Morgen Heimspiel gegen Straubing: Das nächste Duell gegen einen direkten Konkurrenten für die Eisbären

Die Wochen mit Duellen gegen direkte Konkurrenten geht für die Eisbären Berlin auch morgen Abend weiter. Ab 19:30 Uhr sind die Straubing Tigers zu Gast in der Mercedes-Benz Arena. Dann trifft der Tabellensechste auf den Tabellensiebten. Nur ein Punkt trennt beide Mannschaften, die Niederbayern haben aber bereits ein Spiel mehr absolviert. 

Und mit Straubing treffen die Eisbären auf ein Team, welches wie die Eisbären drei der vier Spiele nach der Länderspielpause gewonnen hat. Und am Wochenende ließen die Tigers mit einem 7:2-Heimsieg gegen Ingolstadt und einem 3:1 in Düsseldorf aufhorchen. Auch die Eisbären gewannen die letzten beiden Spiele gegen die selben Gegner, taten sich aber gerade gegen die DEG zwei Drittel enorm schwer und fanden erst im letzten Drittel das Glück vor dem Tor. Mit dem 4:2-Auswärtssieg in Ingolstadt war Trainer Clément Jodoin dann aber wieder sehr zufrieden:

Ich habe den Spielern gesagt: Ich ziehe meinen Hut vor euch. Der Einsatz war da, die Einstellung stimmte und wir haben unsere Torchancen genutzt. Es war ein sehr enges Spiel, da kann es den Unterschied machen, wenn man seine Special Teams nutzt. 

Genau so, wie die Eisbären gestern in Ingolstadt spielten, müssen sie nun auch gegen Straubing spielen. Mit dem selben Einsatz, mit der selben Aggressivität in den Zweikämpfen und mit dem starken Penaltykilling, wenn gleich man viel mehr darauf achten sollte, weniger Strafen zu nehmen. Und vor dem Tor sollte man erneut seine Chancen nutzen und die Tore zum richtigen Zeitpunkt machen. 

Unterschätzen sollte man Straubing auf jeden Fall nicht, die Tigers spielen eine richtig gute Saison und sind wie bereits eingangs erwähnt zur Zeit richtig gut drauf. Und auch bei der einzigen Niederlage nach der Länderspielpause zeigten die Niederbayern eine gute Leistung und verloren nur ganz knapp mit 3:4 beim dreimaligen Meister in München. Das wird eine ganz harte Nuss für die Eisbären morgen Abend.

Aber die Arena am Ostbahnhof erwies sich zuletzt als Festung, gewann man doch die letzten fünf Heimspiele in Folge und verlor in dieser Saison insgesamt erst zwei Heimspiele. Also auch Straubing sollte die Eisbären nicht unterschätzen. Beide Mannschaften kommen mit dem Rückenwind von zwei Siegen in dieses Spiel, da erwartet uns morgen eine sehr interessante und spannende Partie auf Augenhöhe. 

Brendan Ranford vor dem Ingolstadt-Spiel: „Wir können auf jeden Fall gegen die Top-Teams bestehen“

Seit dem die Deutsche Eishockey Liga (DEL) aus der Länderspielpause zurück ist, ging es für die Eisbären Berlin ausnahmslos gegen direkte Konkurrenten in der Tabelle. Am vergangenen Wochenende siegte man gegen Krefeld, war aber ohne Chance in Augsburg. An diesem Wochenende hat man mit Düsseldorf und Ingolstadt zwei Teams vor der Brust, welche in der Tabelle vor den Eisbären stehen. Von daher ist es wichtig, das man diese beiden Duelle für sich entscheidet, um näher an die oberen Plätze heranzurücken.

Den ersten Schritt haben die Berliner dabei am Donnerstagabend gemacht, als man gegen die Düsseldorfer EG nach hartem Kampf mit 3:2 n.P. gewann und somit einen Punkt gut machte auf die Rheinländer. Spielerisch überzeugt haben die Hauptstädter aber auch in dieser Partie nicht. Es fehlt nach wie vor ein erkennbares System. Gegen Düsseldorf tat man sich zwei Drittel lang schwer, hatte vor allem im ersten Drittel arge Probleme mit physisch starken Düsseldorfern. Im Mitteldrittel hatte man das Spiel dann zwar optisch im Griff, kam auch zu jeder Menge Schüssen, aber so eine richtig hundertprozentige Chance suchte man doch vergebens. Im Schlussdrittel ließ man dann aber nach einem überraschenden Doppelschlages innerhalb von 30 Sekunden kurz mal wieder seine Klasse aufblitzen, da wollte man unbedingt nachlegen und das Spiel für sich entscheiden. Was ja am Ende im Penaltyschießen geklappt hat.

In dieser Saison fällt es auf, dass die Eisbären vornehmlich Probleme haben, die Teams, die vor einem Spiel vor ihnen stehen, zu schlagen. Oft ist das der Mannschaft von Trainer Clément Jodoin in dieser Spielzeit bisher noch nicht gelungen. Stürmer Brendan Ranford (Foto), welcher mit seinem 1:2-Anschlusstreffer nach starker Einzelleistung maßgeblichen Anteil an der Aufholjagd gegen die DEG hatte, wurde nach dem Spiel darauf angesprochen, ob das gegen Düsseldorf nun ein Wendepunkt gewesen sein könnte:

Jedes Team in der Liga ist gut. Wir haben Mannheim am Anfang der Saison geschlagen, dann auch Augsburg mal in der Overtime. Also wir können auf jeden Fall gegen die Top-Teams bestehen. Wir selbst sehen uns auch als Top-Team und finden jetzt nach dem dritten Spiel nach der Pause auch wieder in die Spur. Die nächsten zwei Spiele sind wichtig und bedeuten viel für die Tabelle.

Foto: eisbaerlin.de/niklas

Die nächsten beiden Gegner heißen Ingolstadt, aktuell Fünfter mit vier Punkten Vorsprung auf die Eisbären, und Straubing, aktuell Achter mit einem Zähler Rückstand auf Berlin. Gegen Ingolstadt kann man den Rückstand auf die Schanzer mit einem Sieg verringern, gegen Straubing den Vorsprung mit einem Sieg ausbauen.
Einfach wird das aber nicht werden, denn diese beiden Teams trafen gestern Abend im Eisstadion am Pulverturm in Straubing aufeinander, die Tigers setzten sich deutlich mit 7:2 durch. Dieser Sieg kam doch sehr unerwartet und vor allem dann auch noch in dieser Höhe. Die Eisbären sollten also gewarnt sein. Vor allem morgen in Ingolstadt (Bully: 16:30 Uhr), denn die Schanzer Panther werden auf Wiedergutmachung vor den eigenen Fans aus sein.

Für die Eisbären war es am Donnerstag vor allem für das Selbstvertrauen wichtig, mal wieder getroffen zu hatten. Denn über fünf Drittel waren die Berliner ohne eigenen Treffer geblieben, ehe Brendan Ranford dieser Flaute ein Ende setzen konnte. Ranford sagte dazu nach dem Düsseldorf-Spiel:

Ich fand, dass das Team in Augsburg ganz gut gespielt hat. Natürlich haben wir kein Tor geschossen, aber trotzdem viele gute Chancen kreiert. Wenn man dann wieder zwei Drittel keine Tore schießt, drückt man den Schläger doch ein bisschen fester und will unbedingt, dass der Puck ins Tor geht. Aber wir sind dabei geblieben und haben die Pucks dann auch ins Netz bekommen. Es war nichts raffiniertes, wir haben die Pucks einfach ins Tor gebracht.

