4:1: Eisbären feiern ersten Saisonsieg gegen Düsseldorf – Sechs-Punkte-Wochenende perfekt

logo_WBN_1314Ausgabe #28:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgRZ_DEG_BasisPartner_farbig„Der EHC ist wieder da“ schallte es nach der Schlusssirene durch die Arena am Ostbahnhof. Die Eisbären-Fans waren nach Spielende bester Laune gewesen. Ihre Mannschaft hatte nämlich gerade die Düsseldorfer EG hochverdient mit 4:1 (2:0, 1:0, 1:1) geschlagen. Es war der erste Sieg für die Hauptstädter nach zuvor drei Niederlagen gegen die DEG in dieser Saison. Damit machte man das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt und verbesserte sich zugleich in der Tabelle auf Platz Zehn, welcher zur Pre-Play-Off-Teilnahme berechtigen würde.

EHC-Coach Jeff Tomlinson musste heute auf Frank Hördler, Florian Busch und Jens Baxmann verzichten. Im Tor stand erneut Rob Zepp.

Die Eisbären machten von Beginn an deutlich, dass sie heute nachlegen wollten. Man merkte der Mannschaft das neu gewonnene Selbstvertrauen vom 3:0-Sieg in Iserlohn an. Und man war gewillt, die Niederlagenserie gegen die Düsseldorfer EG bzw. gegen Bobby Goepfert zu beenden. Denn am DEG-Goalie verzweifelten die Eisbären in den ersten drei Aufeinandertreffen in dieser Saison.
Von Beginn an kannten die Hausherren nur eine Richtung. Immer wieder ging es Richtung DEG-Tor. Selbst als man zweimal in der Anfangsphase in Unterzahl agieren musste, spielten die Eisbären nach vorne. Man ließ das DEG-Powerplay überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Die Eisbären mit einem sehr starken Penaltykilling.
Es sollte jedoch bis zur 14. Spielminute dauern, ehe die Eisbären ihre Überlegenheit auch in Tore umsetzten. Matt Foy hatte abgezogen, sein Schuss ging durch die Beine von Bobby Goepfert und schon stand es 1:0 für die Hausherren.
Und die hatten noch lange nicht genug. Weiterhin wurden Angriffe Richtung Düsseldorfer Tor gefahren und zwei Minuten vor der ersten Drittelpause konnte man letztendlich auch erhöhen. Die Eisbären in Überzahl, Darin Olver mit dem Pass in den Slot zu Barry Tallackson und der hatte keine Probleme, den Puck im Tor zu versenken – 2:0 (18.).
Bei diesem Spielstand blieb es dann bis zum Ende des ersten Drittels und so konnten die Eisbären also beruhigt in die Kabine gehen. Sie hatten das Spiel komplett im Griff, was auch die Torschussstatistik bewies (13:3 für die Eisbären).

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels hatte die DEG wieder ein Überzahlspiel, doch erneut ließen die Eisbären die DEG überhaupt nicht ins Spiel kommen. Stattdessen waren die Berliner in Unterzahl selbst gefährlich, hätten beinahe das 3:0 erzielt.
Als die Eisbären dann wenig später in Überzahl waren, konnten sie zwar ebenfalls keinen Treffer erzielen, doch waren sie im Gegensatz zur DEG dennoch gefährlich. Denn in diesem Powerplay trafen die Hausherren je einmal die Latte und den Pfosten. Das 3:0 war also eigentlich nur noch eine Frage der Zeit.
Doch der dritte Berliner Treffer ließ bis zur 38. Spielminute auf sich warten. T.J. Mulock mit einem klasse Pass in den Slot, wo Mark Bell stand und zum 3:0 einnetzte.
Die Gäste waren angesichts der Chancenlosigkeit nun frustriert und versuchten ein wenig zu provozieren. Doch die Eisbären ließen sich darauf nicht ein, sie wollten lieber ihr Spiel durchziehen.
Bis zum Ende des Mitteldrittels passierte nicht mehr viel und so ging es beim Stand von 3:0 für die Eisbären in die Kabinen.

Das letzte Drittel begannen die Eisbären dann gleich einmal mit dem vierten Treffer an diesem Nachmittag. Die Berliner erneut in Überzahl, Mark Bell mit dem Pass zu Jimmy Sharrow, der an der blauen Linie stand. Von dort hatte Sharrow abgezogen, Goepfert war ohne Chance gegen den Hammer von Jimmy Sharrow und schon stand es 4:0 (43.).
Das Spiel war endgültig entschieden. Zwar gelang der Düsseldorfer EG exakt sechs Minuten nach dem Sharrow-Tor noch der Anschlusstreffer durch Justin Bostrom, doch sollte dieses Tor keine Auswirkungen mehr auf den Spielverlauf haben. Die Eisbären spielten die restlichen elf Minuten locker runter, beherrschten die Partie klar und hatten durchaus noch einige Chancen. Hinten ließ man von der DEG kaum noch Chancen zu und so endete die Partie am Ende mit einem klar verdienten 4:1-Sieg der Eisbären Berlin.

Es ist schon unglaublich, wie die Eisbären an diesem Wochenende gespielt haben. Nach zwei Null-Punkte-Wochenenden und teilweise erschreckend schwachen Leistungen hat sich die Mannschaft an diesem Wochenende rund um erneuert präsentiert. Die Mannschaft trat wieder als solche auf, der Spielaufbau sah wieder sehr gut aus, die Defensive stand sehr sicher, die Offensive produzierte jede Menge Torchancen, man schoss endlich wieder aus allen Lagen statt immer nur sinnlos hin und her zu passen. Das Powerplay war wieder echt stark, das Penaltykilling ebenso. Man hatte in beiden Spielen an diesem Wochenende den Eindruck, dass da unten auf dem Eis plötzlich eine andere Mannschaft stehen würde. Ob es nur an der Rückkehr der vier Leistungsträger liegt? Es hat sicherlich viel ausgemacht, doch lief ja auch vorher, als die vier Spieler noch dabei waren, auch nicht wirklich viel zusammen. Doch auf einmal sind das fast wieder die alten Eisbären, wie man sie kennt. Von daher ist es nun eigentlich schade für unsere Jungs, dass nun Länderspielpause ist. Dennoch machen mir die gezeigten Leistungen in Iserlohn und gegen Düsseldorf große Hoffnung im Kampf um Platz Zehn, welchen man aktuell wieder belegt. Der EHC ist also in der Tat wieder da.

