3:4-Niederlage in Nürnberg: Erneut die Chancenverwertung der Knackpunkt – Eisbären mit Null-Punkte-Saisonstart

Das haben sich die Eisbären Berlin sicherlich ganz anders vorgestellt. Der DEL-Rekordmeister unterlag am Sonntagnachmittag vor 5.025 Zuschauern in der Arena Nürnberger Versicherung den Thomas Sabo Ice Tigers mit 3:4 (2:2,0:2,1:0) und legte somit nach dem 2:4 vom Freitagabend gegen Meister München einen Null-Punkte-Saisonstart hin. Wie am Freitag war auch heute wieder die Chancenverwertung u.a. der Knackpunkt, welcher am Ende den Ausschlag gegeben hat. Während die Eisbären 36 Torschüsse abfeuerten, gab Nürnberg nur 26 ab, traf dabei aber sogar noch einmal mehr.

Die Eisbären mussten gleich auf sechs Stammspieler verzichten. Neben den bereits am Freitag fehlenden Marvin Cüpper, Frank Hördler, Constantin Braun, Florian Busch und Marcel Noebels fiel heute nun auch noch Thomas Oppenheimer aus, welcher sich gegen München schwer verletzt hatte und bereits operiert wurde. Maximilian Franzreb hütete erneut das Berliner Tor.

Hinein in den 100. DEL-Vergleich zwischen den Franken und den Berlinern, welche sich in der vergangenen Saison zehnmal gegenüber standen. Viermal verließen die Eisbären das Eis als Sieger, alle Siege gelangen dabei im Playoff-Halbfinale. Nürnberg brennte also auf Revanche.
Die Eisbären kamen gut rein ins Spiel, entfachten sofort viel Druck und brachten die Scheibe immer wieder zum Tor. Schon nach 30 Sekunden hatte Jamie MacQueen einen Schuss von Sean Backman vor dem Tor gefährlich abgefälscht.
Die Eisbären gaben also in der Anfangsphase den Ton an, doch Nürnberg sorgte für das erste Tor an diesem Nachmittag. Patrick Reimer fuhr mit der Scheibe über die blaue Linie ins Angriffsdrittel, zog ab, sein Schuss wurde von Florian Kettemer abgefälscht, so verlor Franzreb die Scheibe aus den Augen und letztendlich fand er sie in seinem Tor wieder – 0:1 (4.). Ein äußerst unglückliches Gegentor für die Mannschaft von Coach Clément Jodoin.
Neun Minuten waren gespielt, als die Berliner erstmals in Unterzahl ran mussten. Bereits da Nürnberg mit guten Gelegenheiten, aber ohne Glück im Abschluss. Als die Eisbären wieder komplett waren, klingelte es dann aber doch im Tor. Jason Bast hatte von der blauen Linie abgezogen, Franzreb konnte den Schuss zwar parieren, aber Chris Brown konnte so lange nachstochern, bis die Scheibe über die Linie ging – 0:2 (11.). Jonas Müller versuchte zwar den Gegentreffer zu verhindern, aber eher halbherzig als entscheidend.
Als die Berliner ihre erste Überzahl der Partie hatten, sollte es ganze neun Sekunden dauern. Jamie MacQueen spielte James Sheppard hinter dem Tor an, der wurde nicht angegriffen, fuhr vors Tor und überwand Niklas Treutle – 2:1 (18.).
Kurz vor der ersten Pause das zweite Überzahlspiel für die Eisbären und erneut zappelte die schwarze Hartgummischeibe im Nürnberger Tor. Über Micki DuPont und Danny Richmond kam die Scheibe zu James Sheppard, welcher von der rechten Seite die Scheibe vor das Tor brachte und wo sie Tyler Aronson unglücklich über die eigene Linie bugsierte – 2:2 (20.). So stand es auch zur ersten Drittelpause nach diesen 20 sehr aufregenden Minuten im Frankenland.

Zwei Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, als Patrick Reimer erneut zum Abschluss kam, mal wieder wurde sein Schuss abgefälscht, aber Maximilian Franzreb, der bereits auf dem Weg in die andere Ecke war, bekam die Fanghand doch noch an den Puck. Starker Save des jungen Goalies.
Direkt im Gegenzug eine gute Chance für die Gäste aus der Hauptstadt. Jonas Müller hatte abgezogen, Treutle konnte nur prallen lassen und Brandon Ranford schoss die Scheibe am halbleeren Nürnberger Tor vorbei.
Dann kam es zur einer spielentscheidenden Phase. Nürnbergs Eugen Alanov mit einem harten Stockcheck gegen Jonas Müller, welcher blutend vom Eis musste, kurze Zeit später aber wieder mit von der Partie war, bekam eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Da allerdings auch Micki DuPont eine Zwei-Minuten-Strafe bekam, hieß es zunächst zwei Minuten 4-gegen-4, wo die Berliner schon zwei gute Möglichkeiten durch Kai Wissmann hatten. Bei der folgenden dreiminütigen Überzahl schossen die Eisbären aus allen Rohren, Niklas Treutle musste mehrfach seine Klasse beweisen. Die Eisbären gaben alles, wollten mit aller Macht die Führung erzielen, aber es gelang ihnen weder in diesem Überzahlspiel noch im direkt darauffolgenden nächsten Powerplay. Fünf Minuten in Folge ein Mann mehr auf dem Eis, zahlreiche Möglichkeiten, aber kein Tor. Das rächt sich immer im Sport. So auch heute.
Shawn Lalonde brachte die Scheibe Richtung Tor, davor blieb sie jedoch hängen und kam irgendwie zu Chris Brown, welcher das halbleere Tor vor sich hatte und sich im Gegensatz zu Ranford die Chance nicht nehmen ließ – 2:3 (31.).
Und das Lalonde einen gewaltigen Schlagschuss hat, sollte man in Berlin eigentlich wissen, schließlich spielte er mal in der Hauptstadt. Den ersten Kracher konnte Franzreb noch parieren, gegen den zweiten Gewaltschuss war der junge Goalie dann aber machtlos – 2:4 (37.).
Unfassbar, die Eisbären mit Chancen über Chancen, doch Nürnberg lag nach 40 Minuten durch ihre gnadenlose Effektivität zwei Tore vorne.

Die Eisbären mussten also im Schlussdrittel noch einmal alles geben, um hier erneut zurückzukommen. Und sie waren auch bemüht, suchten immer wieder den Weg Richtung Niklas Treutle, es fehlte aber weiterhin am Glück im Abschluss. Nürnberg hatte zwischenzeitlich mal ein Powerplay, aber die Unterzahl überstanden die Berliner schadlos.
Nürnberg lauerte nun natürlich auf Konter und Jason Bast hatte so einen, lief alleine auf Franzreb zu, aber der junge Goalie behielt die Nerven und parierte den Alleingang sehr stark.
Acht Minuten vor dem Ende kehrte die Hoffnung ins Eisbären-Lager zurück. Der bisher sehr starke Neuzugang Florian Kettemer mit einem starken Aufbaupass aus dem eigenen Drittel auf Colin Smith, welcher die Scheibe gleich weiter leitete zu Kumpel Brandon Ranford, der zog vor das Tor und guckte Treutle aus – 3:4 (52.).
In den letzten Minuten warfen die Berliner noch einmal alles nach vorne, hatten die letzten zwei Minuten nochmal einen Mann mehr auf dem Eis, nachdem Franzreb sein Tor zu Gunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte. Aber es sollte nichts werden mit dem Ausgleich, Nürnberg brachte das knappe 4:3 über die Zeit.

Und wieder eine Niederlage, die eigentlich unnötig war, aber erneut die Baustellen der Eisbären offen legt. Sie spielen kein schlechtes Eishockey, bringen die Scheiben immer wieder gefährlich zum Tor, erarbeiten sich immer wieder gute Chancen, aber sie machen einfach zu wenig aus ihren teilweise großen Chancen. Und auch wenn man die ersten beiden Überzahlspiele heute genutzt hatte, so muss man auch das Powerplay heute wieder kritisieren. Denn wenn man bei fünf Minuten in Folge (!) mit einem Mann mehr auf dem Eis kein Tor zu Stande bekommt, muss man sich am Ende nicht über die Niederlage beschweren. Zur Verteidigung muss man aber sagen, dass Treutle im Nürnberger Tag auch einen echt guten Tag erwischt und die Chancen somit immer wieder zu Nichte gemacht hat. Dennoch sollte bei einem so langen Powerplay ein Treffer bei raus springen. Zumal Nürnberg danach zweimal eiskalt vor dem Tor zuschlug und zeigte, wie wichtig Effektivität in dieser Liga ist.
Auf das Trainerteam der Eisbären kommt eine weitere Woche mit viel Arbeit zu, denn nun steht man bei sechs Pflichtspielen und sechs Niederlagen. Damit dürfte man in der Hauptstadt keinesfalls zufrieden sein.

2:4 zum Saisonauftakt: Eisbären mit Schwächen im Powerplay und Chancenverwertung – München eiskalt und abgezockt

 

Ausgabe #3:

Die Revanche ist nicht geglückt. Vor 13.030 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof unterlagen die Eisbären Berlin in der Neuauflage der letztjährigen Finalserie dem Meister EHC Red Bull München mit 2:4 (0:1,2:1,0:2) und kassierten inklusive CHL die fünfte Pflichtspiel-Niederlage im fünften Pflichtspiel. Ja, die Eisbären waren bemüht. Ja, sie erspielten sich jede Menge gute Torchancen. Aber die Chancenverwertung war unterirdisch, ebenso das Powerplay. Zudem leistete man sich zu viele leichtsinnige Fehlpässe. So kannst du gegen den dreimaligen Titelträger nicht gewinnen.

