Kapitän André Rankel vor dem DEL-Klassiker gegen Köln: „Wir sind voller Vorfreude auf morgen“

Keine Zeit zum Verschnaufen für die Eisbären Berlin. Dienstagabend standen die Berliner noch gegen die Straubing Tigers (4:0) auf dem Eis der Arena am Ostbahnhof, morgen Abend stehen unsere Jungs erneut auf dem heiligen Eis der Mercedes-Benz Arena. Ab 19:30 Uhr kreuzen die Eisbären die Schläger mit den Kölner Haien. Ein wahrer DEL-Klassiker erwartet die Fans da und wie man hört, erwarten die Eisbären sogar ein fast ausverkauftes Haus. Ein würdiger Rahmen für diesen Klassiker. Tabellarisch gesehen ist es das Duell des Fünften gegen den Siebten, zwei Zähler haben die Eisbären Vorsprung auf die Haie, welche sogar noch ein Spiel mehr als die Eisbären absolviert haben. Mit einem Sieg könnten die Eisbären also erneut einen Konkurrenten distanzieren.

Und momentan läuft es ja auch richtig gut beim Hauptstadt-Club. Drei Siege in Folge feierten die Eisbären und konnten dabei vor allem in den letzten beiden Spielen spielerisch und kämpferisch sehr überzeugen. Aber es gibt trotzdem noch Verbesserungsbedarf, wie Kapitän André Rankel heute nach dem Vormittagstraining sagte:

Wir gehen mit den gleichen Erwartungen wie immer ins Spiel. Ob es jetzt gut läuft oder nicht so gut läuft. Wir wollen das nächste Spiel gewinnen. Wir haben noch einige Dinge, wo wir uns verbessern wollen, trotzdem es gut läuft und das haben wir jetzt im Training gemacht. Man darf nie zufrieden sein, man hat immer Kleinigkeiten, die man verbessern kann. Wir sind jetzt voller Vorfreude auf morgen.

Und mit Köln kommt ein Team nach Berlin, welches in den letzten vier Spielen stets gepunktet hat. Zwei Siege und zwei Niederlagen stehen in diesem Zeitraum für die Domstädter zu Buche. Eisbären-Chefcoach Clément Jodoin sagte im Vorfeld des Köln-Spiels (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 29.11.2018):

Köln ist ein gutes Team und hat zuletzt stark gespielt. Wir haben das Hinspiel 2:3 verloren. Für uns geht es nach den letzten guten Spielen darum, weiter hart zu arbeiten und sich nicht zufrieden zurückzulehnen.

Ein Grund, weshalb es zuletzt so gut läuft, ist u.a. auch Brendan Ranford, der am Dienstag einen Doppelpack gegen Straubing erzielte und in den letzten drei Spielen insgesamt viermal ins gegnerische Tor traf. Was auch daran liegt, das Trainer Jodoin die Reihen ein wenig umgestellt hat. Ranford spielt derzeit mit Kumpel Colin Smith und Martin Buchwieser in einer Reihe. Buchwieser wurde darauf nach dem Training heute angesprochen und auch gefragt, was seine Rolle in der Reihe ist:

Ich probiere einfach mein Spiel zu spielen. Wie immer eigentlich, dass ich den Jungs Raum schaffe. Dass sie nach vorne einfach ihre Freiheiten haben. Was ja bis jetzt ganz gut geklappt hat. Der „Rans“ hat ja jetzt die letzten drei Spiele ich glaub vier oder fünf Tore geschossen. Wir haben als Reihe gute Chancen gehabt und Glück gehabt, dass es bis jetzt ganz gut funktioniert. 

Der Eisbären-Kader wird sich im Vergleich zum Dienstagspiel nur auf der Back-up-Position verändern. Maximilian Franzreb sitzt statt Tobias Ancicka auf der Bank. Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Thomas Oppenheimer und Mark Olver fehlen weiterhin.

Gegen Köln tat sich Berlin zuletzt enorm schwer, gewann nur eins der letzten fünf Heimspiele. Diese Serie dürfte morgen Abend gerne mal verbessert werden. Und so wie die Eisbären zur Zeit drauf sind, ist mit einem Sieg auch durchaus zu rechnen. Unterschätzen sollte man den KEC aber nicht. 

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Kölner Haie am 30.11.2018:

Tor:

Kevin Poulin, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Maximilian Adam, Mark Cundari, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer, Frank Hördler

Angriff:

Brendan Ranford, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Thomas Oppenheimer, Mark Olver (alle verletzt)

Für das DNL-Team, Weißwasser oder Hamburg im Einsatz:

Tobias Ancicka, Konstantin Kessler, Jake Ustorf, Charlie Jahnke, Thomas Reichel, Cedric Schiemenz, Lukas Reichel

Party-Stimmung bei den Eisbären: Dritter Sieg in Folge, Poulin-Shutout, Ranford-Doppelpack und Kettemer bleibt

 

Ausgabe #13:

Die Eisbären Berlin bleiben in der Erfolgsspur. Am Dienstagabend gewannen sie vor 7.610 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena ihr Heimspiel gegen die Straubing Tigers mit 4:0 (2:0,1:0,1:0) und feierten damit den dritten Sieg in Folge. Der Schlüssel zum Sieg war der, dass die Eisbären ihre Chancen eiskalt nutzten, während Straubing das nicht tat, was aber auch am mal wieder sehr starken Kevin Poulin lag, welcher sich dadurch seinen zweiten Shutout der Saison auch redlich verdiente.

Bei den Eisbären fehlten auch heute wieder Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Thomas Oppenheimer und Mark Olver verletzungsbedingt. Mark Cundari musste als überzähliger Importspieler auf die Tribüne.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Noch bevor der erste Puck eingeworfen wurde, brandete schon riesiger Jubel auf den Rängen der sehr schlecht besuchten Arena am Ostbahnhof auf. Stadionsprecher Uwe Schumann verkündete vor Spielbeginn die frohe Botschaft, dass der Vertrag von Verteidiger Florian Kettemer (endlich) verlängert wurde. Die Nummer 69 spielt nun bis zum Ende der Saison 2019/2020 für den DEL-Rekordmeister. Wie ich finde, eine absolut richtige und längst überfällige Entscheidung des Managements der Eisbären. Kettemer (Foto) ist bisher der Top-Neuzugang der Eisbären.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Hinein in eine Partie zweier Tabellennachbarn. Und von Beginn an merkte man, dass sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegneten. Beide Teams traten hier mit breiter Brust an und genauso spielten sie auch. Das erste Drittel war gut anzuschauen, beiden boten gutes Eishockey und suchten immer wieder den Abschluss vor dem gegnerischen Tor. Es sollte aber bis zur elften Spielminute dauern, ehe die Eisbären-Fans erstmals an diesem Abend jubeln konnten. Jonas Müller setzte sich klasse durch und zog vor das Tor, zog dann ab und die Scheibe rutschte Tigers-Goalie Sebastian Vogl durch die Schoner – 1:0.
Und die Hausherren machten daraus einen Doppelschlag. Colin Smith fuhr ums Straubinger Tor, spielte die Scheibe an den langen Pfosten, wo sein Kumpel Brendan Ranford lauerte. Und der hatte keine große Mühe, die Scheibe im Tigers-Tor unterzubringen – 2:0 (12.). Das dritte Tor der Nummer Zehn im dritten Spiel in Folge. So langsam aber sicher kommt Ranford immer besser in Fahrt.
Straubing kam eigentlich gut ins Spiel, war auf Augenhöhe, aber der Doppelschlag schockte sie natürlich, weshalb Coach Tom Pokel erst einmal eine Auszeit nahm. Was auch half, denn einen weiteren Gegentreffer mussten die Niederbayern im ersten Drittel nicht hinnehmen und lagen somit mit 0:2 nach 20 Minuten in Berlin hinten.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Zu Beginn des Mitteldrittels hätte Straubing beinahe verkürzt, aber Steven Seigo traf nur den Pfosten, was in der spärlich besetzten Arena am Ostbahnhof bis unters Dach zu hören war. 33 Sekunden später klingelte es stattdessen mal wieder im Tor der Gäste. Florian Kettemer brachte die Scheibe Richtung Slot, Martin Buchwieser hielt sein Arbeitsgerät in den Schuss. Danach lag die Scheibe frei rum und Brendan Ranford sagte „Danke“ und erhöhte auf 3:0 (23.).
Danach konzentrierten sich die Eisbären auf die Defensive und lauerten auf Fehler der Niederbayern, um anschließend zu kontern. Straubing dominierte das Spiel und nahm das Tor von Kevin Poulin mächtig unter Beschuss. Straubing hatte dabei auch zwei Überzahlspiele, aber was sie auch versuchten, entweder war Kevin Poulin zur Stelle oder die Defensive der Eisbären warf sich in die Schüsse. Die Mannschaft verteidigte das Tor mannschaftlich geschlossen und nahm somit die 3:0-Führung mit in die Kabine.

