Final-Neuauflage in München: Eisbären wollen den dritten Sieg in Folge einfahren

Ist sie vorbei, die Krise bei den Eisbären Berlin? Geht man rein nach den Ergebnissen, würde man sagen, es sieht wieder besser für die Hauptstädter aus. 5:4 n.P. in Düsseldorf gewonnen, beim 5:3 gegen Bremerhaven die fünf Spiele andauernde Niederlagenserie auf eigenem Eis beendet. Doch spielerisch hat die Mannschaft nach wie vor viel Luft nach oben, doch sind sicherlich schon wieder gute Ansätze zu sehen, denn geschenkt bekommen haben die Eisbären beide Siege nicht.

In beiden Spielen mussten die Spieler bis zur letzten Sekunde hart arbeiten, um die Spiele erfolgreich zu beenden. Vor allem kämpferisch haben die Eisbären überzeugen können, sie zeigten den unbändigen Willen, die Spiele gewinnen zu wollen. Zwischenzeitliche Rückschläge brachten sie kurz aus der Ruhe, aber nicht zum Fallen. Beide Spiele hätten auch die Gegner gewinnen können und wäre den Eisbären das Pech der letzten Wochen weiter treu geblieben, wären diese beiden Duelle auch an Düsseldorf und Bremerhaven gegangen. Aber das Glück vor dem eigenen aber auch gegnerischen Tor kehrte zurück. Und zudem präsentierte man sich in den beiden Spielen auch als eiskalt vor dem Tor, brachte viel mehr Scheiben gefährlich zum Tor und hatte vor allem immer wieder einen Spieler vorm Torhüter stehen, um ihm die Sicht zu nehmen.

Aber es wurde eben auch deutlich, dass die Eisbären bei Gegentoren immer noch ins Wanken geraten. Gerade gestern gegen Bremerhaven wurde es deutlich, als man scheinbar sicher früh mit 3:0 führte, doch Bremerhaven ließ die Eisbären mit dem Anschlusstreffer wieder zittern und war plötzlich die spielbestimmende Mannschaft. Aber während die Eisbären in den Wochen zuvor danach wieder komplett eingebrochen wären, zeigte sich gestern die kämpferische Seite. Die Jungs haben hart gearbeitet, haben versucht, dagegen zu halten, haben versucht, das Spiel zu gewinnen. Bremerhaven machte es den Eisbären nicht einfach, immer wieder musste Maxi Franzreb im Tor, gerade im zweiten Drittel, retten. Man stelle sich mal vor, die Eisbären hätten keine so starken zwei Goalies, wo würden die Eisbären in der Tabelle dann nur stehen? Sicherlich auf keinem Pre-Playoff-Platz.

Die zuletzt gezeigten Leistungen machen Mut, zeigen, dass die Eisbären wieder Tore schießen können, dass sie wieder auf eigenem Eis gewinnen können und das Rückschläge sie zwar kurz aus der Bahn werfen, man dann aber wieder geschlossen um den Sieg kämpft. Aber es wurde auch erneut deutlich, wie leicht die gegnerischen Spieler manchmal ins Angriffsdrittel der Eisbären kommen, wie oft sie alleine auf Kevin Poulin oder aber gestern Abend Maxi Franzreb zulaufen können. Daran müssen die Eisbären arbeiten. Sie müssen ein gesundes Maß aus guter Defensive und starker Offensive finden. Im Moment, also in den letzten beiden Spielen, half die starke Offensive, die manchmal schwache Defensive vergessen zu machen und gab dem Team somit die Möglichkeit, die Spiele zu gewinnen. Aber man sollte die Torhüter mehr unterstützen, damit solche Alleingänge nicht mehr so oft passieren werden.

Das nächste schwere Spiel wartet bereits morgen Abend auf die Eisbären Berlin. Dann geht es ab 19:30 Uhr beim Deutschen Meister EHC Red Bull München zur Sache. Beide bisherigen Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen an München – 4:2 in Berlin, 3:1 in München. Und München spielte zuletzt sehr gerne auf eigenem Eis gegen die Eisbären, gewann man doch sieben der letzten neun Heimspiele.
Was den Eisbären aber Hoffnung machen kann? Zum einen die Tatsache, dass man die letzten beiden Spiele gegen Top-6-Teams gewonnen hat und München zählt dazu. Zum anderen der Fakt, dass die Eisbären auswärts vier der letzten fünf Spiele gewinnen konnten. Die Gegner? Ingolstadt, Mannheim, Köln und Düsseldorf. Alles besser platzierte Teams als die Eisbären. Und München ist ebenso besser platziert als die Berliner.

1:3 – Eisbären verlieren Duell der arg dezimierten Teams

Die Eisbären Berlin können in der Hauptrunde den Deutschen Meister Red Bull München einfach nicht mehr besiegen. Am Donnerstagabend verlor der DEL-Rekordmeister beim dreifachen Deutschen Meister mit 1:3 (0:1,0:1,1:1) und kassierte damit die elfte Niederlage in den letzten zwölf Hauptrundenduellen gegen München. Dennoch kann man mit dem Auftritt der Eisbären zufrieden sein, die trotz der großen Personalsorgen alles gegeben haben, doch am Ende war München effizient vor dem Tor und nutzte die Fehler der Eisbären eiskalt aus.

Aber Personalsorgen hatte auch der heutige Gegner, insgesamt fehlten auf beiden Seiten je acht Spieler. Unglaublich, wie groß die Personalsorgen bei beiden Mannschaften sind und trotz der 16 Ausfälle war es eine sehr ansehnliche DEL-Partie.

Vom ersten Bully weg entwickelte sich eine Partie mit hohem Tempo, es ging hin und her, beide Mannschaften suchten immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor. Früh in der Partie hatten die Berliner gleich einmal eine doppelte Unterzahl für insgesamt 84 Sekunden zu überstehen. Das gelang den Eisbären aber, auch, weil sie die Schusswege gut zu stellten und München außer durch Yannic Seidenberg und Derek Joslin keine gefährlichen Chancen hatte.
Als die Gäste aus der Hauptstadt ihr erstes Powerplay hatten, war es München, welches die beste Chance hatte. Puckverlust der Eisbären im Drittel der Hausherren, Mark Voakes und Frank Mauer mit dem 2-auf-1-Konter, Voakes schloss ab, doch Kevin Poulin war zur Stelle.
In der 13. Spielminute war aber auch der Berliner Schlussmann geschlagen, als Maximilian Kastner von rechts abgezogen hatte, Poulin an der Hose traf und die Scheibe von da aus ins Tor trudelte – 0:1.
Zum Drittelende hin noch einmal die Eisbären in Überzahl, aber München konnte die Schüsse blocken und nahm somit das 1:0 mit in die Kabine.

17 Sekunden waren im Mitteldrittel gerade einmal rum, da lag die Scheibe erneut im Berliner Tor. Mark Voakes wollte den Puck vor das Tor bringen, James Sheppard fälschte den Puck ab, so dass dieser hoch in die Luft flog. Mark Cundari wollte den Puck weg schlagen, doch am Ende hatte er die Scheibe ins Tor gefaustet – 0:2 (21.). Eine komplett unnötige Aktion von Cundari, Kevin Poulin war bereits auf dem Weg aus dem Tor.
Aber die Eisbären blieben davon unbeirrt, versuchten weiter nach vorne zu spielen und hatten auch gute Chancen. Louis-Marc Aubry zum Beispiel, der die freie Scheibe vor dem Tor sah, Danny Aus den Birken umkurvte, doch am Münchner Goalie am Ende scheiterte. Oder aber Florian Busch, welcher einen 2-auf-1-Konter mit André Rankel fuhr, selbst abzog, doch sein Schuss ging nur ans Außennetz. Eine Minute später Marcel Noebels mit einer klasse Puckannahme, zog ab, scheiterte jedoch an Danny Aus den Birken, Martin Buchwieser setzte den Nachschuss knapp am Tor vorbei.
Und was kam von München, die hier sehr effizient auftraten? Auch die Hausherren hatten durchaus Chancen. Jakob Mayenschein legte die Scheibe von hinter dem Tor vor das selbige, wo Andreas Eder zum Abschluss kam, jedoch knapp am Tor vorbei schoss. Und nach einem Scheibenverlust von André Rankel im eigenen Drittel stand Frank Mauer plötzlich frei vor Kevin Poulin, welcher jedoch stark reagierte und das 0:3 verhinderte.
Zum Drittelende hin dann die Eisbären mal für 51 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis, Micki DuPont mit der Chance und Colin Smith mit dem Nachschuss, aber Danny Aus den Birken war einfach nicht zu überwinden. Zumal er schon die beiden Spiele zuvor ohne Gegentor überstanden hatte. So lag München nach 40 Minuten mit 2:0 vorne.