Nach Auswärtssieg in Iserlohn: Eisbären wollen den ersten Saisonsieg gegen Düsseldorf

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgRZ_DEG_BasisPartner_farbigLetztes Spiel für die Eisbären Berlin vor der Länderspielpause: Morgen Nachmittag empfangen die Hauptstädter um 14:30 Uhr die Düsseldorfer EG in der Arena am Ostbahnhof. Oder sollen wir lieber sagen, die Eisbären empfangen DEG-Goalie Bobby Goepfert? Denn in den ersten drei Aufeinandertreffen zwischen diesen beiden Mannschaften setzte sich die DEG dreimal durch. Dreimal wurde anschließend Bobby Goepfert zum „Man of the Match“ gewählt. Am Düsseldorfer Goalie verzweifelten die Eisbären-Spieler in dieser Saison bisher reihenweise. Ganze drei Tore haben sie gegen Goepfert in 180 Minuten geschossen. In Düsseldorf verlor man mit 1:3 und 1:2 n.P., in Berlin verlor man ebenfalls mit 1:2 n.P. Morgen will man den ersten Sieg gegen Düsseldorf in dieser Saison feiern und vor allem endlich Bobby Goepfert das Tor ordentlich voll hauen.

Für Selbstvertrauen ist bei unseren Jungs gesorgt. Gestern Abend gewann man bekanntlich mit 3:0 das Sechs-Punkte-Spiel am Seilersee bei den Iserlohn Roosters. Und das dank einer sehr starken Leistung. Die Mannschaft spielte endlich wieder als solche zusammen, stand sehr sicher in der Defensive, produzierte in der Offensive einige gute Torchancen und schoss vor allem endlich mal wieder aus allen Lagen auf das Tor. Dazu war endlich wieder der Kampfgeist und die Leidenschaft bei den Eisbären zu sehen. Und ein überragender Goalie Rob Zepp, der sein Comeback mit einem Shut-out krönte. Es war der erste Eisbären-Sieg nach zuvor fünf Niederlagen in Folge. Iserlohn hatte zuvor sechs Spiele in Folge gewonnen. Somit wurden also beide Serien beendet.

Aber die Düsseldorfer EG sollten die Eisbären Berlin auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Man hat zwar nun neues Selbstvertrauen getankt, doch man muss morgen erst einmal die Leistung vom Iserlohn-Spiel bestätigen und nachlegen. Sonst wäre der Sieg vom Seilersee fast schon wieder wertlos. Und gegen die DEG taten sich unsere Jungs im bisherigen Saisonverlauf äußerst schwer vor dem Tor. Die DEG ist zwar Tabellenletzter, hat die letzten vier Spiele in Folge verloren und dabei dreimal keinen einzigen Treffer erzielt, doch ist Düsseldorf in dieser Saison schon so manche Überraschung gelungen. Gerade gegen die Eisbären.

Wenn unsere Jungs an die Leistung vom Iserlohn-Spiel anknüpfen, genauso konzentriert zu Werke gehen und genauso spielen, wie über die gesamte Spielzeit am Seilersee, dann sollte es mit dem Sieg gegen den Tabellenletzten klappen. Und unsere Jungs haben garantiert jede Menge Wut im Bauch nach den ersten drei Duellen gegen Düsseldorf in dieser Saison. Wenn sich diese Wut entlädt und die Spieler endlich wieder eine Gier auf Tore entwickeln, könnte es für Düsseldorf genauso enden wie gestern Abend in Nürnberg, als sie mit 0:8 unter gingen. Wenn es der DEG jedoch wieder gelingt, mit ihrer Spielweise die Eisbären zu langweilen, dann könnte Düsseldorf durchaus der vierte Erfolg gegen Berlin in Folge gelingen. Aber ich rechne eher mit einem Sieg unserer Jungs, denn vier Niederlagen gegen die DEG in einer Saison will man mit aller Macht verhindern.

EHC-Coach Jeff Tomlinson fehlen für diese Partie drei Spieler. Neben Jens Baxmann und Florian Busch, die auch am Freitag in Iserlohn gefehlt hatten, wird auch Frank Hördler morgen nicht zur Verfügung stehen. Hördler wird den Eisbären rund sechs Wochen fehlen, da er sich gestern Abend einen Innenbandteilabriss im Knie zugezogen hat. Wir wünschen „Nante“ an dieser Stelle alles Gute. Werd schnell wieder gesund!

Los geht es in der Berliner O2 World morgen Nachmittag um 14:30 Uhr. Hauptschiedsrichter sind die Herren Bauer und Krawinkel.

1000 Eisbären-Fans sehen 3:0-Sieg in Iserlohn – Rob Zepp feiert ersten Shut-out – Niederlagenserie beendet

logo_WBN_1314Augsbe #27:

Rooster_1_E17_ig110307125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgDieser Sieg ist wie ein Befreiungsschlag. Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend bei den Iserlohn Roosters verdient mit 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) gewonnen. Vor 4.997 Zuschauern am Seilersee zeigten sich die Berliner wie verwandelt, waren von der ersten bis zur letzten Sekunde hoch konzentriert, zeigten ein Spiel voller Leidenschaft und Kampfgeist. Und was vor allem sehr schön zu sehen war, sie schossen endlich mal aus jeder Lage auf das Tor. Kein unnötiges herum kreisen im gegnersichen Drittel, kein sinnloses hin und her gepasse. Immer wieder suchten unsere Jungs den Abschluss. Und Goalie Rob Zepp, der sein Comeback nach sechs Wochen Verletzungspause feierte, strahlte eine unglaubliche Ruhe und Sicherheit aus. Am Ende kann man sagen, dass der Sieg dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu Stande kam. Vielleicht war der Sieg ja die Wende zum Guten und die Jungs starten nun die Aufholjagd im Kampf um Platz Zehn. Durch Augsburgs Niederlage in Straubing konnte der Rückstand auf den Zehnten auf zwei Punkte verkürzt werden.

Eisbären-Coach Jeff Tomlinson konnte in Iserlohn fast in Bestbesetzung antreten. Stammgoalie Rob Zepp sowie die Stürmer Barry Tallackson, André Rankel und Julian Talbot kehrten in die Mannschaft zurück. Lediglich Jens Baxmann und Florian Busch fehlten nach wie vor. Im Tor stand dann auch gleich wieder Rob Zepp.

