Vor Spiel Drei: Heimvorteil für Köln ein Fluch?

delpo130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Finalserie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geht morgen Abend weiter. Um 20:30 Uhr stehen sich die Kölner Haie und die Eisbären Berlin in der Lanxess-Arena gegenüber. Zum dritten Mal in dieser Finalserie und bereits zum siebten Mal in dieser Saison. Und die Domstädter scheinen mit dem am Dienstag zurück gewonnenen Heimvorteil nun wieder bessere Chancen auf den Titel zu haben. Denn von maximal noch drei möglichen Finalspielen würden die Haie gleich zwei auf eigenem Eis absolvieren.

Doch im Duell zwischen Köln und Berlin ist der Heimvorteil in dieser Saison überhaupt nichts wert. Denn in den bisherigen sechs Duellen gewann immer die Auswärtsmannschaft. Was also in diesem Fall ein Vorteil für die Berliner wäre, die nämlich noch maximal zweimal Auswärts antreten „dürften“. Woran es liegt, dass beide Mannschaften in diesem Jahr kein Heimspiel gegeneinander gewinnen können, weiß keiner.

Es ist wirklich merkwürdig, wie die beiden Mannschaften auf dem Eis des Gegners teilweise die Spiele dominieren, aber auf eigenem Eis kaum eine Chance haben. Viele hatten gedacht, dass das nur in der Hauptrunde so gewesen sein wird und das in den Play-Offs nun keine Rolle mehr spielen wird. Doch dem war bisher nicht so. Berlin gewann Spiel Eins in Köln, war da die bessere Mannschaft. Köln gewann Spiel Zwei in Berlin und war da über die komplette Spieldauer die bessere Mannschaft. Wie wird das morgen Abend in Spiel Drei in Köln aussehen?

Die ersten beiden Finalspiele hatten bisher alles, was man sich von solchen Spielen auch erwartet. Und wie es gerade im Finale so üblich ist, fliegen auch zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin die Giftpfeile nur so hin und her. So empfindet man die Eisbären in Köln als äußerst arrogant. Besonders auf einen Berliner Spieler scheint man sich in Köln eingeschossen zu haben – auf Florian Busch.
Auf dem Eis ging es in den ersten beiden Spielen auch schon ordentlich zur Sache. Da gerieten beide Mannschaften schon desöfteren aneinander und standen kurz davor, sich zu prügeln. Doch bisher blieb es „nur“ beim Trash-Talk.

Doch lange dürfte es auf dem Eis nicht mehr so ruhig zur Sache gehen. Das haben die Szenen nach dem zweiten Finalspiel am Dienstag gezeigt, als sich ein Großteil der Spieler noch einmal in der Ecke zum Trash-Talk traf. Irgendwann kochen die Emotionen hoch und dann knallt es auf dem Eis. Was auch kein Wunder wäre, denn es geht nun in die heiße Phase der Saison. Maximal drei Spiele finden noch statt, ehe der neue (oder alte) Deutsche Meister fest steht.

Es wird morgen Abend auch auf die beiden Hauptschiedsrichter ankommen. Die DEL teilte für das dritte Finalspiel Lars Brüggemann und Daniel Piechaczek ein. Ob man sich damit jedoch einen Gefallen getan hat, ist fraglich. Denn einen guten Ruf haben diese beiden Hauptschiedsrichter nun nicht gerade – und zwar auf beiden Seiten. Beide müssen einen kühlen Kopf bewahren, denn die Kölner Fans werden alles versuchen, um Strafen für Berlin zu provozieren.

Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft, die morgen das dritte Spiel gewinnt, am Sonntag auch Deutscher Meister wird. Beide können Eishockey spielen und beide wollen den Titel. Beide müssen die Fehler abstellen, um das Spiel zu gewinnen. Die Eisbären machten in Spiel Eins vieles richtig, Köln hingegen in Spiel Zwei. Kleinigkeiten werden diese Partie und somit wahrscheinlich auch die Meisterschaft entscheiden.