Das letzte Drittel begannen die Gäste von der Spree mit noch 24 Sekunden Powerplay, aber auch das blieb ungenutzt. Das beste Powerplay tat sich enorm schwer gegen das beste Unterzahlteam der Liga.
Aber bei 5-gegen-5 waren die Eisbären gefährlich, erspielten sich gute Möglichkeiten. 2-auf-1-Konter der Eisbären, Martin Buchwieser mit dem Schuss, aber auch hier war Aus den Birken zur Stelle. Geschlagen war der Münchner Goalie aber wenig später bei Florian Kettemers Schuss, welcher jedoch nur an den Außenpfosten ging.
Aber in der 50. Spielminute war dann auch der Goalie des Deutschen Meisters geschlagen, erstmals seit 193:01 Minuten wieder. André Rankel setzte sich über rechts klasse durch, brachte die Scheibe vor das Tor, wo sie durch rutschte und direkt am linken Bullykreis vor dem Schläger von Mark Cundari an kam, welcher direkt abgezogen hatte – 2:1.
Direkt im nächsten Angriff die Berliner beinahe mit dem Ausgleich, aber Micki DuPont scheiterte an der Latte. Die Eisbären gaben hier nicht auf, versuchten alles, um zum Ausgleich zu kommen, schwächten sich zum Ende aber selbst mit einer Strafe drei Minuten vor der Schlusssirene. Aber die Gäste überstanden diese Unterzahl, riskierten in den letzten Sekunden noch einmal alles. Auszeit und Goalie raus, doch das nutzte Patrik Hager zum entscheidenden 3:1 22 Sekunden vor dem Ende.

Die Eisbären trotzten den vielen Ausfällen, gaben alles, suchten immer wieder den Weg zum Tor und hatten auch ihre Chancen, es ging aber leider nur ein Schuss ins Tor vom starken Danny Aus den Birken. München nutzte dagegen die Fehler der Eisbären eiskalt aus und erwies sich als effizient vor dem Tor. Zudem war das beste Unterzahlteam der Liga heute besser als das beste Powerplay der Liga.
Nichtsdestotrotz kann man mit dem Auftritt der Eisbären zufrieden sein und man kann auch viele positive Sachen mitnehmen, findet auch Stürmer Marcel Noebels:

Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht. Aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt, das hat uns am Ende die Punkte gekostet. München hat eiskalt seine Chancen ausgenutzt. Aber dennoch können wir viel Positives aus dem Spiel mitnehmen.

2:4 zum Saisonauftakt: Eisbären mit Schwächen im Powerplay und Chancenverwertung – München eiskalt und abgezockt

 

Ausgabe #3:

Die Revanche ist nicht geglückt. Vor 13.030 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof unterlagen die Eisbären Berlin in der Neuauflage der letztjährigen Finalserie dem Meister EHC Red Bull München mit 2:4 (0:1,2:1,0:2) und kassierten inklusive CHL die fünfte Pflichtspiel-Niederlage im fünften Pflichtspiel. Ja, die Eisbären waren bemüht. Ja, sie erspielten sich jede Menge gute Torchancen. Aber die Chancenverwertung war unterirdisch, ebenso das Powerplay. Zudem leistete man sich zu viele leichtsinnige Fehlpässe. So kannst du gegen den dreimaligen Titelträger nicht gewinnen.

Die Eisbären traten ohne Marvin Cüpper, Frank Hördler, Florian Busch und Marcel Noebels an. Trainer Clément Jodoin gab sein Debüt als Coach für die Eisbären. Zudem feierten Mark Cundari, Florian Kettemer, Brendan Ranford, Jason Jaspers und Colin Smith ihre DEL-Premiere im Bären-Trikot. Maximilian Franzreb hütete den Berliner Käfig.

Foto: eisbaerlin.de/walker

Die Hausherren fanden gut in die Partie, erspielten sich gleich drei hochkarätige Torchancen in den ersten drei Minuten. Die beste Chance hatte dabei Sean Backman nach 39 Sekunden, als er nur den Pfosten traf. Ein richtig guter Beginn, mit dem München so wohl nicht gerechnet hatte.
Nach sechs Minuten bot sich den Eisbären dann die Chance, erstmals in Überzahl zu spielen. Und nach dem tollen Beginn dachten alle, jetzt muss doch der Führungstreffer fallen. Denkste, denn das Powerplay konnte als solches in diesem Spiel nicht bezeichnet werden. Ich weiß nicht, was die Eisbären im Training machen, Powerplay üben kann es jedenfalls nicht sein. München überstand die Unterzahl also schadlos.
Und was machte der Meister? Der hatte nach 14 Minuten sein erstes Powerplay, konnte dieses zwar nicht nutzen, lag aber dennoch danach in Führung. Denn mit Ablauf der Strafe gegen Jonas Müller war Franzreb das erste Mal an diesem Abend geschlagen. Maximilian Kastner hatte vom Bullykreis aus abgezogen und zum 0:1 getroffen (16.).
So stand es auch nach 20 Minuten, die Eisbären eigentlich das bessere Team mit den besseren Chancen, aber am Ende zählt nicht die Anzahl der Chancen sondern das, was man aus seinen Chancen macht. Und da war München eben besser und lag so nach 20 Minuten vorne.

Das Mitteldrittel begannen die Eisbären in Überzahl, aber lassen wir es, darüber auch nur ein Wort zu

Foto: eisbaerlin.de/walker

verlieren. Und dann kamen die Gäste mal wieder vor das Tor und schon stand es 0:2. Mark Voakes hatte von der blauen Linie abgezogen, sein Schuss blieb hängen und Konrad Abeltshauser schaltete am schnellsten (25.).
Die Eisbären waren nur kurze Zeit geschockt und legten danach den Vorwärtsgang wieder ein. Und bei 4-gegen-4 auf dem Eis sollten sie sich auch belohnen. Danny Richmond fuhr mit der Scheibe ums Tor, legte sie dann quer rüber zu Thomas Oppenheimer, welcher zum 1:2-Anschlusstreffer einnetzen konnte (31.).
20 Sekunden später sollte die Partie für den Torschützen bereits beendet sein. Nach einem harten Check blieb „Oppi“ lange auf dem Eis liegen, verletzte sich wohl dabei an der Schulter und musste die Partie beenden. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte Coach Clément Jodoin, dass Oppenheimer wohl zwei bis drei Monate ausfallen wird. Ein herber Rückschlag für die Berliner. Gute Besserung an dieser Stelle an die Nummer 23.
Aber auch diesen Rückschlag steckten die Eisbären weg. Ausgerechnet Florian Kettemer erzielte in seinem ersten Spiel für die Eisbären den 2:2-Ausgleich gegen seinen Ex-Verein (38.), was zugleich auch der Pausenstand nach 40 Minuten war.

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München zu Beginn des Schlussdrittels noch in Überzahl, aber sie konnten keinen Nutzen daraus ziehen. Aber beim nächsten Powerplay zappelte der Puck dann doch im Tor. Franzreb konnte den ersten Schuss von John Mitchell nur prallen lassen, Justin Shugg stand goldrichtig und traf zum 2:3 (45.).
Dann der Knackpunkt der Partie. Die Eisbären fast eineinhalb Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis und sie schafften es nicht, München in dieser doppelten Überzahl den Ausgleich einzuschenken. Unfassbar.
Sechs Minuten vor dem Ende sorgten die Gäste dann für die Entscheidung. München bekam einen Penalty zugesprochen, welchen Konrad Abeltshauser eiskalt versenkte – 2:4 (54.).
Danach war der Drops in Berlin gelutscht, die Eisbären zwar weiterhin bemüht, aber Münchens Defensive stand nun sehr kompakt und ließ kaum noch was zu. Am Ende holten sich München also den ersten Dreier der Saison.

Eine Niederlage, die mal wieder die aktuellen Baustellen der Eisbären schonungslos aufdeckt. Man erspielt sich jede Menge gute Chancen, nutzt diese nur zu selten. Man bekommt Überzahlspiele, doch sorgt dort für keinerlei Gefahr. Man leistet sich zu viele einfache Scheibenverluste. Wie eine Spitzenmannschaft spielt, zeigte dagegen der Meister aus München. Eiskalt vor dem Tor und sonst sehr abgezockt, so musst du auswärts bei einem Kontrahenten im Kampf um die Meisterschaft spielen.

3:6 im entscheidenden siebten Finalspiel: Der Traum vom achten Stern ist geplatzt

Sie haben ihn lange am Leben gehalten. Den Traum von der achten Meisterschaft. Selbst von einem 1:3-Rückstand in der Finalserie gegen den EHC Red Bull München haben sich die Eisbären Berlin nicht abschrecken lassen. Sie haben sich noch einmal aufgerappelt und alles gegeben, München die Meister-Party versaut und ein alles entscheidendes siebtes Finalspiel erzwungen. Und sich somit im Rennen um die DEL-Meisterschaft 2018 gehalten. Doch am Donnerstagabend platzte der Traum von der achten Meisterschaft. Mit 3:6 (1:4,0:1,2:1) unterlag der DEL-Rekordmeister beim jetzt dreimaligen Deutschen Meister. Dabei fiel die Entscheidung um den DEL-Pott bereits im ersten Drittel.