Die Eisbären traten ohne Marvin Cüpper, Frank Hördler, Florian Busch und Marcel Noebels an. Trainer Clément Jodoin gab sein Debüt als Coach für die Eisbären. Zudem feierten Mark Cundari, Florian Kettemer, Brendan Ranford, Jason Jaspers und Colin Smith ihre DEL-Premiere im Bären-Trikot. Maximilian Franzreb hütete den Berliner Käfig.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Hausherren fanden gut in die Partie, erspielten sich gleich drei hochkarätige Torchancen in den ersten drei Minuten. Die beste Chance hatte dabei Sean Backman nach 39 Sekunden, als er nur den Pfosten traf. Ein richtig guter Beginn, mit dem München so wohl nicht gerechnet hatte.
Nach sechs Minuten bot sich den Eisbären dann die Chance, erstmals in Überzahl zu spielen. Und nach dem tollen Beginn dachten alle, jetzt muss doch der Führungstreffer fallen. Denkste, denn das Powerplay konnte als solches in diesem Spiel nicht bezeichnet werden. Ich weiß nicht, was die Eisbären im Training machen, Powerplay üben kann es jedenfalls nicht sein. München überstand die Unterzahl also schadlos.
Und was machte der Meister? Der hatte nach 14 Minuten sein erstes Powerplay, konnte dieses zwar nicht nutzen, lag aber dennoch danach in Führung. Denn mit Ablauf der Strafe gegen Jonas Müller war Franzreb das erste Mal an diesem Abend geschlagen. Maximilian Kastner hatte vom Bullykreis aus abgezogen und zum 0:1 getroffen (16.).
So stand es auch nach 20 Minuten, die Eisbären eigentlich das bessere Team mit den besseren Chancen, aber am Ende zählt nicht die Anzahl der Chancen sondern das, was man aus seinen Chancen macht. Und da war München eben besser und lag so nach 20 Minuten vorne.

Das Mitteldrittel begannen die Eisbären in Überzahl, aber lassen wir es, darüber auch nur ein Wort zu

Foto: eisbaerlin.de/walker

verlieren. Und dann kamen die Gäste mal wieder vor das Tor und schon stand es 0:2. Mark Voakes hatte von der blauen Linie abgezogen, sein Schuss blieb hängen und Konrad Abeltshauser schaltete am schnellsten (25.).
Die Eisbären waren nur kurze Zeit geschockt und legten danach den Vorwärtsgang wieder ein. Und bei 4-gegen-4 auf dem Eis sollten sie sich auch belohnen. Danny Richmond fuhr mit der Scheibe ums Tor, legte sie dann quer rüber zu Thomas Oppenheimer, welcher zum 1:2-Anschlusstreffer einnetzen konnte (31.).
20 Sekunden später sollte die Partie für den Torschützen bereits beendet sein. Nach einem harten Check blieb „Oppi“ lange auf dem Eis liegen, verletzte sich wohl dabei an der Schulter und musste die Partie beenden. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte Coach Clément Jodoin, dass Oppenheimer wohl zwei bis drei Monate ausfallen wird. Ein herber Rückschlag für die Berliner. Gute Besserung an dieser Stelle an die Nummer 23.
Aber auch diesen Rückschlag steckten die Eisbären weg. Ausgerechnet Florian Kettemer erzielte in seinem ersten Spiel für die Eisbären den 2:2-Ausgleich gegen seinen Ex-Verein (38.), was zugleich auch der Pausenstand nach 40 Minuten war.

Foto: eisbaerlin.de/walker

München zu Beginn des Schlussdrittels noch in Überzahl, aber sie konnten keinen Nutzen daraus ziehen. Aber beim nächsten Powerplay zappelte der Puck dann doch im Tor. Franzreb konnte den ersten Schuss von John Mitchell nur prallen lassen, Justin Shugg stand goldrichtig und traf zum 2:3 (45.).
Dann der Knackpunkt der Partie. Die Eisbären fast eineinhalb Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis und sie schafften es nicht, München in dieser doppelten Überzahl den Ausgleich einzuschenken. Unfassbar.
Sechs Minuten vor dem Ende sorgten die Gäste dann für die Entscheidung. München bekam einen Penalty zugesprochen, welchen Konrad Abeltshauser eiskalt versenkte – 2:4 (54.).
Danach war der Drops in Berlin gelutscht, die Eisbären zwar weiterhin bemüht, aber Münchens Defensive stand nun sehr kompakt und ließ kaum noch was zu. Am Ende holten sich München also den ersten Dreier der Saison.

Eine Niederlage, die mal wieder die aktuellen Baustellen der Eisbären schonungslos aufdeckt. Man erspielt sich jede Menge gute Chancen, nutzt diese nur zu selten. Man bekommt Überzahlspiele, doch sorgt dort für keinerlei Gefahr. Man leistet sich zu viele einfache Scheibenverluste. Wie eine Spitzenmannschaft spielt, zeigte dagegen der Meister aus München. Eiskalt vor dem Tor und sonst sehr abgezockt, so musst du auswärts bei einem Kontrahenten im Kampf um die Meisterschaft spielen.

Chance zur Revanche: Der Vizemeister empfängt den Meister zur Neuauflage der letztjährigen Finalserie

Das lange Warten hat endlich ein Ende. Morgen Abend startet die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). 141 Tage nach dem siebten Finalspiel in München treffen die Eisbären Berlin zum Saisonauftakt erneut auf den EHC Red Bull München. Den Berlinern bietet sich also gleich am ersten Spieltag der Jubiläumssaison (25. DEL-Saison) die Möglichkeit zur Revanche. Und darauf werden die Eisbären-Spieler brennen, zu schmerzhaft war die alles entscheidende Niederlage im siebten Finalspiel in München. Man war so nah dran am DEL-Pokal und am Ende musste man mit ansehen, wie München zum dritten Mal in Folge den Pott in die Höhe stemmte.

Dass das am Ende der 25. DEL-Saison die Eisbären gerne tun möchten, daraus macht zumindest Verteidiger Jonas Müller keinen Hehl (Quelle: aktuelle Ausgabe der Eishockey News vom 11.09.2018):

Ich will nicht drum herum reden. Wir wollen Meister werden und wenn wir disziplinierter spielen, können wir das auch schaffen. 

Große Ziele haben sie also, die Eisbären. Aber ja, Jonas Müller spricht es an. Man muss von der Strafbank fern bleiben, denn wenn man weiterhin so viele Strafzeiten nimmt wie in der Vorbereitung und der CHL, dann hat man keine Chance, Spiele zu gewinnen. Und schon mal gar nicht gegen den Meister aus München. 

Während die Eisbären nach vier Pleiten in vier CHL-Spielen dringend auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis sind, haben die Münchner durchaus wieder ihre Form gefunden. Zwar startete man sehr schwach in die Vorbereitung, war aber rechtzeitig zu den CHL-Spielen wieder in bewährter Form und steht bereits im Achtelfinale der Eishockey-Königsklasse. Und das, obwohl bei München längst noch nicht ein Rädchen ins andere greift nach dem großen Umbruch und mit Matt Stajan der neue Superstart noch kein Spiel absolviert hat.

Bei den Eisbären gab es in dieser Woche gute und schlechte Nachrichten. Die schlechte war definitiv der Ausfall von Goalie Marvin Cüpper, welcher 8-12 Wochen ausfallen wird. Sportdirektor Stéphane Richer gab dazu folgendes zu Protokoll (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 13.09.2018):

Unser Plan war es, mit Marvin und Maximilian Franzreb in die Saison zu gehen. Maxi hat eine überragende Vorbereitung gespielt und wir haben viel Vertrauen in ihn. Dennoch müssen wir aufgrund der Verletzung von Marvin jetzt natürlich überlegen, wie wir die kommenden Wochen angehen.

Dafür meldete sich Kapitän André Rankel für den Saison-Auftakt-Kracher gegen München wieder fit und steht dem neuen Chefoach Clément Jodoin bei dessen Premiere als DEL-Trainer zur Verfügung. Jodoin sieht seine Mannschaft gut vorbereitet für das Duell gegen den amtierenden Meister:

Wir sind gut vorbereitet, jeder weiß, was er zu tun hat. Wir wollen ein neues Buch schreiben, über eine erfolgreiche Eisbären-Familie.

Der nächste Schritt wäre idealerweise die achte Meisterschaft, aber der Weg dahin wird ein äußerst schwieriger. Denn München gilt trotz großem Umbruch wieder als Top-Favorit auf den Titel, aber es gibt neben den Eisbären weitere starke Herausforderer, was den Kampf um die Meisterschaft sehr spannend machen wird. Sportdirektor Richer formulierte dann auch ein Saisonziel bei der heutigen Saisoneröffnungspressekonferenz:

Wir wollen für unsere Fans eine erfolgreiche Hauptrunde spielen und unter den Top 4 landen. Clément spricht von einem Buch, es war in der letzten Saison ein sehr spannendes. Dieses Jahr wollen wir eines mit Happy End schreiben.

