Neues aus der Eisbären-Gerüchteküche: Casey Borer nach Berlin?

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgDie aktuelle Eishockey-Saison läuft zwar noch für die Eisbären Berlin, doch im Hintergrund wird schon am Kader für die neue DEL-Saison gebastelt. Und da steht ein Spieler wohl stark im Fokus der Berliner. Wie die Eishockey NEWS in ihrer aktuellen Ausgabe (Nr. 11. vom 12.03.2013) berichtet, sind die Eisbären an Nürnbergs Top-Verteidiger Casey Borer interessiert. Der 27-jährige US-Amerikaner war erst vor der Saison aus Tschechien vom HC Pardubice nach Nürnberg gewechselt.

Dort konnte er gleich in seiner ersten DEL-Saison überzeugen. Er erzielte in 49 Spielen elf Tore und bereitete 18 weitere Treffer vor. Dadurch ist er natürlich in den Fokus anderer Vereine geraten, doch mit den Eisbären soll er sich wohl bereits über einen Vertrag einig sein.

Sollten die Hauptstädter also tatsächlich Casey Borer verpflichten, kommt die Frage auf, welche derzeitige Kontingentspieler die Eisbären dafür verlassen muss. Gerüchten zufolge könnte es entweder Jimmy Sharrow oder aber den erst vor kurzem verpflichteten Ryan Caldwell treffen. Dass die Berliner in der Verteidigung Handlungsbedarf haben, ist nach dieser Hauptrunde wohl allen klar.

In Berlin würde Borer auf zwei alte Bekannte treffen. Denn der nach Nürnberg ausgeliehene Stürmer Daniel Weiß soll nach Ende der Saison zurück in die Hauptstadt kehren. Und auch der ehemalige Trainer der Franken, Jeff Tomlinson, wird in die Hauptstadt zurückkehren. Ob er dann in Berlin wieder Co-Trainer oder aber sogar Chefcoach wird, ist derzeit noch unklar. Vieles deutet aber auf den Posten des Chefcoachs hin, denn die Anzeichen, dass der aktuelle Trainer Don Jackson die Eisbären in Richtung München verlassen wird, vermehren sich.

DEL-Hauptrunde 2012/2013: Ein kleines Fazit

Die HauptrundeDEL-Logo der Saison 2012/2013 in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist seit gestern Nachmittag vorbei. Alle Entscheidungen sind getroffen. Mannheim, Köln, Krefeld, Berlin, Hamburg und Ingolstadt stehen direkt im Viertelfinale. Nürnberg, Augsburg, Straubing und Wolfsburg können sich für dieses noch qualifizieren. Hannover. München, Iserlohn und Düsseldorf haben bereits Sommerpause. Hinter uns liegt eine Hauptrunde voller Spannung und Überraschungen. Die Liga ist noch enger zusammen gerückt, was uns auf spannende Play-Offs hoffen lässt. Wir wollen mal ein kleinen Rückblick auf die Hauptrunde machen und dabei zeigen, welche Mannschaften überrascht haben und welche eher enttäuscht haben.

125px-Adler-Mannheim-logo_svg130px-Koelner-haie-logo_svgDominiert wurde die Hauptrunde vorwiegend von den Adler Mannheim und den Kölner Haien. Beide lieferten sich am Ende einen spannenden Zweikampf um die Tabellenspitze, welche sich die Kurpfälzer am Ende nur aufgrund der besseren Tordifferenz sicherten. Beide Mannschaften gehen nun aber als die großen Favoriten in die Play-Offs. Für viele Experten und Fans wäre diese Paarung das Traumfinale schlechthin. Und wenn man ehrlich ist, hätten es diese beiden Mannschaften auch verdient.

 

125px-Krefeld_Pinguine_LogoDie für uns größte Überraschung sind die Krefeld Pinguine. Die Seidenstädter haben es mit einer sehr jungen Mannschaft und wenig Budget geschafft, sich direkt für die Play-Offs zu qualifizieren. Als Krönung sicherten sich die Pinguine sogar noch Heimrecht im Viertelfinale. Der KEV hat also bewiesen, dass man auch mit jungen Deutschen und wenig Ausländern erfolgreiches Eishockey spielen kann.

 

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgMit Platz Vier haben die Eisbären Berlin zwar ihr Minimal-Ziel erreicht, doch zufrieden kann man mit den gezeigten Leistungen nicht sein. Die Berliner zeigten kaum Konstanz, konnten nur selten überzeugen. Am Ende wurde man nur aufgrund der mehr erzielten Tore Vierter und sicherte sich somit Heimrecht im Viertelfinale. Will man in den Play-Offs nun den Titel holen, muss man sich gewaltig steigern. Denn mit den zuletzt gezeigten Leistungen scheiden die Eisbären sehr früh aus.

 

200px-Hamburg-freezers_svg125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgFür die Hamburg Freezers und den ERC Ingolstadt verlief die Hauptrunde wie erwartet. Beide hatte man vor der Saison als direkte Play-Off-Kandidaten auf dem Zettel und beide bewiesen in der Saison. dass mit Ihnen durchaus zu rechnen ist. Beide Mannschaften könnten durchaus als Geheimfavorit in den Play-Offs gelten.