Los geht es morgen Abend um 20:30 Uhr in der restlos ausverkauften Lanxess-Arena. Servus TV überträgt ab 20:15 Uhr live. Für diejenigen, die nicht mit nach Köln fahren, hier noch ein Tipp: In der O2 World findet im Premium Bereich ein Public Viewing statt. Tickets kosten 3,- € und sind zugleich ein Verzehrgutschein im selben Wert. Karten erhaltet Ihr an den Ticketschaltern der O2 World. Einlass ist um 19:30 Uhr.

1:3 – Kölner Haie schlagen zurück und gleichen aus

logo_WBN_1213Ausgabe #38:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg130px-Koelner-haie-logo_svgDie Eisbären Berlin haben am Dienstagabend den zweiten Sieg in der diesjährigen Finalserie verpasst. In der ausverkauften O2 World unterlagen die Eisbären den starken Kölner Haien mit 1:3 (1:2, 0:0, 0:1). Die Domstädter konnten somit zum 1:1 in der Serie ausgleichen und haben sich damit auch das Heimrecht zurückgeholt. Der Sieg der Haie war am Ende mehr als verdient, denn die Mannen von Uwe Krupp spielten stark auf und stellten die Eisbären vor große Probleme.

Die Stimmung in der O2 World war schon weit vor dem ersten Bully sehr angespannt gewesen. Alle fieberten dem zweiten Finalspiel zwischen Berlin und Köln entgegen. Je näher man dem (ungewohnten) Spielbeginn kam, desto besser wurde die Stimmung in der Arena. Vor dem Spiel ertönte wie bei jedem Finalspiel die deutsche Nationalhymne, vorgetragen von Bernd Römer. Doch das viel bessere Highlight boten einmal mehr die Fans in der Fankurve. Dort gab es wieder eine gigantische Choreo, die jedem Fan in der O2 World eine Gänsehaut bescherte.

Und dann ging es auch endlich los, das zweite Finalspiel zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien. Die Domstädter begannen sofort druckvoll und setzten die Eisbären von der ersten Sekunde an unter Druck. Mit Erfolg, denn Tyson Mulock musste nach nur 54 Sekunden auf die Strafbank (Beinstellen). Das Powerplay nutzte der KEC ganz schnell aus. Marco Sturm überwand Rob Zepp im zweiten Versuch – 0:1 (1.). Die kalte Dusche für den Titelverteidiger. Continue reading

Vor Spiel 2: Schlägt Köln zurück oder macht Berlin den nächsten Schritt zum Titel-Hattrick?

delpo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg130px-Koelner-haie-logo_svgIn der Deutschen Eishockey Liga (DEL) steht morgen Abend in der Berliner O2 World das zweite Finalspiel zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien an. Für Köln eine enorm wichtige Partie, denn wenn die Haie erneut verlieren sollten, hätten die Eisbären bereits im dritten Spiel am Freitag in Köln den ersten Matchball. Doch das wollen die Domstädter natürlich mit aller Macht verhindern.

Was den Mannen von Trainer Uwe Krupp Hoffnung machen dürfte ist die Statistik der aktuellen Saison zwischen den beiden Mannschaften. Denn bisher trafen beide Mannschaften fünfmal aufeinander. Und fünfmal gewann das Auswärtsteam. Wenn diese Serie morgen Abend weiter gehen sollte, dann würden die Kölner Haie also die Serie morgen ausgleichen. Doch so einfach wird das mit Sicherheit nicht.

Denn die Eisbären scheinen gerade rechtzeitig ihre beste Form gefunden zu haben, rufen genau in den Play-Offs ihre beste Leistung ab. Vergessen sind die unkonstanten Leistungen in der Hauptrunde, vergessen ist der miserable Play-Off-Auftakt gegen Hamburg. Die Eisbären sind richtig gut drauf zur Zeit, haben die letzten sieben Play-Off-Spiele in Folge gewonnen. Die Mannen von Trainer Don Jackson sind heiß auf den Titel-Hattrick. Continue reading

1. Finalspiel – Köln vs. Eisbären 2:4: Stimmen zum Spiel

Don Jackson (Trainer Eisbären Berlin):

Wir haben von Anfang an Druck gemacht und uns viele Torchancen erarbeitet.

Uwe Krupp (Trainer Kölner Haie):

Die Abwehr hat stabil gespielt. Mit der Leistung über 40 Minuten bin ich zufrieden, aber das reicht eben nicht.