Hinein in die stimmunsgeladene Partie am Seilersee. Beide Fanlager sorgten für einen Hexenkessel. Die Iserlohner sollten eigentlich mit jeder Menge Selbstvertrauen antreten nach zuletzt sechs Siegen in Folge. Doch es waren nicht die Hausherren, die zu Beginn das Kommando übernahmen. Nein, es waren die Berliner, die von Beginn an deutlich machten, dass sie hier die drei Punkte mitnehmen und damit die fünf Spiele andauernde Niederlagenserie beenden wollten. Die Eisbären kannten nur eine Richtung. Immer wieder ging es Richtung Iserlohner Tor, welches von Mathias Lange gehütet wurde. Man erkannte die Mannschaft gar nicht wieder. Ein geordenter Spielaufbau, eine starke Defensive, die kaum Chancen zu ließ und eine Offensive, die vorne immer darauf aus war, den Puck Richtung Tor zu bringen. Doch trotz der Bemühungen konnten sich die Eisbären zunächst nicht belohnen.
Doch unsere Jungs gaben nicht auf, machten weiterhin Druck auf das Iserlohnter Tor und so war es dann auch irgendwann klar, dass der Puck ins Tor gehen musste. In Überzahl war es Constantin Braun, der den Puck erstmals an diesem Abend im Tor der Hausherren versenkte – 0:1 (12.).
Dieser Gegentreffer wirkte wie ein Weckruf für die Sauerländer, die fortan besser ins Spiel kamen und auf einmal ordentlich Druck machten. Die letzten fünf Minuten gehörten den Hausherren, die immer wieder Rob Zepp prüften. Doch der Eisbären-Goalie zeigte eine bärenstarke Vorstellung an diesem Abend und sorgte dafür, dass es mit der 1:0-Führung der Eisbären in die erste Drittelpause ging.

Im zweiten Drittel sah man dann wieder die Iserlohn Roosters der letzten Wochen. Die Hausherren kamen immer besser ins Spiel und sorgten immer wieder für Gefahr vor dem Tor von Rob Zepp. Der Eisbären-Goalie stand mehrfach im Mittelpunkt, doch er ging stets als Sieger aus den Situationen hervor.
Auch die Eisbären waren bei ihren Kontern brandgefährlich. Insgesamt war es nun ein Drittel auf Augenhöhe. Ein Spiel, welches sehr schön anzusehen war. Es ging hin und her. Beide Mannschaften kämpften verbissen um den Puck, man merkte hier richtig, dass es ein Sechs-Punkte-Spiel war. Demnach wurde es auch teilweise ruppig auf dem Eis, doch die beiden Hauptschiedsrichter Marian Rohatsch und Florian Zehetleitner hatten die Partie sehr gut im Griff.
Tore fielen im Mitteldrittel keine und somit blieb es auch nach 40 Minuten bei der knappen aber durchaus noch verdienten Berliner Führung.

Im letzten Drittel sah man zwar die Bemühungen der Hausherren, hier den Ausgleich erzielen zu wollen. Doch was sie auch machten, sie fanden kaum ein Mittel gegen die sehr kompakt stehende Abwehr der Eisbären. Die Defensive der Eisbären mit einer sehr guten Leistung an diesem Abend, ließ im Schlussdrittel nur noch ganze vier Iserlohner Torschüsse zu. Die waren zwar durchaus gefährlich, aber hinten stand ja Rob Zepp im Tor, der diese Schüsse auch alle parieren konnte. Es war einfach erstaunlich zu sehen, wie Rob Zepp nach seiner sechswöchigen Verletzungspause zurückkam. Als wäre er nie weg gewesen fing er alles weg, was auf sein Tor kam. Einfach eine unglaublich starke Leistung des Nationaltorhüters.
Der Druck der Eisbären nahm in den letzten zehn Minuten noch einmal zu und es war klar, dass hier irgendwann der zweite Berliner Treffer fallen musste. Und dieser fiel dann in der 53. Spielminute. Kapitän André Rankel mit einem Schuss, IEC-Goalie Mathias Lange konnte nur prallen lassen und T.J. Mulock versenkte den Abstauber – 0:2.
Iserlohn probierte in der Schlussphase noch einmal alles, nahm eine Auszeit und wenig später den Goalie vom Eis. Aber das nutzten letztendlich die Eisbären zur endgültigen Entscheidung. Shawn Lalonde schickte Kapitän André Rankel auf den Weg Richtung leerem Iserlohner Tor und der ließ sich diese Chance nicht nehmen und versenkte den Puck eiskalt im verwaisten Iserlohner Tor – 0:3.
Das Spiel war endgültig entschieden. Auf den Rängen feierten die rund 1000 Eisbären-Fans den Sieg ihrer Mannschaft und verabschiedeten die Mannschaft nach der Schlusssirene mit großem Applaus. Den hatte sich das Team aber auch verdient, nach dieser nahezu perfekten Leistung am Iserlohner Seilersee.

Die Sonderzugfahrt hatte sich also komplett gelohnt gehabt. Gute Stimmung in der Halle, ein Sieg der Mannschaft und dass damit verbundene Ende der Niederlagenserie. Als Eisbären-Fan sollte man nach diesem so wichtigen 3:0-Auswärtssieg also eigentlich hoch zufrieden sein. Doch der Sieg hatte einen bitteren Beigeschmack. Denn kurz nach Ankunft am Bahnhof Letmathe war die Situation eskaliert. Ein Eisbären-Fan hatte die Gleise übertreten, was der Iserlohner Poliezei nicht gefallen hatte. Verständlich, eine Polizistin hatte ihm das auch mitgeteilt und ihn ermahnt. Die Situation war damit eigentlich abgehakt, doch ein Bundespolizist wollte sich den Fan noch einmal greifen. Dadurch eskalierte die Situation dann, die Bundespolizei setzte völlig unnötig und übertrieben Pfefferspray und ihre Schlagstöcke ein und ging auf die Eisbären-Fans los. Und eben nicht die Eisbären-Fans auf die Bundespolizei, wie in vielen Zeitungen heute zu lesen ist. Es war nicht der erste Vorfall in Iserlonh in dieser Saison und dieser Vorfall wird noch ein Nachspiel haben. Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht dazu sagen. Das überlassen wir den Verantwortlichen des Vereins, dem Fanbeirat und allen Anderen. Wir selbst waren angesichts dieser Eskalation geschockt, hatten aber leider schon so ein Gefühl, da es auch beim letzten Sonderzug nach Iserlohn im Jahre 2007 schon keine guten Erinnerungen an die Bundespolizei in Iserlohn gab.