Selbes Bild im Schlussdrittel. Berlin war weiterhin um die Defensive bemüht, tat nach vorne nicht mehr

Foto: eisbaerlin.de/walker

als notwendig. Straubing rannte weiter an, versuchte wirklich alles und zeigte hier ein gutes Auswärtsspiel. Aber gegen Kevin Poulin im Eisbären-Tor kamen sie einfach nicht an. Auch bei einem weiteren Überzahlspiel gelang den Niederbayern nicht der eigentlich mittlerweile verdiente Anschlusstreffer.
Ihr Powerplay nutzten dann aber die Berliner kurz vor Ende der Partie. Sean Backman scheiterte am Pfosten, Jamie MacQueen verwertete den Abpraller und traf zum 4:0-Endstand (57.).
Nach dem Treffer lagen die Nerven bei den Gästen völlig blank. Statt um den Puck beim Bully zu kämpfen schlug Mitchell Heeard mit dem Schläger nur auf Colin Smith ein, in der Folge mischten sich Spieler beider Mannschaften ein und es entstand eine wüste Schlägerei, an deren Ende die Tigers in Person von Sena Acolatse und Mitchell Heard wie von Sinnen auf alles und jeden einschlugen, am Ende nur von den beiden Linesmen gerade so zurückgehalten werden konnte. Selbst Kevin Poulin versuchte, Heard zurückzuhalten. Während Sena Acolatse und Mitchell Heard zu Recht je eine Spieldauer kassierten, kamen bei den Eisbären Brendan Ranford und Martin Buchwieser mit 2+2+10-Minuten gut bei weg. Diese Schlägerei sorgte am Ende übrigens dafür, dass Eisbären-Coach Clément Jodoin noch nach der Schlusssirene so aufgebracht war, dass er seinen Co-Trainer Gerry Fleming zur PK schickte, um dort nichts falsches zu sagen. Aber auch Gerry Fleming machte seinen Unmut über diese Aktion der Tigers deutlich, denn es gehört sich nicht, in so einer Situation kurz vor Schluss beim Spielstand von 4:0 zwei Tough Guys auf’s Eis zu schicken. Straubings Coach Tom Pokel wiederum war da anderer Meinung, denn er fand, wenn sich nach Heards Stockschlag am Bully keiner einmischt, eskaliert das Ganze nicht so.
Das folgende Powerplay blieb übrigens ungenutzt, Daniel Fischbuch hätte drei Sekunden vor Ende beinahe noch das 5:0 erzielt, doch die Latte stand ihm im Weg. Somit blieb es beim 4:0-Heimsieg der Eisbären.

Die Eisbären haben erneut dank ihrer Chancenverwertung gewonnen. Sie haben die Tore genau zu den richtigen Zeitpunkten gemacht. Das erste Drittel war ausgeglichen, per Doppelschlag legten die Eisbären dann zwei Tore vor. Zu Beginn des Mitteldrittels traf Straubing nur den Pfosten, im Gegenzug erhöhten die Berliner auf 3:0. Straubing rannte zwar weiter an und hatte auch jede Menge Chancen, aber die Eisbären verteidigten das ganz stark und vor allem mannschaftlich geschlossen. Und ansonsten war ja hinten noch Kevin Poulin da, der wie immer zur Stelle war, wenn es mal brenzlig wurde. Erneut ein ganz starkes Spiel der Nummer 40 im Eisbären-Tor.
Aber auch Brendan Ranford muss man mal hervorheben. Vier Tore in den letzten drei Spielen zeigen deutlich den Aufwärtstrend bei der Nummer Zehn. Zu Beginn seiner Zeit hatte ich ihn mal beim Training beobachtet und schon da war zu sehen, dass er im Zusammenspiel mit Colin Smith den Eisbären weiterhelfen kann. Doch er fand nur schwer in die Saison hinein, hat aber weiter hart an sich gearbeitet und nun zahlt sich sein Einsatz endlich aus. Brendan Ranford ist endlich in Berlin angekommen. Und die Eisbären scheinbar endgültig in dieser Saison, denn in der Tabelle hat man sich nun schon auf Platz Fünf verbessert.

Morgen Heimspiel gegen Straubing: Das nächste Duell gegen einen direkten Konkurrenten für die Eisbären

Die Wochen mit Duellen gegen direkte Konkurrenten geht für die Eisbären Berlin auch morgen Abend weiter. Ab 19:30 Uhr sind die Straubing Tigers zu Gast in der Mercedes-Benz Arena. Dann trifft der Tabellensechste auf den Tabellensiebten. Nur ein Punkt trennt beide Mannschaften, die Niederbayern haben aber bereits ein Spiel mehr absolviert. 

Und mit Straubing treffen die Eisbären auf ein Team, welches wie die Eisbären drei der vier Spiele nach der Länderspielpause gewonnen hat. Und am Wochenende ließen die Tigers mit einem 7:2-Heimsieg gegen Ingolstadt und einem 3:1 in Düsseldorf aufhorchen. Auch die Eisbären gewannen die letzten beiden Spiele gegen die selben Gegner, taten sich aber gerade gegen die DEG zwei Drittel enorm schwer und fanden erst im letzten Drittel das Glück vor dem Tor. Mit dem 4:2-Auswärtssieg in Ingolstadt war Trainer Clément Jodoin dann aber wieder sehr zufrieden:

Ich habe den Spielern gesagt: Ich ziehe meinen Hut vor euch. Der Einsatz war da, die Einstellung stimmte und wir haben unsere Torchancen genutzt. Es war ein sehr enges Spiel, da kann es den Unterschied machen, wenn man seine Special Teams nutzt. 

Genau so, wie die Eisbären gestern in Ingolstadt spielten, müssen sie nun auch gegen Straubing spielen. Mit dem selben Einsatz, mit der selben Aggressivität in den Zweikämpfen und mit dem starken Penaltykilling, wenn gleich man viel mehr darauf achten sollte, weniger Strafen zu nehmen. Und vor dem Tor sollte man erneut seine Chancen nutzen und die Tore zum richtigen Zeitpunkt machen. 

Unterschätzen sollte man Straubing auf jeden Fall nicht, die Tigers spielen eine richtig gute Saison und sind wie bereits eingangs erwähnt zur Zeit richtig gut drauf. Und auch bei der einzigen Niederlage nach der Länderspielpause zeigten die Niederbayern eine gute Leistung und verloren nur ganz knapp mit 3:4 beim dreimaligen Meister in München. Das wird eine ganz harte Nuss für die Eisbären morgen Abend.

