Saisonstart gegen Straubing: Bruno Gervais kehrt auf das Eis zurück

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Straubing_tigers_logoDas lange Warten hat endlich ein Ende. Morgen Abend startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in ihre neue Saison. Und die Eisbären Berlin empfangen dabei in der heimischen Mercedes-Benz Arena die Straubing Tigers (Bully: 19:30 Uhr). Die Berliner sind froh dass es endlich los geht und wollen das erste Saisonspiel gleich gewinnen. Die Vorfreude der Spieler hat man beim heutigen Training im altehrwürdigen Wellblechpalast gesehen. Alle waren gut drauf, waren fokussiert und lauschten den Anweisungen von Chefcoach Uwe Krupp. Den Anweisungen des Stanley-Cup-Siegers werden sie übrigens auch in den nächsten zwei Jahren lauschen können, denn Krupp hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2018 verlängert.

Die Spieler lauschen den Anweisungen von Chefcoach Uwe Krupp. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Die Spieler lauschen den Anweisungen von Chefcoach Uwe Krupp. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Die Jungs machten beim heutigen Training einen sehr guten Eindruck, alle hauten sich voll rein und wollten dem Coach zeigen, dass sie bereit sind für den Saisonstart. Auch Bruno Gervais war heute dabei und wird morgen erstmals seit dem 17.01.2016 wieder für die Eisbären in einem DEL-Spiel auflaufen. Gervais konnte alle Übungen mitmachen und hinterließ einen sehr guten Eindruck. Mit Gervais wird die Berliner Defensive noch einmal verstärkt.

So wird den Hauptstädtern morgen Abend nur Marcel Noebels fehlen, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat und somit die nächsten Monate ausfallen wird. Ihre DEL-Premiere im Eisbären-Trikot feiern Nick Petersen und Daniel Fischbuch, ihr DEL-Debüt feiern Jamie MacQueen und Kyle Wilson.

Die Neuzugänge haben in der sehr gut verlaufenen Vorbereitung alle überzeugt und ihr Können angedeutet. Vor allem der von Zweitliga-Meister Kassel gekommene MacQueen hat die Verantwortlichen, aber auch die Fans, überrascht. Nun gilt es, dass bisher gezeigte auch in der DEL zu zeigen. Das MacQueen heiß auf den Saisonstart ist, hat man beim Training heute gesehen. Er könnte eine der großen Überraschungen in der neuen DEL-Saison werden.

Mit der Vorbereitung kann man bei den Eisbären sehr zufrieden sein. Neun Spiele hat man absolviert, sieben davon konnte man gewinnen. Die beiden Niederlagen kassierte man gegen SaiPa in der Champions Hockey League (CHL). In der CHL hat man sich für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Die Eisbären gehen also mit jeder Menge Selbstvertrauen in die neue DEL-Saison. Das wird auch nötig sein, denn gegen Straubing wird es nicht einfach werden, wie Chefcoach Uwe Krupp heute nach dem Training sagte (Medieninformation der Eisbären Berlin vom 15.09.2016): Continue reading

Stefan Ustorf: „Wir sind bereit, mit der Saison anzufangen“

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDraußen nimmt der Sommer noch einmal Fahrt auf, doch hierzulande freuen sich die Eishockey-Fans auf den nahenden Saisonstart in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Aber bevor die DEL am 16.09.2016 ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt, stehen für die Eisbären Berlin noch zwei wichtige Endspiele bevor. In der Champions Hockey League (CHL) nämlich, wo in dieser Woche die letzten beiden Gruppenspiele in Lulea und bei SaiPa anstehen. Zu diesen beiden Spielen aber auch zur bevorstehenden DEL-Saison standen Chefcoach Uwe Krupp und der Sportliche Leiter Stefan Ustorf heute im Rahmen des Fan-Dialoges den Eisbären-Fans im Fanbogen Rede und Antwort.