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp schickte das selbe Team wie in Spiel Sechs ins Rennen. Die Eisbären vertrauten also jenen Spielern, die diesen ultimativen Showdown erst ermöglicht hatten.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Von der ersten Sekunde an war es ein Spiel, welches von sehr hohem Tempo geprägt war. Beide Mannschaften versuchten schnell die neutrale Zone zu überbrücken. Beide wollten sofort den Weg zum Tor suchen und die ersten Duftmarken setzen. München dann früh im ersten Drittel mit dem ersten Powerplay, erspielten sich dabei auch gute Chancen, aber Petri Vehanen im Eisbären-Tor ließ keinen Treffer zu.
Mitte des ersten Drittels bot sich den Eisbären die erste Chance, in Überzahl zu agieren. Was jetzt nicht unbedingt die Lieblingsdisziplin in dieser Saison war. Aber dieses Mal klingelte es im Münchner Tor. Auf der linken Seite wurde Micki DuPont angespielt, dieser zog direkt ab und ließ Danny Aus den Birken keine Chance – 1:0 (11.).
Der perfekte Start in dieses alles entscheidende Finalspiel. Und so ganz unverdient war diese Führung auch nicht, denn die Eisbären hatten bis dahin mehr vom Spiel, hatten mehr Abschlüsse zu verzeichnen. Insofern ging die Führung auch in Ordnung. Aber es folgten Horror-Minuten für die Berliner.
In der 13. Spielminute hatte Konrad Abeltshauser nach einem Zuspiel von Jon Matsumoto zu viel Zeit und Platz, visierte das Ziel an und glich zum 1:1 aus.
Schockte die Eisbären immer noch nicht, die weiter nach vorne spielten und ihre Chancen suchten. Aber dann folgte der Zwölf-Sekunden-Doppelschlag der Gastgeber, von dem sich die Eisbären nicht mehr erholen sollten.
Matsumoto kam zu einfach durch die Defensive der Berliner bis vor das Tor, wollte dann Vehanen ausspielen, scheiterte im ersten Versuch aber noch am Finnen. Der zweite Versuch passte dann aber, allerdings auch dank der unglücklichen Mithilfe von Jonas Müller, der den Puck letztendlich über die Linie beförderte – 1:2 nach 15:55 Minuten.
Direkt vom Bully weg München mit viel Druck nach vorne, der Puck prallte von der Bande hinter dem Tor vor selbiges zurück, die Zuordnung in der Berliner Defensive stimmte überhaupt nicht und Steve Pinizzotto netzte eiskalt ins leere Tor ein – 1:3 nach 16:07 Minuten.
Uwe Krupp reagierte sofort und nahm eine Auszeit. Aber dieser Doppelschlag innerhalb weniger Sekunden hatte seine Spuren hinterlassen und im Grunde war das Finale und die Meisterschaft danach entschieden. Denn München strotze nun nur so vor Selbstvertrauen, während die drei schnellen Treffer bei den Eisbären Wirkung zeigten.
Und es sollte noch schlimmer kommen. München im Powerplay, Dominik Kahun sein Schuss wurde noch pariert, aber Ex-Eisbär Mads Christensen setzte nach und arbeitete die Scheibe über die Linie – 1:4 und das 39 Sekunden vor der ersten Drittelpause.
Ein unglaubliches erstes Drittel, dessen Spielstand den Spielverlauf nicht wirklich wider spiegelte. 10 Münchner Torschüsse reichten, um vier Tore zu erzielen. Die Eisbären, die eigentlich ein gutes erstes Drittel bis zum 1:1 spielten, hatten 16-mal auf das Tor von Aus den Birken geschossen. Doch München war brutal effektiv und eiskalt vor dem Tor.

Noch waren 40 Minuten zu spielen, aber zunächst einmal hatte München das nächste Überzahlspiel,

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

welches sie jedoch nicht nutzten. Dann folgte der nächste Knackpunkt in diesem Spiel. Die Eisbären mit einem Powerplay, in dem sie zwar Chancen hatten, diese aber nicht nutzen konnten. Kurz darauf München in Überzahl und nach nur 17 Sekunden trafen die Gastgeber. Derek Joslin hatte von der blauen Linie abgezogen, Vehanen parierte den ersten Schuss, Pinizzotto setzte nach und drückte die Scheibe im Liegen über die Linie – 1:5 (28.). Die Münchner Nummer 14 mit dem unbändigen Willen, dieses Tor erzielen zu wollen.
Die Eisbären gaben nicht auf, waren weiterhin bemüht, rannten weiter an und hatten auch noch zwei Überzahlspiele im zweiten Drittel gehabt. Es fehlte ihnen jedoch an zwingenden Ideen, hier noch einmal zurück in die Partie zu finden. München tat nicht mehr als nötig, konzentrierte sich auf die Defensive und lauerte auf Konter.

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Die vermehrt im letzten Drittel kommen sollten, da die Eisbären angesichts des Spielstandes natürlich aufmachen mussten. In der 45. Spielminute kehrte aber die kleine Hoffnung auf das große Comeback zurück. Rihards Bukarts auf Jamie MacQueen, welcher vor dem Tor lauerte und auf 2:5 verkürzen konnte.
München schraubte das Tempo danach mal eben kurz hoch. Jerome Flaake scheiterte noch an der Latte, Florian Kettemer brachte die Scheibe zum Tor, Brooks Macek setzte erfolgreich nach – 2:6 (47.).
Aber auch die Eisbären mit der direkten Antwort. James Sheppard fälschte einen Schuss von Kai Wissmann unhaltbar für Aus den Birken ab – 3:6 (48.).
Es sollte der letzte Eisbären-Treffer in dieser Saison sein und zugleich der letzte in dieser DEL-Saison. Denn anschließend tat sich nichts mehr. München ließ sich das nicht mehr nehmen, die Eisbären verloren mit zunehmender Spieldauer auch den Glauben an das Comeback. Und so feierte der EHC Red Bull München am Ende die dritte Meisterschaft in Folge. Herzlichen Glückwunsch dazu an dieser Stelle. So viel Fairness sollte sein. Und ein unverdienter Meister sind die Mannen von Coach Don Jackson auch nicht.

Aber natürlich hätten wir lieber die Eisbären auf dem Thron gesehen und es sah zu Beginn auch sehr

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gut aus, doch dann drehte München mal kurz auf und überrollte die Eisbären in wenigen Minuten, stellte somit die Weichen auf Sieg und dritte Meisterschaft in Folge.
Doch auch wenn gestern Abend und auch jetzt immer noch Trauer vorhanden ist, was verständlich ist, wenn man so kurz vor dem Ziel noch abgefangen wird, überwiegt der Stolz auf diese Mannschaft. Denn sie hat eine überragende Hauptrunde gespielt, welche mit Platz Zwei und der CHL-Qualifikation endete. Und sie haben uns in den Playoffs über Wochen mit ihren Leistungen verzückt und uns lange den Traum vom achten Stern leben lassen. Dass es am Ende nicht geklappt hat, ist zwar traurig, aber dennoch kann man mit großem Stolz auf die Saison 2017/2018 zurückblicken. Und im nächsten Jahr greifen sie dann wieder von vorne an. Denn auch dann heißt das Motto wieder: „Mit aller Macht zur Acht!“

Der Traum vom achten Stern lebt weiter: Die Eisbären erzwingen den Showdown um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft in München!

Ausgabe #40:

Diese Finalserie ist einfach der pure Wahnsinn. Es geht tatsächlich ins alles entscheidende siebte Finalspiel am Donnerstagabend in München. Denn die Eisbären Berlin haben das sechste Finalspiel in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof hochverdient mit 5:3 (1:1,1:0,3:2) gewonnen, glichen somit die Serie aus und erzwangen damit den ultimativen Showdown in München. Und der Sieg war klar verdient, waren die Eisbären doch über das gesamte Spiel gesehen die bessere Mannschaft, während München irgendwie ratlos wirkte. Anscheinend saß beim Team von Chefcoach Don Jackson der Schock von Spiel Fünf noch zu tief. Andererseits sind es die roten Bullen auch nicht gewohnt, über mehr als fünf Spiele in den Playoffs zu gehen. Die Eisbären hingegen schon und sie sind derzeit Megaheiß auf Eishockey. Und nach dem heutigen Spiel ist der Truppe von Chefcoach Uwe Krupp jetzt alles zuzutrauen. Auch der große Wurf.

Der Eisbären-Coach vertraute auf das selbe Team wie am Sonntag in München. Warum sollte er auch etwas ändern, schließlich gewann diese Truppe das legendäre fünfte Finalspiel in München mit 6:5 n.V.

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Und die Hausherren machten vom ersten Bully weg klar, dass sie hier nur ein Ziel vor Augen hatten – den Sieg und damit den Serienausgleich. Sofort wurde das Münchner Tor anvisiert und relativ schnell konnte man den Deutschen Meister schocken. Ein Zuckerpass von Jonas Müller vor das Tor zu Louis-Marc Aubry, der behielt die Ruhe und vollstreckte eiskalt zum 1:0 (4.).
Der perfekte Start in ein Drittel, welches hart umkämpft war. Beide Mannschaften fuhren ihre Checks konsequent zu Ende und teilten immer wieder aus, um den Gegner zu provozieren. Hinten standen beide äußerst kompakt, was es den jeweiligen Angriffsreihen schwer machte, sich gute Chancen zu erspielen. Zwar kamen beide immer mal wieder zu Abschlüssen, aber es waren keine hundertprozentigen dabei. Doch trotzdem klingelte es im Auftaktdrittel noch einmal im Tor. Konrad Abeltshauser hatte abgezogen und zum 1:1 ausgeglichen (9.).
Der Treffer gab München ein wenig Aufwind, der Titelverteidiger kam nun besser ins Spiel und hatte auch mal eine Phase, wo man sich im Berliner Drittel festsetzen konnte. Aber diese Phase hatten auch die Eisbären, nutzen konnten beide diese aber nicht. Somit stand es nach 20 hochinteressanten und hart umkämpften Minuten 1:1 in der Hauptstadt.

