2:1 – Arbeitssieg gegen defensive Düsseldorfer

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Das Sechs-Punkte-Wochenende ist perfekt. Mit 2:1 (0:0, 2:1, 0:0) gewannen die Eisbären Berlin am Sonntagnachmittag in der Arena am Ostbahnhof gegen die Düsseldorfer EG. 12.260 Zuschauer sahen ein eher durchschnittliches DEL-Spiel. Die Eisbären in der Offensive zwar bemüht, doch ohne die nötige Durchschlagskraft. Düsseldorf hatte von Beginn an nur ein Ziel. Sehr defensiv spielen und auf Konter lauern. So kam ein nicht wirklich ansehnliches Eishockey-Spiel zu Stande. Aber das kannten wir ja von den letzten Begegnungen gegen die DEG bereits.

Bei den Eisbären fehlten heute gleich fünf Spieler – Florian Busch (Schulter), Vincent Schlenker (Rücken), Laurin Braun (Schlüsselbein), Jonas Schlenker (Gehirnerschütterung), Mark Bell (Knieprellung). So konnten die Berliner wieder nur mit drei vollen Reihen spielen. Dazu drei Extra-Angreifer mit John Koslowski, Lukas Koziol und Kai Wissmann. Die beiden zuletzt genannten Spieler gaben heute ihr DEL-Debüt. Sein Heim-Debüt im Eisbären-Trikot feierte zudem Goalie Mathias Niederberger, welcher gegen seinen Ex-Verein heute das Tür hütete. Ein Jubiläum feierte Verteidiger Jimmy Sharrow, der zum 250. Mal im Eisbären-Trikot auflief.

Antti Miettinen wartet auf das Zuspiel vor dem Tor. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Antti Miettinen wartet auf das Zuspiel vor dem Tor. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Hinein ins Spiel. Wer heute mit einem Schützenfest der Eisbären gegen die DEG rechnete, wurde enttäuscht. Zwar ging das Spiel von Beginn an fast nur in eine Richtung – nämlich in die von DEG-Goalie Tyler Beskorowany – jedoch waren die Abschlüsse der Eisbären meistens nicht wirklich gefährlich. Es fehlte zu oft die Genauigkeit im Abschluss. Düsseldorfs Goalie hatte so selten Probleme bei den Torschüssen der Hausherren. Die DEG war von Anfang an defensiv eingestellt. Damit hatten die Eisbären sichtlich Probleme. Düsseldorf wollte hier nur auf Fehler der Eisbären lauern, um dann eiskalt zu kontern. Lediglich eine nennenswerte Chance hatten die Rheinländer im ersten Drittel. Travis Turnbull hatte den Puck für Michael Davis liegen gelassen, doch der scheiterte bei seinem Versuch aus dem Slot an Mathias Niederberger (17.). So endete das Auftaktdrittel torlos. Klare Überlegenheit der Eisbären, nur im Abschluss sah man diese Überlegenheit dann nicht wirklich. Continue reading

2:4-Niederlage gegen den Erzrivalen: Mannheim einfach cleverer und abgezockter

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Nun hat es die Eisbären zu Hause erwischt. Im dritten Heimspiel der neuen Saison verloren die Berliner gegen den Erzrivalen Adler Mannheim verdient mit 2:4 (1:1, 0:1, 1:2) und mussten damit die erste Heimniederlage hinnehmen. Und das ausgerechnet an dem Tag, an dem die Eisbären-Legende Sven Felski feierlich geehrt und sein Trikot mit der Nummer 11 unter die Hallendecke der Arena am Ostbahnhof gezogen wurde. Somit endete ein Tag, welcher sehr stimmungsvoll begann, sehr enttäuschend für die Eisbären. Allerdings war es eine verdiente Niederlage, denn die Kurpfälzer erwiesen sich an diesem Abend als die clevere und abgezocktere Mannschaft.

Eisbären-Chefcoach Jeff Tomlinson konnte auf die zuletzt angeschlagenen Casey Borer und Mark Bell zurückgreifen. Im Tor stand wieder Petri Vehanen.

Das Trikot mit Sven Felski`s Nummer 11 hängt nun unter dem Hallendach der Arena am Ostbahnhof. Die Nummer 11 wird bei den Eisbären nie mehr vergeben. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Das Trikot mit Sven Felski`s Nummer 11 hängt nun unter dem Hallendach der Arena am Ostbahnhof. Die Nummer 11 wird bei den Eisbären nie mehr vergeben. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Nach dem die Trikot-Zeremonie beendet war, wurde hier endlich Eishockey gespielt. Und wie es sich für ein Duell zweier Erzrivalen gehört, ging es sofort zur Sache. Von Abtasten keine Spur, beide suchten sofort den Weg in die Offensive. Das erste Drittel war ein sehr rasantes gewesen, beide spielten ein hohes Tempo, es ging hin und her. Man hatte das Gefühl, als ob das hier bereits eine Play-Off-Partie wäre, so intensiv ging es zur Sache.
Und relativ schnell hatten die Anhänger der Eisbären auch Grund zum jubeln. 88 Sekunden waren gespielt, als Henry Haase auf Höhe der blauen Linie einfach mal abzog. Sein Schuss sprang Adler-Goalie Dennis Endras über die Fanghand und ging dann weiter ins Tor – 1:0 (2.).
Mannheim wirkte wenn überhaupt nur kurz geschockt. Die Adler suchten schnell nach einer Antwort und diese gaben sie in der fünften Spielminute. Die Mannheimer eroberten sich durch aggressives Pressing den Puck und Jamie Tardif schloss einen gelungenen Adler-Angriff mit dem Tor zum Ausgleich ab – 1:1 (5.).
Fortan ging es weiter sehr intensiv zur Sache, die Eisbären hatten ein Chancenplus in Sachen Torschüsse (13:6), doch weitere Treffer sollten im Auftaktdrittel nicht mehr fallen. Somit ging es beim Stand von 1:1 in die Kabinen. Continue reading