 

125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svgVor der Saison hatten die Thomas Sabo Ice Tigers ordentlich investiert und sich somit zum Geheimfavoriten gemacht. Dass man am Ende der Hauptrunde nun nur Siebter geworden ist, kann man durchaus als Enttäuschung ansehen. Denn die Franken hatten sich mehr erhofft. Doch nach schlechtem Saisonstart wurden die Ice Tigers in den letzten Wochen immer besser und scheinen nun ausgerechnet zu den Play-Offs in Form gekommen zu sein.

 

150px-AEV_Panther_svg125px-Straubing_tigers_logoDie Augsburger Panther und die Straubing Tigers hatten vor der Saison gehofft, sich am Ende für die Pre-Play-Offs qualifizieren zu können. Beide Mannschaften haben dies nun geschafft und können sich noch für das Viertelfinale qualifizieren.

 

125px-Grizzly-Adams-Wolfsburg-logoDie Grizzly Adams Wolfsburg haben zu Beginn keine gute Hauptrunde gespielt. Es lief bei den Niedersachsen einfach gar nicht und man konnte Anfang des Jahres nicht wirklich mehr damit rechnen, dass sich Wolfsburg doch noch für die Pre-Play-Offs qualifizieren würde. Doch durch eine unglaubliche Aufholjagd schafften es die Grizzlies doch noch und sicherten sich am letzten Spieltag den zehnten Platz.

 

125px-Scorpionslogo_neuDie Hannover Scorpions wollten eine bessere Saison spielen als letztes Jahr. Das ist den Niedersachsen auch gelungen. Dennoch wird man über das Verpassen der Pre-Play-Offs nicht gerade glücklich sein, dennoch zeigt der Trend in Hannover zu mindestens sportlich gesehen wieder nach oben.

 

rbs_negDer EHC Red Bull München hatte gehofft, sich für die Pre-Play-Offs zu qualifizieren, doch dieses Ziel hat man denkbar knapp verpasst. Viele hatten gedacht, dass München nach dem Weggang der beiden NHL-Stars Blake Wheeler und Paul Stastny einbrechen würde, doch München hielt sich tapfer in den Pre-Play-Off-Rängen. Aus diesen rutschte man erst am letzten Spieltag durch zwei späte Gegentreffer in Hamburg heraus.

 

Rooster_1_E17_ig110307Die Iserlohn Roosters haben, wie vor der Saison von vielen Experten erwartet, die Pre-Play-Offs verpasst. Die Sauerländer haben es einfach nicht geschafft, konstant gute Leistungen zu zeigen und haben gerade am Saisonende durch schwache Auftritte die Pre-Play-Off-Teilnahme endgültig verspielt.

 

RZ_DEG_BasisPartner_farbigUnd dann wäre da noch die Düsseldorfer EG. Die „jungen Wilden“ haben sich in die Herzen der DEG-Fans gespielt und durch kämpferische Leistung viele Sympathien auch außerhalb von Düsseldorf gewonnen. Dass die DEG am Ende der Saison nicht viel reißen würde, war nach dem Umbruch allen klar gewesen. Dennoch stemmten sich die Düsseldorfer in fast jeder Partie gegen die drohende Niederlage und das kam bei den eigenen Fans sehr gut an. Gerade gegen Saisonende, als es für die Rheinländer um gar nichts mehr ging, überzeugten die Düsseldorfer mit starken Auftritten und verdienten sich somit jede Menge Respekt.

Stefan Ustorf gibt sein Karriere-Ende bekannt!

Einer der ganz Großen im Eishockey hat am heutigen Donnerstag endgültig seine Karriere beendet. Die Rede ist von Stefan Ustorf (39/ s. Foto/ Quelle: black corner 2007). Dass der ehemalige Eisbären-Kapitän seine Karriere beenden würde, war längst klar. Doch bisher war es noch nicht offiziell, was sich heute Mittag bestätigt hat. Denn nun hat er endgültig seinen Rücktritt vom Profisport bekannt gegeben. Nach 21 Jahren als aktiver Spieler, nach über 1200 Spielen. Mit ihm verliert der Eishockey-Sport einen charakterstarken Menschen. Stefan Ustorf hat diese Sportart immer geliebt, hat in jedem Spiel bis zur letzten Sekunde gekämpft. Sein Kampfgeist war immer vorbildlich. Für die jungen Spieler war er stets ein Idol, stand den Youngsters stets mit Rat und Tat zur Seite. Dass man Ihn nie wieder auf dem Eis sehen würde, war sicherlich allen klar gewesen. Doch dennoch traf diese Nachricht heute wohl jeden Eisbären-Fan. Sein letztes Spiel im Trikot der Eisbären – sein insgesamt letztes Eishockeyspiel – absolvierte Ustorf am 06.12.2011. Es war jener Tag, welcher sein Leben für immer verändern sollte. Nach einem Check von Gerrit Fauser (Hannover Scorpions) zog sich Ustorf ein Schädel-Hirn-Trauma zu, an dessen Folgen er noch heute schwer zu leiden hat.

Bei der Pressekonferenz heute Mittag merkte man ihm an, wie schwer es im fiel, sein Karriere-Ende bekannt zu geben. Man sah ihm aber auch an, wie sehr ihn die letzten 14 Monate voller Schmerzen mitgenommen haben. Stefan Ustorf geht es sehr schlecht und leider sieht er auch schlecht aus, was jeden Eisbären-Fans sehr traurig macht:

Die Tatsache ist einfach, dass an eine Rückkehr aufs Eis, eine Rückkehr in den aktiven Leistungssport nicht zu denken ist. Aufgrund meiner Kopfverletzung muss ich leider meinen Rücktritt vom Eishockey erklären.