Hoffen wir, dass die Eisbären morgen in Ingolstadt ans letzte Drittel gegen Düsseldorf anknüpfen werden und weiter die Pucks ins gegnerische Tor bekommen. Und die Devise hat Ranford vorgegeben, einfach spielen, nicht irgendetwas verrücktes versuchen und die Scheibe ins Tor tragen wollen. Einfaches Eishockey bringt manchmal mehr als das, was die Eisbären da manchmal versuchen. Wenn das natürlich klappt, ist es auch in Ordnung, aber in der Phase, in der die Eisbären derzeit sind, sollte man sein Spiel einfach halten und schauen, dass man die Spiele gewinnt und Punkte einfährt.

Siegesserie gerissen: Eisbären kassieren zu viele Strafzeiten und verlieren mit 3:5 in Straubing

Es gibt Auswärtsspiele, die liegen den Eisbären Berlin einfach nicht. Spiele im Straubinger Eisstadion am Pulverturm sind solche, letzte Saison verlor man beide Gastspiele dort. Auch heute Abend verloren die Berliner wieder in Niederbayern. 3:5 (1:1,0:2,2:2) hieß es am Ende vor 3.632 Zuschauern. Damit endete auch die Serie von drei Siegen in Folge für die Mannschaft von Trainer Clément Jodoin. 

Beide Mannschaften starteten mit drei Siegen in fünf Spielen in die neue DEL-Saison und waren somit vor dem Spiel Tabellennachbarn. Bei den Niederbayern spielen mit Sven Ziegler und T.J. Mulock zwei Ex-Berliner, Letzterer absolvierte heute sein 500. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle zu diesem Jubiläum.
Hinein ins Spiel, wo die Eisbären nach nur 34 Sekunden durch Danny Richmond die erste Strafe kassierten. Aber in Unterzahl lief es zuletzt sehr gut für die Hauptstädter, welche in den letzten vier Spielen nur ein Unterzahlgegentor kassierten. Doch heute klingelte es im Berliner Kasten. Straubing mit einem Onetimer vom rechten Bullykreis, Maximilian Franzreb parierte diesen Schuss und auch den ersten Nachschuss, gegen den zweiten von Mitchell Heard war der junge Berliner Goalie aber machtlos – 0:1 (3.).
Während die Tigers-Fans das Führungstor noch bejubelten und der Stadionsprecher den Torschützen durch gab, spielte Florian Busch den „Party-Crasher“. Benedikt Schopper mit dem Fehlpass im Spielaufbau, Buschi kam an die Scheibe und ließ sich diese Chance nicht nehmen, schlenzte die schwarze Hartgummischeibe ins Straubinger Tor – 1:1 (3.).
Es war ein flotter Beginn, beide Mannschaften mit viel Tempo, sie suchten immer wieder den Torabschluss. Insgesamt war es ein erstes Drittel, was sehr interessant und gut anzuschauen war.
Acht Minuten waren gespielt, als die Gäste von der Spree zum zweiten Mal in Unterzahl ran mussten, doch dieses Mal überstand die Mannschaft von Coach Clément Jodoin die Unterzahl und hatte durch Florian Busch sogar noch eine richtig gute Chance gehabt.
Die Hälfte des Auftaktdrittels war rum, als Stefan Loibl im Slot angespielt wurde und direkt abzog, Franzreb mit einem starken Save. Kurz darauf die erste Strafe gegen die Gastgeber und die Eisbären nun mit einem Mann mehr auf dem Eis. Und man mag es kaum glauben, aber die Eisbären haben aktuell das zweitbeste Powerplay der Liga, trafen alleine in den letzten vier Spielen sechs Mal in Überzahl. Und in diesem Überzahlspiel hatten Marcel Noebels und Jamie MacQueen richtig gute Chancen, doch Jeffrey Zatkoff parierte zweimal stark.
MacQueen, der Hattrick-Mann vom Iserlohn-Spiel, hatte vier Minuten vor der ersten Pause noch einmal eine gute Möglichkeit, tankte sich klasse durch, schoss die Scheibe aber knapp rechts am Tor vorbei.
Die letzte Chance gehörte aber den Hausherren, Fehler der Eisbären im Aufbau, die Scheibe kam zu Loibl, welcher von der rechten Seite abzog, doch in Maximilian Franzreb seinen Meister fand.
Mit einem gerechten Spielstand von 1:1 ging es in die erste Pause. Ex-Eisbär Sven Ziegler mit seiner Analyse zum ersten Drittel bei Telekom Sport:

Es ist kein normales Spiel für mich. Bis jetzt läuft es ganz gut, es macht Spaß. In den nächsten 40 Minuten greifen wir an.

Die Eisbären hatten früh im Mitteldrittel die Möglichkeit, in Überzahl zu agieren, konnten die numerische Überzahl aber nicht nutzen. Das zweite Drittel war geprägt von hartem Kampf um die Scheibe, keine Mannschaft wollte den Puck kampflos abgeben.
In der 27. Spielminute ein guter Wechsel der Backman-Sheppard-MacQueen-Reihe, die Straubing gut unter Druck setzten, die Tigers konnten sich nur mit einem Icing befreien. Ein Tor sprang aus der Situation aber nicht heraus.
Dann folgten drei Strafzeiten in Folge für die Eisbären, doch in den ersten beiden Unterzahlspielen waren die Eisbären mit einem Mann weniger die gefährlichere Mannschaft. In der ersten Unterzahl Mark Olver und Kai Wissmann mit einem 2-auf-1-Konter, Olver jedoch mit einem schlechten Pass auf Wissmann. Olver probierte es anschließend noch einmal selbst, scheiterte aber an Zatkoff.
Im zweiten Unterzahlspiel war es Danny Richmond, welcher eine gute Chance hatte. Aber auch die Niederbayern mit der Möglichkeit in Überzahl, Onetimer Jeremy Williams mit Ablauf der Strafe, ohne Erfolg jedoch.
Aller guten Dinge sind drei, das dachten sich wohl auch die Tigers, die die dritte Strafzeit des Mitteldrittels ausnutzten. Stefan Loibl brachte die Scheibe in die Rundung, dann wurde sie zurückgelegt an die blaue Linie, wo Fredrik Eriksson zu einem satten Schlagschuss ausholte und Franzreb keine Chance ließ – 1:2 (36.).
Zwei Minuten noch auf der Uhr im zweiten Drittel, die Eisbären im Angriff, aber Mark Cundari und Jens Baxmann behinderten sich gegenseitig, Marco Pfleger nahm die Scheibe auf, spielte sie rüber zu Thomas Brandl, welcher abzog. Franzreb konnte den Schuss parieren, Brandon Ranford wollte die Scheibe aus der Gefahrenzone bringen, traf jedoch Max Renner und von dem rutschte die Scheibe letztendlich über die Linie – 1:3 (38.).
Marcel Noebels war nach dem zweiten Drittel verständlicherweise angesäuert:

Wir kassieren definitiv zu viele Strafen. Das waren fünf oder sechs Strafen, ich hab nicht mitgezählt. Das sind zwölf Minuten von 40 in Unterzahl. So ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen. Bei 5-gegen-5 müssen wir uns keine Sorgen machen, aber in Unterzahl wird es schwer. Wir spielen zu kompliziert, haben zu viele Turnovers. Wir müssen zurück zu unser Stärke finden.