Aus in der Champions Hockey League: 0:2-Niederlage gegen Fribourg-Gottéron – Laurin Braun verletzt

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Die Eisbären Berlin haben ihr erstes Saisonziel verpasst. Der Hauptstadtclub wollte ja bekanntlich die KO-Phase der Champions Hockey League (CHL) erreichen, doch dies ist spätestens seit heute Abend nicht mehr möglich. Die Berliner unterlagen am 5. Spieltag der CHL dem Schweizer Spitzenclub HC Fribourg-Gottéron mit 0:2 (0:1, 0:1, 0:0) und bleiben somit mit drei Punkten auf dem letzten Platz der Gruppe D. Die Eisbären haben damit nun keine Chancen mehr auf das Erreichen des CHL-Achtelfinales und sind daher aus der CHL ausgeschieden. Und das nach der heute gezeigten Leistung auch völlig zu Recht. Denn die Berliner konnten zu keiner Zeit an die zuletzt gezeigten Leistungen in der DEL anknüpfen. Vom gefürchteten Offensiv-Spektakel war keine Spur.

Eisbären-Chefcoach Jeff Tomlinson musste auf Florian Busch, Vincent Schlenker, Mark Bell und Antti Miettinen verzichten. Neu im Kader waren dafür Jonas Müller und John Koslowski. Im Tor stand diesmal wieder Petri Vehanen, der am Sonntagabend in Iserlohn noch eine Auszeit bekam.

Foto: eisbaerlin.de/Walker

Foto: eisbaerlin.de/Walker

Vom Selbstvertrauen, welches die Eisbären nach drei Ligasiegen in Folge eigentlich hätten haben müssen, war nichts zu spüren. Auch war für mich zu keiner Zeit der unbändige Siegeswille zu sehen. Man wollte an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, um sich in der CHL noch die kleine Minimal-Chance zu erhalten. Nur davon hat man heute Abend recht wenig gemerkt.
Die Anfangsphase war eher geprägt von gut stehenden Defensivreihen. Beide wollten hinten nicht zu viel zulassen, weshalb es kaum Torraumszenen gab. Für die Eisbären gab es dann den ersten Schock-Moment in Spielminute Sechs. Nach einem üblen Check von Fribourgs Sebastian Schilt ging Laurin Braun zu Boden. Braun zog sich dabei vermutlich eine Schlüsselbein-Fraktur zu, für ihn war das Spiel beendet und er wurde sofort ins Krankenhaus gefahren. An dieser Stelle Gute Besserung an Laurin Braun. Schilt bekam für diese Aktion völlig zu Recht eine Spieldauerdisziplinarstrafe.
Wer nun aber dachte, die Eisbären würden ihr zuletzt so gefürchtetes Powerplay aufziehen, der sah sich getäuscht. Die Eisbären kamen überhaupt nicht in die Formation, Fribourg zeigte ein starkes Penalty-Killing und überstand die fünfminütige Unterzahl schadlos. Für die Eisbären kam es in dieser Überzahl aber richtig hart, denn die Gäste aus der Schweiz gingen in Unterzahl (!) mit 1:0 in Führung. Tristan Vauclair hatte abgezogen, Petri Vehanen rutschte der Puck über die Fanghand und Martin Ness war zur Stelle und staubte ab (7.).
Die Eisbären in der Folgezeit zwar bemüht, aber ohne wirkliche Idee in der Offensive. Fribourg sorgte vor allem bei Kontern immer wieder für Gefahr, einen weiteren Treffer konnten die Schweizer aber nicht erzielen. Somit blieb es nach 20 Minuten beim 0:1 aus Berliner Sicht. Continue reading

7:3 gegen die Freezers: Matt Foy gelingt Hattrick – Powerplay-Gala gegen Hamburg

logo_WBN_1415Ausgabe #5:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg200px-Hamburg-freezers_svgDie Eisbären Berlin haben erfolgreich Revanche genommen für das letzte Heimspiel gegen die Hamburg Freezers, welches mit 4:7 verloren ging. Im zweiten Heimspiel der neuen DEL-Saison gewannen die Hauptstädter nämlich klar und deutlich mit 7:3 (0:0, 4:3, 3:0) gegen die Hanseaten, welche damit die dritte Niederlage im dritten Saisonspiel kassierten. Die Eisbären hingegen feierten im dritten Saisonspiel den zweiten Sieg und zugleich den zweiten Heimsieg im zweiten Heimspiel. Und diesen Sieg hatten sich die Berliner auch redlich verdient, denn ab dem zweiten Drittel waren die Eisbären die spielbestimmende Mannschaft, welche sich auch von einer kurzen Schwächephase im Mitteldrittel nicht beirren ließ und Hamburg am Ende deutlich die Grenzen aufzeigte.

Barry Tallackson versucht , Freezers-Goalie Sébastien Caron zu überwinden. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Barry Tallackson versucht, Freezers-Goalie Sébastien Caron zu überwinden. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Chefcoach Jeff Tomlinson musste auf Florian Busch, Mark Bell, Jonas Müller, John Koslowski und Vincent Schlenker verzichten. Dagegen gab der finnische Stürmer Antti Miettinen sein DEL-Debüt im Trikot der Eisbären Berlin. Im Tor stand erneut Stammgoalie Petri Vehanen.

Das erste Drittel ist eigentlich recht schnell erzählt. Beide Teams tasteten sich zunächst ab, viele Torraumszenen gab es daher nicht zu sehen. Beide waren eher auf ihre Defensive konzentriert. Mit zunehmender Spieldauer suchten dann aber beide Mannschaften immer mal wieder den Weg zum Tor, die Eisbären dabei mit leichten Vorteilen, doch Tore sollten im ersten Drittel keine fallen.