Gute Ansätze konnte man in der Vorbereitung und den CHL-Spielen schon sehen, welche auch Hoffnung machen. Aber die Baustellen waren doch noch deutlich zu erkennen, was einem dann doch wieder große Sorgen bereitet. Man kann nur hoffen, dass die Eisbären unter der Woche an den Fehlern gearbeitet haben und diese zum Saison-Auftakt gegen München abstellen werden. Denn München ist mindestens ein gleiches Kaliber wie die beiden CHL-Gegner EV Zug und HC Kometa Brno. Die Eisbären dürfen sich also keine Fehler erlauben, denn München würde diese eiskalt bestrafen.

Noch spricht die Gesamtbilanz in Berlin mit 12 Siegen in 21 Spielen für die Hauptstädter. Zudem gewannen die Berliner drei der letzten fünf Heimspiele gegen München. Morgen wird man den 13. Sieg in Berlin einfahren wollen.

Dieses Vorhaben müssen die Eisbären jedoch ohne Marvin Cüpper, Frank Hördler, Florian Busch und Marcel Noebels versuchen, in die Tat umzusetzen. Mark Cundari, Florian Kettemer und Jason Jaspers werden ihr DEL-Debüt für die Eisbären geben, Brandon Ranford und Colin Smith feiern dagegen gänzlich ihre DEL-Premiere. 

Das Eisbären-Team für den Saisonauftakt gegen München am 14.09.2018:

Tor:

Maximilian Franzreb, Tobias Ancicka

Abwehr:

Mark Cundari, Kai Wissmann, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer

Angriff:

Brendan Ranford, Jason Jaspers, Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, André Rankel, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Mark Olver

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper, Frank Hördler, Florian Busch (alle verletzt), Marcel Noebels(Camp Boston Bruins)

Für das DNL-Team, Weißwasser oder Hamburg im Einsatz:

Konstantin Kessler, Maximilian Adam, Jake Ustorf, Vincent Hessler, Charlie Jahnke, Thomas Reichel, Cedric Schiemenz, Lukas Reichel

Aus in Europa! Eisbären verlieren auch das vierte CHL-Gruppenspiel in Brno und scheiden aus

Aus und vorbei! Die Eisbären Berlin haben das erste Saisonziel verpasst. Die Berliner verloren am Sonntagnachmittag auch das vierte CHL-Gruppenspiel bei HC Kometa Brno mit 3:4 (2:2,1:1,0:1) und haben somit bereits jetzt keine Chance mehr auf das Erreichen der KO-Phase, was eine herbe Enttäuschung darstellt, rechnete man sich doch große Chancen in der diesjährigen CHL-Saison aus. 

Die Hausherren starteten sehr druckvoll und hatten bereits in den ersten zwei Minuten drei richtig gute Chancen, die Eisbären hatten da Glück, dass sie nicht schon früh in Rückstand gerieten.
Dann zwei Überzahlspiele für die Eisbären in Folge, wo Jamie MacQueen einen DuPont-Schuss gefährlich vor dem Tor abfälschte und Mark Cundari und Daniel Fischbuch zweimal äußerst knapp vorbei schossen.
Und dann sollten sich die Gäste aus der Hauptstadt auch für den Aufwand belohnen. Nach einer guten Kombination kam die Scheibe letztendlich zu Sean Backman, welcher vom rechten Bullykreis aus abzog und den Brno-Goalie tunnelte – 1:0 (7.).
Kurze Zeit später die nächste richtig gute Möglichkeit für die Eisbären. Mark Olver brachte die Scheibe von hinter dem Tor vors selbige, Brendan Ranford probierte es ein-, zwei-, dreimal, doch der Puck wollte nicht über die Linie.
Die Eisbären also nach starker tschechischer Anfangsphase nun klar das bessere Team und sie konnten nachlegen. Sean Backman kam über links ins Drittel, spielte die Scheibe weiter zu Florian Kettemer, welcher sie vors Tor passte, wo James Sheppard nur noch sein Spielgerät hinhalten musste – 2:0 (10.).
Als der erste Berliner Spieler auf die Strafbank musste, klingelte es gleich im Berliner Gehäuse. Petr Holik wurde angesielt, lief in Position und schoss den Puck genau in den Winkel – 2:1 (12.).
Dann eine weitere Strafe gegen die Eisbären, die Unterzahl überstanden sie zwar schadlos trotz Brno-Chancen, doch wenige Sekunden, nachdem die Gäste wieder vollzählig waren, glich Brno aus. Martin Docekal kam spielend leicht an den Eisbären-Spielern vorbei und hatte anschließend auch keine große Mühe, Marvin Cüpper zu bezwingen – 2:2 (16.).
Knapp zwei Minuten vor der ersten Pause noch einmal ein Konter für die Berliner, Sean Backman auf Jamie MacQueen, doch der verpasste knapp den Puck.
So blieb es beim 2:2 nach sehr interessanten 20 Minuten in Tschechien.

Ins Mitteldrittel starteten beide Teams mit viel Offensivdrang und suchten sofort den Weg zum gegnerischen Tor. Die Eisbären dann mit dem ersten Überzahlspiel und einer guten Chance durch Jamie MacQueen, welche aber nicht zum Tor führte. In der 28. Spielminute die Berliner mit einem 2-auf-1-Konter, Louis-Marc Aubry kam über links ins Angriffsdrittel, legte die Scheibe quer rüber zu Martin Buchwieser, welcher den Puck knapp am Tor vorbei setzte.
Mitte des zweiten Drittels Brno mit einem richtig guten Wechsel und vielen guten Möglichkeiten, aber im Abschluss fehlte den Tschechen das Glück.
Die zweiten zehn Minuten waren dann wieder von Strafen auf beiden Seiten geprägt. Die Eisbären waren dabei sogar zweimal zwei Mann weniger auf dem Eis und einmal klingelte es dabei auch im Kasten von Marvin Cüpper. Brno in der Powerplay-Formation, der Pass kam von der verlängerten Torlinie auf Peter Mueller, welcher Cüpper per Onetimer keine Chance ließ – 2:3 (32.).
Als die Eisbären dann mal einen Mann mehr auf dem Eis hatten, zappelte der Puck im tschechischen Tor. James Sheppard mit dem Querpass auf die rechte Seite, Jamie MacQueen fackelte nicht lange und hämmerte das Spielgerät ins Tor – 3:3 (38.).
Nach einer 2+2-Minuten-Strafe gegen Mark Olver beendeten die Eisbären das zweite Drittel in Unterzahl und mussten zu Beginn des Schlussabschnitts noch drei Minuten mit einem Mann weniger agieren.

Und in dieser Unterzahl kassierte man fünf Sekunden vor Ablauf den erneuten Rückstand. Marvin Cüpper zunächst mit zwei guten Paraden, Brno blieb in Scheibenbesitz, Doppelpass, Martin Docekal stand auf einmal frei vor Cüpper und erzielte seinen zweiten Treffer an diesem späten Nachmittag – 3:4 (43.).
Dann mal Brno mit einer Strafe, aber einer guten Chance bei einem Unterzahlkonter. Als die Eisbären dann sogar zwei Mann mehr auf dem Eis waren, prüfte James Sheppard Marek Langhamer, doch der Brno-Keeper parierte stark.
Fortan plätscherte das Spiel so vor sich hin. Die Eisbären waren zwar bemüht, nur fiel ihnen nicht viel ein, um die Tschechen unter Druck zu setzen. Diese taten natürlich nicht mehr als notwendig.
Sechs Minuten vor dem Ende verletzte sich zu allem Überfluss auch noch Goalie Marvin Cüpper und konnte das Spiel nicht mehr fortsetzen. Gute Besserung an dieser Stelle an die Nummer 39. Maximilian Franzreb kam für ihn ins Tor.
Drei Minuten waren noch auf der Stadionuhr, als Mark Olver vor dem Tor angespielt wurde und eine große Chance hatte, jedoch scheiterte.
91 Sekunden vor dem Ende Brno noch einmal mit einer Strafe und die Eisbären nahmen die Auszeit und Franzreb zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Mark Cundari hatte dann die beste Chance, als er auf der rechten Seite frei stand, das halbleere Tor vor sich hatte, aber Langhamer mit einer starken Parade. Sieben Sekunden vor dem Ende eine weitere Strafe gegen Brno, die Eisbären also mit drei Mann mehr auf dem Eis, aber auch das half nicht mehr und man verlor die Partie mit 3:4.

Guter Start für die Eisbären, die endlich mal ihre Chancen nutzen konnten und 2:0 vorne lagen. Aber man machte Brno im ersten Drittel wieder stark und ließ sie zum Ausgleich kommen. Brno legte dann immer vor und nach dem 4:3 fanden die Eisbären keine Antwort mehr. Somit kann die volle Konzentration nun auf die DEL gelegt werden, denn in Europa ist die Reise bereits nach dem vierten Gruppenspiel vorbei.

Brendan Ranford und Colin Smith: Die neuen Stürmer der Eisbären Berlin

Die Hitzewelle hat vorerst ein Ende gefunden. Wahrscheinlich auch ein Hinweis darauf, dass bereits in zwei Tagen das erste Testspiel der Eisbären Berlin in Vorbereitung auf die neue DEL- und CHL-Saison 2018/2019 bevorsteht. Zu Gast sein wird der DEL-Rekordmeister am Sonntagnachmittag beim DEL-Kooperationspartner Lausitzer Füchse. Diese Partie wird dann auch gleich der erste Auftritt der Neuzugänge in einem Spiel für die Berliner sein. Nach dem wir Euch am Mittwoch die beiden Neuen in der Defensive vorgestellt haben, kommen wir heute zu den neuen Angreifern im Kader der Hauptstädter.

