Play-Off-Finale 2014/Spiel 5: Matchpuck für Ingolstadt – Travis Turnbull mit dem Game-Winner

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125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDer ERC Ingolstadt hat sich am Freitagabend den Matchpuck in der diesjährigen Finalserie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geholt. Die Oberbayern gewannen in der ausverkauften LANXESS Arena bei den Kölner Haien mit 4:3 n.V. (0:2, 2:1, 1:0/ 1:0) und führen somit nun mit 3:2 in der Finalserie gegen die Domstädter. Während die Schanzer am Sonntagnachmittag in eigener Halle den erstmaligen Gewinn der Meisterschaft perfekt machen können, droht den Haien die zweite Vizemeisterschaft in Folge.

Beide Mannschaften hatten heute ein wenig gebraucht, um wieder auf Hochtouren zu kommen. So intensiv und hart umkämpft wie die letzten Spiele war das erste Drittel heute nicht immer. Was aber größtenteils an den Gästen aus Oberbayern lag. Denn der ERCI fand in den ersten 20 Minuten nicht zu seinem Spiel. Die Hausherren waren die klar bessere Mannschaft im Auftaktdrittel. Bereits in der dritten Spielminute hätten die Haie in Führung gehen können, doch Marcel Müller scheiterte an ERCI-Goalie Timo Pielmeier.
Kurze Zeit später lag der Puck im Kölner Tor, Travis Turnbull hatte ihn dort versenkt gehabt. Michel Périard hatte abgezogen, traf jedoch nur den Pfosten. Von dort aus sprang der Puck wieder zurück ins Spiel, wo ihn Turnbull per Oberschenkel ins Tor beförderte. Beim Videobeweis wurde jedoch eine Kickbewegung festgestellt, weshalb der Treffer folgerichtig nicht gegeben wurde. Die Führung wäre auch nicht wirklich verdient gewesen für Ingolstadt.
Doch dieser nicht gegebene Treffer gab den Oberbayern neues Selbstvertrauen und fortan hatten die Panther ihre beste Phase, setzten die Haie mit aggressiven Forechecking gut unter Druck. In dieser Phase traf Patrick Köppchen nur die Latte.
Direkt im Gegenzug hatte Marcel Ohmann mehr Glück. Der Kölner Stürmer nahm den Puck an der blauen Linie direkt und hatte damit Erfolg – 1:0 (9.).
Nur drei Minuten später konnten die Domstädter in Überzahl nachlegen. Eine sehr sehenswerte Kombination schloss Philip Gogulla ab – 2:0 (12.). Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel begann für Ingolstadt gleich einmal mit einem doppelten Überzahlspiel für etwas mehr als eine Minute. Doch daraus konnten die Mannen von Coach Niklas Sundblad kein Kapital schlagen.
Als die Kölner wieder komplett waren, übernahmen sie wieder das Kommando und hatten gute Chancen, welche sie aber allesamt nicht nutzen konnten. Ingolstadt kurz darauf wieder mit einem Powerplay, aber auch dieses blieb ungenutzt.
Aber endlich war der ERCI in diesem Spiel angekommen, zeigte wieder seine Leistung aus den letzten Spielen. Und prompt belohnten sie sich für ihre Leistungssteigerung auch. Ziga Jeglic mit einem klasse Pass von der blauen Linie Richtung Kölner Tor, wo Robert Sabolic stand und den Puck eiskalt versenkte – 2:1 (31.).
Drei Minuten nach dem Anschlusstreffer hatten die Hausherren die Riesenchance, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. 1:42 Minuten hatten die Haie zwei Mann mehr auf dem Eis. Und das Powerplay war auch richtig gefährlich, nur konnten die Kölner in diesem keinen Treffer erzielen. Und so kam das, was kommen musste.
Drei Minuten vor der zweiten Drittelpause setzte sich Thomas Greilinger klasse im Kölner Drittel durch und schloss eiskalt ab – 2:2 (37.).
Doch die Kölner hatten darauf noch eine Antwort parat. Nach einem Bullygewinn von Charlie Stephens kam der Puck zu Torsten Ankert, der von der blauen Linie einfach abzog. Mit Erfolg, denn sein Puck schlug hinter Timo Pielmeier ein – 3:2 (39.). Mit dieser knappen Haie-Führung ging es letztendlich in die Pause.

Im Schlussdrittel merkte man den Oberbayern an, dass sie hier unbedingt den Ausgleich erzielen wollten. Und dieser gelang ihnen auch vier Minuten nach Wiederbeginn. Patrick Köppchen hatte von der blauen Linie abgezogen und zum 3:3 getroffen (44.).
Im Schlussdrittel war es fortan eine Partie auf Augenhöhe, eine Partie, welche hart umkämpft war. Beide suchten immer wieder den Weg zum Tor. Und Köln hätte beinahe die erneute Führung erzielt, doch Mirko Lüdemann traf nur den Pfosten (47.). Nur zwei Minuten später hatten die Haie eine Riesenchance zum 4:3. Köln lief einen 3-auf-1-Konter, Alex Weiß passte den Puck quer rüber zu Charlie Stephens, der den Puck eigentlich nur noch einschieben brauchte. Doch Timo Pielmeier fischte den Schuss von Stephens noch irgendwie weg. Ein Wahnsinns-Save vom ERCI-Goalie. Alle hatten den Puck schon im Tor gesehen, doch da hatte man die Rechnung ohne Timo Pielmeier gemacht.
Im Gegenzug lief Patrick Hager alleine auf Danny Aus den Birken zu, doch auch der Kölner Goalie bewies in dieser Szene seine Klasse und verhinderte den Rückstand.
In der regulären Spielzeit sollte keine Entscheidung fallen und somit ging es in die Verlängerung.

Und da waren die Hausherren die aktivere Mannschaft. Chris Minard vergab gleich zu Beginn eine gute Chance (62.). Eine Minute später hatte Marcel Müller da leere Tor vor sich, doch sein Schuss wurde gerade so noch von Benedikt Schopper geblockt. Auch das darauf folgende Powerplay blieb ohne Erfolg für Köln.
Ingolstadt gab in der Verlängerung nur zwei Schüsse ab (Köln sechs), aber einer davon landete letztendlich im Tor. In der 70. Spielminute schloss Travis Turnbull einen Angriff mustergültig ab und schoss Ingolstadt zum Sieg und damit auch zum Matchpuck.

Während die Oberbayern ihren Coup feierten, trauerten die Domstädter den vergebenen Chancen nach. Köln hatte genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen, doch am Ende zeigten sich die Schanzer im Angriff kaltschnäuziger. Den Sieg hatte der ERC Ingolstadt seinem Goalie Timo Pielmeier zu verdanken, der 44 der 47 Kölner Schüsse parierte. Und natürlich Travis Turnbull, der den Game-Winner erzielte.

Play-Off-Finale 2014/Spiel 4: Ingolstadt gewinnt erneut 4:1 gegen Köln und gleicht die Serie damit aus

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130px-Koelner-haie-logo_svgDer ERC Ingolstadt ist zurück im Rennen um die DEL-Meisterschaft 2014. Die Oberbayern gewannen einen Tag nach dem 4:1-Sieg in Köln erneut mit 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) gegen die Kölner Haie und konnten in der Finalserie somit zum 2:2 ausgleichen.