André Rankel (Stürmer und Kapitän Eisbären Berlin):

Wir haben ein super erstes Drittel gehabt, sind super gestartet. Wir haben genauso gespielt, wie wir es wollten. Sie früh unter Druck gesetzt, zu Fehlern gezwungen. Dadurch ist auch das erste Tor entstanden. Wir haben sehr gut gespielt. Im zweiten Drittel wussten wir, dass sie anders aus der Kabine kommen werden, haben viel mehr Tempo gemacht. Haben uns auch versucht, früh unter Druck zu setzen. Wir haben gut dagegen gehalten. Wir sind dann 2:1 in Führung gegangen, haben da irgendwie einen Weg gefunden, ein Tor zu schießen. Und das 3:1 war der Knackpunkt.

T.J. Mulock (Stürmer Eisbären Berlin):

Im ersten Drittel haben wir das Spiel gemacht, waren aber etwas enttäuscht, dass wir nur mit einem Tor in Führung gehen konnten.

Nathan Robinson (Stürmer Kölner Haie):

Das waren Fehler, die wir am Dienstag abstellen müssen. Unsere Fans haben uns sehr gut unterstützt und uns nie alleine gelassen.

Quellen:

Link 1

Link 2

4:2 – Eisbären überraschen Köln und holen sich den Heimvorteil

delpo130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben die Kölner Haie zum Auftakt der DEL-Finalserie gleich einmal geschockt. Der DEL-Rekordmeister setzte sich am Sonntagnachmittag in der ausverkauften Lanxess-Arena mit 4:2 (1:0, 1:1, 2:1) durch und liegt in der Finalserie nun mit 1:0 in Führung. Mit dem Auftaktsieg holten sich die Hauptstädter zudem den Heimvorteil von Köln.

Beide Mannschaften betonten unter der Woche immer, wie heiß sie auf das Finale sind und dass sie alles geben werden, um den Titel zu holen. In den ersten 20 Minuten merkte man das aber nur den Berlinern an. Die Eisbären kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine und bestimmten über die kompletten 20 Minuten das erste Drittel. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf Kölns Torhüter Danny Aus den Birken zu. Der KEC-Goalie hatte jede Menge zu tun und musste mehrfach sein Können beweisen.
Bis zur zehnten Minute konnten die Hausherren das 0:0 halten. Dann vertändelte KEC-Verteidiger Moritz Müller den Puck, T.J. Mulock passte vor das Tor, wo Julian Talbot per Rückhand zum 1:0 traf. Die hochverdiente Führung für die Eisbären. In der Lanxess-Arena war es nun richtig still, man hörte nur noch die Eisbären-Fans.
Die Mannschaft der Haie und auch deren Fans waren angesichts der Dominanz der Eisbären geschockt. Man hatte zwar erwartet, dass die Eisbären stark spielen würden, aber so stark hatte man sie dann wohl doch nicht erwartet. 21 zu 5 wies die Torschussstatistik nach dem ersten Drittel für Berlin aus. Wenn man der Mannschaft von Trainer Don Jackson einen Vorwurf machen musste, dann war es der, dass man nur 1:0 nach dem ersten Drittel führte.
Was aber auch daran lag, dass Danny Aus den Birken seine Top-Form mehrfach bewies. Zudem trafen die Eisbären noch je einmal die Latte und den Pfosten. Köln konnte sich also glücklich schätzen, dass es nur 0:1 stand.

In der Kabine der Kölner Haie wurde deren Trainer Uwe Krupp sicherlich ganz laut, was auch gleich Wirkung zeigte. Denn die Hausherren kamen wie verwandelt aus der Kabine zurück und waren fortan die bessere Mannschaft. Und die Domstädter sollten sich für die bessere Leistung auch gleich belohnen. In der 23. Minute fing Andreas Falk einen Querpass von Laurin Braun ab und vollendete im Anschluss zum 1:1.
Die Kölner dominierten mehr und mehr die Partie und erspielten sich jede Menge gute Torchancen, doch genau wie die Eisbären im ersten Drittel konnten die Kölner kein Kapital aus den vielen guten Chancen schlagen. Und im Sport rächt sich so etwas nun einmal.
KEC-Verteidiger Björn Krupp kam hinter dem eigenen Tor zu Fall, Julian Talbot schaltete am Schnellsten, passte vor das Tor zu T.J Mulock, der keine Probleme hatte, den Puck ins Tor zu schießen – 2:1 (39.).
Die zu diesem Zeitpunkt glückliche Berliner Führung war zugleich auch der Pausenstand nach 40 Minuten. Die Torschussstatistik in diesem Drittel: 16 zu 8 für Köln.

