Eisbären Berlin vs. Hamburg Freezers: Diese Serie hat es in sich

delpo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg200px-Hamburg-freezers_svgDie Viertelfinalserie zwischen den Eisbären Berlin und den Hamburg Freezers hat es in sich. Nach vier Spielen steht es 2:2-Unentschieden. Und bisher bot diese Serie der beiden Anschuts-Klubs jede Menge Gesprächsbedarf. In Spiel Eins lagen die Hanseaten nach dem ersten Drittel mit 4:0 in Front, verloren aber am Ende noch mit 5:6 n.V. In Spiel Zwei waren es dann die Eisbären, die in den letzten vier Minuten eine 3:1-Führung verspielten und noch mit 3:5 verloren. Am Montag setzte es für die Berliner in Spiel Drei eine deftige 4:8-Klatsche und spätestens da dachten alle, die Freezers werden sich nun in fünf Spielen durchsetzen.

Doch wer diese Eisbären abschreibt, macht eben ein Fehler. Die Mannschaft kämpfte sich gestern Abend in Spiel Vier in Hamburg zurück in die Serie, behielt mit 3:2 n.V. die Oberhand. Morgen Abend kann sich eine der beiden Mannschaften den ersten Matchball in dieser „Best-of-seven“-Serie holen. Wobei diese Serie ja nun eigentlich nur noch eine „Best-of-three“-Serie ist.

Und gerade zum richtigen Zeitpunkt können die Berliner wieder auf die Unterstützung der Fankurve zählen. Denn heute Abend erfolgte endlich eine Einigung im Dauerkarten-Streit zwischen dem Verein und Fanvertretern. Somit erwartet beide Mannschaften morgen Abend eine ganz andere Stimmung als noch in den ersten beiden Duellen in der Arena am Ostbahnhof. Die Freezers müssen dabei als Gastmannschaft mit einem Hexenkessel rechnen, denn die Berliner Fankurve ist heiß auf den „Play-Off-Start“.

Heiß sind auch die Spieler der beiden Mannschaften. In dieser Serie knallte es in den ersten vier Spielen schon ordentlich, Giftpfeile flogen auch schon. So äußerte sich zum Beispiel Hamburgs Verteidiger Christoph Schubert nach dem gestrigen Spiel so:

Solche Spieler sind eine Schande für das Eishockey.

Schubert spielte dabei auf eine Szene vom dritten Spiel in Berlin an, wo Eric Schneider Jimmy Sharrow äußerst brutal zu Boden checkte. Schneider kassierte dafür eine Matchstrafe und wurde für zwei Spiele gesperrt. Die Hamburger werfen Sharrow – und auch den anderen Spielern der Eisbären – Schauspielerei vor. Aber solche Sachen sind in den Play-Offs ja an der Tagesordnung und diese werden wohl auch noch weitergehen.

Die Eisbären müssen im fünften Spiel der Viertelfinalserie morgen erneut auf Dominik Bielke, Laurin Braun und Matt Foy verzichten. Ob Florian Busch wieder mitspielen kann, ist noch nicht klar. Bei Hamburg werden definitiv Eric Schneider und Jerome Flaake fehlen. Flaake wünschen wir an dieser Stelle nochmals gute Besserung nach seiner schlimmen Verletzung (Wadenbeinbruch im linken Bein), die er sich gestern Abend zugezogen hat.

Los geht es morgen Abend um 19:30 Uhr, Hauptschiedsrichter sind die Herren Brüggemann. Lasst uns morgen gemeinsam die Arena rocken, lasst uns den Hamburgern zeigen, wer Herr im Hause ist. Die Mannschaft bekommt morgen die Unterstützung, die sie verdient.

Wir alle haben ein gemeinsames Ziel. In diesem Sinne:

NUR DER EHC!!!

3:2 n.V. – Eisbären zeigen Moral und gleichen die Serie aus!

delpo200px-Hamburg-freezers_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgUnglaublich: Die Eisbären Berlin haben am Dienstagabend Spiel Vier der Viertelfinalserie bei den Hamburg Freezers mit 3:2 n.V. (2:2, 0:0, 0:0/1:0) gewonnen und somit die Serie zum 2:2 ausgeglichen. Jene Eisbären, die 24 Stunden zuvor noch ein 4:8-Debakel auf eigenem Eis erlebt haben. Da hatte man mit Arbeitsverweigerung „geglänzt“. Doch heute war das alles anders, die Mannschaft bewies Moral und kämpfte sich zurück in diese Serie und holte sich damit auch den Heimvorteil zurück.

