Sommermeister, Sommermeister hey, hey: Eisbären gewinnen internationales Sommerturnier

Ausgabe #1:

Perfektes Wochenende für die Eisbären Berlin. Die Hauptstädter haben am Wochenende das internationale Sommerturnier gewonnen. Die Eisbären gewannen beide Spiele und sicherten sich somit den ersten Titel der neuen Saison. Gegen den HC Ambrì-Piotta setzte man sich äußerst knapp aber verdient mit 3:2 n.P. durch, gegen den HC Sparta Prag gewann man am Sonntag dann das Endspiel deutlich mit 6:3. 

Gelungener Auftakt ins Sommerturnier für die Eisbären Berlin. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Zum Auftakt des internationalen Sommerturniers trafen die Eisbären Berlin auf den HC Ambrì-Piotta aus der Schweiz. Für sechs der insgesamt sieben Neuzugänge (Sean Backman fehlte verletzungsbedingt) war es zugleich der erste Heim-Auftritt vor den Eisbären-Fans. Chefcoach Uwe Krupp verteilte die sechs Neuzugänge auf die Reihen Zwei bis Vier, lediglich die Starting-Six bestand nur aus Spielern, die auch in der vergangenen Saison das Trikot mit dem Eisbären-Kopf trugen. Und im Tor stand Stammgoalie Petri Vehanen.

Hinein in die erste Partie des Turniers, welche 4.256 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena sehen wollten. Es war zwar nur ein Vorbereitungsspiel, aber vom ersten Bully an entwickelte sich eine Partie, welche von sehr hohem Tempo geprägt war. So entwickelte sich kein Abtasten, sondern beide Mannschaften versuchten schnell die neutrale Zone zu überwinden. Nach kurzer Zeit gelang dies den Hausherren besser und sie nahmen Fahrt Richtung Ambri-Tor auf, welches von Benjamin Conz gehütet wurde. Nachdem sich die Berliner lange Zeit im Angriffsdrittel festgesetzt hatten, war es Martin Buchwieser, der die Scheibe letztendlich über die Linie drücken konnte – 1:0 (6.). Schon der zweite Treffer im zweiten Testspiel für den EHC-Neuzugang.
Die Eisbären wollten nach dem Tor direkt nachlegen, was ihnen aber nicht gelang. Und so kam der Ausgleich der Schweizer dann doch sehr überraschend. Marco Müller fuhr über links ins Drittel, passte die Scheibe vors Tor, wo Igor Jelovac nicht wirklich große Mühe hatte, die Scheibe hinter Petri Vehanen im Tor zu versenken – 1:1 (9.).
Fortan entwickelte sich dann ein Spiel, in dem beide Mannschaften immer wieder Phasen hatten, wo sie sich im gegnerischen Drittel festsetzen konnten, aber die Chancen wurden von beiden nicht genutzt, weshalb es mit einem 1:1 in die erste Drittelpause ging.

Die Gäste aus Ambrì kamen sehr engagiert zurück auf das Eis und suchten sofort den Weg Richtung

Martin Buchwieser (links/hier im Gespräch mit dem Schiedsrichter) erzielte bereits sein zweites Tor im zweiten Testspiel. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Eisbären-Tor. Man merkte den Gästen an, dass sie hier die Partie komplett drehen wollten. Und das sollte ihnen auch gelingen. Wobei der Treffer von der Entstehung her schon eher unerwartet kam. Denn die Scheibe prallte von Jonas Müller seinem Schlittschuh direkt vor die Kelle von Elias Bianchi, der diese Einladung dankend annahm und freistehend zum 1:2 einschoss (24.).
Wer nun dachte, Ambrì würde weiter aktiv nach vorne spielen und die Partie bestimmen, sah sich getäuscht. Ja, Ambrì hatte auch durchaus bei Kontern seine Chancen, aber die spielbestimmende Mannschaft waren fortan die Hausherren. Die drängten auf den Ausgleich, hatten gegen Ende des Mitteldrittels die größte Chance in Überzahl, aber das Powerplay blieb ungenutzt. So stand es nach 40 Minuten 1:2 aus Eisbären-Sicht.

Im letzten Drittel bot sich den Gästen dann Mitte des Drittels die Chance zur Vorentscheidung, als man in Überzahl agieren konnte, aber die Eisbären überstanden die Unterzahl schadlos. Danach erhöhten die Eisbären das Tempo, drängten auf den Ausgleich und tauchten immer wieder vor Benjamin Conz auf. Und acht Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit gelang den Berlinern auch der viel umjubelte Ausgleich. James Sheppard hatte abgezogen, André Rankel staubte letztendlich zum 2:2 ab (52.).
Danach erhöhten die Berliner nochmals den Druck, wollten hier direkt nachlegen, was aber nicht gelang. Und so hatte Ambrì zum Ende hin noch einmal die Gelegenheit, in Überzahl das Spiel zu entscheiden, was jedoch nicht klappte. Somit ging Spiel Eins in die Verlängerung.

Die Eisbären auf dem Weg zum Feiern in die Kurve. Ein Bild, welches wir noch sehr oft in der neuen Saison sehen wollen. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Und die Overtime war ein Spiel auf ein Tor. Ambrì stand nur hinten drin, sah einen Angriff nach dem anderen auf sich zu rollen. Die Eisbären machten deutlich, dass sie das Spiel gewinnen wollten, leider konnten sie die Überlegenheit in der Verlängerung nicht in ein Tor ummünzen. Letztendlich musste also das Penaltyschießen die Entscheidung bringen.

Und auch das Penaltyschießen ging in die Verlängerung. Die ersten 13 Schützen hatten verschossen, erst Jamie MacQueen als 14. Schütze entschied die Partie. Die Nummer 17 der Eisbären lief an, spielte Conz stark aus und schob die Scheibe ins Tor – 3:2 (65.).

Ein am Ende verdienter Sieg, wenn man das gesamte Spiel betrachtet. Im ersten Drittel eine durchaus ausgeglichene Partie, im Mitteldrittel Ambrì zwar mit dem besseren Start und der Führung, doch über weite Strecken waren die Hausherren das dominantere Team. Und im Schlussdrittel nahm der Druck der Eisbären zum Ende hin immer stärker zu, weshalb der Ausgleich mehr als verdient war. In der Verlängerung hätten die Eisbären die Partie eigentlich schon entscheiden müssen, Jamie MacQueen sorgte dann aber im Penaltyschießen dafür, dass der erste Sieg an Berlin ging.

Da Ambrì-Piotta am Samstagnachmittag Spiel Zwei gegen Sparta Prag deutlich mit 2:5 verlor, war

Ambrì nach dem Spiel gegen Prag (2:5), wo sie trotz der zweiten Niederlage lautstark von ihren Fans gefeiert werden. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

bereits klar, dass die Partie zwischen den Eisbären und Prag zum Endspiel um den Turniersieg werden würde. Die Schweizer dagegen belegten nach der Niederlage den dritten und letzten Platz. Was deren mitgereisten Fans aber so ziemlich egal war. Die Ambrì-Fans, die bereits am Freitag beim Spiel gegen Berlin, eine große Party im Block feierten, machten am Samstag einfach da weiter, wo sie am Freitagabend aufgehört hatten. Die Schweizer Fans (unterstützt von ein paar Eisbären-Fans) hatten die Arena am Ostbahnhof fest in ihrer Hand und sorgten für eine richtig gute Stimmung. Nach Spielende verabschiedeten sie ihre Mannschaft, welche sich für den grandiosen Support bedankte. Schon eine tolle Fan-Gemeinde, welche Ambrì da hat.

Für die Partie gegen Sparta Prag am Sonntagnachmittag konnte Headcoach Uwe Krupp auf Stürmer Nick Petersen zurückgreifen. Der Kanadier hatte am Freitag noch gefehlt, weil er für Team Kanada im Einsatz war, um sich für Olympia 2018 zu empfehlen. Auch im Tor gab es eine Änderung, Marvin Cüpper erhielt diesmal den Vorzug vor Petri Vehanen.

Nur 3.609 Zuschauer wollten das Endspiel des Sommerturniers sehen, enttäuschend, wenn man bedenkt, was man am Wochenende für gutes Eishockey geboten bekam. Und das sollte sich auch im letzten Turnierspiel nicht mehr ändern. Die Gäste aus Tschechien begannen engagierter und versuchten sich sofort im Drittel der Eisbären festzusetzen. Was ihnen auch gelang, nur konnten sie sich für ihren guten Start nicht belohnen. Und die Eisbären? Die sorgten mit ihrem ersten Angriff nach 82 Sekunden für die frühe Führung. Louis-Marc Aubry brachte die Scheibe zu Marcel Noebels, der alleine vor Sami Aittokallio auftauchte und diesen klassisch ausspielte und zum 1:0 einnetzen konnte (2.).

