Florian Busch: „Es war ganz wichtig, gut in die Saison zu starten“

Constantin Braun (Verteidiger Eisbären Berlin/ erstes DEL-Spiel seit dem 26. Oktober 2014):

Der Sieg war sehr verdient. Wir hatten mehr Chancen als Nürnberg. Wir haben hinten wenig zugelassen und vorne unsere Chancen genutzt. 5:2 ist am Ende sehr hoch, aber insgesamt geht das Ergebnis in Ordnung. 

Florian Busch (Stürmer Eisbären Berlin/ zweifacher Torschütze gegen Nürnberg):

Es war ganz wichtig, gut in die Saison zu starten. Das ist natürlich immer optimal, wenn man mit einem Sieg startet, vor allem mit einem klaren Sieg. Wir haben 60 Minuten sehr gutes Eishockey gespielt. Über-, Unterzahl und 5-gegen-5 war eigentlich alles zufriedenstellend. Von daher sind wir sehr froh. Es fällt eine Last von den Schultern, wenn man das erste Spiel gewinnt. Vor allem nach der Champions-League-Niederlage in Frankreich. 

Spencer Machacek (Stürmer Eisbären Berlin/ Neuzugang aus Augsburg):

Es fühlt sich natürlich sehr gut an, diesen Sieg eingefahren zu haben. Es war sehr wichtig, das erste Tor zu schießen, um auch gut rein zu kommen in dieses Spiel. Auf das zweite Drittel kann man wirklich aufbauen, das war richtig gut. Die Zwei-Tore-Führung war letztendlich der Schlüssel zum Sieg. 

Uwe Krupp (Trainer Eisbären Berlin):

Es war ein intensives Eishockeyspiel. Beide Mannschaften sind hart zur Sache gegangen. Wir wussten, das Nürnberg eine körperlich robuste Mannschaft ist und dass wir unser Spiel durchsetzen müssen. Und das ist uns heute in einigen Sachen ganz gut gelungen. Insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Kompliment an die Mannschaft. Sie haben gut gekämpft, sie haben einen Weg gefunden, Tore zu schießen. Unser Unterzahlspiel hat gut funktioniert. 

Martin Jiranek (Sportdirektor Thomas Sabo Ice Tigers):

Wir hatten kein Rhythmus im Spiel. Berlin hat uns unter Druck gesetzt, sie haben hart gekämpft und sich den Sieg verdient. 

 

5:2 gegen Nürnberg: Revanche geglückt – Eisbären stürmen an die Tabellenspitze

logo_WBN_1516Ausgabe #3:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgSo kann man mal in eine neue Saison starten: Die Eisbären Berlin haben ihr Auftaktspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Thomas Sabo Ice Tigers mit 5:2 (1:1, 2:0, 2:1) gewonnen und feierten damit einen perfekten Start in die neue DEL-Saison. 11.720 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena erlebten damit die geglückte Revanche für das Pre-Play-Off-Aus gegen eben jene Nürnberger vor gut sechs Monaten. Und nicht nur das, auch die Tabellenführung konnten die EHC-Fans nach dem Spiel feiern. So viel Jubel, Trubel, Heiterkeit war man in der Hauptstadt in den letzten beiden Jahren nicht mehr gewöhnt. Aber so klar und deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Partie definitiv nicht. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, doch am Ende machten die Eisbären in den entscheidenden Momenten die Tore.

Eisbären-Coach Uwe Krupp musste heute auf Mark Bell (Sprunggelenk), Jonas Schlenker, Kai Wissmann und Vladislav Filin (alle Einsatz in Dresden) verzichten. Dafür gab Constantin Braun sein DEL-Comeback und Bruno Gervais und Shuhei Kuji absolvierten ihr DEL-Debüt. Im Tor stand Stammkeeper Petri Vehanen.