Von der ersten Sekunde an war es eine sehr intensive und hart umkämpfte Partie. Beide Mannschaften gingen ein sehr hohes Tempo. Erstaunlich, standen sich doch beide Mannschaften erst gestern Nachmittag in Köln noch gegenüber. Es wurde um jeden Puck und um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Beide wussten, um was es hier ging und keiner wollte dem Anderen hier etwas schenken.
Der ERCI stand in der Defensive sehr gut und ließ Köln kaum zu Chancen kommen. Die Hausherren schossen dagegen aus allen Lagen auf das Tor von Danny Aus den Birken. Und in der neunten Spielminute konnten die Ingolstädter Fans in der erneut ausverkauften Saturnarena (4.815 Zuschauer) erstmals jubeln. Thomas Greilinger mit einem klasse Pass an den langen Pfosten, wo Derek Hahn lauerte und keine Probleme mehr hatte, den Puck im halbleeren Kölner Tor zu versenken – 1:0. Die verdiente Führung für die Hausherren.
Köln kam erst in der 13. Spielminute zu den ersten richtig guten Torchancen. Die Ingolstädter waren da einmal unsortiert in der Verteidigung und prompt ging es drunter und drüber vor dem Ingolstädter Tor. Köln war in dieser Phase nahe dran am Ausgleich.
Köln war nun besser im Spiel, doch am Spielstand sollte sich bis zum Ende des ersten Drittels nichts mehr ändern. Ingolstadt ging mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabine.

Im Mitteldrittel machten beide Teams da weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Es ging weiterhin sehr intensiv zur Sache. Die Partie war weiterhin hart umkämpft, die Intensität nahm im Vergleich zum ersten Drittel sogar noch ein wenig zu. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, gingen erneut ein sehr hohes Tempo und erspielten sich auf beiden Seiten gute Torchancen. Die beste Chance hatte Köln in der 35. Spielminute, als Marcel Müller nur den Pfosten traf. Pech für Köln, Glück für Ingolstadt.
Diese Szene war der Auftakt für eine Kölner Drangphase. Die Domstädter machten nun ordentlich Druck und erspielten sich richtig gute Torchancen. Immer wieder musste ERCI-Goalie Timo Pielmeier in höchster Not retten.
Und mitten in der Drangphase der Haie gelang den Hausherren der zweite Treffer. Travis Turnbull hatte abgezogen, der Puck ging jedoch über das Tor. Jean-Francois Boucher bekam den Nachschuss und schoss den Puck auf das Tor. Der Puck prallte an die Schlittschuhe von KEC-Goalie Danny Aus den Birken und von dort ins Tor – 2:0 (38.). Genau so einen Gegentreffer hatte Aus den Birken auch gestern Nachmittag schon kassiert.
Nach diesem Treffer wurde es nun aber hektisch auf dem Eis, Köln war zwei Minuten vor dem Ende auf einmal mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Und in dieser doppelten Überzahl konnte Daniel Tjärnqvist auf 2:1 verkürzen (39.). Der Kölner Verteidiger hatte von der blauen Linie abgezogen und ERCI-Goalie Timo Pielmeier mit seinem satten Schlagschuss keine Chance gelassen.
Mit diesem Spielstand ging es dann letztendlich auch in die zweite Drittelpause, welche genau richtig kam. Denn die Emotionen kochten in den letzten Minuten sowohl auf dem Eis als auch auf den Rängen hoch. Beide Mannschaften bekamen nun also die Gelegenheit, sich wieder zu beruhigen.

Im Schlussdrittel war es weiterhin die hart umkämpfte Partie. Beide Mannschaften waren immer noch auf Augenhöhe, beide suchten immer wieder den Weg vor das Tor. Doch die beiden Torhüter ließen nicht viel zu.
Sieben Minuten vor dem Ende des Spiels hatte Mirko Lüdemann die große Chance zum Ausgleich für Köln, doch er traf nur den Pfosten. Direkt im Gegenzug traf Derek Hahn für Ingolstadt bei einem Überzahlspiel nur den Außenpfosten. Aber nur wenig später konnten die Hausherren dann doch noch in diesem Powerplay jubeln. Robert Sabolic erkämpfte hinter dem Kölner Tor stark den Puck, passte ihn zur blauen Linie, wo Tyler Bouck lauerte. Der fuhr hinein ins Drittel und zog ab. Mit Erfolg, sein Schlagschuss landete im Kölner Tor – 3:1 (55.). Dem Tor war eine völlig unnötige Strafzeit von Björn Krupp voraus gegangen. Sehr zum Ärger von Trainer/Vater Uwe Krupp.
Nur eine Minute nach dem Gegentor hätte Rob Collins bereits verkürzen können, doch auch er scheiterte am Pfosten.
KEC-Coach Uwe Krupp riskierte alles, nahm drei Minuten vor dem Ende des Spiels Goalie Danny Aus den Birken aus dem Tor. Was Ingolstadt allerdings zur endgültigen Entscheidung ausnutzte. Robert Sabolic mit dem Empty-Net-Goal zum 4:1 in der 59. Spielminute.

Play-Off-Stand: 2:2

eisbaerlin.de-Tippspielsieger 2014: Herzlichen Glückwunsch an Gill

Der eisbaerlin.de-Tippspiel-Wanderpokal geht in diesem Jahr an Gill. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Der eisbaerlin.de-Tippspiel-Wanderpokal geht in diesem Jahr an Gill. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Das Finale in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist noch lange nicht entschieden, unser eisbaerlin.de-Tippspiel dagegen schon. Maximal vier Spiele sind es in der DEL-Finalserie noch und 16 Punkte kann man in unserem Tippspiel maximal noch holen. Der Tippspiel-Führende Gill hat aber bereits 20 Punkte Vorsprung (http://tippspiel.eisbaerlin.de/) und kann daher nicht mehr eingeholt werden.

Damit gratulieren wir Gill zum Gewinn unseres diesjährigen Tippspiels. Er bekommt als Sieger unseren Tippspiel-Wanderpokal (s. Foto links) und kann diesen nun so lange behalten, bis in der nächsten DEL-Saison der nächste Tippspiel-Sieger feststeht. Und wer weiß, vielleicht ist es ja dann wieder Gill, der am Ende der große Sieger wird.

Play-Off-Finale 2014/Spiel 3: Ingolstadt erst mit Glück, am Ende dann aber eiskalt

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130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDer ERC Ingolstadt hat sich in der DEL-Finalserie zurück gemeldet. Am Ostermontag gewannen die Schanzer in der ausverkauften LANXESS Arena (18.548 Zuschauer) bei den Kölner Haien mit 4:1 (1:1, 1:0, 2:0) und verkürzten somit in der Finalserie auf 1:2. Am Ende konnten sich die Panther bei Goalie Timo Pielmeier bedanken, der sie vor allem im ersten Drittel und in den ersten zehn Minuten des Mitteldrittels mehrfach im Spiel hielt.