Durch das 6:3 gegen Prag sicherten sich die Eisbären den Turniersieg beim Sommerturnier. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Und auf einmal waren die Eisbären hier die spielbestimmende Mannschaft und legten nur kurze Zeit später nach. Neuzugang Danny Richmond hatte von der blauen Linie abgezogen, Florian Busch hielt sein Arbeitsgerät in den Schuss und prompt stand es 2:0 nach nur drei Minuten. Wahnsinn!
Wer nun dachte, die Eisbären würden Prag überrennen, hatte die Rechnung ohne die Tschechen gemacht. Denn die meldeten sich sehr schnell im Spiel zurück. Jan Piskacek mit dem Schuss, Marvin Cüpper rutschte die Scheibe durch, Lukas Pech erkannte die Situation am schnellsten und schob den Puck über die Linie zum 2:1 (5.).
Die Tschechen versuchten fortan, den Ausgleich zu erzielen. Nur gelang ihnen das nicht und im Gegenzug konnten die Eisbären das nächste Tor nachlegen. Die Hausherren mit einem 2-auf-1-Konter, Neuzugang Blake Parlett legte die Scheibe rüber zu Nick Petersen und der Rückkehrer tunnelte den Keeper von Prag und traf zum 3:1 (10.).
Vier Tore in den ersten zehn Minuten – kein so schlechter Beginn in diese Partie. Aber es ging noch weiter. Sieben Minuten vor der ersten Drittelpause jubelten wieder die Gäste aus Prag. Unübersichtliche Situation vor Cüpper, Vojtech Zelenak war es, der die Scheibe ins Tor bugsieren konnte und somit auf 3:2 verkürzte (13.).
Fortan erspielten sich die Berliner weitere Chancen, wollten hier weitere Treffer nachlegen und so auf den Anschlusstreffer der Tschechen reagieren, aber es gelang ihnen nicht. Prag versuchte nach vorne auch noch etwas, jedoch mit dem selbigen Ergebnis wie die Eisbären. Somit endete ein sehr unterhaltsames erstes Drittel beim Stand von 3:2 für die Eisbären.

Im Mitteldrittel merkte man beiden Mannschaften dann schon an, dass sie hier defensiv wesentlich

Endstation Marvin Cüpper. Starkes Spiel des Back-up-Goalies. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

kompakter stehen wollten als es im ersten Drittel noch der Fall war. Daher war die Partie nun nicht mehr so unterhaltsam wie noch in den ersten 20 Minuten, aber langweilig war sie nun auch nicht.
Vier Minuten waren rum, da bekam Prag die Chance in Überzahl zum Ausgleich. Aber die beste Chance in diesem Powerplay hatten die Gastgeber. Nur Jamie MacQueen scheiterte bei seinem Konter am Keeper von Sparta Prag.
Die Partie war zur Hälfte vorbei, da gab es mal wieder Grund zum Jubeln für die Eisbären-Fans. Jamie MacQueen schirmte die Scheibe stark ab, legte sie ab für Sven Ziegler und der traf zum 4:2 (30.).
Nach dem Treffer merkte man den Gästen aus Prag an, dass sie deutlich frustriert waren. Und so gab es immer wieder kleinere und größere Provokationen der Prag-Spieler, welche letztendlich zu einer kurzen Schlägerei zwischen Danny Richmond und Lukas Pech führte. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 5:2, denn drei Minuten vor der zweiten Drittelpause hatte Jamie MacQueen erfolgreich abgestaubt. Sven Ziegler hatte zuvor abgezogen, Aittokallio fiel die Scheibe aus der Fanghand und da war die Nummer 17 der Eisbären zur Stelle. 5:2 stand es zugleich auch nach 40 Minuten.

Kampf um den Puck beim Bully. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Im letzten Drittel wurden die Höhepunkte dann immer weniger. Es ging hin und her, beide Mannschaften versuchten in der Offensive was zu kreieren. Dabei gelangen den Hausherren durchaus ein, zwei sehr gelungen Kombinationen, die einen Treffer verdient hätten, aber leider wurden diese toll vorgetragenen Angriffe nicht erfolgreich abgeschlossen.
Aber dennoch bekamen die Fans in der Arena am Ostbahnhof in den letzten 20 Minuten noch zwei Tore zu sehen. Zunächst konnte Sparta Prag auf 5:3 verkürzen. Alexander Reichenberg wurde nicht angegriffen und nutzte diese Chance zum dritten Treffer der Tschechen aus (50.).
Das letzte Tor der Partie und des Turniers war dann durchaus eins zum schmunzeln. Aittokallio wollte den Puck von hinterm dem Tor aus zu einem Mitspieler passen, Jamie MacQueen kam ihm aber in die Quere, fing die Scheibe ab und spielte sie vor das Tor, wo Neuzugang Mark Olver lauerte und den Puck im zweiten Versuch über die Linie arbeitete – 6:3 (52.).

Die Eisbären Berlin krönten sich somit zum Sieger des internationales Sommerturniers vor dem HC

Marvin Cüpper mit dem Pokal des Sommerturniers. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Sparta Prag und dem HC Ambrì-Piotta. Mit der Leistung der Eisbären an diesem Wochenende kann man durchaus sehr zufrieden sein. Natürlich gab es hier und da schon noch einige Sachen, die man verbessern kann, muss und sicherlich auch wird. Aber dafür, dass wir ein Vorbereitungsturnier gesehen haben, war das schon sehr gutes und ansprechendes Eishockey – von allen Mannschaften. Unsere Jungs zeigten zwei starke Spiele, präsentierten den Fans Kombinationen, wo man teilweise mit der Zunge schnalzen konnte. Da waren schon feine Spielzüge bei. In der Defensive stand man auch zumeist sehr gut und sowohl Petri Vehanen als auch Marvin Cüpper zeigten klasse Leistungen.
Die Neuzugänge haben sich sehr gut eingefügt und bewiesen, dass sie eine klare Verstärkung für die Eisbären sind. Das neue Trainer-Team um Uwe Krupp, Clément Jodoin und Steffen Ziesche hat die Mannschaft sehr gut eingestellt, man hat vor allem die Handschrift von Jodoin bei den Spielzügen sehen können. Insgesamt kann man sagen, dass das Turnier Hoffnung auf eine erfolgreiche Eisbären-Saison macht. Denn es macht wieder Spaß, der Mannschaft zuzuschauen, sie spielen sehr gutes und bisher auch erfolgreiches Eishockey. Das in der Vorbereitung noch nicht alles rund laufen kann, ist klar, aber das Wochenende macht Lust auf mehr und zeigt auch deutlich, dass man mit den Eisbären in der neuen Saison wieder rechnen muss.

Bei dem Turnier möchte ich vor allem zwei Spieler hervorheben, die am Ende die Top-Scorer der Eisbären waren. Neuzugang Martin Buchwieser erzielte einen Treffer und bereitete drei weitere Tore vor. Jamie MacQueen traf zweimal selbst und legte zwei Treffer auf. Buchwieser deutet bereits in der Vorbereitung an, wie wertvoll er für die Eisbären sein kann. Und MacQueen zeigt bereits wieder eine gute Frühform. Diese hatte er auch beim Start der vergangenen Saison, tauchte danach aber immer mehr ab und zeigte sich erst wieder in den Play-Offs. Ein MacQueen in Top-Form ist ebenso sehr wertvoll für die Mannschaft von Uwe Krupp.

Drei Tage Sommerturnier: Endlich wieder Eishockey

Endlich wieder Eishockey„, diesen Gesang werden wir morgen Abend wohl sehr oft in der Arena am Ostbahnhof hören und wohl auch selbst mitsingen. Denn morgen Abend ist es endlich wieder soweit. Es steht seit sehr langer Zeit mal wieder ein Heimspiel in der Mercedes-Benz Arena für die Eisbären Berlin an. Und nicht nur ein Heimspiel, nein, insgesamt gibt es drei Tage Eishockey pur und davon zwei Heimspiele des EHC zu bestaunen. Im Rahmen des Sommerturniers treffen die Eisbären morgen Abend um 19:30 Uhr auf den HC Ambrì-Piotta und am Sonntag auf den HC Sparta Prag (14:00 Uhr). Und am Samstag findet dann zudem noch das Duell zwischen Ambri und Prag (16:30 Uhr) statt.

Die Eisbären-Familie kommt also endlich wieder in Berlin zusammen. Lange genug mussten wir warten und sind wir mal ehrlich, wir alle sind sehr froh, dass diese elend lange Sommerpause nun ein Ende findet und wir wieder zu den Spielen unseres Lieblingsclubs gehen können. Und am Wochenende erwarten uns schon mal zwei sehr interessante Spiele mit Eisbären-Beteiligung. Chefcoach Uwe Krupp blickte heute ebenfalls schon einmal auf das voraus, was seine Mannschaft am Wochenende erwartet (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 17.08.2017):

Das wird ein guter Test für uns am Wochenende. Wir treffen auf zwei gute Teams. Schweizer Mannschaften sind immer schnell und technisch gut. Sparta Prag ist natürlich eine absolute Größe im europäischen Eishockey.

Für die Eisbären werden es die Vorbereitungsspiele Zwei und Drei. Das erste Testspiel gewannen die Hauptstädter am vergangenen Freitag bei Kooperationspartner Lausitzer Füchse klar mit 5:2. Natürlich peilen unsere Jungs am Wochenende die nächsten beiden Siege an, einfach wird das aber natürlich nicht werden. Aber die Jungs sollen sich ja auch gut auf die neue Saison vorbereiten und da kommen solche Härtetests natürlich gerade richtig, um bestmöglich vorbereitet in die neue DEL-Saison zu starten.

Dabei treten die Berliner mit dem gleichen Team an wie vergangene Woche in Weißwasser. Heißt, dass Sean Backman weiterhin aufgrund seines Muskelfaserrisses ausfällt und das Nick Petersen nach wie vor beim Team Kanada weilt, um sich für die Olympischen Spiele 2018 zu empfehlen. Die Youngster Maximilian Franzreb, Maximilian Adam, Vincent Hessler und Charlie Jahnke sind weiterhin in Weißwasser im Einsatz.