Der 43. Spieltag : Orti,s‘ KOMPAKT

Der 43. Spieltag der Jubiläumssaison

 

Die Begegnungen :

 

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Ergebnis : 4 : 3 (0:1,2:0,1:2,1:0)

Zuschauer : 4834

Straubing entscheidet das Revierduell für sich in der Overtime

Das Derby des heutigen Spieltages sollte wohl für Spannung sorgen. Hier spielte der aktuell 12. der Liga gegen den 10. Beide brauchten die Punkte um die Qualifikationsrunde zu erreichen. Man merkte gleich von Beginn an worum es ging. Beide Teams suchten den Weg zum gegnerischen Tor . So ging das auch bis zur 19. Min. In einem Powerplay für die Gäste fiel dann das Tor. T. Trevelyan besorgte die Führung für die Augsburger. Das zweite Drittel gehörte dann den Hausherren. Erst schoss C. Germyn in der 26. Min. den Puck ins Tor und in der 32. Min. legte R. Rothke nach. Die Gäste hatten diesem nichts entgegen zu setzen und mussten ihre Hoffnungen auf das dritte Drittel setzen. Im dritten Drittel gaben die Gäste noch mal Gas. In der 43. Min. traf R. Bayda zum Ausgleich und in der 49. Min. drehte L. Caporusso das Spiel mit seinem Treffer. Doch die Tigers antworteten prompt. In der 51. Min. erzielte K. Stewart wieder den Ausgleich. Spannender ging es kaum. Es ging in die Overtime, in dieser sollte Straubings S. Sullivan die Entscheidung herbeiführen. In der 63. Min. fiel der Siegtreffer.

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Ergebnis : 8 : 0 (2:0,5:0,1:0)

Zuschauer : 5125

Nürnberg erringt Kantersieg mit Shutout gegen Düsseldorf

Die Nürnberger gingen wohl als Favoriten in das Spiel. Aber man weiß ja das Düsseldorf auch Spiele gewinnen kann und man könnte sich, wenn alles läuft auf den 13. Platz schieben. Die Hausherren machten recht schnell klar das sie das Spiel an sich reissen wollten. So gelang S. Reinprecht das 1:0 in der 6. Min. des Spiels. In der 7. Min. schoss dann M. Pfleger das 2:0. Die Gäste hatten nicht wirklich viel entgegen zu setzen und so ging es auch mit diesem Spielstand in die erste Pause. Im 2. Drittel machte Nürnberg ernst und sorgten für die Vorentscheidung. Gleich 5 Treffer sollten ihnen gelingen (28.Y. Ehliz,30. Y. Stasny, 30. L. Pfoderl, 37. L. Pfoderl und in der 40. S. Rupprich). Die Düsseldorfer gingen in diesem Drittel mit wehenden Fahnen unter. Im Schlussabschnitt schossen die Nürnberger noch ein Tor. In der 45. Min. gelang C. James der Treffer. Danach spielten es beide Mannschaften herunter und die Düsseldorfer gingen mit einer Klatsche vom Eis.

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Ergebnis : 7 : 4 (1:1,3:1,3:2)

Zuschauer : 4168

Ingolstadt setzt sich gegen Köln durch

Der aktuell 8. der der Liga spielte gegen den 2. Die Hausherren konnten sich Hoffnungen auf etwas zählbares machen, da die Kölner in letzter Zeit nicht wirklich überzeugen konnten. Aber auch die Hausherren haben gerade eine negativ Serie beendet. Den besseren Start in dieser Begegnung gehörte den Hausherren. In der 4. Min. beförderte A. Oblinger den Puck ins Kölner Tor. Danach ging es flott hin und her. In der 19. Min. dann der Ausgleichstreffer durch C. Stephens. So stand es 1:1 nach den ersten 20 Minuten. Die Hausherren kamen gut aus der Kabine und in der 22. Min gelang R. Sabolic die Führung. In der 30. Min. legte T. Conboy nach. In der 35.Min. schoss G. Classen das 4:1. Doch P. Riefers konnte dann das 2. Tor für die Kölner erzielen. P. Riefers war der Torschütze. Im Schlussdrittel machte Ingolstadt druckvoll weiter. In der 46. Min. schoss R. Sabolic den nächsten Treffer. In der 47. Min. legte A. Oblinger nach. Doch Köln gab nicht auf. In der 51. Min. gelang M. Hannula der Treffer und in der 57. Min. traf B. Krupp zum zwischenzeitlichen 6:4. So gaben die Gäste noch einmal alles und nahmen den Goalie vom Eis. Doch es half nichts. T. Turnbull machte das finale 7:4.

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Ergebnis : 4 : 2 (0:2,1:0,3:0)

Zuschauer : 3449

Schwenningen gelingt eine Überraschung und gewinnt gegen Wolfsburg

Auch hier stand auf dem Papier der Favorit fest. Wolfsburg spielte bisher eine sehr gute Saison. Jedoch ging es bei den Hausherren um die rote Laterne. Daher sollten sie mit dem Mut der Verzweiflung ans Werk gehen. Die Gäste kamen recht schleppend in das Spiel. Die ersten Möglichkeiten hatten die Hausherren. Doch dann besannen sich die Niedersachsen und kreiierten gute Spielzüge. In der 17. Min. schoss B. Aubin das 0:1. Dann, in der 19. Min. legte N. Milley für Wolfsburg nach. So ging es mit einem 0:2 in die Kabinen. Im Mittelabschnitt spielte Schwenningen sehr gut mit und belohnte sich. S. O’Connor gelang in der 26. Min. der Anschlusstreffer. Dies sollte auch der einzige Treffer in diesem Abschnitt bleiben. Im dritten Abschnitt passierte dann etwas, womit wohl wenige rechneten. Die Hausherren kamen gut ins Spiel. In der 51. Min. schoss S. Goc den Ausgleich und sie drückten weiter. In der 52. Min. legte M. Lee nach und drehte das Spiel. In der letzten Minute gelang dann noch D. Hacker der empty Net Treffer und die Überraschung war perfekt.