Aber die Arena am Ostbahnhof erwies sich zuletzt als Festung, gewann man doch die letzten fünf Heimspiele in Folge und verlor in dieser Saison insgesamt erst zwei Heimspiele. Also auch Straubing sollte die Eisbären nicht unterschätzen. Beide Mannschaften kommen mit dem Rückenwind von zwei Siegen in dieses Spiel, da erwartet uns morgen eine sehr interessante und spannende Partie auf Augenhöhe. 

Beste Bewerbung für eine Vertragsverlängerung: Florian Kettemer trifft erneut im Penaltyschießen und sichert den Eisbären somit den Zusatzpunkt beim 3:2-Heimsieg gegen die DEG

 

Ausgabe #12:

Das war enorm wichtig. Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel am Donnerstagabend gegen die besser platzierte Düsseldorfer EG knapp gewonnen. Vor 9218 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof setzten sich die Hauptstädter mit 3:2 (0:1,0:0,2:1/0:0,1:0) n.P. durch und sicherten sich somit zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um einen der oberen Tabellenplätze. Dabei taten sich die Hausherren zwei Drittel lange enorm schwer gegen sehr clever spielende Düsseldorfer. Doch ein Doppelschlag im letzten Drittel sowie ein mal wieder im Penaltyschießen abgezockter Florian Kettemer sicherten den Eisbären letztendlich die zwei Punkte. Wenn man mit Kettemer jetzt nicht verlängert, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Aber bald ist der Monat November zu Ende und wir alle sind dann auch schlauer was diese Personalie angeht.

Bei den Eisbären fehlten heute Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Thomas Oppenheimer und Mark Olver. Jonas Müller kehrte in den Kader zurück. Mark Cundari und Charlie Jahnke haben es in selbigen nicht hinein geschafft, da zwei Spieler gestrichen werden mussten. Im Tor stand erneut Kevin Poulin.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Das Spiel nahm sofort Fahrt auf, beide Mannschaften gleich zu Beginn mit je einer richtig guten Chance. Und das erste Tor des Abends sollte auch nicht lange auf sich warten lassen. Noch keine drei Minuten waren gespielt, da konnte Kevin Poulin den Schuss von Alexandre Picard noch entschärfen, doch Patrick Buzas staubte ab – 0:1 (3.).
Fortan entwickelte sich eine rasante Partie, in der es rauf und runter ging. Beide Mannschaften suchten immer wieder den Abschluss und kreierten dabei auch gute Torchancen. Die DEG bewies im Auftaktdrittel, dass sie zu Recht da oben in der Tabelle steht. Die Mannschaft von Coach Harold Kreis spielte sehr cleveres und abgezocktes Eishockey, wie ein echtes Spitzenteam eben. Die DEG beendete das erste Drittel mit einer 1:0-Führung und leichten Vorteilen für sich.

Im Mitteldrittel fanden die Eisbären besser ins Spiel und waren die spielbestimmende Mannschaft. Die

Foto: eisbaerlin.de/walker

Eisbären zu Beginn auch gleich einmal mit einer doppelten Überzahl für 41 Sekunden, welche sie jedoch nicht nutzen konnten. Danach versuchten es die Eisbären immer wieder, es ging fast ausnahmslos in eine Richtung, nämlich die des DEG-Tores von Matthias Niederberger. Doch es fehlte so die richtige hundertprozentige Chance, da taten sich die Berliner schwer. Aber auch, weil die DEG das sehr clever machte. Sie standen hinten sehr kompakt und lauerten auf Konter.
Die bekamen sie auch, aber ebenso wie die Eisbären erzielten auch die Rheinländer kein Tor in den zweiten 20 Minuten, es stand also auch nach 40 Minuten 0:1 an der Spree.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Das Schlussdrittel begann aus Eisbärensicht nicht so gut. Es lief die 44. Spielminute, Alexander Barta mit Zug zum Tor. Mit seinem ersten Versuch scheiterte er noch an Poulin, beim zweiten Versuch ließ er dem starken Berliner Goalie keine Chance – 0:2.
Kurz darauf mussten die Eisbären auch noch in Unterzahl ran, aber diese überstanden sie schadlos und dann schlugen die Hausherren eiskalt zu. Und es war irgendwie klar, dass hier eine Einzelaktion zum Erfolg führen musste. Brendan Ranford tankte sich klasse vor das Tor und erzielte nach einer sehenswerten Einzelleistung das 1:2 (47.).
Die Eisbären waren zurück im Spiel und nur 30 Sekunden später bebte die Arena am Ostbahnhof. Jens Baxmann hatte seinen Schuss neben das Tor gesetzt, Jamie MacQueen verwertete den Abpraller und glich zum 2:2 aus (48.).
Wahnsinn, die Eisbären hatten innerhalb von 30 Sekunden ausgeglichen, zuvor war man über fünf Drittel ohne Torerfolg geblieben und auf einmal reichten 30 Sekunden. Die DEG sammelte sich dann erst einmal, Harold Kreis nahm nämlich eine Auszeit.
Die Eisbären nun mit Rückenwind, wollten direkt nachlegen. Von Düsseldorf kam nicht mehr viel, dafür hatten sie aber die beste Chance im Schlussdrittel, doch Lukas Laub scheiterte am Außenpfosten. Und eine Sekunde war nur noch auf der Stadionuhr, da hätte Jonas Müller beinahe sein Comeback gekrönt, er bekam die Scheibe von Frank Hördler aufgelegt, schoss jedoch knapp am Tor vorbei. Es ging also in die Verlängerung.

In der fünfminütigen Overtime drängten beide Teams auf die Entscheidung, die Eisbären dabei mit mehr Offensivaktionen, aber die Scheibe wollte nicht über die Linie. Und so musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Und da haben die Eisbären ja seit dieser Saison ein wahres Penalty-Monster. Während Brendan Ranford noch scheiterte, trafen Florian Kettemer und Jamie MacQueen im Penaltyschießen. Da bei der DEG kein Schütze traf, war Kettemer zum dritten Mal der Matchwinner in einem Penaltyschießen für die Eisbären. Zuvor sicherte er schon die Penaltysiege in Schwenningen und gegen Wolfsburg. Wenn das mal keine Bewerbung für eine Vertragsverlängerung war.

Das waren zwei ganz hart erkämpfte Punkte für die Eisbären. Im ersten Drittel lag man früh hinten, tat sich danach mit der cleveren DEG sehr schwer, hatte zwar auch Chancen, aber die DEG wirkte aktiver und abgezockter. Im Mitteldrittel fand man gut ins Spiel, nahm das DEG-Tor unter Beschuss, aber man wollte es zu schön machen und hatte kaum eine hundertprozentige Chance dabei. Im Schlussdrittel ließ man sich von dem 0:2-Schock nicht aus der Ruhe bringen und schlug innerhalb von 30 Sekunden zweimal eiskalt zu. Danach war man dem Sieg sogar näher als die DEG, aber letztendlich war die Punkteteilung nach 60 Minuten mehr als gerecht. Und Verlängerung und Penaltyschießen sind eben Glückssachen, aber wenn man einen Florian Kettemer hat, braucht einem vor dem Penaltyschießen nicht Angst und Bange werden. Fragt sich nur, wie lange hat man eben jenen Florian Kettemer noch in seinen eigenen Reihen?