Vor 18 Jahren fand schon einmal ein Turnier in Berlin mit Beteiligung des morgigen Gegners statt. Der HC Ambrì-Piotta sicherte sich damals den Sieg beim Continetal Cup im Jahre 1999. Letztmals aufeinander trafen Ambri und Berlin am 03.09.2005, als die Eisbären bei einem Vorbereitungsturnier in Lugano mit 3:5 verloren. Zwölf lange Jahre mussten die Eisbären warten, um sich für diese Niederlage zu revanchieren. Auf jeden Fall erwartet uns morgen eine sehr spannende und vor allem sehr stimmungsvolle Partie, denn es ist kein Geheimnis, das viele Eisbären-Fans eine Fan-Freundschaft mit den Ambrì-Fans haben. 

Am Sonntag empfangen die Eisbären dann zum Abschluss des Sommerturniers den HC Sparta Prag. Mit den Tschechen kommt ein Team in die Hauptstadt, welches in der letzten Saison das Finale der Champions Hockey League (CHL) erreichte und dort Frölunda Göteborg knapp mit 3:4 n.V. unterlag. Die Eisbären treffen also auf eine sehr starke Mannschaft, die den Mannen von Chefcoach Uwe Krupp definitiv alles abverlangen wird. Auch gegen Prag verloren die Eisbären das letzte Aufeinandertreffen in der Saisonvorbereitung 2014, als man mit 2:3 n.P. den kürzeren zog. 

Freuen wir uns auf drei Tage bestes Eishockey in der Hauptstadt. Freuen wir uns darauf, endlich wieder Heimspiele der Eisbären zu sehen. Freuen wir uns auf ein – vor allem am Freitag – sehr stimmungsvolles Wochenende in der Mercedes-Benz Arena, der die Vorfreude auf den Saisonstart in der Deutschen Eishockey Liga (08.09.2017) noch mehr steigen lässt. Es geht endlich wieder los. Endlich wieder Eishockey in Berlin!

Das Eisbären-Team für das Sommerturnier am Wochenende gegen Ambri und Prag:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett, Constantin Braun

Angriff:

Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, James Sheppard, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Daniel Fischbuch, Mark Olver, Marcel Noebels

Verletzt:

Sean Backman (Muskelfaserriss)

Für Weißwasser im Einsatz:

Maximilian Franzreb und Adam, Charlie Jahnke, Vincent Hessler

Für Team Canada im Einsatz:

Nick Petersen

Hattrick! Tor-Monster Jens Baxmann schießt Weißwasser fast im Alleingang ab

Gelungener Auftakt in die Saison-Vorbereitung für die Eisbären Berlin. Beim Kooperationspartner Lausitzer Füchse setzte sich der DEL-Rekordmeister mit 5:2 (1:0,1:1,3:1) durch und feierte somit den ersten Sieg im ersten Testspiel. Matchwinner auf Seiten der Berliner war etwas überraschend Verteidiger Jens Baxmann, dem in Weißwasser ein Hattrick gelang.

Die Nummer 29 war es auch, die das erste Saisontor der Eisbären erzielte. 2:54 Minuten war die Partie da gerade einmal alt gewesen. Weitere Chancen konnten sich die Eisbären im Auftaktdrittel zwar erspielen, aber Maximilian Franzreb ließ keinen weiteren Gegentreffer zu und so führten die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp nach 20 Minute mit 1:0 im Fuchsbau.

Wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt, dann wird man hinten eben bestraft. Diese sportliche Weisheit sollte sich auch heute wieder zeigen. In der 24. Spielminute gelang den Lausitzer Füchsen der 1:1-Ausgleich durch Charlie Jahnke. Ausgerechnet Eisbär Jahnke, der per Förderlizenz für Weißwasser auflaufen darf.
Mitte der Partie wechselten beide Mannschaften wie vorher angekündigt ihre Torhüter aus. Bei Weißwasser stand nun Konstantin Kessler anstatt Franzreb im Tor, bei den Eisbären hütete von nun an Marvin Cüpper das Tor und ersetzte somit Petri Vehanen.
Knapp vier Minuten vor der zweiten Drittelpause konnten die Eisbären Kessler erstmals überwinden. Neuzugang Martin Buchwieser tauchte frei vor ihm auf und netzte problemlos zum 2:1 ein. Was zugleich auch der Pausenstand war.

42 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, da konnten die Gäste aus der Hauptstadt auf 3:1 erhöhen. Eine Co-Produktion zweier Neuzugänge sorgte für den dritten Treffer. Mark Olver setzte Thomas Oppenheimer im Szene und schon lagen zwei Tore zwischen Weißwasser und Berlin.
Aber die Hausherren gaben sich nicht so leicht geschlagen. Keine zwei Minuten später konnte Marius Schmidt auf 2:3 verkürzen und brachte somit die Hoffnung für die Gastgeber und deren Fans zurück.
Nur gegen einen erfolgreichen Spiel-Ausgang für die Hausherren hatte Jens Baxmann etwas. Der erhöhte in der 45. Spielminute zunächst auf 4:2, ehe er in der 48. Spielminute mit seinem dritten Treffer an diesem Abend den Schlusspunkt unter dieser Partie setzte.

Was bleiben für Erkenntnisse nach dem ersten Testspiel der Eisbären Berlin? Jens Baxmann scheint das Tore schießen für sich entdeckt zu haben und avancierte mit seinem Hattrick zum Matchwinner. Die Neuzugänge Martin Buchwieser und Thomas Oppenheimer glänzten mit je einem Tor und einer Vorlage. Und Kapitän André Rankel bereitete zwei Treffer vor.

Ab auf’s Eis: Eisbären absolvieren morgen Abend erstes Testspiel in Weißwasser

Das lange Warten hat vorerst ein Ende. Bis zum Saisonstart dauert es zwar noch gut einen Monat, aber morgen Abend absolvieren die Eisbären Berlin ihr erstes Testspiel in Vorbereitung auf die neue DEL-Saison 2017/2018. Zu Gast sind unsere Jungs am Freitagabend beim Kooperationspartner Lausitzer Füchse in Weißwasser, wo der erste Puck um 19:30 Uhr eingeworfen wird. Für die Spieler der Eisbären also die erste Chance, das im Training gelernte im Spiel anzuwenden.

Die Spieler lauschen aufmerksam den Anweisungen von Chefcoach Uwe Krupp. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Und die Eisbären trainieren aktuell sehr intensiv in der Saison-Vorbereitung, davon konnte ich mich heute selbst im Wellblechpalast überzeugen. Das Training war sehr intensiv, alle Spieler waren voll bei der Sache und folgten aufmerksam den Anweisungen von Chefcoach Uwe Krupp und dessen Co-Trainer Clément Jodoin. Was die Trainer von ihnen forderten, setzten sie sofort um. Krupp und Jodoin unterbrachen das Training aber auch immer mal wieder, um weitere Anweisungen zu geben.
Insgesamt zeigte sich aber schon, dass sich das Training im Vergleich zur vergangenen Saison geändert hat, da sind viele neue Sachen mit bei, was wohl auch Jodoin zu verdanken ist. Der kann nämlich jede Menge Erfahrung an die Mannschaft weitergeben.

Bisher zeigt sich Krupp zufrieden mit der Vorbereitung, wie er heute nach dem Training sagte. Die Jungs machen einen guten Job und mit den Neuzugängen ist er sehr zufrieden. Zwar wirken die Spieler auch etwas müde, was aber an der harten Vorbereitung liegt und daher normal ist. Vom morgigen Testspiel erwartet er eine deutlich höhere Intensität als im Training, es ist der nächste Schritt in der Vorbereitung.

Auf die Frage, ob er denn schon genaue Reihen-Zusammenstellungen im Kopf hätte für morgen

Goalie Petri Vehanen und Kapitän André Rankel im Gespräch kurz vor dem Trainingsbeginn. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Abend, meinte Krupp nur, dass er in der nächsten Zeit noch viel probieren und wechseln wird. Was verständlich ist, dafür ist die Vorbereitung ja auch da und Krupp und Jodoin müssen ja auch erst einmal sehen, wie das Team mit den ganzen neuen Spielern zusammen harmoniert und welche Spieler besonders gut zusammen passen.

Von den sieben Neuzugängen werden morgen sechs auflaufen. Lediglich Sean Backman steht dem Trainerteam derzeit nicht zur Verfügung. Backman muss mindestens eine Woche pausieren, da er sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Nick Petersen ist ebenfalls nicht mit dabei, da er für Team Kanada im Einsatz ist und sich dort für Olympia 2018 empfehlen will.
Und die Youngster Maximilian Franzreb, Maximilian Adam, Charlie Jahnke und Vincent Hessler sind morgen Abend zwar dabei, werden aber für Weißwasser spielen.