Die Ausgangslage in der CHL ist für die Eisbären sehr gut. Ein Unentschieden in Lulea würde bereits reichen, um sich für die KO-Phase zu qualifizieren. Aber Uwe Krupp erwartet zwei sehr schwere Spiele in Schweden und Finnland, wie er heute Abend sagte:

Uns stehen zwei schwere Spiele bevor, auf uns warten zwei schwere Brocken. Aber wir haben eine gute Ausgangslage. Wir haben gut trainiert und sind fit. Wir sind optimistisch, was die beiden Spiele angeht. Wir gehen da rein und wollen gewinnen.

Wenn den Berlinern die Qualifikation für die KO-Phase gelingen sollte, wäre das ein erster Fingerzeig. Denn „wenn du dich gegen Lulea und SaiPa durchsetzt, hast du einen Top-Job gemacht“, wie Uwe Krupp gestand. Schließlich sind das zwei absolute Top-Mannschaften, die man nicht mal eben im vorbei gehen schlägt.

In diesen beiden Spielen wird auch wieder ein Hauptaugenmerk auf den Neuzugängen liegen. Während der Sommerpause war die Meinung der Fans nicht nur positiv, was die Neuzugänge anging. Wie sollen die uns denn weiterhelfen, wie sollen wir damit gegen die Konkurrenz bestehen, waren nur zwei Aussagen der Fanszene. Und auch ich selbst war zunächst nicht wirklich überzeugt, was unsere Neuzugänge zu Leisten im Stande sind. Und auch jetzt kann man noch nicht abschließend sagen, ob uns die Neuzugänge in der DEL-Saison weiterhelfen können. Aber in der Vorbereitung haben sie bisher ihr Können angedeutet und wussten bisher allesamt zu überzeugen.

Auch die Eisbären sind mit den Neuzugängen und ihren bisher gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Stefan Ustorf äußerte sich insgesamt zu den Neuzugängen wie folgt: Continue reading

Petersen, Wilson, MacQueen und Co.: Die Neuzugänge der Eisbären im Kurz-Portrait

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDas lange Warten hat bald ein Ende. In dieser Woche steht endlich wieder ein Heimspiel der Eisbären Berlin auf dem Programm. Am Freitag empfangen die Mannen von Chefcoach Uwe Krupp zum Auftakt der Champions Hockey League (CHL) das schwedische Top-Team Lulea Hockey in der Arena am Ostbahnhof (Bully: 19:30 Uhr). Dann werden wir nicht nur die Eisbären erstmals seit dem bitteren Viertelfinal-Aus gegen Köln am 28.03. wieder auf dem Eis sehen, nein, auch einige Neuzugänge können die Eisbären-Fans bestaunen. Insgesamt acht Spieler haben die Berliner in der Sommerpause verpflichtet, wobei vier davon Nachwuchstalente sind. Wir stellen Euch die neuen Eisbären-Spieler wie immer vor Saisonbeginn in einem Kurz-Portrait vor.

Als ersten Spieler nahmen die Hauptstädter im April Stürmer Nick Petersen unter Vertrag. Der 26-jährige gebürtige Kanadier spielte in der vergangenen DEL-Saison für die Iserlohn Roosters und wechselt nun vom Seilersee an die Spree. Dort erhält Petersen das Trikot mit der Nummer 8.
Nick Petersen ist kein Unbekannter in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), er absolvierte für Schwenningen und Iserlohn bisher 145 Spiele, in denen er 60 Tore erzielte und 68 weitere Treffer vorbereitete.
Für einen NHL-Einsatz hat es bisher noch nicht gereicht, aber in der AHL absolvierte er für Wilkes-Barre und Houston insgesamt 112 Spiele, in denen ihm 22 Tore und 33 Vorlagen gelangen.
Der Sportliche Leiter der Eisbären, Stefan Ustorf, äußerte sich wie folgt zum Neuzugang aus Iserlohn: Continue reading

Die Eisbären Berlin 2016/2017: Konkurrenzfähig oder ohne Titel-Chance?

