Ausgabe #32:

Jaaaaaa!!! Die Eisbären Berlin haben ihr Minimalziel erreicht. Nach einer klasse Vorstellung setzten sich die Hauptstädter hoch verdient mit 6:1 (1:0, 3:0, 2:1) gegen die Augsburger Panther durch und sicherten sich somit einen Platz in den Pre-Play-Offs. Für Augsburg ist die Saison hingegen nach der Hauptrunde beendet. Die Berliner haben sich sogar auf Platz Acht in der Tabelle verbessert. Dieser Platz würde Heimrecht in den Pre-Play-Offs bedeuten.
Bei den Eisbären gab es nur eine Änderung im Vergleich zum Spiel gegen Red Bull München am Freitag. Verteidiger Shawn Lalonde kerhte nach seiner Strafe wieder zurück in den Kader. Im Tor stand wie in den letzten Wochen auch Rob Zepp.
Von der ersten Sekunde an war beiden Mannschaften anzumerken, um was es hier ging. Für beide Mannschaften war es ein „Endspiel“ im Kampf um Platz Zehn. Folgerichtig war die Partie hart umkämpft. Es wurde jeder Check zu Ende gefahren, kein Puck wurde verloren gegeben. Augsburg wollte hier von Beginn an mit aggressivem Forechecking dagegen halten, was allerdings nur kurze Zeit klappte. Denn relativ schnell übernahmen die Hausherren hier das Kommando. Man merkte den Eisbären heute richtig die Spielfreude an. Die Jungs hatten richtig Lust auf Eishockey heute und das sollte sich im weiteren Spielverlauf noch steigern.
Nach acht Minuten hätten die Eisbären beinahe den Führungstreffer erzielt, doch Darin Olver traf nur den Pfosten. Wenig später konnten dann aber die 14.200 Zuschauer in der ausverkauften O2 World doch erstmals jubeln. Nach einer klasse Kombination konnte Constantin Braun auf Zuspiel von seinem Bruder Laurin und Florian Busch das verdiente 1:0 erzielen (9.).
Dieser Treffer gab den Eisbären noch mehr Selbstvertrauen, fortan erspielten sich unsere Jungs weitere richtig gute Torchancen. Doch Patrick Ehelechner im Augsburger Tor ließ im ersten Drittel keinen weiteren Treffer mehr zu. Auch nicht kurz vor Drittelende, als Mark Bell eigentlich das freie Tor vor Augen hatte. Ehelechner bekam da irgendwie noch die Fanghand hoch und parierte Bell seinen Schuss. Ein klasse Save vom AEV-Goalie, der dafür auch Beifall von den Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof bekam.
29 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, da hatten die Gäste aus Augsburg die Riesenchance zum Ausgleich. Adrian Grygiel machte sich auf den Weg Richtung Eisbären-Tor. Laurin Braun soll ihn laut den beiden Hauptschiedsrichtern (Brill/Rohatsch) gehalten haben. Daher entschieden die Hauptschiedsrichter auf Penalty. Eine sehr fragwürdige Entscheidung. Doch zum Glück vergab Grygiel den Penalty und somit blieb es beim Stand von 1:0 für die Hausherren.
Die Eisbären sorgten kurze Zeit später dann für klare Verhältnisse. Innerhalb von 43 Sekunden schraubten die Hauptstädter das Ergebnis auf 3:0 hoch. Zunächst war es T.J. Mulock gewesen, der zum 2:0 einnetzen konnte. Wenige Sekunden später traf dann Barry Tallackson zum 3:0. Er guckte den Goalie aus und schloss eiskalt ab. Ein klasse Tor von Barry Tallackson.
Augsburgs Coach Larry Mitchell hatte die Nase voll von dem Spiel seiner Mannschaft und nahm nach dem dritten Treffer erst einmal eine Auszeit. Half aber nicht wirklich. Denn die Eisbären erspielten sich weitere gute Torchancen. Bei Augsburg merkte man nun, wie frustriert sie waren. Denn die Spieler ließen ihrem Frust freien Lauf und versuchten immer wieder zur provozieren. Die Panther hatten wohl gemerkt, dass für sie heute hier nichts zu holen sein würde und damit die Saison am Freitagabend beendet ist.