Das erste Drittel bot den 12.160 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof also kaum Highlights, dafür wurden die Zuschauern im zweiten Drittel aber deutlich entschädigt. Sage und schreibe sieben Tore sollten im Mitteldrittel fallen, aber der Reihe nach.
Direkt in der ersten Minute des zweiten Drittels musste Hamburgs Verteidiger Mathieu Roy wegen Haltens für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Eisbären nutzten dieses Powerplay aus. Petr Pohl mit dem Pass zu Frank Hördler, der zog von der blauen Linie ab, T.J. Mulock hielt die Kelle in den Schuss und fälschte den Puck so unhaltbar für Freezers-Goalie Sébastien Caron ab – 1:0 (23.). Dieser Treffer war der Auftakt in ein fulminantes zweites Drittel.
Hamburg hatte kurz nach dem Gegentor die Möglichkeit zum Ausgleich, doch Julian Jakobsen scheiterte an Bären-Keeper Petri Vehanen. In der 25. Spielminute musste Roy erneut auf die Strafbank, diesmal wegen Stockchecks. Und auch diese Überzahl wussten die Eisbären zu nutzen. Über T.J. Mulock und Neuzgang Antti Miettinen kam der Puck in den Slot zu Julian Talbot, welcher den Puck irgendwie im Tor versenken konnte – 2:0 (27.).
Nur 62 Sekunden später waren die Fans der Eisbären schon wieder am jubeln. Die Eisbären nun in einem wahren Spielrausch, konnten sofort

Petri Vehanen, Casey Borer und Henry Haase in Erwartung eines Hamburger Torschusses. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Petri Vehanen, Casey Borer und Henry Haase in Erwartung eines Hamburger Torschusses. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

nachlegen. Petr Pohl legte den Puck rüber zu Matt Foy, welcher Caron nach kurzer Verzögerung umkurven konnte und den Puck ins Tor schoss – 3:0 (28.).
Und weiter ging es Schlag auf Schlag. Zwei Minuten nach dem 3:0 konnten die Hanseaten ein erstes Lebenszeichen senden. Kevin Clark hatte abgezogen, Petri Vehanen ließ nur prallen und Jerome Flaake staubte ab – 3:1 (30.).
28 Sekunden nach dem Anschlusstreffer der Hamburger hatte Matt Foy die große Chance, den alten Abstand wieder herzustellen, doch sein Schuss ging nur an die Latte.
In der 33. Spielminute hatte Matt Foy dann aber mehr Glück, als er einen Pass von Barry Tallackson in Überzahl zu seinem zweiten Treffer an diesem Abend verwertete – 4:1 (33.).
Alles schien nun für die Eisbären zu laufen, doch die Gäste von der Elbe kamen noch einmal zurück. Innerhalb von zwei Minuten konnten die Freezers auf 4:3 verkürzen. Zunächst war es Kevin Schmidt, der im Chaos vor dem Tor von Vehanen den Überblick behielt und zum 4:2 einschießen konnte (35.). Kevin Clark machte es dann zwei Minuten später endgültig wieder spannend, als er einen Schuss von Jerome Flaake unhaltbar für Vehanen abfälschte und so auf 4:3 verkürzte (37.).
Dieser Treffer war zugleich der Schlusspunkt unter diesem torreichen zweiten Drittel. Die Eisbären retteten eine knappe 4:3-Führung in die Kabine. Continue reading

5:1 gegen Straubing: Neuzugänge sorgen für ersten Saisonsieg

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125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Straubing_tigers_logoNa bitte, es geht doch. Die Eisbären Berlin haben am Sonntagnachmittag ihr erstes Saisonheimspiel gewonnen und feierten somit auch gleich den ersten Sieg in der neuen DEL-Saison. Vor 12.560 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof fegten die Hauptstädter die Straubing Tigers mit 5:1 (2:0, 3:0, 0:1) vom Eis. Die Eisbären zeigten also die richtige Antwort auf die 1:4-Niederlage vom Freitag in Augsburg, während Straubing den Aufwind vom 3:2-Sieg n.P. gegen Vizemeister Köln nicht mitnehmen konnte.

Chefcoach Jeff Tomlinson standen für die heutige Partie gegen die Niederbayern nur 16 Spieler zur Verfügung, weshalb er also nur mit drei Reihen agieren konnte. Youngster Jonas Schlenker war daher überzähliger Angreifer. Bei den Berlinern fehlten heute Florian Busch (Schulterverletzung), Mark Bell (Augeninfektion) sowie die Youngster Jonas Müller und John Koslowski, welche für Kooperationspartner Dresden im Einsatz waren. Im Tor stand wie bereits am Freitag Stammgoalie Petri Vehanen.

Die Eisbären bejubeln das 1:0 von Julian Talbot. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Die Eisbären bejubeln das 1:0 von Julian Talbot. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Hinein ins Spiel. Die Gäste aus Straubing waren sehr defensiv eingestellt, ließen die Eisbären kommen. Doch die Hausherren konnten damit zunächst nicht viel anfangen. Den ersten richtigen Warnschuss gab Sven Ziegler in der siebten Minute ab. Aber der Schuss hatte es in sich, denn der Puck ging an die Latte. Glück für Tigers-Goalie Jason Bacashihua. Fortan kamen die Berliner dann immer besser ins Spiel und immer wieder zu guten Chancen. André Rankel, Barry Tallackson und Julian Talbot scheiterten jedoch am Straubinger Goalie.
Doch in der elften Minute war dann auch der Straubinger Goalie machtlos. Constantin Braun hatte von der blauen Linie abgezogen, Bacashihua ließ nur prallen und Julian Talbot verwertete den Abpraller zur 1:0-Führung für die Berliner in Überzahl (11.). Der Treffer gab den Eisbären noch mehr Selbstvertrauen, sie spielten weiterhin sehr gutes Eishockey und zeigten sehenswerte Kombinationen im Drittel der Tigers. Es war klar, dass der nächste Treffer nicht lange auf sich warten lässt.
Diesmal war es Neuzugang Petr Pohl, der von der blauen Linie abgezogen hatte. Sein Schuss wurde vorm Tor geblockt, Darin Olver kam an die Scheibe und spielte Straubings Goalie Bacashihua eiskalt aus und hämmerte den Puck unter die Latte – 2:0 (17.). Bei diesem Spielstand blieb es bis zur ersten Drittelpause. Continue reading