So sieht das Team der Eisbären Berlin für das erste Testspiel bei den Lausitzer Füchsen am 11.08.2017 aus:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett, Constantin Braun

Angriff:

Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, James Sheppard, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Daniel Fischbuch, Mark Olver, Marcel Noebels, Cedric Schiemenz

Verletzt:

Sean Backman (Muskelfaserriss)

Für Weißwasser im Einsatz:

Maximilian Franzreb, Maximilian Adam, Charlie Jahnke, Vincent Hessler

Für Team Canada im Einsatz:

Nick Petersen

James Sheppard, Mark Olver und Sean Backman: der Königstransfer, der Rückkehrer und der AHL-erfahrene Stürmer

Die Sommerpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) neigt sich immer mehr dem Ende entgegen. Wir sind bereits im Monat August angekommen, jener Monat, in dem die Mannschaften ihre Testspiele in Vorbereitung auf die neue Saison absolvieren. So auch die Eisbären Berlin, die in zwei Tagen ihr erstes Testspiel bestreiten. Zu Gast sind die Mannen von Headcoach Uwe Krupp dann bei den Lausitzer Füchsen (Bully: 19:30 Uhr). Dabei werden die Eisbären mit einer stark veränderten Mannschaft auftreten. Denn in der Sommerpause wurde der so lang erhoffte Umbruch im Kader endlich vollzogen. Sieben Neuzugänge konnte Sportdirektor Stéphane Richer den Fans präsentieren, neun Spieler verließen den DEL-Rekordmeister dagegen. Zwei Verteidiger und fünf Stürmer sind neu im Team der Eisbären. Die beiden neuen Verteidiger Danny Richmond und Blake Parlett sowie die beiden neuen deutschen Hoffnungsträger im Sturm, Thomas Oppenheimer und Martin Buchwieser, hatten wir Euch ja bereits kurz vorgestellt. Heute wollen wir Euch noch die letzten drei neuen Stürmer vorstellen.

Als Königstransfer kann man wohl James Sheppard bezeichnen. Der 29-jährige Kanadier kommt vom EHC Kloten aus der Schweiz an die Spree. In der NHL kam Sheppard auf insgesamt 431 Spiele, in denen er 100 Scorerpunkte sammelte. Er spielte für die Minnesota Wild, die San José Sharks sowie die New York Rangers. Sheppard bringt also reichlich Erfahrung mit nach Berlin, was der Mannschaft – vor allem den jungen Spielern – nur gut tun kann.
Genau diese Sorte Stürmer, wie sie James Sheppard ist, haben die Eisbären gesucht. Sportdirektor Stéphane Richer:

James Sheppard passt in unser Anforderungsprofil für den Mittelstürmer, den wir gesucht haben. Er wird mit seiner Größe und seiner Energie viel Schwung in unser Spiel bringen.

Ein alter Bekannter im Team der Eisbären ist Mark Olver. Der 29-jährige Stürmer war letztes Jahr in der AHL für Tucson und Bakersfield aktiv. In der NHL absolvierte er 74 Spiele für die Colorado Avalanche. Sein Können bewies er bereits während der Saison 2015/2016, als er in 43 Spielen für die Eisbären 20 Scorerpunkte sammelte. Auch von Mark Olver ist Richer überzeugt:

Mark Olvers aggressive Spielweise ist ein Element, das wir noch in unserer Mannschaft gebrauchen können. Er ist ein guter Eishockeyspieler, der in Berlin alle Gegebenheiten kennt und sich schnell eingewöhnen wird.

Der letzte Neue im Sturm war zugleich der Erste, den die Eisbären Ende Mai als Neuzugang vorstellten – Sean Backman. Der 31-jährige Stürmer wechselt vom Farmteam der Los Angeles Kings, den Ontario Reign, zu den Eisbären Berlin. Backman sammelte reichlich Erfahrung in der AHL, absolvierte insgesamt 532 Spiele, in denen er 94 Tore erzielte und weitere 150 Treffer vorbereitete.
Mike O’Connell, Chefberater von LA Kings GM Rob Blake, äußerte sich über Backmann wie folgt:

Seitdem er 2013 in unsere Organisation gekommen ist, hat er sich als absolute Stütze unseres AHL-Teams erwiesen. Er hatte einen großen Anteil daran, dass wir unsere Division und auch die Liga gewinnen konnten. Als sehr guter Schlittschuhläufer wird er bei den Eisbären als Zwei-Wege-Spieler, Scorer und auch mit seinen Führungsqualitäten in Erscheinung treten. Dieser Wechsel ist ein weiterer Schritt, um das Fundament der Zusammenarbeit zwischen unseren Clubs in Los Angeles und Berlin zu verstärken.

Damit umfasst die Offensive der Eisbären 15 Spieler. Die Eisbären sind damit deutlich tiefer besetzt als noch in der vergangenen Saison. Und was noch viel wichtiger ist, die Berliner verfügen so wieder über vier starke Reihen, von denen alle für Torgefahr sorgen können. Die Berliner werden somit wieder schwerer auszurechnen zu sein. 

So sieht die Offensive der Eisbären Berlin für die Saison 2017/2018 derzeit aus:

Sean Backman, James Sheppard, Nick Petersen, Martin Buchwieser, Louis-Marc Aubry, Marcel Noebels, André Rankel, Florian Busch, Thomas Oppenheimer, Jamie MacQueen, Mark Olver, Daniel Fischbuch, Sven ZIegler, Charlie Jahnke, Vincent Hessler

Thomas Oppenheimer und Martin Buchwieser: Die beiden neuen deutschen Hoffnungsträger

So eine Sommerpause im Eishockey ist deutlich zu lang. In dieser Zeit passiert bei den Vereinen aber auch immer jede Menge. So auch bei den Eisbären Berlin, die in der diesjährigen Sommerpause den so lang erhofften Umbruch im Team endlich vollzogen haben – auch dank tatkräftiger Unterstützung der AEG. Ganze sieben Neuzugänge haben die Hauptstädter verpflichtet – bei neun Abgängen. Es hat sich also einiges getan bei den Berlinern. Auf die beiden Neuzugänge der Eisbären in der Defensive hatten wir in der vergangenen Saison schon geblickt, heute wollen wir Euch die beiden neuen deutschen Hoffnungsträger des EHC vorstellen. Thomas Oppenheimer und Martin Buchwieser sind nur zwei von insgesamt fünf neuen Stürmern im Kader der Eisbären. Die anderen drei neuen Spieler stellen wir Euch in der kommenden Woche vor.

Der 28-jährige Thomas Oppenheimer spielt seit 2006 in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Vom EC Peiting ging es für ihn damals zu den Frankfurt Lions, wo er seine ersten Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse verzeichnen konnte. Vier Jahre blieb er bei den Hessen, bevor es ihn in die Hansestadt zu den Hamburg Freezers zog, wo er ab 2010 für sechs Jahre auf Torejagd ging.
Und bei den Freezers gelang Oppenheimer dann auch der Durchbruch in der DEL. 317 Spiele absolvierte Oppenheimer für Hamburg, dabei gelangen ihm starke 176 Scorerpunkte. Nach dem DEL-Aus der Freezers unterschrieb er vor der letzten Saison einen Vertrag über fünf Jahre beim ERC Ingolstadt, wo er sich aber trotz guter Leistungen nie so richtig wohl fühlte und deshalb nun in Berlin spielen wird.
Thomas Oppenheimer kommt bisher auf die Erfahrung von 546 DEL-Spielen, in denen ihm 253 Scorerpunkte gelangen. Weitere Punkte sollen nun im Trikot der Eisbären folgen. Dass ihm das gelingen wird, davon ist Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer überzeugt, der Oppenheimer bereits aus seiner Zeit bei den Hamburg Freezers bestens kennt:

Ich kenne Thomas sehr gut. Er ist ein Spielertyp, der jede Mannschaft besser macht und den die Eisbären gut gebrauchen können. Er ist sehr torgefährlich und wird uns auch mit seinen Führungsqualitäten innerhalb der Kabine weiterbringen.

Für insgesamt drei DEL-Vereine war bisher Martin Buchwieser aktiv, der wie Oppenheimer auch vom ERC Ingolstadt an die Spree wechselte. Beim SC Riesersee startete der 28-jährige Buchwieser seine Eishockey-Karriere, bevor es für ihn nach München ging. In München bewies er seine Stärke und spielte sehr starkes Eishockey, was die Adler Mannheim auf den Plan rief, die ihn 2013 verpflichteten. Mit den Kurpfälzern gewann Buchwieser 2015 den DEL-Titel.
Wie Thomas Oppenheimer wechselte auch Martin Buchwieser vor der letzten DEL-Saison zu den Schanzern nach Ingolstadt, aber auch er blieb nur ein Jahr beim ERCI und geht fortan für die Eisbären Berlin auf Torejagd.
Richer äußerte sich über Buchwieser wie folgt:

Martin Buchwieser gefällt mir schon länger. Er ist ein hart arbeitender Mittelstürmer mit defensivem Verantwortungsbewusstsein und offensivem Potential.

Mit den beiden Verpflichtungen von Thomas Oppenheimer und Martin Buchwieser haben sich die Eisbären definitiv in der Offensive verstärkt, denn Beide haben ihre Torgefährlichkeit in der Vergangenheit in der DEL mehrfach unter Beweis gestellt. Sie sorgen auf jeden Fall dafür, dass man bei den Eisbären nicht mehr von einer Angriffsreihe abhängig ist, sondern dass in Zukunft von nahezu jeder Formation der Eisbären Torgefahr ausgehen kann. 