Denn die Hausherren spielten in den ersten 30 Minuten sehr starkes Eishockey, setzten die Gäste immer wieder unter Druck und hätten bei einer besseren Chancenverwertung das Spiel bereits früh entscheiden können. Doch die Domstädter ließen eine Reihe bester Chancen ungenutzt. Was aber eben auch an Timo Pielmeier lag, der nach etwas verunsichertem Beginn von Minute zu Minute immer stärker wurde und Ingolstadt erst die Chance gab, dieses Spiel hier noch gewinnen zu können.
Doch trotz des starken Beginngs der Haie waren es die Panther, die hier erstmals jubeln konnten. Jean-Francois Boucher brachte den ERCI in der fünften Spielminute aus dem Nichts mit 1:0 in Führung. Daber hatte Boucher Glück, denn der Puck kullerte von Danny Aus den Birkens Rücken über die Torlinie.
Aber die Gastgeber hatten sofort eine Antwort parat, wirkten überhaupt nicht geschockt. 23 Sekunden nach dem Rückstand konnten die Kölner ausgleichen. Chris Minard hatte einen sehr tollen Angriff der Haie mustergültig abgeschlossen – 1:1 (5.).
Fortan wurden die Hausherren immer stärker, erspielten sich Chance um Chance, vergaben sie aber allesamt oder aber scheiterten am glänzend aufgelegten Timo Pielmeier im Gäste-Tor. Mit einem für Ingolstadt sehr glücklichen 1:1-Unentschieden ging es letztendlich in die erste Drittelpause.

Köln machte zu Beginn des zweiten Drittels genau da weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten. Mit sehr druckvollem Eishockey. Ingolstadt stand gehörig unter Druck, hielt aber weiterhin das 1:1. Irgendwann gab es einen Bruch im Spiel der Hausherren, die zwar immer noch die bessere Mannschaft waren, aber längst nicht mehr so druckvoll wie noch zuvor. Ingolstadt kam nun auch zu Torchancen. Und eine davon sollten sie dann auch nutzen. Eine Minute vor Ende des Mitteldrittels hatten die Schanzer ein Überzahlspiel und Derek Hahn brachte den ERCI erneut in Front – 2:1 (39.). Und auch hier hatte Danny Aus den Birken im Kölner Tor wieder Pech. Denn ihm rutschte der Puck durch die Schoner, Hahn schaltete am Schnellsten und schoß den Puck ins leere Tor.
Mit diesem Paukenschlag hatten die Gäste den Spielverlauf auf den Kopf gestellt und gingen so mit einer knappen und sehr glücklichen 2:1-Führung in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel sah man dann auf einmal eine komplett andere Ingolstädter Mannschaft. Die Gäste präsentierten sich vor allem in den Zweikämpfen bissiger, wollten unbedingt den Puck erobern. Zudem stimmte nun wieder die Zuordnung in der Panther-Defensive, was es Köln zunächst schwer machte, sich Chancen zu erspielen. Nun war es eine Finalpartie auf Augenhöhe, die bis zum Schluss spannend war.
Vier Minuten vor dem Ende liefen die Gäste einen 3-auf-1-Konter, den Robert Sabolic mit einem mächtigen Schlagschuss vollendete – 3:1 (56.). Köln warf nun noch einmal alles nach vorne, doch das half alles nichts mehr. Ingolstadt verteidigte den Vorsprung sehr stark und konnte sogar noch nachlegen. Im Kölner Drittel erkämpfte sich John Laliberte stark den Puck an der Bande, passte ihn rüber zu Patrick Köppchen, der völlig frei vor Danny Aus den Birken auftauchte. Der Verteidiger konnte sich in Ruhe die Ecke aussuchen und traf zum 4:1 ins Tor (60.). Es war der Schlusspunkt unter dieser dritten Finalpartie.

Play-Off-Finale 2014/Spiel 2: Köln beendet Ingolstadts Heimserie und feiert den zweiten Sieg

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130px-Koelner-haie-logo_svgDie Kölner Haie haben am Ostersamstag auch das zweite Finalspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gewonnen. Vor 4.815 Zuschauern in der ausverkauften Saturnarena setzten sich die Domstädter mit 3:1 (2:1, 0:0, 1:0) durch und führen somit in der Finalserie mit 2:0. Für den ERCI war es nach zuvor sechs Heimsiegen in Folge die erste Heimniederlage in den diesjährigen Play-Offs.

Die Mannen von Uwe Krupp wussten natürlich auch von der Heimstärke der Panther und versuchten spielerisch dagegen zu halten. Und das klappte zunächst auch sehr gut. Denn die Haie legten stark los und setzten die Mannen von Coach Niklas Sundblad gehörig unter Druck. Doch der erste Treffer gelang den Oberbayern. Die Hausherren gingen wie aus dem Nichts mit 1:0 in Führung. Derek Hahn überwand KEC-Goalie Danny Aus den Birken im Nachschuss (3.).
Der überraschende Gegentreffer schockte die Kölner jedoch nicht, die Haie spielten einfach weiter ihr Eishockey. Mit Erfolg, denn das Kölner Urgestein Mirko Lüdemann sorgte in der achten Minute für den verdienten Ausgleich der Kölner – 1:1.
Und es sollte noch schlimmer kommen für Ingolstadt. Denn in der 16. Spielminute brachte Marcel Ohmann den KEC erstmals an diesem Abend in Führung. Er hielt seine Kelle in einen Schuss von Daniel Tjärnqvist – 1:2.
Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Drittelpause.

Im Mitteldrittel hatten die Hausherren richtig gute Torchancen, doch imer wieder scheiterten sie am starken Kölner Keeper Danny Aus den Birken. Als Kölns Torhüter bereits geschlagen war, half ihm die Latte. Pech für Ingolstadt, Glück für Köln.
Auch die Gäste aus der Domstadt erspielten sich Torchancen, doch auch ihnen sollte kein Treffer gelingen, weshalb es auch nach 40 Spielminuten 2:1 für Köln stand.

Auch im Schlussdrittel das selbe Bild. Ingolstadt spielte weiter druckvoll Richtung Kölner Tor, Danny Aus den Birken ließ die ERCI-Spieler jedoch reihenweise verzweifeln. Köln kam auch immer wieder zu Angriffen, doch auch sie konnten zunächst keinen weiteren Treffer erzielen.
Erst als Ingolstadt Torhüter Timo Pielmeier zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, gelang den Gästen der entscheidende Treffer. Philip Gogulla erkämpfte im eigenen Drittel den Puck an der Bande, passte ihn weiter zu Rob Collins, welcher den Puck letztendlich zu Chris Minard weiterleitete. Minard versenkte den Puck im verwaisten ERCI-Tor und sicherte Köln den zweiten Sieg im zweiten Spiel.