Und im Angriff bestand auch Handlungsbedarf für die Verantwortlichen des EHC, galt es doch, die doch sehr große Lücke nach dem Abgang von Nick Petersen (Klagenfurt/EBEL) zu schließen. Und dies taten die Eisbären mit den Verpflichtungen der beiden AHL-Stürmer Brendan Ranford und Colin Smith, welche mit 26 bzw. 25 im besten Eishockeyalter sind. Ranford wechselt von San Antonio Rampage an die Spree, Smith von den Stockton Heat.
Sportdirektor Stéphane Richer über das neue Stürmer-Duo:

Brendan und Colin sind zwei Stürmer mit sehr viel Potential. Sie haben bereits zusammengespielt und kennen sich gut. Wir werden davon profitieren.

Das die Beiden schon einmal zusammengespielt haben, konnte man gestern beim Training im Welli beobachten, wo beide zusammen mit Daniel Fischbuch in einer Reihe spielten und dabei schon andeuteten, was sie so alles drauf haben. Da können wir uns auf jeden Fall auf zwei echte starke Spieler freuen, die richtig gutes Eishockey spielen können und somit eine echte Verstärkung für die Eisbären darstellen können.

Ranford begann seine Karriere in der WHL bei den Kamloops Blazers, wo er auch einige Jahre mit Smith zusammengespielt hatte. Anschließend ging es für den Kanadier in die AHL, wo er für die Texas Stars, Tucson Roadrunners und eben San Antonio aktiv war. Und auch ein NHL-Spiel steht in den Statistiken von Brendan Ranford, nämlich für die Dallas Stars. 

Smith begann seine Karriere wie Ranford in der WHL beim selben Club. Anschließend war der Kanadier ebenfalls in der AHL aktiv, Smith spielte dort für die Lake Erie Monsters, San Antonio Rampage, Toronto Marlies, Wilkes-Barre/Scranton Penguins und zu guter Letzt eben für Stockton Heat. Auch Smith absolvierte in seiner bisherigen Karriere ein NHL-Spiel, er debütierte bei der Colorado Avalanche in der besten Liga der Welt. 

Nun sind die beiden Kanadier bei den Eisbären Berlin wieder vereint und vieles spricht dafür, dass Trainer Clément Jodoin beide Spieler auch in einer Reihe agieren lässt. Jedenfalls ist es wie bereits erwähnt im Training derzeit so und die dort gezeigten Leistungen machen Hoffnung auf eine richtig gute Saison.

Somit umfasst der aktuelle Kader der Eisbären 15 Stürmer, wovon 12 oder 13 auf dem Spielberichtsbogen auftauchen werden. Es wird also ein harter Kampf um die Stammplätze werden. Wenn gleich man natürlich auch noch abwarten muss, ob Marcel Noebels sein Traum wahr wird und er in der NHL einen Vertrag bekommt. Das wäre ihm jedenfalls zu wünschen und dann müsste man sehen, ob die Eisbären diesen Verlust noch einmal kompensieren werden, auch wenn es dann sehr schwer werden wird, einen deutschen Spieler mit dem Kaliber eines Noebels zu bekommen. Vor allem zu dem Zeitpunkt der Saison dann. 

Die Eisbären-Offensive für die Saison 2018/2019:

Brendan Ranford, Charlie Jahnke, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Mark Olver, Marcel Noebels

Mark Cundari und Florian Kettemer: Die beiden Neuzugänge in der Eisbären-Defensive

Draußen steigen die Temperaturen täglich und lassen die Menschen schwitzen. Da sehnt man sich mehr denn je nach einer Abkühlung. Zum Glück geht die Eiszeit bald wieder los. Am Sonntag steht für die Eisbären Berlin das erste Testspiel in Vorbereitung auf die neue DEL- und CHL-Saison 2018/2019 an. Zu Gast ist man dann beim Kooperationspartner Lausitzer Füchse. Höchste Zeit also, mal einen etwas genaueren Blick auf die neuen Spieler im Kader des DEL-Rekordmeisters zu werfen. Im Vergleich zum letzten Sommer gab es jetzt nicht den großen Umbruch im Team, aber ein bisschen was wurde schon geändert. Heute schauen wir auf die beiden Neuen in der Eisbären-Defensive.

Als Nachfolger für Blake Parlett, den es in die KHL (Kunlun Red Stars) zieht, haben die Eisbären mit Mark Cundari einen DEL-erfahrenen Verteidiger unter Vertrag genommen. Der 28-jährige Kanadier Mark Cundari kommt von Ligarivale Augsburger Panther nach Berlin. Bei den Fuggerstädtern hat Cundari seine Klasse deutlich unter Beweis gestellt, was ein Blick in seine Statistiken verrät.
In seiner ersten DEL-Saison 2016/2017 erzielte Cundari zehn Tore und bereitete 21 weitere Treffer vor, sammelte also 31 Scorerpunkte. Eine Saison später, 2017/2018, erzielte er erneut zehn Tore, bereitete dieses Mal aber 22 Treffer vor und sammelte somit 32 Scorerpunkte. Für einen Verteidiger kein schlechter Wert, somit wird er die Eisbären also definitiv deutlich verstärken. Einen torgefährlichen Verteidiger kann man immer in den eigenen Reihen gebrauchen.

Vor seinem Engagement bei den Panthern in der DEL war Mark Cundari in der OHL (Windsor Spitfires), AHL (Peoria Rivermen, Abbotsford Heat, Chicago Wolves, Adirondack Flames, Lake Erie Monsters) und NHL (Calgary Flames) aktiv. Acht Spiele absolvierte er in der besten Liga der Welt, in denen ihm ein Treffer und zwei Vorlagen gelangen.

Die neue Nummer Vier im Eisbären-Kader passt sehr gut zum Spielstil der Berliner, wie Sportdirektor Stéphane Richer sagte:

Mark passt vom Spielstil her sehr gut zum Eisbären-Eishockey. Er ist ein sehr kluger Verteidiger, der gut Schlittschuh läuft und offensiv wie auch defensiv Akzente setzt.

Und vor kurzem gaben die Eisbären auch noch die Verpflichtung von Florian Kettemer bekannt, der zunächst für vier Monate in Berlin bleiben wird und die Rückennummer 69 erhält. Der 32-jährige kommt vom Deutschen Meister EHC Red Bull München, mit denen er zuletzt drei Meisterschaften in Folge feierte.
Somit ist also auch der zweite Neuzugang bereits DEL-erfahren und weiß zudem, wie man Titel gewinnt. Vor seinem Engagement in München spielte Kettemer bereits für die Augsburger Panther und die Adler Mannheim. Nach der vergangenen Saison wollte Kettemer dann eigentlich die Schlittschuhe an den Nagel hängen, aber dann kam das Angebot der Eisbären (Quelle: aktuelle Ausgabe der Eishockey News Nr. 32 vom 07.08.2018):

Eigentlich wollte ich meine Karriere beenden, dem Angebot der Eisbären konnte ich aber nicht widerstehen. Die tolle Halle, die prima Fans und der altehrwürdige Welli – das alles hat mich gereizt.

Richer lobt vor allem die Erfahrung von Kettemer und sieht in ihm eine klare Verstärkung für die Defensive:

Florian ist ein gestandener Verteidiger mit viel Erfahrung in mehreren Spitzenteams der DEL. Er wird definitiv eine Verstärkung für uns sein.

Somit umfasst die Defensive der Eisbären Berlin für die anstehende DEL- und CHL-Spielzeit insgesamt zehn Spieler, wobei Constantin Braun für unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung steht. Damit kämpfen insgesamt neun Spieler um die sechs oder sieben Plätze in der Eisbären-Abwehr. Die Konkurrenz ist also groß und keiner darf sich sicher sein, dass er spielt. Es wird darauf ankommen, wie gut die Leistungen im Training sind. Trainer Clément Jodoin wird genau darauf schauen und dementsprechend aufstellen.
Und auf die Vorderleute kommt auch viel Verantwortung zu, müssen sie doch die beiden sehr jungen Goalies Marvin Cüpper und Maximilian Franzreb unterstützen.

Die Eisbären-Defensive für die Saison 2018/2019:

Mark Cundari, Maximilian Adam, Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer, Constantin Braun

Die Eisbären Berlin in der Saison 2017/2018: Den nächsten Schritt gemacht

Seit zehn Tagen ist die Saison 2017/2018 Geschichte und die Eisbären Berlin Deutscher Vizemeister nach einer sehr spektakulären und hochklassigen Finalserie gegen den alten und neuen Deutschen Meister EHC Red Bull München. Zeit für uns, noch einmal zurückzublicken auf eine Saison, in denen die Hauptstädter ihren Fans sehr viel Freude mit ihren Leistungen bereitet und den nächsten Schritt gemacht haben.