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie neue DEL-Saison wirft ihre Schatten voraus. Am 16.09.2016 beginnt die neue Saison für die Eisbären Berlin mit einem Heimspiel gegen die Straubing Tigers. Das erste Pflichtspiel steht aber bereits in zwölf Tagen an, wenn Lulea Hockey am 19.08.2016 zum Auftakt der Gruppenphase der Champions Hockey League (CHL) in der Hauptstadt zu Gast ist. Und das allererste Testspiel steigt bereits in fünf Tagen in Weißwasser. Der Kader der Berliner für die kommende Saison scheint zusammen, aber wie stark ist er einzuschätzen. Kann man Platz Zwei aus der letztjährigen Hauptrunde wiederholen, kann es in den Play-Offs diese Saison mehr als das Viertelfinale werden? Schwer zu sagen beim Blick auf diesen Kader unserer Jungs.

Tor:

Das Torhüter-Trio der Eisbären bilden Petri Vehanen, Marvin Cüpper und Maximilian Franzreb (kam aus Hamburg). Für Vehanen wird es wohl die letzte Saison im Trikot der Berliner sein, aber können Cüpper und/oder Franzreb in die doch großen Fußstapfen des Finnen treten? Aus meiner Sicht ein klares Nein. Franzreb hat bei seinem DEL-Debüt in Hamburg sicherlich sein Können angedeutet, aber um in Berlin als neue Nummer Eins zum Einsatz zu kommen, fehlt es ihm angesichts seines Alters natürlich noch an Erfahrung. Gleiches gilt für Cüpper. In dieser Saison werden beide vermehrt Spielzeit in Weißwasser bekommen, aber in diesem einen Jahr werden sie sich auch nicht die nötige Spielpraxis aneignen.
Für diese Saison läuft vieles darauf hinaus, das Vehanen erneut der Vielspieler sein wird und nur selten eine Pause bekommen wird. Der Finne hat den Eisbären in der vergangenen Saison so manches Spiel gewonnen, aber man merkte ihm auch an, wenn er überspielt war. Von daher ist diese Torhüter-Konstellation für mich eher ein Risiko, zumal man mit einem Kevin Nastiuk einen durchaus erfahrenen Goalie wieder abgegeben hat. Man hat Nastiuk bereits zum zweiten Mal in Berlin nicht wirklich eine Chance gegeben. Continue reading

Hallo Eishockey-Welt

Fast vier Monate sind nun schon wieder vergangen seit dem letzten Spiel der Eisbären Berlin im Play-Off-Viertelfinale 2016 gegen die Kölner Haie. Es war der Startschuss in eine sich irgendwie sehr lang anfühlende Sommerpause, welche sich aber so langsam dem Ende neigt. In knapp zweieinhalb Wochen beginnt für unsere Jungs die neue Eishockey-Saison mit einem Testspiel bei den Lausitzer Füchsen (Fr., 12.08.2016/19:30 Uhr). Nur eine Woche später steht dann schon das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Im Rahmen der Champions Hockey League (CHL) empfangen die Berliner in der heimischen Mercedes-Benz Arena Lulea Hockey aus Schweden (Fr., 19.08.2016/19:30 Uhr). Ihr seht also, wir haben es bald geschafft, die Sommerpause ist bald Geschichte und endlich geht es wieder los mit unserer Lieblings-Sportart Eishockey.

Hinter uns liegt ein durchaus ereignisreicher Sommer. Einerseits mit erfreulichen Nachrichten, andererseits mit traurigen Nachrichten. Die erfreulichen Nachrichten schrieb dabei die Nationalmannschaft bei der WM in Russland, welche es mit sehr überzeugenden Leistungen ins Viertelfinale schaffte und dort auch dem Gastgeber einiges abverlangte, am Ende aber mit 1:4 den Kürzeren zog. Dennoch konnte man zufrieden sein mit dieser WM, was ja vor allem im Hinblick auf die Olympia-Quali und die Heim-WM wichtig war.

Die traurigen Nachrichten kamen aus dem Norden von den Hamburg Freezers, wo völlig überraschend die AEG (auch Eigentümer der Eisbären Berlin) mitteilte, keine DEL-Lizenz für die kommende Saison zu beantragen. Zwar versuchten die Fans in allen Städten und vor allem Freezers-Verteidiger Christoph Schubert mit Spenden die Hamburger zu retten und sammelten in einer nie dagewesenen Spenden-Aktion auch jede Menge Geld, letztendlich aber ohne Erfolg, denn die AEG blieb bei seiner Entscheidung und so waren die Hamburg Freezers in der DEL Geschichte. Was für ein Hammer, was für ein Paukenschlag, damit hatte niemand gerechnet.