Dabei ging es gar nicht gut los, denn wie bereits am Montag gingen die Hanseaten in der 12. Minute durch ein Tor von Brandon Reid mit 1:0 in Führung. Aber die Eisbären konnten darauf antworten. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis gelang T.J. Mulock der 1:1-Ausgleich (15.). Doch auch Hamburg ließ sich von dem Treffer nicht schocken und ging zweieinhalb Minuten vor der ersten Drittelpause erneut in Führung. David Wolf drückte den Puck über die Linie (18.). Der Führungstreffer der Hamburger war aber nicht der Schlusspunkt in diesem ersten Drittel. Den setzten nämlich die Eisbären 18 Sekunden vor der Pausensirene. Julian Talbot mit dem 2:2-Ausgleich. Danach war erst einmal durchatmen angesagt.

In den letzten beiden Dritteln war zittern angesagt. Beide begegneten sich auf Augenhöhe. Endlich mal Play-Off-Kampf. Davon konnte man ja gestern nicht reden. Immer mehr gerieten auch die Torhüter – Niklas Treutle (Hamburg) und Rob Zepp (Berlin) – in den Mittelpunkt. Beide zeigten heute eine starke Leistung. Was vor allem Zepp gut getan haben dürfte, denn er hatte ja gestern keinen guten Tag erwischt. Je älter das Spiel wurde desto mehr ließen die Kräfte bei beiden Mannschaften nach. Da merkte man dann doch die Strapazen des Spiels von gestern Abend. So waren beide – vor allem im letzten Drittel – nur noch darauf bedacht, hinten sicher zu stehen und keinen spielentscheidenden Fehler zu machen. Hamburg hatte in den letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit noch einmal ein Powerplay (davon eine Minute sogar zwei Mann mehr) gehabt, doch Rob Zepp ließ die Freezers-Spieler verzweifeln und sorgte somit dafür, dass es in die Verlängerung ging.

Da in den Play-Offs so lange verlängert wird, bis ein Tor fällt, musste man sich auf einen langen Abend einrichten. Doch so lange wurde er dann zum Glück doch nicht. Hamburgs Verteidiger Mathieu Roy kassierte nach 64:12 Minute eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Beinstellens. Julian Talbot nutze diese Überzahl 69 Sekunden später zum Siegtreffer aus. Die Erleichterung bei den Berliner Spielern war danach riesengroß gewesen.

Man muss vor diesen Eisbären den Hut ziehen. Gestern Abend haben sie uns Fans alle sehr enttäuscht mit ihrem Auftritt, der einem Play-Off-Spiel unwürdig war. Doch heute zeigten die Spieler ihr anderes Gesicht. Sie können ja auch, wenn sie wollen. Nur haben sie das in dieser Saison zu selten gezeigt. Aber der Sieg heute war enorm wichtig.

Und nun haben wir Fans nur noch einen Wunsch: Und zwar den, dass es morgen hoffentlich zu einer Einigung zwischen dem Verein und den Fans im Dauerkarten-Streit kommt. Denn dann würde die Arena am Ostbahnhof am Donnerstagabend richtig kochen und am Samstag dann auch der Gästeblock in Hamburg…

Play-Off-Stand: Hamburg Freezers vs. Eisbären Berlin 2:2 (5:6 n.V., 5:3, 8:4, 2:3 n.V.)

4:8 – Eisbären mit Arbeitsverweigerung – Fan-Boykott geht weiter

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Die Eisbären Berlin haben am Montagabend das dritte Viertelfinalspiel gegen die Hamburg Freezers
verloren und liegen damit nun mit 1:2 in der Serie gegen die Hanseaten hinten. Vor 13.800 Zuschauern in der sehr leisen O2 World setzte es eine hefitige 4:8 (0:3, 3:4, 1:1)-Niederlage. Die Mannschaft schien sich dem Boykott der Fans angeschlossen zu haben. Denn während die Anhänger wie angekündigt schweigten, übten sich die Spieler der Eisbären in Arbeitsverweigerung. Und das taten sie „sehr gut“. Die Leistung war keinesfalls Play-Off-würdig gewesen. Wenn sie diese Einstellung nicht bald ablegen und anfangen zu kämpfen, dann ist die Saison am Donnerstagabend nach Spiel Fünf beendet. Und wenn ich ganz ehrlich bin, würde ich mir es sogar wünschen. Denn als Fan hat man derzeit nicht nur die Schnauze voll vom Dauerkarten-Thema. Auch die Leistung der Spieler auf dem Eis sorgt für jede Menge Frust bei den Fans.