In seinen 21 Jahren als aktiver Eishockeyspieler hat Ustorf schon viele Verletzungen gehabt. Sein Körper ist durch die lange Zeit als Spieler gezeichnet. Und als nächstes steht für den ehemaligen Eisbären-Kapitän schon eine OP an. Denn wie Ustorf gestern erfahren hat, muss er sich demnächst an der Schulter operieren lassen. Es wird der Auftakt für jede Menge weitere Operationen sein. Man kann für Ihn nur hoffen, dass er irgendwann wieder ein normales Leben führen kann. Er hätte es sich mehr als verdient.

Billy Flynn war bei der Pressekonferenz heute voll des Lobes über Stefan Ustorf:

Wir haben ‘Danke’ zu sagen an Stefan Ustorf. Es gibt zwei Worte, wenn ich an Stefan denke: Herz und Charakter. Stefan macht jede Mannschaft stärker. Ich werde nie vergessen, wie er den Puck in den Kiefer bekommen hat. Welcher andere Spieler wäre aufgestanden und alleine in die Kabine gegangen?! Das war Stefan. So ein Herz, so eine Stärke, so ein Wille.

Für Flynn war Ustorf zusammen mit Beaufait, Walker und Pederson die stärkste Verpflichtung, die Manager Peter John Lee je getätigt hatte. Es zeigt, welchen Stellenwert Stefan Ustorf bei den Eisbären hatte und auch weiterhin genießen wird.

Bei den Eisbären hofft man, dass man Stefan Ustorf nach vollständiger Genesung irgendwie im Verein integrieren kann. Denn er ist nicht nur als Spieler sondern auch als Mensch eine Bereicherung für jedes Team.

Manager Peter John Lee äußerte sich natürlich auch zum Karriere-Ende von Stefan Ustorf:

Ein großes Dankeschön an Stefan Ustorf, dass wir das Glück haben durften, ihn in unserer Mannschaft zu haben. Nicht nur im Eishockey, auch als Mensch war Stefan ein absolutes Vorbild, vor allem, wie er mit unseren jungen Spielern umgegangen ist.

Nicht nur bei den Teamkameraden und den Verantwortlichen der Eisbären war Stefan Ustorf stets beliebt. Auch bei den Fans wurde er relativ schnell zum Publikumsliebling. Auch wenn man daran im Jahr 2004, als er zu den Eisbären kam, noch nicht denken konnte. Denn damals überwiegten die negativen Kommentare angesichts der Verpflichtung. Umso schöner ist es heute zu sehen, wie sehr Ustorf von allen gemocht wird und es zeigt auch, was für ein toller Spieler und sympathischer Mensch er ist. Nicht nur für die jungen Spieler war er ein Vorbild, auch für viele Fans war er ein solches. Und er wird es immer bleiben.

André Rankel, Ustorfs Nachfolger als Kapitän bei den Eisbären, meldete sich selbstvertsändlich auch zu Wort:

Ich möchte vor allen Dingen erst einmal danke sagen an Stefan für die Art und Weise, wie er uns als Spieler, als Mensch all die Jahre begleitet hat. Ich habe sehr sehr viel gelernt von ihm und bin froh, dass ich mit ihm zusammenspielen konnte. Ich muss ehrlich sagen, die Woche, die er jetzt wieder da war, habe ich extrem genossen, weil er jemand ist, mit dem man immer ehrlich sprechen konnte, der immer ne Meinung hatte, den man immer um Rat fragen konnte. Er war immer eine Anlaufstelle, ein Anlaufpunkt. Er hat einem immer weitergeholfen, nicht nur als Eishockeyspieler, sondern auch auf menschliche Art und Weise. Da möchte ich einfach danke sagen.

Mit Stefan Ustorf hat am heutigen Donnerstag ein weiterer wichtiger Leistungsträger der ersten DEL-Meister-Mannschaft seine Karriere beenden müssen. Daran dachte Eisbären-Legende Hartmut Nickel heute als Erstes, als er über Ustorf anfing, zu erzählen:

Es ist eine Tragik, was wir heute erleben müssen. Wenn ich mal so nachdenke, wie viele Spieler uns von der Meistermannschaft 2004/05 bis heute verlassen haben… Das waren so viele gute, charakterlich starke. Oft wurde hier schon danke gesagt. Ich kann mich da nur anschließen. Stefan war die Seele der Mannschaft, André hat das gerade noch mal betont. Stefan war leistungsorientiert, charakterstark und eine Riesenstütze auch für die Trainer. Es ist schade, dass uns der Junge heute sagen muss, es geht nicht mehr. Wir haben immer noch gehofft.

Für Stefan Ustorf kann man ab jetzt nur noch hoffen, dass es ihm bald besser gehen wird und er ein halbwegs normales Leben wieder führen kann. Die letzten 14 Monate waren für Ihn ein Alptraum. Hoffen wir mal, dass es für Ihn nun wieder bergauf gehen wird. Und dann kann man auch nur noch hoffen, dass seitens der Eisbären eine ordentliche Verabschiedung statt finden wird und dass zudem sein Trikot mit der Nummer „14“ unter das Dach der O2 World gezogen wird.

Denn eine Sache ist klar: Stefan Ustorf hat in seiner Zeit bei den Eisbären so viel für den Verein geleistet. Daher verdient er einen gebührenden Abschied. Stefan Ustorf wird immer in den Herzen der Eisbären-Fans bleiben, denn auch bei Stefan Ustorf heißt es:

Einmal ein Eisbär, Immer ein Eisbär!!!