Das Vorhaben, keine Strafzeiten mehr zu kassieren, hielt nur ganze 16 Sekunden, dann musste Sean Backman in die Kühlbox. Marcel Brandt hatte im Powerplay die beste Chance per Onetimer, Maximilian Franzreb packte die Fanghand aus und zeigte einen klasse Save.
Kaum war Backman zurück auf dem Eis, hatte er gleich eine gute Chance, scheiterte aber an Zatkoff. Es war eine Phase, in der die Eisbären sich bemüht zeigten und immer wieder zum Abschluss kamen, die Schüsse stellte Jeffrey Zatkoff im Tigers-Tor jedoch nur selten vor eine schwere Prüfung. Straubing lauerte nun vermehrt auf Fehler der Eisbären, um eiskalt zu kontern und das Spiel zu entscheiden.
Aber sie mussten ja nur auf Strafzeiten der Eisbären warten und die kamen. Jens Baxmann musste für zwei Minuten raus, Straubing in Überzahl und Dylan Wruck brachte die Scheibe irgendwie an Franzreb vorbei und erhöhte auf 4:1. Da sah der junge Goalie etwas unglücklich aus, nur, was soll er machen, wenn seine Vorderleute ihn nicht tatkräftig unterstützen (51.).
Die Niederbayern nun in Spiellaune und jetzt wollte auch Ex-Eisbär Sven Ziegler noch treffen, hatte zwei richtig gute Möglichkeiten, aber Franzreb ließ den Puck nicht durch.
In den letzten sechs Minuten Straubing noch einmal mit zwei Strafzeiten und die beiden Überzahlspiele konnten die Berliner nutzen. Die Eisbären mit richtig viel Druck auf das Tigers-Tor, am Ende war es Sean Backman, welcher die Scheibe über die Linie drückte – 2:4 (54.).
Bei der nächsten Strafe gegen Straubing nahmen die Eisbären wenig später noch eine Auszeit und Goalie Maximilian Franzreb vom Eis, man hatte also zwei Mann mehr auf dem Eis, was am Ende auch half. Micki DuPont mit dem Querpass an der blauen Linie zu Jamie MacQueen, welcher den Puck direkt nahm und ins Tor hämmerte – 3:4 (59.). Der sechste Treffer des Berliner Top-Torjägers in der noch jungen Saison.
Die letzten 105 Sekunden drängten die Eisbären noch einmal gehörig auf das Straubinger Tor, aber ein Fehlpass an der gegnerischen blauen Linie von Micki DuPont sorgte für die Entscheidung. Stefan Loibl sagte „Danke“ und netzte von der Mittellinie aus ein – 3:5 (60.). Damit war die Partie hier gelaufen und Straubing sicherte sich die drei Punkte.

Es ist hinlänglich bekannt, dass man auf der Strafbank keine Spiele gewinnt und auch heute wurde es wieder deutlich. Die Eisbären nahmen zu viele Strafzeiten und Straubing nutzte dies zu drei Treffern. Und die anderen beiden Treffern resultierten aus individuellen Fehlern, wie sie nach wie vor noch zu häufig im Berliner Spiel vorkommen. Die Niederbayern brauchten also nur auf Strafen und Fehler der Eisbären warten, sie taten dies und schlugen eiskalt zu.
Die drei Siege in Folge waren zwar schön und wichtig für das Punktekonto, aber bereits da hat man die vielen Baustellen bei den Eisbären noch gesehen. Es läuft nach wie vor noch nicht rund und heute hat man dies mal wieder eindeutig zu sehen bekommen. Zwar hatten die Eisbären auch ihre Chancen, nur konnten sie diese lange nicht nutzen, wachten erst in der Schlussphase auf und hätten sich da beinahe noch belohnt, verdient wäre das aber nicht gewesen. Sah auch Florian Busch nach dem Spiel bei Telekom Sport so:

Wir haben zu viele Strafen genommen. Strafzeiten sind das Schlimmste, was dir passieren kann. Es waren teilweise blöde Strafen, ich denke, wir müssen disziplinierter spielen. Am Schluss haben wir nochmal Charakter gezeigt, sind fast noch zum Ausgleich gekommen mit ein bisschen Dusel. Aber ich denke, dass Straubing am Ende schon verdient gewonnen hat.

Nach den beiden Auswärts-Debakeln: Eisbären brennen auf Wiedergutmachung beim nächsten Auswärts-Doppelpack in Straubing und Köln

Erneut liegt eine spielfreie Woche hinter den Eisbären Berlin. Und diese haben sie auch bitter nötig gehabt. Denn vom letzten Auswärts-Wochenende kamen die Berliner mit zwei derben Klatschen zurück in die Hauptstadt. 0:5 in Ingolstadt und 2:6 in Mannheim. Dazu die bereits vorher nicht wirklich guten Auftritte der Eisbären, weshalb sich die Frage stellen ließ, ob die Eisbären nur in einem Formtief oder aber schon einer ersten Krise sind? Fakt ist, zufrieden war im Eisbären-Lager keiner angesichts der gezeigten Leistungen und der daraus resultierenden Ergebnisse.

Am kommenden Wochenende bietet sich den Eisbären beim zweiten Auswärts-Doppelpack in Folge die Chance zur schnellen Wiedergutmachung. Und darauf brennen sie alle im Eisbären-Team. Marcel Noebels dazu gegenüber dem Berliner Kurier:

Jetzt ist eine gute Chance, um zu beweisen, dass wir bereit sind, schon Play-off-Eishockey zu spielen. Jede Mannschaft ist noch in der Lage, in die Play-offs zu kommen. Unsere nächsten Gegner werden auftreten wie Ingolstadt und Mannheim. Wir waren dort nicht annähernd gut genug, um darüber nachzudenken, einen Punkt mitzunehmen. Wir müssen uns nicht stundenlang hinsetzen und analysieren. Wir haben einfach zu viele Zweikämpfe verloren. Wir müssen über den Kampf und unsere Geschwindigkeit zurückkommen, wieder die Trickkiste öffnen und in sie greifen. Aber es kann nicht sein, dass wir elf Gegentore in zwei Spielen bekommen haben und davor auch schon fünf in München.

Schön zu sehen, dass die Eisbären nichts schön reden und selbst einsehen, dass das Wochenende auf gut deutsch gesagt „Scheiße“ war. Aber lieber jetzt so ein Wochenende als in den Playoffs, wenn es um alles geht. Dennoch haben die gezeigten Leistungen Anlass zur Sorge gemacht. Die Zuordnung in der Defensive fehlte ein ums andere Mal. Man leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau, die Scheiben versprangen zu einfach und auch so häuften sich die Fehler generell im Spiel der Eisbären. Und vor dem Tor ließ man seine Torgefahr vermissen, verzettelte sich zu oft in Einzelaktionen als gemeinsam den Bock umstoßen zu wollen. Und vom harmlosen Powerplay wollen wir erst gar nicht anfangen zu reden.

Diese Trainingswoche wird Chefcoach Uwe Krupp mit seinem Trainerteam zusammen genutzt haben, um die vielen Fehler zu analysieren, sie anzusprechen und sie im bestmöglichsten Fall abzustellen. Denn auch die Spiele in Straubing und Köln werden nicht viel einfacher für die Eisbären, was auch Krupp weiß (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 18.01.2018):

Wir reisen mit allen Spielern, die wir zur Verfügung haben. Ein Spieler kann dann nicht spielen, aber das ist ein gutes Problem, gerade mit der Grippewelle, die gerade umgeht. Man weiß nie, wer morgen angeschlagen ist. Wir müssen insgesamt in der Defensive besser spielen, wir haben zuletzt zu viele Gegentore abgegeben. Die Defensive ist das Fundament und darauf bauen wir dann auf nach vorne.