Play-Off-Stand: 2:0 für die Kölner Haie

Play-Off-Finale 2014/Spiel 1: Köln gewinnt Spiel Eins gegen Ingolstadt

156_DEL_WeltFinale_300d_32EFA9130px-Koelner-haie-logo_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDas erste Finalspiel in der Jubiläumssaison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist vorbei. Und die Kölner Haie haben es gewonnen. Vor 15.167 Zuschauern in der LANXESS Arena setzten sich die Domstädter mit 4:2 (0:0, 3:2, 1:0) gegen den ERC Ingolstadt durch und gingen somit in der Best-of-seven-Serie mit 1:0 in Führung.

In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften noch vorsichtig ab. Keine Mannschaft wollte hier zu Beginn einen Fehler machen. Doch relativ schnell legten beide Mannschaften den Schalter um und suchten immer wieder den Weg in die Offensive – ohne dabei jedoch die eigene Defensive zu vernachlässigen. Beide Mannschaften erspielten sich auch Torchancen, doch die beiden Torhüter – Danny Aus den Birken (Köln) und Timo Pielmeier (ERCI) – ließen keinen Treffer zu, weshalb es also torlos in die erste Drittelpause ging.

Im Mitteldrittel hatten dann die Gäste aus Ingolstadt die vermeintliche Führung erzielt. Ex-Eisbär Christoph Gawlik hatte jedenfalls den Puck im Kölner Tor versenkt, doch die beiden Hauptschiedsrichter Daniel Piechaczek und Stephan Bauer entschieden auf „kein Tor“. Zum Einen war es Torraumabseits und zum Anderen wohl eine Kick-Bewegung von Gawlik.
Die Partie nahm im zweiten Drittel nun ordentlich an Fahrt auf, zudem wurde es nun auch zunehmend ruppiger auf dem Eis. Immer wieder gerieten beide Mannschaften aneinander. Man merkte, was für beide auf dem Spiel stand. Keiner wollte dieses erste Finalspiel verlieren.
Auf Tore mussten die Zuschauer trotz guter Chancen weiterhin warten. Bis zur 35. Spielminute. Dann eröffnete Rob Collins den Torreigen – 1:0 für Köln. Es war der Auftakt in verrückte 4:58 Minuten. Denn es sollten vier weitere Treffer folgen. Der Führungstreffer gab den Haien noch mehr Selbstvertrauen, auf einmal spielten sich die Hausherren förmlich in einen Rausch. Exakt eine Minute nach dem 1:0 konnte Philip Gogulla auf 2:0 erhöhen (36.). Weitere zwei Minuten später war es erneut Rob Collins, der ERCI-Goalie Timo Pielmeier klasse aussteigen ließ und den Puck zum 3:0 im Tor versenkte (38.).
Während die Haie-Fans noch das 3:0 bejubelten, feierten auf der anderen Seite die Ingolstädter den Anschlusstreffer. Greg Claaßen hatte nur 10 Sekunden später das 3:1 erzielt (38.). Und 57 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels waren die Schanzer auf einmal zurück in der Partie. Robert Sabolic verkürzte auf 3:2 (40.). Mit diesem Spielstand ging es dann letztendlich in die zweite Drittelpause.

Im Schlussdrittel hatte Christoph Gawlik in Unterzahl den Ausgleich auf der Kelle, scheiterte jedoch an Danny Aus den Birken. Direkt im Gegenzug sorgte Chris Minard für den Powerplaytreffer der Haie – 4:2 (44.).
Dieser frühe Treffer spielte den Hausherren natürlich in die Karten. Ingolstadt musste etwas für das Spiel tun, Köln brauchte nur zu reagieren. Ingolstadt versuchte in der Folgezeit auch alles, um wieder zurück ins Spiel zu kommen, doch den Panthern sollte kein weiterer Treffer mehr gelingen. Köln brachte das 4:2 souverän über die Zeit und feierte somit den ersten Sieg in dieser Finalserie.

Play-Off-Stand: 1:0 für die Kölner Haie

Play-Off-Halbfinale/Spiel 6: Ingolstadt gewinnt mit 5:3 gegen Hamburg und steht erstmals im DEL-Finale

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200px-Hamburg-freezers_svgDer ERC Ingolstadt hat am Sonntagnachmittag den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert. Die Mannen von Coach Niklas Sundblad gewannen das sechste Spiel der Halbfinalserie gegen die Hamburg Freezers mit 5:3 (2:1, 1:1, 2:1) und entschieden die Serie damit mit 4:2-Siegen für sich. Die Schanzer machten damit die Sensation perfekt. Denn Ingolstadt, in der Hauptrunde nur Neunter, warf damit den Hauptrundensieger und großen Titel-Favoriten Hamburg raus. Für die Hanseaten ist die Saison damit beendet und die Enttäuschung beim Team von Coach Benoit Laporte dürfte riesengroß sein.

Dabei erwischten die Hanseaten im „Do-or-Die“-Spiel einen Start nach Maß. Hamburg kam richtig gut rein in die Partie und war zu Beginn die bessere Mannschaft. Folgerichtig gelang Garrett Festerling in der fünften Spielminute das 1:0 für die Freezers. Die Hoffnung auf ein alles entscheidendes siebtes Spiel in der eigenen Arena war also wieder zurück.
Doch Ingolstadt schlug wie aus dem Nichts zurück. Ex-Eisbären-Stürmer Christoph Gawlik setzte sich hinter dem Tor klasse durch und überwand Freezers-Goalie Sébastien Caron am kurzen Pfosten – 1:1 (8.). Nur 25 Sekunden später hatte der ERCI den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Wieder erkämpfte sich Ingolstadt die Scheibe hinter dem Tor, es folgte der Pass auf Michel Périard und der nahm genau Maß – 2:1 (8.). Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Drittelpause.

Im Mitteldrittel versuchten beide Mannschaften defensiv sicher zu stehen und wenig zuzulassen. Klappte auch gut, denn Chancen waren im zweiten Drittel nicht viele vorhanden. Es sollte bis zur 35. Spielminute dauern, ehe ein weiterer Treffer in dieser Partie fiel. In Überzahl traf Robert Sabolic zum 3:1 für die Hausherren. Die Freude beim ERCI und den Fans der Schanzer war riesengroß, alle träumten schon vom ersten Finale in der Vereinsgeschichte. Doch relativ schnell wurden Mannschaft und Fans aus diesen Final-Träumen gerissen. Denn nur 21 Sekunden nach dem 3:1 konnten die Freezers wieder verkürzen. Adam Mitchell mit der schnellen Antwort der Hamburger – 3:2 (35.). Dieser Spielstand war zugleich auch der Pausenstand in der ausverkauften Saturnarena.