Im dritten Drittel war es dann das erwartete Duell auf Augenhöhe. Köln versuchte, erneut den Ausgleich zu erzielen. Die Eisbären hingegen verteidigten das ganz geschickt und machten es den Haien nicht einfach.
Statt dem Kölner Ausgleich fiel in der 47. Minute die 3:1-Führung der Eisbären. Und dieser Treffer war äußerst kurios. Darin Olver stand hinter dem Tor und brachte den Puck vor das Tor. Dort ging der Puck an das Knie von Marco Sturm und von dort letztendlich ins Tor. Dass der Puck drin war, bekam zunächst kaum einer mit. Erst so nach und nach jubelten die Eisbären-Spieler. Die beiden Hauptschiedsrichter Willi Schimm und Daniel Piechaczek fuhren zur Sicherheit noch einmal zum Videobeweis und gaben danach den Treffer.
Köln versuchte weiterhin alles, doch die Defensive der Eisbären stand sehr sicher. Nur selten kamen die Domstädter mal durch.
Kölns Trainer Uwe Krupp riskierte alles und nahm knapp zwei Minuten vor dem Ende des Spiels Torhüter Danny Aus den Birken vom Eis. Und das Risiko zahlte sich aus, denn Andreas Falk gelang mit seinem zweiten Treffer der 2:3-Anschlusstreffer. 58 Sekunden waren da noch auf der Uhr und in Köln kehrte die Hoffnung zurück.
Doch diese war nur von kurzer Dauer, denn 23 Sekunden nach dem Anschlusstreffer konnte André Rankel bereits auf 4:2 erhöhen. Er lief alleine auf das leere Tor der Haie zu, traf aber nur den Pfosten. Da aber Kölns Verteidiger Daniel Tjärnqvist ihn per Stockschlag beim Abschluss behinderte, entschieden die beiden Hauptschiedsrichter folgerichtig auf „technisches Tor“. Diese Entscheidung passte den Kölner Fans überhaupt nicht, diese waren außer sich vor Wut und warfen sämtliche Gegenstände auf das Eis. Da erwiesen sich die Kölner Fans leider als schlechte Verlierer. Dabei war die Entscheidung von Schimm und Piechaczek vollkommen richtig – und das hätte ich auch gesagt, wenn der Treffer für Köln gefallen wäre.
Mehr passierte danach nicht mehr und somit feierten die Berliner einen 4:2-Sieg in Köln zum Auftakt der DEL-Finalserie. Spiel Zwei steigt bereits am Dienstag in der Berliner O2 World. Los geht es dann erst um 20:30 Uhr.

Play-Off-Finale 2013: Kölner Haie vs. Eisbären Berlin

delpo130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgNun sind es nur noch ganze zwei Tage bis zum Start der DEL-Finalserie zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin. Die Anspannung bei beiden Mannschaften und auch bei deren Fans steigt immer mehr. Ganz Eishockey-Deutschland fiebert dem Saison-Highlight entgegen. Es ist zwar nun nicht das Traumfinale zwischen Köln und Mannheim, aber dennoch steckt in der Finalserie zwischen Köln und Berlin mindestens genauso viel Brisanz drin. Für uns wird es nun so langsam aber sicher mal Zeit, für unsere Finalvorschau.

Beide Mannschaften treffen erst zum dritten Mal in den Play-Offs aufeinander. Und bisher hieß der Sieger am Ende immer Eisbären Berlin. In der Saison 2007/2008 entschieden die Berliner die Finalserie mit 3:1-Siegen für sich. Und in der vergangenen Saison hatte man im Viertelfinale überhaupt keine Probleme mit den Domstädtern, schaltete sie mit 4:0-Siegen aus. Doch so einfach wird es für die Hauptstädter dieses Jahr nicht, denn die Kölner Haie sind wesentlich stärker als in den Jahren zuvor und wenn man die Saison betrachtet, hätten die Domstädter den Titel auch mehr als verdient.