 

 

Hamburg vs. Krefeld: Ein Spiel mit Play-Off-Charakter

Der DEL-Spielplan hat es gut gemeint: Denn wenn morgen Abend um 19:30 Uhr die Hamburg Freezers und die Krefeld Pinguine aufeinander treffen, geht es um Heimrecht im Viertelfinale. Die Pinguine sind derzeit Vierter und haben drei Punkte Vorsprung auf die Hanseaten, die aktuell Fünfter sind. Beide Mannschaften wollen natürlich ein Heimspiel im Play-Off-Viertelfinale mehr haben. Dementsprechend engagiert werden beide Teams auch zu Werke gehen. Die Zuschauer in der Hamburger O2 World erwartet da also ein Spiel mit Play-Off-Charakter. Beide Mannschaften werden sich nichts schenken, werden um jeden Zentimeter Eis kämpfen.

Gelingt Krefeld ein Sieg – egal ob nach regulärer Spielzeit oder Verlängerung/Penaltyschießen – haben sich sich den vierten Platz und somit Heimrecht im Viertelfinale gesichert. Gelingt allerdings Hamburg ein Sieg nach regulärer Spielzeit, würden die Freezers auch Platz Vier springen und hätten es dann am letzten Spieltag selbst in der Hand. Es steckt also sehr viel Brisanz in dieser Partie.

Von den bisherigen drei Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen zwei an Hamburg. Die Hanseaten gewannen mit 3:1 in Krefeld und mit 4:3 n.P. auf eigenem Eis. Krefeld konnte nur das zweite Heimspiel gegen Hamburg mit 2:1 gewinnen. Von den letzten zehn Hauptrundenspielen insgesamt gegeneinander gewann Hamburg sieben.

Los geht es in der Hamburger O2 World um 19:30 Uhr. Hauptschiedsrichter sind die Herren Jablukov und Piechaczek.

Vor dem Heimspiel-Dreierpack: Eisbären wollen Platz Drei sichern

Fünf Spiele stehen für die Eisbären Berlin bis zum Ende der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch auf dem Programm. Drei dieser fünf Spiele finden dabei in der heimischen O2 World statt. Und zwar alle drei Spiele in Folge. Am Freitag gastieren zunächst die Hannover Scorpions in der Arena am Ostbahnhof (19:30 Uhr). Am Sonntagnachmittag sind dann die Grizzly Adams Wolfsburg zu Gast (14:30 Uhr). Das letzte Heimspiel in der diesjährigen DEL-Hauptrunde absolvieren die Berliner am Dienstagabend gegen die Thomas Sabo Ice Tigers (19:30 Uhr).

Für alle drei Gegner der Eisbären geht es noch um wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Play-Off-Plätze. Aber auch für die Hauptstädter steht viel auf dem Spiel. Der DEL-Rekordmeister will am Ende der Hauptrunde unter den ersten Vier der Tabelle stehen. Am Liebsten würde man natürlich den dritten Platz belegen, den man in den nun folgenden drei Heimspielen sichern will. Kapitän André Rankel sagte im Hinblick auf den Heimspiel-Dreierpack:

Aus diesen drei Spielen müssen wir neun Punkte holen. Und wenn wir uns richtig darauf konzentrieren, schaffen wir das auch.

Auch Manager Peter John Lee geht davon aus, dass man in diesen drei Heimspielen Platz Drei sichern kann:

Da sollten wir eigentlich Rang drei klarmachen. Ansonsten dürfen wir uns nicht beschweren.

Doch das Problem der Eisbären in dieser Saison ist dieses, dass man kaum konstante Leistungen bisher gezeigt hat. Siegesserien sucht man vergeblich. Das letzte Mal, als die Eisbären drei Spiele am Stück gewonnen haben, war Ende des Jahres. Damals hatte man auch einen Heimspiel-Dreierpack und konnte alle drei Spiele für sich entscheiden – 8:0 vs. Straubing, 5:4 n.V. vs. Wolfsburg, 3:1 vs. Ingolstadt. Vielleicht können die Berliner das ja nun wiederholen.

Aber man sollte die folgenden Gegner nicht unterschätzen. Hannover ist derzeit Tabellenzehnter und kämpft um jeden Punkt im Kampf um die Pre-Play-Off-Plätze. Vergangenen Freitag gewannen die Niedersachsen das Nord-Derby bei den Hamburg Freezers mit 1:0. So ganz auf die leichte Schulter nehmen sollte man Hannover also nicht.

Mit Wolfsburg kommt am Sonntag ein Team in die O2 World, was kurz davor steht, ein Wunder zu schaffen. Noch vor Wochen hatten die Niedersachsen einen sehr großen Rückstand auf Platz Zehn und die Teilnahme an den Pre-Play-Offs war eigentlich unmöglich gewesen. Doch Wolfsburg kämpfte sich Woche für Woche näher heran an Platz Zehn und hat aktuell nur drei Punkte Rückstand auf Hannover. Wolfsburg gewann sieben der letzten zehn Ligaspiele.