4:3 n.P. gegen Stockholm: Petr Pohl schießt die Eisbären zum ersten CHL-Sieg

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125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben am Sonntagnachmittag ihren ersten Sieg in der diesjährigen Champions Hockey League (CHL) eingefahren. Vor 5660 Zuschauern in der stimmungsvollen Arena am Ostbahnhof setzten sich die Berliner knapp mit 4:3 n.P. (1:1, 1:1, 1:1/ 0:0, 1:0) gegen Djurgarden Stockholm durch. Der DEL-Rekordmeister nahm somit erfolgreich Revanche für die knappe 2:3-Niederlage am Freitagabend in Stockholm. Und diesen Sieg haben sich unsere Jungs auch durchaus verdient. Denn im Vergleich zum Freitagspiel schafften sie es heute fast über die gesamte Spielzeit kämpferisch zu überzeugen. Man hatte nie das Gefühl, dass die Jungs jetzt wieder eine Schwächephase haben sondern man hatte immer das Gefühl, dass die Eisbären sehr gut dagegen hielten und Stockholm meistens auch dominierten.

Für die Partie in der O2 World gegen den 16-maligen schwedischen Rekordmeister standen Verteidiger Casey Borer (Fuß) sowie die Stürmer Laurin Braun (Rücken) und Mark Bell (gesperrt) nicht zur Verfügung. Chefcoach Jeff Tomlinson nahm dafür noch den jungen Verteidiger Jonas Müller mit in den Kader und spielte so mit drei vollen Reihen und einer drei Mann starken vierten Reihe. Im Tor stand wie auch am Freitag Stammgoalie Petri Vehanen.

Der schwedische Goalie Mikael Tellqvist hat gerade einen Schuss der Eisbären pariert. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Der schwedische Goalie Mikael Tellqvist hat gerade einen Schuss der Eisbären pariert. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Gleich zu Beginn des Spiels hatten die Hausherren wieder einmal die Möglichkeit in Überzahl zu agieren. Doch wie bereits am Freitag in Schweden war dieses Überzahlspiel überhaupt nicht gefährlich. Djurgardens Defensive hatte damit überhaupt keine Probleme und konnte sich immer wieder befreien. So ließen die Berliner also relativ früh im Spiel die große Chance zur schnellen Führung liegen.
Fortan bestimmten beide Defensivreihen das Spiel, Torchancen waren daher in der Anfangsphase kaum zu verzeichnen. Erst nach gut fünf Minuten konnten sich dann auch erstmals die Goalies Petri Vehanen (Berlin) und Mikael Tellqvist (Stockholm) auszeichnen.
Nach acht Minuten ertönte erstmals die Torsirene in der Arena, denn die Eisbären hatten den ersten Treffer des Spiels erzielt. Florian Busch hatte den Puck Richtung Tor gebracht, wo ihn Matt Foy weiterleitete zu Petr Pohl und der Tscheche schoß den Puck mühelos zum 1:0 ein (8.).
Danach war es ein munteres Spielchen, welches hin und her ging. Beide Mannschaften suchten immer wieder den Weg in die Offensive. Und Djurgarden konnte letztendlich auch zurückschlagen. 14 Minuten waren gespielt, als den Schweden der Ausgleich gelang. Erik Nyström setzte sich klasse durch und brachte Joakim Eriksson in Position, welcher Vehanen keine Chance ließ – 1:1 (14.).
Nur gut zwei Minuten später hätten die Berliner beinahe wieder jubeln können, doch ein Schuss von Florian Busch prallte am Pfosten ab.
Mehr sollte dann im Auftaktdrittel nicht mehr passieren und somit ging es beim Stand von 1:1 in die Kabinen.

Petri Vehanen lieferte wieder eine klasse Partie ab und zeigte einige bärenstarke Saves. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Ins Mitteldrittel kamen die Eisbären besser hinein. André Rankel und Frank Hördler prüften gleich einmal Djurgardens Keeper, doch erfolgreich waren die beiden Berliner bei ihren Versuchen nicht. Djurgarden selbst zeigte sich auch in der Offensive, war aber auch nicht erfolgreich gewesen.
Mitte des zweiten Drittels hatten dann die Eisbären Glück. Marcus Sörensen kam zum Schuss und traf dabei nur den Pfosten. Der Puck prallte zurück ins Spiel, wo ein weiterer Djurgarden-Spieler zum Abschluss kam, jedoch am überragend haltenden Petri Vehanen scheiterte. Sörensen bekam direkt im Anschluss an diese Aktion eine Strafe und somit hatten die Eisbären also ein Überzahlspiel. Und dieses nutzten die Hausherren schnell aus. Über Barry Tallackson und Petr Pohl kam die Scheibe zu Frank Hördler an die blaue Linie. Der Eisbären-Verteidiger nahm den Puck direkt, sein Hammer fand den Weg ins Tor und so lagen die Eisbären wieder in Front – 2:1 (32.).
Knapp drei Minuten vor Ende des zweiten Drittels konnte Petri Vehanen wieder seine ganze Klasse zeigen. Erik Nyström tauchte alleine vor Vehanen auf, doch der ließ dem schwedischen Angreifer keine Chance und parierte seinen Schuss sicher.
47 Sekunden vor der zweiten Drittelpause war dann aber auch der finnische Torhüter machtlos. Diesmal war Djurgarden in Überzahl, Alexander Deilert brachte den Puck Richtung Tor, wo ihn Markus Ljungh weiter spielte zu Henrik Eriksson, welcher letztendlich zum Ausgleich einnetzen konnte – 2:2 (40.).
Somit stand es also auch nach 40 Minuten in der Berliner O2 World unentschieden. Continue reading