Von daher ist es sicherlich auch von Vorteil, dass fast alle Leistungsträger an Board sind. Einzig Florian Busch fehlt Krupp nach wie vor, der dafür wieder auf Sven Ziegler zurückgreifen kann. Zudem stehen auch die Youngster Maximilian Franzreb und Adam, Charlie Jahnke und Vincent Hessler nicht zur Verfügung.

Am Wochenende geht es für die Eisbären auch noch ausgerechnet gegen zwei Angstgegner. Am Straubinger Pulverturm taten sich die Hauptstädter schon immer schwer und auch in dieser Saison ging das erste Duell beim Tabellenletzten mit 3:4 n.P. verloren. Die Niederbayern haben drei der letzten vier Heimspiele gegen die Eisbären gewonnen und blieben letztmals am 18. Dezember 2015 ohne Punkt gegen Berlin (4:7). Mit der Wut im Bauch vom vergangenen Wochenende werden die Eisbären dagegen antreten, diese Serie am Pulverturm endlich zu beenden. Doch Straubing kann befreit aufspielen, sind die Playoff-Chancen der Mannschaft von Coach Tom Pokel eher noch minimal. Diese Partie findet am Freitagabend um 19:30 Uhr statt. 

Zu einem absoluten DEL-Klassiker kommt es am Sonntagnachmittag ab 16:30 Uhr in der Lanxess-Arena, wenn die Kölner Haie auf die Eisbären Berlin treffen. Und für die Domstädter geht es, anders als für die Tigers, noch um enorm wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze. Direkte Viertelfinal-Qualifikation, Pre-Playoffs oder aber Saisonende nach der Hauptrunde – noch ist alles möglich für die Haie. Gegen die Eisbären spielten die Domstädter zuletzt sehr gerne auf eigenem Eis, gewannen sie doch acht der letzten zwölf Heimspiele gegen Berlin. Das erste Duell in dieser Saison in Köln ging aber mit 4:2 an die Eisbären, die daran gerne anknüpfen wollen am Sonntagnachmittag. 

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers am 19.01.2018:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Nick Petersen, Jamie MacQueen, André Rankel, Thomas Oppenheimer, Louis-Marc Aubry, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Constantin Braun, Mark Olver, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Maximilian Franzreb, Charlie Jahnke, Maximilian Adam, Vincent Hessler(alle Weißwasser), Florian Busch (Schädelprellung)

Geht die Siegesserie weiter? Uwe Krupp erwartet zwei motivierte Gegner am Wochenende

Nach den sehr vielen Spielen in der letzten Zeit konnten die Eisbären Berlin in dieser Woche ein wenig verschnaufen. Doch morgen Abend geht es dann für den DEL-Spitzenreiter wieder weiter im Liga-Alltag. Dann tritt man zunächst beim Tabellenletzten Straubing Tigers (Bully: 19:30 Uhr) an, bevor es am Sonntagnachmittag zum Erzrivalen und aktuellen Tabellensiebten Adler Mannheim (Bully: 14:00 Uhr) weitergeht. In den beiden Spielen wollen die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp die zuletzt gestartete Siegesserie von vier Siegen in Folge natürlich gerne ausbauen. Aber einfach wird das nicht werden, was auch der Berliner Coach weiß (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 07.12.2017):

Unser Energielevel sieht gut aus, wir gehen gut vorbereitet in die zwei Auswärtsspiele. Straubing wird hochmotiviert zur Sache gehen, das Mannheimer Team wird auf den neuen Trainer reagieren und Bill (Stewart) weiß, wie er die Jungs motiviert.

Die Hauptstädter werden versuchen, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Vor allem defensiv, kassierte man doch in den letzten drei Spielen nur ganze zwei Gegentore. Was zeigte, dass die Eisbären nach Spielen, wo sie doch deutlich zu viel Gegentore bekommen hatten, an der Schwachstelle gearbeitet und diese deutlich sichtbar abgestellt hatten. Und so reichten dann eben auch sechs erzielte Tore in den drei Spielen zu satten acht Punkten. Knüpft man an diese Leistungen an, sind am Wochenende die nächsten beiden Siege durchaus möglich.

Aber dennoch sollten die Eisbären vorsichtig sein, vor allem morgen Abend im Eisstadion am Pulverturm, wenn man beim Schlusslicht in Straubing zu Gast ist. Denn die Niederbayern feierten am vergangenen Wochenende ein Sechs-Punkte-Wochenende und holten sich somit neues Selbstvertrauen für die anstehende Partie gegen den DEL-Rekordmeister. In Ingolstadt setzte man sich mit 6:3 durch, ehe man zwei Tage später die Adler Mannheim mit 4:2 besiegen konnte. Die Berliner sollten angesichts der jüngsten Ergebnisse gewarnt sein, wenn gleich die Eisbären aber natürlich als klarer Favorit ins Spiel gehen werden. In der vergangenen Saison reisten die Eisbären dreimal nach Niederbayern. Zweimal verlor man in der Hauptrunde (2:5/3:6), aber das entscheidende Pre-Playoff-Spiel in Straubing gewannen die Eisbären mit 3:2 n.V. In dieser Saison trafen sich beide Mannschaften schon zweimal in der Hauptstadt, zweimal siegten die Eisbären (3:1/2:1). 

Sonntag steht dann wieder einmal der DEL-Klassiker Mannheim vs. Berlin auf dem Programm. Und die Kurpfälzer treten die Partie mit einem neuen Trainer an. Der alte Coach Sean Simpson wurde entlassen, Bill Stewart kehrte an die alte Wirkungsstätte nach Mannheim zurück. Platz Sieben und satte 17 Punkte (!) Rückstand auf Spitzenreiter Berlin waren den Verantwortlichen in Mannheim dann wohl doch ein Dorn im Auge. Zumal Platz Elf auch nur sechs Punkte weg ist und der Erzrivale Schwenningen vor den Adlern in der Tabelle steht. Somit mussten die Mannheimer also reagieren und taten dies auch. Gegen die Eisbären spielte Mannheim zuletzt äußerst gerne, gewann neun der letzten zehn Heimspiele. Aber die einzige Niederlage in diesem Zeitraum war eine enorm bittere für die Adler. Im siebten und alles entscheidenden Playoff-Viertelfinalspiel verloren die Mannheimer in der letzten Saison mit 1:2 n.V. auf eigenem Eis und verpassten somit den Halbfinal-Einzug. Am Sonntag werden die Adler auf eigenem Eis Revanche nehmen wollen. In dieser Saison trafen sich beide Mannschaften bereits zweimal in Berlin. Einmal gewannen die Kurpfälzer (4:3), einmal die Berliner (6:3). 

Frank Hördler, Thomas Oppenheimer und André Rankel fallen weiterhin aus. Zudem stehen auch die Youngster Maximilian Adam, Charlie Jahnke und Vincent Hessler nicht zur Verfügung. 