Und dann wären da noch Nürnberg. Die Franken waren erst vor Kurzem in der O2 World zu Gast gewesen und kassierten eine 2:6-Packung. Da steckten die Ice Tigers tief in der Krise und man stand kurz davor, die Pre-Play-Off-Qualifikation zu verspielen. Doch die beiden Spiele danach zeigten die Franken ein ganz anderes Gesicht und feierten zunächst einen 7:1-Kantersieg in Düsseldorf und setzten sich nur zwei Tage später mit 4:0 gegen den direkten Konkurrenten Wolfsburg durch. Die Franken setzten also zur Aufholjagd an und haben sich durch diese beiden Siege auf Platz Acht verbessert.

Die Eisbären müssen in den letzten fünf Hauptrundenspielen eine Top-Leistung zeigen, um sich einen Platz unter den ersten vier Teams der Liga zu sichern. Am Besten so eine Leistung wie gegen Krefeld in den ersten 20 Minuten, als die Eisbären nach sehr langer Zeit mal wieder voll überzeugen konnten.

Eisbären-Urgestein Sven Felski blickt derweil schon auf die Play-Offs und traut seinen ehemaligen Teamkollegen in diesem Jahr den Titel-Hattrick zu:

Ganz klar! Die Mannschaft braucht vor keinem Angst zu haben. Selbst, wenn sie im Finale gegen Köln oder Mannheim weniger Heimspiele hätte.

Na dann können die Play-Offs ja kommen…

Walkers Wochenend-Fazit #21

Ausgabe #21:

Die Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) biegt auf die Zielgerade ein. Nur noch sechs Spieltage sind es bis zum Ende der Hauptrunde. Dementsprechend spannend geht es derzeit in den DEL-Stadien zur Sache. Mit Ausnahme der Düsseldorfer EG kämpfen noch alle Mannschaften um wichtige Punkte im Kampf um die Play-Off-Plätze. Welche Mannschaften haben am Wochende überzeugen können, welche eher nicht? Hier unsere Auswahl:

Gewinner des Wochenendes:

Die Kölner Haie haben sich mit zwei Siegen die Tabellenführung von den Adler Mannheim zurück erobert. Am Freitag setzten sich die Domstädter mit 4:0 gegen die Augsburger Panther durch und am Sonntag nahmen die Haie erfolgreich Revanche und setzten sich in Mannheim mit 4:3 n.P. durch. Überragend auf Seiten der Kölner Haie war an diesem Wochenende Alexander Weiß gewesen, der gleich drei Tore erzielte.

Auch die Hamburg Freezers feierten zwei Siege und holten wie die Kölner Haie fünf Punkte. Am Freitag gelang den Hanseaten ein souveräner 5:2-Sieg bei den Iserlohn Roosters und am Sonntag mühte man sich zu einem 2:1-Sieg n.V. gegen die Straubing Tigers. Durch diese beiden Erfolge sicherten sich die Hamburger vorerst Platz Vier, welcher Heimrecht im Viertelfinale bedeuten würde.

Dem ERC Ingolstadt gelang ein „Sechs-Punkte-Wochenende“. Am Freitag setzten sich die Panther mit 4:2 gegen Nürnberg durch und hielten damit einen Konkurrenten im Kampf um die Play-Off-Plätze auf Abstand. Am Sonntag taten sich die Ingolstädter beim Tabellenletzten Düsseldorf lange schwer, mühten sich am Ende aber noch zu einem 5:4-Sieg. Ingolstadt verbesserte sich in der Tabelle damit auf Platz Fünf.

Weiterhin in Top-Form sind die Grizzly Adams Wolfsburg. Die Niedersachsen haben sich in den letzten Wochen immer weiter an Platz Zehn heran gekämpft und haben aktuell als Zwölfter nur noch drei Punkte Rückstand auf den letzten Pre-Play-Off-Platz. An diesem Wochenende gelangen den Niedersachsen gleich zwei Siege – 3:0 gegen Hannover und 3:2 n.V. in München.

Und weiter auf Heimrecht im Viertelfinale können die Krefeld Pinguine hoffen. Die Seidenstädter gewannen beide Spiele am Wochenende und festigten damit den dritten Platz. Am Freitag gewann man mit 4:3 gegen Mannheim und am Sonntag folgte ein 4:1-Auswärtssieg in Nürnberg.

Verlierer des Wochenendes:

Die Adler Mannheim haben durch zwei Niederlagen die Tabellenführung wieder eingebüßt. Am Freitag unterlagen die Kurpfälzer bei den Krefeld Pinguinen mit 3:4 und am Sonntag verlor man das Spitzenspiel gegen die Kölner Haie mit 3:4 n.P. Mannheim ist damit aktuell nur noch Zweiter. Platz Eins ist aber bei nur zwei Punkten Rückstand nach wie vor möglich.

Die Eisbären Berlin haben zwar ein Spiel an diesem Wochenende gewonnen, doch trotzdem zählen die Berliner zu den Verlierern. Nur zwei Punkte aus den beiden Spielen gegen Düsseldorf (5:4 n.P.) und in Augsburg (2:3) sind zu wenig für den DEL-Rekordmeister und haben zudem dafür gesorgt, dass die Hauptstädter von Platz Drei auf Platz Sechs abgerutscht sind. Die direkte Play-Off-Qualifikation gerät immer mehr in Gefahr.

Einen herben Rückschlag im Kampf um die Pre-Play-Off-Plätze mussten die Iserlohn Roosters einstecken. Die Sauerländer gingen am Wochenende leer aus. Am Freitag verlor man sein Heimspiel gegen Hamburg deutlich mit 2:5 und am Sonntag verlor man das brisante Duell in Hannover mit 2:4. Durch diese beiden Niederlagen stürzten die Iserlohn Roosters auf den vorletzten Platz ab. Platz Zehn ist aktuell vier Zähler entfernt.