So sieht die Offensive der Eisbären Berlin für die Saison 2017/2018 derzeit aus:

Sean Backmann, James Sheppard, Nick Petersen, Martin Buchwieser, Louis-Marc Aubry, Marcel Noebels, André Rankel, Florian Busch, Thomas Oppenheimer, Jamie MacQueen, Mark Olver, Daniel Fischbuch, Sven Ziegler, Charlie Jahnke, Vincent Hessler

Danny Richmond und Blake Parlett: Mehr Qualität für die Defensive

Sieben Neuzugänge haben die Eisbären Berlin während der Sommerpause verpflichtet. Zwei davon sind Verteidiger – Danny Richmond und Blake Parlett. Beide sollen der Abwehr der Eisbären mehr Qualität verleihen und sie sollen Bruno Gervais (Karriere-Ende) sowie Alex Roach (Wolfsburg) ersetzen. Ob sie die Erwartungen erfüllen können, werden wir erst in den nächsten Wochen und Monaten sehen, aber ich gehe davon aus, dass die Eisbären da zwei richtig gute Verteidiger verpflichtet haben. Und aus meiner Sicht haben sich die Berliner damit in der Defensive auch verstärkt.

Danny Richmond wechselte von Erzrivale Adler Mannheim an die Spree und erhält in Berlin das Trikot mit der Nummer 9. Richmond bringt die Erfahrung von insgesamt 49 NHL-Spielen für die Carolina Hurricanes und die Chicago Blackhawkes mit. In Europa sammelte der 32-jährige US-Amerikaner in Lathi (Finnland), Salzburg (Österreich) sowie in München und Mannheim bereits erste Erfahrungen. 2015 gelang Richmond mit Mannheim der Gewinn der DEL-Meisterschaft.

Bevor Danny Richmond den Weg nach Europa ging, war er vornehmlich in der NHL und AHL aktiv. In den letzten Jahren in der DEL hat Richmond seine Scorer-Qualitäten durchaus unter Beweis gestellt. Diese soll er nun auch in Berlin zeigen, um der Defensive der Eisbären wieder mehr Qualität sowie Durchschlagskraft zu vermitteln. Denn in der vergangenen Saison waren die Eisbären doch zu sehr von Micki DuPont abhängig. Dass will man in Berlin in dieser Saison nun ändern und verpflichtete u.a. Danny Richmond, über den Sportdirektor Stéphane Richer folgendes sagt:

Danny ist ein intelligenter Offensivverteidiger, der schlittschuhläuferisch zu überzeugen weiß. Er wird unser Team auch aufgrund seiner Führungsqualitäten verstärken.

Und Danny Richmond äußerte sich selbst so über seinen Wechsel zum DEL-Rekordmeister:

Berlin ist eine Top-Adresse im europäischen Eishockey. Die Eisbären sind eine Organisation, die jede Saison den Gewinn der Deutschen Meisterschaft erwartet. Als es soweit war, sich nach einem neuen Team umzuschauen, war Berlin die Nummer eins auf meiner Liste.

Es gibt einiges, worauf ich mich in Berlin freue. Es ist immer aufregend, Teil eines neuen Teams zu werden und vor allem die neuen Mitspieler, Trainer und die anderen Mitarbeiter kennen zu lernen. Diese Saison nach Berlin zu kommen, ähnelt meiner ersten Saison in Mannheim. Es gibt einige neue Spieler im Team und der Gewinn der Meisterschaft ist einige Jahre zurück. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn wir gemeinsam das Ganze ins Rollen bringen.

Neuzugang Nummer Zwei in der Berliner Defensive ist Blake Parlett, der genau wie Richmond einen Zweijahresvertrag in Berlin erhalten hat und der das Trikot mit der Nummer 71 erhalten wird. Der 28-jährige Kanadier kam nach seiner Zeit in der AHL nach Europa und schloss sich Medvescak Zagreb an, welches in der KHL spielt. Im Februar diesen Jahres führte ihn sein Weg dann nach Finnland zu Tappara Tampere, wo er auch gleich die Meisterschaft feiern konnte.

Sportdirektor Stéphane Richer gab folgendes über den zweiten Neuzugang in der Defensive zu Protokoll:

Blake ist ein großer Verteidiger, der ums eigene Tor herum aufräumen kann. Er ist aber auch offensiv gefährlich, spielt einen guten ersten Pass und hat einen ordentlichen Schuss.

Wenn in der Vorbereitung alles normal läuft, sollen Danny Richmond und Blake Parlett das neue Top-Verteidiger-Paar der Eisbären bilden. Erfahrung bringen sie reichlich mit und eine Meisterschaft haben sie auch schon gewonnen. Die Beiden verleihen der Eisbären-Defensive auf jeden Fall mehr Tiefe und Qualität im Vergleich zur letzten Saison.

So sieht die Defensive der Eisbären Berlin für die Saison 2017/2018 derzeit aus:

Danny Richmond, Blake Parlett, Constantin Braun, Micki DuPont, Frank Hördler, Jonas Müller, Jens Baxmann, Kai Wissmann, Maximilian Adam

Clément Jodoin: „Ich will keinen guten Club, ich will ein gutes Team“

Clément Jodoin (2. von links) und Stéphane Richer beim heutigen Fanstammtisch

Beim Fanstammtisch am Mittwochabend im Fanbogen waren der neue Co-Trainer Clément Jodoin sowie Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer zu Gast. Jodoin sprang kurzfristig für Headcoach Uwe Krupp ein, dessen Rückflug nach Berlin kurzerhand gestrichen wurde. So bekamen die Fans im gut gefüllten Fanbogen einen ersten Eindruck vom neuen Co-Trainer der Eisbären Berlin. Und aus meiner Sicht ist dieser sehr positiv. Denn man merkt sofort, dass der 65-jährige Kanadier ein absoluter Eishockey-Fachmann ist. Er zieht jeden Fan in seinen Bann, wenn er über Eishockey spricht. Man merkt, dass Eishockey für ihn sein Leben ist, wie er heute beim Stammtisch sagte. Aber er gab auch zu, dass er derzeit dabei ist, eine gewisse Balance zu finden zwischen Privatleben und Eishockey, denn das Wichtigste sei doch die Familie und Eishockey ist ein Teil seines Lebens, aber eben ein sehr wichtiger.

Wenn er sein Eishockey-Fachwissen dem Team vermitteln kann, habe ich ein sehr gutes Gefühl. Denn Clément Jodoin weiß, wovon er spricht und wenn er es schafft, dem Team diese Philosophie mit auf den Weg zu geben, können wir uns auf eine sehr tolle Saison freuen. An dessen Ende das Saisonziel „Playoffs erreichen“ für Jodoin steht:

Ich will immer gewinnen. Jedes Jahr ist es eine neue Herausforderung, mit dem Team zusammenzuarbeiten. Um zu gewinnen, braucht das Team Leader und Arbeiter, es muss eine gute Chemie herrschen. Dann hat man die Chance, Spiele zu gewinnen und die Playoffs zu erreichen. Und in den Playoffs ist bekanntermaßen alles möglich. Ich will keinen guten Club, ich will ein gutes Team. 

Man ist davon überzeugt, dass man eine schlagkräftige Truppe zusammen hat und dass man sich auch sehr gut verstärkt hat. Jedoch hat man in den nächsten Wochen noch viel Arbeit vor sich, so Sportdirektor Stéphane Richer:

Die ersten Eindrücke sind gut. Aber wir müssen die nächsten sieben Wochen richtig hart arbeiten, um die Neuzugänge zu integrieren. Wir müssen die nächsten sieben Wochen nutzen, damit das Team zusammen wächst.

Was verständlich ist angesichts von sieben Neuzugängen und neun Abgängen. Das Team hat sich stark verändert und es liegt nun am Trainerteam, welches sich ja ebenfalls stark verändert hat, daraus eine gute Mannschaft zu formen, die wieder oben angreifen kann. Ob der Kader denn auch tief genug sein, wurde Clément Jodoin gefragt:

Das ist eine Sache, die du nicht kontrollieren kannst. Wir gehen natürlich planmäßig davon aus, dass alle Spieler fit sind und dann auch spielen werden. Aber es kann immer Verletzungen geben, dass kann man nicht vorher sehen. Doch wir haben eine gute Jugendarbeit, haben gute junge Spieler, die man gut einsetzen kann und die dann viel Eiszeit bekommen, wenn wir verletzte Spieler haben.

Spricht man die jungen Spieler an, kommt man automatisch auf die beiden Back-ups Marvin Cüpper und Maximilian Franzreb zu sprechen. Stammgoalie Petri Vehanen hat ein weiteres Jahr verlängert, wird es sein letztes Jahr sein? Und wie ist der Plan mit Cüpper und Franzreb? Stéphane Richer gab dazu folgende Antwort:

Cüpper und Franzreb sind talentierte Spieler. Marvin Cüpper ist der Beste in seiner Altersgruppe. Er wird in der nächsten Saison den nächsten Schritt machen. Wir haben drei sehr gute Goalies, wir sind auf der Torhüter-Position sehr solide aufgestellt.

An diesem Abend ging es natürlich u.a. darum, was wir von den Eisbären in der neuen Saison erwarten können. Aber es wurde auch über dies und das gesprochen. So war z.B. auch folgende Aussage von Clément Jodoin sehr interessant:

Die Kinder sollen nicht wegen Ihrer Eltern Eishockey-Profi werden. Sie sollten bis zum 14. Lebensjahr drei Sportarten ausprobieren und sich dann für die Sportart entscheiden, die sie am Besten finden.