In der Vorrunde gewannen beide je zweimal – und das Auswärts. Köln setzte sich in Berlin mit 6:5 und 3:1 durch, die Eisbären setzten sich bei den Haien mit 3:0 und 4:1 durch. Geht man nach dieser Statistik, wären die Eisbären also im Vorteil, da sie ja ein Auswärtsspiel mehr absolvieren „dürfen“. Doch was in der Hauptrunde war, zählt in den Play-Offs überhaupt nicht mehr.

Kommen wir zu den Torhütern. Beide verfügen über extrem starke Goalies. Bei Köln hütet Danny Aus den Birken das Tor. Und der KEC-Goalie hat eine überragende Saison gespielt und läuft auch in den Play-Offs derzeit zur Höchstform auf. 95,0 Prozent aller Schüsse wehtrte Aus den Birken ab (Gegentorschnitt: 1,61 pro Spiel). Zudem feierte der Kölner Goalie zwei Shut-outs.
Sein Gegenüber ist Rob Zepp. Der hat den Eisbären in der Hauptrunde viele Spiele gewonnen, schwächelte aber zum Ende der regulären Saison ordentlich. Diese Schwächephase setzte sich zunächst auch im Viertelfinale gegen Hamburg fort. Doch anscheinend hat Zepp genau zum richtigen Zeitpunkt seine beste Form wieder gefunden. Zepp wehrte 90,4 Prozent aller Schüsse ab (GTS: 3,11 pro Spiel).
Wenn man also nach der Statistik geht, ist Aus den Birken klar besser als Zepp. Für den Eisbären-Keeper spricht hingegen seine Erfahrung in den Play-Offs. Da kann er jede Menge vorweisen und ist zudem auch bereits mehrfacher Meistergoalie. Aus den Birken fehlt genau diese Erfahrung. Doch er hat das Zeug dazu, ein ganz großer Torhüter zu werden. Ich sehe Köln hier leicht im Vorteil.

Weiter geht es mit der Defensive und da waren die Domstädter in den Play-Offs bärenstark, kassierten nur 14 Gegentreffer in der Endrunde. Die Eisbären kassierten dagegen satte 31 Gegentreffer, die aber eher zum Anfang der Play-Offs.
Beide Mannschaften haben Verteidiger, die ordentlich scoren können. Bei den Top-Verteidigern nehmen drei Kölner- und zwei Eisbären-Spieler die ersten fünf Plätze ein. Bei den Haien sind das Andreas Holmqvist (8 Vorlagen), Ales Kranjc (1 Tor/5 Vorlagen) und Daniel Tjärnqvist (1 Tor/5 Vorlagen). Bei den Berlinern sind das Constantin Braun (2 Tore/8 Vorlagen) und Jens Baxmann (4 Tore/2 Vorlagen).
Bei beiden Mannschaften schalten sich die Defensivspieler also ins Offensivspiel ein, doch bei den Gegentoren haben die Kölner Haie die Nase klar vorne. Daher sehe ich Köln auch hier leicht im Vorteil.

In der Offensive waren beide in den diesjährigen Play-Offs bisher ungefähr gleich stark. Köln erzielte 33 Treffer in der Endrunde, Berlin sogar 34. Und bei den Berlinern waren Julian Talbot (4 Tore/9 Vorlagen), T.J. Mulock (5 Tore/7 Vorlagen), André Rankel (2 Tore/9 Vorlagen) und Darin Olver (3 Tore/7 Vorlagen) in herausragender Form.
Bei den Domstädtern waren diese Stürmer in den Play-Offs bisher die Besten – Felix Schütz (3 Tore/6 Vorlagen), Charlie Stephens (2 Tore/6 Vorlagen), Nathan Robinson (5 Tore/2 Vorlagen), Philip Gogulla (4 Tore/3 Vorlagen) und Marco Sturm (4 Tore/3 Vorlagen).
Hier sehe ich die Eisbären leicht im Vorteil.

