarke Mannschaft die sicher auch forechecken wird. Wir müssen sehr konzentriert spielen. Die Düsseldorfer Mannschaft spielt gut im Moment, hat eine gute Aufstellung mit vier Reihen und kommt mit Volldampf.

Gegen Düsseldorf können die Berliner wieder auf Stürmer Julian Talbot zurückgreifen, der nach Verletzung zurück in den Kader kehrt. Dagegen fehlen weiterhin Marcel Noebels, Frank Hördler und Laurin Braun.

Für Jens Baxmann wird das Spiel gegen die DEG eine ganz besondere Partie, denn der Verteidiger absolviert morgen Abend sein 700. DEL-Spiel für die Eisbären Berlin. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum, Baxi!

Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison entschieden die Berliner im ISS-Dome mit 4:3 für sich. In der Hauptstadt hat Düsseldorf vier der letzten fünf Gastspiele verloren. Der einzige Sieg in diesem Zeitraum gelang der DEG aber im letzten Duell in Berlin, als man den Eisbären eine derbe 2:7-Niederlage auf eigenem Eis zufügte. Es wird Zeit für die Revanche. Continue reading