Marcel Noebels mit dem Puck vor dem Nürnberger Goalie Andreas Jenike. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Marcel Noebels mit dem Puck vor dem Nürnberger Goalie Andreas Jenike. (Foto: eisbaerlin.de/Walker)

Die Vorfreude auf die neue Saison war in der Arena am Ostbahnhof bereits vor dem ersten Bully zu spüren. Die Fans waren heiß auf das erste Saisonspiel und stimmten sich bereits vor Spielbeginn ein. Und dann ging es auch endlich los, das erste Saisonspiel 2015/2016. Das erste DEL-Spiel in der Mercedes-Benz Arena. Doch zu Beginn war das Spiel erst einmal von vielen Zweikämpfen geprägt. Torraumszenen gab es kaum welche. Nach gut fünf Minuten die Eisbären dann mit dem ersten Powerplay des Spiels, doch auch da konnten die Hausherren nicht wirklich für Gefahr vor dem Tor von Andreas Jenike sorgen.
In der achten Spielminute gab es dann eigentlich die erste richtige Torchance der Partie. Und diese nutzten die Eisbären auch gleich. Marcel Noebels schickte Barry Tallackson auf die Reise, der fuhr einmal rum ums Tor und verlud Andreas Jenike klasse per Bauerntrick – 1:0 (8.).
Nach knapp neun Minuten dann die Franken mit ihrem Powerplay. Und die Gäste fanden sofort in die Formation und ließen die Scheibe gut laufen. Brandon Segal dann mit dem Zuspiel auf Goalgetter Patrick Reimer, welcher von der blauen Linie abzog und Petri Vehanen keine Chance ließ. Vehanen wurde die Sicht versperrt, daher konnte er diesen Schuss nicht parieren – 1:1 (11).
Gut vier Minuten vor dem Ende dann die große Chance für Nürnberg, in Führung zu gehen. Fast 30 Sekunden die Ice Tigers mit zwei Mann mehr auf dem Eis, aber die Berliner mit einem guten Penaltykilling und somit stand es nach 20 Minuten leistungsgerecht 1:1. Continue reading

Saisonstart gegen Nürnberg: Comeback von „Tine“ Braun – DEL-Debüt für Bruno Gervais und Shuhei Kuji

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgDas lange Warten hat endlich ein Ende: Morgen Abend startet die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Und für die Eisbären Berlin startet die neue Saison so, wie die alte aufgehört hat. Mit einem Spiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers. Vor gut sechs Monaten endete die Saison 2014/2015 für die Berliner mit einer 2:3-Niederlage nach Verlängerung im alles entscheidenden Pre-Play-Off-Spiel bei den Franken. Während Nürnberg damals ins Play-Off-Viertelfinale einzog, war die Saison für unsere Jungs beendet. Nun besteht also gleich im ersten Saisonspiel die Möglichkeit zur Revanche gegen Nürnberg.

Und die Chancen stehen auch gar nicht schlecht dafür, schließlich ist Nürnberg doch ein gern gesehener Gast in der Hauptstadt. Die letzten fünf Heimspiele wurden allesamt gewonnen, 14 der letzten 16 Duelle in der Hauptstadt gingen an die Eisbären.

Für das erste Saisonspiel steht Trainer Uwe Krupp nahezu der gesamte Kader zur Verfügung. Lediglich Mark Bell (Sprunggelenk) steht nicht im Kader für das Spiel gegen Nürnberg. Zudem fehlen Vladislav Filin, Jonas Schlenker und Kai Wissmann, die für Kooperationspartner Dresden auflaufen werden.
Dafür wird Verteidiger Constantin Braun sein Comeback feiern und erstmals seit dem 26. Oktober 2014 wieder ein Heimspiel für die Eisbären absolvieren. Ihr DEL-Debüt werden Bruno Gervais und Shuhei Kuji feiern.

Der Sportliche Leiter der Eisbären, Stefan Ustorf, vor dem Saisonauftakt gegen Nürnberg (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 10.09.2015):

Ich gehe mit einem guten Gefühl in dieses erste Spiel. Die Mannschaft hat in der Vorbereitung hart gearbeitet und auch in dieser Woche gut trainiert. Man kann vor diesem Spiel eine gewisse positive Nervosität innerhalb der Mannschaft spüren.