Und nun geht es weiter mit den Special-Teams. Und da zeigten sich die Eisbären in Überzahl enorm stark (Quote: 31,25 Prozent). Köln weist in den Play-Offs das zweitbeste Powerplay auf, allerdings mit ordentlichem Abstand (Quote: 16,67 Prozent).
Dagegen sind die Kölner Haie in Unterzahl besser – 92,31 Prozent zu 88,10 Prozent. Köln gelangen zwei, Berlin ein Unterzahltreffer.
Bei den Special Teams sehe ich die Eisbären im Vorteil.

Von der Form her waren beide zuletzt gleich gut drauf. Sowohl Köln als auch die Eisbären gewannen die letzten sechs Spiele in Folge. Für ein Team wird am Sonntag diese Serie nun aber enden.

Fazit:

Uns erwartet eine extrem spannende und hart umkämpfte DEL-Finalserie. Beide Mannschaften können hervorragendes Eishockey spielen und werden sich auf Augenhöhe begegnen. Kleinigkeiten werden diese Serie entscheiden. Hält Kölns starker Torhüter Danny Aus den Birken dem Druck in einem Finale stand oder setzt sich die Erfahrung von Rob Zepp durch? Geht die Serie aus der Hauptrunde weiter, bei der stets das Auswärtsteam gewann? Ist das Powerplay der Eisbären auch im Finale so stark? Ich gehe davon aus, dass die Finalserie über die volle Distanz, also fünf Spiele, gehen wird. In Spiel Fünf wird dann die Tagesform entscheiden. Mein Tipp: 3:2 für die Eisbären Berlin.

Köln vs. Berlin: Noch drei Tage bis zum Finalstart

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Nur noch drei Tage sind es bis zum Start der DEL-Finalserie zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin. Und man merkt, wie so langsam aber sich die Spannung steigt – sowohl bei den Spielern als auch bei den Fans. Während die Mannschaften sich bereits im Training befinden, um sich bestens auf die Finalspiele vorzubereiten, reißen die Fans den Vereinen die Finaltickets aus der Hand. Die ersten beiden Finalspiele in Köln sowie das eine Finalspiel in Berlin sind bereits ausverkauft. Die Fans sind also heiß auf das Highlight der Saison.

Und in dieser Finalserie gibt es für die Experten keinen Favoriten. Die Domstädter haben zwar die Hauptrunde dominiert, doch die Eisbären haben gerade rechtzeitig in den Play-Offs ihre beste Form gefunden. Dass die Eisbären ausgerechnet jetzt ihre besten Saisonleistungen zeigen, ist auch Kölns Trainer Uwe Krupp nicht entgangen:

Keine andere Mannschaft hat dem deutschen Eishockey in den letzten zehn Jahren so ihren Stempel aufgedrückt wie die Eisbären Berlin. Sie sind kampferprobt, play-off-erprobt. Und sie sind genau jetzt in ihrer besten Form.

Die Haie zeigen also großen Respekt vor dem Finalgegner. Natürlich haben auch die Eisbären großen Respekt vor den Kölnern, wie Trainer Don Jackson gegenüber der BZ sagte:

Wir stehen vor einer ganz harten Serie und haben viel Respekt vor den Kölnern. Aber wir haben die Haie gut studiert.

Beide Mannschaften steigern die Trainingseinheiten von Tag zu Tag. Man will die Spannung steigern und je näher das Finale rückt desto härter werden die Trainingseinheiten. Beiden hatten sich nach dem Finaleinzug kurz ausgeruht, bereiten sich aber nun natürlich auf den Saison-Höhepunkt vor. Eisbären-Verteidiger Frank Hördler erwartet eine ganz enge und spannende Serie, wie er gestern nach dem Training sagte:

Ich denke, Schnelligkeit wird die Serie entscheiden. Körperbetontes Eishockeyspielund viel spielerische Elemente werden drin sein. Köln hat eine gute Mannschaft, die alles so ein bisschen verbindet und darauf müssen wir uns einstellen. Es wird ein hartes Spiel.