Gegen Düsseldorf und in Ingolstadt: Eisbären gehen als Außenseiter in die Spiele am Wochenende

Mit einem Sieg und einer Niederlage sind die Eisbären Berlin aus der Länderspielpause zurück in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) gekommen. Es ging mit Krefeld und Augsburg gegen zwei direkte Konkurrenten in der Tabelle. Am kommenden Wochenende trifft man nun gleich auf zwei Vereine, die besser als die Eisbären in der Tabelle da stehen. Und in diesen beiden Duellen sind die Eisbären auch durchaus der Außenseiter.

Zumal, wenn man bedenkt, wie es derzeit bei den Eisbären läuft. Das 0:3 in Augsburg am Sonntag war eine mehr als peinliche Leistung, da lief rein gar nichts zusammen. Martin Buchwieser sprach davon, dass man ab dem zweiten Drittel auseinander gefallen wäre. So ganz unrecht hatte er mit dieser Aussage nicht.
Es ist schon erstaunlich, dass man bei den Berlinern nach wie vor kein wirkliches System erkennen kann. Vieles entsteht aus Einzelaktionen, zu selten tritt die Mannschaft als Team auf, zu oft enttäuschen etatmäßige Leistungsträger. Zu oft häufen sich leichtsinnige Fehler, zu oft zeigen sich die Berliner zu undiszipliniert und verlieren dadurch auch auf der Strafbank die Spiele.
Zwar weiß man seit Wochen, wo die Fehler liegen und an welchen Stellschrauben man drehen muss, nur zeigte die bisherige Trainingsarbeit bisher noch nicht das gewünschte Ergebnis. Ja, es gibt auch immer mal wieder Kleinigkeiten, die besser waren, als in den Spielen zuvor, aber vollends überzeugen konnten die Eisbären in dieser Saison bisher kaum.
Und nun geht es ausgerechnet gegen zwei Teams, die bisher eine richtig starke Saison spielen und zu Recht oben bei sind. Vor allem die Düsseldorfer EG ist die Überraschung der Saison bisher.

Und genau gegen die Rheinländer geht es morgen Abend in der Mercedes-Benz Arena (Bully: 19:30 Uhr). Aktuell steht die DEG auf Platz Drei und kommt mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge in die Hauptstadt. Zudem hat die DEG vier der letzten fünf Spiele gewonnen und auch bei der einzigen Niederlage in diesem Zeitraum gepunktet. Und nach dem Derbysieg am Sonntag in Köln kommen die Düsseldorfer sowieso mit einer breiten Brust an die Spree. Und in Berlin fühlte sich die DEG zuletzt sehr wohl, gewann letzte Saison beide Gastspiele in der Hauptstadt. Aber die Eisbären sind in dieser Saison auf eigenem Eis nur schwer zu schlagen, gewann man doch sieben von neun Heimspielen.

Ebenso heimstark ist der ERC Ingolstadt, der sogar noch ein Heimspiel mehr als die Eisbären gewonnen hat (Acht Siege/zwei Niederlagen). Die Schanzer Panther stehen aktuell auf Platz Vier und haben am Sonntag die Siegesserie der Adler Mannheim beendet. Man selbst beendete damit eine zwei Spiele andauernde Niederlagenserie. In den letzten vier Spielen in der Saturn Arena wechselten sich beide Mannschaften mit dem gewinnen immer ab. Geht die Serie so weiter, gewinnt am Sonntag (Bully: 16:30 Uhr) Berlin in Ingolstadt.

Eisbären-Trainer Clément Jodoin kann am Wochenende wieder auf Verteidiger Jonas Müller zurückgreifen, der fast zwei Monate ausgefallen war. Dafür fällt der gerade erst wieder genesene Kai Wissmann für den Rest des Jahres aus. Die Nummer Sechs der Eisbären hatte sich bei seinem Comeback den selben Finger erneut gebrochen. Gute Besserung an dieser Stelle!
Marvin Cüpper, Thomas Oppenheimer und Mark Olver fallen ebenso weiter aus. Acht Verteidiger und 13 Stürmer stehen Trainer Jodoin somit für die Partie gegen die DEG zur Verfügung. Zwei zu viel, wer aus dem Kader gestrichen wird, entscheidet sich erst nach dem morgigen Training.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG am 22.11.2018:

Tor:

Kevin Poulin, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Maximilian Adam, Mark Cundari, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer, Frank Hördler

Angriff:

Brendan Ranford, Charlie Jahnke, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Thomas Oppenheimer, Mark Olver (alle verletzt)

Für das DNL-Team, Weißwasser oder Hamburg im Einsatz:

Tobias Ancicka, Konstantin Kessler, Jake Ustorf, Thomas Reichel, Cedric Schiemenz, Lukas Reichel

André Rankel vor dem Augsburg-Spiel: „Ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns“

Die Eisbären Berlin sind gut aus der Länderspielpause gekommen. Jedenfalls, wenn man nur das Ergebnis betrachtet. Mit 5:3 bezwang man am Freitagabend in der Arena am Ostbahnhof mit den Krefeld Pinguinen einen direkten Konkurrenten in der Tabelle und distanzierte die Pinguine somit um drei Punkte. Rein spielerisch gesehen ist beim DEL-Rekordmeister aber nach wie vor viel Luft nach oben. Das ist es aber gefühlt schon die ganze Saison und gefühlt hört man von den Spielern auch immer wieder, dass man daran arbeiten würde, dass endlich wieder alles gut läuft. Doch Step by Step geht es voran bei den Eisbären, aber dennoch liegen noch viele Hausaufgaben vor den Spielern, um wieder zu alter Stärke zurückzufinden.

Louis-Marc Aubry sagte gestern Abend nach dem Spiel beim Fan-Talk, dass er in den ersten beiden Dritteln das Gefühl hatte, als ob es noch nicht so richtig gelaufen sei für die Eisbären, da hatte man noch zu viele Fehler im Spiel und merkte, dass die Mannschaft aus einer Pause kam. Aber immerhin ist es im letzten Drittel besser geworden und man fand einen Weg, das Spiel zu gewinnen.

Auch Trainer Clément Jodoin sprach nach dem Spiel auf der PK davon, dass es noch viel zu tun gibt und er kam auch nochmal auf das leidige Thema Strafzeiten zu sprechen. Zwar kassierten die Berliner im ersten und letzten Drittel keine Strafzeit, dafür aber deren vier im Mitteldrittel, weshalb Jodoin die Spieler vor die Wahl stellte:

Wir haben immer noch viele, viele Kleinigkeiten, an denen wir arbeiten müssen. Ich habe es nach dem zweiten Drittel nochmal angesprochen, nachdem es schon vier Strafzeiten gab. Ihr müsst entscheiden, wie ihr spielen wollt. Wieder viel Energie verlieren, wenn wir Penaltys killen oder dann Fünf gegen Fünf lieber spielen wollen. Es gibt kleine Verbesserungen, aber auch hier gibt es noch einiges zu tun.

Die Eisbären hatten in der letzten Saison Probleme mit dem Toreschießen in Überzahl, dafür lief es umso besser bei Fünf gegen Fünf. In dieser Saison ist es genau anders herum, da stellt man das beste Powerplay der Liga, tut sich aber enorm schwer bei Fünf gegen Fünf zum Torerfolg zu kommen. Gegen Krefeld erzielte man vier der fünf Tore bei Fünf gegen Fünf, was für den Trainer ein kleiner Schritt und wichtig fürs Selbstvertrauen war. Und Kapitän André Rankel fügte noch sein Statement hinzu und blickte auch gleich auf das morgige Auswärtsspiel beim direkten Tabellennachbarn Augsburg voraus:

Es geht definitiv in die richtige Richtung. Wir haben uns bei Fünf gegen Fünf viel vorgenommen, das hat heute weitaus besser geklappt und daran wollen wir anknüpfen.
Wir haben am Sonntag ein genauso wichtiges Spiel wie das heutige. Augsburg ist direkt vor uns und deswegen ist es für uns ein sehr, sehr wichtiges Spiel. Wir können nicht sagen, wir wollen dann und dann auf den dritten Platz. Erstmal müssen wir das nächste Spiel gewinnen, so langweilig wie es sich anhört aber so ist es nun mal.