Hamburg hatte also noch 20 Minuten Zeit, das drohende Saison-Aus abzuwenden. Doch egal, was sich die Hamburger in der Pause für den Schlussabschnitt vorgenommen hatten, es wurde erst einmal von den Hausherren zerstört. Denn nach einem Scheibenverlust der Freezers in der neutralen Zone konnte John Laliberte frei auf Sébastien Caron zulaufen und auf 4:2 erhöhen (43.).
Hamburg versuchte in der Folgezeit alles, um hier wieder zurück ins Spiel zu kommen. Die Hanseaten konnten sich immer wieder im Drittel der Panther fest setzen. Doch ERCI-Goalie Timo Pielmeier entnervte die Hamburger Spieler reihenweise.
Hamburg versuchte zum Schluss alles, Coach Benoit Laporte nahm Goalie Sébastien Caron vom Eis. Und mit einem Mann mehr gelang Thomas Oppenheimer in der 59. Spielminute tatsächlich noch der hoch verdiente Anschlusstreffer – 4:3.
113 Sekunden waren noch zu spielen, Hamburg nahm kurze Zeit später wieder Caron vom Eis, doch dieses Mal ohne Erfolg. Travis Turnbull versenkte die Scheibe 40 Sekunden nach dem Anschlusstreffer im verwaisten Hamburger Tor und sorgte somit für die endgültige Entscheidung – 5:3 (59.).

Für den ERC Ingolstadt ist es also genau zum richtigen Zeitpunkt der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Denn die Schanzer feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Zudem sorgten die Panther für ein Novum in der DEL. In der 20-jährigen DEL-Geschichte hat es noch nie eine Mannschaft, die in der Hauptrunde Neunter wurde, am Ende ins Finale geschafft. Dem ERC Ingolstadt ist dieses Kunststück nun gelungen. Und der Weg der Panther ist noch nicht zu Ende. Vielleicht werden die Schanzer ja nun auch die erste Mannschaft, die als Neuntplatzierte der Hauptrunde am Ende Deutscher Meister wird.

Play-Off-Halbfinale/Spiel 5: Hamburg gewinnt mit 2:0 gegen Ingolstadt und wendet das Saisonaus vorerst ab

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200px-Hamburg-freezers_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDer Hauptrundensieger hat das vorzeitige Saisonende abgewendet. Die Hamburg Freezers gewannen am Freitagabend Spiel Fünf der Play-Off-Halbfinalserie gegen den ERC Ingolstadt mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) und konnten somit in der Serie auf 2:3 verkürzen. Ingolstadt hat nun am Sonntag in eigener Halle erneut Matchball, kann dann die Serie zu und den Final-Einzug perfekt machen.

Für Hamburg war es ein „Do-or-Die“-Spiel. Dementsprechend nervös agierten die Hausherren zu Beginn. Die Hanseaten brauchten eine Weile, ehe sie zu ihrem Spiel fanden. Als die Freezers im Spiel drin waren, hatte Adam Mitchell die erste Chance zur Führung, doch der Pfosten stand im Weg. Besser machte es Christoph Schubert, der die Mannen von Coach Benoit Laporte in der 11. Spielminute mit 1:0 in Front brachte. Dieser Spielstand war zugleich auch der Pausenstand nach den ersten 20 Minuten.

Im Mitteldrittel erspielten sich beide Mannschaften jede Menge Torchancen, wobei die Schanzer ein leichtes Übergewicht hatten. Doch Tore konnten beide Mannschaften nicht erzielen, weshalb es auch nach 40 Minuten beim knappen 1:0 für Hamburg blieb.

Ingolstadt hatte nun also noch 20 Minuten Zeit, den Ausgleich zu erzielen und die Serie noch heute zu beenden. Dementsprechend engagiert traten die Panther im Schlussdrittel auch auf, doch Freezers-Goalie Sébastien Caron hatte etwas dagegen, parierte einfach jeden Schuss der Ingolstädter. ERCI-Coach Niklas Sundblad riskierte am Ende alles und nahm seinen Goalie Timo Pielmeier zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Das nutzten allerdings die Hanseaten zur Entscheidung. Goalie Sébastien Caron spielte den Puck zu Matt Pettinger und der hatte keine Probleme, den Puck im leeren Tor unterzubringen – 2:0 (59.). Die Partie war damit entschieden und Hamburg zurück in der Serie.

Play-Off-Stand: 2:3

DEL-Play-Off-Halbfinale/Spiel 2: Ingolstadt mit Kantersieg gegen Hamburg – Köln schlägt in Wolfsburg zurück

1435_DEL_Kombilogo_Playoffs2014Am Freitagabend standen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die zweiten Spiele der Play-Off-Halbfinalserien auf dem Programm. Und die beiden Favoriten Hamburg und Köln standen dabei bereits gehörig unter Druck. Denn beide Mannschaften hatten zum Halbfinal-Auftakt am Mittwoch zu Hause verloren und damit den Heimvorteil abgegeben. Vorrunden-Primus Hamburg konnte am Freitag nicht zurückschlagen, Köln jedoch schon. Während die Hanseaten in der Serie nun also schon mit 0:2 hinten liegen, konnten die Domstädter zum 1:1 ausgleichen.

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg200px-Hamburg-freezers_svgDer ERC Ingolstadt hat am Freitagabend einen weiteren Schritt Richtung DEL-Finale gemacht. Die Schanzer gewannen auch das zweite Spiel der Halbfinalserie gegen die Hamburg Freezers. Dem 3:1-Auswärtssieg von Mittwoch ließen die Mannen von Coach Niklas Sundblad nun einen souveränen 5:0 (0:0, 2:0, 3:0)-Kantersieg folgen. Der Außenseiter Ingolstadt führt damit also bereits mit 2:0 in der Serie gegen den großen Favoriten Hamburg.

Im ersten Drittel waren beide Mannschaften sehr auf die Defensive bedacht, weshalb es nicht viele nennenswerte Torraumszenen gab. Wenn es doch einmal brenzlig wurde vor den beiden Toren, waren die beiden Torhüter Timo Pilemeier (ERCI) und Dimitrij Kotschnew (HHF) zur Stelle. Folgericht endete das erste Drittel also 0:0.
Im zweiten Drittel war weitestgehend das selbe Bild zu sehen. Mit dem Unterschied, dass es nun ein wenig mehr Torraumszenen gab und zudem auch Tore fielen. Doch es dauerte bis zur 35. Spielminute, ehe die Hausherren erstmals jubeln konnten. Travis Turnbull schloss einen Alleingang perfekt ab – 1:0. 59 Sekunden später war es Christoph Gawlik, der das 2:0 nachlegen konnte. Ein schneller Doppelschlag der Hausherren, der die Freezers sichtlich schockte. Beim Stand von 2:0 ging es in die die zweite Drittelpause.
Egal, was sich die Mannen von Coach Benoit Laporte für den Schlussabschnitt vorgenommen hatten, es wurde sehr früh zerstört. Denn nach nur 41 Sekunden gelang Travis Turnbull mit seinem zweiten Treffer am Abend das 3:0 für die Schanzer (41.). Hamburg versuchte am Ende alles und nahm sehr früh Torhüter Dimitrij Kotschnew aus dem Tor. Brachte auch nichts mehr, denn Robert Sabolic nutzte das leere Tor aus und netzte zum 4:0 ein (56.). Kotschnew kehrte zwar zurück in sein Tor, doch er musste noch einen weiteren Treffer schlucken. Jared Ross sorgte zweieinhalb Minuten vor dem Ende für den Schlusspunkt un dieser Partie – 5:0 (58.).
Timo Pielmeier feierte einen Shut-out, wehrte alle 28 Torschüsse der Hamburger ab.