Auch für die Thomas Sabo Ice Tigers gab es ein „Null-Punkte-Wochenende“. Die Franken verloren zunächst in Ingolstadt mit 2:4 und kassierten zwei Tage später eine bittere 1:4-Niederlage auf eigenem Eis gegen die Krefeld Pinguine. Als Tabellenneunter haben die Franken aktuell nur noch einen Punkt Vorsprung auf Platz Elf.

Nach drei Siegen in Folge hat der EHC Red Bull München nun zwei Niederlagen in Folge kassiert. Am Freitag unterlag man in Straubing unglücklich mit 0:1 und gestern Nachmittag setzte es eine ebenfalls knappe Heimniederlage gegen Wolfsburg (2:3 n.V.).

Die DEL vor dem Hauptrunden-Endspurt

Nach der Blamage der DEB-Auswahl bei der Olympia.Qualifikation im eigenen Land konzentrieren sich die deutschen Eishockey Fans ab morgen wieder auf die Deutsche Eishockey Liga (DEL). Denn morgen geht die DEL in ihren Hauptrunden-Endspurt. Noch neun Spieltage stehen auf dem Programm. Dann wissen wir, welche sechs Mannschaften sich direkt für die Play-Offs qualifiziert haben, welche vier Mannschaften den Umweg über die Pre-Play-Offs gehen müssen und welche drei Mannschaften zusammen mit der Düsseldorfer EG bereits in die Sommerpause starten.

Den ersten Platz werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Kölner Haie und die Adler Mannheim unter sich ausmachen. Die Domstädter haben derzeit 81 Punkte, die Kurpfälzer 80 Punkte. In dieser Woche treffen beide Mannschaften gleich zwei Mal im direkten Duell aufeinander. Morgen Abend in Köln, am Sonntag in Mannheim. In diesen beiden Duellen könnte durchaus eine Vorentscheidung im Kampf um Platz Eins fallen.

Dahinter kämpfen vier Teams um das Heimrecht im Viertelfinale. Die Eisbären, Krefeld (beide 70 Punkte), Hamburg (69) und Ingolstadt (67) werden wohl die letzten beiden Plätze, welche Heimrecht im Viertelfinale bedeuten würden, unter sich ausmachen. Geht man nach den letzten Ergebnissen, dann dürften die Eisbären und Ingolstadt die besten Karten haben.

Sieben Mannschaften kämpfen dahinter noch um die vier Pre-Play-Off-Plätze. Augsburg (64), Nürnberg (62), Hannover (62), München (60), Iserlohn (58), Straubing (58) und Wolfsburg (54). Richtig gut drauf waren zuletzt nur Wolfsburg, Iserlohn und München.

Für Tabellenschlusslicht Düsseldorfer EG geht es um rein gar nichts mehr. Die Rheinländer haben 18 Punkte Rückstand auf Platz Zehn. Theoretisch wäre das Erreichen eines Pre-Play-Off-Platzes also noch möglich, aber praktisch gesehen wird das nichts mehr werden.

Es fällt schwer, Teams zu favorisieren. Denn in dieser Saison ist die DEL so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Da kann Jeder jeden schlagen. Bestes Beispiel: Iserlohn gewann vor der Länderspielpause mit 6:1 gegen Tabellenführer Köln, verlor aber zwei Tage später mit 2:6 beim Tabellenletzten Düsseldorf.

Zudem hat auch keine Mannschaft derzeit einen so richtigen Lauf. Lediglich München mit drei Siegen in Serie sowie Nürnberg und Ingolstadt mit zwei Siegen in Folge ragen da heraus. So richtig einschätzen kann man derzeit also kein Team. Was aber für jede Menge Spannung an den letzten Hauptrunden-Spieltagen sorgt.

Nur noch zwölf Spieltage: Wo führt der Weg der Eisbären hin?

Zwölf Spiele stehen für die Eisbären Berlin bis zum Ende der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch auf dem Programm. Und in diesen zwölf Spielen müssen die Berliner noch einmal hart arbeiten, um sich einen direkten Platz im Play-Off-Viertelfinale zu sichern. Aktuell sind die Eisbären Tabellenvierter und haben auf den Tabellendritten Hamburg nur einen Punkt Rückstand. Der Vorsprung auf den Siebten Augsburg beträgt aber nur sechs Punkte. Der siebte Platz würde Pre-Play-Offs bedeuten und diese will man in Berlin gerne umgehen.

Mit dem bisherigen Saisonverlauf werden sie in Berlin sicherlich nicht zufrieden sein. Zwar hatte man vor der Saison einen Platz unter den esten Vier ausgegeben und da ist man ja auch auf einem guten Weg hin. Doch innerlich erwartet man in Berlin immer Platz Eins. Trainer Don Jackson redet jedenfalls immer davon, dass er Erster nach der Hauptrunde sein will und am Ende auch Erster und damit Meister in den Play-Offs werden will.

Doch dieses Jahr ist die Konkurrenz so stark wie schon lange nicht mehr. Stürmer Florian Busch gibt das im Interview beim Berliner Kurier auch ehrlich zu:

Es ist nicht mehr wie früher, dass wir die Liga einfach so dominieren, manche Teams mit 9, 10, 11 Toren weghauen. Die Zeiten sind vorbei. Die anderen haben aufgeholt, setzen uns inzwischen stark unter Druck.