Dennoch wird die Deutsche Eishockey Liga (DEL) auch in der kommenden DEL-Saison mit 14 Mannschaften an den Start gehen. Den Platz der Hamburg Freezers nehmen fortan die Fischtown Pinguins Bremerhaven ein.

Und was war bei unseren Eisbären so im Sommer los? Die Verantwortlichen der Eisbären gaben insgesamt sieben Abgänge bekannt. Back-up Kevin Nastiuk musste den Verein schon wieder verlassen, er wechselt nach Dresden in die DEL2. Verteidiger Henry Haase wechselt zu Ligarivale Düsseldorf, die Stürmer Petr Pohl (Ingolstadt), Vladislav Filin (Nürnberg) und T.J. Mulock (Köln) schlossen sich ebenfalls Konkurrenten aus der DEL an. Gerade Mulock sorgte nach seinem Wechsel mit einem Statement für Aufsehen, als er in einem Interview mit seinem neuen Verein auf die Frage, welches Gefühl es war, im Viertelfinale gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber zu spielen, antwortete, dass er die „dreckigen Fouls“ bewusst weggelassen hätte. Eine Aussage, die in der Fanszene der Eisbären nicht wirklich gut ankam und die Mulock bei seinem ersten Auftritt als Kölner in der Hauptstadt auch spüren wird.
Ansonsten gingen auch Mark Bell (Karriere-Ende) und Shuhei Kuji (Ziel unbekannt).

Und was tat sich auf der Seite der Neuzugänge? Ebenfalls sieben Spieler sind da zu verzeichnen, wobei davon wohl nur vier Spieler dauerhaft im DEL-Team auflaufen werden. Nämlich die Stürmer Kyle Wilson (SCL Tigers/Schweiz), Nicholas Petersen (Iserlohn Roosters), Daniel Fuschbuch (Düsseldorfer EG) und Jamie MacQueen (Kassel Huskies/DEL2). Zudem schlossen die Berliner mit den Nachwuchsspielern Maximilian Franzreb (Hamburg Freezers), Vincent Hessler (Eisbären Juniors), Charlie Jahnke (Eisbären Juniors) und Maximilian Adam langfristige Verträge ab. Zwar trainieren die genannten Spieler in Berlin mit, werden aber wohl beim neuen Kooperationspartner der Eisbären zum Einsatz kommen. Und der neue Kooperationspartner der Eisbären sind die Lausitzer Füchse aus der DEL2, der erste Testspiel-Gegner in zweieinhalb Wochen.

Manch ein EHC-Fan hätte wohl gerne noch mehr Abgänge gesehen, aber diese blieben bis jetzt aus. Wie die Neuzugänge einschlagen werden, bleibt abzuwarten. Bisher würde ich, wenn überhaupt, Nick Petersen etwas zutrauen, aber es ist noch zu früh, um Einschätzungen zu geben. Da muss man wohl die ersten Spiele abwarten, um sich einen genauen Eindruck von allen zu machen.

Was aber bereits jetzt feststeht: Die Eisbären-Fans können den Start der neuen Saison kaum noch abwarten, die Sommerpause fühlt sich in diesem Jahr irgendwie so lange wie noch nie nicht mehr an. Alle sind wieder „Heiß auf Eis“. So auch wir, denn wir melden uns hiermit aus der Sommerpause zurück. Ab sofort wird der Blog wieder mit Leben gefüllt, so stellen wir in Kürze die Neuzugänge wie gewohnt in einem Kurz-Portrait vor und stellen Euch auch die beiden CHL-Gegner der Eisbären Berlin vor.
Vor dem DEL-Saisonstart blicken wir natürlich auch voraus auf die neue Saison und geben unsere Prognose ab. Und mit Saisonbeginn startet dann auch wieder unser Tippspiel. Dieses wird rechtzeitig freigeschaltet.