Die Eisbären hingegen spielten sich nun in einen Rausch. Unsere Jungs hatten sichtlich Spaß an dem Spiel. Und Barry Tallackson hatte Spaß am Toreschießen. In der 27. Spielminute verwertete er einen klasse Pass von Darin Olver zum 4:0. Der zweite Treffer der Nummer 22.
In der 36. Spielminute machte sich dann Florian Busch auf den Weg Richtung AEV-Tor. Patrick Seifert hielt ihn und die beiden Hauptschiedsrichter entschieden auf Penalty für die Eisbären. „Buschi“ lief an, scheiterte aber an Patrick Ehelechner.
Somit blieb es beim souveränen und sehr beruhigenden 4:0 für die Eisbären Berlin. Auf den Rängen war längst feiern angesagt. Es war allen bewusst, dass hier die Entscheidung gefallen war und die Mannschaft sich für die Pre-Play-Offs qualifizeren würde. So, wie die Mannschaft Spaß auf dem Eis hatte, hatten wir unseren Spaß auf den Rängen.
Sollten die Augsburger noch mit irgendwelchen Hoffnungen aus der Kabine zurückgekommen sein, so wurden diese sofort wieder zerstört. Kapitän André Rankel mit dem Pass vor das Tor, wo T.J. Mulock den Puck per Rückhand durch die Schoner von Ehelechner ins Tor schoss – 5:0 (41.). Da waren gerade einmal 43 Sekunden im Schlussdrittel gespielt.
Fortan verflachte die Partie etwas. Die Eisbären taten nicht mehr als nötig, fuhren nur noch selten Angriffe. Sie mussten ja auch nicht wirklich mehr etwas für das Spiel tun. Augsburg zeigte sich kaum noch in der Offensive. Was aber auch an der starken Berliner Defensive lag, die heute einen super Job gemacht hat.
Die Eisbären hatten dann aber Mitte des letzten Drittels irgendwie doch nochmal Lust auf ein Tor. Die Hausherren in Überzahl, Darin Olver mit dem Zuspiel vor das Tor, wo Mads Christensen mühelos den Puck ins Tor schießen konnte – 6:0 (52.). Der Däne machte das halbe Dutzend voll.
Fünf Minuten vor dem Ende konnten die Eisbären 1:35 Minuten in doppelter Überzahl agieren. Aber in diesem Powerplay merkte man den Berlinern an, dass die nötige Konzentration nicht mehr da war. Angesichts einer 6:0-Führung im „Endspiel“ gegen Augsburg auch verständlich. Man war in dieser doppelten Überzahl ein wenig zu verspielt, wollte es einfach zu schön machen. Somit blieb diese Überzahlgelegenheit ungenutzt, was der Stimmung auf den Rängen aber nicht schadete. Die war weiterhin grandios gewesen.
Das Spiel plätscherte so der Schlusssirene entgegen. Laurin Braun musste 54 Sekunden vor dem Ende des Spiel wegen Hakens noch einmal auf die Strafbank. Augsburg nutzte das folgende Powerplay zum Ehrentreffer. Die Zuordnung in der Berliner Defensive stimmte nicht, was Ivan Ciernik ausnutzte – 6:1 (60.).
Danach waren nur noch zwölf Sekunden zu spielen, in denen nichts mehr passierte. Die Eisbären setzten sich also hochverdient mit 6:1 durch.