Die Eisbären haben einiges gut zu machen, Zwei Jahre in Folge scheiterte man bereits in den Pre-Play-Offs. Ein drittes Mal soll das nicht passieren. Doch ob der Kader dafür wirklich stark genug ist, bleibt abzuwarten. Chefcoach Uwe Krupp hat nicht ohne Grund noch mehr neue Spieler gefordert. Doch Ustorf erfüllte dem Trainer diese Bitte nicht. Zwar hat man sich mit Kevin Nastiuk, Bruno Gervais, Micki DuPont und Spencer Machacek nicht unbedingt schlecht verstärkt, aber dennoch scheint die Tiefe im Kader nicht groß genug zu sein. Und die letzte Verpflichtung Shuhei Kuji mag zwar besonders bei den Fans beliebt sein, sportlich wird er der Mannschaft aber nicht viel weiterhelfen können. 

Der morgige Gegner Nürnberg hat sich im Sommer sehr gut verstärkt und wird sicherlich ein Wörtchen im Kampf um die ersten sechs Plätze mitreden. Die Franken sollte man keinesfalls unterschätzen, denn sie verfügen über eine sehr starke Mannschaft. Allerdings müssen die Franken auch einen herben Ausfall verkraften. Stammgoalie Jochen Reimer hat sich einer Hüft-OP unterzogen und wird ein halbes Jahr ausfallen.

Das erste DEL-Spiel in der Mercedes-Benz Arena geht morgen Abend um 19:30 Uhr los. Hauptschiedsrichter sind die Herren Schukies und Daniels.

Der Eisbären-Kader für das erste DEL-Saisonspiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers:

Tor:

Petri Vehanen, Kevin Nastiuk

Abwehr:

Bruno Gervais, Henry Haase, Frank Hördler, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Constantin Braun

Angriff:

Spencer Machacek, Laurin Braun, TJ Mulock, Shuhei Kuji, Barry Tallackson, André Rankel, Florian Busch, Petr Pohl, Darin Olver, Julian Talbot, Sven Ziegler, Marcel Noebels

Verletzt:

Mark Bell (Sprunggelenk)

Einsatz in Dresden:

Vladislav Filin, Jonas Schlenker, Kai Wissmann

Shuhei Kuji: Der neue Fan-Liebling – Aber ist er auch wirklich eine große Verstärkung für die Eisbären?

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgAls die Fans davon erfuhren, dass der Japaner Shuhei Kuji einen Probevertrag bei den Eisbären Berlin erhalten würde, war die Vorfreude groß. Ein Japaner bei den Eisbären, das wäre doch was. Doch der 28-jährige Stürmer musste sich erst für einen Vertrag beim DEL-Rekordmeister empfehlen. Und nun, zwei Tage vor dem Saisonstart der Deutschen Eishockey Liga (DEL), machten es die Berliner offiziell und verkündeten, dass Kuji ein Eisbär bleibt und die kommende DEL-Saison für die Eisbären spielen wird. Der erste Japaner im Eisbären-Trikot und der erste Japaner in der DEL überhaupt. Eisbären-Coach Uwe Krupp sagte dazu gestern im Rahmen der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz nur kurz und knapp:

Er soll unserem Kader in erster Linie mehr Tiefe geben.

Sicherlich hat man mit Kuji nun einen Stürmer mehr im Kader. Und der Japaner ist auch durchaus schnell unterwegs auf dem Eis. Aber ob er wirklich eine so große Verstärkung für die Eisbären sein wird, bleibt abzuwarten. Ja, er hat in Japan Tore am Fließband geschossen. Aber die japanische und deutsche Liga kann und darf man nicht vergleichen. Kuji ist gerade einmal 171 Zentimeter groß und wiegt nur 77 Kilogramm. Man stelle sich Kuji nun einmal in einem Zweikampf mit Hamburgs David Wolf oder Denis Reul vor. Viel ausrichten wird er dabei nicht. 