Play-Off-Stand: 2:0

125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logo130px-Koelner-haie-logo_svgDie Grizzly Adams Wolfsburg wollten an die Leistung vom Spiel in Köln anknüpfen und den zweiten Sieg einfahren. Klappte jedoch nicht wirklich, denn die Kölner Haie gewannen mit dem selben Ergebnis wie Wolfsburg am Mittwoch in der Domstadt. Mit 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) gewannen die Mannen von Coach Uwe Krupp bei der Mannschaft von Coach Pavel Gross.

Dabei fing alles so gut an für die Niedersachsen. Marco Rosa hatten die Grizzlies in der fünften Spielminute mit 1:0 in Führung geschossen. Doch die Hausherren konnten sich nur 46 Sekunden über die Führung freuen. Denn Mirko Lüdemann gelang der schnelle 1:1-Ausgleich für Köln (6.). Bei diesem Spielstand blieb es letztendlich auch bis zum Ende des ersten Drittels.
Im Mitteldrittel hatten die Niedersachsen zwar ein leichtes Chancen-Übergewicht, doch die Tore erzielten die Kölner. Mika Hannula brachte die Haie in der 24. Spielminute erstmals an diesem Abend in Führung – 2:1. Acht Minuten später war es Philip Riefers, der auf 3:1 erhöhen konnte (32.). Köln ging also mit einer Zwei-Tore-Führung in die zweite Drittelpause.
Relativ früh im Schlussdrittel wurden sämtliche Hoffnungen der Hausherren im Keim erstickt. Denn Chris Minard sorgte bereits in der 43. Spielminute für das 4:1 und hatte die Partie somit praktisch entschieden.

Play-Off-Stand: 1:1

Eisbären Berlin: Der Saison-Rückblick 2013/2014

Da war die Eisbären-Welt noch in Ordnung. Spiel Eins der Pre-Play-Off-Serie hatten unsere Jungs mit 1:0 gegen den ERC Ingolstadt gewonnen. (Foto: black corner 2007)

Da war die Eisbären-Welt noch in Ordnung. Spiel Eins der Pre-Play-Off-Serie hatten unsere Jungs mit 1:0 gegen den ERC Ingolstadt gewonnen. (Foto: black corner 2007)

Neun Tage ist es nun her, dass die Saison 2013/2014 für die Eisbären Berlin ein jähes Ende fand. Im entscheidenden dritten Pre-Play-Off-Spiel verloren die Berliner Freitag vor einer Woche auf eigenem Eis mit 2:3 n.V. gegen den ERC Ingolstadt. Mit dem frühen Saisonende musste man nach dem Verlauf der Hauptrunde rechnen. Denn der Titelverteidiger durchlebte eine Hauptrunde mit vielen Tiefen und wenigen Höhen, konnte einfach zu selten überzeugen und hatte sich am Ende eben nicht mehr verdient als die Teilnahme an den Pre-Play-Offs. Auch diese erreichte man erst dank eines starken Schlussspurts. Gestern verabschiedeten sich die Spieler bei der Saisonabschlussfeier in die Somemrpause. Wir wollen aber noch einmal einen Rückblick auf die abgelaufene DEL-Saison der Eisbären Berlin werfen.

Nach der Saison 2012/2013 und dem dritten DEL-Meistertitel in Folge verabschiedete sich Erfolgscoach Don Jackson. Die lange Suche nach seinem Nachfolger begann. Eigentlich konnte nur ein einziger Trainer als Nachfolger vom erfolgreichsten Coach in der Vereinsgeschichte der Eisbären in Frage kommen – Jeff Tomlinson. Der war einst als Spieler aktiv in der Hauptstadt und trainierte später auch den Nachwuchs der Berliner.
Doch ehe die Eisbären einen neuen Trainer vorstellten, verging eine ewige Zeit. Immer wieder tauchten neue Namen in der Gerüchteküche auf. Am Ende wurde es dann aber tatsächlich und eigentlich auch wie erwartet Jeff Tomlinson. Ihn stellte man relativ spät vor. Am 29. Juli 2013 fand die Vorstellung von Jeff Tomlinson als neuer Chefcoach der Eisbären statt.

Da hatte die Mannschaft das Sommertraining längst aufgenommen. Manager Peter John Lee sowie sein Sohn Chris waren dafür verantwortlich. Nur leider machten die Beiden ihren Job wohl nicht gut genug. Denn wie „Tommer“ bei einem Fan-Dialog im Januar sagte, hatte er die Mannschaft damals in einem sehr schlechten Zustand übernommen. Das waren überhaupt nicht die Eisbären, die er in Erinnerung hatte. Er war damals sichtlich geschockt vom Zustand „seiner“ Eisbären.
Insofern hatten also auch Manager Peter John Lee und sein Sohn Chris maßgeblichen Anteil an dieser schlechten Saison der Hauptstädter. Denn im Sommertraining wird ja bekanntlich der Grundstein für jede Saison gelegt. Jeff Tomlinson konnte man dafür nicht verantwortlich machen.
Doch spätestens, als „Tommer“ den Fitness-Zustand der Spieler gesehen hatte, hätte er eingreifen müssen. Ob er dies tat, können wir natürlich nicht sagen.

Vom schlechten Zustand der Mannschaft merkte man beim ersten European-Trophy-Spiel am 13. August aber nicht wirklich viel. Denn die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson gewann ihr Auftaktspiel bei Kärpät Oulu überraschend deutlich mit 4:0. Man feierte also einen perfekten Start in die European Trophy. Für die Eisbären ging es in der Trophy diesmal jedoch nicht um viel, denn als Gastgeber des Finalturnieres war man bereits für das Red Bulls Salute qualifiziert.

Die Leistung vom Spiel in Oulu konnte die Mannschaft in den darauf folgenden drei Spielen nicht bestätigen und

Die O2 World kurz vor dem Einlauf der Eisbären Berlin zum esten Saison-Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters am 2. Spieltag. (Foto: black corner 2007)

Die O2 World kurz vor dem Einlauf der Eisbären Berlin zum ersten Saison-Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters am 2. Spieltag. (Foto: black corner 2007)

ging in allen drei Spielen als Verlierer vom Eis – 1:4 vs. Lulea, 0:2 in Pilsen, 1:2 n.P. in Brno.
Ende August/Anfang September folgte die Rückkehr in den Wellblechpalast. An alter Wirkungsstätte trafen die Eisbären auf Mountfield HK und Red Bull Salzburg (mit Trainer Don Jackson). Die Berliner konnten beide Spiele gewinnen (4:1 vs. Mountfield/5:4 vs. Salzburg), doch auch in diesen beiden Spielen wurden die spielerischen Defizite sichtbar.
Zum Abschluss traf man dann noch zweimal auf den Liga-Rivalen Hamburg Freezers. Gegen die Hanseaten verloren die Eisbären beide Spiele – 4:6 in Berlin, 2:6 in Hamburg. Beim Spiel in Hamburg erlebte man im zweiten Drittel ein wahres Debakel, als man dieses Drittel mit 0:5 verlor.