Endlich haben es unsere Jungs mal geschafft, vier Spiele in Folge zu gewinnen. Und das auch noch mit einer überragenden Leistung. Eisbären-Coach Jeff Tomlinson hatte am Freitag bei der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen München gesagt, dass man bereit sei für das Spiel gegen Augsburg. Und die Mannschaft war defintiv bereit, zeigte eine klasse Partie und sicherte sich somit hochverdient die drei Punkte. Die Mannschaft war von der ersten Sekunde an hellwach, spielte mit Leidenschaft und Kampfgeist. Fuhr jeden Check zu Ende, spielte ein aggressives Forechecking und ließ Augsburg nie wirklich ins Spiel kommen. Man hätte heute zwar ordentlich was für das Torverhältnis tun können, was am Ende auch noch ausschlaggebend sein kann. Doch wer will es der Mannschaft übel nehmen, dass sie im letzten Drittel nach dem 5:0 ein paar Gänge zurückgeschaltet haben? Die Jungs haben ihr Minimalziel nach einer Gala-Vorstellung erreicht, haben jetzt sieben der letzten acht Spiele gewonnen und 22 von 24 möglichen Punkten geholt.
Die Eisbären sind mal wieder genau zur richtig Zeit in Top-Form. Was uns Fans sehr freut, dürfte die Konkurrenz so kurz vor dem Start der Play-Offs schon wieder in Angst und Schrecken versetzen. Denn die Eisbären Berlin sind eine Play-Off-Mannschaft. Auf die Berliner will keine Mannschaft in den Play-Offs treffen. Denn jeder weiß, wie stark die Eisbären Eishockey spielen können, wenn es um etwas geht. Die letzten acht Spiele dürften Warnung genug gewesen sein für die Konkurrenz. Zumal die Eisbären da noch nicht wirklich zu 100 Prozent überzeugen konnten.

Puh, man merkt, dass es nun in die entscheidende Phase der Saison geht. Die Partie letzten Sonntag in Wolfsburg war schon hart umkämpft und sehr spannend gewesen. Dem stand die heutige Partie in nichts nach. Auch die Partie gegen den EHC Red Bull München war hart umkämpft und stand bis zum Schluss auf des Messers Schneide. Am Ende konnten sich die Eisbären Berlin aber über einen knappen Sieg und zwei enorm wichtige Punkte freuen. Denn durch den 3:2-Sieg n.P. (1:0, 1:1, 0:1/ 0:0, 1:0) verbesserten sich die Hauptstädter auf Platz Neun der DEL-Tabelle und haben nun fünf Zähler Vorsprung auf den Elften Augsburg. Und die Panther sind am Sonntag zu Gast in der Arena am Ostbahnhof. Da können unsere Jungs dann endgültig die Pre-Play-Off-Teilnahme klar machen. Mit einem Bein stehen sie jedenfalls schon einmal in der Qualifikationsrunde für das Play-Off-Viertelfinale drin.
Puh, einmal tief durchatmen bitte. Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend zwar ihr Heimspiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers zwar mit 5:4 (2:1, 2:0, 1:3) gewonnen und damit den dritten Sieg in Folge eingefahren, doch machten sie es am Ende noch einmal unnötig spannend. Durch zwei Treffer von Patrick Reimer in den letzten 24 Sekunden des Spiels mussten die 12.900 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof zum Schluss dann doch noch einmal gehörig um den Sieg gegen die Franken zittern. Am Ende konnte man dann aber letztendlich doch noch mit der Mannschaft den so wichtigen Sieg gegen Nürnberg feiern.
„Der EHC ist wieder da“ schallte es nach der Schlusssirene durch die Arena am Ostbahnhof. Die Eisbären-Fans waren nach Spielende bester Laune gewesen. Ihre Mannschaft hatte nämlich gerade die Düsseldorfer EG hochverdient mit 4:1 (2:0, 1:0, 1:1) geschlagen. Es war der erste Sieg für die Hauptstädter nach zuvor drei Niederlagen gegen die DEG in dieser Saison. Damit machte man das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt und verbesserte sich zugleich in der Tabelle auf Platz Zehn, welcher zur Pre-Play-Off-Teilnahme berechtigen würde.