3:4 n.P.: Eisbären verlieren ihr Auftaktspiel in der CHL gegen Zlín

WalkersBaerenNews – Saison 2014/2015 – #2:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben ihr erstes Pflichtspiel der Eishockey-Saison 2014/2015 verloren. Zum Auftakt der neu gegründeten Champions Hockey League (CHL) unterlagen die Hauptstädter in der Arena am Ostbahnhof dem tschechischen Meister PSG Zlín knapp mit 3:4 n.P. (1:2, 1:1, 1:0/ 0:0, 0:1). 6200 Zuschauer sahen eine muntere Partie, in der die Gäste aus Tschechien vor allem im zweiten Drittel die bessere Mannschaft waren und am Ende durchaus auch verdient den Sieg eingefahren hatten. Bei den Eisbären lief längst nicht alles rund, vor allem die Defensive war heute sehr oft anfällig gewesen.

Die Eisbären konnten in Bestbesetzung auflaufen. Zumindest vom Team her, denn Trainer Jeff Tomlinson fehlte gesundheitsbedingt, auch Co-Trainer Vince Malette war nicht mit dabei.. So standen der Sportliche Leiter Stefan Ustorf und Fitnesstrainer Marian Bazany an der Bande. Ustorf übernahm dabei das Coaching, was ihm sichtlich Spaß machte. Im Tor der Eisbären gab der Finne Petri Vehanen sein Pflichtspiel-Debüt im Trikot der Berliner.

Hinein in das erste Pflichtspiel der neuen Eishockey-Saison. Die Eisbären zeigten sich gleich einmal in der Offensive, doch Mark Bell und

Lubos Horcica im Tor von Zlín hat soeben eine gute Chance der Eisbären pariert. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Lubos Horcicka im Tor von Zlín hat soeben eine gute Chance der Eisbären pariert. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Florian Busch scheiterten jeweils an Lubos Horcicka im Tor der Gäste. Die Tschechen übernahmen dann relativ schnell das Kommando und waren in der Anfangsphase fortan das bessere Team. Und relativ schnell zahlte sich diese Überlegenheit auch aus. Petr Leska mit einem Querpass, welchen Casey Borer im eigenen Tor versenkte – 0:1 (4.).
Die Hausherren taten sich danach schwer, ins Spiel zu finden. Zlín stand in der Defensive sehr sicher, während unseren Jungs immer wieder Fehler im Aufbauspiel unterliefen. Das Spiel der Tschechen sah da schon deutlich besser und flüssiger aus.
In der achten Spielminute gab es die erste Strafzeit des Spiels für die Gäste aus Zlín. Und das daraus folgende Powerplay nutzten die Eisbären relativ schnell aus. 40 Sekunden war das Überzahlspiel alt, als Mark Bell für den Ausgleich und zugleich das erste Eisbären-Tor in der neuen Saison sorgte. André Rankel und Petr Pohl scheiterten kurz zuvor noch, Bell hielt dann die Kelle in einen Schuss von Barry Tallackson und fälschte den Puck somit entscheidend ab – 1:1 (8.).
Während die Eisbären-Fans das 1:1 noch feierten, ging Zlín nur 38 Sekunden später erneut in Führung. Roman Vlach mit einem genialen Pass auf Ondrej Vesely, welcher auch den Abschluss suchte, doch an Petri Vehanen zunächst scheiterte. Der Puck ging jedoch an den Pfosten und von dort aus hinein ins Tor – 1:2 (9.).
Fortan entwickelte sich ein munteres Hin und Her, beide Mannschaften kamen immer wieder zum Abschluss, doch ein weiterer Treffer sollte dabei nicht fallen. Bedrich Kohler vergab für die Gäste in der 18. Spielminute die beste Chance, als er am Pfosten scheiterte. Die Eisbären jubelten kurz darauf, doch die beiden Hauptschiedsrichter Krawinkel und Persson entschieden nach Ansicht des Videobeweises auf „kein Tor“. Somit blieb es beim 1:2 aus Sicht der Eisbären nach den ersten 20 Minuten der neuen Eishockey-Saison. Continue reading

4:0 in Dresden: Eisbären mit gelungener Generalprobe für den CHL-Auftakt am Freitag gegen Zlín

WalkersBaerenNews – Saison 2014/2015 – #1:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgAm Sonntagnachmittag haben die Eisbären Berlin im dritten Testspiel der Saisonvorbereitung ihren ersten Sieg gefeiert. Beim Kooperationspartner Dresdner Eislöwen gewannen die Hauptstädter souverän mit 4:0 (0:0, 2:0, 2:0). 2976 Zuschauer in der stimmungsvollen EnergieVerbund-Arena sahen eine starke Leistung der Eisbären, die den Hausherren spätestens ab dem zweiten Drittel kaum noch eine Chance ließen. Und für Goalie Mathias Niederberger gab es am Ende auch noch etwas zu feiern. Denn er hielt seinen Kasten sauber und feierte somit einen Shut-out. Ein rundum gelungener Tag also für die Eisbären Berlin, denen damit zugleich auch die Generalprobe für den CHL-Auftakt am Freitag in der heimischen O2 World gegen PSG Zlín gelungen ist.

Beide Teams gingen sofort ein hohes Tempo, es ging von Beginn an gleich richtig zur Sache. Und in den ersten fünf Minuten war es auch noch eine ausgeglichene Partie. Sowohl die Eislöwen als auch die Eisbären suchten immer wieder den Weg zum Tor und kamen auch zum Abschluss. Doch relativ schnell übernahmen die Eisbären dann das Kommando und belagerten das Tor der Hausherren förmlich. Ex-Eisbären-Goalie Kevin Nastiuk stand immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens und ließ die Eisbären-Spieler reihenweise verzweifeln. Die Eislöwen konnten sich erst gegen Ende des ersten Drittels vom Druck der Eisbären befreien und setzten auf einmal die Eisbären ordentlich unter Druck, doch auch Dresden sollte im Auftaktdrittel kein Treffer gelingen.