Eisbären-Coach Don Jackson musste auf Dominik Bielke, Laurin Braun, Matt Foy und kurzfristig auch auf Florian Busch verzichten. Im Tor stand wie erwartet Rob Zepp.

Hinein in ein Spiel, welches den 13.800 Zuschauern wohl noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. In den ersten zehn Minuten hatte man das Gefühl, dass sich hier ein spannendes Play-Off-Spiel auf Augenhöhe entwickeln würde. Beide Mannschaften suchten immer wieder den Weg zum Tor, die Eisbären hatten dabei die gefährlicheren Chancen. Doch den ersten Treffer an diesem Abend sollten die Gäste aus Hamburg erzielen. Es lief die zwölfte Minute, als Brandon Reid einen tollen Angriff über Matt Pettinger und Colin Murphy zum 0:1 Continue reading

Eisbären vs. Hamburg 4:8: Ein erstes Fazit, der Spielbericht folgt morgen Abend!

Dazu fällt uns rein gar nichts mehr ein. Mit 4:8 unterlagen die Eisbären am Abend Hamburg und liegen in der Viertelfinalserie nun mit 1:2 hinten. Lediglich die ersten zehn Minuten konnten die Eisbären überzeugen, doch nach dem ersten Gegentor fiel die Mannschaft auseinander und gab sich im zweiten Drittel endgültig auf. Ohne Einsatz, ohne Wille, ohne Kampfgeist – den Eisbären hat einfach alles gefehlt, worauf es in den Play-Offs ankommt. Eine Verteidigung, die den Namen heute absolut nicht verdient hat. Die Spieler wirken ratlos, ideenlos, kraftlos. Es scheint fast so, als ob da einige Spieler mit den Köpfen schon im Sommerurlaub sind. Den werden sie auch ab Donnerstagabend haben. Denn wenn sich an der Einstellung der Mannschaft nichts ändert, ist die Saison für die Eisbären am Donnerstag vorbei. Und sehr viele Fans werden dann sagen: „Endlich“…

Zum Fan-Protest:

Die Kurve, nahezu komplett in Schwarz gekleidet, hat den Stimmungsboykott wahr gemacht und nur Gesänge gegen die AEG angestimmt. Dem Verein wurde noch einmal eindrucksvoll gezeigt, was man von den geplanten Erhöhungen der Dauerkarten – und nun auch der Einzelkarten – hält. Sollte es bis Donnerstag keine Einigung im Streit geben, kann man nur gespannt sein, wie der Boykott dann weiter gehen soll.

In diesem Sinne:

„Eishockey muss bezahlbar bleiben…FÜR ALLE!!!“

Morgen drittes Spiel im Viertelfinale: Eisbären sind heiß auf Hamburg

delpo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg200px-Hamburg-freezers_svgDie Viertelfinalserie zwischen den Eisbären Berlin und den Hamburg Freezers geht morgen Abend (19:30/O2 World) in die dritte Runde. Nach zwei Spielen steht es 1:1-Unentschieden. Aus der „Best-of-seven“-Serie ist also eine „Best-of-five“-Serie geworden. Und in diesem Duell steckt richtig viel Brisanz, ja fast schon Hass drin. Spätestens seit dem Spiel am Freitag in Hamburg.

Dort kam es 18 Sekunden vor dem Ende des Spiels zu einer Massenschlägerei, bei der es satte 109 Strafminuten hagelte. Hamburgs Verteidiger Duvie Westcott kassierte dabei sogar eine Spieldauerdisziplinarstrafe, wird den Hanseaten morgen Abend nicht zur Verfügung stehen. Westcott wurde als Verursacher dieser Massenschlägerei von den beiden Hauptschiedsrichtern ausgemacht.

Diese Serie bot bereits in den ersten beiden Spielen jede Menge Gesprächsbedarf. Am Mittwoch führte Hamburg schon mit 4:0 nach 20 Minuten, verlor am Ende aber noch mit 5:6 n.V. Am Freitag war es dann umgekehrt, da waren es die Eisbären, die eine 3:1-Führung verspielten und am Ende mit 3:5 verloren. Welchen Verlauf wird die Partie morgen nehmen?