Für Rankel (Foto) läuft es derzeit relativ gut, was sein Doppelpack gegen Krefeld gestern Abend beweist. Der Kapitän kommt so langsam aber sicher in Fahrt und in der Saison an, aber ihm war klar, dass er Zeit brauchen wird, bis er seine Form finden wird:

Definitiv freue ich mich darüber, dass ich der Mannschaft helfen kann und wir heute die drei Punkte geholt haben. Ich war lange verletzt und hab die Vorbereitung kaum spielen können, deswegen war mir eigentlich klar, dass ich ein wenig Anlaufzeit brauchen werde und jetzt in letzter Zeit klappt es wieder besser.

Ein starkes Schlussdrittel sorgt für einen 5:3-Heimsieg gegen den Tabellennachbarn Krefeld

 

Ausgabe #11:

Die Eisbären Berlin sind perfekt aus der Länderspielpause zurück gekommen. Am Freitagabend besiegten die Hauptstädter den Tabellennachbarn Krefeld Pinguine mit 5:3 (1:1,1:1,3:1). 12.107 Zuschauern sahen eine hart umkämpfte Partie, in der die Eisbären am Ende das bessere Ende auf ihrer Seite hatten. Dabei hätte die Partie auch anders ausgehen können, nämlich dann, wenn Krefeld im Mitteldrittel seine doppelte Überzahl genutzt hätte. Haben sie aber nicht und so sicherten sich die Gastgeber am Ende die drei wichtigen Punkte.

Die Eisbären konnten heute auf Kai Wissmann, Jamie MacQueen und Sean Backman wieder zurückgreifen. Die letzten Beiden standen auch gleich einmal in der Starting-Six.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Man merkte beiden Mannschaften an, dass eine Pause hinter ihnen lag. So richtig in Gang wollte der Motor auf beiden Seiten noch nicht kommen. Beide suchten zwar immer wieder den Weg zum gegnerischen Tor, jedoch aber ohne dabei zwingende Chancen zu erspielen. Und so fiel die Berliner Führung auch eher aus heiterem Himmel.
Louis-Marc Aubry fing einen Pass der Gäste ab, spielte die Scheibe zu André Rankel, welcher auf der rechten Seite mit der Scheibe lang fuhr. Alle rechneten mit einem Pass, wohl auch der neue Krefelder Goalie Ilya Proskuryakov. Doch der Eisbären-Kapitän zog eiskalt ab und überraschte damit alle – 1:0 (5.).
Die Führung sollte jedoch nur zwei Minuten halten. Patrick Seifert hatte von der blauen Linie abgezogen, Jacob Berglund hielt die Kelle in den Schuss und schon stand es 1:1 (7.).
Krefeld wirkte fortan aktiver, optisch überlegen und hatte in der elften Minute die große Chance zur erstmaligen Führung, aber Philip Riefers scheiterte am Pfosten. Doch auch die Hausherren kamen immer mal wieder zum Abschluss, weitere Treffer sollten jedoch nicht fallen und so stand es nach 20 Minuten leistungsgerecht 1:1 an der Spree.

Das zweite Drittel begannen die Eisbären noch in Überzahl und nach 40 Sekunden klingelte es im

Foto: eisbaerlin.de/walker

Pinguin-Gehäuse. James Sheppard mit dem Zuspiel von hinter dem Tor vor das selbige, wo Marcel Noebels die Scheibe direkt nahm und zum 2:1 einnetzen konnte (21.).
Die Freude über die erneute Führung hielt diesmal nur ganze 21 Sekunden. Jacob Berglund hatte abgezogen, die Scheibe rutschte Kevin Poulin durch die Schoner und blieb vor der Linie liegen. Chad Costello erlidgte den Rest und glich zum 2:2 aus (22.).
Die Partie blieb fortan hart umkämpft, beide Mannschaften schenkten sich nichts und kamen auch immer mal wieder zum Abschluss, doch beide Goalies ließen im Mitteldrittel nichts mehr durch. Dabei hatte Krefeld die beste Möglichkeit, als sie zwei Mann mehr auf dem Eis hatten, doch die Eisbären überstanden diese Unterzahl schadlos und so stand es auch nach 40 Minuten unentschieden in Berlin.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Ins letzte Drittel starteten die Eisbären erneut gut und konnten nachlegen. 43 Minuten waren gespielt, als Mark Cundari mal zu einem seiner so gefürchteten Schlagschüsse von der blauen Linie ansetzte, mit Erfolg, die Scheibe landete im Krefelder Netz – 3:2.
Konnte Krefeld auch das dritte Mal den Rückstand schnell egalisieren? Nein, denn die Eisbären legten nach und erneut war es ein Verteidiger, welcher mit einem satten Schlagschuss das Krefelder Netz zum wackeln brachte. Dieses Mal war es Frank Hördler gewesen, welcher auf 4:2 erhöhen konnte (45.).
Aber Krefeld gab nicht auf, hatte in der 48. Minute die Riesenchance zum Anschlusstreffer, als sie einen 2-auf-1-Konter fuhren, doch Kevin Poulin mit einem Mega-Save. Wahnsinn, dieser Teufelskerl im Berliner Tor!
Sieben Minuten vor dem Ende der Partie war mal wieder Alarm für die Eisbären angesagt, denn die gefährlichste Krefelder Reihe an diesem Abend war wieder auf dem Eis und sorgte für den dritten Pinguin-Treffer an diesem Abend. Chad Costello wurde im Slot angespielt und fackelte nicht lange – 4:3 (53.).
Es keimte also noch einmal Hoffnung bei den Seidenstädtern auf, von ihrem Trip in die Hauptstadt nicht mit gänzlich leeren Händen zurückzukommen. Doch die Hoffnung wurde von Kapitän André Rankel höchstpersönlich zerstört. 2-auf-1-Konter der Eisbären durch Rankel und Martin Buchwieser. Rankel machte es alleine und bezwang den neuen Krefelder Keeper zu fünften Mal – 5:3 (59.).
Der Drops war gelutscht und die Eisbären hatten Krefeld niedergekämpft und sich drei enorm wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten gesichert.

Es war mit Sicherheit nicht das beste Spiel der Eisbären, man hat gesehen, woran es nach wie vor hakt. Aber man hat heute nach zwei eher durchschnittlichen Dritteln im letzten Drittel einen Weg gefunden, die sehr kompakt stehenden Krefelder zu knacken und sich somit am Ende den Sieg zu holen. Die Eisbären mussten hart für die drei Punkte arbeiten, Krefeld bewies, das sie zu Recht so weit oben in der Tabelle stehen.
Aber es bleibt weiterhin viel Arbeit für die Eisbären, die am Passspiel dringend arbeiten müssen. Gerade in den ersten beiden Drittels kamen die Pässe zu selten an. Zudem bleibt die Disziplin ein Thema, im ersten und letzten Drittel kassierte man keine Strafe, im zweiten deren vier. Trainer Clément Jodoin hatte nach dem Spiel auf der PK gesagt, er hatte das in der Kabine vor dem Schlussdrittel angesprochen, die Jungs sollten es selbst entscheiden, ob sie viel Energie in Unterzahl verschwenden wollen oder aber lieber Fünf gegen Fünf spielen. Der Ausgang ist bekannt, man kassierte im letzten Drittel keine Strafe mehr und sorgte in diesem Drittel für den Sieg gegen den KEV.