Wieder einmal rettet Dresdens Goalie Kevin Nastiuk in höchster Not. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Wieder einmal rettet Dresdens Goalie Kevin Nastiuk in höchster Not. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Im zweiten Drittel ging es dann weiter mit dem „Einbahnstraßen-Eishockey“. Kevin Nastiuk sah weiterhin viele Angriffe der Eisbären auf sich zukommen. Und er behielt zunächst auch weiterhin die Oberhand. Doch in der 24. Spielminute war dann auch Nastiuk geschlagen. Über André Rankel und T.J. Mulock kam die Scheibe zu Julian Talbot, welcher den Puck per Rückhandheber im Tor versenkte – 1:0 (24.). Nur 77 Sekunden nach dem Führungstreffer konnten die Berliner gleich noch einen Treffer nachlegen. Constantin Braun bekam den Puck an der blauen Linie zugespielt und zog einfach mal ab. Mit Erfolg, sein Schuss ging durch die Schoner von Nastiuk hinein ins Tor – 2:0 (25.). Kevin Nastiuk verließ das Tor dann in der 30. Spielminute planmäßig, Peter Holmgren kam für „Nasti“ ins Tor. Doch auch Holmgren stand im Mittelpunkt der zahlreichen Eisbären-Angriffe. Aber er verhinderte im Mitteldrittel einen weiteren Gegentreffer. Dresden kam nur gelegentlich mal zu Gegenangriffen, welche Mathias Niederberger jedoch alle entschärfen konnte. Mit einer hoch verdienten 2:0-Führung für die Eisbären Berlin ging es in die zweite Drittelpause. Continue reading

2:3 n.V.: Eisbären verlieren entscheidendes Spiel gegen Ingolstadt – Saisonende für die Berliner

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1435_DEL_Kombilogo_Playoffs2014125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg67:16 Minuten waren gespielt, als die O2 World verstummte. Man hörte nur noch vereinzelte Jubelschreie der wenigen Ingolstädter Fans. Auf dem Eis lagen sich die Spieler der Panther freudetrunken in den Armen, während die Eisbären-Spieler ernüchtert zu Boden sanken. Auf den Rängen herrschte ebenfalls pure Ernüchterung. Die Eisbären Berlin hatten soeben das alles entscheidende dritte Pre-Play-Off-Spiel gegen den ERC Ingolstadt mit 2:3 n.V. (2:1, 0:0, 0:1/ 0:1) verloren und sind somit aus den Play-Offs ausgeschieden. Die DEL-Saison 2013/2014 ist damit für die Hauptstädter beendet. Damit musste man nach dieser Saison allerdings auch rechnen. Diese Saison hatte viele Tiefen, aber auch einige Höhen. Am Ende hatte man es eben nicht verdient, das Play-Off-Viertelfinale zu erreichen. Die anderen acht Mannschaften waren in dieser Saison einfach besser.

Die Mannschaft wurde nach Spielende noch einmal von den Fans gefeiert. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Die Mannschaft wurde nach Spielende noch einmal von den Fans gefeiert. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Dennoch wurde die Mannschaft von den noch anwesenden Fans in der Arena am Ostbahnhof gefeiert. Das gibt es auch nicht überall. Die Mannschaft ist gerade aus den Play-Offs ausgeschieden und trotzdem wird sie von den eigenen Fans gefeiert. „Ohne Eisbären, gehen wir nicht nach Haus“ und „Wir wollen den Trainer sehen“ schallte es durch die o2 World. Großes Lob an die Fans, die auch nach dem bitterem Saisonende noch da geblieben sind. Die Mannschaft hat am Ende alles versucht, doch zum Happy End hat es eben nicht gereicht. Dennoch haben die Fans, die noch da waren, der Mannschaft gezeigt, dass sie hinter ihr stehen. In guten wie in schlechten Zeiten. In der Vergangenheit haben wir viele Meisterschaften zusammem mit den Jungs gefeiert, nun müssen wir eben auch einmal zusammen durch diese schwere Zeit gehen. Die Mannschaft folgte dem Ruf der Fans und kam tatsächlich noch einmal auf das Eis. Die Mannschaft war sichtlich niedergeschlagen, dennoch blieben sie in Höhe der Mittellinie stehen und genossen den Applaus der Fans. Trainer Jeff Tomlinson und Rob Zepp wurden von den Fans noch einmal einzeln gefeiert. Mannschaft und Fans halten eben geschlossen zusammen – in guten wie in schlechten Zeiten. Das hat sich heute wieder einmal gezeigt. Die Fans, die direkt nach dem Treffer zum 2:3 die Arena verlassen haben, brauchen von mir aus nicht wiederkommen. Gerade in dieser Zeit zeigt sich, wer Fan ist und wer nur ein „Eventie“ ist.

Das Spiel bot auch heute nicht wirklich „Play-Off-Hockey“. Man merkte beiden Mannschaften die Nervosität an. Beiden war auch anzumerken, dass es hier um sehr viel ging. Beide Mannschaften mit vielen Fehlpässen und Stockfehlern. Die Partie war zudem sehr ruppig, immer wieder gab es kleine Nickligkeiten zwischen beiden Mannschaften.
Im ersten Drittel ging es rauf und runter, beide Mannschaften kamen immer wieder zum Torabschluss. Doch in den ersten zehn Minuten sollte keiner zum Erfolg führen. Erst in der elften Minute gelang den Hausherren der viel umjubelte Führungstreffer. Florian Busch hatte abgezogen, ERCI-Goalie Timo Pielmeier ließ nur prallen und Buschi verwandelte den Abstauber aus spitzem Winkel selbst – 1:0.
Ingolstadt wirkte allerdings nicht geschockt und konnte gut vier Minuten später zurückschlagen. Christoph Gawlik schloss einen Alleingang perfekt ab – 1:1 (15.).
Zwei Minuten später lagen die Gäste aus der Audistadt aber schon wieder hinten. Schuld am erneuten Rückstand der Panther war deren Goalie Timo Pielmeier. Der wollte einen Angriff seiner Mannschaft ganz schnell einleiten, hatte dabei aber Henry Haase übersehen. Der Eisbären-Youngster bekam die Scheibe von Pielmeier direkt auf die Kelle gespielt und Haase hatte keine Mühe, dieses „Geschenk“ dankend anzunehmen – 2:1 (17.).
Bei diesem Spielstand blieb es und somit gingen die Berliner mit einer knappen Führung in die Kabine.