Der Abend zeigte vor allem eins, dass sowohl Jodoin als auch Richer den Eishockey-Sport leben. Für den Einen ist es das Leben (Jodoin), für den Anderen ist es die Leidenschaft (Richer). Beide können einfach nicht ohne Eishockey und das merkte man Beiden an. Jodoin und Richer versprühten Vorfreude und Euphorie auf die neue Saison, die am 08. September endlich beginnt. Nur was wir letztendlich in der neuen Saison erwarten können, dass konnten Beide natürlich noch nicht zu einhundert Prozent sagen, denn dazu stehen wir gerade erst am Beginn der Vorbereitung. Richer:

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Wir haben gute Spieler verpflichtet. Es wird aber eine Zeit dauern, bis wir als Team zusammen wachsen. Ich glaube aber, dass wir dann eine gute Mannschaft beisammen haben.

Und Clément Jodoin sagte auf die Frage, welches Eishockey wir in Zukunft von den Eisbären sehen werden, folgendes:

Das kann ich noch nicht genau sagen, das kann ich in einem Monat vielleicht beantworten. Dazu muss ich die Spieler erst einmal alle im Training sehen. Training ist das eine, man muss es dann aber auch im Spiel umsetzen. Und wenn du Talent hast, ist es auch toll. Aber wenn du dieses Talent nicht auf das Eis bringst, dann hilft dir kein Talent der Welt.

Der Abend war sehr interessant und bot auch viele interessante Antworten, die einen mit positiver Stimmung in Richtung neuer Saison gehen lassen. Einzig eine Frage blieb an diesem Abend unbeantwortet. Denn zu Beginn des Stammtisches war sich Sportdirektor Stéphane Richer plötzlich nicht mehr sicher, wie viele Neuzugänge man denn nun eigentlich verpflichtet hatte – sieben oder acht? Man versuchte den ganzen Abend über den Namen des ominösen achten Neuzuganges heraus zu bekommen, aber weder Peter John Lee noch Stéphane Richer gaben darauf eine richtige Antwort.

Sieben kommen, Neun gehen: Der Sommer des großen Umbruchs bei den Eisbären Berlin

Heute vor 16 Wochen endete die DEL-Saison 2016/2017 für die Eisbären Berlin mit einer 1:2-Niederlage n.V. im Playoff-Halbfinale beim EHC Red Bull München. Eine Woche später verabschiedeten sich die Hauptstädter von Ihren Fans in die Sommerpause, welche immer noch andauert. Doch die neue Saison wirft so langsam aber sicher schon ihre Schatten voraus. Die Spieler trudeln nach und nach in Berlin wieder ein, am 31.07 steht das erste gemeinsame Eistraining an und dann beginnen auch bald schon die Testspiele in Vorbereitung auf die neue DEL-Saison 2017/2018. Das Ganze mit einem stark veränderten Team, denn bei den Eisbären hat sich während der letzten 16 Wochen seit Saisonende so einiges geändert. Wir blicken noch einmal auf die letzten Wochen zurück und sagen Euch, was sich alles geändert hat und auf welche Mannschaft Ihr Euch in der neuen Saison freuen könnt.

Blickt man auf den Kader und das Team hinter der Bande, so hat sich einzig auf der Torhüter-Position nichts verändert. Stammgoalie Petri Vehanen hat seinen Vertrag verlängert und hütet somit auch in der nächsten Saison den Bären-Käfig. Hinter ihm stehen die beiden Back-up-Goalies Marvin Cüpper und Maximilian Franzreb zur Verfügung.

Doch in allen anderen Bereichen hat sich einiges getan beim Hauptstadt-Eishockeyclub. Kurz nach Saisonende wurde bekannt, dass Co-Trainer Marian Bazany die Eisbären verlassen und zum Liga-Konkurrenten Krefeld Pinguine wechseln wird. Für den 41-jährigen der nächste logische Schritt in seiner Karriere:

Ich möchte mich bei den Eisbären für die Chance bedanken, die ich hier bekommen habe. Mein Dank geht an die ganze Organisation, vor allem aber Uwe Krupp, Peter John Lee, Stefan Ustorf und Stéphane Richer. Der Wechsel nach Krefeld ist der nächste logische Schritt mich weiter zu entwickeln. Sowohl professionell als auch familiär ist dieser Weg für mich sehr wichtig.

Nachfolger von Bazany wird Clèment Jodoin. Der 65-jährige Kanadier kommt aus der NHL von den Montreal Canadiens in die Hauptstadt. Warum er diesen Schritt vollzog, erklärt er so:

In den letzten 15 Jahren habe ich in Europa an verschiedenen Stellen als Berater gearbeitet. Ich komme nach Berlin, weil ich eine neue Herausforderung suche. Es war an der Zeit für mich in einer neuen Umgebung zu arbeiten. Ich hatte mehrere Optionen. Meine Wahl fiel auf Berlin, weil ich Stéphane Richer und Peter Lee schon länger kenne, weil das Umfeld und die Organisation hier stimmen. Ich hatte zudem gute Gespräche mit Uwe Krupp. Wir werden ein gutes Team sein.

Stèphane Richer und Stefan Ustorf haben neue Aufgabengebiete bekommen. Richer ist jetzt Sportdirektor der Eisbären, Ustorf wird Leiter Spielerentwicklung und Scouting. Geschäftsführer Peter-John Lee begründete diesen Vorgang wie folgt:

Wir haben die sportliche Situation in enger Zusammenarbeit mit den LA Kings analysiert. Durch die neue Struktur werden wir noch besser aufgestellt sein und setzen zudem die Stärken der beiden absoluten Eishockeykenner Stéphane Richer und Stefan Ustorf optimal ein.

Auch Steffen Ziesche (Co-Trainer), Jake Jensen (Fitnnescoach) und Sebastian Elwing (Torwarttrainer) sind neu hinter der Bande der Eisbären Berlin. Continue reading

Saison 2016/2017: Der schwachen Hauptrunde folgten sehr starke Playoffs

Seit einer Woche ist sie für die Eisbären Berlin beendet, die DEL-Saison 2016/2017. Im fünften Halbfinalspiel verloren unsere Jungs mit 1:2 n.V. beim EHC Red Bull München, der zur Stunde im ersten Finalspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg um den ersten Sieg kämpft. Heute Nachmittag haben sich die Hauptstädter in der heimischen Mercedes-Benz Arena von ihren Fans in die Sommerpause verabschiedet. Von Enttäuschung über das Aus gegen den Titelverteidiger München war so gut wie gar nichts zu spüren. Relativ gute Laune hatten alle anwesenden Fans und auch die Mannschaft wirkte wieder locker und freute sich sicher auf die bevorstehende Sommerpause, um dort wieder Kraft und Selbstvertrauen für die neue Saison zu tanken, in der man dann wieder angreifen will. Denn auch wenn man erst im Halbfinale die Segel streichen musste, so muss man auch noch einmal über die miserable Hauptrunde reden. Denn da blieben die Eisbären hinter ihren eigenen Erwartungen zurück und schlossen diese nur als Achter ab. In den Playoffs betrieben unsere Jungs dann aber Wiedergutmachung für das gezeigte Eishockey in der Hauptrunde. Zeit für uns, noch einmal auf die abgelaufene Saison zurückzublicken.

Platz Zwei nach der Hauptrunde der Saison 2015/2016 und dann das Viertelfinal-Aus gegen die Kölner Haie. Die Enttäuschung über das Aus gegen den Rivalen aus der Domstadt saß tief bei den Eisbären, hatte man sich angesichts des zweiten Platz nach der Vorrunde doch wesentlich mehr ausgerechnet. Aber dieser zweite Platz täuschte eigentlich über die Leistungen der Eisbären hinweg, die vor allem die Konstanz vermissen ließen. Man analysierte die Saison und zog seine Konsequenzen.
Neun Spieler mussten die Eisbären verlassen. Back-up Kevin Nastiuk, der kaum zum Zug kam, wechselte nach Dresden in die DEL2, die Verteidiger Henry Haase (Düsseldorf) und Milan Jurcina (Nürnberg) fanden innerhalb der DEL neue Arbeitgeber. So auch die Stürmer Petr Pohl (Ingolstadt), T.J. Mulock (Köln) und Vladislav Filin (Nürnberg). Zudem gingen Mark Olver (Tucson/AHL), Mark Bell (Karriere-Ende) und der Flop-Einkauf Shuhei Kuji (Tomakomi/JPN).

Sieben Spieler wurden von den Verantwortlichen für die neue Saison verpflichtet. Für das Tor Youngster Maximilian Franzreb aus Hamburg nach deren Aus und für den Sturm Nick Petersen (Iserlohn), Charlie Jahnke und Vincent Hessler (DNL-Mannschaft), Jamie MacQueen (Kassel/DEL2), Kyle Wilson (SCL Tigers/SUI) und Daniel Fischbuch (Düsseldorf). Während der Saison legten die Eisbären mit den Transfers von Alex Roach für die Defensive und Charles Linglet sowie Louis-Marc Aubry für die Offensive noch einmal nach.

