Transfersplitter: München holt NHL-Star – Krefeld holt Courchaine – Wolfsburg testet Mercier

Nun hat auch der EHC Red Bull München einen NHL-Spieler verpflichtet. München nahm Stürmer Blake Wheeler für die Zeit des Lockouts unter Vertrag. Der 26-jährige US-Amerikaner spielt sonst für die Winnipeg Jets in der NHL. Dort erzielte er letzte Saison in 80 Spielen 64 Scoerpunkte. Damit war er der Top-Scorer seiner Mannschaft gewesen. In der besten Liga der Welt absolvierte Wheeler bisher 345 Spiele, in denen er 75 Treffer erzielte und 122 weitere Treffer vorbereitete. Wheeler, der in München die Nummer 27 erhält, wird am Freitag beim Gastspiel in Düsseldorf sein Debüt in der DEL geben.

Der US-Amerikaner freut sich jedenfalls schon auf seine neue Aufgabe:

Der Club hat sich sehr um mich bemüht, das habe ich natürlich zur Kenntnis genommen. Auf die für mich neue Herausforderung, für München in der DEL zu spielen, freue ich mich schon sehr.

Einen DEL-erfahrenen Stürmer haben die Krefeld Pinguine verpflichtet. Ex-DEG-Stürmer Adam Courchaine geht ab sofort für die Seidenstädter auf Torejagd. In der DEL aboslvierte 28-jährige Stürmer bereits 277 Spiele, in denen er 103 Treffer erzielte und 118 weitere Treffer vorbereitete. Courchaine wird beim Gastspiel der Pinguine in Berlin (16.11.12) sein Debüt für Krefeld geben.

 

Die Grizzly Adams Wolfsburg haben zwar keinen Spieler verpflichtet, testen dafür aber einen. Stürmer Justin Mercier absolviert derzeit in Probetraining beim Tabellenletzten. Der Stürmer spielte zuletzt in der AHL für die Lake Erie Monsters. In 227 AHL-Spielen gelangen ihm 42 Tore und 39 Torvorlagen. In der NHL aboslvierte er bisher neun Spiele. Dabei erzielte er einen Treffer und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Der nächste deutsche NHL-Spieler wechselt in die DEL

Mit dem ERC Ingolstadt hat sich der nächste Verein aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit einem NHL-Spieler verstärkt. Die Oberbayern verpflichteten heute den deutschen Verteidiger Alexander Sulzer. Der 28-jährige Sulzer spielt sonst bei den Buffalo Sabres und wird nun für die Zeit des Lockouts das Trikot der Oberbayern tragen.Sulzer hatte sich zuletzt in München fit gehalten und in Düsseldorf mit trainiert, doch nun wechselt er also zu den Panthern nach Ingolstadt.

Beim ERCI ist man über den Transfer natürlich mehr als glücklich. ERCI-Sportdirektor Giacinto Boni äußerte sich gegenüber der Eishockey NEWS wie folgt:

Wir freuen uns, dass wir einen Spieler wie Alexander Sulzer hier in Ingolstadt spielen sehen können. Wenn du als Club die Chance hast, einen deutschen, ja sogar bayerischen Spieler für die Zeit des Lockouts zu kriegen, musst du zuschlagen. Es war für uns wichtig, dass wir keine Ausländerlizenz vergeben müssen. Er passt in unser Konzept, verstärkt die Mannschaft und es ist auch für die Fans und unsere Kinder in den Jugendmannschaften etwas Besonderes, wenn ein Spieler aus der NHL in der Saturn Arena unser Trikot trägt.

Alexander Sulzer ist damit der siebte NHL-Spieler, der während des Lockouts in der DEL spielen wird. Neben ihm spielen noch Claude Giroux, Daniel Briére (beide Berlin), Jamie Benn (Hamburg), Christian Ehrhoff (Krefeld), Dennis Seidenberg und Marcel Goc (beide Mannheim) in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Update: Offizielle Bestätigung – Transfercoup: Eisbären verpflichten NHL Stars Claude Giroux und Daniel Brierre!

Update vom 07. Oktober 2012 12:43:

Die Eisbären Berlin haben die Verpflichtung der beiden NHL-Stars auf ihrer Homepage offiziell bestätigt: Link zur Meldung
 

 

Ursprungsnachricht vom 04. Oktober 2012 21:55: 

Nun haben also auch die Eisbären Berlin zugeschlagen und zwei Spieler aus der NHL verpflichtet. Laut Informationen von ESPN wechseln für die Zeit des Lockouts die beiden Stürmer Claude Giroux und Daniel Briere in die Hauptstadt. Beide kommen von den Phliadelphia Flyers. Eine offizielle Bestätitgung seitens der Eisbären steht noch aus, aber der Agent der beiden Spieler, Pat Brisson, bestätigte den Transfercoup bereits und fügte hinzu:

Es war ein nettes Angebot, gemeinsam für eine gute Organisation in Europa zu spielen

Mit diesen beiden Spielern sind den Eisbären zwei „dicke Fische“ ins Netz gegangen. Giroux (24 Jahre) zählt derzeit zu den aktuellen Superstars in der NHL und erzielte in der abgelaufenen NHL-Saison starke 110 Scorerpunkte. Er wurde in den letzten beiden Jahren jeweils ins All-Star-Team gewählt. Giroux hat bis heute 336 NHL-Spiele absolviert, in denen er 99 Tore erzielte und 199 weitere Treffer vorbereitete.