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Ergebnis : 2 : 4 (1:1,1:2,0:1)

Zuschauer : 11641

Mannheim verliert das Topspiel gegen Krefeld

Das Topspiel des heutigen Spieltages. Der 4. der Tabelle gegen Platz 3. Beide sollten schon aus dieser Konstellation heraus, motiviert sein dieses Spiel für sich zu entscheiden. So ging es auch mit Druck auf beiden Seiten ins Spiel. Das erste Tor des Abends sollte den Hausherren gelingen. Mannheims K. Hospelt gelang der Treffer in der 14. Min. Doch die Gäste aus Krefeld antworteten. In der 17. Min. erzielte H. Vasiljevs den Ausgleichstreffer. So endete der erste Abschnitt Unentschieden. Im zweiten Abschnitt kamen die Hausherren besser aus der Kabine. Nach gespielten 56 Sekunden schoss K. Hospelt den erneuten Führungstreffer. Doch Krefeld hatte wieder eine Antwort. In der 27. Min. Gelang F. Methot der Ausgleich. Dann in der 36. Min. die erstmalige Führung der Gäste. J. Meyers brachte den Puck ins gegnerische Netz. Ein spannender zweiter Abschnitt ging zu Ende. Die Hausherren versuchten im Schlussabschnitt noch einmal alles. Doch sie sollten das Tor nicht mehr treffen. In der 58. Min gelang dann I. Sofron noch das finale 2:4.

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Ergebnis : 0 : 3 (0:1,0:0,0:2)

Zuschauer : 4997

Berlin erkämpft sich einen wichtigen Sieg gegen Iserlohn

Die Berliner unter Zugzwang und dies im doppelten Sinne. Zum einen spielte man vor 1000, in einem Sonderzug angereisten Fans, zum anderen gab man bekannt das nun verbissen um die Play Off Qualifikation gekämpft werde. Die erste Prüfung sollte jedoch keine leichte werden. Die Iserlohner haben eine tolle Serie und die eigenen Fans im Rücken. Für Spannung war also gesorgt. Diesmal machte es der Meister besser, man blieb konzentriert und belohnte sich für die Mühe. Man beendete die Niederlagenserie und besiegte die Iserlohner klar. Dies darf man als kleinen Befreiungsschlag klassifizieren. Denn so geht man mit einem besseren Gefühl an die bevorstehenden Aufgaben. Alle Einzelheiten zu diesem Spiel lest ihr wie immer in unserem BLOG.

Sechs-Punkte-Spiel in Iserlohn: Zepp, Tallackson, Talbot und Rankel sind zurück im Kader

Rooster_1_E17_ig110307125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgAuf diese Nachricht haben sie bei den Eisbären Berlin so lange gewartet. Und heute kam sie endlich. Das Lazarett der Berliner hat sich am heutigen Donnerstag stark geleert. Vor dem so wichtigen Wochenende mit Spielen in Iserlohn (Freitag/19:30 Uhr) und gegen Düsseldorf (Sonntag/14:30 Uhr) kann Trainer Jeff Tomlinson nahezu sein bestes Team auf das Eis schicken. Lediglich Jens Baxmann (Kreuzbandriss/Saisonende) und Florian Busch (Magen-Darm) fehlen morgen Abend am Seilersee. Stammgoalie Rob Zepp sowie die Stürmer Barry Tallackson, André Rankel und Julian Talbot sind alle wieder fit und stehen für das Spiel in Iserlohn im Kader. Zepp wird dabei wieder das Tor hüten, Back-up Sebastian Elwing wird demnach wieder auf der Bank Platz nehmen. Und Stürmer Kris Sparre wird als überzähliger Stürmer das Spiel sogar nur von der Tribüne aus beobachten.

EHC-Coach Jeff Tomlinson freut sich auf den voll besetzten Kader:

Endlich sind wir wieder flexibel, können während des Spiels reagieren. Im Prinzip haben wir ja in dieser Saison zum ersten Mal den Luxus eines vollen Kaders.

Auch Kapitän André Rankel freut sich auf seine Rückkehr. Bei ihm bestand der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, welcher sich zum Glück nicht bestätigt hat. Die Halswirbelsäule sorgte für die lange Ausfallzeit des Eisbären-Kapitäns:

Ich habe zehn lange Wochen gewartet. Endlich kann ich wieder helfen. Ich bin zu 100 Prozent fit. Mein Einsatz hat nichts mit der derzeitigen Situation zu tun.

Und die Eisbären brauchen diese vier Spieler auch sehr dringend. Zuletzt setzte es fünf Niederlagen in Folge. Die Folge war der Sturz aus den Pre-Play-Off-Rängen. Als Elfter hat man aktuell vier Zähler Rückstand auf den Zehnten Augsburg. Und der morgige Gegner Iserlohn ist aktuell im absoluten Form-Hoch, gewann zehn der letzten elf Ligaspiele. Die letzten sechs Spiele wurden dabei sogar in Folge gewonnen, genauso wie die letzten sechs Heimspiele. Von daher ist es natürlich sehr gut, dass unsere Jungs morgen Abend fast in Bestbesetzung am Seilersee antreten können.

Zudem werden die Eisbären auch zahlreich und vor allem lautstark unterstützt. Ein Sonderzug mit ca. 700 Fans wird sich auf den Weg ins Sauerland machen. Dazu kommen noch Fan-Busse sowie zahlreiche Einzelfahrer, so dass mit rund 1000 Eisbären-Fans in der Eissporthalle am Seilersee gerechnet wird. Auch ein Teil unseres eisbaerlin.de-Fanclubs wird sich morgen mit dem Sonderzug auf den Weg Richtung Iserlohn machen. Hoffen wir, dass wir am Ende mit drei Punkten im Gepäck zurückkehren. Und vielleicht wird ja dann bei der Rückfahrt auch die Mannschaft mit an Board sein… 😉

Gemeinsamt – Lautstark – NUR DER EHC!!!

Jeff Tomlinson: „Vor uns steht ein brutal wichtiges Wochenende“

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svgNoch sind es zehn Spiele in der Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für die Eisbären Berlin. In diesen verbleibenden zehn Partien will der DEL-Rekordmeister so viele Punkte wie möglich holen, um am Ende doch noch das Minimalziel Pre-Play-Offs zu erreichen. Bei den Verantwortlichen der Hauptstädter hofft man derweil auf Besserung nach der Länderspielpause. Denn dann könnten einige wichtige Leistungsträger wieder in das Team zurückkehren und der Mannschaft für den Rest der Hauptrunde noch einmal neuen Mut geben. Doch bis zur Länderspielpause stehen für die Eisbären noch zwei enorm wichtige Spiele an. Coach Jeff Tomlinson sprach gestern Abend beim Fan-Dialog in den Fanbögen von einem „brutal wichtigen Wochenende“, welches die Mannschaft da erwartet. Am Freitag sind die Berliner bei den Iserlohn Roosters zu Gast (19:30 Uhr) und am Sonntag kommt Schlusslicht Düsseldorf in die O2 World (14:30 Uhr). Zwei Spiele, in denen dringend zwei Siege her müssen.