Zu Beginn des Mitteldrittels waren die Hausherren noch in Unterzahl, überstanden diese aber

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schadlos, weil das Penaltykilling auch heute wieder sehr gut funktionierte. Und als man wieder komplett war, ging man erneut in Führung. James Sheppard mit dem Pass von der linken Seite, Jason Jaffray wollte diesen abfangen, doch er fälschte die Scheibe unglücklich ab und so ging die Scheibe ins Münchner Tor – 2:1 (23.).
Erneut ein Top-Start ins Drittel für den Rekordmeister, der mal wieder zur richtigen Zeit traf. Fortan die Eisbären weiterhin mit guten Aktionen nach vorne. Aber auch München kam immer wieder vor das Berliner Tor. Aber man merkte den Eisbären an, dass sie es heute mehr wollten als München. Die wirkten manchmal schon echt ratlos, hatten zudem ihre Nerven nicht im Griff und handelten sich somit unnötige Strafzeiten ein. Die Eisbären ließen sich jedoch nicht provozieren, konzentrierten sich weiter auf ihr Spiel und zogen den Spielplan konsequent durch.
Tore sahen die 14.200 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena dann keine mehr, aber die Partie blieb weiterhin sehr interessant und zudem sehr nervenaufreibend, denn hier war noch lange nichts entschieden.

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Früh im Schlussdrittel wurden die Nerven der Eisbären-Fans etwas beruhigt. Die Eisbären in Überzahl, Rihards Bukarts zog direkt ab, Danny Aus den Birken parierte den Schuss, allerdings direkt vor den Schläger von Jamie MacQueen, welcher nach nur zwölf Sekunden dankend einnetzte – 3:1 (41.).
Doch München bekam kurz darauf ein Powerplay zugesprochen, aber die Eisbären heute mit ganz starker Arbeit in Unterzahl, überstanden auch diese schadlos. Und kurz darauf sorgte man für einen Jubel-Orkan in der Arena. Daniel Fischbuch wurde auf die Reise geschickt, lief alleine auf den Goalie zu und diese Chance ließ er sich – im Gegensatz zu vielen anderen solcher Situationen während der Hauptrunde – nicht nehmen und erhöhte auf 4:1 (45.).
Diese zwei schnellen Tore waren natürlich Balsam für die Eisbären-Seele, jedoch Gift für die Seele der Münchner. Die waren komplett von der Rolle. Sie bemühten sich zwar, suchten auch immer wieder den Weg Richtung Petri Vehanen. Aber der Finne ließ nichts zu. München wirkte nicht wie das München aus den Spielen Zwei bis Vier. Sie fanden überhaupt kein Mittel gegen die Eisbären, hatten nichts zum dagegen setzen und wirkten, wie schon mehrfach erwähnt, teilweise sehr ratlos. So kennt man Mannschaften von Don Jackson nicht. Aber der erfolgreichste DEL-Trainer hatte keinen Plan gegen die wie entfesselt aufspielenden Eisbären, die bei Kontern weitere Chancen hatten, das Ergebnis noch auszubauen.
So lief die Zeit runter und Spiel Sieben rückte immer näher. Doch München zeigte sich noch einmal, Mads Christensen mit dem 4:2 zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Partie (58.).
Jackson riskierte nun alles, nahm seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, was die Eisbären aber in der selben Minute durch André Rankel zum 5:2 ausnutzten.
Aber München gab nicht auf, Christensen mit dem Schuss, welchen Patrick Hager unhaltbar für Vehanen abfälschte – 5:3 (59.).
Jackson nahm erneut den Goalie raus und zudem noch eine Auszeit. Aber mehr als Ergebniskosmetik war das nicht gewesen. Die Eisbären brachten die Sieg über die Zeit und ließen die Arena am Ostbahnhof beben.

Alles wieder auf Anfang. 3:3 steht es nun in der Finalserie zwischen Berlin und München, wer das

(Foto: DEL/City-Press GmbH)

nächste Spiel gewinnt ist Deutscher Eishockeymeister 2018. Und sprach vor der Finalserie und vor Spiel Fünf noch alles für München, so hat sich das Blatt inzwischen gewendet und die Eisbären Berlin befinden sich aktuell in der Pole Position um den DEL-Pott. Denn das Momentum ist doch deutlich auf Seiten der Eisbären, die München scheinbar geknackt haben. Schon in Spiel Vier war man München deutlich überlegen, konnte da nur die eigenen Chancen nicht nutzen und verlor so das Spiel. In Spiel Fünf und Sechs hielt man an dem Spielplan fest und dieses Mal nutzte man seine Chancen und schoss sechs Tore in München sowie fünf in Berlin.
War sich München seiner Sache nach dem Sieg am Freitag schon zu sicher? Es macht fast den Anschein, denn am Sonntag waren sie relativ nervös nach dem schnellen 0:2-Rückstand. Zwar kämpften sie sich am Ende noch einmal zurück in die Partie, aber verloren diese dann doch noch in der Overtime. Es scheint fast so, als ob das Spiel am Sonntag einen Knacks bei München hinterlassen hat. Auch heute spielten sie nicht so, wie man es von München gewohnt ist. Die Eisbären haben sich in den letzten beiden Spielen in einen Rausch gespielt, spielen wie entfesselt auf, halten das Münchner Powerplay vom eigenen Tor fern und sind vor dem Tor wieder eiskalt und effektiv. Die Mannschaft hat sich dank einer unglaublichen Energieleistung zurück in die Serie gekämpft, an deren Ende nun doch wieder der achte Stern winkt. Und angesichts der aktuellen Berliner Form und der Münchner Schwächephase genau zum ungünstigsten Zeitpunkt, ist den Eisbären am Donnerstag alles zuzutrauen. Denn Erfahrungen mit Spiel Sieben haben die Eisbären schon gemacht, München dagegen betritt am Donnerstag Neuland.
Alles spricht nun für die Eisbären. Es liegt nun an den Eisbären, das größte Comeback der DEL-Finalgeschichte zu vollenden und sich den achten Titel zu sichern.

Nach 61:16 Minuten: Jamie MacQueen schießt die Eisbären zu Spiel 6 der Finalserie

Ausgabe #39:

Die Saison 2017/2018 geht weiter. Die Eisbären Berlin haben ein unglaublich dramatisches und nervenaufreibendes fünftes Finalspiel beim EHC Red Bull München mit 6:5 n.V (3:1,1:1,1:3/1:0) gewonnen und somit ein sechstes Spiel am Dienstagabend in Berlin erzwungen. Die Eisbären wehrten sich nach allen Kräften gegen das drohende Saisonaus, warfen alles in die Partie hinein, was sie hatten, belohnten sich am Ende für eine großartige kämpferische Mannschaftsleistung und zerstörten somit die Meister-Party der Hausherren.

Keine Veränderung im Team der Eisbären, die somit im Tor auch wieder auf Petri Vehanen setzten.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Beide Mannschaften starteten sehr engagiert in die Partie. Die Eisbären jedoch machten den Hausherren das Leben mit aggressivem Forechecking schwer, die Gastgeber wirkten zudem im ersten Drittel teilweise sehr nervös in ihren Aktionen.
Und ein Fauxpas des Meisters nutzten die Eisbären aus. Ein Münchner Spieler fiel im eigenen Drittel zu Boden, André Rankel spielte Doppelpass mit Martin Buchwieser und am Ende netzte der Kapitän eiskalt ein – 1:0 (7.).
Die Eisbären auch fortan die aktivere Mannschaft, München aber bei Kontern immer mal wieder gefährlich.
Doch die Eisbären heute eiskalt und effektiv vor dem Tor, genau das hatte man sich Freitagabend schon gewünscht.
Erneut kommt ein Münchner Spieler zu Fall, Daniel Fischbuch schnappte sich die Scheibe, spielte sie in den Slot zu Thomas Oppenheimer, welcher eiskalt abschloss – 2:0 (13.)
Doch München antwortete schnell. Keith Aucoin passte die Scheibe zu Brooks Macek, von dessen Schlittschuh ging der Puck über die Linie. Nach Ansicht des Videobeweises zählte der Treffer – 2:1 (15.).
Aber das schockte die Eisbären nicht, im Gegenteil, sie erwiesen sich als sehr effektiv heute. Mark Olver spielte Jamie MacQueen im Slot an und der ließ Danny Aus den Birken keine Chance – 3:1 (18.).
So stand es auch nach 20 starken Minuten der Eisbären bei überraschend nervösen Münchnern, die aber auch zwei, drei gefährliche Situationen hatten.