Briere ist zehn Jahre älter als Giroux und erzielte in der abgelaufenen NHL-Saison 62 Scorerpunkte. Briere hat bereits 922 Spiele in der besten Liga der Welt absolviert. 330 Tore erzielte er und 422 Treffer bereitete er vor.

Ich denke mal, dass wir uns über diese beiden NHL-Stars definitiv freuen können. Klar, ein Verteidiger wäre in erster Linie wichtiger gewesen. Aber man darf auch nicht vergessen, dass im Sturm mit Darin Olver (fehlt bis November) und Julian Talbot (Ausfalldauer ungewiss) zwei wichtige Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen. Zudem wird Urgestein Sven Felski wohl kein Spiel mehr für die Eisbären bestreiten. Insofern war Manager Peter John Lee auch im Sturm zum handeln gezwungen und das hat er nun wohl auch getan.

Und von solchen zwei Superstars können die jungen Spieler bei den Eisbären sehr viel lernen. Alleine schon durch ihre Anwesenheit kann es durchaus sein, dass die anderen Spieler im Team nun noch einmal eine Schippe drauf legen, um den beiden zu zeigen, was sie können.

Noch steht aber wie bereits erwähnt die offizielle Bestätigung der Eisbären aus. Und da lassen sich die Verantwortlichen der Berliner ja gerne sehr viel zeit. Giroux und Briere wären nach Christian Ehrhoff (Krefeld), Jamie Benn (Hamburg), Marcel Goc und Dennis Seidenberg (beide Mannheim) bereits die Lockout-Spieler Nummer Fünf und Sechs in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

 

Hamburg Freezers verpflichten NHL-Spieler

Nun wechselt auch der erste ausländische Lockout-Spieler in die Deutsche Eishockey Liga (DEL). Die Hamburg Freezers verpflichteten heute Stürmer Jamie Benn. Der 23-jährige kommt von den Dallas Stars, für die er in 222 Spielen 70 Tore erzielte und 90 weitere Treffer vorbereitete. Benn ist nach Christian Ehrhoff (Krefeld), Marcel Goc und Dennis Seidenberg (beide Mannheim) bereits der vierte NHL-Spieler,der während des Lockouts in der DEL spielen wird.

Jamie Benn soll, wenn alles klappt, bereits am Freitag im Heimspiel gegen die Adler Mannheim sein DEL-Debüt feiern. Sportdirektor Stéphane Richer äußerte sich zu dem Transfer wie folgt:

Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, mit Jamie Benn einen absoluten Top-Spieler aus der NHL zu verpflichten. Er verfügt über alle offensiven Fähigkeiten, ist sehr torgefährlich, technisch und körperlich stark. Darüber hinaus ist er mit 23 Jahren noch jung und entwicklungsfähig. Jamie freut sich sehr auf seine Aufgabe in Hamburg und ist froh, dass die Spielpause nun für ihn beendet ist. Wenn die Lizensierung normal verläuft, können wir ihn direkt am Freitag beim Heimspiel gegen Mannheim einsetzen.

Nürnberg verpflichtet Ex-NHL-Profi Steven Reinprecht

Die Thomas Sabo Ice Tigers haben am Mittwoch ihren ohnehin schon sehr gut besetzten Kader noch einmal verstärkt. Die Franken verpflichteten den 36-jährigen Stürmer Steven Reinprecht für den Rest der Saison. Reinprecht ist in der DEL kein Unbekannter, denn er absolvierte für die Adler Mannheim bereits 24 Spiele. In dieser Zeit gelangen ihm fünf Tore und elf Torvorlagen.

In der NHL lief Reinprecht 713-mal auf. Er spielte für Los Angeles, Colorado, Calgary, Phoenix und Florida. In der vergangenen Saison war er in der AHL aktiv, wo er für San Antonio und Chicago insgesamt 66 Spiele bestritt. Dabei gelangen ihm 15 Tore, zudem bereitete er 31 weitere Treffer vor.

Nürnbergs Trainer Jeff Tomlinson äußerte sich zur Neuverpflichtung wie folgt:

Steven hat großartige offensive Instinkte, spielt aber auch defensiv mit viel Verantwortung. Mit seinen 713 NHL-Spielen bringt er viel Erfahrung ins Team und ist auch charakterlich super. Er kann alle drei Sturmpositionen spielen, ist bei uns aber erst einmal als Mittelstürmer eingeplant

Mal sehen, wie sich Steven Reinprecht im ohnehin schon starken Kader der Franken einfügen wird. Mit Nürnberg wird man diese Saison definitiv rechnen müssen.