Das Lazarett lichtet sich: Die Eisbären wollen nach der Deutschland Cup Pause voll angreifen

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) kehrt aus der Länderspielpause anlässlich des Deutschland Cups zurück. Und die Pause kam gerade für die Eisbären Berlin zum richtigen Zeitpunkt. Die ganze Saison plagen die Hauptstädter schon riesige Personalprobleme, im letzten Heimspiel vor der Pause fehlten gegen Schwenningen satte acht Spieler. Nicht selten spielte Coach Clément Jodoin daher mit drei Reihen, vertraute aber auch den Youngsters, die ihren Job bisher sehr gut machen. In der Pause konnten die Berliner Spieler nun die Akkus wieder aufladen und zudem gibt es auch gute Nachrichten aus dem Eisbären-Lazarett zu berichten.

Denn gleich vier Spieler sind wieder zurück im Training und somit eine Option für das Heimspiel am Freitagabend gegen die Krefeld Pinguine in der Mercedes-Benz Arena (Bully: 19:30 Uhr). Zwei Verteidiger und zwei Stürmer könnten dem Kader der Berliner somit wieder mehr Tiefe verleihen. Kai Wissmann, Danny Richmond, Jamie MacQueen und Sean Backman stehen Trainer Clément Jodoin wieder zur Verfügung. Gerade der Ausfall von Queener traf die Berliner, war er doch mit sieben Toren der Top-Torjäger der Eisbären, was er im übrigen immer noch ist. Aber auch die Rückkehr von Sean Backman sorgt wieder für mehr Optionen in der Offensive und zudem wird die Defensive dank der Rückkehr von Wissmann und Richmond gestärkt.

Und mit einem richtig gut besetzten Kader sollte es für die Eisbären in den nächsten Wochen vor allem darum gehen, den Anschluss an die Top-3-Plätze nicht zu verlieren, denn das ist lt. MacQueen das Ziel der Hauptstädter. Als Tabellensechster weisen die Berliner mit aktuell 27 Punkten sieben Zähler Rückstand auf den Dritten Ingolstadt auf. Umso wichtiger werden dabei die zwei Spiele am Wochenende, denn da geht es gegen direkte Konkurrenten in der Tabelle – Krefeld (7.) und Augsburg (5.).

Und unterschätzen sollte man beide Teams nicht. Die Krefeld Pinguine, welche am Freitagabend ihre Visitenkarte in der Arena am Ostbahnhof abgeben, sind auf Wiedergutmachung nach den letzten miserablen Jahren aus. Und bisher läuft die Saison äußerst gut für die Seidenstädter, welche mit Platz Sieben bisher voll im Soll sind und zu den Überraschungen der Saison zählen. Und gerade auf fremden Eis sind die Pinguine sehr stark, haben von acht Auswärtsspielen nur zwei nicht gewonnen. Allein das sollte Warnung genug sein. Zudem haben die Eisbären in der vergangenen Saison erstmals seit der Saison 2009/2010 mal wieder beide Heimspiele gegen den KEV gewonnen. Krefeld ist also schon seit Jahren ein unbequemer Gegner für die Eisbären.

Sonntagnachmittag (Bully: 16:30 Uhr) sind die Eisbären dann zum zweiten Mal in dieser Saison bei den Augsburger Panthern zu Gast. Die Fuggerstädter spielen bisher eine sehr starke Saison, was ein Blick auf die Tabelle beweist, wo die Panther auf einem respektablen fünften Platz stehen. Aber auf fremden Eis sind die Panther stärker als auf eigenem Eis, denn zu Hause gewann man nur vier seiner bisherigen acht Heimspiele. Eine der vier Niederlagen kassierte man im ersten Duell gegen Berlin, als man mit 1:2 n.V. den Kürzeren zog. Es war der zweite Berliner Sieg in Augsburg in Folge. Letztmals drei Erfolge in Serie im Curt-Frenzel-Stadion gelangen den Berliner zwischen 2010 und 2011. Es wird Zeit, diese Serie am Sonntag zu brechen.

Die Eisbären sehnten die Pause herbei. Sie wollten die Akkus wieder aufladen und an den Problemen arbeiten und diese endlich abstellen. Ob die Pause zu all dem genutzt wurde, werden wir Freitagabend ab 19:30 Uhr in der Arena am Ostbahnhof sehen. Sollte man dort gegen Krefeld verlieren, kann man das zumindest nicht auf die Personalsorgen schieben, denn das Lazarett des DEL-Rekordmeisters lichtet sich endlich und lässt wieder auf positive und erfolgreiche Wochen hoffen. Wenn, ja wenn man die Fehler und vor allem die vielen unnötigen Strafzeiten endlich abstellt. 

Computerausfall, Führungswechsel, Scheibenbruch: Ganz schön was los beim 5:3-Heimsieg der Eisbären gegen Schlusslicht Schwenningen

 

Ausgabe #10:

An das letzte Heimspiel der Eisbären Berlin vor der Länderspielpause gegen die Schwenninger Wild Wings werden sich die 11.969 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena sicherlich noch eine Weile erinnern. Aber nicht, weil der 5:3 (2:3,1:0,2:0)-Heimsieg der Berliner so schön anzusehen war, nein, viel mehr die Ereignisse während des Spiels sorgten auch noch nach dem Spiel für viel Gesprächsstoff. Spielerisch überzeugen konnten die Hausherren nicht, aber immerhin fanden sie am Ende einen Weg, den Tabellenletzten (!) mit viel Mühe und Kampf zu besiegen.

Chefcoach Clément Jodoin musste auch heute wieder auf acht Stammspieler verzichten. Die Personalsorgen sind also nach wie vor sehr groß, aber es besteht berechtigte Hoffnung, dass es nach der Länderspielpause wieder besser wird. Das Tor hütete auch heute wieder Kevin Poulin.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Hinein ins Spiel, in dem es von Beginn an hin und her ging, zwingende Torchancen gab es aber keine nennenswerten. Erst in der fünften Minute konnte man mal eine richtig gute Chance verzeichnen, diese hatten die Gäste, doch Stefano Giliati scheiterte an Kevin Poulin, ebenso wie in der Minute darauf Marcel Kurth.
Und was machten die Eisbären? Die gingen mit der ersten Torchance in Führung. Marcel Noebels brachte die Scheibe auf das Tor, Schwenningens Goalie Dustin Strahlmeier konnte den Puck nur zur Seite abwehren und da kam Florian Kettemer angerauscht. Der Berliner Torjäger, von Beruf eigentlich Eishockey-Verteidiger, nahm die Scheibe direkt und zimmerte sie ins leere Wild Wings Tor – 1:0 (8.). Sein sechster Saisontreffer, überragend die Torquote von Kettemer, welcher vor dem Spiel noch für sein 500. DEL-Spiel geehrt wurde. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle zu diesem Jubiläum, Florian Kettemer.
Und keine zwei Minuten später legten die Gastgeber nach. Daniel Fischbuch zog einfach mal ab und überraschte Strahlmeier an der kurzen Ecke – 2:0 (9.). Gäste-Coach Jürgen Rumrich nahm daraufhin erst einmal eine Auszeit, um sein Team zu beruhigen, wie er nach dem Spiel auf der Pressekonferenz sagte. Denn wenn die Eisbären einmal ins Laufen kommen, wird es schwierig.
Ins Laufen kamen die Berliner aber nicht, denn man leistete sich mal wieder unnötige Strafzeiten und brachte Schwenningen somit zurück ins Spiel. Und es war schon bemerkenswert, dass ausgerechnet die beiden Torschützen Kettemer und Fischbuch in die Kühlbox mussten. Und die Gäste aus Schwenningen nutzten sowohl die doppelte als auch die einfache Überzahl aus. In der zwölften Spielminute war es István Bartalis, der einen Nachschuss zum 2:1 einnetzen konnte. Danach war die Partie aber erst einmal für mehrere Minuten unterbrochen, da der Computer ein Problem hatte und das Spiel somit vorerst nicht fortgeführt werden konnte.
Als es weiter ging, dauerte es nur ganze 27 Sekunden und schon hatten die Gäste die Partie wieder auf Anfang gestellt. Und auch hier konnte Kevin Poulin den ersten Schuss zwar parieren, aber nicht festhalten. Marcel Kurth war zur Stelle und staubte ab – 2:2 (12.).
Die Eisbären völlig von der Rolle, nach vorne ging gar nichts mehr und hinten sah man sich dem Druck der Wild Wings ausgesetzt, die hier plötzlich Lust auf mehr bekamen. Und Rihards Bukarts, seines Zeichen Ex-Eisbär, hatte dreieinhalb Minuten vor der ersten Pause die große Chance zur erstmaligen Schwenninger Führung, Kevin Poulin hatte jedoch etwas dagegen. Aber keine Minute später war auch Poulin machtlos, als Ville Korhonen ein Zuspiel von Philip McRae eiskalt abschloss – 2:3 (18.). Mit diesem Paukenschlag endete das Auftaktdrittel in Berlin.