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers am 08.12.2017:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Nick Petersen, Jamie MacQueen, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Constantin Braun, Mark Olver, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Maximilian Franzreb (Weißwasser), Charlie Jahnke, Vincent Hessler, Maximilian Adam (alle U20-WM), Thomas Oppenheimer (Fuß), Frank Hördler, André Rankel (beide Unterkörper)

Marvin Cüpper: „Ich glaube, wir können jedes Team der Liga schlagen“

Uwe Krupp (links) und Tom Pokel bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Einen knappen 2:1-Sieg feierten die Eisbären Berlin am Freitagabend gegen den Tabellenletzten, die Straubing Tigers. Die Niederbayern waren mit einem neuen Trainer – Tom Pokel – in die Hauptstadt gereist. Von daher hatten sich die Berliner auf ein schweres Spiel eingestellt, wie Jamie MacQueen nach dem Spiel beim Fantalk sagte. Dort wurde er übrigens auch darauf angesprochen, warum seine Reihe dieses Mal nicht gescort hat und er hatte diese Antwort parat:

Es war ein schweres Spiel, denn Straubing hat einen neuen Trainer und jeder will sich beweisen. Wir haben eine gute Chemie in der Mannschaft und wir sind so gefährlich, weil wir so gut zueinander passen. Es ist egal, wer mit wem spielt, es ist immer eine gute Kombination dabei.

Goalie Marvin Cüpper verpasste nur haarscharf seinen Shutout, war aber trotzdem zufrieden mit dem Spiel, wenn gleich er sich natürlich über das Gegentor ärgerte. Aber er gab zugleich auch eine Kampfansage an die Liga heraus: 

Wir haben über weite Strecken gut gespielt. Die Jungs haben es einfach für mich gemacht. Bis auf ein paar Minuten im zweiten Drittel, wo wir ein bisschen geschlafen haben. Aber ansonsten war es ein gutes Spiel. Ich spiele häufiger im Moment, das macht die Sache einfacher für mich, im Rhythmus zu bleiben. Ich glaube, wir können jedes Team hier in der Liga schlagen. 

Verteidiger Frank Hördler meinte nach dem Spiel, dass man natürlich darauf hin gearbeitet hatte, kein Gegentor zu kassieren, gab aber auch zu, dass das Tor stark erzielt wurde:

Wir haben natürlich darauf hin gearbeitet, kein Gegentor zu kriegen. Aber Straubing hat stark gespielt und sie haben sich gute Chancen erspielt. Eine davon ist rein gegangen, super die Sicht genommen. So wurde es noch mal gefährlich zum Schluss. Aber am Ende haben wir verdient gewonnen. 

Torschütze und Vorlagengeber Sean Backman war darauf vorbereitet, dass Straubing ein unangenehmer Gegner sein würde:

Wir wussten, dass Straubing ein unangenehmer Gegner sein kann. Straubing ist deutlich besser als deren Tabellenstand widerspiegelt. Wir wussten, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde. 

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp sah ein enges Spiel und hat auch Sachen gesehen, die man am Sonntag in Augsburg besser machen muss, wie er nach dem Spiel auf der Pressekonferenz sagte

Ich glaube, es war eine enge Angelegenheit über das ganze Spiel gesehen. Straubing hat gut verteidigt. Uns war bewusst, dass sioh die Mannschaft vor ihrem neuen Trainer von der besten Seite zeigen wird. Sie waren kampfstark, haben gut in der defensiven Zone gespielt und Drew MacIntyre hat einen guten Job im Tor gemacht. Im zweiten Drittel haben wir die zwei Tore geschossen und das hat uns ein bisschen Sicherheit gegeben. Aber Straubing war immer wieder gefährlich mit Kontern oder wenn wir eine Unachtsamkeit hatten. Wir haben genug gemacht, um heute die drei Punkte zu gewinnen. Aber es gab viele Sachen, die wir besser machen müssen am Sonntag.

Sein Gegenüber Tom Pokel stand heute das erste Mal als Tigers-Coach hinter der Bande und konnte sich so in diesem Spiel einen ersten Eindruck über seine neue Mannschaft verschaffen:

Für mich war es heute ein Spiel, um zu sehen, wo wir stehen und was wir machen müssen. Ich denke, wir haben im ersten Drittel ein gutes Auswärtsdrittel gespielt. Im zweiten Drittel hatten wir gleich zu Beginn eine gute Breakchance. Wir haben zwei, drei neue Sachen eingebaut, wo wir nicht so stabil waren und letztendlich die zwei Gegentore bekommen haben. Im dritten Drittel haben wir alles versucht. In den letzten vier, fünf Minuten haben wir ein bisschen mehr Druck gemacht. Aber Berlin hat das sehr clever gespielt im letzten Drittel. Wir haben jetzt ein gewisses Bild, wo wir stehen. 

Straubings Stürmer Stefan Loibl fand, dass seine Mannschaft ein gutes Auswärtsspiel gespielt hat, im Mitteldrittel durch zwei individuelle Fehler jedoch die beiden entscheidenden Tore kassiert hatte:

Ich glaube, wir haben hier ein sehr solides und gutes Auswärtsspiel gespielt, sehr gutes erstes Drittel vor allem. Im zweiten Drittel sind wir dann leider durch kleine individuelle Fehler sofort bestraft worden. Wir haben uns aber trotzdem nicht aus der Spur bringen lassen und ein vernünftiges drittes Drittel gespielt. Leider haben wir den Anschluss zu spät erzielt. 

 

 

 

 

2:1-Heimsieg gegen Straubing: Eisbären punkten im neunten Ligaspiel in Folge

Ausgabe #10:

Zweites Saison-Heimspiel gegen die Straubing Tigers, zweiter Heimsieg für die Eisbären Berlin gegen die Niederbayern. Am Freitagabend setzten sich die Hauptstädter vor 11.539 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof knapp aber verdient mit 2:1 (0:0,2:0,0:1) gegen die Mannschaft vom neuen Trainer Tom Pokel durch (das erste Duell endete 3:1). Einen Eishockey-Leckerbissen sahen die Zuschauer dabei zwar nicht, aber effektive Eisbären, die damit auch im neunten Ligaspiel in Folge punkteten. Das ist mal eine starke Serie.

Bei den Eisbären fehlten auch heute wieder André Rankel, Louis-Marc Aubry und Constantin Braun. Nick Petersen kehrte in den Kader von Chefcoach Uwe Krupp zurück, dafür fiel aber Thomas Oppenheimer aus. Im Tor rotierte Krupp wieder, diesmal stand Marvin Cüpper statt Petri Vehanen im Berliner Gehäuse. Wohl dem, der so ein starkes Torhüter-Duo aufzuweisen hat. Egal wer im Tor steht, man weiß immer, da steht ein äußerst starker Goalie zwischen den Pfosten.

Drew MacIntyre zeigte eine starke Partie und gab seiner Mannschaft eine Siegchance. Bei den Gegentoren war er machtlos. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Die Partie begann mit einer relativ frühen Strafzeit gegen die Eisbären, Straubing also schnell im Spiel mit der ersten Überzahl-Chance. Aber das Penaltykilling der Eisbären sah sehr gut aus und so überstanden die Hausherren die erste brenzlige Situation relativ schadlos. Je länger das erste Drittel dauerte, desto mehr übernahmen die Eisbären die Spielkontrolle. Immer wieder fuhren sie Angriffe Richtung des Straubinger Tores, welches Drew MacIntyre hütete. Und je länger das erste Drittel dauerte, desto näher kamen die Berliner dem ersten Tor an diesem Abend. Die Chancen der Eisbären wurden zum Ende hin immer zwingender und eine Führung wäre durchaus verdient gewesen, aber die eigentlich gefährlichste Chance hatten die Gäste aus Niederbayern. Denn in der elften Spielminute traf Stefan Loibl nur den Pfosten. Da hatten die Eisbären das Glück auf ihrer Seite. 0:0 stand es nach 20 Minuten in Berlin.