Ihr seht also, die Eishockey-Saison 2016/2017 lässt nicht mehr lange auf sich warten. Bald heißt es wieder:

„Endlich wieder Eishockey in Berlin“

Euer Walker

Saison 2015/2016: Die Eisbären mit einem Schritt in die richtige Richtung, aber an der Konstanz müssen sie arbeiten

logo_WsM1516Am heutigen Sonntag verabschieden sich die Eisbären Berlin von ihren Fans, aber auch von einigen Spielern, die den Verein nach dieser Saison verlassen werden. Für uns Grund genug, noch einmal einen Rückblick auf die abgelaufene Saison zu werfen. Gut eine Woche ist jetzt seit dem Viertelfinal-Aus gegen die Kölner Haie vergangen und der erste Schock ist verdaut. Nach dem man die Saison erst einmal ein paar Tage sacken lassen hat, kann man sie nun analysieren.

Nach zwei Jahren der Enttäuschung, als man jeweils in den Pre-Playoffs bereits ausgeschieden war, wollten man es beim Hauptstadtclub in dieser Saison besser machen. Nach Platz Acht (2013/2014) und Platz Neun (2014/2015) wollte man endlich zurück in die Top-6 kehren, was die direkte Viertelfinal-Qualifizierung bedeuten würde.

Um dieses Vorhaben umzusetzen, musste man natürlich im Kader einige Änderungen vornehmen. Insgesamt acht Spieler verließen den Verein nach der Saison 2014/2015. Back-up Mathias Niederberger wurde an Ligarivale Düsseldorf ausgeliehen, was vielen Fans ein Dorn im Auge war. Mit Dominik Gräubig wurde der dritte Goalie an Klostersee (Oberliga) abgegeben.
In der Verteidigung trennte man sich von Casey Borer (Nürnberg), Jimmy Sharrow (Wolfsburg) und Alex Trivellato (Schwenningen). Während die Fans über Borers Abgang nicht traurig waren, verstanden viele den Transfer von Trivellato überhaupt nicht. Wie man so ein Talent ziehen lassen konnte, war für viele Fans unverständlich. So auch für mich.
Jimmy Sharrow hatte seine guten Zeiten längst hinter sich und so war der Wechsel von Sharrow abzusehen, wenn gleich er für viele Fans schwer zu verkraften war.
Im Sturm trennte man sich von Vincent Schlenker (Wolfsburg), Antti Miettinen (Hämeenlinna) und Matt Foy (Crimmitschau). Alles Abgänge, die zu verkraften und nachvollziehbar waren. Continue reading

André Rankel: „Wir sind alle sehr, sehr enttäuscht“

André Rankel (Stürmer und Kapitän der Eisbären Berlin):

Wir sind alle sehr, sehr enttäuscht. Wir haben uns sehr viel vorgenommen für diese Playoffs. Es hat leider nicht gereicht. Köln hat sehr , sehr gut gespielt und sehr, sehr gut verteidigt. Wir haben immer wieder Druck gemacht, waren immer wieder dran, haben es aber leider nicht geschafft, die entscheidenden Tore zu schießen. Und das war der Schlüssel, warum wir heute nicht weiter gekommen sind. 

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Das war eine sehr ausgeglichene Serie. Auch das heutige Spiel war bis zum Schluss wieder sehr eng. Dass wir 3:0 zurück gelegen haben, war natürlich etwas unglücklich für uns, aber wir haben uns dann wieder zurück gekämpft ins Spiel. Wir haben die Sache noch mal spannend gemacht zum Schluss. Aber wie eigentlich in der ganzen Serie hat Köln in den entscheidenden Phasen immer sehr gut verteidigt. Unser ganzer Druck, den wir ausgeübt haben, war eben nicht so effizient, wie du es haben musst, um die Serie oder das Spiel heute zu gewinnen. 