Im Mitteldrittel war es dann ein Spiel auf Augenhöhe, allerdings bot das zweite Drittel nicht viele Höhepunkte. Beide Teams waren nach wie vor sehr nervös, leisteten sich weiterhin zu viele Fehler. Beide Mannschaften erspielten sich zwar Torchancen, aber so wirklich zwingend waren diese nicht. Und wenn doch, standen da ja noch die beiden Torhüter – Rob Zepp (Berlin) und Timo Pielmeier (Ingolstadt) – im Weg. Beide Mannschaften hatten zudem noch die Gelegenheit, sich in Überzahl zu beweisen, aber auch da stellten sich die Mannschaften teilweise zu kompliziert an. Somit blieb das zweite Drittel torlos und die Eisbären hielten weiterhin die knappe 2:1-Führung.

Im Schlussdrittel weiter das selbe Bild. Beide Mannschaften immer noch nervös, beide machten weiterhin Fehler, was dem Gegner die Möglichkeit zu Torchancen gab. Je mehr die Zeit runter lief desto stärker wurden dann die Gäste aus Ingolstadt noch einmal. Die Schanzer machten nun hinten auf, was den Eisbären jedoch Platz zu Kontern gab. Nutzen konnten die Eisbären diese jedoch nicht. Und so kam dann das, was zu erwarten war. Ingolstadt gelang der 2:2-Ausgleich (55.). Tim Hambly hatte von der blauen Linie abgezogen, der Puck fand den Weg ins Tor. Rob Zepp wurde dabei von einem Ingolstädter Spieler behindert, hatte so also kaum die Chance, einzugreifen. Zudem sah es nach Torraumabseits aus. Also eigentlich ein irreguläres Tor der Schanzer. Die beiden Hauptschiedsrichter Stephan Bauer und Lars Brüggemann fuhren zum Videobeweis und gaben nach Ansicht dessen den Treffer. Sehr zum Entsetzen der Eisbären-Fans, die den Treffer danach noch einmal auf dem Videowürfel sahen und da war eindeutig die Torhüterbehinderung zu sehen.
Beide Mannschaften wollten anschließend jeden spielentscheidenden Fehler vermeiden, das merkte man beiden Mannschaften an. Somit blieb es bis zur Schlusssirene beim 2:2-Unentschieden. Die Verlängerung musste also die Entscheidung bringen. Und in den Play-Offs werden die Spiele so lange verlängert, bis ein Tor fällt. Es hätte also ein langer Abend für uns alle werden können.

In der Verlängerung ging es dann auf und ab. Beide Mannschaften suchten nun immer wieder den Weg zum Tor. Aber trotzdem waren beide Mannschaften auch darauf bedacht, keinen entscheidenden Fehler zu machen. Dann kam die 68. Spielminute. Ingolstadt brachte den Puck ins Berliner Drittel, Ziga Jeglic legte den Puck rüber zu Benedikt Schopper und der ERCI-Verteidiger zog von der blauen Linie einfach mal ab. Mit Erfolg, sein Schlagschuss fand den Weg an Freund und Feind vorbei ins Berliner Tor – 2:3. Die Eisbären-Spieler sanken zu Boden, die Ingolstädter Spieler lagen sich jubelnd in den Armen, während in der Fankurve Gegenstände aus Frust durch die Gegend flogen. Jeder war nach dem Gegentor geschockt und ernüchtert. Diesen Schock musste man erst einmal verdauen, wenn gleich er sich natürlich über die Saison angedeutet hatte. Dennoch war die Hoffnung ja da gewesen.

Somit endet eine Saison, in der es wohl keine anderes Ende hätte geben können. Das Viertelfinale oder vielleicht am Ende sogar der achte Titel wären einfach nicht verdient gewesen. Wie bereits oben erwähnt war die Konkurrenz in diesem Jahr einfach stärker als unsere Eisbären und so verdient es nun eines der acht Teams, den DEL-Pott am Ende der Saison in die Höhe zu stemmen. Man muss diese Saison einfach neidlos anerkennen, dass die anderen Mannschaften besser waren als unsere Jungs und es einfach mehr verdienen. Unsere Jungs haben einfach zu viel falsch gemacht in dieser Saison, sind erst zu spät aufgewacht. Durch einen starken Schlussspurt hat man sich noch die Pre-Play-Offs und dort das Heimrecht gesichert, doch letztlich konnte diese stärkste Saisonphase nicht über die Schwächen hinweg täuschen. Diese Saison lief einfach zu viel schief und am Ende ist dieses frühe Saison-Aus die logische Folge.

1:0 – Kapitän André Rankel erlöst die Eisbären-Fans

logo_WBN_1314Ausgabe #33:

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Puh, das war knapp: Mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) haben die Eisbären Berlin das erste von maximal drei Pre-Play-Off-Spielen gegen den ERC Ingolstadt gewonnen und führen damit 1:0 in der Serie gegen den ERCI. 11.400 Zuschauer in der O2 World sahen am Montagabend ein sehr intensives und hart umkämpftes Spiel. Immer wieder wurde es auch ruppig auf dem Eis. Am Ende konnten sich die Hausherren über einen durchaus glücklichen Sieg freuen.

Verteidiger Frank Hördler gab heute nach Verletzungspause sein Comeback. Eisbären-Coach Jeff Tomlinson standen so nur Jens Baxmann, Darin Olver und Matt Foy nicht zur Verfügung.