Denn die Eisbären haben sich erneut steigern können, was den Saisonverlauf angeht. Am Ende der Saison 2014/2015 war in den Pre-Playoffs gegen Nürnberg (1:2-Spiele) Endstation. Ein Jahr später, in der Saison 2015/2016, folgte das Aus erst im Viertelfinale gegen Köln (3:4). In der Saison 2016/2017 erreichten die Eisbären das Halbfinale, scheiterten da aber am späteren Meister München (1:4). Und in diesem Jahr kam man sogar bis ins Finale und dort bis in Spiel Sieben, verlor dort dann aber doch deutlich. Was eine gute Saison nicht schmälern konnte.
Geht diese Statistik so weiter, wäre im nächsten Jahr die achte Deutsche Meisterschaft dran.

Den Grundstein für eine mehr als erfolgreiche Saison 2017/2018 legten die Verantwortlichen der Eisbären Berlin bereits in der Sommerpause nach der letzten Saison, als man den großen Umbruch im Kader vollzog und dabei mit den Neuzugängen voll ins Schwarze traf.
Gleich neun Abgänge hatte man nach dem Halbfinal-Aus gegen München zu verzeichnen. Darunter waren auch einige schmerzhafte Verluste dabei (Bruno Gervais, Darin Olver, Julian Talbot, Spencer Machacek), anders herum waren auch Abgänge dabei, bei denen es an der Zeit war, dass sie gehen würden, da sie den Verein nicht wirklich voran brachten (Alex Roach, Laurin Braun, Charles Linglet, Barry Tallackson, Kyle Wilson).

Sieben Neuzugänge vor und ein Neuzugang während der Saison präsentierte der Hauptstadtclub anschließend seinen Fans. Und jeder Transfer passte wie die Faust aufs Auge. Für die Defensive verstärkte man sich mit Danny Richmond und Blake Parlett. Beide konnten die Defensive der Eisbären stabilisieren und sorgten auch nach vorne immer wieder für Torgefahr.
In der Offensive holte man mit Thomas Oppenheimer und Martin Buchwieser zwei deutsche Nationalspieler. Zudem kehrte Mark Olver an die Spree zurück. Und mit den Transfers von Sean Backman und James Sheppard lag man goldrichtig, denn beide Spieler sollten zu absoluten Stützen im Team zählen, Backman wurde sogar Top-Scorer der Eisbären nach der Hauptrunde.
Während der Hauptrunde sicherte man sich dann noch die Dienste von Rihards Bukarts, der vollends überzeugen konnte.

Doch nicht nur auf dem Spieler-Sektor gab es gravierende Änderungen, auch hinter der Bande gab es eine Änderung, die für die Saison von enormer Bedeutung sein sollte. Die Berliner holten mit Clément Jodoin einen NHL-erfahrenen Co-Trainer in die Hauptstadt, der ganz viel Anteil am Vizemeister-Titel am Ende hatte.

Das Team für die Saison 2017/2018 stand also fest und man blickte voller Vorfreude auf eine Saison, an deren Ende das Ziel von Coach Uwe Krupp durchaus der Titel war. Dafür wollte man alles geben und man sah sich angesichts des Kaders dafür auch gut gerüstet.
Der Saisonstart in Berlin ging aber erstmal in die Hose, man verlor mit 2:4 gegen Nürnberg. Doch schnell gaben die Eisbären darauf eine Antwort, gewannen die darauf folgenden vier Spiele in Folge, brillierten dabei mit einer sehr starken Offensive (15 Tore) und einer noch stärkeren Defensive (6 Gegentreffer).
München stoppte den Lauf der Eisbären anschließend, die dann zwar in Ingolstadt sofort wieder in die Erfolgsspur zurück kamen, dann aber gegen Mannheim zu Hause erneut verloren.
Es folgte erneut eine Siegesserie von vier Siegen in Folge, die dann aber in Krefeld gestoppt wurde. Mitte Oktober kassierten die Eisbären erstmals zwei Niederlagen in Folge, denn der Pleite in Krefeld folgte eine weitere in Nürnberg.
Doch danach ging es so weiter für die Eisbären, die immer wieder kleinere Siegesserien hinlegten, immer nur gestoppt von ein maximal zwei Niederlagen. Kurz vor Weihnachten dann der erste kleine Durchhänger, als man drei Spiele in Folge verlor. Doch die Eisbären antworteten darauf mit drei Siegen in Folge, ehe man das Jahr mit einer Heimniederlage gegen Düsseldorf abschloss.

Das neue Jahr begann für die Eisbären dann nicht so gut. Zwei Heimsiegen standen vier Auswärtspleiten in Folge gegenüber. Diese Serie riss erst in Köln, als man dort endlich mal wieder drei Zähler auf fremden Eis einfuhren konnte. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen verabschiedeten sich die Berliner anschließend in die Olympia-Pause. Aus der kam man gestärkt zurück, konnte alle seine drei Spiele gewinnen und belegte damit mit einem Punkt Vorsprung auf Nürnberg Platz Zwei hinter München und machte somit das erste Saisonziel perfekt. Man qualifizierte sich für die Champions Hockey League (CHL).

Im Viertelfinale ging es dann gegen die Grizzlys Wolfsburg, gegen die man nach dem Auftaktsieg auswärts den Ausgleich hinnehmen musste. Doch dank des höchsten Playoff-Sieges (8:1) in der Vereinsgeschichte holten sich die Eisbären die Führung in der Serie zurück, sicherten sich in Wolfsburg den Matchpuck und verwandelten diesen in einem spektakulären fünften Spiel in Berlin, als man sich mit 7:6 n.V. durchsetzen konnte.

Im Halbfinale traf man auf Nürnberg, eines von zwei Teams, mit denen sich die Eisbären die gesamte Hauptrunde über um Platz Eins und die CHL-Qualifikation stritten. Es war eine Serie auf äußerst hohem Niveau, beide Team begegneten sich auf Augenhöhe und schenkten sich auf dem Eis nichts. Zwar setzten sich die Berliner in Spiel Eins deutlich mit 5:1 durch, doch spiegelte das Ergebnis nicht den Spielverlauf wider. Es folgten zwei Duelle, welche erst in der Overtime entschieden wurden. Sowohl Nürnberg als auch Berlin gewannen jeweils ihr Heimspiel. Nürnberg konnte dann zu Hause den Ausgleich in der Serie durch ein 4:1 schaffen, kassierte in Berlin aber anschließend eine bittere 4:5-Niederlage n.V. Den Matchpuck verwandelten die Berliner zwei Tage später beim 3:2 in Nürnberg und zogen somit erstmals seit 2013 wieder ins DEL-Finale ein.

Dort ging es gegen den zweimaligen Deutschen Meister München und es sollte eine epische Finalserie werden. Eine, von der man noch in Jahren sprechen und schwärmen wird. Und sie startete mit einem Berliner Paukenschlag, als man sich Spiel Eins und damit das Heimrecht durch einen 4:3-Sieg schnappte. Nur darf man München eben nicht so anstacheln, denn die roten Bullen schlugen eiskalt zurück, gewannen zweimal in Berlin und einmal in München und fuhren so mit einer 3:1-Führung zurück nach München, wo in Spiel Fünf die große Meistersause folgen sollte. Doch daraus wurde nichts, weil die Eisbären München früh schockten und mit 2:0 vorne lagen. München rannte im ganzen Spiel immer dem Rückstand hinterher, konnte aber kurz vor Schluss doch noch ausgleichen, verlor aber anschließend mit 5:6 in der Verlängerung.
Der erste Matchpuck war abgewehrt und München wollte nun eben in Berlin den dritten Titel in Folge perfekt machen. Klappte erneut nicht, denn die Berliner erzwangen dank eines 5:3-Heimsieges den ultimativen Showdown in München. Dort fing auch alles sehr gut an mit dem frühen 1:0, doch innerhalb weniger Minuten drehte München die Partie und lag nach 20 Minuten mit 4:1 vorne. Davon erholten sich die Eisbären nicht mehr, am Ende musste man sich München geschlagen geben und sich mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben.

Aber auch wenn die Enttäuschung am Ende bei Team und Fans verständlicherweise groß war, so überwiegt mit einigem Abstand doch die Freude über eine Wahnsinns-Saison der Eisbären Berlin. Sich dauerhaft unter den ersten Drei der Liga gehalten, mit München und Nürnberg einen spannenden Dreikampf um die CHL geliefert und diesen letztendlich gegen Nürnberg gewonnen. Und in den Playoffs sich bis ins Finale vorgekämpft, als man am Boden lag, wieder aufgestanden und Spiel Sieben erzwungen, dort aber dann doch den Kürzeren gezogen. Nichtsdestotrotz geht diese Saison als sehr erfolgreiche in die Vereinsgeschichte ein. Der Titel wäre natürlich die Krönung gewesen, aber geht es nach der Statistik, folgt dieser ja im nächsten Jahr.

Was bleibt sonst noch aus dieser Saison. Die Eisbären verfügten über ein starkes Torhüter-Duo aus Petri Vehanen und Marvin Cüpper. Wenn Cüpper gebracht wurde, war er zur Stelle und lieferte einige klasse Spiele ab und war in den Statistikwerten am Ende sogar leicht besser als Vehanen. Dieser hat nach der Saison sein Karriereende bekannt gegeben. Cüpper hat bewiesen, dass er ein guter Torhüter ist bzw. bei mehr Spielpraxis werden kann. Ob die Eisbären ihm gleich das volle Vertrauen schenken und ihn als neue Nummer Eins sehen, bleibt abzuwarten.