Rooster_1_E17_ig110307Doch einfach wird das für die Mannschaft absolut nicht. Denn am Freitag ist man bei den zur Zeit überragend aufspielenden Iserlohnern zu Gast. Die Sauerländer haben zehn der letzten elf Ligaspiele gewonnen. In diesem Zeitraum verlor man nur in Köln. Und auch da punktete man bei der 1:2-Niederlage nach Verlängerung. Sechs Siege feierten die Roosters zuletzt in Folge. Iserlohn hat zudem die letzten sechs Heimspiele in Folge gewonnen und dabei nur gegen Straubing mehr als einen Gegentreffer zugelassen (insgesamt 23:9-Tore in den letzten sechs Heimspielen).
Die Sauerländer werden also mit jeder Menge Selbstvertrauen in die Partie am Freitag gehen, welche man definitiv als Sechs-Punkte-Spiel bezeichnen kann. Iserlohn hat als Neunter aktuell sieben Punkte Vorsprung auf die Eisbären, welche Elfter sind. Eine Niederlage dürfen sich unsere Jungs also keinesfalls erlauben, sonst gerät das Minimalziel Pre-Play-Offs immer weiter weg.
Wenn den Eisbären für diese Partie überhaupt etwas Hoffnung machen kann, dann ist es ein Blick in die Statistik dieser Saison. Denn alle bisherigen drei Aufeinandertreffen gingen an die Hauptstädter (7:5 und 2:1 n.P. in Berlin/5:4 n.V. in Iserlohn).

RZ_DEG_BasisPartner_farbigMindestens genauso schwer wie das Spiel in Iserlohn am Freitag wird die Partie am Sonntag gegen die Düsseldorfer EG. Der Tabellenletzte der Liga hat kein Wort im Kampf um die Pre-Play-Off-Ränge mehr mitzureden, die Rheinländer können also befreit aufspielen. Und das taten sie zuletzt auch, konnten vor kurzem drei Spiele in Serie gewinnen, verloren die zurückliegenden drei Spiele aber wieder in Folge. Die DEG gleicht in dieser Saison einer Wundertüte. Sie ist immer für eine Überraschung gut.
Und wer wüsste das besser als die Eisbären? Denn die Berliner haben alle drei bisherigen Duelle gegen Düsseldorf in dieser Saison verloren. Wobei man eher sagen muss, die Eisbären haben gegen DEG-Goalie Bobby Goepfert verloren. Denn der DEG-Torhüter ließ die Berliner Spieler reihenweise verzweifeln. In Düsseldorf gewann die DEG mit 3:1 und 2:1 n.P., in Berlin setzte sich Düsseldorf mit 2:1 n.P. durch. Eine vierte Niederlage gegen das Schlusslicht der Liga wollen die Eisbären unbedingt verhindern.

In der Hauptstadt weiß man, dass die restlichen zehn Hauptrundenspiele alles Endspiele sein werden. Die Eisbären müssen in jeder Partie alles geben, müssen über die gesamte Spielzeit hoch konzentriert zu Werke gehen. Man darf sich nun keine Aussetzer mehr leisten. Tomlinson meinte gestern auch, dass es für die Eisbären aktuell bereits Play-Offs sind. Denn sie dürfen eben kein Spiel bis zum Hauptrundenende mehr verlieren. In Berlin glaubt man nach wie vor an das Erreichen der Pre-Play-Offs. Tomlinson meinte, „es sind noch zehn Spiele und 30 Punkte, da kann noch sehr viel passieren“.

Man weiß, was man in den letzten Spielen falsch gemacht hat. Und Fehler hatte man reichlich gemacht. Die letzten fünf Spiele haben unsere Jungs in Folge verloren. Die Mannschaft trat nicht als solche auf, machte zu viele Fehlpässe, der Spielaufbau klappte so gut wie nie, Einsatz, Kampfgeist und Leidenschaft waren nur sehr selten vorhanden. Und wenn man mal FREI vor dem Tor stand, schoss man nicht sondern passte den Puck lieber zum Gegenspieler, der allerdings viel schlechter positioniert war als man selbst. Den Jungs fehlt eben zur Zeit das nötige Selbstvertrauen, um die Scheiben auch mal selbst ins Tor zu schießen. Und Selbstvertrauen bekommt man nur durch Erfolge. Wenn die Jungs mal wieder ein Spiel gewinnen würden, dann sollte auch das nötige Selbstvertrauen zurück kommen und dann ist auch noch was möglich in dieser DEL-Hauptrunde. Nur wenn unsere Jungs auch am Wochenende leer ausgehen, dann ist die Saison endgültig gelaufen. Dann rückt das Minimalziel immer weiter weg.

Es liegt nun an der Mannschaft, den Bock umzustoßen. Alle rechnen am Freitag mit einem Sieg der zur Zeit sehr starken Iserlohn Roosters gegen die kriselnden Eisbären Berlin. Vielleicht liegt darin die Chance der Berliner. Vielleicht gehen die Roosters angesichts der Erfolgsserie etwas überheblich in die Partie gegen die Eisbären. Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen. Man sollte sich einfach auf seine Stärken verlassen und sich vielleicht noch einmal das Krefeld-Spiel vorher anschauen, welches man nach einer sehr starken Leistung mit 7:3 gewann. Die Mannschaft kann Eishockey spielen, dass wissen wir und das wissen auch die Jungs auf dem Eis. Hoffen wir auf ein erfolgreiches Eishockey-Wochenende unserer Jungs.

Der 42. Spieltag : Orti,s‘ KOMPAKT

Der 42. Spieltag der Jubiläumssaison

 

Die Begegnungen :

 

200px-Hamburg-freezers_svg 125px-Nuernberg_Ice_Tigers_Logo_svg

Ergebnis : 8 : 4 (2:3,4:1,2:0)

Zuschauer : 10890

Die Hamburger schicken auch Nürnberg ohne Punkte nach Hause

Der Tabellenerste gegen den 6. der Liga . Die Gäste könnten Chancen haben, ist doch der Ligaprimus Grippegeschwächt. Aber Nürnberg glänzte in den letzten Spielen auch nicht. Es könnte also spannend werden. Der erste Abschnitt war dann auch von einigen Toren gekennzeichnet. Den Anfang machten dabei gut aufspielende Gäste. Y. Stasny traf in der 5. Min. das Tor der Hamburger. Doch die Elbstädter antworteten in der 10. Min. durch T. Oppenheimer. Dann wieder Nürnberg. S. Regier markierte in der 11. Min. das 1:2. In der 14. Min. der erneute Ausgleich. P. Dupuis brachte den Puck ins Netz der Nürnberger. Doch Nürnberg drückte weiter und traf. In der 18. Min. machte Y. Stasny seinen 2. Treffer. Ein wirklich rasantes erstes Drittel ging zu Ende. Im 2. Abschnitt drehten die Hausherren auf und erzielten 4 Treffer in 9 Minuten (24. D. Westcott, 24. T. Oppenheimer, 28. P. Dupuis und 29. G. Festerling). Was für ein Schlag für die Gäste, die zwar noch einen Treffer erzielen konnten(Y. Stasny), aber das Drittel verloren sie eindeutig. Im Schlussabschnitt machten dann die Hamburger den Sack zu. In der 57. Min. traf T. Oppenheimer und in der 59. Min. N. Krammer. Ein eindrucksvoller Sieg der Hausherren.