Keine Minute war im zweiten Drittel gespielt, da

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

mussten die Eisbären in Unterzahl ran. Powerplay, die Paradedisziplin der roten Bullen. Aber das Penaltykilling der Eisbären mit guter Arbeit, übersteht die Unterzahl schadlos.
Gleich danach die nächste Unterzahl für die Berliner, aber auch hier wieder ganz starkes Unterzahlspiel der Mannschaft von Chefcoach Uwe Krupp.
Kaum waren die Eisbären wieder komplett, klingelte es doch im Berliner Tor. Kai Wissmann brach der Schläger beim Schuss, Konter München, Frank Mauer mit dem Schuss, Vehanen parierte, war beim Nachschuss von Ex-Eisbär Mads Christensen machtlos – 2:3 (26.). Auch der Treffer galt erst nach Ansicht des Videobeweises.
Danach mal ein Powerplay für die Eisbären, was gut aussah, aber kein Erfolg brachte.
32 Minuten waren gespielt, als Rankel alleine auf Aus den Birken zu lief, aber scheiterte.
Es war nun eine Playoff-Partie auf höchstem Niveau, mit Chancen hüben wie drüben und zwar richtig guten. München zwischendurch mit gehörig Druck, dem die Eisbären aber standhielten.
Gegen Ende des zweiten Drittels nochmal ein Powerplay für die Eisbären, da Ex-Eisbär Christensen in der Kühlbox saß. Dieses Mal nutzten die Gäste das Überzahlspiel, denn Rankel behauptete im Gewühl vor dem Tor die Übersicht und schockte somit den Meister – 4:2 (39.).
München und Berlin in diesem Drittel durchaus auf Augenhöhe, aber die Eisbären eiskalt vor dem Tor.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Im letzten Drittel München mit dem schnellen Anschlusstreffer. Derek Joslin zog von der blauen Linie ab, sein Schuss blieb hängen, Macek setzte nach und konnte verkürzen – 4:3 (42.).
München war wieder dran und sechs Minuten später glich München tatsächlich aus. Diesmal Macek mit dem Zuspiel für Jon Matsumoto, welcher in Überzahl einnetzen konnte – 4:4 (48.).
Ein Schock für uns Fans im Gästeblock, aber nicht für die Eisbären. James Sheppard wurde auf dem Weg zum Tor unsauber gestoppt, die Schiedsrichter entschieden auf Penalty. Sheppard lief an, zögerte lange, spielte Aus den Birken aus und brachte die Eisbären nur 20 Sekunden später wieder in Front – 5:4 (48.).
München mit wütenden Angriffen, Vehanen mit einem Monster Save gegen Keith Aucoin, der das halbleere Tor vor sich hatte, doch der Finne fuhr im letzten Moment seine Schoner aus.
Dann die Riesenchance für die Eisbären, die 30 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis haben, das jedoch nicht nutzen können.
München wieder komplett, Konrad Abeltshauser kam von der Strafbank, spielte den Querpass auf Aucoin, welcher fünf Minuten vor dem Ende des dritten Drittels die Halle zum Beben brachte – 5:5.
In den letzten drei Minuten München mit einem 4-gegen-3-Powerplay. Die Hausherren drückten, wollten den Treffer zur Meisterschaft erzielen, aber die Eisbären retteten sich in die Verlängerung.

Die Nerven wurden ordentlich strapaziert, mit

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

der Verlängerung kam es zum absoluten Höhepunkt. Und der Abend hätte ein langer werden können. Doch dagegen hatten beide Mannschaften etwas. Aucoin auf Macek, der traf das leere Tor nicht. Und nur 18 Sekunden später schoss Jamie MacQueen auf’s Tor, welches wenige Augenblicke danach verschoben wurde. Der Puck ging rein, die Schiedsrichter zeigten auf Tor, fuhren aber doch zum Videobeweis. Bange Minuten des Wartens, Zitterns und Hoffens brachen an. Nach der Entscheidung auf Tor brachen im Gästeblock alle Dämme. Das Saisonende wurde nochmal abgewendet und München die Party versaut.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Was war das bitte für ein Spiel!?Ganz starke Eisbären, die München alles abverlangten. Die Eisbären wollten mit aller Macht das Saisonende abwenden, taten dafür wirklich alles. Eine sehr starke Offensive, die vor dem Tor sehr eiskalt war. Eine Verteidigung, die mit Leidenschaft das eigene Tor verteidigte. Auch wenn man fünf Gegentreffer kassierte, München kann man eben nicht komplett aus dem Spiel nehmen. Ein gutes Powerplay sowie ein überragendes Penaltykilling waren ebenso Schlüssel zum Sieg. Auch mit Rückschlägen kann die Mannschaft umgehen. Die Eisbären legten immer wieder vor, München gab nicht auf und erkämpfte die Verlängerung. Doch dort die Eisbären mit dem besseren Ende. Somit gibt es am Dienstagabend Spiel Sechs in Berlin. Die Arena wird beben, so wie heute auch der Gästeblock, denn der Support war überragend von uns. So muss es auch am Dienstag sein, dann kann man den ultimativen Showdown in München erzwingen.

Playoff-Stand: EHC Red Bull München vs. Eisbären Berlin 3:2

2:4! Die Eisbären haben alles gegeben, aber am Ende scheitern sie an der Chancenverwertung

Ausgabe #38:

Alles war angerichtet für ein tolles viertes Finalspiel. Dieter „Maschine“ Birr von den Puhdys sang mit Unterstützung von Uwe Hassbecker von Silly die Eisbären-Hymne, Letzterer spielte in Vertretung für Bernd Römer von Karat die Deutsche Nationalhymne und die Fankurve stimmte die Mannschaft mit einer gigantischen Choreo auf Spiel Nummer Vier ein. Die Mannschaft gab anschließend auch alles, zeigte eine richtig starke Leistung, erspielte sich jede Menge Torchancen und war München eigentlich überlegen. Nur letztlich waren es die Münchner, die vor dem Tor eiskalt waren und am Ende Spiel Vier mit 4:2 (1:1,2:1,1:0) gewann und somit am Sonntag in eigener Halle den Titel-Hattrick perfekt machen kann.

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp mit dem selben Team wie bei Spiel Drei am Mittwoch in München. Im Tor stand demnach auch wieder Petri Vehanen.

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Die Eisbären machten von der ersten Sekunde an deutlich, die Serie heute ausgleichen zu wollen. Vom ersten Bully weg spielten die Berliner ein aggressives Forechecking und setzten München somit früh unter Druck. Die Eisbären übernahmen schnell die Kontrolle und konnten sich früh für den Aufwand belohnen. Rihards Bukarts bediente Jamie MacQueen, welcher direkt abzog und zum 1:0 traf (6.).
Es folgte das erste Powerplay für die Hausherren und am Ende sogar für 27 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Das große Sorgenkind der Eisbären in dieser Saison. Es sah heute wesentlich besser aus. Es war mehr Bewegung drin, man ließ die Scheibe gut laufen, konnte hier und da auch immer mal wieder für Gefahr sorgen, letztendlich sprang aber kein Treffer dabei heraus.
Was war eigentlich mit München los? Die hatte man im ersten Drittel bisher noch kaum gefährlich vor dem Tor gesehen und auf einmal stand es trotzdem 1:1. München wieder komplett, nach dem die Berliner gut Druck gemacht hatten. Yannic Seidenberg hatte von der blauen Linie abgezogen, Maximilian Kastner hielt die Kelle in den Schuss und sorgte somit für den völlig überraschenden Ausgleich – 1:1 (12.).
Der Ausgleich brachte die Eisbären kurz aus dem Konzept, München nun für kurze Zeit obenauf. Aber die Eisbären fingen sich relativ schnell wieder und brachten das 1:1 über die Zeit.

Das Mitteldrittel begann ausgeglichener. Es ging hin und her, beide suchten immer wieder den

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Abschluss. Das erste Mal erfolgreich abschließen konnten dann die Berliner. Nick Petersen kurvte ums Tor, spielte die Scheibe dann an den langen Pfosten, wo Sean Backman lauerte und den Puck zum 2:1 über die Linie bugsieren konnte (27.).
Dann die Eisbären mal wieder für 22 Sekunden in doppelter Überzahl. Aber auch hier sah es wieder sehr ansehnlich aus, nur erfolgreich war es auch dieses Mal nicht. James Sheppard hatte bei einfacher Überzahl noch die beste Chance, als er an der Latte scheiterte.
Berlin machte das Spiel, hatte die Chancen, nutzte sie aber nicht. Und München? Die waren brutal effektiv heute. Fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause Steve Pinizzotto mit dem Pass von hinter dem Tor in den Slot, wo Jon Matsumoto zu leicht abschließen kann – 2:2 (35.).
Nun München mit Oberwasser, wollte sofort nachlegen, Brooks Macek scheiterte jedoch bei einem Konter an Vehanen. Knapp zwei Minuten vor der zweiten Pause klingelte es dann aber doch im Kasten der Eisbären. Matsumoto legte zurück an die blaue Linie, wo Seidenberg abzog und Vehanen keine Chance ließ – 2:3 (39.).
Der Treffer hatte schon so etwas wie eine Schockwirkung auf die Eisbären, denn eigentlich hätten sie hier, wenn man das ganze Spiel betrachtet, schon mit 3:1 oder 4:1 führen müssen. So aber lag man nach 40 Minuten mit 2:3 hinten.