Shuhei Kuji genießt bereits Kultstatus bei den Eisbären-Fans. Hier ist er zu sehen nach dem 6:1-Sieg gegen Gap in der CHL.  (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Shuhei Kuji genießt bereits Kultstatus bei den Eisbären-Fans. Hier ist er zu sehen nach dem 6:1-Sieg gegen Gap in der CHL. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Sicher kann Kuji im Vergleich zu den großen Gegenspielern in der DEL mit seiner Schnelligkeit punkten. Sicherlich kann er sich auch schnell drehen und wenden und es somit manch großem DEL-Spieler nicht einfach machen. Aber wenn es zum Zweikampf an die Bande geht, wird Kuji nicht viel Land sehen. So schön es sicherlich ist, dass Shuhei Kuji nun einen Vertrag bei den Eisbären Berlin erhalten hat, so fraglich ist diese Entscheidung. Denn als vollwertigen Ersatz für einen Matt Foy zum Beispiel kann man ihn nicht sehen. 

Kuji wird sich im DEL-Alltag erst beweisen müssen. In der Champions Hockey League hat er seine Schnelligkeit schon einmal aufblitzen lassen. Man erinnere nur an sein Tor gegen Gap, als Florian Busch bereits im gegnerischen Drittel war und Kuji da erst aus dem eigenen Drittel los skatete, um dann doch punktgenau zum Pass von Busch vor dem gegnerischen Tor zu stehen und den Puck einzunetzen. Aber in den Zweikämpfen hat man dann seine Defizite schon sehr deutlich gesehen. 

Bei den Fans genießt Shuhei Kuji bereits jetzt schon Kultstatus. Die Fankurve hat ihn bereits während der Partie gegen Gap mit „Kuji, Kuji“-Sprechchören gefeiert. Und man wird ihn für gelungene Aktionen auf dem Eis sicherlich auch weiterhin feiern. Aber letztendlich wollen auch wir Fans, dass ein Spieler den Eisbären sportlich weiter hilft. Und da habe ich bei Shuhei Kuji arge Zweifel. 

Aber dennoch gratulieren wir Shuhei Kuji zu seinem Vertrag in der Hauptstadt und wünschen ihm viel Erfolg in der kommenden DEL-Saison. Vielleicht überrascht er uns ja alle positiv. In diesem Sinne:

„Kuji, Kuji, Kuji“

Spencer Machacek: Der neue Torjäger

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgIn der Offensive haben die Eisbären Berlin drei Spieler nach der letzten Saison verlassen. Vincent Schlenker (Grizzlys Wolfsburg), Antti Miettinen (HPK Hämeenlinna) und Matt Foy (Eispiraten Crimmitschau) spielen in der kommenden Saison nicht mehr für den DEL-Rekordmeister. Dafür haben die Eisbären Spencer Machacek von Ligarivale Augsburger Panther verpflichtet. Der 26-jährige Kanadier soll der Offensive der Berliner mehr Durchschlagskraft geben und für das ein oder andere Tor sorgen. Einen richtig guten Spieler haben die Berliner da verpflichtet, der bereits am Wochenende beim Turnier in Dresden sein Können angedeutet hat.