Cory Clouston (Trainer Kölner Haie):

Wir sind natürlich sehr froh über das Ergebnis. Die Eisbären haben es nicht geschafft, in Führung zu gehen, das war für uns sehr wichtig. Deshalb war auch unsere Führung sehr wichtig. Denn die Eisbären sind, wenn sie die Führung haben, sehr gut und sehr aggressiv und können die Führung immer sehr gut verteidigen, weil sie dann sehr gut strukturiert und organisiert sind. Als die Eisbären dann in Überzahl das 1:3 erzielt haben und dann auch noch recht spät auf 2:3 heran kamen, haben wir uns in die Pause gerettet und waren sehr froh darüber. Im letzten Drittel haben wir unsere defensive Strategie wieder gefunden, haben sehr strukturiert gespielt und uns sechs, sieben Konterchancen erspielt. Leider konnten wir diese nicht nutzen. Am Ende sind wir sehr froh, gegen so ein gutes Team ins Halbfinale einzuziehen.

Alexander Sulzer (Verteidiger Kölner Haie):

Ich bin super happy über den Halbfinal-Einzug. Es war ein hartes Stück Arbeit. Aber wir haben solide gespielt und verdient gewonnen am Ende.

 

2:3 im entscheidenden Spiel: Eisbären wachen zu spät auf und verabschieden sich in die Sommerpause

logo_WBN_1516Ausgabe #34:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg130px-Koelner-haie-logo_svg

Und zum dritten Mal nacheinander endet die Eishockey-Saison für die Eisbären Berlin im März. Im alles entscheidenden siebten Viertelfinalspiel gegen die Kölner Haie verloren die Berliner am Ostermontag vor 12.443 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 2:3 (0:1, 2:2, 0:0). Eine Niederlage, die man sich selbst zuzuschreiben hat. Vier Minuten Playoff-Eishockey und dann ein versuchtes Anrennen im Schlussdrittel reichen nicht aus, um so ein „Do or Die“-Spiel zu gewinnen. Köln zeigte von Beginn an, dass sie hier das Spiel gewinnen wollten, gingen meistens als Sieger aus den Zweikämpfen hervor, gewannen die wichtigen Bullys und wirkten auch so insgesamt viel spritziger als unsere Jungs. Unsere Jungs waren nicht von Beginn an bereit für diesen absoluten Showdown. Was für mich eigentlich unverständlich ist.

Bei den Eisbären gab es eine Änderung im Kader im Vergleich zu Spiel Sechs in Köln. Milan Jurcina kehrte zurück in den Kader, dafür fehlte Florian Busch diesmal. Im Tor stand erneut Petri Vehanen.

Kampf um den Puck beim Bully. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Kampf um den Puck beim Bully. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Hinein ins Spiel. Die Eisbären wirkten in den Anfangsminuten zwar optisch überlegen, aber die Schüsse, die sie auf das Tor von Gustaf Wesslau abgaben, waren für den jetzt keine große Prüfung gewesen. Die Kölner standen von Beginn an hinten sicher, versuchten die Schusswege zuzumachen, um so den Eisbären die Lust am Spiel zu nehmen. Und dann lauerten sie wieder auf Fehler der Berliner, um eiskalt zu kontern.
Klappte erstmals in der sechsten Spielminute. Zwar war kein Fehler der Eisbären voraus gegangen, aber die Kölner mit einem ersten Angriff. Patrick Hager kam relativ leicht an Petr Pohl und Mark Olver vorbei und stand plötzlich alleine vor Petri Vehanen. Dem finnischen Goalie ließ Hager keine Chance und netzte zum 0:1 ein. Das erste Tor hatten also die Haie erzielt. Und in dieser Serie hatte bisher stets das Team gewonnen, welches das erste Tor erzielte hatte. Leider war es am Ende auch heute wieder so gewesen.
Die Eisbären wirkten nach dem Gegentor sichtlich geschockt, bekamen nach vorne noch weniger auf die Reihe als vorher und leisteten sich zu viele Fehlpässe. Zu oft klappten auch die Scheibenannahmen nicht. Das Gegentor hatte Wirkung hinter lassen. Und dieses frühe Tor spielte den Kölnern natürlich in die Karten, denn so konnten sie ihre Spielweise noch besser durchziehen.
Mitte des ersten Drittels bot sich dann den Eisbären aber die Riesenchance zum Ausgleich. Die Haie kassierten die erste Strafe des Spiels (Daniel Syvret). Als sich 40 Sekunden später auch noch Alexander Sulzer eine Strafe einhandelte, hatten die Berliner plötzlich 1:20 Minuten doppelte Überzahl. Nun musste doch der Ausgleich fallen, so die Hoffnung auf den Rängen der Arena am Ostbahnhof. Doch mal wieder bewiesen die Hauptstädter, wie schlecht sie in den Playoffs in Überzahl sind. Dieses ständige hin und her gepasse geht einem so dermaßen auf die Nerven. Immer wieder wurde der Puck hin und her gespielt, statt einfach mal aus allen Lagen auf das Kölner Tor zu feuern. Hallo, die hatten zwei Mann weniger auf dem Eis und unsere Jungs schafften es, wenn überhaupt, ganze zwei Schüsse abzugeben? Lächerlich, sorry, aber anders kann man das Powerplay nicht bezeichnen.
Auch danach rannten unsere Jungs weiter an, aber immer noch kopf- und ideenlos. Köln hatte keine große Mühe, die Angriffe der Berliner abzuwehren und die 1:0-Führung mit in diese Pause zu nehmen. Der Auftritt der Eisbären war erschreckend und nicht Playoff-würdig. Continue reading