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Ergebnis : 1 : 0 n.P.  (0:0,0:0,0:0,0:0,1:0)

Zuschauer : 13004

Mannheim setzt sich im Penaltyschiessen durch

Die Adler aus Mannheim haben sich wieder auf Platz 4 der Tabelle geschoben und wollten an die letzten Leistungen anknüpfen. Dazu hatten sie eine gute Voraussetzung, denn Straubing ist derzeit auf Platz 12 und spielt derzeit nicht das beste Eishockey. Und es ging behäbig in die Partie, zwar hatten beide Teams ihre Chancen doch es sollte kein Tor in diesem Drittel fallen. Man durfte hoffen, daß sich das im weiteren Spielverlauf ändern würde. Im 2. Drittel ging es genauso Torarm weiter wie im Drittel zuvor. Man sah wenig gute Spielzüge. Kampf und Einzelaktionen bestimmten das Bild dieses 2. Drittels. Im dritten Drittel wurde es auch nicht besser. Keiner der beiden traf das Tor in 60 Spielminuten, dies ist im Eishockey auch sehr selten. Also ging es in die Overtime. Wen sollte es wundern, auch hier wurde kein Tor erzielt. Im anschliessenden Penaltyschiessen setzte sich dann Mannheim durch.

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Ergebnis : 4 : 3 (0:2,1:1,3:0)

Zuschauer : 18514

Das Derby gewinnt Köln im letzten Spielabschnitt

Das Revierderby geht in eine neue Runde. Favoriten waren da schlecht auszumachen, denn Derbys haben ja meist ihre eigenen Gesetze. Ein ausverkauftes Haus war wohl das einzige worauf man wetten konnte. So ging es auch schwungvoll in das erste Drittel. Die Gäste machten von Beginn an klar, daß sie sich etwas vorgenommen hatten und bestimmten die Partie. So gelang C. Long in der 8. Min. der Führungstreffer für die Gäste. In der 16. Min. legte A. Martinsen nach. Das war erst einmal ein Schock für die Haie. Man reagierte eher konfus und erzielte auch kein Tor. Im Mittelabschnitt hatten die Hausherren den besseren Start. P. Gogulla erzielte in der 26. Min. den Anschlusstreffer. Hoffnung machte sich breit. Doch die Gäste fanden nur eine Minute später die passende Antwort. D. Daxlberger schoss in der 7. Min. das 1:3. Mit diesem Ergebnis ging es dann zum zweiten mal in die Kabinen. Im Schlussabschnitt muss der Trainer der Haie die entsprechenden Worte gefunden haben. Die Kölner suchten die Entscheidung. In der 41. Min. traf A. Falk, in der 46. Min. legte J. Tripp nach. Den Siegtreffer markierte dann schließlich C. Minard in der 53. Min. So drehten die Hausherren das Spiel in diesem Abschnitt und siegten glücklich.

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Ergebnis : 0 : 3 (0:1,0:1,0:1)

Zuschauer : 3155

Die Iserlohner siegen wieder und holen Punkte auf fremden Eis

Die Hausherren standen vor einer schweren Aufgabe. Laut Tabelle ja nicht, stehen die Hausherren doch auf Platz 8 und Iserlohn auf dem 10. Platz. Doch die Gäste spielen sich dieser Tage in einen Rausch und sind äußerst motiviert. Doch erwischen die Hausherren einen guten Tag konnten auch sie gewinnen. Doch diesen Tag sollte es für die Hausherren heute nicht geben. Im ersten Abschnitt ging es rauf und runter. In der Schlussminute traf L. Kopitz für die Gäste. So ging es mit einer knappen Führung in den 2. Abschnitt. Auch hier waren Tore Mangelware. Es dauerte bis zur 37. Min. Es sollten wieder die Gäste jubeln. M. Sertich war der Torschütze. Im Schlussabschnitt wieder ein ewiges hin und her, hier fiel auf das die Hausherren einfach an ihrer Effiziens scheiterten. Wieder waren es die Gäste die trafen. In der 59. Min. besorgte B. Raedeke den Siegtreffer. So heimste Iserlohn den nächsten Sieg ein und stabilisierten ihren Platz in der Tabelle.

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Ergebnis : 1 : 4 (1:2,0:0,0:2)

Zuschauer : 4705

Die Gäste aus Wolfsburg holen wichtige Punkte in Augsburg

Die Augsburger bekamen es mit den Wolfsburgern zu tun. Die Gäste sinnten wohl auf Wiedergutmachung. Augsburg muss punkten um sich weiter in den Pre- Playoffrängen zu halten. Für eine spannende Begegnung war demnach gesorgt. Das erste Drittel begann auch mit ordentlich Druck beider Teams. In der 13. Min. jubelten die Gäste durch ein Tor von V. Mayer. In der 15. Min. konnte M. Connolly den Ausgleichstreffer erzielen. Dann wieder die Gäste. In der 16. Min. traf N. Milley das Augsburger Tor. Ein schönes erstes Drittel ging zu Ende. Im Mittelabschnitt gab es dann keine Tore zu bejubeln. Zwar hatten beide Teams die eine oder andere Möglichkeit, aber wirklich zwingendes war nicht dabei. So konnte man sich auf ein besseres, drittes Drittel freuen. Im Schlussabschnitt kamen die Gäste besser aus der Kabine. Erst traf B. Kohl in der 47. Min. und in der 58. Min. B. Aubin. Die Hausherren gaben zwar alles waren aber im Abschluss glücklos. So gewannen die Gäste letztenendes verdient.

rbs_negSCHWENNINGER WILD WINGS

Ergebnis : 5 : 1 (1:1,1:0,3:0)