Zuletzt zeigte die Formkurve der Berliner aber nach oben. Von den letzten sechs Ligaspielen gewannen die Eisbären immerhin vier. Davor hatte man noch vier Niederlagen in Folge kassiert. Die Eisbären haben also so langsam aber sicher zurück in die Erfolgsspur gefunden. Doch was dieses Jahr noch nicht so wirklich gelingen will, ist mal eine richtig lange Siegesserie. Meistens wechseln sich Siege und Niederlagen ab. Was eben auch daran liegt, dass die DEL von Jahr zu Jahr ausgeglichener wird. Die Zeiten, in denen die besten Teams der Liga 100 oder mehr Punkte in der Hauptrunde holten, sind vorbei. Was für die Spannung der Liga aber auch sehr gut ist.

Warum es bei den Hauptstädtern in dieser Saison bisher nicht so gut läuft, versucht Verteidiger Constantin Braun im Interview mit der Eishockey NEWS (aktuelle Ausgabe vom 29.01.2013) zu erklären:

Wir sind im Vergleich zu den Meisterjahren eine viel jüngere Mannschaft geworden, die sich und auch ihren Stil noch finden muss. Mit Spielen wie gegen Hamburg sind wir aber auf einem guten Weg, dies zu tun.

Gegen Hamburg zeigten die Eisbären am Sonntag endlich mal wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung. Was am Ende auch entscheidend für den 2:0-Sieg war. Dementsprechend zufrieden war „Tine“ Braun nach dem Spiel gewesen:

Es stimmt, dass wir gegen die Freezers mal seit langer Zeit wieder so gespielt haben, wie wir es eigentlich schon die gesamte Saison tun wollen. Wir haben über 60 Minuten hart gearbeitet, sind auch in Überzahl und Unterzahl als geschlossenes Team aufgetreten. Wenn wir es verstehen, den Rest der Saison in dieser Art aufzutreten, haben wir durchaus unsere Chancen, wieder ganz oben mitzuspielen.

Ob die Eisbären aber noch einen der ersten beiden Plätze angreifen können, ist zu bezweifeln. Zu stark sind in dieser Saison die Adler Mannheim und die Kölner Haie einzuschätzen. Für mich sind die Kurpfälzer und die Domstädter auch die beiden Favoriten auf den Titelgewinn. Beide haben zehn Punkte Vorsprung auf die Eisbären. Im Normalfall sollten die beiden Teams auch den ersten Platz nach der Hauptrunde unter sich ausmachen.

Doch in den Play-Offs beginnt die Saison wieder von Vorne. Da zählt dann das, was in der Hauptrunde war, nicht mehr. Da fangen alle wieder bei Null an. Und in den letzten Jahren haben die Eisbären vor allem in den Play-Offs ihr bestes Eishockey gezeigt. Warum sollte es dieses Jahr anders sein? „Tine“ Braun äußerte sich zu den bevorstehenden Play-Offs und auf die Frage, ob man dann komplett andere Eisbären zu sehen bekommt, wie folgt:

Ich denke, in der Vergangenheit haben wir in den Play-Offs neben unserem technisch versierten Spiel gezeigt, dass wir hart arbeiten und dagegenhalten können. Wenn wir diesen Stil beherzigen, kommt die spielerische Sicherheit irgendwann ganz von alleine wieder.

Vor der Länderspielpause stehen für die Eisbären aber erst einmal noch zwei ganz wichtige Spiele an. Am Freitag gastiert der DEL-Rekordmeister bei seinem Erzrivalen Adler Mannheim. Und am Sonntag ist dann der ERC Ingolstadt zu Gast in der Arena am Ostbahnhof. Die beiden Spiele werden die Richtung für die letzten Spiele in der Hauptrunde vorgeben. Wir sind jedenfalls bereit für einen spannenden Hauptrunden-Endspurt.

Eisbären Berlin: Letztes Drittel in Düsseldorf als Kehrtwende?

Vor dem letzten Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) steckten die Eisbären Berlin in einer sportlichen Krise. Nur ein Sieg gelang aus den letzten sechs Spielen. Die direkte Play-Off-Qualifikation und auch die Pre-Play-Off-Qualifikation war auf einmal wieder in großer Gefahr. Ausgerechnet jetzt stand ein Wochenende mit zwei Auswärtsspielen auf dem Programm. Und Auswärts lief es zu der Zeit überhaupt nicht gut. Von den letzten zwölf Gastspielen (inklusive dem European Trophy Viertelfinale in Wien) hatten die Berliner nur zwei Spiele gewonnen – jeweils in Köln. Und auch am Freitag in Düsseldorf sah es nach 40 Minuten nicht wirklich gut aus. Die DEG, die zuvor vier Siege in Folge feierte, führte nach 40 Minuten im ISS-Dome mit 3:1 gegen die Eisbären.