Die Gäste aus Straubing erwischten einen richtig guten Start ins Mitteldrittel und machten gleich

Kampf um den Puck beim Bully. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

ordentlich Druck Richtung Eisbären-Tor. Marvin Cüpper hatte richtig viel zu tun, die Eisbären waren immer einen Schritt langsamer als die Tigers. Man merkte der Mannschaft von Tom Pokel an, dass sie sich hier etwas vorgenommen hatten.
Daher war es zu diesem Zeitpunkt auch etwas überraschend, als die Eisbären in der 29. Spielminute plötzlich in Führung gingen. James Sheppard kam über links ins Angriffsdrittel, brachte die Scheibe vor das Tor, Nick Petersen leitete an den langen Pfosten weiter, wo Sean Backman lauerte und zum 1:0 einnetzen konnte. Mal wieder also Sean Backman, der sich derzeit wohl für das erste Tor der Eisbären verantwortlich sieht.
Danach gab es das nächste Powerplay der Niederbayern zu sehen, aber erneut ließ das Penaltykilling der Hausherren nicht viel zu. Das Tor gab den Eisbären dann aber neuen Antrieb und nun war auch die Mannschaft von Coach Uwe Krupp besser drin in diesem zweiten Drittel. Und beinahe hätte Charlie Jahnke seinen ersten Treffer in der DEL erzielt, aber die Scheibe rutschte MacIntyre durch die Schoner, prallte an den Pfosten und wieder zurück ins Spiel. Schade, ich hätte der Nummer 15 diesen ersten Treffer gegönnt.
So war es Nick Petersen vorbehalten, fünfeinhalb Minuten vor der zweiten Drittelpause das 2:0 zu besorgen, als er an der blauen Linie die Scheibe bekam, kurz weiter fuhr und dann das Spielgerät ins Tor hämmerte (35.).
Somit lagen die Eisbären nach 40 Minuten mit 2:0 vorne. In einem Drittel, in dem die Niederbayern eigentlich mehr für das Spiel taten und sich gute Chancen erarbeiteten. Aber die Eisbären führten eben dank ihrer Effektivität.

Marvin Cüpper verpasste seinen Shutout nur um knapp drei Minuten. Trotzdem wurde er nach dem Spiel von der Fankurve gefeiert. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Zu Beginn des Schlussabschnittes dann wieder ein schnelles Powerplay für die Gäste, aber auch dieses konnten sie nicht nutzen. Kurze Zeit später auch die Eisbären mit einem Powerplay, welches aber ebenso nicht von Erfolg gekrönt war. Je länger das Schlussdrittel dauerte, desto öfter tauchten die Eisbären gefährlich vor MacIntyre auf, doch der Tigers-Goalie hielt seine Mannschaft nach wie vor im Spiel und gab ihr die Möglichkeit, hier doch noch zurückzukommen.
Und sie kamen noch einmal zurück. Knapp drei Minuten vor der Schlusssirene Pokel mit der Auszeit, zudem nahm er MacIntyre vom Eis und brachte einen sechsten Feldspieler. Was sich 17 Sekunden später auszahlen sollte. Austin Madaisky zog per Onetimer ab und sein Schuss schlug hinter Cüpper ein. Der Shutout für die Nummer 39 war somit zu Nichte gemacht, aber er konnte diesen Schuss auch nicht parieren, da zu viel Verkehr vor ihm war.
In der Schlussphase drängten die Niederbayern nun natürlich noch einmal ordentlich, um vielleicht doch noch den Ausgleich zu erzielen. Aber die Defensive der Eisbären inklusive Marvin Cüpper ließ hier nichts mehr anbrennen und brachte den dritten Sieg in Folge über die Zeit.

Auch solche Spiele, in denen man nicht glänzen konnte, müssen erst einmal gewonnen werden. Und das haben die Eisbären am Ende getan. Weil sie sich im ersten Drittel, je länger es dauerte, dem Torerfolg immer mehr annäherten, da aber noch nicht erfolgreich waren. Aber man ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Auch nicht, als Straubing die ersten Minuten im Mitteldrittel ordentlich Druck ausübte. Ganz im Gegenteil, die Eisbären stellten den Spielverlauf im zweiten Drittel auf den Kopf mit dem 1:0 durch Backman. Das 2:0 durch Petersen war dann vielleicht der Knackpunkt gewesen. Dank ihrer Effektivität und eines starken Unterzahlspiel führten die Eisbären mit 2:0 nach 40 Minuten. Und der Sieg geriet eigentlich nur nach dem Anschlusstreffer noch einmal kurz in Gefahr, aber die Eisbären brachten das 2:1 sicher und souverän über die Zeit. Auch solche Spiele müssen erst einmal gewonnen werden. Während man solche Spiele in der vergangenen Saison noch reihenweise abgegeben hatte, gewinnt man solche Spiele in dieser Saison fast ausnahmslos.

Freitag gegen Straubing und Sonntag in Augsburg: Bayern-Wochenende für die Eisbären Berlin

Den Eisbären Berlin steht ein bayerisches Wochenende bevor. Am Freitagabend gastieren die Straubing Tigers in der Arena am Ostbahnhof (Bully: 19:30 Uhr) und am Sonntagabend sind die Hauptstädter dann zu Gast bei den Augsburger Panthern (Bully: 19:00 Uhr). Die Eisbären treffen rein von der Tabelle gesehen auf zwei unterschiedlichen Gegner. Während der morgige Gegner Straubing das Tabellenende ziert, stehen die Augsburger aktuell auf Platz Neun. Allerdings trennen diese beiden Mannschaften auch nur ganze sechs Punkte. 

Warum der Abstand zwischen diesen beiden Mannschaften so klein ist, weiß Eisbären-Stürmer Thomas Oppenheimer, der im Vorfeld der Partie folgendes sagte (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 26.10.2017):

Wir müssen einfach ein gutes Spiel machen gegen Straubing. In unserer Liga gibt’s nur gute Mannschaften da kann man sich nicht ausruhen. Wir müssen uns gut vorbereiten und konzentriert spielen.

Der Stürmer, welcher für den Deutschland Cup nominiert wurde, spricht die Ausgeglichenheit der Liga an. Und diese haben wir in dieser Saison schon sehr oft bestaunen können, wenn vermeintlich „kleine“ Teams die „großen“ Teams der Liga geschlagen haben. Bestes Beispiel ist da sicherlich der gestrige Auswärts-Coup von Bremerhaven, die bei den zuletzt so starken Ingolstädtern deutlich mit 4:0 gewannen. Von daher darf man kein Team auf die leichte Schulter nehmen, auch wenn es aktuell Tabellenletzter ist.

Das sind die Niederbayern derzeit nämlich. Aber die Tigers reisen mit einem neuen Coach in die Hauptstadt. Tom Pokel leitet nun die Mannschaft der Straubing Tigers, was auf jeden Fall auch ein Grund zur Vorsicht ist, da Mannschaften unter neuen Trainern schwer einzuschätzen sind. Alles, was bisher war und was Straubing gezeigt hat, kann man somit eigentlich vergessen, da Pokel wohlmöglich ganz anders spielen lässt. Von daher müssen die Berliner von Beginn an hellwach sein und Straubing sehr ernst nehmen. Was die Eisbären auf eigenem Eis zuletzt aber immer taten, gewann man doch acht der letzten neuen Heimspiele gegen die Tigers. 