Do or Die: Showdown in Berlin um das letzte Halbfinal-Ticket

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg130px-Koelner-haie-logo_svgWir erleben aktuell die spannendste Playoff-Serie der Eisbären seit einer gefühlten Ewigkeit. 3:3 steht es zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien nach sechs Viertelfinalspielen. Die Entscheidung über den Halbfinal-Einzug fällt also im alles entscheidenden siebten Spiel morgen in Berlin. Die Eisbären hatten es bekanntlich gestern nicht geschafft, in Köln das Ticket für das Halbfinale zu buchen. Dabei waren sie vor allem im Mitteldrittel den Kölnern deutlich überlegen, konnten allerdings ihre vielen Chancen nicht in Tore ummünzen, während Köln eiskalt vor dem Tor agierte. So erkämpften sich die Domstädter das siebte Spiel und damit den Showdown in der Hauptstadt am Ostermontag. 

Trainer Uwe Krupp äußerte sich nach dem sechsten Spiel in Köln wie folgt:

Im zweiten Drittel hatten wir den Schwung und viele Chancen. Druck ist keine Garantie für Erfolg. Nach dem 1:3 mussten wir aufmachen. Das Wichtigste ist jetzt, dass wir am Montag unseren Plan, wie wir spielen wollen, über 60 Minuten auch durchziehen.

Das Spiel in Köln war schon sehr kurios gewesen. Nach wenigen Sekunden die Eisbären mit der Riesenchance zur Führung, doch sie vergaben diese Chance. Im Gegenzug Köln mit dem 1:0. Im zweiten Drittel Köln kurz nach Wiederbeginn mit der großen Chance, aber auch sie vergaben diese frühe Chance. Die Eisbären machten wenig später durch Petr Pohl das 1:1 und drückten die Haie fortan minutenlang ins eigene Drittel ein. Eigentlich war das 2:1 der Berliner nur eine Frage der Zeit gewesen, aber es fiel nicht. Stattdessen machten die Domstädter durch Torsten Ankert bei einem Entlastungsangriff das 2:1 und sicherten sich somit das Momentum in dieser Partie. Am Ende nutzten die Kölner den Platz, den die Eisbären ihnen ließen, eiskalt aus. Haie-Stürmer Philip Gogulla mit seinem Fazit zum Spiel:

Berlin ist im zweiten Drittel die klar bessere Mannschaft gewesen. Aber wir haben einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen.

Die Kölner überstanden die Drangphase der Eisbären schadlos und hatten nach dem 2:1 noch zwei, drei Hochkaräter, um sogar noch höher zu führen nach 40 Minuten. Und im Schlussdrittel zeigten die Kölner ihrer Stärke bei Kontern. Da sind sie brandgefährlich, da müssen unsere Jungs morgen aufpassen.