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Früh im Schlussdrittel München mit einem Powerplay, was ja bisher so gut in der Finalserie funktionierte. Aber die Eisbären standen gut in der Box und verhinderten den nächsten Gegentreffer.
Fortan war es ein Spiel, welches von der Spannung lebte. Die Eisbären warfen alles hinein, was sie hatten. Immer wieder rannten sie an, wollten unbedingt den Ausgleich erzielen. München konzentrierte sich nun aber auf die Defensive, stand äußerst kompakt und machte es den Eisbären immer wieder schwer, zum Abschluss zu kommen. Und wenn doch mal ein Schuss durchkam, dann war er sichere Beute von Danny Aus den Birken.
Die Zeit rannte den Eisbären davon und München zeigte ein weiteres Mal, wie eiskalt sie sind. Dominik Kahun kam im Angriffsdrittel an die Scheibe, hatte zu viel Zeit und konnte im Drittel der Eisbären rumkurven und kam letztendlich zum Abschluss. Vehanen rutschte die Scheibe unglücklich durch die Schoner – 2:4 (58.).
Damit war die Partie gelaufen, was man auch an der Körpersprache der Eisbären deutlich sah, die nicht mehr an die Wende glaubten. München brachte den zweiten Auswärtssieg und den insgesamt dritten Sieg in der Finalserie sicher nach Hause.

War`s das schon? 1:3 liegen die Eisbären in der Finalserie nun hinten und am Sonntag droht bei einer

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

weiteren Niederlage das Saison-Aus und die Vizemeisterschaft. Aber der Mannschaft kann man heute kaum einen Vorwurf machen. Sie haben von der ersten Sekunden alles rein geworfen, haben richtig gutes Hockey gespielt, sich jede Menge Chancen erspielt, welche man leider nicht nutzen konnte. Auch das Powerplay sah heute schon deutlich besser aus, brachte nur nicht den erhofften Erfolg. Und München? Die zeigten sich heute sehr effektiv und eiskalt vor dem Tor. Im Stile eine Spitzen-Mannschaft gewannen sie das Spiel, ohne dabei großartig zu überzeugen. Aber wenn du das Spiel gewinnst, fragt nach dem Wie später keiner mehr.

Playoff-Stand: Eisbären Berlin vs. EHC Red Bull München 1:3 (4:3/4:5/1:4/2:4)

1:4 in Spiel Drei: Auf der Strafbank gewinnst du keine Spiele

Die Eisbären Berlin liegen erstmals in der DEL-Finalserie 2018 hinten. Am Mittwochabend verlor der DEL-Rekordmeister Spiel Drei beim zweifachen Deutschen Meister EHC Red Bull München mit 1:4 (0:1,0:2,1:1) und steht damit vor Spiel Vier auf eigenem Eis am Freitagabend schon gehörig unter Druck. Der Grund für die Niederlage war schnell ausgemacht. Die Eisbären kassierten zu viele Strafzeiten und verloren das Spiel somit auf der Strafbank. Und dass man dort kein Spiel gewinnt, sollte jedem bekannt sein. 

Eisbären-Chefcoach Uwe Krupp hatte das selbe Personal zur Verfügung wie in Spiel Zwei am Sonntag in Berlin. Petri Vehanen, der zum letzten Drittel ausgewechselt wurde, stand heute wieder von Beginn an im Tor.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Die Eisbären kamen gut rein in Spiel Drei, spielten wieder ein aggressives Forechecking und machten deutlich, dass sie hier heute gewinnen wollten. Nach drei Minuten gab es dann auch die erste gefährliche Szene vor dem Münchner Tor, aus der dann die erste Strafzeit der Partie für München entstand. Aber das Powerplay bleibt DAS große Sorgenkind der Eisbären. Einzig André Rankel brachte einen guten Schuss zu Stande.
München hatte nach fünf Minuten die erste gute Chance durch Ex-Eisbär Mads Christensen, welcher vor dem Tor angespielt wurde, aber an Vehanen scheiterte.
Direkt im Gegenzug Micki DuPont mit einem Schuss von der blauen Linie. Rihards Bukarts fälschte gefährlich ab und setzte auch nochmal zum Nachschuss an, beides gefährliche Chancen für Berlin.
Es folgte die erste Strafe für die Eisbären nach sieben Minuten. James Sheppard hatte sich von Steve Pinizzotto provozieren lassen und durfte dafür auf die Strafbank. München und Powerplay? Das ist eine Geheimwaffe. Keith Aucoin hat auf der rechten Seite viel Zeit und Platz, kann so lange warten, bis Yannic Seidenberg auf links sich frei gelaufen hat, spielte die Scheibe passgenau rüber und Seidenberg netzte eiskalt ein – 0:1 (8.). München immer mit dem selben Muster, da hätten die Eisbären besser aufpassen müssen.
Fünf Minuten später das zweite Powerplay für München, diesmal standen die Berliner besser in Unterzahl und trotzdem gab es eine Riesenchance für die Gastgeber. Brooks Macek wurde vor dem Tor angespielt, hatte viel Platz, zog ab, sein Schuss ging aber knapp über das Tor.
München war seit dem 1:0 deutlich besser drin im Spiel, setzte die Eisbären immer wieder unter Druck und setzte sich zudem immer wieder im Angriffsdrittel fest. Die Eisbären fanden kaum noch zu ihrem Spiel, hatten immer wieder Probleme mit der Zuordnung in der Defensive und am Ende auch Glück, dass es nach 20 Minuten nur 0:1 stand. Jason Jaffray vergab die letzte gute Chance im Auftaktdrittel, als Petri Vehanen seinen Schuss an den Pfosten lenkte (17.).

Das zweite Drittel begann aus Eisbären-Sicht gut, denn nach nur 45 Sekunden hatte Jamie MacQueen

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

die erste gute Chance. Sein Schuss wurde noch abgefälscht und wurde somit gefährlich.
Aber München ließ nicht nach, spielte weiter offensiv und wurde zu Chancen eingeladen. Sean Backman mit dem Puckverlust im eigenen Drittel, Dominik Kahun kam an die Scheibe, zog aus dem Slot ab, traf aber nur die Latte (23.). Nur eine Minute später Jon Matsumoto mit dem Bauerntrick, dem Querpass auf Jerome Flaake, doch Petri Vehanen mit einem klasse Stockhand-Save.
28 Minuten waren gespielt, da kassierten die Eisbären die nächste Strafzeit und erneut klingelte es im Tor. Derek Joslin hatte von der blauen Linie abgezogen, Petri Vehanen rutschte die Scheibe durch, blieb auf der Torlinie liegen, Matsumoto setzte nach und drückte den Puck über die Linie – 0:2 (28.).
Die Eisbären fortan durchaus bemüht und auch mit guten Offensivaktionen, waren nach dem Powerbreak besser drin im Spiel, konnten aber Danny Aus den Birken nicht überwinden. Hinten leistete man sich aber weiter Fehler, so auch Jonas Müller. Der Youngster mit einem Fehlpass im eigenen Drittel, Patrick Hager kam an die Scheibe, zog ab, aber Vehanen mit einem klasse Save.
Aber die Eisbären ließen vorne nicht nach und hatten nach einem gewonnenen Bully die große Chance zum Anschlusstreffer, doch Marcel Noebels traf nur die Latte. Auch kurze Zeit später weitere gute Möglichkeiten für die Berliner, leider ohne Erfolg im Abschluss.
Dann mal wieder München mit einer Drangphase, aus der das nächste Powerplay entstand. München mit einem guten Powerplay und zwei sehr guten Chancen. Hager scheiterte an Vehanen, Kahun an der Latte. Kaum waren die Eisbären wieder komplett, mussten sie erneut in Unterzahl antreten und dieses Mal klingelte es im Berliner Tor. München in der Formation, Jason Jaffray wurde am kurzen Pfosten angespielt, Michael Wolf lief sich am langen Pfosten frei, bekam die Scheibe und hatte keine große Mühe, den Puck im halbleeren Tor zu versenken – 0:3 (38.). Das ging wieder zu einfach, zumal es immer wieder der selbe Spielzug in Überzahl von München ist. Beim Stand von 0:3 ging es dann auch in die zweite Drittelpause.

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Das letzte Drittel begann aus Eisbären-Sicht sehr gut. Strafe gegen Darryl Boyle, Überzahl Eisbären und der Anschlusstreffer. Frank Hördler mit dem Schuss von der blauen Linie, Nick Petersen hielt die Kelle in den Schuss und schon zappelte die Scheibe im Münchner Tor – 1:3 (44.).
Die Eisbären nahmen den Schwung des Anschlusstreffers mit, wollten hier direkt nachlegen. München lauerte auf Konter, um das Spiel zu entscheiden.
Dann aber bekam München erstmal wieder ein Überzahlspiel, doch das Penaltykilling der Eisbären war besser als in den beiden Dritteln zuvor und somit überstand man die Unterzahl schadlos.
Kaum wieder komplett, spielten die Eisbären weiter offensiv und mit aggressivem Forechecking. München stellte sich hinten rein und versuchte, die Schusswege zuzumachen und die Schüsse zu blocken. Und zudem lauerten sie weiter auf ihre Chancen. Und die sollten kommen.
In der 51. Spielminute wurde Frank Mauer im Slot angespielt, er zog ab, aber Vehanen war auf dem Posten. Noch in der selben Minute ein Zuckerpass von Darryl Boyle aus dem eigenen Drittel heraus in den Lauf von Patrick Hager, welcher alleine auf Vehanen zu lief, zu einem satten Schlagschuss ausholte und den Puck ins Berliner Tor hämmerte – 1:4 (51.).
Dieser Treffer war dann praktisch die Entscheidung gewesen. München tat weiterhin nicht mehr als nötig, die Eisbären zeigten sich weiterhin bemüht nach vorne, wussten aber, dass die Partie hier entschieden war. So brachte München das 4:1 souverän über die Zeit.