In der Saison 2004/2005 begann Machacek seine Karriere bei den Brooks Bandits in der Alberta Junior Hockey League. Nach nur einer Saison zog er weiter in die Western Hockey League zu den Vancouver Giants, für die er bis 2008 aktiv war. Während dieser Zeit gewann er mit den Giants den Presdient’s Cup (2006) und den Memorial Cup (2007).
Seinen ersten Profivertrag unterschrieb er am 28. März 2008 beim NHL-Club Atlanta Trashers. Jedoch kam er fast nur bei deren Farmteam, den Chicago Wolves, zum Einsatz. Für Atlanta absolvierte er immerhin zwölf NHL-Spiele.
2011 ging es weiter zu den Winnipeg Jets, wo weitere 13 NHL-Spiele dazu kamen. Aber auch in Winnipeg konnte sich Machacek nicht wirklich durchsetzen. So kam er auch hier viel mehr bei deren Farmteam, den St. John’s IceCaps, zum Einsatz.
2013 wechselte der Kanadier nach Columbus, ein Jahr später nach Pittsburgh. Doch bei beiden NHL-Teams kam er nicht zum Einsatz und spielte nur für die Farmteams Springfield Falcons und Wilkes-Barre Scranton.
Im vergangenen Jahr erhielt Machacek einen Try-Out-Vertrag bei den Toronto Maple Leafs, wurde aber am Ende doch nicht fest verpflichtet. Und so landete er im Oktober 2014 in Augsburg, von denen es nach nur einer Saison weiter in die Hauptstadt zu den Eisbären ging.

Der Sportliche Leiter der Eisbären Berlin, Stefan Ustorf, äußerte sich über den neuen Stürmer wie folgt:

Spencer Machacek ist ein hart arbeitender Stürmer, der sowohl in der Offensive als auch in der Defensive Akzente setzt. Spencer wird körperliche Präsenz und Kampfgeist in unsere Mannschaft bringen. Er hat sich in der AHL bewiesen und ist in einem guten Alter. Wir wollen ihm helfen, sich als Spieler weiterzuentwickeln, denn davon würden wir auch profitieren.

Spencer Machacek über seine Gründe für den Wechsel nach Berlin und die Ziele für die neue Saison:

Es hat mir richtig Spaß gemacht in Berlin zu spielen. Die Atmosphäre ist wirklich unglaublich. Die Arena ist toll und die Fans waren so leidenschaftlich. Ich dachte mir, es wird bestimmt noch viel mehr Spaß machen, für Berlin zu spielen als gegen sie. Über die Stadt habe ich auch nur gute Sachen gehört. Zudem gefällt es mir natürlich gut, wie erfolgreich der Club in den vergangenen zehn Jahren war.

Mein Ziel ist es, eine Meisterschaft zurück nach Berlin zu bringen. Es gibt nichts Schöneres, als die Meisterschaft zu gewinnen und ich werde alles dafür geben, meinem Team und meinen Teamkollegen dabei zu helfen, diese zurück nach Berlin zu bringen.

In Berlin erhält Spencer Machacek die Rückennummer 10. Herzlichen Willkommen in der Hauptstadt, Spencer Machacek!

Bruno Gervais: Der neue Führungsspieler in der Defensive

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Verteidiger Jimmy Sharrow und Casey Borer haben die Eisbären Berlin verlassen, Micki DuPont und Bruno Gervais sollen sie ersetzen. Und auf den ersten Blick kann man davon auch ausgehen, dass sich die Eisbären mit DuPont und Gervais definitiv verbessert haben. Denn Sharrow und Borer konnten in den letzten beiden Jahren nicht wirklich überzeugen und so war es irgendwann abzusehen, dass die Beiden den Verein verlassen müssen. Und was DuPont noch so alles kann, deutete er bereits gestern im ersten Testspiel in Dresden an, als ihm beim 7:0-Sieg vier Torvorlagen gelangen. Der zweite Neuzugang in der Berliner Defensive ist der 30-jährige Kanadier Bruno Gervais, der aus der AHL von den Lake Erie Monsters in die Hauptstadt wechselt.

Gervais begann 2001 seine Karriere in der Quebec Major Junior Hockey League (QMJHL)  bei den Acadie-Bathurst Titan, für die er bis 2004 aktiv war. In der Saison 2004/2005 wechselte Gervais in die American Hockey League (AHL) zu den Bridgeport Sound Tigers.
2005 begann dann die NHL-Karriere von Bruno Gervais. Von 2005 bis 2011 spielte er für die New York Islanders. Innerhalb der NHL spielte er danach noch für die Tamba Bay Lightning (2011/2012) und die Phildaelphia Flyers (2012/2013). Insgesamt absolvierte Gervais 423 NHL-Spiele, in denen er 17 Tore erzielte und 72 weitere Tore vorbereitete.
Während des NHL-Lockouts 2012 spielte der Kanadier bereits in der zweiten Bundesliga bei den Heilbronner Falken, für die er neun Spiele bestritt.
2013/2014 (Adirondack Phantoms) und 2014/2015 (Lake Erie Monsters) war er noch einmal in der AHL aktiv, bevor er in diesem Sommer in die Hauptstadt zu den Eisbären Berlin wechselte.