Eisbären-Coach Don Jackson griff dann vor dem letzten Drittel zu einer Maßnahme, gegen die er sich die letzten Wochen immer wieder gewehrt hatte. Er stellte Julian Talbot wieder zurück in den Angriff. Talbot war von Trainer Jackson in dieser Saison als Verteidiger eingesetzt worden, weil dort Handlungsbedarf bestand. Doch nun rückte Jackson von seiner Sturheit ab und stellte Talbot da hin, wo er eigentlich auch hin gehört – in den Sturm. Und diese Maßnahme brachte den Eisbären den Erfolg zurück. Mit drei Toren innerhalb von 120 Sekunden drehten die Hauptstädter die Partie in Düsseldorf und waren plötzlich auf der Siegerstraße gewesen. Zwei der drei Tore erzielte Julian Talbot. Der Stürmer blühte im Angriff förmlich auf und war mit ein Grund dafür, dass die Berliner die Partie am Ende noch gewannen und drei ganz wichtige Punkte einfuhren.

Dieses letzte Drittel in Düsseldorf kann nun ein Schlüsselmoment für den Rest der DEL-Hauptrunde sein. Die Eisbären konnten ein eigentlich verlorenes Spiel noch gewinnen und setzten sich nur zwei Tage später erneut auf fremdem Eis durch. In München gewannen die Eisbären nach hartem Kampf mit 3:2 n.P. Fünf Punkte holten die Eisbären also in den beiden schweren Auswärtsspielen. Man beendete damit nicht nur seine sportliche Krise sondern zugleich auch seine Auswärtsschwäche.

Durch diese beiden Siege konnten sich die Eisbären in der Tabelle auch wieder in eine bessere Position im Kampf um die direkte Play-Off-Qualifikation bringen. Die Berliner verbesserten sich sogar auf Platz Vier, welcher Heimrecht im Viertelfinale bedeuten würde. Platz Drei ist auch nur noch einen Punkt entfernt. Auf Platz Sieben hat man jetzt erst einmal sechs Punkte Vorsprung und auf Platz Elf sind es derzeit elf Zähler. Die Eisbären scheinen also genau im richtigen Moment aufgewacht zu sein. Diese beiden Siege waren enorm wichtig. Für das Selbstvertrauen der Mannschaft, aber eben auch für die Tabelle.

Was diese beiden Siege aber am Ende nun wert waren, wird sich am kommenden Wochenende zeigen. Denn da stehen für die Eisbären gleich zwei Heimspiele an, welche es in sich haben. Am Freitag sind zunächst die Kölner Haie zu Gast in der O2 World (19:30 Uhr). Die Domstädter sind derzeit Tabellenzweiter. Am Sonntag gastieren dann die Hamburg Freezers in der Arena am Ostbahnhof (14:30 Uhr). Die Hanseaten stehen auf Platz Drei, also genau einen Platz vor den Berlinern.

Sollten die Eisbären auch diese beiden Spiele gewinnen, dann kann man das letzte Drittel in Düsseldorf durchaus als Kehrtwende bezeichnen, welches auf einen erfolgreichen Hauptrundenabschluss hoffen lässt. Sollten die Eisbären diese beiden Spiele jedoch nicht erfolgreich bestreiten, dann könnte sich das Auswärts-Wochenende als „Strohfeuer“ herausstellen und die Berliner müssten weiter um die direkte Play-Off-Teilnahme bangen.

Die beiden Spiele gegen Köln und Hamburg werden für die Eisbären ein echter Härtetest, nach dem sie wissen, wo sie wirklich stehen. Gewinnen sie, kann man die Spitze noch einmal angreifen. Verlieren sie, müssen sie sich wieder nach unten orientieren. Für Spannung ist so oder so gesorgt.

Nun offiziell: Eisbären verpflichten Corey Locke!

Was gestern noch ein Gerücht war, wurde heute nun von den Eisbären offiziell bestätigt. Die Berliner haben am Samstag Stürmer Corey Locke unter Vertrag genommen. Der 28-jährige Kanadier wechselt mit sofortiger Wirkung vom finnischen Erstligisten TPS Turku in die Hauptstadt, wo er einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben hat.

Seine größten Erfolge feierte Locke in der American Hockey League (AHL), wo er zweimal den Calder Cup holte. 2006/2007 mit den Hamilton Bulldogs und 2010/2011 mit den Binghamton Senators. In der abgelaufenen European Trophy Saison war er Top-Scorer von TPS Turku und wurde zudem als bester Stürmer der Trophy ausgezeichnet. In seiner Karriere bestritt erbisher ein Spiel in der NHL.

Eisbären-Manager Peter John Lee sagte über den Neuzugang folgendes:

Corey Locke ist ein kreativer Spielmacher, der auch selbst den Abschluss sucht. Er ist ein hochtalentierter Eishockeyspieler. Wir sind froh, einen Spieler mit seinen Qualitäten zu dieser Zeit des Jahres verpflichten zu können.

Warum die Eisbären nun ausgerechnet einen Stürmer verpflichtet haben, ist jedoch fraglich. Zumal man mit Daniel Weiß einen Stürmer bis Saisonende an die Thomas Sabo Ice Tigers ausgeliehen hat. Viel mehr hätte die Verpflichtung eines Verteidigers Sinn gemacht, denn in der Defensive haben die Eisbären die meisten Probleme. Das Tore schießen ist nämlich nicht das Problem. Aber wie ja zu hören ist, ist Lee auch noch auf der Suche nach einem Verteidiger. Hoffen wir mal, dass dem auch so ist…

Sein DEL-Debüt wird Locke voraussichtlich beim Auswärtsspiel der Eisbären in Düsseldorf am 18. Januar 2013 geben. Mal sehen, ob man mit ihm die Auswärtsschwäche ablegen kann.

Aber nun heißt es erst einmal:

Welcome to Berlin, Corey Locke!