Die hohe Niederlage spielt bei den Eisbären-Spielern aber nun keine Rolle mehr und wird auch nicht im Kopf sein, wenn sie morgen zu Spiel Sieben gegen Köln antreten werden. Das Spiel muss schnell vergessen und der Fokus auf den Showdown am Montag gelegt werden. Verteidiger Constantin Braun:

Ganz einfach: Wir haben vorne nichts gemacht und hinten kassiert. Es steht jetzt drei zu drei in der Serie und am Montag geht es weiter. Egal ob wir 1:5 oder 0:38 verlieren. Das sitzt Montag nicht mehr im Kopf.

Es war ja fast abzusehen, dass diese Serie in ein alles entscheidendes siebtes Spiel gehen würde. Nachdem beide Mannschaften jeweils ihr erstes Heimspiel ohne eigenes Tor verloren haben, gewannen sie beide ihre nächsten Heimspiele sehr deutlich. Berlin gewann mit 5:1 und 4:1 auf eigenem Eis, Köln mit 4:0 und 5:1. Beide ließen also zu Hause rein gar nichts anbrennen. Doch einen Unterschied sehe ich da schon, denn die Eisbären waren in der Partie gestern nicht so hoffnungslos unterlegen wie Köln am Donnerstag. Wenn die Eisbären vorne etwas mehr Glück gehabt hätten, wären sie wahrscheinlich mit 2:1 oder 3:1 in Führung gegangen und dann hätte die ganze Sache schon ziemlich anders ausgesehen. Köln hatte beim Schuss von Ankert eben das nötige Glück und am Ende mussten unsere Jungs hinten auf machen, was Köln halt dankend ausnutzte. 

Die Eisbären waren also eigentlich in den letzten beiden Spielen die aktivere und spielbestimmende Mannschaft gewesen. Am Donnerstag bestraften sie Köln für deren defensive Einstellung und am Samstag spielten sie die Haie in eigener Halle derart an die Wand, dass die Kölner sich fast nur noch mit unerlaubten Weitschüssen befreien konnten. Die Eisbären sollten also die positiven Dinge aus der Köln-Partie mitnehmen und den Haien morgen zeigen, wer hier der Herr im Hause ist. Zu Hause waren die Eisbären in den letzten beiden Spielen die deutlich bessere Mannschaft, darauf sollten sie aufbauen. 

Wichtig wird auch morgen wieder der erste Treffer sein. Bisher gewann stets das Team, welches das 1:0 erzielt hatte. In den letzten beiden Heimspielen trafen unsere Jungs bereits in der ersten Minute. In Spiel Drei nach 51 Sekunden und in Spiel Fünf schon nach 37 Sekunden. Genau so müssen die Eisbären auch morgen wieder loslegen. Wenn sie genauso spielen, wie in den letzten beiden Heimspielen und im zweiten Drittel in Köln, dann wird es mit dem Sieg klappen. Man muss dafür aber über 60 Minuten – und wenn nötig auch mehr – hoch konzentriert zu Werke gehen, hinten nicht viel zulassen und vorne seine Kaltschnäuzigkeit wieder finden. Dann kann man Köln besiegen und ins Halbfinale einziehen.

Dafür benötigen die Eisbären aber auch die Unterstützung ihrer Fans. Die Arena am Ostbahnhof muss auch morgen wieder beben, so dass den Kölnern wieder die Knie zittern werden. Eine fantastische Unterstützung von den Rängen kann den Eisbären die letzten Prozente geben, die sie gegen Köln brauchen werden, um erfolgreich zu sein. Also liebe Eisbären-Fans, gebt morgen alles und unterstützt die Eisbären so laut es geht. Die Jungs brauchen uns mehr denn je. Zeigen wir den Kölnern, was Stimmung heißt. Auf Dynamo!

Los geht das alles entscheidende siebte Spiel morgen Nachmittag um 14:30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena. Hauptschiedsrichter sind die Herren Piechaczek und Schukies.