Ein am Ende klar verdienter Sieg für den Deutschen Meister, der mal wieder seine Extraklasse in

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Überzahl unter Beweis stellte. Drei von vier Toren erzielte München in Überzahl, somit waren mal wieder die Special Teams der Knackpunkt. Was an sich schon ärgerlich ist, weil man um die Stärke von München in Überzahl weiß. Aber was noch viel schlimmer ist, München hat meistens immer den selben Spielzug in Überzahl und das sollten die Eisbären eigentlich wissen. Und trotzdem konnte München genau jenen Spielzug durchziehen und war damit am Ende erfolgreich.
Die Eisbären sollten an ihrer Disziplin arbeiten, unnötige Strafen vermeiden, denn sonst hast du in dieser Finalserie keine Chance gegen den Titelverteidiger. Die Eisbären müssen zurück zu der Leistung aus Spiel Eins, als man München mit der da gezeigten Spielweise vor große Probleme stellte und letztendlich Spiel Eins für sich entscheiden konnte. Von der in Spiel Eins gezeigten Leistung war in den Spielen Zwei und Drei nicht mehr viel zu sehen. Finden die Eisbären zurück zur Spielweise von Spiel Eins, könnten sie am Freitag die Serie ausgleichen. Wenn nicht, dann winkt München am Sonntag die dritte Meisterschaft in Folge

Playoff-Stand: EHC Red Bull München vs. Eisbären Berlin 2:1 (3:4/5:4/4:1)

4:5! München zu abgezockt und eiskalt vor dem Tor

Ausgabe #37:

Das Heimrecht ist schon wieder weg. Nach dem überraschenden Break mit dem 4:3-Auswärtssieg im ersten Finalspiel folgte im zweiten Finalspiel heute auf eigenem Eis eine Niederlage. Die Eisbären Berlin unterlagen dem EHC Red Bull München mit 4:5 (1:2,1:3,2:0) und mussten somit das Heimrecht wieder abgeben. Man hatte mit einer Reaktion der Gäste gerechnet und die folgte auch. Auch wenn es am Ende noch einmal eng wurde, so war der Sieg der Mannschaft von Chefcoach Don Jackson keinesfalls unverdient.

Keine Veränderung im Team von Chefcoach Uwe Krupp. Es fehlten also weiterhin Constantin Braun, Blake Parlett, Florian Busch, Vincent Hessler und Charlie Jahnke. Im Tor begann Petri Vehanen.

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München begann äußerst engagiert und mit einem aggressiven Forechecking, was die Eisbären immer wieder vor Probleme stellte. Dennoch gehörte den Berlinern die erste Torchance, aber Danny Richmond traf nur den Außenpfosten (2.).
Doch danach war eigentlich nur München vor dem Tor präsent. Der Titelverteidiger machte von Beginn an deutlich, hier sofort zurückschlagen zu wollen. Dementsprechend spielten die Mannen von Don Jackson auch, erspielten sich auch gute Chancen, welche Petri Vehanen zu halten wusste.
Die Eisbären taten sich schwer mit Offensivaktionen. Daniel Fischbuch hatte in den ersten zehn Minuten noch eine richtig gute Chance, als er alleine auf Danny Aus den Birken zulief, jedoch scheiterte (9.).
Und dann mal wieder der Beweis, wie wichtig Special Teams in den Playoffs und gerade im Finale sind. Die Eisbären konnten ihr Powerplay nicht nutzen, München dagegen schon. Derek Joslin mit dem Pass rechts raus zu Keith Aucoin, der mit dem Querpass zu Brooks Macek, welche einnetzen konnte – 0:1 (13.).
Aber die Eisbären bewiesen schon oft in den diesjährigen Playoffs, dass sie mit Rückschlägen umgehen können. So auch heute wieder. Nick Petersen mit dem Zuspiel von hinter der Torlinie auf Sean Backman, welcher direkt abzog und mit Hilfe von Patrick Hager zum 1:1 ausgleichen konnte (14.).
Fortan die Hausherren deutlich besser drin im Spiel und auch mit Chancen und einem weiteren Powerplay. Aber nutzen konnten sie weder ihre Chancen noch das Powerplay. Und dann zeigte München wieder, wie man sein Powerplay eiskalt ausnutzt.
Ganze elf Sekunden lief das Überzahlspiel, München mit einer klasse Kombination, an deren Ende Steven Pinizzotto vollenden konnte – 1:2 (19.). Was zugleich auch der Pausenstand an der Spree war.

Zu Beginn des Mitteldrittels die Berliner mit guten Chancen, aber München war heute einfach

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

gnadenlos effektiv und machte die Tore immer genau zum richtigen Zeitpunkt. Patrick Hager kam über links ins Drittel, legte die Scheibe quer rüber zu Florian Kettemer, welcher kurz schaute und dann abzog – 1:3 (24.).
Die Eisbären spielten ein gutes zweites Drittel, machten ordentlich Druck und kamen auch immer wieder zu richtig guten Torchancen, welche sie jedoch nicht zu nutzen wussten. München war bei seinen Angriffen aber auch immer gefährlich und bei einem sogar erfolgreich.
Scheibenverlust der Eisbären in der neutralen Zone, Jon Matsumoto ging mit der Scheibe ins Angriffsdrittel, ließ die Eisbären-Spieler alt aussehen, umkurvte auch Vehanen und netzte eiskalt ein – 1:4 (34.).
Nach dem Tor nahm Uwe Krupp erst einmal eine Auszeit. Fortan die Eisbären mit dem nächsten Powerplay, welches aber natürlich nicht genutzt werden konnte. Aber nur wenige Sekunden später klingelte es dann doch im Tor der Münchner. Nick Petersen brachte die Scheibe von hinter dem Tor an den rechten Pfosten, wo Nick Petersen die Lücke zwischen Aus den Birken und Pfosten fand – 2:4 (38.).
Dann folgte der Knackpunkt der Partie. Ganze zwölf Sekunden waren im zweiten Drittel noch auf der Uhr, als Jon Matsumoto die Scheibe von hinter dem Tor vor das Tor brachte, wo Maximilian Kastner lauerte und erfolgreich einnetzen konnte – 2:5 (40.). Ein Gegentor zu einem ganz unglücklichen Zeitpunkt.

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Das sollte die Aufgabe im letzten Drittel natürlich nicht leichter machen. Vor dem Beginn des letzten Drittels gab es aber erst einmal einen Torhüterwechsel bei den Eisbären. Marvin Cüpper kam für Petri Vehanen.
Als Ex-Eisbär Mads Christensen in die Kühlbox musste, konnten die Eisbären tatsächlich in Überzahl treffen. Das Powerplay sah bis dahin überhaupt nicht gut aus, dachte sich wohl auch Sean Backman, der sich über links auf die Reise machte, ins Angriffsdrittel fuhr, dann einfach mal abzog und Aus den Birken damit überraschte – 3:5 (46.).
Dieser Treffer gab den Eisbären natürlich noch einmal neuen Auftrieb. Die Eisbären gaben im letzten Drittel noch einmal alles, spielten nach vorne und nahmen die Schüsse aus allen Lagen. München konzentrierte sich auf das verteidigen und lauerte auf Fehler der Eisbären, um dann per Konter für die endgültige Entscheidung zu sorgen.
Was die Eisbären auch versuchten, entweder war ein Münchner Gegenspieler, dessen Schläger oder aber Aus den Birken im Weg. Erst als die Eisbären Goalie Cüpper zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen, klingelte es doch nochmal im Tor des Meisters.
Aus dem Gewühl vor dem Tor zog Nick Petersen einfach mal ab und brachte die Hoffnung 40 Sekunden vor Spielende zurück – 4:5.
Aber es brachte nichts mehr. Die Eisbären gaben noch einmal alles, warfen noch einmal alles rein und wollten mit aller Macht den Ausgleich erzielen. Doch München brachte das 5:4 über die Zeit.

Eine bittere Niederlage, weil man heute die große Chance vergeben hat, den Auswärtssieg vom

(Foto: DEL / City-Press GmbH)

Freitag in München zu vergolden. Aber allen war klar gewesen, dass München eine Reaktion zeigen würde und das taten sie auch. München begann äußerst druckvoll und zeigte sich vor dem Tor eiskalt sowie im Powerplay sehr abgezockt. Genau wie im ersten Drittel machten die Gäste auch im Mitteldrittel immer genau zum richtigen Zeitpunkt die Tore. Das 2:5 kurz vor der zweiten Pause war letztendlich der Knackpunkt gewesen. Im letzten Drittel warfen die Eisbären noch einmal alles hinein, konnten sich aber nicht mehr komplett belohnen.
Insgesamt gesehen geht der Sieg für München in Ordnung, die einfach sehr abgezockt spielten. Die Eisbären kamen auch zu ihren Chancen, hatten aber das Glück nicht auf ihrer Seite. Zudem waren die Special Teams heute einer der Unterschiede. Da müssen die Berliner dringend arbeiten, denn sonst hast du keine Chance gegen den Meister.
Noch ist in dieser Serie nichts verloren, die Eisbären haben noch immer alle Chancen. Ab jetzt ist es eben eine „Best-of-Five-Serie“.