Berlins Talbot und Hördler im Duell mit Ingolstadts Hager. (Foto: black corner 2007)

Berlins Talbot und Hördler im Duell mit Ingolstadts Hager. (Foto: black corner 2007)

Von Beginn an war es eine sehr intensiv geführte Partie. Beide Mannschaften kämpften verbissen um den Puck. Immer wieder wurde die jeweils angreifende Mannschaft früh im Spielaufbau gestört, so dass nur sehr selten ein gelungener Spielaufbau zu Stande kam. Durch dass ständige stören kam es zu vielen Fehlpässen. In den ersten zehn Minuten spielte sich das Geschehen meistens in der neutralen Zone ab, nennenswerte Torraumszenen gab es kaum.
Erst in den letzten zehn Minuten bekamen die Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof auch Torraumszenen zu sehen. Immer wieder wurde es brenzlig vor den Toren von Rob Zepp (Berlin) und Timo Pielmeier (Ingolstadt). Doch beide Torhüter stellten ihre Klasse unter Beweis. So war es auch nicht verwunderlich, dass es beim Stand von 0:0 in die Kabinen ging. Für beide Mannschaften war hier noch Luft nach oben.

Im Mitteldrittel waren dann die Gäste über weite Strecken die klar spielbestimmende Mannschaft. Der ERCI kam

Berlins Trivellato im Zweikampf mit Ingolstadts Turnbull vor dem Tor von Berlins Rob Zepp. (Foto: black corner 2007)

Berlins Trivellato im Zweikampf mit Ingolstadts Turnbull vor dem Tor von Berlins Rob Zepp. (Foto: black corner 2007)

sehr engagiert aus der Kabine und setzte sich immer wieder im Drittel der Berliner fest. Immer wieder stand nun Eisbären-Keeper Rob Zepp im Mittelpunkt des Geschehens. Mehrfach musste „Zepper“ retten. Rob Zepp war es zu verdanken, dass es weiterhin 0:0 stand. Denn eine Ingolstädter Führung wäre inzwischen durchaus verdient gewesen. Denn die Gäste investierten im Mitteldrittel deutlich mehr ins Spiel, setzten die Eisbären immer wieder unter Druck. Die hatten sichtlich Probleme mit der aggressiven Spielweise der Schanzer. Zudem unterliefen unseren Jungs auch in diesem Drittel weiterhin zu viele Fehlpässe. Dann hatten die Gäste aber auch noch Pech, denn gegen Ende des zweiten Drittels ging ein Schuss der Schanzer vermeintlich ins Tor. Doch der Puck kam zu schnell wieder raus. Die beiden Hauptschiedsrichter zeigten sofort „kein Tor“ an und fuhren auch nicht zum Videobeweis. Meiner Meinung nach eine Fehlentscheidung, denn für mich sah es so aus, als wäre der Puck drin gewesen. Großes Glück für die Eisbären.
Doch wie das meistens so ist im Sport, machst du vorne die Chancen nicht rein, kassierst du hinten einen. So geschah es heute auch dem ERC Ingolstadt. Denn statt mit einer Führung in die zweite Drittelpause zu gehen, gingen die Schanzer mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine. Die Eisbären in Überzahl, doch da lief wie bereits bei den beiden Überzahlspielen zuvor auch nicht viel zusammen. Doch auf einmal hatte Kapitän André Rankel den Puck im Tor der Gäste versenkt. Sechs Sekunden vor der zweiten Drittelpause. Die mehr als glückliche Führung für die Hausherren. Den Fans auf den Rängen war es egal, die waren erleichtert über diesen Führungstreffer. Ein wahrer Jubel-Orkan ging durch die O2 World.

Berlins Christensen im Duell mit Ingolstadts Conboy. Im Hintergrund Berlins Tallackson. (Foto: black corner 2007)

Berlins Christensen im Duell mit Ingolstadts Conboy. Im Hintergrund Berlins Tallackson. (Foto: black corner 2007)

Im letzten Drittel waren die Hauptsädter dann wieder besser im Spiel drin. Endlich zeigten unsere Jungs wieder mehr Gegenwehr, setzten die Schanzer mit aggressiven Forechecking immer wieder unter Druck. Doch Ingolstadt hatte etwas entgegen zu setzen und so war es über weite Strecken im Schlussdrittel eine ausgeglichene Partie.
Doch je mehr die Zeit runter lief desto stärker wurden die Gäste. Ingolstadt drängte immer stärker auf den Ausgleich. Die letzten Minuten wurden zur wahren Zitterpartie für die Hausherren. Doch Goalie Rob Zepp ließ an diesem Abend keinen Treffer der Ingolstädter zu und war somit neben Torschütze André Rankel der Matchwinner in diesem Spiel.

Der siebte Sieg in Folge für unsere Jungs. Doch er war hart erarbeitet und wenn man das Spiel insgesamt betrachtet, durchaus auch glücklich. Denn vor allem im Mitteldrittel waren die Gäste richtig stark und hatten gute Torchancen. Zudem würde das Spiel wohl anders laufen, wenn der vermeintliche Ingolstädter Treffer im zweiten Drittel gegeben wird.
Aber was soll’s. Am Ende zählt nur das Ergebnis und da haben die Eisbären am Ende die Nase knapp vorn gehabt. Dass es nicht die beste Leistung unserer Mannschaft war, wissen sie wahrscheinlich selber. Aber am Ende muss man eben auch so ein Spiel erst einmal gewinnen.
Mal sehen, wer am Mittwoch die Nase vorne hat. Gewinnen die Eisbären, würden sie im Viertelfinale stehen. Verlieren sie, würden wir am Freitagabend ein drittes und entscheidendes Spiel in der Arena am Ostbahnhof haben.

Pre-Play-Offs 2013/2014:

Eisbären Berlin vs. ERC Ingolstadt 1:0