Der Sportliche Leiter der Eisbären, Stefan Ustorf, äußerte sich über den neuen Führungsspieler in der Berliner Defensive wie folgt:

Mit Bruno Gervais haben wir einen sehr erfahrenen Verteidiger verpflichte. Wir glauben, dass er als rechtsschiessender Spieler auf dem Eis sehr gut zu uns passt. Nachdem der Kontakt über Danny Brière zustande kam, sind wir davon überzeugt, dass er auch charakterlich eine Verstärkung für unser Team ist.

In Berlin erhält Bruno Gervais die Rückennummer 3. Herzlichen Willkommen in der Hauptstadt, Bruno Gervais!

Micki DuPont: Der Publikumsliebling kehrt zurück

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Freude bei den Eisbären-Fans war riesengroß als bekannt wurde, dass Micki DuPont zurück in die Hauptstadt kehren würde. Jener Micki DuPont, der mit den Eisbären zwei DEL-Meisterschaften feierte und sich während seiner Zeit in Berlin zum Publikumsliebling entwickelte. Neun Jahre nach seinem Weggang aus der Hauptstadt nun also die Rückkehr. DuPont ist inzwischen 35 und soll der Eisbären-Defensive mehr Sicherheit und Stabilität verleihen und vor allem offensiv für mehr Akzente sorgen als es Jimmy Sharrow und Casey Borer in der vergangenen Saison getan haben. Reichlich Erfahrung bringt der Kanadier auf jeden Fall mit nach Berlin.

Micki DuPont begann seine Karriere 1996 in der kanadischen Juniorenliga Western Hockey League (WHL) bei den Kamloops Blazers, wo er bis 2000 aktiv war. Danach wechselte er in die NHL zu den Calgary Flames, von denen er im NHL-Entry-Draft gezogen wurde (270. Position). Für die Flames bestritt DuPont jedoch nur 18 NHL-Spiele. Die meiste Zeit verbrachte er bei deren Farmteam, den Saint John Flames, mit denen er 2001 den Calder Cup (AHL-Meisterschaft) gewann.
2003 folgte dann sein erster Wechsel zu den Eisbären Berlin. Drei Jahre spielte er für die Berliner, mit denen er in dieser Zeit dreimal im DEL-Finale stand und zweimal die Meisterschaft gewann (2005/2006). Nach der Meisterschaft 2006 zog es DuPont zurück nach Nordamerika, wo er sich den Pittsburgh Penguins anschloss.
Doch für die Penguins absolvierte er nur drei NHL-Spiele, die meiste Zeit war er für deren Farmteam Wilkes-Barre/Scranton Penguins aktiv.
In der Saison 2007/2008 bestritt DuPont dann noch einmal zwei NHL-Partien für die St. Louis Blues, doch auch dort konnte er sich nicht durchsetzen und so landete er auch in deren Farmteam Peoria Rivermen.
2008 zog Micki DuPont weiter in die Schweiz zum EV Zug in die NLA. Von dort aus wechselte er 2010 innerhalb der Liga zu den Kloten Flyers, von denen er jetzt wieder zurück in die Hauptstadt zu den Eisbären wechselte. Bei den Kloten Flyers hatte er zwar noch einen gültigen Vertrag, dennoch kam der Wechsel nach Berlin zu Stande.