In den Play-Offs kommt es vor allem auf zwei Faktoren an. Zum Einen wären da die Torhüter, die ein Spiel allein für ihr Team gewinnen können. Zum Anderen wären da die Special Teams. Und da sind die Berliner in den diesjährigen Play-Offs bärenstark. Daher hofft EHC-Coach Don Jackson auch darauf, dass es im Finale weiterhin so gut laufen wird wie bisher:

Die Special Teams sind immer wichtig. Ich hoffe, unser Powerplay bleibt weiter so stark wie zuletzt.

Das erste von fünf möglichen Finalspielen steigt am Sonntag in der Kölner Lanxess-Arena (14:30 Uhr/Servus TV live). Dieses Spiel könnte schon vorentscheidend sein. Nämlich dann, wenn die Eisbären den Kölnern gleich den Heimvorteil wegnehmen würden.

Köln vs. Berlin: Die Neuauflage von 2008

delpo130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgIn vier Tagen beginnt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Finalserie zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin. Der Vorrunden-Zweite trifft dann auf den Vorrunden-Vierten. Für viele Experten ist es das Traumfinale der aktuellen Saison. Wobei man während der Hauptrunde noch das Duell Köln vs. Mannheim als Traumfinale bezeichnet hatte. Denn diese beiden Teams waren es, die der Hauptrunde ihren Stempel aufgedrückt und das beste Eishockey gespielt hatten. Doch ins Finale schaffte es von diesen beiden Mannschaften nur Köln, Mannheim schied bereits im Viertelfinale gegen Wolfsburg aus. Und im Finale treffen die Domstädter nun auf eine Berliner Mannschaft, die ihrem Ruf als Play-Off-Mannschaft mal wieder gerecht geworden ist und daher auch zu Recht im DEL-Finale steht.

Und in diesem haben die Kölner Haie noch eine Rechnung mit den Eisbären Berlin offen. Denn als die Domstädter letztmals (2008) in einem DEL-Finale standen, traf man ebenfalls auf die Eisbären. Und gegen die Berliner zogen die Kölner in vier Spielen den Kürzeren und mussten die Meisterfeier der Hauptstädter in eigener Halle miterleben. Nun brennen die Kölner Haie natürlich auf die Revanche. Und wenn man einfach nur den bisherigen Saisonverlauf nimmt, hätten es sich die Kölner auch mehr als verdient. Und die Haie sind heiß auf den Titel, wie Verteidiger Moritz Müller sagt:

Jetzt sind wir so weit gekommen, jetzt wollen wir auch die Meisterschaft.

Doch wer denkt, die Kölner Haie hätten keinen Respekt vor den Eisbären Berlin, der täuscht sich gewaltig. Denn die Domstädter haben größten Respekt vor dem Finalgegner, der scheinbar zum richtigen Zeitpunkt seine Top-Form wieder gefunden hat. Haie-Coach Uwe Krupp äußerte sich wie folgt über die Eisbären:

Über Berlin braucht man nicht viel zu sagen, die Eisbären sind in den letzten acht Jahren sechsmal Meister geworden. Sie haben eine Mannschaft, die immer zum richtigen Zeitpunkt topfit ist.

Aber auch die Eisbären Berlin zeigen größten Respekt vor den Kölner Haien. Kapitän André Rankel sagte über die Haie:

Köln hat eine tolle Vorrunde gespielt und auch in den Playoffs bislang keine Schwäche gezeigt.

Auf jeden Fall steht uns eine sehr spannende Finalserie bevor. Eine, die beste Werbung für das deutsche Eishockey sein wird. Schon in den vier Hauptrundenspielen waren es sehr intensiv geführte Partien. Bemerkenswert: Es gewann jeweils das Auswärtsteam die Spiele, was in der Finalserie also ein Vorteil für die Berliner sein könnte, da die ja ein Auswärtsspiel mehr absolvieren müssen.
Köln setzte sich in der Hauptstadt mit 6:5 und 3:1 durch, die Eisbären setzten sich dagegen in der Domstadt mit 4:1 und 3:1 durch.

Tyson Mulock vor Wechsel nach Iserlohn?

