1. Playoff-Runde oder Sommerpause? Wochenende der Entscheidung für die Eisbären Berlin

Seit Mitte September 2016 läuft die DEL-Saison 2016/2017. An diesem Wochenende endet die Hauptrunde der DEL und für die Eisbären Berlin wird es das Wochenende der Entscheidung. Denn der DEL-Rekordmeister ist als aktuell Tabellenzehnter noch nicht für die erste Playoff-Runde qualifiziert, hat derzeit vier Zähler Vorsprung auf den Elften Düsseldorf und am Wochenende zwei Heimspiele vor der Brust. Die Eisbären haben es also in eigener Halle selbst in der Hand, sich für die erste Playoff-Runde zu qualifizieren. Ein Sieg morgen Abend nach regulärer Spielzeit gegen den ERC Ingolstadt (Bully: 19:30 Uhr) und man wäre unter den ersten Zehn der Liga und hätte dann am Sonntag beim abschließenden Hauptrunden-Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters (Bully: 14:00 Uhr) sogar noch die Chance, sich Heimrecht in der ersten Playoff-Runde zu sichern. Was angesichts von zwölf Auswärtsniederlagen in Folge sicherlich von Vorteil wäre.

Die Saison ist für die Hauptstädter bisher eine einzige Enttäuschung und am Wochenende geht es nun darum, die komplette Katastrophe abzuwenden. Denn ein Saisonende nach der Hauptrunde wäre der Super-GAU für den DEL-Rekordmeister. Damit hatte vor der Saison niemand gerechnet. Da sah Chefcoach Uwe Krupp sein Team unter den ersten Vier der Liga. Die Realität nach 50 Spieltagen sieht dagegen ganz anders aus. Aus dem einstigen Spitzenteam und Serienmeister ist ein mittelmäßiges DEL-Team geworden, was aktuell mit Mannschaften wie Schwenningen und Bremerhaven auf Augenhöhe agiert. Was sicherlich nicht der Anspruch in der Hauptstadt ist.

Der morgige Gegner ERC Ingolstadt könnte, bei erfolgreicher Qualifizierung der Eisbären für die erste Playoff-Runde, in selbiger der Gegner für die Eisbären sein. Denn schließen die Berliner die Hauptrunde als Zehnter ab, würde es gegen den ERCI gehen. Die Schanzer können sich also einspielen für die erste Playoff-Runde, können weder nach oben noch nach unten rutschen. Für die Eisbären geht es dagegen noch um sehr viel, nämlich um die letzten Punkte, um das Minimalziel Platz Zehn zu erreichen. Von daher sieht Verteidiger Frank Hördler die Partie morgen Abend schon als Playoff-Partie an (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 23.02.2017):

Das wird morgen schon Playoff-Charakter haben gegen Ingolstadt. Wir werden natürlich probieren, irgendwo ein bisschen etwas rauszukitzeln, um dem Gegner unter die Haut zu gehen, damit wir uns dann auch einen Vorteil verschaffen können.

In dieser Saison gingen zwei der bisherigen drei Duelle an die Eisbären. In Ingolstadt setzte man sich mit 7:4 durch, in Berlin feierte man einen 3:0-Sieg. An das letzte Duell in der Saturn-Arena haben die Berliner dagegen keine guten Erinnerungen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kamen die Eisbären mit 1:7 unter die Räder. Morgen Abend wäre ein guter Zeitpunkt, um dafür Revanche zu nehmen. Die Hauptstädter gewannen drei der letzten vier Heimspiele gegen die Schanzer.

Zum Hauptrunden-Abschluss am Sonntag gastieren dann die Iserlohn Roosters in der Mercedes-Benz Arena. Für das letztjährige Überraschungsteam ist die Saison nach dieser Partie bereits beendet. Von daher werden die Sauerländer frei aufspielen können und sich mit einem positiven Ergebnis aus der Saison verabschieden wollen. Für die Eisbären hingegen könnte es, je nach Ausgang des Freitagspiels, noch um wichtige Punkte im Kampf um Platz Zehn gehen. In dieser Saison gewannen die Eisbären erst einmal gegen die Sauerländer. In Berlin setzte man sich mit 4:3 durch. Am Seilersee setzte es dagegen zwei Niederlagen (0:2/3:4 n.P.). Auf eigenem Eis hatten die Eisbären zuletzt arge Probleme mit den Roosters, gewannen nur zwei der letzten fünf Spiele in Berlin gegen Iserlohn. Ein Sieg gelang dabei wie bereits erwähnt im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison. Zwei Siege in Folge gegen Iserlohn gelangen den Eisbären letztmals vor vier Jahren. Es wird Zeit, dieser Serie ein Ende zu setzen.

Chefcoach Uwe Krupp muss auf Micki DuPont, André Rankel und Sven Ziegler verzichten. Wenn Kyle Wilson mitspielen kann, müsste ein Importspieler auf die Tribüne, da nur neun Importspieler mitspielen dürfen. Uwe Krupp dazu:

Wir werden da morgen eine Entscheidung treffen und das ist im Grunde ein Luxusproblem für uns.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt am 24.02.2017:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Bruno Gervais, Alex Roach, Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, Jens Baxmann, Constantin Braun

Angriff:

Nick Petersen, Charles Linglet, Spencer Machacek, Laurin Braun, Jamie MacQueen, Barry Tallackson, Florian Busch, Darin Olver, Louis-Marc Aubry, Julian Talbot, Daniel Fischbuch, Marcel Noebels