Die Eisbären hatten also ihr Team für die Saison 2016/2017 gefunden und sahen sich gut aufgestellt. Laut Chefcoach Uwe Krupp hatte man sogar ein Team zusammen, welches gut genug wäre, um die Meisterschaft mitzuspielen. Und der Saisonstart war auch gleich einmal einer, der Hoffnung auf eine gute neue Saison machte. Gegen die Straubing Tigers setzte man sich zum Saison-Auftakt mit 5:2 durch und am 2. Spieltag folgte ein 4:3-Auswärtssieg bei der Düsseldorfer EG. Sechs Punkte aus zwei Spielen konnten sich sehen lassen. Insgesamt stand man nach fünf Spielen mit vier Siegen und nur einer Niederlage sehr gut dar. Denn nach dem 2:4 gegen Meister Red Bull München am 3. Spieltag feierten die Berliner an den folgenden beiden Spieltagen wieder zwei Siege – in Schwenningen 5:3 und gegen Nürnberg 3:2 n.P.
Es folgte an den Spieltagen 6-8 der erste Dämpfer der neuen Saison. Drei Niederlagen in Serie und zudem eine harmlose Offensive machten den Eisbären-Verantwortlichen Sorgen – 2:3 n.V. in Wolfsburg, 0:3 gegen Köln, 1:3 gegen Krefeld.
Fortan zeigten die Eisbären mal wieder – wie in der Vorsaison – dass sie keine Konstanz in ihre Leistungen hinein bekamen. Mehr als zwei Siege und zwei Niederlagen am Stück gab es nie für die Eisbären, die guten Spielen mit starken Siegen immer wieder Spiele folgen ließen, in denen man enttäuschte, schwach spielte und am Ende verlor.
Ende November hatte man dann einen Heimspiel-Dreierpack, mit dem man endlich mal Konstanz in die eigenen Leistungen bekommen wollte. Und die ersten beiden Spiele des Heimspiel-Dreierpacks verliefen auch ganz nach dem Geschmack der Eisbären und deren Fans – 5:0 vs. Düsseldorf und 3:0 vs. Ingolstadt. Es hätten drei Siege und neun Punkte werden können, aber man leistete sich einen peinlichen Ausrutscher beim 1:2 n.V. gegen Straubing.
Am 11.12.2016 gewannen die Eisbären mit 3:0 in Düsseldorf. Warum ich das erwähne? Es sollte der letzte Dreier auf fremden Eis für die Eisbären in dieser Saison gewesen sein. Es folgten bis zu den Pre-Playoffs zwölf Auswärts-Niederlagen in Folge.
Nach dem Sieg in Düsseldorf setzte es für die Eisbären in den letzten sieben Spielen des Jahres 2016 satte sechs Niederlagen, darunter ein bitteres und peinliches 1:7 in Ingolstadt am 2. Weihnachtsfeiertag.
Nach dem 2:1-Heimsieg gegen Wolfsburg am Tag vor Heiligabend ging es in der Liga weiter bergab für die Berliner, die die darauf folgenden sieben Spiele in Folge verloren.
Spiel Acht folgte dann ausgerechnet gegen den Erzrivalen Adler Mannheim, auf den man an jenem Wochenende im Januar gleich zweimal treffen sollte. Und angesichts der zuletzt gezeigten Leistungen musste man sich große Sorgen um die Eisbären machen. Vor den beiden Spielen in Berlin und Mannheim (Sonderzugspiel) stand eigentlich nur die Frage der Höhe der Eisbären-Niederlage im Raum. Keiner glaubte an einen Erfolg der Eisbären. Und was machten die Eisbären? Die überraschten Alle und gewannen das Heimspiel gegen Mannheim verdient mit 3:2 n.V. und zeigten eine sehr starke und vor allem kämpferische Leistung, die man den Eisbären eigentlich nicht zugetraut hatte. Auch beim Sonderzug-Spiel in Mannheim überraschte man weiter und lag sogar im ersten Drittel mit 2:0 vorne, zog am Ende aber dennoch mit 3:4 n.P. den Kürzeren in der SAP-Arena. Aber auch hier wurden die Eisbären für ihre starke Leistung und ihre Moral gelobt. Ein Wochenende, was Hoffnung machte, denn in der Liga mussten die Eisbären noch um einen Platz in der ersten Playoff-Runde zittern.
In den folgenden Spielen setzten sich die Eisbären zu Hause gegen direkte Konkurrenten durch (2:1 vs. Düsseldorf/1:0 vs. Schwenningen), enttäuschte ab dennoch in beiden Heimspielen und quälte sich viel mehr zu den Siegen. Bis zum Ende der Hauptrunde sicherten sich die Eisbären dann aber vor allem durch ihre zurück gewonnene Heimstärke noch Platz Acht und damit die Pre-Playoffs. Die letzten vier Heimspiele der Hauptrunde wurden allesamt gewonnen und damit konnte man die weiterhin erhaltenen Auswärts-Pleiten wenigstens etwas verkraften.

Mit Platz Acht nach der Hauptrunde war man bei den Verantwortlichen und auch in der Fanszene natürlich überhaupt nicht einverstanden. Die Saisonziele waren ganz andere gewesen, am Ende musste man um Platz Zehn kämpfen und bangen, dabei hatten sich zu diesem Zeitpunkt viele Fans sogar den Super-GAU gewünscht – das Verpassen der ersten Playoff-Runde. So grausam waren die gezeigten Leistungen in der Hauptrunde. Letztendlich ging es dann aber im März doch noch weiter mit Eishockey, obwohl eigentlich die Mehrheit der Fans bereits die Sommerpause genießen wollte.

In der ersten Playoff-Runde ging es für die Eisbären gegen Angstgegner Straubing, doch die Eisbären fingen an, Eishockey zu spielen und bis zum Ende zu kämpfen. Die Niederbayern wurden in zwei Spielen raus geschmissen. Spiel Eins gewann man zu Hause mit 3:1 und in Straubing machte man es dann richtig spannend, setzte sich erst in der dritten Verlängerung (!) durch den Treffer von Jamie MacQueen in der 104. Minute mit 3:2 n.V. durch und beendete damit die zwölf Spiele andauernde Niederlagenserie auf fremden Eis. Und plötzlich ging diese Saison also noch weiter als noch vor Wochen gedacht und gehofft.

Im Viertelfinale gab es den ewigen Klassiker gegen den Erzrivalen Adler Mannheim, mit denen sich die Eisbären eine unfassbare Serie liefern sollten, die beste Werbung für das deutsche Eishockey bot. Schon Spiel Eins in Mannheim war spektakulär, die Eisbären boten eine sehr starke Leistung und führten bis 3,5 Sekunden vor Schluss mit 3:2 in Mannheim. Doch dann kam Matthias Plachta und schickte die Partie in die Overtime, die er dann mit seinem vierten Treffer (!) an diesem Abend dann auch noch entschied. Wahnsinn!
Aber die Eisbären schlugen zurück und gewannen mit 6:3 in Berlin. Spiel Drei und Fünf in Mannheim war auch wieder eng und hart umkämpft, letztendlich mit dem besseren Ende für die Adler (3:2 und 3:1). Aber in Berlin ließen die Eisbären in Spiel Vier nichts anbrennen, gewannen mit 6:1.
Es folgte Spiel Sechs in der Hauptstadt und an dieses denken alle anwesenden 14.008 Zuschauer wohl heute noch zurück, denn es war ein Spiel für die Geschichtsbücher. Die Eisbären legten wie die Feuerwehr los und lagen nach zehn Minuten schon mit 3:0 vorne. Alles sah nach einem Sieg und Spiel Sieben in Mannheim aus. Aber die Adler bewiesen große Moral und kämpften sich zurück in die Partie und glichen tatsächlich zum 3:3 aus. Verlängerung und nicht nur eine. Auch hier dauerte es wieder bis zur dritten Verlängerung, ehe die Eisbären – die Overtime-Könige der diesjährigen Playoffs – die Partie für sich entschieden. Marcel Noebels in der 101. Minute sorgte für den Sieg in Spiel Sechs und schickte die Serie in ein alles entscheidendes siebtes Spiel zurück in die Kurpfalz.
Und in diesem alles entscheidenden siebten Spiel legten die Adler in Minute 42 mit dem 1:0 vor. Aber Barry Tallackson, der sein erstes Playoff-Spiel an diesem Abend bestritt, sorgte für den 1:1-Ausgleich in der 48. Spielminute und sorgte somit dafür, dass diese Partie erneut in die Verlängerung ging. Und da schlug dann die Stunde von Charles Linglet, der Mannheim nach 70 Minuten in die Sommerpause schickte und seine Mannschaft ins Halbfinale gegen München. Der Wahnsinn ging also immer noch weiter. Wer hätte das noch während der Hauptrunde gedacht?

Und gegen München machten die Eisbären gleich einmal da weiter, wo sie in Mannheim aufgehört hatten. München lag bereits mit 2:0 vorne, doch am Ende jubelten nur die Eisbären, die nach dem Treffer von André Rankel in der 85. Spielminute Spiel Eins mit 3:2 nach zweiter Verlängerung gewannen. Es sollte jedoch der letzte Sieg der Saison für die Eisbären gewesen sein.
Denn fortan machte sich die Klasse des Titelverteidigers doch bemerkbar, aber die Eisbären kämpften trotzdem tapfer weiter, gaben nie auf und stellten München immer wieder vor große Herausforderungen. Spiel Zwei ging zu Hause mit 2:1 verloren, in Spiel Drei zeigte man dann seine schwächste Leistung, verlor mit 1:5. in Spiel Vier in Berlin gewann München dann mit 3:1, ehe sie in eigener Halle in der Verlängerung Spiel Fünf mit 2:1 gewannen und somit ins Finale einzogen, während für die Eisbären die Sommerpause begann.

Und trotz des Halbfinal-Aus in München war bei so gut wie keinem Fan eine Enttäuschung zu spüren, denn man hatte ja damit gar nicht mehr gerechnet, dass man noch einmal so gutes und starkes Eishockey in dieser Saison zu sehen bekommen würde. Diese Playoffs waren mehr als Widergutmachung für diese miserable Hauptrunde, in der die Eisbären zu oft die eigenen Fans enttäuschten. Diese Playoffs haben Lust auf die neue Saison gemacht.