Der Sportliche Leiter der Eisbären, Stefan Ustorf, äußerte sich wie folgt zur Rückkehr von Micki DuPont:

Wir haben sehr viele junge talentierte Verteidiger. Micki bringt uns mehr Erfahrung und Führungsqualität. Er ist ein Rechtsschütze, der mit seiner Spielstärke ein Element in unser Team bringen kann, das uns in der vergangenen Saison gefehlt hat.

Micki DuPont selbst freut sich über seine Rückkehr und hat sehr viele gute Erinnerungen an seine Zeit in Berlin:

Gut, da gibt es viele Gründe. Die Eisbären sind ein Topteam, Berlin ist eine tolle Stadt und der Club wird absolut professionell geführt. Ich freue mich darauf, viele bekannte Gesichter in Berlin wiederzutreffen und die neuen Leute, die in die Eisbären-Familie gekommen sind.

Ich habe viele sehr gute Erinnerungen. Als aller erstes natürlich die Meisterschaften und meine erste Teilnahme am Spengler-Cup 2005 mit den Eisbären. Wir haben viele tolle Leute in Berlin kennengelernt und es hat sehr viel Spaß gemacht, diese interessante Stadt mit so viel Geschichte und Kultur zu erkunden. Ich freue mich darauf, meine alten Teamkollegen wieder zu treffen. Ich habe mich letztes Jahr im November beim Deutschland-Cup mit Frank Hördler unterhalten. Wir sprachen über unsere Kinder und was sich so alles in den vergangenen neun Jahren verändert hat. Mit Mark Bell und Julian Talbot habe ich auch schon zusammengespielt. Ich bin auch auf die Spieler gespannt, mit denen ich noch nicht zusammengespielt habe. Ich denke, wir haben das Potential eine starke Mannschaft zu sein.

Mein Ziel ist es, mich selbst jeden Tag neu anzuspornen, als Spieler besser zu werden und dem Team dabei zu helfen zu gewinnen.

In Berlin erhält Micki DuPont wieder die Rückennummer 25. Herzlichen Willkommen zurück, Micki DuPont!

Kevin Nastiuk: Der neue (alte) Back-up für Petri Vehanen

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDie Ausleihe von Mathias Niederberger an Liga-Konkurrent Düsseldorfer EG kam für die Fans der Eisbären Berlin sehr überraschend. Alle fragten sich, was Manager Peter John Lee und der Sportliche Leiter Stefan Ustorf damit erreichen wollten. In erster Linie wollten Sie Niederberger mehr Spielpraxis beschaffen als es in Berlin hinter Petri Vehanen der Fall gewesen wäre. Ob Niederberger aber wirklich mehr Spielpraxis erhalten wird, bleibt abzuwarten. Denn wenn Bobby Goepfert wieder vollkommen fit ist, wird er mit Sicherheit ein heißer Anwärter auf die Nummer Eins im DEG-Tor sein.

So mussten sich die Eisbären also auf die Suche nach einem neuen Back-up machen. Und alle Fans fragten sich, wer könnte dieser werden? Die Frage beantworten Lee und Ustorf mit einem alten Bekannten: Kevin Nastiuk. Der 30-jährige kommt vom Zweitligisten und Kooperationspartner der Eisbären, den Dresdner Eislöwen in die Hauptstadt. Dort spielte er bereits von 2010 bis 2012 und bildete zusammen mit Rob Zepp das Goalie-Duo der Berliner.

Der Kanadier begann 2001/2002 seine Karriere in der WHL bei den Medicine Hat Tigers. Dort holte er auch seinen ersten Titel – 2003/2004 gewann er mit Medicine Memorial Cup. Bei den Medicine Hat Tigers blieb Nastiuk bis 2005.
Die Jahre danach pendelte er zwischen der AHL und der ECHL. Während der Saison 2009/2010 wechselte Kevin Nastiuk dann erstmals zu den Eisbären Berlin. Bei den Eisbären blieb Nastiuk bis 2012 und feierte während seiner Zeit in der Hauptstadt drei Titelgewinne. 2010 wurde er mit den Berlinern European-Trophy-Sieger, 2011 und 2012 feierte er mit dem EHC die DEL-Meisterschaft.
An Rob Zepp kam Nastiuk allerdings nicht vorbei und so verließ er 2012 die Eisbären in Richtung Heilbronner Falken. Beim Zweitligisten blieb er eine Saison, nach der er innerhalb der zweiten Liga zu den Dresdner Eislöwen wechselte, bei denen er bis vor kurzem noch unter Vertrag stand. Nun also seine Rückkehr in die Hauptstadt.