Zu Beginn des Mitteldrittels die Eisbären früh mit der Chance in Überzahl zu agieren, aber das beste

Foto: eisbaerlin.de/walker

Powerplay der Liga brachte dabei nicht viel zu Stande. Fortan die Eisbären mit Chancen, aber ohne Glück im Abschluss. Es folgten zwei weitere Überzahlspiele, das erste konnte man nicht nutzen, das zweite dann aber schon. Aller guten Dinge sind eben drei, denn es war die dritte Strafe gegen die Schwäne im Mitteldrittel. Frank Hördler mit einem klasse Pass auf Brendan Ranford und der hatte keine große Mühe, die Scheibe im Tor unterzubringen – 3:3 (30.).
Auch danach die Eisbären weiterhin am Drücker, immer wieder mit guten Chancen, aber es fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Von Schwenningen war in diesem Drittel kaum etwas zu sehen, die Mannschaft von Trainer Jürgen Rumrich lauerte auf Fehler, um dann zu kontern. Nach 40 Minuten blieb es beim Stand von 3:3.

Das letzte Drittel hatte dann gleich zu Beginn die wohl spielentscheidende Szene zu bieten. In der 42. Spielminute jubelten die Gäste über das vermeintliche 4:3, aber die beiden Hauptschiedsrichter Daniel Piechaczek und Kristian Vikman entschieden nach Ansicht des Videobeweises auf Torhüterbehinderung und somit auf kein Tor.
Nur zwei Minuten später bekamen die Gäste dann ein unglückliches Tor. Florian Kettemer hatte von der blauen Linie abgezogen, Daniel Fischbuch hielt die Kelle in den Schuss und fälschte ihn somit unhaltbar für Strahlmeier ab – 4:3 (44.).

Foto: eisbaerlin.de/walker

Drei Minuten nach dem 4:3 sorgte Frank Hördler dann aber erst einmal für die nächste außerplanmäßige Pause. Sein Schlagschuss von der blauen Linie landete hinter dem Tor an der Plexiglasscheibe vor der Fankurve, welche daraufhin zu Bruch ging. Die Aufräumarbeiten und das Wechseln der Scheibe sollte auch nochmal einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die Pause schien den Schwarzwäldern besser getan zu haben, die anschließend richtig gut drin waren im Spiel und sich auch gute Chancen erspielten, einmal dabei sogar an der Latte scheiterten. Schwenningen schnupperte also am Ausgleichstreffer. Aber auch die Eisbären hatten ihre Chancen vor dem Schwenninger Tor. Das Spiel wog nun hin und her und beide Teams wollten den nächsten Treffer erzielen, die Eisbären damit natürlich für die Vorentscheidung sorgen.
Für diese sorgte dann Louis-Marc Aubry 92 Sekunden vor dem Spielende, als er sich auf der rechten Seite an der Bande stark den Puck erkämpfte, vor das Tor zog, um Strahlmeier rum fuhr und die Scheibe zum entscheidenden 5:3 über die Torlinie brachte (59.).
Damit waren die drei Punkte für die Eisbären im Sack, auch wenn Schwenningen noch einmal den Goalie vom Eis nahm. Am Ende brachte das nichts mehr und die Wild Wings traten die Heimreise mit leeren Händen an.

Ein Sieg, der vor allem wichtig für das Selbstvertrauen ist. So gehen die Eisbären mit einem Erfolgserlebnis in die so dringend benötigte Pause, denn das arg dezimierte Team der Eisbären hatte kaum noch Benzin im Tank in den letzten Spielen und wird die Pause nun dafür nutzen, um die Akkus wieder aufzuladen und darauf hoffen, dass einige verletzte Spieler wieder zurückkehren.
Das Spiel heute war mal wieder typisch für die Eisbären, ruhiger Beginn, dann schnell 2:0 gegen den Tabellenletzten vorne und da dachten sich einige wahrscheinlich, das Ding hier wird ein Selbstläufer und prompt wurde man für diese Denkweise bestraft und lag folgerichtig mit 2:3 hinten. Nach einer Ansage von Trainer Clément Jodoin in der ersten Drittelpause fand man aber zurück in die Spur und kämpfte Schwenningen am Ende nieder, musste aber noch ein wenig zittern, denn auch die Schwarzwälder hatten noch einige gute Chance gehabt.

Sechs-Punkte-Wochenende: Eisbären gewinnen dank starker Teamleistung mit 5:4 gegen Nürnberg

 

Ausgabe #9:

Sechs-Punkte-Wochenende für die Eisbären Berlin. Zwei Tage nach dem mehr als glücklichen 3:2-Auswärtssieges bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven setzten sich die Hauptstädter am Sonntagabend in der Arena am Ostbahnhof mit 5:4 (2:0,1:3,2:1) gegen die Thomas Sabo Ice Tigers durch. 11.816 Zuschauern sahen dabei eine sehr unterhaltsame und sehr intensive sowie hart umkämpfte Partie, in welcher sich die Berliner dank einer starken Teamleistung am Ende die drei Punkte sicherten. Trainer Clément Jodoin sprach nach dem Spiel auf der Pressekonferenz davon, dass die Mannschaft eine Reaktion gezeigt hat und die Teamleistung der Schlüssel zum Sieg war. Anders als noch am Freitag, als einzig Kevin Poulin den Sieg ermöglicht hatte, aber die Spieler den Trainer sehr enttäuscht hatten. Nun haben sie ihren Coach wieder versöhnt.