Die Niederlage am Freitag tat vor allem deswegen weh, weil die Eisbären zuvor 56 Minuten lang die Partie im Griff hatten. Aber in den Play-Offs musst du eben über die gesamte Spielzeit hoch konzentriert spielen, sonst passiert eben so etwas wie am Freitag in Hamburg. Kapitän André Rankel sagte vor dem dritten Spiel gegen Hamburg im Berliner Kurier:

Wir sollten die Niederlage nicht dramatisieren, das war nur ein Spiel. Am Ende haben wir vielleicht ein, zwei Fehler zu viel gemacht. Wir müssen so auftreten, wie in den ersten 56 Minuten in Hamburg. Da haben wir sehr kontrolliert gespielt.

Beim heutigen Training der Eisbären fehlte Stürmer Florian Busch, der laut Coach Don Jackson krank sei, morgen aber spielen kann. Fehlen werden hingegen weiterhin Dominik Bielke, Laurin Braun und Matt Foy. Im Tor wieder aller Voraussicht nach wieder Rob Zepp stehen.

Los geht es morgen um 19:30 Uhr, Hauptschiedsrichter sind die Herren Bauer und Schimm.

Auch morgen wird der Protest der Eisbären-Fans weitergehen. Diesmal wird man zwar in der Arena bleiben, dort aber einen Stimmungsboykott vollziehen. Folgenden Text hat der Fanbeirat der Eisbären Berlin auf seiner Facebookseite dazu veröffentlicht:

„DER PROTEST GEHT WEITER

Liebe Eisbärenfans,

bekanntermaßen brachte das Gespräch mit dem Verein und der AEG am Donnerstag keine Ergebnisse und wir waren noch immer meilenweit in unseren Vorstellungen hinsichtlich der neuen Preisgestaltung der Dauerkarten auseinander. Zu diesem Zeitpunkt haben wir dem Verein bereits angekündigt, dass wir dies nicht einfach so hinnehmen werden.

Auch das heute sehr spontan anberaumte Gespräch, um das Peter John Lee die Vertreter des Gremiums nach dem Training im Welli gebeten hat, machte nur deutlich, dass wir mit einer Antwort – welcher Art auch immer – erst am Mittwoch rechnen können. Das heißt, wir haben einen unveränderten Status zu dem Thema.

Das können und wollen wir so nicht hinnehmen. Wir werden unsere Protestaktionen nicht stoppen, bis – das haben wir Peter John Lee und Daniel Goldstein als Vertretern des Vereins mitgeteilt – wir an einem Punkt angelangt sind, der für beide Seiten verträglich ist.

Morgen wird es zu stillem Protest in der Halle kommen. Bitte kommt alle in schwarz. Wir werden das gesamte Spiel hindurch schweigen und nur zu den Powerbreaks kurze Akzente in Richtung Geschäftsführung setzen. Keine Fahnen, keine Trommeln, keine Vereinskleidung.

Lasst uns dem Verein und der Öffentlichkeit zeigen, was sie mit unserer Fankultur anrichten!

WIR! ALLE! GEMEINSAM! – Nur der EHC

Euer Fanbeirat

PS: Selbstverständlich bleibt Euch auch die Möglichkeit, als Zeichen des Protestes die Halle nicht zu betreten. Die Fanbögen sind darauf vorbereitet.“

 

Starke Unterstützung: Rund 700 Fans beim Training der Eisbären Berlin

Das Training der Eisbären am Sonntavormittag war sehr gut besucht. (Foto: black corner 2007)

Das Training der Eisbären am Sonntagvormittag war sehr gut besucht. (Foto: black corner 2007)

Die Spieler der Eisbären Berlin erlebten am Sonntagvormittag ein Training der ganz besonderen Art. Rund 700 Fans hatten sich auf den Weg in den Wellblechpalast gemacht, um der Mannschaft zu zeigen, dass der Fan-Protest vom Mittwoch nicht gegen sie gerichtet war. Man wollte der Mannschaft so zeigen, das man voll und ganz hinter ihr steht und sie so gerne in den Play-Offs unterstützen würde, wenn denn dieser lästige Dauerkarten-Streit endlich ein Ende finden würde. Die Spieler hatten so eine Unterstützung bei einem Training wohl auch noch nie erlebt und wirkten beim Gang relativ überrascht, als sie die große Fan-Menge auf den Rängen sahen.