Ganz anders sieht die Bilanz der Eisbären beim Gegner vom Sonntagabend, den Augsburger Panthern, aus. Acht der letzten elf Gastspiele im Curt-Frenzel-Stadion gingen verloren. Dieser Serie sollte endlich mal ein Ende gesetzt werden. Da die Eisbären in dieser Saison bisher aber die beste Auswärts-Mannschaft der DEL stellen, stehen die Chancen gar nicht mal so schlecht. Zumal die Fuggerstädter nach starkem Beginn zuletzt doch eher durchwachsene Leistungen zeigten. So gewann man am vergangenen Wochenende zum Beispiel zunächst zu Hause gegen Düsseldorf mit 2:0, um zwei Tage später beim Tabellenletzten Straubing mit 2:3 zu verlieren. 

Chefcoach Uwe Krupp äußerte sich im Vorfeld der Partie gegen Straubing über den morgigen Gegner und erläuterte zudem, wie man mit dem aktuell doch sehr straffen Spielplan umgeht:

Straubing ist eine laufstarke Mannschaft, die über den Kampf ins Spiel kommt. Ich erwarte eine topmotivierte Mannschaft, die sich unter der Leitung vom neuen Coach Tom Pokel teuer verkaufen wird.

Die Regeneration beginnt unmittelbar nach Spielende. Auslaufen bzw. cool down in Kombination mit gezielter Ernährung innerhalb kürzester Zeit nach Abpfiff ist wichtig. Ebenfalls unabdingbar in der Folge ist guter Schlaf, dosiertes Training und individuelle regenerative Maßnahmen unseres Physio-Teams. Ein weiteres Kriterium welches nicht zu unterschätzen ist, ist unsere Reiseplanung. Je weniger lange Busreisen (8/9 Stunden) die Mannschaft in den Knochen hat und die Spieler ausreichend Zeit mit Familie verbringen können, umso besser ist die Stimmung und unsere Energie. Im Endeffekt zwingt der enge Spielplan Mannschaften und Trainer dazu, Kompromisse zu schließen zwischen dem Anspruch auf Training und der Notwendigkeit der Erholung.

Uns steht ein interessantes Eishockey-Wochenende bevor und natürlich hoffen wir, dass die Eisbären die nächsten Siege feiern können. Beide Spiele werden wie gewohnt von Telekom Sport live übertragen.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Straubing Tigers am 27.10.2017 um 19:30 Uhr:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Maximilian Adam, Charlie Jahnke, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, Florian Busch, James Sheppard, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, Mark Olver, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Maximilian Franzreb (Weißwasser), André Rankel (Adduktoren), Louis-Marc Aubry (Fingerfraktur), Nick Petersen (Unterkörper), Constantin Braun

Micki DuPont: „Wir sollten in Zukunft versuchen, uns weniger auf Petri zu verlassen.“

Hinter den Eisbären Berlin liegt ein äußerst erfolgreiches Wochenende. Jedenfalls, wenn man nach den Ergebnissen geht. 2:1 gegen Wolfsburg und 3:1 gegen Straubing macht am Ende sechs Punkte aus zwei Spielen. Aber mit der Leistung sind die Spieler noch nicht zufrieden, da gibt es weiterhin Luft nach oben und viel zu verbessern. Aber wenn man einen Petri Vehanen im Tor hat, kann ja eigentlich nicht viel schief gehen. Aber Micki DuPont meinte nach dem Spiel, dass man vielleicht mal versuchen sollte, sich nicht immer auf Petri zu verlassen:

Die Special Teams haben den Unterschied gemacht. Wir haben verdient gewonnen. Allerdings gab es ein paar Phasen, wo Straubing versucht hat, sein Spiel umzusetzen. Da haben sie uns phasenweise das Leben schwer gemacht. Aber in Unterzahl haben wir einen sehr guten Job gemacht. Hut ab vor unserem Torhüter Petri Vehanen, der hat richtig, richtig gut gehalten. Wir sollten in Zukunft vielleicht mal versuchen, uns weniger auf Petri zu verlassen. 

Der hoch gelobte Vehanen fand, dass man nicht das beste Eishockey gespielt hat:

Wir haben zwar nicht das beste Eishockey gespielt, aber wir haben toll gekämpft in diesem Spiel. In den wichtigen Momenten haben wir die Überzahl verhindert und kein Tor bekommen. Dann haben wir gleich vorne das Tor geschossen, das war wichtig. 

Thomas Oppenheimer sprach davon, dass man besser als am Freitag raus gekommen ist und dass es schön ist, dass man erneut einen Weg gefunden hat, um das Spiel zu gewinnen:

Wir haben am Anfang wieder viel zugelassen, aber wir sind schon besser raus gekommen wie am Freitag. Das Tor zum 1:1 hat uns nochmal Schwung gegeben. Aber vor allem hat uns das Unterzahlspiel Schwung gegeben. Kompliment an die Jungs, wir haben wieder einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. 

James Sheppard schaute nach dem Spiel beim Fan-Talk vorbei und war mit den sechs Punkten am Wochenende zufrieden:

Man freut sich sehr, wenn man zwei Siege einfahren kann vor so tollen Fans. Vielleicht war nicht alles perfekt bei dem Spiel, aber am Ende zählen die insgesamt sechs Punkte. Das stimmt mich zufrieden. 

Uwe Krupp bei der Pressekonferenz. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Uwe Krupp hatte mit einem harten Spiel gegen Straubing gerechnet und sah in der überstandenen doppelten Unterzahl die Schlüsselszene der Partie. 

Es war wieder das erwartet harte Stück Arbeit gegen Straubing. Es war ein hart umkämpftes Spiel. Der Schlüsselpunkt für uns war dass 5-gegen-3 gegen ein starkes Straubinger Überzahlspiel. Wir waren in der Lage, mit dem Rückhalt von Petri Vehanen die Sache zu überstehen. Das 3:1 war ein gewisses Polster, was wir am Ende auch über die Zeit gerettet haben. 

 

Straubings Coach Bill Stewart fand, dass seine Mannschaft einfach zu viele Strafen kassiert hat und sah in Petri Vehanen ebenfalls den besten Mann auf dem Eis:

Im ersten Drittel waren wir bei 5-gegen-5 sehr, sehr stark. Aber wir haben im ersten Drittel zu viele Strafzeiten bekommen. Dreimal ist zu viel. Im zweiten Drittel haben wir wieder zu viele Strafzeiten kassiert, aber wir haben gut gekämpft. Für uns ist in jedem Spiel die Offensive wichtig. Der Torhüter der Eisbären war mit Abstand der beste Spieler auf dem Eis.

3:1-Heimsieg gegen Straubing: Eisbären machen Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

Ausgabe #4:

Die Eisbären Berlin setzen ihre kleine Siegesserie fort. Am Sonntagnachmittag setzten sich die Hauptstädter vor nur 8.923 Zuschauern (in Wirklichkeit sah es nach noch weniger Zuschauern aus) in der Arena am Ostbahnhof mit 3:1 (0:0,2:1,1:0) gegen die Straubing Tigers durch und feierten somit den dritten Sieg in Serie, bauten damit ihr Punktekonto auf neun Zähler nach vier Spielen aus. Aber auch dieser Sieg musste wieder hart erkämpft werden.

Im Vergleich zum Freitagspiel gegen Wolfsburg gab es erneut keine Änderung, es stand also dieselbe Berliner Mannschaft auf dem Eis wie gegen den Vizemeister.