Haben die Eisbären in dieser Saison schon mal ein Spiel mit vollem Kader bestritten? Ich glaube nein, auch heute Abend fehlten wieder sieben Spieler. Der nächste Ausfall war heute Sean Backmann, Trainer Clément Jodoin ist zur Zeit einfach nicht zu beneiden, die Personalsorgen werden immer größer. Im Tor vertraute er wieder dem Matchwinner vom Bremerhaven-Spiel, Kevin Poulin. Dem einzigen Eisbären mit Normalform am Freitagabend.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Das erste Drittel bot schnelles Eishockey, viele Zweikämpfe, hohe Intensität und vor allem sehr viele Torchancen. Beide Teams feuerten 19 Torschüsse ab, beide Goalies bekamen jede Menge zu tun und konnten sich mehrfach auszeichnen. Kevin Poulin dabei mehr als Andreas Jenike auf Nürnberger Seite, der die Scheibe zweimal aus seinem Tor fischen musste. Zum ersten Mal exakt nach vier Minuten. Florian Kettemer auf André Rankel, der spielte die Scheibe weiter an die kurze Ecke, wo James Sheppard lauerte und sein Arbeitsgerät hin hielt – 1:0.
Vier Minuten später jubelten die Eisbären-Fans schon wieder. Die Hausherren in Überzahl und da sind die Eisbären das beste Team der Liga. Unübersichtliche Situation vor dem Nürnberger Tor, Brendan Ranford behielt den Überblick und drückte den Puck über die Linie. Die beiden Hauptschiedsrichter Aleksi Rantala und Christoffer Hurtik überprüften den Treffer nochmal und gaben ihn anschließend.
Nürnberg gab hier aber nicht auf und spielte weiter nach vorne, erspielte sich auch gute Chancen, aber entweder stand Kevin Poulin im Weg und aber der Pfosten, so wie bei Daniel Weiß seinem Schuss. So lagen die Eisbären nach 20 Minuten mit 2:0 in Front.

Nach dem intensiven und Chancenreichen ersten Drittel begann das zweite Drittel eher verhalten,

Foto: eisbaerlin.de/walker

beide Mannschaften ließen es sehr ruhig angehen. Umso überraschender fiel dann aber der Anschlusstreffer der Franken. Dane Fox hielt einfach mal drauf und die Scheibe rauschte am verdutzten Kevin Poulin vorbei ins Tor – 2:1 (25.).
Zwei Minuten später die große Chance für die Eisbären, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. Maximilian Adam stibitzte die Scheibe, spielte Doppelpass mit Charlie Jahnke, stand frei vor Jenike, doch der konnte in letzter Sekunde retten.
Direkt im Gegenzug die Eisbären mit einem Fehler im Spielaufbau, Eugen Alanov kam an die Scheibe, spielte sie weiter zu Chad Bassen, welcher Poulin keine Chance ließ – 2:2 (28.).
Aber die Eisbären blieben cool und schlugen zurück. Florian Busch setzte sich klasse durch, brachte die Scheibe in den Torraum wo Brendan Ranford nur noch abstauben musste – 3:2 (30.).
Das Spiel war nun offen, es wog hin und her und beide Teams hatten ihre Möglichkeiten. Und sie schienen in diesem Drittel fast aus jeder Möglichkeit ein Tor zu machen. So auch in der 35. Spielminute, als Nürnberg in Überzahl war. Tyler Aronson mit dem ersten Schuss, Kevin Poulin war zur Stelle, dann aber machtlos gegen den Nachschuss von Daniel Weiß. Der Ex-Eisbär brachte danach gleich mal die komplette Fankurve gegen sich auf, als er in Richtung dieser äußerst provokant jubelte. Nicht gerade die feine englische Art, Herr Weiß, der in seiner Zeit in Berlin nun auch nicht gerade der beste Spieler war.
Die Stimmung war also ohnehin schon angeheizt und es wurde nur eine Minute später noch schlimmer. Danny Richmond wurde vor der Fankurve von einem Nürnberger Schläger im Gesicht getroffen und sackte blutend zu Boden. Die Eisbären fuhren den Angriff zu Ende, an deren Ende Charlie Jahnke das vermeintliche 4:3 erzielt hatte. Aber es soll irgendwie nicht sein mit Jahnkes ersten DEL-Tor. Gegen Wolfsburg wurde ihm der Treffer nachträglich noch aberkannt und hier wurde das Tor ebenfalls nicht gegeben, da die Schiedsrichter die Partie vorher bereits unterbrochen hatten. Für uns Fans sehr unübersichtlich, aber André Rankel erklärte nach dem Spiel im Interview, dass es einen Pfiff gab und das Tor somit zu Recht nicht gegeben wurde. Warum der Nürnberger Spieler jedoch keine Strafe für seine Aktion bekam, bleibt das Geheimnis der beiden Hauptschiedsrichter, die das Spiel im zweiten Drittel nicht wirklich im Griff hatten. Man kann nur hoffen, dass es Danny Richmond wieder besser geht, das sah sehr übel aus und Richmond wurde wohl noch während des Spiels ins Krankenhaus gefahren, dieses Gerücht geisterte jedenfalls während des letzten Drittels durch die Fankurve.
Die letzten 90 Sekunden die Hausherren noch einmal mit zwei Mann mehr auf dem Eis und jeder Menge Druck und guten Chancen, die beste vergab Mark Cundari, als er den Puck an die Latte setzte. So blieb es beim 3:3 nach 40 sehr intensiven Minuten in Berlin.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Das letzte Drittel begann Nürnberg in Unterzahl und auch danach handelten sie sich weitere Strafen ein. Nur konnten die Eisbären die Überzahlspiele nicht nutzen. Dafür klingelte es im Nürnberger Gehäuse bei angezeigter Strafzeit. Mark Cundari fuhr mit der Scheibe ins Angriffsdrittel, fand dann keine Anspielstation, also zog er selbst ab und endlich gelang ihm sein erster DEL-Treffer im Eisbären-Trikot – 4:3 (44.).
Nicht mal eine Minute später hatte Martin Buchwieser zweimal die Chance zum 5:3, doch zweimal stand ihm der Pfosten im Weg.
Der Pfosten stand auch Mark Cundari neun Minuten vor dem Ende der Partie im Weg. Die Nummer Vier der Eisbären machte heute sein bestes Spiel im Eisbären-Trikot, zeigte sich vor dem gegnerischen Tor von seiner gefährlichen Seite und belohnte sich schließlich mit seinem ersten DEL-Tor in dieser Saison.
Nürnberg nahm weiterhin Strafen und die Eisbären sagten „Danke“. James Sheppard sah André Rankel im Slot stehen und der Kapitän netzte zu seinem ersten Saisontor ein – 5:3 (55.).
Nürnberg gab aber nicht auf und schlug ebenfalls im Powerplay zurück. Patrick Reimer holte zum Schlagschuss aus und verkürzte dreieinhalb Minuten vor dem Ende auf 5:4 (57.).
Es sollte der Schlusspunkt unter dieser sehr ereignisreichen Partie sein, mehr gelang Nürnberg nicht mehr, die Eisbären brachten das knappe 5:4 über die Zeit und freuten sich über weitere drei Punkte an diesem Wochenende.

Und dieser Sieg war am Ende ein Beleg des unbedingten Willens der Eisbären, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Sie lagen nach 20 Minuten mit 2:0 vorn, weil sie anders als Nürnberg ihre Chancen nutzten. Dann aber ließ die Konzentration für einen Moment nach und prompt stand es 2:2. Aber die Eisbären schüttelten sich kurz, schlugen zurück und blieben auch nach dem erneuten Ausgleich cool. Und im Schlussdrittel schwächte sich Nürnberg durch die vielen Strafen selbst, was am Ende den Unterschied ausmachte.
Aber insgesamt hat man heute eine Mannschaft auf dem Eis gesehen, wo Jeder für Jeden kämpfte, alle Spieler wollten ihren Teil zum Sieg beitragen und taten dies am Ende auch. Alleine aus diesem Grund muss man heute mal den bisher so enttäuschten Mark Cundari besonders hervorheben. Er machte wie bereits erwähnt sein bestes Spiel im Eisbären-Dress und konnte endlich sein erstes Saisontor bejubeln, was ihm eine Ehrenrunde vor der Fankurve bescherte. Auch dabei merkte man ihm die pure Erleichterung an. Hoffen wir mal, dass der Knoten bei ihm endlich geplatzt ist, denn dass er es drauf hat, hat er während seiner Zeit in Augsburg mehr als bewiesen.