Die Spieler kamen nach und nach einzeln oder in kleinen Gruppen auf das Eis. Begleitet von großem Applaus der Eisbären-Fans und „Dynamo-Rufen“. Es wirkte fast wie bei einem ganz normalen DEL-Spiel der Berliner. Die Fans waren in ihrer normalen „Fan-Kleidung“ da, hatten also Trikot, Schal, Fahne, ect dabei und sangen die üblichen Fangesänge. Natürlich war man darauf bedacht, den Ablauf des Trainings nicht zu stören und deshalb setzte man zu den Gesängen auch immer erst dann an, wenn es auf dem Eis gerade ruhig zu ging.

Zwei Spruchbänder erwarteten die Mannschaft, als sie auf das Eis kam. Man wollte den Spielern zeigen, dass man hinter Ihnen steht. (Foto: black corner 2007)

Zwei Spruchbänder erwarteten die Mannschaft, als sie auf das Eis kam. Man wollte den Spielern zeigen, dass man hinter Ihnen steht. (Foto: black corner 2007)  

Als die Spieler auf das Eis kamen, bekamen Sie gleich zwei Spruchbänder zu lesen (siehe Foto rechts). Auf dem Einen stand „Auch in schweren Zeiten werden wir Euch mit dem Herzen stets begleiten!!“ und auf dem Anderen You’ll never walk alone!!!“. Man versuchte also wirklich alles, um der Mannschaft deutlich zu machen, dass der Boykott vom Mittwoch einzig und allein gegen die AEG und weitere Verantwortliche gerichtet war und nicht gegen sie selbst. Uns Fans tut es ja auch sehr weh, die Mannschaft gerade in dieser Phase der Saison nicht unterstützen zu können.

 

Der ehemalige Gästeblock im "Welli" war sehr gut gefüllt. (Foto: black corner 2007)

Der ehemalige Gästeblock im „Welli“ war sehr gut gefüllt. (Foto: black corner 2007)

Gerade deswegen hatte man sich dazu kurzfristig entschlossen, das Team beim Training zu unterstützen, um so zu zeigen, wie stark man bereit wäre, die Mannschaft in den Play-Off-Spielen zu unterstützen. Dem Aufruf kamen auch sehr viele Fans nach und so war der altehrwürdige Wellblechpalast für ein Training sehr gut besucht. Der „harte Kern“ der Fans versammelte sich im A-Block (siehe Foto links). Ein für uns sehr ungewohnter Block, denn dieser war früher der Gästeblock gewesen. Aber in solchen Zeiten denkt man darüber nicht mehr nach und machte lautstark deutlich, wie sehr man hinter der Mannschaft steht. Schade war es nur, dass sich die Spieler – bis auf zwei Ausnahmen – nicht wirklich für die Unterstützung bedankt haben. Ob sie das mit Absicht gemacht haben oder einfach nur vergessen hatten, wird wohl deren Geheimnis bleiben.

Immerhin sagte Eisbären-Kapitän André Rankel nach dem Training, dass er die Aktion sehr schön fand:

„Es ist schön, dass die Fans da sind und Unterstützung zeigen.

Wen man heute Vormittag aber vergeblich auf dem Eis suchte, war Florian Busch. Der hatte sich am Mittwoch bei vielen Fans sehr unbeliebt gemacht, als er in einem Interview nach dem ersten Drittel sagte, ihm wäre es egal, ob die Fans da wären oder nicht. Zwar hatte sich „Buschi“ für seine harten Worte am Tag darauf entschuldigt, doch dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Zwar war er sicherlich angefressen ob des 0:4-Rückstandes gegen Hamburg, doch trotzdem muss er Profi genug sein und sich nicht so abfällig über die Fans äußern. Ob er heute verletzungsbedingt gefehlt hatte oder es aber einen anderen Grund für seine Abwesenheit gab, ist nicht bekannt.

Morgen Training im Welli: Eisbären-Fans unterstützen die Mannschaft

Die Fankurve nach dem Boykott

Sieht die Fankurve am Montag beim dritten Viertelfinalspiel gegen Hamburg erneut so aus? (Foto: black corner 2007)

Die ersten beiden Spiele in der Viertelfinalserie zwischen den Eisbären Berlin und den Hamburg Freezers sind gespielt und es steht 1:1 unentschieden. Für die Berliner Spieler waren die ersten beiden Duelle sehr ungewohnt, denn es fehlte in beiden Spielen die Unterstützung der treusten Fans. Diese boykottierten das erste Spiel in Berlin und auch das zweite Spiel in Hamburg. Man protestiert gegen die geplanten Dauerkarten-Preiserhöhungen, mit denen der Anhang der Eisbären nicht zufrieden ist. Der Boykott richtete sich aber ausschließlich gegen die AEG und weitere Verantwortliche, die für die geplanten Preiserhöhungen zuständig sind. Der Protest richtet sich also nicht gegen die eigene Mannschaft.