Playoff-Stand: Eisbären Berlin vs. EHC Red Bull München 1:1 (4:3/4:5)

EHC Red Bull München vs. Eisbären Berlin: Vorschau auf das Playoff-Finale

Alles ist angerichtet. Die schönste Zeit des Jahres im Eishockey erlebt ab Freitagabend ihren absoluten Höhepunkt. Die beiden besten Mannschaften der DEL-Hauptrunde 2017/2018 stehen sich ab morgen Abend im DEL-Finale gegenüber. Der zweimalige Deutsche Meister und Titelverteidiger EHC Red Bull München trifft auf den DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin. Ein absolutes Traumfinale, wenn man nach den Leistungen in der Hauptrunde geht. Beide Mannschaften versprechen spektakuläre und hochinteressante Finalpartien, in denen wie so oft Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden. Darüber, wer am Ende den DEL-Pokal in die Höhe strecken darf. Auch wenn wir uns natürlich den achten Titelgewinn der Eisbären so sehr wünschen, müssen wir realistisch bleiben und zugeben, dass München als Favorit in die Finalserie starten wird. Aber wenn eine Mannschaft München den Titel streitig machen kann, dann sind es die Eisbären.

Die Bilanz nach der Hauptrunde sieht ausgeglichen aus. Beide Mannschaften gewannen jeweils ihre beiden Heimspiele. München setzte sich zu Hause mit 4:2 und 4:1 durch, Berlin gewann auf eigenem Eis mit 5:4 n.P. und 3:2. Da München mit Heimrecht in die Serie geht, liegt hier natürlich der Vorteil auf Seiten der Münchner. Aber die Eisbären müssen so oder so ein Spiel in München gewinnen, will man am Ende die achte Deutsche Meisterschaft feiern.

In den Playoffs treffen beide Mannschaften erst das zweite Mal aufeinander, das aber zum zweiten Mal im Folge. Im letzten Jahr duellierte man sich im Halbfinale und auch da hatte München Heimrecht gehabt. Berlin gewann zwar Spiel Eins, verlor dann aber viermal in Folge und verpasste so den Finaleinzug in der vergangenen Saison.

Blicken wir auch zwei sehr wichtige Spieler. Die beiden Torhüter Danny Aus den Birken (München) und Petri Vehanen (Berlin) könnten zu den wichtigsten Leistungsträgern im Kampf um die Meisterschaft werden. Beides sind überragende Torhüter, das haben sie mehrfach unter Beweis gestellt.
In der Hauptrunde wies der deutsche Nationalgoalie der Münchner überragende Werte auf, wehrte 92,85 Prozent aller Schüsse ab, hatte einen Gegentorschnitt von 2,08 und feierte während der Hauptrunde in 25 Spielen einen Shutout.
Vehanens Werte sind nur minimal schlechter, wenn man dabei überhaupt von schlecht reden kann. Vehanen wies in der Hauptrunde eine Fangquote von 92,4 Prozent auf, bei einem Gegentorschnitt von 2,46 in 38 Spielen auf. Zwei Shutouts feierte Vehanen dabei.
In den Playoffs ist Aus den Birken erneut besser als Vehanen, diesmal aber auch deutlich. In zehn Spielen kommt Aus den Birken auf eine Fangquote von 92,7 Prozent, bei einem Gegentorschnitt von 2,01 und einem Shutout. Die besten Werte aller Goalies in den Playoffs.
Vehanen rangiert in dieser Statistik in den Playoffs nur auf Platz Vier mit einer Fangquote von 91,00 Prozent, bei einem Gegentorschnitt von 2,69 und null Shutouts in elf Spielen.
Danny Aus den Birken wies also sowohl in der Hauptrunde als auch jetzt in den Playoffs die besseren Werte als Petri Vehanen auf.
Fazit: Vorteil München

Kommen wir zu den Verteidigern und der Defensive beider Mannschaften. 128 Gegentore kassierte München in der Hauptrunde, bei den Eisbären waren es nur drei mehr (131). In den Playoffs kassierte München bisher 20 Gegentore, Berlin 31.
Bei München scorten gleich sechs Verteidiger zweistellig. Top-Verteidiger war dabei Yannic Seidenberg mit 34 Punkten (8 Tore/26 Vorlagen). Aber auch Derek Joslin mit 28 (6/22), Darryl Boyle mit 22 (3/19), Konrad Abeltshauser mit 18 (3/15) und Ryan Button mit 16 Punkten (6/10) wiesen starke Werte auf.
Bei den Eisbären scorten fünf Verteidiger zweistellig. Micki DuPont war mit 23 Scorerpunkten (7 Tore/16 Vorlagen) der beste Berliner Verteidiger. Es folgten Danny Richmond mit 18 Punkten (4/14) sowie gleich drei Spieler mit 17 Punkten – Jens Baxmann (5/12), Blake Parlett (3/14) und Kai Wissmann (0/17).
30 Tore erzielten die Verteidiger von München in der Hauptrunde, 26 die Eisbären-Defender. In den Playoffs haben die Eisbären ein Tor mehr erzielt als München (6 zu 5).
Gefahr geht von beiden Defensivreihen aus, daher begegnen sich beide in diesem Bereich auf Augenhöhe.
Fazit: Unentschieden

Kommen wir zum Prunkstück beider Mannschaften. Die Offensivspieler strahlen bei beiden Teams unheimlich viel Torgefahr aus. In der Hauptrunde war Münchens Sturm mit 183 Toren deutlich besser als der Eisbären-Angriff mit 169 Toren. 44 Treffer erzielten die Eisbären bisher in den Playoffs, München 42.
Gleich fünf Spieler kamen bei München auf 30 und mehr Scorerpunkte. Darunter natürlich der überragende Keith Aucoin mit 64 Punkten (11/52). Dahinter folgten Brooks Macek mit 44 (26/18), Dominik Kahun mit 41 (12/29), Frank Mauer mit 32 (14/18) und Steven Pinizzotto mit 30 Punkten (13/17).
In den Playoffs haben auch schon wieder fünf Stürmer mindestens zehn Punkte geholt – Michael Wolf (7/4), Frank Mauer (6/5), Patrick Hager (4/6), Jason Jaffray und Dominik Kahun (beide 3/7).
Bei den Eisbären sammelten gleich sechs Spieler mindestens 30 Punkte. Top-Scorer war Sean Backman mit 45 Punkten (24/21), dicht gefolgt von Nick Petersen mit 43 Punkten (16/27). Ebenfalls stark punkteten Jamie MacQueen mit 35 (22/13), James Sheppard mit 33 (11/22), Mark Olver mit 33 (14/19) und Marcel Noebels mit 30 Punkten (11/19).
In den Playoffs kommen drei Eisbären-Angreifer auf mindestens zehn Scorerpunkte – Louis-Marc Aubry (8/8), Marcel Noebels (6/7) und Nick Petersen (7/6).
Beide Mannschaften verfügen also über sehr torgefährliche Angreifer, welche vor dem Tor eiskalt sind und so Spiele im Alleingang entscheiden können.
Fazit: Unentschieden

Zum Abschluss schauen wir auf die Special Teams, welche ebenso ein Schlüssel im Playoff-Finale sein können. Und da hat Meister München sowohl in der Hauptrunde als auch in den Playoffs die Nase gegenüber den Eisbären deutlich vorne. In Überzahl wies München in der Hauptrunde eine Erfolgsquote von 18,93 Prozent auf, die von Berlin lag bei 16,96 Prozent. In Unterzahl war der Unterschied noch größer – München 87,36 Prozent, Berlin 78,45 Prozent.
In den Playoffs werden die Unterschiede noch einmal deutlicher. Powerplay München 26 Prozent, Berlin 16,2 Prozent, Unterzahl München 79,3 Prozent, Berlin 73,3 Prozent.
Die Devise der Eisbären sollte damit klar sein. Man muss von der Strafbank fern bleiben, denn in Unterzahl hast du gegen München keine Chance. Disziplin ist das Zauberwort.
Fazit: Vorteil München

Fazit:
Es ist das Traumfinale der DEL-Saison 2017/2018. Und mit München hat es den absoluten Top-Favoriten. Aber an guten Tagen können die Eisbären mit ihrer Qualität München ein Bein stellen. Dafür muss man aber natürlich einen Top-Tag erwischen und München einen nicht so guten. Wächst Petri Vehanen ein weiteres Mal über sich hinaus, steht die Defensive sehr kompakt und lässt nur wenig hochkarätige Chancen zu, nutzen die Stürmer die sich ihnen bietenden Chancen eiskalt und bleibt man von der Strafbank fern, dann hat man auch gegen München eine Chance. Aber da muss eben sehr viel zusammen kommen.
Fakt ist, München kann sich nur selbst schlagen. Sie wissen, was sie können und dass sie der Top-Favorit sind. Und mit Don Jackson haben sie einen sehr erfolgreichen Meister-Coach hinter der Bande.
Die Eisbären müssen versuchen, wie im letzten Jahr im Halbfinale, Spiel Eins gleich zu klauen und dann in Berlin nachzulegen. Führen die Eisbären in der Serie mit 2:0, ist alles möglich. Zieht München seine Heimspiele jedoch souverän durch, dürfte für unsere Jungs nichts zu holen sein.
Mein Tipp: 4:2 für den EHC Red Bull München