In der Verteidigung waren die Eisbären gut aufgestellt, hatten die viertbeste Defensive nach der Hauptrunde und sorgten durchaus mit den Verteidigern immer wieder für Gefahr. Allen voran natürlich Micki DuPont, welcher mit sieben Toren und 16 Vorlagen auch bester Verteidiger der Eisbären nach der Hauptrunde war.
Mit Blake Parlett verlieren die Eisbären nun aber einen durchaus wichtigen Bestandteil der Defensive, wenn gleich die Nummer 71 in den Playoffs verletzungsbedingt fehlte.

Die Offensive war das Prunkstück der Eisbären. Fast alle vier Reihen waren torgefährlich, das war das große Plus der Eisbären. In der Hauptrunde brillierte die Reihe um Nick Petersen, James Sheppard und Sean Backman, in den Playoffs wirbelten Louis-Marc Aubry, Marcel Noebels und Rihards Bukarts die gegnerischen Reihen durcheinander. In der Hauptrunde trafen gleich acht Stürmer zweistellig.
Bisher steht nur der Abgang von Sven Ziegler fest, wobei dieser nicht wirklich weh tut, konnte sich die Nummer 52 in Berlin einfach nicht durchsetzen, wenn er Eiszeit bekam.

Wenn es nach dieser Saison überhaupt etwas zum Meckern gibt, dann ist es ganz klar das Powerplay. Einst war es gefürchtet, das Berliner Überzahlspiel, inzwischen ist es nur noch ein laues Lüftchen. Woran das liegen mag, weiß wohl nur die Mannschaft selbst. Man kann nur hoffen, dass man daran arbeiten wird im Sommer, denn mit einem guten Powerplay hätte man München vielleicht schlagen können. Denn deren Powerplay war brutal stark.

Mit wem die Eisbären als Chefcoach in die neue Saison gehen und das Ziel achte Meisterschaft angehen, steht noch in den Sternen. Denn Uwe Krupp, der die Eisbären Jahr für Jahr einen Schritt voran gebracht hat, durfte oder wollte in Berlin nicht mehr weitermachen. Woran es am Ende lag, dass Krupp den Verein verlassen hat (musste), darüber kann nur spekuliert werden. Gerüchte gehen viele rum, daran wollen wir uns aber nicht beteiligen. Für uns steht fest, dass die Eisbären mit Uwe Krupp einen sehr guten Trainer verlieren. Einer, der immer vom „Fünf-Jahres-Plan“ gesprochen hat und diesen im nächsten Jahr hätte vollenden können. Denn in den letzten vier Jahren haben sich die Berliner kontinuierlich gesteigert, nächste Jahr wäre rein rechnerisch die Meisterschaft dran. Wir finden es schade, dass Krupp diesen Weg nicht weitergehen kann.

Ob nun Co-Trainer Clément Jodoin das Team übernimmt, wie spekuliert wird, bleibt abzuwarten. Ein erfahrener Fachmann wäre er auf jeden Fall. Die Trainerfrage bleibt spannend. Genauso, wen die Eisbären als Neuzugang noch so aus dem Hut zaubern werden. Der Sommer wird also nicht langweilig werden. Bis dahin wünschen wir Euch eine schöne Sommerpause und danken Euch für Eure Treue während der Saison. Wir lesen uns im August zur CHL wieder. Bis dahin, alles Gute für Euch!

Euer Walker

3:6 im entscheidenden siebten Finalspiel: Der Traum vom achten Stern ist geplatzt

Sie haben ihn lange am Leben gehalten. Den Traum von der achten Meisterschaft. Selbst von einem 1:3-Rückstand in der Finalserie gegen den EHC Red Bull München haben sich die Eisbären Berlin nicht abschrecken lassen. Sie haben sich noch einmal aufgerappelt und alles gegeben, München die Meister-Party versaut und ein alles entscheidendes siebtes Finalspiel erzwungen. Und sich somit im Rennen um die DEL-Meisterschaft 2018 gehalten. Doch am Donnerstagabend platzte der Traum von der achten Meisterschaft. Mit 3:6 (1:4,0:1,2:1) unterlag der DEL-Rekordmeister beim jetzt dreimaligen Deutschen Meister. Dabei fiel die Entscheidung um den DEL-Pott bereits im ersten Drittel.

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp schickte das selbe Team wie in Spiel Sechs ins Rennen. Die Eisbären vertrauten also jenen Spielern, die diesen ultimativen Showdown erst ermöglicht hatten.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Von der ersten Sekunde an war es ein Spiel, welches von sehr hohem Tempo geprägt war. Beide Mannschaften versuchten schnell die neutrale Zone zu überbrücken. Beide wollten sofort den Weg zum Tor suchen und die ersten Duftmarken setzen. München dann früh im ersten Drittel mit dem ersten Powerplay, erspielten sich dabei auch gute Chancen, aber Petri Vehanen im Eisbären-Tor ließ keinen Treffer zu.
Mitte des ersten Drittels bot sich den Eisbären die erste Chance, in Überzahl zu agieren. Was jetzt nicht unbedingt die Lieblingsdisziplin in dieser Saison war. Aber dieses Mal klingelte es im Münchner Tor. Auf der linken Seite wurde Micki DuPont angespielt, dieser zog direkt ab und ließ Danny Aus den Birken keine Chance – 1:0 (11.).
Der perfekte Start in dieses alles entscheidende Finalspiel. Und so ganz unverdient war diese Führung auch nicht, denn die Eisbären hatten bis dahin mehr vom Spiel, hatten mehr Abschlüsse zu verzeichnen. Insofern ging die Führung auch in Ordnung. Aber es folgten Horror-Minuten für die Berliner.
In der 13. Spielminute hatte Konrad Abeltshauser nach einem Zuspiel von Jon Matsumoto zu viel Zeit und Platz, visierte das Ziel an und glich zum 1:1 aus.
Schockte die Eisbären immer noch nicht, die weiter nach vorne spielten und ihre Chancen suchten. Aber dann folgte der Zwölf-Sekunden-Doppelschlag der Gastgeber, von dem sich die Eisbären nicht mehr erholen sollten.
Matsumoto kam zu einfach durch die Defensive der Berliner bis vor das Tor, wollte dann Vehanen ausspielen, scheiterte im ersten Versuch aber noch am Finnen. Der zweite Versuch passte dann aber, allerdings auch dank der unglücklichen Mithilfe von Jonas Müller, der den Puck letztendlich über die Linie beförderte – 1:2 nach 15:55 Minuten.
Direkt vom Bully weg München mit viel Druck nach vorne, der Puck prallte von der Bande hinter dem Tor vor selbiges zurück, die Zuordnung in der Berliner Defensive stimmte überhaupt nicht und Steve Pinizzotto netzte eiskalt ins leere Tor ein – 1:3 nach 16:07 Minuten.
Uwe Krupp reagierte sofort und nahm eine Auszeit. Aber dieser Doppelschlag innerhalb weniger Sekunden hatte seine Spuren hinterlassen und im Grunde war das Finale und die Meisterschaft danach entschieden. Denn München strotze nun nur so vor Selbstvertrauen, während die drei schnellen Treffer bei den Eisbären Wirkung zeigten.
Und es sollte noch schlimmer kommen. München im Powerplay, Dominik Kahun sein Schuss wurde noch pariert, aber Ex-Eisbär Mads Christensen setzte nach und arbeitete die Scheibe über die Linie – 1:4 und das 39 Sekunden vor der ersten Drittelpause.
Ein unglaubliches erstes Drittel, dessen Spielstand den Spielverlauf nicht wirklich wider spiegelte. 10 Münchner Torschüsse reichten, um vier Tore zu erzielen. Die Eisbären, die eigentlich ein gutes erstes Drittel bis zum 1:1 spielten, hatten 16-mal auf das Tor von Aus den Birken geschossen. Doch München war brutal effektiv und eiskalt vor dem Tor.

Noch waren 40 Minuten zu spielen, aber zunächst einmal hatte München das nächste Überzahlspiel,

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

welches sie jedoch nicht nutzten. Dann folgte der nächste Knackpunkt in diesem Spiel. Die Eisbären mit einem Powerplay, in dem sie zwar Chancen hatten, diese aber nicht nutzen konnten. Kurz darauf München in Überzahl und nach nur 17 Sekunden trafen die Gastgeber. Derek Joslin hatte von der blauen Linie abgezogen, Vehanen parierte den ersten Schuss, Pinizzotto setzte nach und drückte die Scheibe im Liegen über die Linie – 1:5 (28.). Die Münchner Nummer 14 mit dem unbändigen Willen, dieses Tor erzielen zu wollen.
Die Eisbären gaben nicht auf, waren weiterhin bemüht, rannten weiter an und hatten auch noch zwei Überzahlspiele im zweiten Drittel gehabt. Es fehlte ihnen jedoch an zwingenden Ideen, hier noch einmal zurück in die Partie zu finden. München tat nicht mehr als nötig, konzentrierte sich auf die Defensive und lauerte auf Konter.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Die vermehrt im letzten Drittel kommen sollten, da die Eisbären angesichts des Spielstandes natürlich aufmachen mussten. In der 45. Spielminute kehrte aber die kleine Hoffnung auf das große Comeback zurück. Rihards Bukarts auf Jamie MacQueen, welcher vor dem Tor lauerte und auf 2:5 verkürzen konnte.
München schraubte das Tempo danach mal eben kurz hoch. Jerome Flaake scheiterte noch an der Latte, Florian Kettemer brachte die Scheibe zum Tor, Brooks Macek setzte erfolgreich nach – 2:6 (47.).
Aber auch die Eisbären mit der direkten Antwort. James Sheppard fälschte einen Schuss von Kai Wissmann unhaltbar für Aus den Birken ab – 3:6 (48.).
Es sollte der letzte Eisbären-Treffer in dieser Saison sein und zugleich der letzte in dieser DEL-Saison. Denn anschließend tat sich nichts mehr. München ließ sich das nicht mehr nehmen, die Eisbären verloren mit zunehmender Spieldauer auch den Glauben an das Comeback. Und so feierte der EHC Red Bull München am Ende die dritte Meisterschaft in Folge. Herzlichen Glückwunsch dazu an dieser Stelle. So viel Fairness sollte sein. Und ein unverdienter Meister sind die Mannen von Coach Don Jackson auch nicht.