Nach Abschluss der Vorrunde in der European Trophy lagen die Eisbären Berlin in der North Division mit zehn Punkten nur auf dem siebten Platz. Rein sportlich gesehen hätte man die Qualifikation für das Red Bulls Salute also deutlich verpasst. Doch als Gastgeber war man ja wie bereits erwähnt schon für das Finalturnier qualifiziert.

Fünf Tage nach dem letzten Vorrundenspiel in der European Trophy bei den Hamburg Freezers begann die DEL-Saison für die Eisbären Berlin mit einem Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt. Die Schanzer gehörten in dieser Saison zum erweiterten Favoritenkreis. Und nach den beiden Auftritten gegen Hamburg am vergangenen Wochenende musste man mit dem Schlimmsten rechnen.

Julian Talbot trifft zum 5:4 gegen Iserlohn im ersten Heimspiel der neuen DEL-Saison. (Foto: black corner 2007)

Julian Talbot trifft zum 5:4 gegen Iserlohn im ersten Heimspiel der neuen DEL-Saison. (Foto: black corner 2007)

Doch es sollte alles anders kommen. Die Berliner waren zwar nicht die bessere Mannschaft, aber die effektivere am Ende. So gewann man das Spiel beim ERCI knapp mit 3:2. Zwei Tage später gewann man dann auch das erste Heimspiel gegen Iserlohn mit 7:5. Der Saisonstart war mit zwei Siegen und sechs Punkten also geglückt. Die schlechte Vorbereitung in der European Trophy anscheinend vergessen. Die Spieler dachten sich nun, dass alles schon wieder von alleine laufen würde und man in der Lage sei, jedes Team zu schlagen.

Was auch Jeff Tomlinson beim besagten Fan-Dialog im Januar diesen Jahres bestätigte. Er sprach davon, dass man zu arrogant in die Saison gegangen sei. Gerade nach dem guten Saisonstart mit den beiden Siegen hatte sich die Arroganz bei den Spielern eingeschlichen. Und so kam das, was kommen musste. Die Eisbären verloren die folgenden fünf Spiele in Folge. Negativer Höhepunkt war die 1:3-Niederlage bei der Düsseldorfer EG.

Die Niederlagenserie konnte man dann zwar in Schwenningen stoppen, doch beim DEL-Rückkehrer quälte man sich zu einem 3:2-Sieg n.P. In den folgenden Wochen konnte die Mannschaft keine konstante Leistung zeigen, Siege und Niederlagen wechselten sich immer ab, mehr als zwei Siege am Stück schaffte man nicht und zwischenzeitlich fand man sich sogar am Tabellenende wieder. In der Hauptstadt wurde das Krisen-Gerede immer größer und der Trainer geriet immer mehr in die Kritik. Das 0:8-Debakel bei den Grizzly Adams Wolfsburg brachte schließlich das Fass zum überlaufen.

Immer lauter wurden die Rufe nach der Entlassung von Coach Jeff Tomlinson. Die Presse und auch ein Großteil der Fans sahen in Tomlinson den Alleinschuldigen für den miserablen Saisonstart der Eisbären. Doch das war nicht fair gewesen. Denn „Tommer“ konnte man keinesfalls die alleinige Schuld dafür geben. Denn zum Einen hatte die Mannschaft mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Jeff Tomlinson war also immer wieder dazu gezwungen, seine Reihen umzubauen. Teilweise musste die Berliner ohne neun Spieler auskommen. Zum Anderen waren es aber auch die Spieler, die einfach nicht ihre beste Leistung abrufen konnten.
In der abgelaufenen Saison blieben sehr viele Spieler hinter ihren Erwartungen zurück. Von einem Jimmy Sharrow, einem Florian Busch, einem Mads Christensen, einem Matt Foy oder aber einem Daniel Weiß musste man einfach mehr erwarten. Es waren aber weitaus noch mehr Spieler, die einfach nicht das auf dem Eis zeigten, was sie eigentlich konnten.
Man hatte das Gefühl, als ob die Spieler keine richtige Lust hatten, dass sie einfach „satt“ waren nach den vielen Meisterschaften in den letzten Jahren.

Ein weiteres Problem, mit dem die Eisbären zu kämpfen hatten, war aber auch die mangelnde Konzentration. Man schaffte es einfach zu selten, mal über 60 Minuten hoch konzentriert zu Werke zu gehen. Immer wieder spielte man nur ein Drittel lang konzentriert, verlor danach aber völlig den Faden. Bestes Beispiel war da das eine Gastspiel in München, als man den Gegner klar dominierte und relativ früh mit 2:0 führte. Mitten im ersten Drittel hörten die Jungs dann einfach auf, Eishockey zu spielen. Prompt wurde München stärker und gewann am Ende auch noch die Partie. Das Problem mit der Konzentration zog sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison.

Zu wenige Spieler konnte ihre Leistung wirklich abrufen. Ein Rob Zepp (s. Foto rechts) z.B, der das ein oder andere Spiel fast im

Eisbären-Goalie Rob Zepp war einer der wenigen Spieler, die ihre Leistung abrufen konnten. (Foto: black corner 2007)

Eisbären-Goalie Rob Zepp war einer der wenigen Spieler, die ihre Leistung abrufen konnten. (Foto: black corner 2007)

Alleingang gewann. Aber er hielt die Mannschaft auch sehr oft im Spiel, teilweise mit spektakulären Paraden. Aber Zepp wurde leider auch zu oft alleine gelassen von seinen Vorderleuten, so das „Zepper“ manchmal einfach auch machtlos war.
Und auch die beiden Stürmer T.J. Mulock sowie Kapitän André Rankel waren Lichtblicke in dieser katastrophalen Saison. Mulock sammelte starke 48 Scorerpunkte, Rankel sammelte in seinen 30 Spielen in der Hauptrunde starke 31 Punkte. Aber es waren eben einfach zu wenige Spieler, die ihre beste Leistung zeigten.

Auch die Personalpolitik von Manager Lee war nicht wirklich erfolgreich. Von den Neuzugängen wussten lediglich Shawn Lalonde und Mark Bell zu überzeugen. Beide sammelten 30 Scorerpunkte, wobei Bell deutlich weniger Spiele dafür brauchte (32) als Lalonde (47). Von Casey Borer und Kris Sparre hatte man deutlich mehr erwartet, beide blieben jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Um aber wieder zurück auf den Saisonverlauf zu kommen. Mitte der Saison hatten sich die Eisbären zu mindestens zu Hause gefangen, feierten auf eigenem Eis sieben Siege in Folge. Nur halfen diese Erfolge nicht viel, denn auswärts konnte man einfach nicht nachlegen. Die Auswärtsschwäche war auch so ein Problem der Hauptstädter in der abgelaufenen Saison. Nur zehn Siege gelangen in der Hauptrunde auf fremden Eis, sechs Siege davon gelangen in der regulären Spielzeit.