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgRooster_1_E17_ig110307Die Eisbären Berlin bereiten sich zur Zeit auf die Finalserie (ab Sonntag) gegen die Kölner Haie vor. Dennoch wirft die neue Saison bereits ihre Schatten voraus. Denn wie die Eishockey NEWS in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, verdichten sich die Anzeichen für einen Wechsel von Tyson Mulock nach Saisonende. Demnach soll die Nummer „62“ der Eisbären kurz vor einem Wechsel zu den Iserlohn Roosters stehen. Offiziell bestätigt wurde der Transfer aber weder von Iserlohn noch von den Eisbären.

Aber die Aussage von Iserlohns Manager Karsten Mende lässt darauf schließen:

Ja, es stimmt. Wir haben bereits einen weiteren Spieler unter Vertrag und werden diesen auch sofort bekannt geben, wenn dieser sich nicht mehr im Spielbetrieb befindet.

Gerüchte um einen möglichen Abgang von Tyson Mulock nach Ende der laufenden Saison gibt es schon lange. Doch bisher galt der EHC Red Bull München als möglicher neuer Verein von Tyson Mulock. Dort ist Red Bull derzeit dabei, einen Meister-Kader zusammen zu stellen.

In der laufenden Saison kam Tyson Mulock bisher auf 23 Scorerpunkte (10 Tore, 13 Vorlagen). In Iserlohn hätte er die Chance, mehr Verantwortung zu übernehmen. Von daher wäre ein Wechsel für ihn also durchaus sinnvoll. Mal sehen, was daraus wird. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Jens Baxmann: Das neue „Play-Off-Monster“

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben am Sonntagnachmittag den dritten Finaleinzug nacheinander perfekt gemacht. Für viele war der Finaleinzug aber überraschend gewesen, wenn man noch bedenkt, wie die Berliner in der Hauptrunde gespielt haben. Doch in den Play-Offs scheinen die Eisbären gerade rechtzeitig ihre Form wieder gefunden zu haben. Einen großen Anteil an der derzeitigen Siegesserie der Eisbären (sechs Siege in Folge) hat u.a. auch Verteidiger Jens Baxmann. Der 28-jährige fällt selten auf, dabei verrichtet er seine Arbeit in der Defensive aber immer sehr gut. Und in den diesjährigen Play-Offs scheint Baxmann auch noch das Toreschießen für sich entdeckt zu haben.

Denn in den bisherigen neun Play-Off-Spielen gelangen Jens Baxmann bereits vier Treffer. Und diese Treffer waren allesamt auch noch enorm wichtig. Im ersten Viertelfinalspiel gegen Hamburg schoss er die Berliner mit 5:4 in Führung. Zuvor lagen die Eisbären bereits mit 0:4 hinten. Im fünften Viertelfinalspiel gegen Hamburg markierte Baxmann den 3:2-Siegtreffer exakt eine Sekunde vor Ablauf der regulären Spielzeit. Im sechsten Viertelfinalspiel in Hamburg traf er zum vorentscheidenden 2:0 in Hamburg. Und jetzt am Sonntag erzielte Jens Baxmann im dritten Halbfinalspiel in Krefeld das so wichtige 3:2. Die Pinguine hatten zuvor einen 0:2-Rückstand ausgeglichen. Jens Baxmann scheint also in den diesjährigen Play-Offs der Mann für die wichtigen Tore zu sein. Zudem bereitete der Verteidiger auch noch zwei weitere Treffer vor, kommt somit also auf sechs Scorerpunkte.

Mit seinen vier Treffern hat er bereits jetzt schon einen mehr erzielt als in der Hauptrunde in 45 Spielen (3 Tore/10 Vorlagen). Insgesamt kommt Jens Baxmann damit in dieser Saison bei 54 absolvierten Spielen auf 7 Tore und 12 Vorlagen. Damit hat er schon jetzt seine Punkteanzahl der vergangenen Saison eingestellt. In der letzten Saison erzielte er in 63 Spielen vier Tore und gab 15 Torvorlagen (19 Scorerpunkte).

Mal sehen, ob Jens Baxmann auch der Finalserie seinen Stempel aufdrücken kann. In der Form dafür ist er auf jeden Fall. Und vielleicht heißt es ja bald: „Jens Baxmann schießt die Eisbären zur Meisterschaft!“.