
Die Eisbären Berlin haben die richtige Antwort auf die knappe 2:3-Niederlage bei den Iserlohn Roosters gegeben. Am Freitagabend gewannen die Hauptstädter mit 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) bei den Grizzlys Wolfsburg. Den Mannen von Chefcoach Uwe Krupp gelang damit der zweite Sieg im dritten Saisonspiel sowie der erste Auswärtssieg der neuen DEL-Saison.
Im ausgeglichenen ersten Drittel dauerte es bis zur 16. Spielminute, ehe die 3.142 Zuschauer in der Wolfsburger Eis-Arena den ersten Treffer des Abends bejubeln konnten. Die Eisbären in Überzahl und Darin Olver mit einem Schuss von der rechten Seite – 1:0. Das zweite Saisontor unserer Nummer 40. Knapp eineinhalb Minuten später war eine Strafe gegen die Berliner angezeigt, Wolfsburg also mit einem Mann mehr auf dem Eis. Mark Voakes brachte die Scheibe Richtung Tor, wo Jens Baxmann den Puck unglücklicherweise abfälschte und so den Puck ins eigene Tor beförderte – 1:1 (17.). Mit diesem Spielstand ging es in die erste Drittelpause.
Auch im Mitteldrittel mussten die Zuschauer lange auf den ersten Treffer warten. Diesmal waren es aber die Hausherren, denen der erste Treffer des zweiten Drittels gelang. Christoph Höhenleitner fuhr über die linke Seite hinein ins Drittel der Berliner, zog ab und überwand Petri Vehanen im Eisbären-Tor – 1:2 (33.). Aber auch diesmal dauerte es nur gut eineinhalb Minuten, ehe der Ausgleich fiel. Die Eisbären erneut in Überzahl, Bruno Gervais mit dem Schlagschuss von der blauen Linie, welcher hinter Felix Brückmann im Wolfsburger Tor einschlug – 2:2 (35.). Auch für den Neuzugang der Eisbären war es der zweite Saisontreffer. Auch nach 40 Minuten stand es also Unentschieden.
Im Schlussdrittel dauerte es dann gerade einmal 5:08 Minuten, ehe der erste Treffer fiel. Diesmal legten die Eisbären wieder vor. Und zum zweiten Mal an diesem Abend war es Darin Olver, der Felix Brückmann überwinden konnte – 3:2 (46.). Da scheint jemand seinen Torriecher wieder gefunden zu haben – drittes Tor im dritten Spiel. Sieben Minuten vor der Ende der Partie Florian Busch mit einer Konterchance, doch sein Schuss ging nur an den Pfosten. André Rankel drei Minuten später mit der nächsten Konterchance, doch sein Schuss ging über das Wolfsburger Tor. Kurz vor dem Ende der Partie Wolfsburg noch einmal mit einer großen Chance, nach einem Puckverlust von Frank Hördler. Petri Vehanen parierte den ersten Schuss, den zweiten Schuss blockte Hördler selbst ab. Im Gegenzug bekamen die Eisbären einen Penalty zugesprochen. 33 Sekunden vor dem Ende des Spiels lief Darin Olver an, vergab diesen jedoch. Wolfsburg anschließend mit einer Auszeit, zudem nahmen sie auch noch ihren Goalie aus dem Tor. Doch das brachte ihnen nichts mehr ein, die Eisbären brachten das 3:2 über die Zeit und feierten den zweiten Saisonsieg sowie den ersten Auswärtssieg der noch jungen DEL-Saison.
„Man of the Match“ war Darin Olver, welcher zwei Tore selbst erzielte und zudem auch noch den dritten Treffer der Eisbären vorbereitete. Unsere Nummer 40 scheint wieder zurück zu alter Stärke zu finden. Seine Bilanz nach drei Spieltagen: drei Tore, eine Vorlage.



Nicht damit gerechnet ist auch das richtige Stichwort für den Saisonstart der Straubing Tigers. Denn die Niederbayern sind nach den ersten beiden Spieltagen tatsächlich Spitzenreiter in der Liga. Sechs Punkte aus zwei Spielen bei einem Torverhältnis von 10:4 – damit hat niemand vor der Saison gerechnet. Am Freitag erkämpfte man sich einen 2:1-Heimsieg gegen Iserlohn, Sonntag feierte man dann einen sehr überraschenden Kantersieg in Krefeld, wo man mit 8:3 das Eis als Sieger verließ. Wenn man bedenkt, wie Straubing letztes Jahr in die Saison gestartet ist (nur drei Siege aus den ersten 21 Spielen), ist das schon sehr bemerkenswert.
Die Kölner Haie hatten nach zwei Vizemeisterschaften in der vergangenen Saison als Elfter die Play-Offs verpasst. In der Sommerpause haben die Domstädter ihren Kader gehörig umgekrempelt und sich sehr gut verstärkt. Was sich gleich am ersten Saison-Wochenende bemerkbar gemacht hat. Die Haie hatten ein durchaus schweres Auftakt-Wochenende mit Spielen gegen München und in Nürnberg. Dennoch gewannen die Kölner beide Spiele und sicherten sich fünf Punkte. Freitag gewann man mit 3:2 n.P. gegen München, heute ließ man ein 4:2-Sieg in Nürnberg folgen. Die Transferpolitik der Kölner Haie hat sich bisher ausgezahlt. Mal sehen, wo es in dieser Saison hingeht für die Haie.
Der absolute Top-Favorit auf die Meisterschaft, Titelverteidiger Adler Mannheim, hat einen durchwachsenen Saisonstart hingelegt. Drei Punkte aus zwei Spielen und Platz Zehn nach den ersten beiden Spielen entsprechen nicht den Erwartungen der Adler. Die Leistung war bisher auch noch nicht so berauschend. Freitag siegte man nur mit Ach und Krach 1:0 gegen Schwenningen. Den ersten Härtetest der Saison verloren die Kurpfälzer dann heute Nachmittag mit 2:4 in München. Trotz hochkarätig besetzten Kader ist in Mannheim noch viel Luft nach oben.
Luft nach oben, und zwar deutlich, gilt auch für die Thomas Sabo Ice Tigers. Die Franken starten eigentlich in jede Saison mit hohen Zielen, welche sie am Ende nicht wirklich erreichen. Den Saisonstart hat man sich in Nürnberg sicherlich auch anders vorgestellt. Tabellenletzter nach zwei Spieltagen mit null Punkten und 4:9-Toren. Damit hatte man in Nürnberg nicht gerechnet, wenn gleich man sagen muss, dass das Auftakt-Programm mit Spielen in Berlin und gegen Köln auch nicht gerade einfach war. Ob das bisherige Abschneiden der Ice Tigers mit dem langfristigen Ausfall von Stammgoalie Jochen Reimer zusammen hängt, ist eher fraglich. Denn sein Backup Andreas Jenike konnte in den ersten beiden Spielen durchaus überzeugen. Überzeugen konnte auch Nürnbergs Torjäger Patrick Reimer in den ersten beiden Spielen. Drei Tore hat der deutsche Nationalspieler schon wieder auf dem Konto. Damit gehen drei der vier Nürnberger Saisontore auf sein Konto. 