Straubings Goalie Dimitri Pätzold hatte in der Anfangsphase jede Menge zu tun, hielt seine Mannschaft da im Spiel. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Gegen Wolfsburg hatten die Eisbären den Start noch komplett verschlafen, das war gegen Straubing heute vollkommen anders. Die Eisbären kamen wild entschlossen aus der Kabine und begannen wie die Feuerwehr. Straubing sah sich zunächst in die Defensive gezwungen und mussten nach nur 85 Sekunden bereits die erste Strafe der Partie hinnehmen. Und das Powerplay der Eisbären sah durchaus gut aus, man erspielte sich auch gute Chancen, aber die Scheibe wollte einfach nicht ins Tor von Dimitri Pätzold gehen.
Nach dem guten Start ließen es die Eisbären dann aber plötzlich ruhiger angehen. Man ließ Straubing ins Spiel kommen und auch die Niederbayern hatten in der Anfangsphase früh ihr erstes Überzahlspiel, welches ebenfalls sehr gut aussah, aber wo Petri Vehanen stets zur Stelle war.
Danach wurden Torchancen Mangelware, weil beide Mannschaften hinten kompakt standen und nicht mehr viel zuließen. Wenn etwas auf das Tor kam, waren beide Torhüter jeweils zur Stelle und hielten ihren Kasten sauber. Somit endete das erste Drittel torlos.

Knapp fünf Minuten waren im Mitteldrittel gespielt, da klingelte es erstmals im Berliner Tor. Steven

Mark Olver erzielte im Mitteldrittel das so wichtige 2:1. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Zalewski konnte sich auf der linken Seite zu einfach gegen Micki DuPont durchsetzen und spielte die Scheibe rüber zu Jeremy Williams. Jonas Müller versuchte noch, die Schussbahn zuzumachen, aber Williams kam trotzdem zum Schuss und fand die Lücke am kurzen Pfosten und brachte die Tigers somit in Führung – 0:1 (25.).
Aber die Eisbären fanden gut vier Minuten später eine Antwort auf den Rückstand. In Überzahl fing Louis-Marc Aubry hinter dem Tor einen Pass der Straubinger ab, kurvte um das Tigers-Tor, brachte die Scheibe in den Slot, wo Thomas Oppenheimer lauerte und das Spielgerät im halbleeren Tor unterbringen konnte – 1:1 (29.).
Und nur zwei Minuten später hatten die Eisbären die Partie komplett gedreht. Mark Olver hatte an der blauen Linie die Scheibe für Daniel Fischbuch liegen lassen, der brachte die Scheibe Richtung Tor, wo Mark Olver bereits wartete und mit einer kurzen Täuschung Dimitri Pätzold keine Chance ließ und zum 2:1 einschießen konnte (31.).
Beide Mannschaften hatten danach jeweils ein Überzahlspiel und somit die Chance zum Torerfolg. Aber beide Überzahlspiele waren nicht wirklich gefährlich und somit auch nicht erfolgreich.
In der letzten Minute des zweiten Drittels kochten die Gemüter dann noch einmal hoch. Zum einen gab es eine kleine Rauferei zwischen Spielern beider Mannschaften, wo jedoch nur ein Straubinger aber mit Mark Olver und Jonas Müller gleich zwei Eisbären auf die Strafbank mussten. Und nur 15 Sekunden später kassierte Eisbären-Goalie Petri Vehanen eine Zwei-Minuten-Strafzeit wegen eines Stockschlags. Was war passiert? Ein Straubinger Spieler geriet im Zweikampf mit Frank Hördler vor dem Berliner Tor ins Straucheln und brachte dabei Vehanen zu Fall. Der Finne fand das gar nicht toll und revanchierte sich mit einem Stockschlag, was ihm jedoch eine Strafe und den Eisbären eine doppelte Unterzahl einhandelte. Das letzte Drittel konnten die Niederbayern also mit einer doppelten Überzahl beginnen und das beim Spielstand von 2:1 für die Gastgeber.

Auf ihre finnische Wand im Tor können sich die Eisbären derzeit verlassen. Zu Recht durfte Petri Vehanen daher nach dem Spiel mit den Fans die Welle machen. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

72 Sekunden waren im Schlussdrittel rum, da musste mit Danny Richmond der nächste Eisbär in die Kühlbox. Es wurde also nicht einfacher für die Eisbären. Und Straubing versuchte natürlich, die doppelte Überzahl zum Ausgleich zu nutzen. Die Tigers fanden auch in ihre Powerplay-Formation und ließen die Scheibe gut laufen, aber das Penalty-Killing der Eisbären leistete eine überragende Arbeit und auch Petri Vehanen bewies einmal mehr seine Extra-Klasse im Tor. Mit vereinten Kräften überstanden die Eisbären die ersten drei Minuten im letzten Drittel in Unterzahl. Und was machten die Eisbären, als sie wieder komplett waren? Richtig, sie erhöhten auf 3:1. In der 44. Spielminute spielte Florian Busch die Scheibe quer rüber zu Micki DuPont, welcher trocken abzog und Pätzold keine Chance ließ. Der 200. Scorerpunkt der Nummer 25. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.
Der Gegentreffer war natürlich ein Riesenschock für Straubing nach der langen Überzahl zuvor. Und man merkte der Mannschaft von Coach Bill Stewart auch den Frust darüber an, denn fortan hatten die Eisbären drei weitere Überzahlspiele, konnten den Sack aber nicht frühzeitig zubinden und mussten somit bis zum Ende noch um die drei Punkte zittern.
Denn knapp zwei Minuten vor dem Ende der Partie hatte Steven Zalewski in Unterzahl die Riesenchance zum Anschlusstreffer, scheiterte bei seinem Alleingang jedoch am überragenden Petri Vehanen, der in letzter Sekunde retten konnte.
Danach passierte dann aber nichts mehr und die Hausherren brachten das 3:1 über die Zeit und feierten somit einen am Ende hart erkämpften Sieg, dem man vor allem Petri Vehanen zu verdanken hatte.

Der nächste Arbeitssieg ist eingefahren. Und der Knackpunkt der Partie war definitiv die überstandene

Ein Bild, an dass man sich gewöhnen könnte. Die Eisbären feiern den zweiten Heimsieg in Folge mit den Fans. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

doppelte Unterzahl zu Beginn des Schlussdrittels. Macht Straubing da den Ausgleich, kann die Partie kippen und auch zu Gunsten der Niederbayern ausgehen. Aber wie die Eisbären in der doppelten Unterzahl in der Defensive gearbeitet haben, war schon echt erstaunlich. Und selbst wenn die Niederbayern mal zu Chancen in der doppelten Überzahl kamen, dann konnten sich die Eisbären immer noch auf ihren Weltklasse-Keeper Petri Vehanen verlassen. Der Finne hatte wieder einige sensationelle Paraden dabei und hielt seiner Mannschaft damit die Führung fest.
Ansonsten bleibt festzuhalten, dass wir auch heute wieder keine konstante Leistung der Eisbären über 60 Minuten gesehen haben. Man begann wie die Feuerwehr, ließ danach im ersten Drittel aber auch ordentlich nach. Da müssen die Eisbären einen Weg finden, über 60 Minuten ihre Leistung durchzuziehen. Aber ein dickes Lob muss man der Defensive heute aussprechen, die hinten sehr kompakt stand und Straubing nur wenige Hochkaräter bei 5-gegen-5 ermöglichte. Und wenn man dann doch mal eine große Chance zu ließ, dann stand da eben noch diese finnische Wand namens Petri Vehanen.