Aber natürlich hätten wir lieber die Eisbären auf dem Thron gesehen und es sah zu Beginn auch sehr

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

gut aus, doch dann drehte München mal kurz auf und überrollte die Eisbären in wenigen Minuten, stellte somit die Weichen auf Sieg und dritte Meisterschaft in Folge.
Doch auch wenn gestern Abend und auch jetzt immer noch Trauer vorhanden ist, was verständlich ist, wenn man so kurz vor dem Ziel noch abgefangen wird, überwiegt der Stolz auf diese Mannschaft. Denn sie hat eine überragende Hauptrunde gespielt, welche mit Platz Zwei und der CHL-Qualifikation endete. Und sie haben uns in den Playoffs über Wochen mit ihren Leistungen verzückt und uns lange den Traum vom achten Stern leben lassen. Dass es am Ende nicht geklappt hat, ist zwar traurig, aber dennoch kann man mit großem Stolz auf die Saison 2017/2018 zurückblicken. Und im nächsten Jahr greifen sie dann wieder von vorne an. Denn auch dann heißt das Motto wieder: „Mit aller Macht zur Acht!“

Der Traum vom achten Stern lebt weiter: Die Eisbären erzwingen den Showdown um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft in München!

Ausgabe #40:

Diese Finalserie ist einfach der pure Wahnsinn. Es geht tatsächlich ins alles entscheidende siebte Finalspiel am Donnerstagabend in München. Denn die Eisbären Berlin haben das sechste Finalspiel in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof hochverdient mit 5:3 (1:1,1:0,3:2) gewonnen, glichen somit die Serie aus und erzwangen damit den ultimativen Showdown in München. Und der Sieg war klar verdient, waren die Eisbären doch über das gesamte Spiel gesehen die bessere Mannschaft, während München irgendwie ratlos wirkte. Anscheinend saß beim Team von Chefcoach Don Jackson der Schock von Spiel Fünf noch zu tief. Andererseits sind es die roten Bullen auch nicht gewohnt, über mehr als fünf Spiele in den Playoffs zu gehen. Die Eisbären hingegen schon und sie sind derzeit Megaheiß auf Eishockey. Und nach dem heutigen Spiel ist der Truppe von Chefcoach Uwe Krupp jetzt alles zuzutrauen. Auch der große Wurf.

Der Eisbären-Coach vertraute auf das selbe Team wie am Sonntag in München. Warum sollte er auch etwas ändern, schließlich gewann diese Truppe das legendäre fünfte Finalspiel in München mit 6:5 n.V.

(Foto: DEL/City-Press GmbH)

Und die Hausherren machten vom ersten Bully weg klar, dass sie hier nur ein Ziel vor Augen hatten – den Sieg und damit den Serienausgleich. Sofort wurde das Münchner Tor anvisiert und relativ schnell konnte man den Deutschen Meister schocken. Ein Zuckerpass von Jonas Müller vor das Tor zu Louis-Marc Aubry, der behielt die Ruhe und vollstreckte eiskalt zum 1:0 (4.).
Der perfekte Start in ein Drittel, welches hart umkämpft war. Beide Mannschaften fuhren ihre Checks konsequent zu Ende und teilten immer wieder aus, um den Gegner zu provozieren. Hinten standen beide äußerst kompakt, was es den jeweiligen Angriffsreihen schwer machte, sich gute Chancen zu erspielen. Zwar kamen beide immer mal wieder zu Abschlüssen, aber es waren keine hundertprozentigen dabei. Doch trotzdem klingelte es im Auftaktdrittel noch einmal im Tor. Konrad Abeltshauser hatte abgezogen und zum 1:1 ausgeglichen (9.).
Der Treffer gab München ein wenig Aufwind, der Titelverteidiger kam nun besser ins Spiel und hatte auch mal eine Phase, wo man sich im Berliner Drittel festsetzen konnte. Aber diese Phase hatten auch die Eisbären, nutzen konnten beide diese aber nicht. Somit stand es nach 20 hochinteressanten und hart umkämpften Minuten 1:1 in der Hauptstadt.

Zu Beginn des Mitteldrittels waren die Hausherren noch in Unterzahl, überstanden diese aber

(Foto: DEL/City-Press GmbH)

schadlos, weil das Penaltykilling auch heute wieder sehr gut funktionierte. Und als man wieder komplett war, ging man erneut in Führung. James Sheppard mit dem Pass von der linken Seite, Jason Jaffray wollte diesen abfangen, doch er fälschte die Scheibe unglücklich ab und so ging die Scheibe ins Münchner Tor – 2:1 (23.).
Erneut ein Top-Start ins Drittel für den Rekordmeister, der mal wieder zur richtigen Zeit traf. Fortan die Eisbären weiterhin mit guten Aktionen nach vorne. Aber auch München kam immer wieder vor das Berliner Tor. Aber man merkte den Eisbären an, dass sie es heute mehr wollten als München. Die wirkten manchmal schon echt ratlos, hatten zudem ihre Nerven nicht im Griff und handelten sich somit unnötige Strafzeiten ein. Die Eisbären ließen sich jedoch nicht provozieren, konzentrierten sich weiter auf ihr Spiel und zogen den Spielplan konsequent durch.
Tore sahen die 14.200 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena dann keine mehr, aber die Partie blieb weiterhin sehr interessant und zudem sehr nervenaufreibend, denn hier war noch lange nichts entschieden.

(Foto: DEL/City-Press GmbH)

Früh im Schlussdrittel wurden die Nerven der Eisbären-Fans etwas beruhigt. Die Eisbären in Überzahl, Rihards Bukarts zog direkt ab, Danny Aus den Birken parierte den Schuss, allerdings direkt vor den Schläger von Jamie MacQueen, welcher nach nur zwölf Sekunden dankend einnetzte – 3:1 (41.).
Doch München bekam kurz darauf ein Powerplay zugesprochen, aber die Eisbären heute mit ganz starker Arbeit in Unterzahl, überstanden auch diese schadlos. Und kurz darauf sorgte man für einen Jubel-Orkan in der Arena. Daniel Fischbuch wurde auf die Reise geschickt, lief alleine auf den Goalie zu und diese Chance ließ er sich – im Gegensatz zu vielen anderen solcher Situationen während der Hauptrunde – nicht nehmen und erhöhte auf 4:1 (45.).
Diese zwei schnellen Tore waren natürlich Balsam für die Eisbären-Seele, jedoch Gift für die Seele der Münchner. Die waren komplett von der Rolle. Sie bemühten sich zwar, suchten auch immer wieder den Weg Richtung Petri Vehanen. Aber der Finne ließ nichts zu. München wirkte nicht wie das München aus den Spielen Zwei bis Vier. Sie fanden überhaupt kein Mittel gegen die Eisbären, hatten nichts zum dagegen setzen und wirkten, wie schon mehrfach erwähnt, teilweise sehr ratlos. So kennt man Mannschaften von Don Jackson nicht. Aber der erfolgreichste DEL-Trainer hatte keinen Plan gegen die wie entfesselt aufspielenden Eisbären, die bei Kontern weitere Chancen hatten, das Ergebnis noch auszubauen.
So lief die Zeit runter und Spiel Sieben rückte immer näher. Doch München zeigte sich noch einmal, Mads Christensen mit dem 4:2 zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Partie (58.).
Jackson riskierte nun alles, nahm seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, was die Eisbären aber in der selben Minute durch André Rankel zum 5:2 ausnutzten.
Aber München gab nicht auf, Christensen mit dem Schuss, welchen Patrick Hager unhaltbar für Vehanen abfälschte – 5:3 (59.).
Jackson nahm erneut den Goalie raus und zudem noch eine Auszeit. Aber mehr als Ergebniskosmetik war das nicht gewesen. Die Eisbären brachten die Sieg über die Zeit und ließen die Arena am Ostbahnhof beben.