Doch auch die Mannschaft war – verständlicherweise – verunsichert am Mittwoch, als ca. 3000 Fans schlagartig die Arena am Ostbahnhof verließen, um so ihrem Unmut deutlich zu machen. Die Spieler wirkten wie geschockt und wurden von den Hanseaten regelrecht auseinander genommen. In der Anfangsphase, als der Boykott vollzogen wurde, kassierte man sehr schnell zwei Gegentreffer. Nach den ersten 20 Minuten lag man bereits mit 0:4 hinten. In der Kabine muss es dann sehr laut geworden sein und die Mannschaft hatte sich wohl geschworen, nun alles zu geben. Mit Erfolg, denn die Eisbären kämpften sich zurück in dieses Spiel und setzten sich am Ende knapp mit 6:5 n.V. durch. Die Moral der Mannschaft war großartig, man musste danach den Hut vor den Spielern ziehen, die sich durch diese schwierige Situation gekämpft hatten und am Ende das Eis als Sieger verlassen hatten.

Am Freitag beim zweiten Spiel in Hamburg waren zwar Berliner Fans vor Ort, doch längst nicht so viele wie sonst zu Auswärtsspielen in der Hansestadt. Und Unterstützung kam so gut wie keine aus dem Gästeblock. Wieder trotzten die Spieler der Situation und führten mit zur 56. Spielminute mit 3:1. Doch dann brachen die Berliner ein und kassierten innerhalb von 3:35 Minuten vier Gegentreffer.

Wir Fans wissen nun, dass die Mannschaft unsere Unterstützung braucht. Ob sie diese aber am Montag beim dritten Spiel der Viertelfinalserie in der O2 World erhalten wird, ist aber noch fraglich, Bisher wurde noch keine Einigung im Dauerkarten-Streit erzielt. Sollte es bis Montagabend keine Einigung geben, wird der Boykott weiter gehen. In welcher Form ist aber noch nicht bekannt.

Aus diesem Grund machen sich morgen Vormittag jede Menge Eisbären-Fans auf den Weg in den „Welli“, wo die Mannschaft von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr trainiert. Man will der Mannschaft zeigen, dass der Boykott vom Mittwochabend keinesfalls gegen sie gerichtet war und man nach wie vor hinter ihnen steht. Man will dieses Training zum „lautesten aller Zeiten“ machen. Der Block 211 – NUR DER EHC ruft daher auf seiner Facebookseite bei einer selbst erstellten Veranstaltung alle Fans auf, sich morgen Vormittag in den Welli zu begeben, um die Mannschaft zu unterstützen. Und zwar mit folgendem Text:

Es tat weh Mittwoch sowie gestern nicht dabei sein zu können. Wir wissen auch mit dem jetzigen Stand, dass es Montag mit den Protesten weiter gehen wird, wenn sich nichts ändert. In welcher Form können wir nicht nicht sagen.

Wir wissen aber auch, und das war von Anfang an klar, dass unsere Jungs die komplette Unterstützung brauchen. Daher rufen wir zum lautesten Training aller Zeiten auf:

Sonntag 10.30 Uhr im Welli !!!

Lasst uns die Mannschaft in gewohnter lautstarker Form unterstützen. Ihnen die Kraft geben die sie brauchen!!!

Für Proteste wird morgen kein Platz sein!

Wir vom eisbaerlin.de-Team kommen diesem Aufruf nach und werden dem Team morgen zeigen, dass wir weiterhin hinter ihnen stehen und sie nach allen Kräften unterstützen. Kommt auch Ihr morgen in den „Welli“, um der Mannschaft den nötigen Schub für Spiel Drei der Viertelfinalserie zu geben. Das Team braucht uns!

3:5 – Eisbären verlieren das Spiel in der Schlussphase

delpo200px-Hamburg-freezers_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Eisbären Berlin haben am Freitagabend das zweite Spiel der Play-Off-Viertelfinalserie verloren. Bei den Hamburg Freezers unterlagen die Berliner mit 3:5 (1:0, 1:1, 1:4). Damit steht es in der Serie zwischen den beiden Anschütz-Teams nun 1:1-Unentschieden. Somit wird es also am kommenden Donnerstag definitiv ein fünftes Spiel in der Arena am Ostbahnhof geben.