Und doch muss man auch noch einmal über diese Hauptrunde reden, in der es den Eisbären vor allem an der Konstanz fehlte. Man bekam keine Siegesserien hin, man zeigte zu selten über die gesamte Spieldauer eine gute Leistung, ließ Siegen mit guten Leistungen Niederlagen mit schlechten Leistungen folgen. Auswärts wurde man zum Punktelieferant. Das Powerplay hatte seinen Namen nicht verdient. Eigentlich hätten diese ganzen Punkte dazu führen müssen, dass man die Top-10 verpassen würde. Aber einer Person hatte man es zu verdanken, dass die Saison auch im März noch weiter ging. Petri Vehanen. Der finnische Goalie sicherte seiner Mannschaft so manchen Punkt und Sieg, welcher am Ende für Platz Acht reichte. Ohne Petri Vehanen wären die Eisbären nie und nimmer in die Pre-Playoffs eingezogen, hätten auch nie das Viertelfinale gegen Mannheim erreicht und diese Serie dann auch noch gewonnen. Auch gegen München bewies er mal wieder seine Extraklasse, aber da die Stürmer vorne Ladehemmung hatten, konnte auch die finnische Wand nicht das Saison-Aus gegen München verhindern.

Man hatte in den Playoffs das Gefühl, als ob man eine andere Eisbären-Mannschaft auf dem Eis sah. Eine Mannschaft, die über die gesamte Spieldauer bis zum Ende kämpfte, als Mannschaft auftrat, keinem Zweikampf aus dem Weg ging, Nackenschläge bestens weg steckte und Moral zeigte. So konnte man sich die Siege in den Playoffs erkämpfen und die Saison immer wieder verlängern. Vor allem auch deswegen, weil in den Playoffs auf einmal Spieler scorten, die man in der Hauptrunde noch aufgrund ihrer Leistungen kritisieren musste.

Denn in der Hauptrunde blieben zu viele Spieler hinter den Erwartungen zurück. Ein Barry Tallackson brachte es z.B. nur auf zwei Tore und acht Vorlagen. Auch Spencer Machacek (6 Tore/10 Vorlagen) oder Julian Talbot (4/14) zeigten nicht das, was sie eigentlich konnten. Oder ein Bruno Gervais ((4/7), der nach seiner Verletzung nicht mehr zurück zu alter Stärke fand. Von Kontingentspielern muss man einfach mehr erwarten dürfen. Aber auch die vermeintlichen deutschen Leistungsträger wie Florian Busch (6/14), Constantin Braun (1/11), Frank Hördler (5/10), Laurin Braun (4/7) oder Jens Baxmann (1/7) waren große Enttäuschungen während der Hauptrunde.

Die Neuzugänge zeigten bis auf Alex Roach schon, was sie können. Aber waren ihre Leistungen halt auch nicht immer so konstant gewesen. Ein Nick Petersen (13/22), Daniel Fischbuch (9/13) und Jamie MacQueen (10/13) z.B. legten furios los, fielen während der Hauptrunde dann aber doch ganz schön ab. Kyle Wilson (11/9) brachte es zwar auf 20 Punkte, aber insgesamt gesehen war man dann doch enttäuscht von seinen Auftritten. Louis-Marc Aubry und Charles Linglet haben in ihren wenigen Auftritten durchaus angekündigt, was sie drauf haben und könnten eine Hoffnung für die neue Saison der Eisbären sein, sofern sie denn bleiben. Naja und Alex Roach fiel mehr durch Fehler in der Defensive und tölpelhaftes Verteidigen auf als das er dem Team half.

In den Playoffs trumpften dann aber einige Sorgenkinder der Hauptrunde wieder auf, so wurde z.B. Julian Talbot (5/4) mit neun Punkten Top-Scorer der Eisbären in den Playoffs. Jamie MacQueen fand seinen Torriecher wieder, traf viermal. Genau so oft traf auch Laurin Braun, der starke Playoffs spielte. Aber nicht nur einzelne Spieler verbesserten sich in den Playoffs, die gesamte Mannschaft zeigte eine deutliche Leistungssteigerung und entschädigte damit doch für die maue Hauptrunde.

Dennoch liegt in der Sommerpause viel Arbeit vor den Eisbären. Denn auch wenn man erst im Halbfinale ausgeschieden ist, so darf man nicht nur über die starken Playoffs reden. Man muss auch noch einmal die Hauptrunde analysieren, die Schwächen ansprechen und dann versuchen, diese in Zukunft abzustellen. Und Schwächen gab es einige. Fehlende Konstanz, mangelnde Konzentration, Leistungsträger, die ihre Leistung nicht immer abrufen konnten, ein unterirdisches Powerplay, usw.
Ja, man hatte auch mit vielen Verletzungen zu tun gehabt aber darauf hätte man sich bereits im letzten Sommer vorbereiten können. Denn da hätte man den Kader breit genug aufstellen können, um genau solche Engpässe auffangen zu können. Denn wenn diese Saison eins gezeigt hat, dann den Fakt, dass die Eisbären mit voller Kapelle durchaus ein ernstzunehmender Gegner waren. Denn als die Eisbären mit vollen vier Reihen spielen konnten, boten sie den Top-Teams aus Mannheim und München mehr als Paroli.

Für die kommende DEL-Saison wird man ein Team auf die Beine stellen müssen, welches breit genug aufgestellt ist, um auch mal Verletzungsprobleme zu verkraften. In der Defensive muss man neue Spieler verpflichten, denn da waren die Eisbären zu dünn und zu schwach besetzt. Micki DuPont war da noch der stärkste Verteidiger im Berliner Team. Von den anderen vermeintlichen Leistungsträgern kam einfach zu wenig.
Und in der Offensive braucht man endlich wieder Torjäger, die vor dem Tor eiskalt sind. Einen wie Nick Petersen z.B., der seine Klasse mehrfach angedeutet hat. Oder aber Marcel Noebels, der nach Verletzungspause stark zurück kam. Oder die später verpflichteten Charles Linglet und Louis-Marc Aubry, die auch wissen, wo das Tor steht.
Man muss sich von alten Leistungsträgern verabschieden, die einfach nicht mehr ihre Leistung bringen – ich sage nur Barry Tallackson, Constantin Braun oder Jens Baxmann. Insgesamt muss das Team deutlich verändert werden, will man oben wieder angreifen bzw. überhaupt erst einmal wieder die direkte Playoff-Qualifikation in Angriff nehmen.

Was die abgelaufene Saison aber auch gezeigt hat: Mit den Youngsters der Eisbären ist in Zukunft auf jeden Fall zu rechnen. Jonas Müller spielte z.B. eine überragende Saison und hat sich enorm weiter entwickelt. Auch Kai Wissmann und Sven Ziegler haben einen Schritt nach vorn gemacht und könnten in Zukunft noch enorm wichtig für die Eisbären werden.

Die ersten Abgänge stehen ja nun auch schon fest. Die Eisbären trennen sich nach dieser Saison von Alex Roach, Bruno Gervais, Spencer Machacek und Julian Talbot. Weitere Abgänge sind nicht ausgeschlossen. Bei Roach sind wohl alle froh, dass er wieder weg ist. Gervais tut den meisten sicherlich weh, aber er kam nach seiner Verletzung einfach nicht wieder zurück zu alter Stärke. Von Machacek hatte man sich einfach mehr erwartet und Talbot sein Abgang schmerzt dann doch am meisten, weil er gerade in den Playoffs noch einmal zeigte, was in ihm steckt.

Ein Gerüst an guten Spielern ist bereits vorhanden, nun gilt es für Uwe Krupp, Stefan Ustorf und Peter John Lee, die fehlenden Puzzle-Teile zu finden und in das Team zu integrieren, um in der neuen Saison einen neuen Anlauf zu starten. Man muss hoffen, dass Petri Vehanen sich noch einmal für einen neuen Vertrag in Berlin entscheidet. Zudem sollte man den beiden Back-ups Marvin Cüpper und Maximilian Franzreb mehr Spielpraxis geben, denn wer weiß, vielleicht müssen sie irgendwann das schwere Erbe der finnischen Wand antreten. Die Defensive braucht dringend neue Spieler, die zum einen hinten absichern und zum anderen vorne für Torgefahr von der blauen Linie sorgen können. Und im Sturm sollte man die angesprochenen Spieler mit Scorer-Qualitäten finden. Aber vor allem sollte man das Team in der Breite so gut aufstellen, dass man möglichst immer mit vier Reihen agieren kann.

Denn diese Saison hat gezeigt: Agieren die Eisbären mit vier Reihen, können sie richtig gutes Eishockey spielen. Agieren sie nur mit drei Reihen, können sie mit den Top-Teams der Liga nicht mithalten. Man sollte aus dieser Saison die positiven Sachen mitnehmen und das waren vor allem die starken Playoffs. Und aus den schlechten Sachen sollte man die Lehren ziehen und in Zukunft daran arbeiten, dass es besser wird.

In diesem Sinne wünschen wir Euch eine schöne, erholsame und angenehme Sommerpause. Wir hoffen, Ihr kommt gut über den Sommer und würden uns freuen, Euch im August/September wieder hier begrüßen zu dürfen. Bis dahin alles Gute für Euch!

Euer eisbaerlin.de-Team