Immer wieder haben wir in dieser Saison von der Mannschaft vor den Spielen gehört, dass sie wüssten, worum es geht und dass man auch weiß, welche Fehler man mache. Immer wieder hat man dann gesagt, wir werden es in den nächsten Spielen besser machen und zurückkommen. Man will schließlich das Minimalziel, die Pre-Play-Offs noch erreichen. Und dann folgten den vielen Worten so gut wie nie Taten auf dem Eis – höchstens mal in Ansätzen, mehr aber auch nicht. Auch das heutige Spiel kann man so bezeichnen. Viele Worte vor dem Spiel, wenige Taten dann auf dem Eis. Mit 2:4 (1:1, 0:2, 1:1) haben die Eisbären Berlin am Sonntagabend gegen die Krefeld Pinguine verloren. 12.400 Zuschauer in der O2 World sahen die fünfte Niederlage sowie das zweite Null-Punkte-Wochenende in Folge. Immerhin sah man heute für höchstens zehn Minuten mal eine Mannschaft, die versucht hat, Druck auf den Gegner auszuüben. Da war auch ein wenig Kampfgeist und Leidenschaft zu spüren. Doch leider waren es eben nur zehn Minuten und nicht 60 Minuten.
Die Eisbären Berlin kämpfen um die Pre-Play-Offs, brauchen als Tabellenelfter dringend Punkte, um nicht schon nach der Hauptrunde in den Sommerurlaub zu starten. Zwölf Spiele hatte man vor der heutigen Partie noch Zeit, um dieses Szenario, welches letztmals in der Saison 2000/2001 geschah, abzuwenden. Doch so wirklich hat man der Mannschaft heute nicht angemerkt, dass es auf dem Eis um etwas ging. Das Ganze hatte für mich eher den Charakter eines Freundschaftsspiels – aus Sicht der Eisbären. Mit 4:7 (1:4, 2:1, 1:2) unterlagen die Hauptstädter am Freitagabend dem Spitzenreiter Hamburg Freezers. Man hatte sich für dieses Spiel so viel vorgenommen, wollte die so dringend benötigte Siegsserie starten. Doch davon war überhaupt nichts zu sehen. Was zu sehen war, war eine Mannschaft, die lustlos über das Eis schlitterte, einen Fehlpass nach dem anderen spielte, ein Torhüter, der heute völlig neben der Spur war, Spieler, die statt zusammen zu spielen sich lieber in sinnlose Einzelaktionen verrennen. Um es auf den Punkt zu bringen: das war heute absolut gar nichts. So spielt keine Mannschaft, die noch in die Pre-Play-Offs will. So spielt keine Mannschaft, die weiß, um was es in dieser Phase der Saison nun geht. Ich habe kein Problem damit, wenn unsere Jungs am Ende der Saison die Pre-Play-Offs verpassen sollten. Das kann schon einmal vorkommen und wir haben in den letzten Jahren genug Erfolge gefeiert, von daher wäre ein Verpassen der Play-Offs sicherlich kein Beinbruch. Doch als Fan kann man erwarten, dass sich die Mannschaft rein hängt, alles dafür gibt, um ein Spiel zu gewinnen. Das habe ich heute bei der Mannschaft (Ausnahme Sven Ziegler) überhaupt nicht gesehen. Die Jungs scheinen die Saison bereits jetzt abgehakt zu haben. Und das finde ich ehrlich gesagt absolut scheiße, denn das haben die Fans der Eisbären Berlin, die immer treu zu ihrem Verein stehen nicht verdient. Ich unterstütze die Jungs immer nach allen Kräften, mache über die gesamte Spielzeit den Support mit. Doch heute habe ich den Support ab dem zweiten Drittel eingestellt, so wie die Mannschaft den Spielbetrieb eingestellt hat.
Dieser Sieg tut so gut: Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend die Adler Mannheim mit 3:2 (0:1, 1:0, 2:1) besiegt und feierten damit einen ganz wichtigen Sieg im Kampf um die Teilnahme an den Pre-Play-Offs. Ausgerechnet gegen den Erzrivalen gelang den Hauptstädtern also der so lang ersehnte Befreiungsschlag nach zuvor vier Niederlagen in Folge. 12.800 Zuschauern sahen eine sehr gute kämpferische Leistung der Eisbären, die sich den Sieg und die damit verbundenen drei Punkte am Ende auch redlich verdient hatten.