Vor 9.180 Zuschauern in der Hamburger O2 World waren die Hausherren in den ersten 20 Minuten die aktivere Mannschaft, was auch die Torschussstatistik bewies – 16 zu 7. Doch den einzigen Treffer im ersten Drittel erzielten die Gäste aus der Hauptstadt. Kapitän André Rankel war der Torschütze in Unterzahl gewesen – 1:0 (15.).
Im Mitteldrittel war es dann eine ausgeglichene Partie und die Hanseaten kamen folgerichtig zum Ausgleich. Garrett Festerling sorgte in der 25. Minute für das 1:1 und brachte die Hamburger Fans erstmals zum Jubeln an diesem Abend. Doch die Eisbären konnten vier Minuten vor der zweiten Drittelpause erneut vorlegen. Barry Tallackson war in Überzahl der Torschütze – 2:1 (36.). Dabei blieb es dann auch bis zum Ende des Mitteldrittels.
Im Schlussdrittel lief dann zunächst alles nach Plan für die Gäste aus der Hauptstadt. In Überzahl konnte Darin Olver auf 3:1 erhöhen. War dieser Treffer bereits die Vorentscheidung? Nein, denn Hamburg gab nicht auf und startete in den letzten vier Minuten eine unglaubliche Aufholjagd.
Nach exakt 56 Minuten gelang Colin Murphy das 2:3. Er sorgte somit wieder für Hoffnung in der Arena. Als 54 Sekunden später Eric Schneider sogar zum 3:3 ausgleichen konnte, stand die Hamburger Arena völlig Kopf.
Die Freezers waren nun oben auf und legten gleich nach. Thomas Dolak brachte die Hausherren nur 66 Sekunden nach dem Ausgleich erstmals an diesem Abend in Führung – 4:3 (58.)
Die Eisbären wussten gar nicht, wie ihnen hier geschah. Innerhalb von 120 Sekunden hatte man eine 3:1-Führung verspielt. Aber es sind eben Play-Offs und da ist so etwas normal.
Eisbären-Coach Don Jackson versuchte alles und nahm Torhüter Rob Zepp aus dem Tor, aber das nutzten die Freezers zur Entscheidung. Jerome Flaake netzte in Überzahl zum 5:3 ein (60.).
18 Sekunden vor dem Ende des Spiels kam es auf dem Eis noch zu einer heftigen Schlägerei zwischen den Hamburgern Colin Murphy, Christoph Schubert und Duvie Westcott sowie den Berlinern Jamie Arniel, Mads Christensen und Ryan Caldwell. Alle Spieler erhielten dafür 2+2+10-Minuten. Westcott erhielt zudem noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe, weil er die Schlägerei ausgelöst hatte.

Play-Off-Stand: Hamburg Freezers vs. Eisbären Berlin 1:1 (5:6 n.V./5:3)

6:5 n.V. – Eisbären drehen 0:4-Rückstand noch um – Fan-Boykott überschattet den Play-Off-Auftakt

logo_WBN_1213Ausgabe #32:

delpo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg200px-Hamburg-freezers_svgDie Eisbären Berlin haben zum Play-Off-Auftakt die Hamburg Freezers mit 6:5 n.V. (0:4, 2:0, 3:1) besiegt und damit einen gelungenen Start in die Viertelfinal-Serie gefeiert. Dabei sah es zu Beginn des Spiels überhaupt nicht nach einem Sieg der Hausherren aus, denn nach dem ersten Drittel lagen die Berliner bereits mit 0:4 im Rückstand. Doch dann zeigten die Eisbären große Moral und rangen die Hanseaten am Ende noch nieder.

Eisbären-Coach Don Jackson musste auf Dominik Bielke, Laurin Braun und Matt Foy verzichten. Im Tor setzte er wie so oft auf Rob Zepp.

Hinein in ein Play-Off-Spiel, welches es so noch nie gegeben hatte in der Vereinsgeschichte der Eisbären. Mit Spielbeginn verließ die Fankurve nahezu komplett die Arena. Lediglich einzelne Fans blieben noch stehen, um die Mannschaft zu unterstützen. Auch aus den Sitzplatzblöcken verschwanden die Fans zunehmend. Die Fans wollten ein Zeichen gegen die geplante Dauerkartenpreiserhöhung setzen. So kam es dazu, dass es in der Arena am Ostbahnhof plötzlich sehr, sehr still war. Mehr zum Fan-Boykott erfahrt Ihr weiter unten im Bericht. Continue reading