Alles wieder auf Anfang. 3:3 steht es nun in der Finalserie zwischen Berlin und München, wer das

(Foto: DEL/City-Press GmbH)

nächste Spiel gewinnt ist Deutscher Eishockeymeister 2018. Und sprach vor der Finalserie und vor Spiel Fünf noch alles für München, so hat sich das Blatt inzwischen gewendet und die Eisbären Berlin befinden sich aktuell in der Pole Position um den DEL-Pott. Denn das Momentum ist doch deutlich auf Seiten der Eisbären, die München scheinbar geknackt haben. Schon in Spiel Vier war man München deutlich überlegen, konnte da nur die eigenen Chancen nicht nutzen und verlor so das Spiel. In Spiel Fünf und Sechs hielt man an dem Spielplan fest und dieses Mal nutzte man seine Chancen und schoss sechs Tore in München sowie fünf in Berlin.
War sich München seiner Sache nach dem Sieg am Freitag schon zu sicher? Es macht fast den Anschein, denn am Sonntag waren sie relativ nervös nach dem schnellen 0:2-Rückstand. Zwar kämpften sie sich am Ende noch einmal zurück in die Partie, aber verloren diese dann doch noch in der Overtime. Es scheint fast so, als ob das Spiel am Sonntag einen Knacks bei München hinterlassen hat. Auch heute spielten sie nicht so, wie man es von München gewohnt ist. Die Eisbären haben sich in den letzten beiden Spielen in einen Rausch gespielt, spielen wie entfesselt auf, halten das Münchner Powerplay vom eigenen Tor fern und sind vor dem Tor wieder eiskalt und effektiv. Die Mannschaft hat sich dank einer unglaublichen Energieleistung zurück in die Serie gekämpft, an deren Ende nun doch wieder der achte Stern winkt. Und angesichts der aktuellen Berliner Form und der Münchner Schwächephase genau zum ungünstigsten Zeitpunkt, ist den Eisbären am Donnerstag alles zuzutrauen. Denn Erfahrungen mit Spiel Sieben haben die Eisbären schon gemacht, München dagegen betritt am Donnerstag Neuland.
Alles spricht nun für die Eisbären. Es liegt nun an den Eisbären, das größte Comeback der DEL-Finalgeschichte zu vollenden und sich den achten Titel zu sichern.

Nach 61:16 Minuten: Jamie MacQueen schießt die Eisbären zu Spiel 6 der Finalserie

Ausgabe #39:

Die Saison 2017/2018 geht weiter. Die Eisbären Berlin haben ein unglaublich dramatisches und nervenaufreibendes fünftes Finalspiel beim EHC Red Bull München mit 6:5 n.V (3:1,1:1,1:3/1:0) gewonnen und somit ein sechstes Spiel am Dienstagabend in Berlin erzwungen. Die Eisbären wehrten sich nach allen Kräften gegen das drohende Saisonaus, warfen alles in die Partie hinein, was sie hatten, belohnten sich am Ende für eine großartige kämpferische Mannschaftsleistung und zerstörten somit die Meister-Party der Hausherren.

Keine Veränderung im Team der Eisbären, die somit im Tor auch wieder auf Petri Vehanen setzten.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Beide Mannschaften starteten sehr engagiert in die Partie. Die Eisbären jedoch machten den Hausherren das Leben mit aggressivem Forechecking schwer, die Gastgeber wirkten zudem im ersten Drittel teilweise sehr nervös in ihren Aktionen.
Und ein Fauxpas des Meisters nutzten die Eisbären aus. Ein Münchner Spieler fiel im eigenen Drittel zu Boden, André Rankel spielte Doppelpass mit Martin Buchwieser und am Ende netzte der Kapitän eiskalt ein – 1:0 (7.).
Die Eisbären auch fortan die aktivere Mannschaft, München aber bei Kontern immer mal wieder gefährlich.
Doch die Eisbären heute eiskalt und effektiv vor dem Tor, genau das hatte man sich Freitagabend schon gewünscht.
Erneut kommt ein Münchner Spieler zu Fall, Daniel Fischbuch schnappte sich die Scheibe, spielte sie in den Slot zu Thomas Oppenheimer, welcher eiskalt abschloss – 2:0 (13.)
Doch München antwortete schnell. Keith Aucoin passte die Scheibe zu Brooks Macek, von dessen Schlittschuh ging der Puck über die Linie. Nach Ansicht des Videobeweises zählte der Treffer – 2:1 (15.).
Aber das schockte die Eisbären nicht, im Gegenteil, sie erwiesen sich als sehr effektiv heute. Mark Olver spielte Jamie MacQueen im Slot an und der ließ Danny Aus den Birken keine Chance – 3:1 (18.).
So stand es auch nach 20 starken Minuten der Eisbären bei überraschend nervösen Münchnern, die aber auch zwei, drei gefährliche Situationen hatten.

Keine Minute war im zweiten Drittel gespielt, da

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

mussten die Eisbären in Unterzahl ran. Powerplay, die Paradedisziplin der roten Bullen. Aber das Penaltykilling der Eisbären mit guter Arbeit, übersteht die Unterzahl schadlos.
Gleich danach die nächste Unterzahl für die Berliner, aber auch hier wieder ganz starkes Unterzahlspiel der Mannschaft von Chefcoach Uwe Krupp.
Kaum waren die Eisbären wieder komplett, klingelte es doch im Berliner Tor. Kai Wissmann brach der Schläger beim Schuss, Konter München, Frank Mauer mit dem Schuss, Vehanen parierte, war beim Nachschuss von Ex-Eisbär Mads Christensen machtlos – 2:3 (26.). Auch der Treffer galt erst nach Ansicht des Videobeweises.
Danach mal ein Powerplay für die Eisbären, was gut aussah, aber kein Erfolg brachte.
32 Minuten waren gespielt, als Rankel alleine auf Aus den Birken zu lief, aber scheiterte.
Es war nun eine Playoff-Partie auf höchstem Niveau, mit Chancen hüben wie drüben und zwar richtig guten. München zwischendurch mit gehörig Druck, dem die Eisbären aber standhielten.
Gegen Ende des zweiten Drittels nochmal ein Powerplay für die Eisbären, da Ex-Eisbär Christensen in der Kühlbox saß. Dieses Mal nutzten die Gäste das Überzahlspiel, denn Rankel behauptete im Gewühl vor dem Tor die Übersicht und schockte somit den Meister – 4:2 (39.).
München und Berlin in diesem Drittel durchaus auf Augenhöhe, aber die Eisbären eiskalt vor dem Tor.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Im letzten Drittel München mit dem schnellen Anschlusstreffer. Derek Joslin zog von der blauen Linie ab, sein Schuss blieb hängen, Macek setzte nach und konnte verkürzen – 4:3 (42.).
München war wieder dran und sechs Minuten später glich München tatsächlich aus. Diesmal Macek mit dem Zuspiel für Jon Matsumoto, welcher in Überzahl einnetzen konnte – 4:4 (48.).
Ein Schock für uns Fans im Gästeblock, aber nicht für die Eisbären. James Sheppard wurde auf dem Weg zum Tor unsauber gestoppt, die Schiedsrichter entschieden auf Penalty. Sheppard lief an, zögerte lange, spielte Aus den Birken aus und brachte die Eisbären nur 20 Sekunden später wieder in Front – 5:4 (48.).
München mit wütenden Angriffen, Vehanen mit einem Monster Save gegen Keith Aucoin, der das halbleere Tor vor sich hatte, doch der Finne fuhr im letzten Moment seine Schoner aus.
Dann die Riesenchance für die Eisbären, die 30 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis haben, das jedoch nicht nutzen können.
München wieder komplett, Konrad Abeltshauser kam von der Strafbank, spielte den Querpass auf Aucoin, welcher fünf Minuten vor dem Ende des dritten Drittels die Halle zum Beben brachte – 5:5.
In den letzten drei Minuten München mit einem 4-gegen-3-Powerplay. Die Hausherren drückten, wollten den Treffer zur Meisterschaft erzielen, aber die Eisbären retteten sich in die Verlängerung.

Die Nerven wurden ordentlich strapaziert, mit

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

der Verlängerung kam es zum absoluten Höhepunkt. Und der Abend hätte ein langer werden können. Doch dagegen hatten beide Mannschaften etwas. Aucoin auf Macek, der traf das leere Tor nicht. Und nur 18 Sekunden später schoss Jamie MacQueen auf’s Tor, welches wenige Augenblicke danach verschoben wurde. Der Puck ging rein, die Schiedsrichter zeigten auf Tor, fuhren aber doch zum Videobeweis. Bange Minuten des Wartens, Zitterns und Hoffens brachen an. Nach der Entscheidung auf Tor brachen im Gästeblock alle Dämme. Das Saisonende wurde nochmal abgewendet und München die Party versaut.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Was war das bitte für ein Spiel!?Ganz starke Eisbären, die München alles abverlangten. Die Eisbären wollten mit aller Macht das Saisonende abwenden, taten dafür wirklich alles. Eine sehr starke Offensive, die vor dem Tor sehr eiskalt war. Eine Verteidigung, die mit Leidenschaft das eigene Tor verteidigte. Auch wenn man fünf Gegentreffer kassierte, München kann man eben nicht komplett aus dem Spiel nehmen. Ein gutes Powerplay sowie ein überragendes Penaltykilling waren ebenso Schlüssel zum Sieg. Auch mit Rückschlägen kann die Mannschaft umgehen. Die Eisbären legten immer wieder vor, München gab nicht auf und erkämpfte die Verlängerung. Doch dort die Eisbären mit dem besseren Ende. Somit gibt es am Dienstagabend Spiel Sechs in Berlin. Die Arena wird beben, so wie heute auch der Gästeblock, denn der Support war überragend von uns. So muss es auch am Dienstag sein, dann kann man den ultimativen Showdown in München erzwingen.

Playoff-Stand: EHC Red Bull München vs. Eisbären Berlin 3:2