Immer, wenn man dann das Gefühl hatte, jetzt könnte es bergauf gehen, kamen wieder schlechte Spiele hinzu. Der Mannschaft gelang es einfach zu selten, mal konstant gute Leistungen zu zeigen, Konnte man in einem Spiel überzeugen, machte man sich alles im darauf folgenden Spiel wieder kaputt. Weil man da wieder Fehler machte, die man im Spiel zuvor noch erfolgreich vermieden hatte. So war es der Mannschaft gar nicht möglich, sich in der Tabelle weiter nach oben zu kämpfen.

In der Liga lief es für die Eisbären also überhaupt nicht rund und so wollte man sich zu mindestens im Europapokal den Titel sichern. Als Gastgeber des Red Bulls Salute wollte man den European-Trophy-Pokal Mitte Dezember in der Hauptstadt behalten. Doch die Konkurrenz aus Schweden und Finnland war einfach zu stark. Gegen Färjestads BK verlor man deutlich mit 0:4. Gegen die Frölunda Indians gewann man dann zwar mit 4:3, doch war diese Partie bereits bedeutungslos, da das Finale nicht mehr zu erreichen war.

Nach dem kurzen internationalen Ausflug kehrten die Eisbären Berlin wieder zurück in den Liga-Alltag. Dorthin brachte man aber neue Verletzte mit. So fiel z.B. Stammgoalie Rob Zepp für einige Zeit aus. Sein Back-up Sebastian Elwing konnte leider nicht wirklich überzeugen.
Zum Jahresende/Jahresbeginn verloren die Eisbären vier Spiele in Folge. Diese Niederlagenserie konnte man dann dank eines sehr starken Wochenendes aber beenden. Gegen Mannheim gewann man zu Hause mit 3:2 und in Krefeld setzte man sich überraschend deutlich mit 7:3 durch.

Nach diesen beiden starken Auftritten war die Hoffnung in Berlin zurück. Doch sie hielt nicht lange, denn die darauf folgenden fünf Spiele wurden wieder allesamt verloren. Dadurch geriet die Qualifikation für die Pre-Play-Offs arg in Gefahr. Es kam zu jenem Fan-Dialog mit Trainer Jeff Tomlinson, der sich zu diesem Termin übrigens selbst eingeladen hatte. Er wollte den Fans Rede und Antwort stehen.

Dort zog „Tommer“ sein Fazit zum bisherigen Saisonverlauf und gab zu, dass er Fehler gemacht habe. U.a. habe er den Youngsters zu spät das Vertrauen geschenkt. Die ganze Mannschaft habe Fehler gemacht. Dadurch kam es, dass man so schlecht in der Tabelle dar stand. Doch Jeff Tomlinson zeigte sich kämpferisch, meinte, es seien nun noch zehn Spiele zu absolvieren, in denen man noch 30 Punkte holen kann.

Mit einem 6:1 gegen die Ausgbruger Panther machen die Eisbären Berlin die Pre-Play-Off-Qualifikation endgültig klar. (Foto: black corner 2007)

Mit einem 6:1 gegen die Ausgbruger Panther machen die Eisbären Berlin die Pre-Play-Off-Qualifikation endgültig klar. (Foto: black corner 2007)

Und tatsächlich starteten die Eisbären eine furiose Aufholjagd in den restlichen zehn Hauptrundenspielen. Zum Auswärtsspiel in Iserlohn kehrten vier wichtige Leistungsträger zurück in den Kader (Rob Zepp, André Rankel, Barry Tallackson und Julian Talbot). Diese Jungs brachten den Schwung und das Selbstvertrauen zurück in die Mannschaft, die fortan neun der letzten zehn Spiele gewann und 27 von 30 möglichen Punkten holte. Zunächst waren es drei Siege in Folge. Es folgte ein kleiner Dämpfer in Straubing, als man nach Penaltyschießen verlor. Doch die letzten sechs Hauptrundenspiele wurden allesamt gewonnen und so sicherten sich die Eisbären dank ihrer stärksten Saisonphase doch noch einen Platz in den Pre-Play-Offs. Dort hatte man sich zudem auch noch das Heimrecht gesichert.

Es schien fast so, als ob die Mannschaft genau zum richtigen Zeitpunkt ihre Form wieder gefunden hätte. Als man dann auch noch das erste Pre-Play-Off-Spiel gegen Ingolstadt zu Hause mit 1:0 gewann, träumten alle in Berlin schon vom Viertelfinale gegen den Erzrivalen aus Hamburg.
Doch es sollte alles ganz anders kommen. Spiel Zwei verloren die Berliner in Ingolstadt mit 1:4. Im entscheidenden dritten Spiel führte man dann bis kurz vor Schluss mit 2:1 gegen die Panther. Doch der ERCI konnte noch ausgleichen und sorgte anschließend in der Verlängerung für die Entscheidung und das frühe Saisonaus der Eisbären Berlin.

Ein frühes Saisonaus, mit dem man nach der Saison einfach rechnen musste. Die Mannschaft hätte einfach nicht mehr verdient gehabt. Man hatte zwar genau zum richtigen Zeitpunkt (Ende der Hauptrunde) die stärkste Saisonphase, doch täuschten die Ergebnisse nur über die eigentliche Leistung hinweg. Denn trotz der neun Siege aus zehn Spielen war die Leistung in den Spielen meistens eher dürftig. Und bei der Mannschaft hatte sich anscheind die Lockerheit und Arroganz wieder eingeschlichen nach dem 1:0 im ersten Pre-Play-Off-Spiel. Da hatte man wahrscheinlich schon vom Viertelfinale gegen Hamburg geträumt, ohne die richtigen Schlüsse aus dem Spiel zu ziehen. Denn der Sieg gegen den ERCI war mehr als glücklich, Ingolstadt war in der Partie eigentlich die bessere Mannschaft. Vor allem im Mitteldrittel. Wenn Rob Zepp nicht so einen Sahne-Tag gehabt hätte, wäre wohl bereits Spiel Eins verloren gegangen.

Wenn man überhaupt etwas Positives aus dieser Saison mitnehmen will, dann ist es die Leistung der

Youngster Jonas Schlenker wusste bei seinen Einsätzen zu überzeugen. (Foto: black corner 2007)

Youngster Jonas Schlenker wusste bei seinen Einsätzen zu überzeugen. (Foto: black corner 2007)

Youngsters. Henry Haase und Alex Trivellato haben ihre Sache in der Defensive sehr gut gemacht. Zudem wussten auch Jonas Schlenker (s. Foto rechts), Jonas Müller und Sven Ziegler zu überzeugen. Wenn sie eingesetzt wurden, konnten auch die drei Spieler gute Ansätze zeigen. Die Youngsters sind die Zukunft des Vereins. Ihnen traut man zu, irgendwann einmal die neue „1985er-Generation“ zu werden.

Wobei man sagen muss, dass die Jungs aus der „1985er-Generation“ es bisher nicht geschafft haben, in die großen Fußstapfen ihrer Vorgänger Sven Felski, Stefan Ustorf, Mark Beaufait, Denis Pederson und Steve Walker zu treten. Auch das ist mit ein Grund, weshalb es für die Eisbären Berlin in dieser Saison nur für die Pre-Play-Off-Teilnahme gereicht hat.