Morgen Viertelfinal-Auftakt gegen Hamburg: Finden die Eisbären zurück in die Erfolgsspur?

delpo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg200px-Hamburg-freezers_svgDas lange Warten hat endlich ein Ende, morgen beginnen die Play-Offs mit dem Start der Viertelfinal-Serien erst so richtig. Die Eisbären Berlin empfangen dabei im ersten Spiel die Hamburg Freezers. Den „kleinen Bruder“ sollten die Berliner auf keinen Fall unterschätzen. Die Hanseaten lagen in der Tabelle zwar hinter den Hauptstädtern, das aber auch nur wegen der weniger erzielten Tore. Von den Leistungen in der Hauptrunde her waren die Freezers die wesentlich bessere Mannschaft. Deshalb geht Hamburg für viele Experten auch als Favorit in diese Vierteinal-Serie. Auch für mich gelten die Hamburger als Favorit.

In der Hauptrunde war die Bilanz zwischen diesen beiden Mannschaften ausgeglichen. Es gewann jeweils das Heimteam sein Spiel – Berlin mit 4:3 n.P. und 2:0, Hamburg mit 3:1 und 6:4. Hamburg konnte zudem beide Spiele (einmal zu Hause/einmal Auswärts) in der European Trophy gegen die Eisbären für sich entscheiden.

Geht man allerdings nach der Statistik, dann haben die Hanseaten kaum eine Chance. Denn von den letzten zehn Hauptrundenspielen gegeneinander konnten die Freezers nur zwei für sich entscheiden. Diese beiden Erfolge gelangen auf eigenem Eis. In den Play-Offs trafen diese beiden Mannschaften bisher dreimal im Viertelfinale aufeinander – dreimal hieß am Ende Berlin der Sieger.

Wenn man aber nach der aktuellen Form geht, dann haben die Freezers die Nase vorne. Die Eisbären verloren die letzten drei Hauptrundenspiele in Folge. Hamburg gewann drei der letzten fünf Hauptrundenspiele und punktete zudem auch bei den beiden Niederlagen.

Den Eisbären mangelte es in dieser Saison bisher an Konstanz, es gelangen zu selten Siegesserien. Das letzte Mal, als man drei Spiele in Folge gewann, ist sehr lange her. Ende Dezember gelangen letztmals drei Erfolge am Stück – alle auf eigenem Eis. Mit den bisherigen Leistungen kann man bei den Eisbären nicht zufrieden sein.

Hamburg hatte einen starken Saisonstart, schwächelte dann etwas, fing sich aber zum richtigen Zeitpunkt wieder. Die Hanseaten wirken in diesem Jahr gefestigter als die Berliner, scheinen mehr Wille auf das Eis zu bringen. Es scheint fast so, als wären die Berliner Spieler „satt“ nach den Erfolgen der letzten Jahre. Anders kann man es sich eigentlich nicht erklären, dass man kaum noch Einsatz auf dem Eis zeigt. Jedenfalls nicht über volle 60 Minuten.

Nie war die Chance für Hamburg also größer, die Eisbären aus den Play-Offs zu schmeißen. Aber dennoch werden die Hambruger die Eisbären auch nicht unterschätzen. Denn jeder weiß, zu was diese Mannschaft gerade in den Play-Offs fähig ist. Die letzte Finalserie dürfte es noch einmal verdeutlicht haben, als die Eisbären in den letzten 15 Minuten des vierten Finalspiels in Mannheim einen 2:5-Rückstand aufgeholt hatten und am Ende sich noch mit 6:5 n.V. in Mannheim durchsetzten.

Eisbären-Coach Don Jackson muss auf Verteidiger Dominik Bielke sowie auf die Stürmer Laurin Braun und Matt Foy verzichten. Hamburgs Trainer Benoit Laporte steht nur Nationaltorhüter Dimitrij Kotschnew nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Stürmer Thomas Oppenheimer ist fraglich.

2B790336Los geht es in der O2 World morgen Abend um 19:30 Uhr. Hauptschiedsrichter sind die Herren Aumüller und Piechaczek. Servus TV überträgt dieses Spiel live.

 

Vom ersten Viertelfinalduell zwischen den Eisbären und Hamburg wird es diesmal keinen ausführlichen Spielbericht geben. Der Grund dafür müsste allen Fans inzwischen bekannt sein. Falls nicht, wird es spätestens morgen Abend zum Spielbeginn allen klar sein. Einen Bericht wird es schon geben, in welcher Form, ist aber noch nicht klar.