Der Sportliche Leiter Stefan Ustorf zur Rückkehr von Kevin Nastiuk nach Berlin:

Wir haben Kevin Nastiuk in den vergangenen Jahren immer mal wieder beobachtet. Er hat sich durch einen hohe Anzahl von Spielen weiterentwickelt und seine Leistungen sind konstanter geworden. Nasti war schon immer da, wenn man ihn brauchte.

In Berlin erhält Kevin Nastiuk die Rückennummer 30. Herzlichen Willkommen zurück, Kevin Nastiuk!

Kevin Nastiuk: „Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde“

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDas Torhüter-Duo der Eisbären Berlin für die kommende Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bilden Petri Vehanen und Kevin Nastiuk. Der Transfer von Nastiuk, der bereits von 2010-2012 für die Hauptstädter gespielt hatte, kam für viele doch sehr überraschend. Alle waren davon ausgegangen, dass die Berliner erneut mit dem Torhüter-Duo Petri Vehanen und Mathias Niederberger in die Saison gehen würden. Doch die Eisbären verliehen Niederberger an Liga-Konkurrent Düsseldorf, um ihm dort mehr Spielpraxis zu verschaffen als es in Berlin hinter Vehanen der Fall gewesen wäre. So kommt es also zum Comeback von Kevin Nastiuk bei den Eisbären, der nach seiner Zeit in Berlin in der 2. Bundesliga für die Heilbronner Falken und zuletzt für die Dresdner Eislöwen gespielt hat. 

Dass er in Berlin nur für die Rolle des Back-up-Goalies eingeplant ist, weiß Kevin Nastiuk. Doch das findet er nicht so schlimm, wie er gegenüber der Eishockey News (aktuelle Ausgabe 31 vom 28. Juli 2015) sagte:

Ich weiß natürlich, dass Vehanen ein Weltklasse-Torwart ist. Aber ich bin ein Team-Player. Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde. Natürlich muss ich bestimmt oft zugucken. Wenn ich aber zum Einsatz komme, werde ich mein Bestes geben, um die Mannschaft nicht zu enttäuschen.

Auf Nastiuk konnte man sich auch schon damals verlassen, wenn er im Tor der Eisbären stand. Auch bei den Fans war Nastiuk damals sehr beliebt und daran wird sich auch bis heute nichts geändert haben. Auf die EHC-Fans und die riesige Stimmung in der Arena freut sich Nastiuk auch wieder.

Mit Petri Vehanen und Kevin Nastiuk verfügen die Eisbären also auch in der kommenden Saison wieder über ein sehr starkes Torhüter-Duo. Gleiches wäre natürlich auch der Fall gewesen, wenn Mathias Niederberger der Back-up gewesen wäre. Nastiuk kam trotz der beiden schlechten Jahre zurück und das begründete er wie folgt:

Die Eisbären sind aus meiner Sicht trotzdem eine Spitzenmannschaft. Ich denke, solche Ausrutscher kommen in der bevorstehenden Saison nicht mehr vor. Aus meiner Sicht hat die Mannschaft weiterhin gute Perspektiven in Richtung Meisterschaft. Ich spüre es beim Training. Die Mannschaft hat wieder Selbstvertrauen.

Vielleicht kehrt mit Kevin Nastiuk ja der Erfolg zurück in die Hauptstadt. Denn Nastiuk feierte in seiner Zeit in Berlin zwei Meisterschaften mit den Eisbären. An diese Erfolge würde Nastiuk sicher gerne wieder anknüpfen. Und die Eisbären und deren Fans sowieso.