Zuschauer : 3935

München siegt gegen kämpfende Schwenninger

Der Favorit hiess in dieser Begegnung wohl München. Doch die Gäste aus Schwenningen waren wohl motiviert etwas zählbares mitzunehmen, rückt doch die rote Laterne immer näher. Die Münchener begannen gut, doch die Schwenninger hielten dagegen. In der 9. Min. traf dann D. Sparre das Schwenninger Tor. Doch in der 12. Min. gelang T. Beechy der Ausgleich. So ging es mit einem Unentschieden in die Kabinen. Im 2. Drittel war es ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften hatten gute Chancen. In der 39. Min. traf M. Mc Kay zur erneuten Führung für die Hausherren. Mit einer knappen Führung ging es also in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt kamen die Bayern sehr gut aus der Kabine und schossen schnell zwei Tore. In der 43. Min. war es D. Bois und in der 4. Min. D. Richmond. Dies zog den Schwenningern wohl den Zahn. Es sollte ihnen nichts mehr gelingen. In der Schlussminute traf dann T. Holzmann zum finalen 5:1. So gewann München diese Partie verdient.

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Ergebnis : 2 : 4 (1:1,0:2,1:1)

Zuschauer : 12400

Die Eisbären kassieren ihre 5. Niederlage infolge, diesmal gegen Krefeld

Das Abendspiel dieses Spieltages. Für die Eisbären dürfte es wohl schwer werden. Es droht die 5. Niederlage infolge und darüber hinaus der Verlust der Qualifikationsrunde. Die Krefelder hingegen liegen auf Platz 3 und sind dort relativ sicher. Beim letzten Aufeinandertreffen gewannen die Berliner. Vielleicht ein gutes Omen. Dieses gute Omen sollte sich jedoch nicht bestätigen. Wieder verlor man sein Spiel im 2. Drittel. Es ist teilweise anstrengend den Eisbären beim spielen zuzusehen. Hält man im ersten Abschnitt noch dagegen, reißt man sich es im Mittelabschnitt wieder ein. Dann kämpft man wieder, doch das kommt dann zu spät. Alle Einzelheiten lest ihr wie immer in unserem BLOG.

2:4 gegen Krefeld: Erneut folgen den Worten keine Taten auf dem Eis – Fünfte Niederlage und zweites Null-Punkte-Wochenende in Folge

logo_WBN_1314Ausgabe #26:

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Krefeld_Pinguine_LogoImmer wieder haben wir in dieser Saison von der Mannschaft vor den Spielen gehört, dass sie wüssten, worum es geht und dass man auch weiß, welche Fehler man mache. Immer wieder hat man dann gesagt, wir werden es in den nächsten Spielen besser machen und zurückkommen. Man will schließlich das Minimalziel, die Pre-Play-Offs noch erreichen. Und dann folgten den vielen Worten so gut wie nie Taten auf dem Eis – höchstens mal in Ansätzen, mehr aber auch nicht. Auch das heutige Spiel kann man so bezeichnen. Viele Worte vor dem Spiel, wenige Taten dann auf dem Eis. Mit 2:4 (1:1, 0:2, 1:1) haben die Eisbären Berlin am Sonntagabend gegen die Krefeld Pinguine verloren. 12.400 Zuschauer in der O2 World sahen die fünfte Niederlage sowie das zweite Null-Punkte-Wochenende in Folge. Immerhin sah man heute für höchstens zehn Minuten mal eine Mannschaft, die versucht hat, Druck auf den Gegner auszuüben. Da war auch ein wenig Kampfgeist und Leidenschaft zu spüren. Doch leider waren es eben nur zehn Minuten und nicht 60 Minuten.

Die Jungs hatten im ersten Drittel nach vorne gar nicht mal so schlecht gespielt. Da hatte man schon gemerkt, dass sie hier etwas erreichen und nicht schon wieder als Verlierer vom Eis gehen wollen. Da suchte man immer wieder den Weg zum Tor, kam dann auch zum Abschluss. Nur was bringt es, wenn man nach vorne einigermaßen ansehnliches Eishockey spielt, aber sich hinten einen Fehler nach dem anderen erlaubt? Es war schon erschreckend zu sehen, wie viele Fehlpässe der Mannschaft da unterliefen. Da fehlte mal wieder in der Defensive die nötige Konzentration. Man konnte von Glück reden, dass Krefeld daraus nicht mehr gemacht hat.
Die Seidenstädter waren es, die den ersten Treffer des Spiels erzielen sollten. Die Krefelder druckvoll hinter dem Tor, mit dem klasse Pass vor das Tor, wo Patrick Klöpper eiskalt vollendete – 0:1 (7.). Da stimmte die Zuordnung in der Berliner Defensive überhaupt nicht. Wie so oft in der Partie.
Doch immerhin fiel die Mannschaft nach diesem Gegentreffer nicht auseinander und versuchte weiter ihr Glück in der Offensive. Mit Erfolg. Darin Olver mit einem klasse Pass in den Slot, wo Youngster Sven Ziegler die Kelle rein hielt und zum 1:1 traf (18.). Bereits der zweite Treffer von Ziegler an diesem Wochenende. Am Freitag gelang ihm gegen Hamburg sein erstes DEL-Tor.
Bei diesem Spielstand ging es in die Kabine.

Im Mitteldrittel sah man dann wieder die Eisbären vom Freitag. Zu viele Fehlpässe, kein geordneter Spielaufbau, keine Zuordnung in der Defensive, kein Kampfgeist, keine Leidenschaft, ein unglaublich schlechtes Zweikampfverhalten. Ich glaube, die Jungs hatten in dem zweiten Drittel fast jeden Zweikampf verloren. Man machte es den Pinguinen einfach zu einfach. Teilweise kamen die Krefelder problemlos an ihren Gegenspielern vorbei, weil diese keine Gegenwehr zeigten. Erneut schlitterten da einige Spieler wieder lustlos über das Eis. Als Mannschaft spielte man jedenfalls nicht zusammen. Die jungen Spieler will ich da aus der Kritik heraus nehmen, denn die haben wirklich alles versucht. Im Gegensatz zu den vermeintlichen Leistungsträgern.
In der 26. Minute konnte Krefeld erneut in Führung gehen. Joel Perrault mit dem Querpass vors Tor, Adam Courchaine verwertete dieses Zuspiel relativ locker – 1:2. Eisbären-Goalie Sebastian Elwing gab da keine gute Figur ab, ging viel zu früh runter und machte es Courchaine somit sehr leicht, den Puck im Tor zu versenken. Aber Courchaine stand auch vollkommen frei, die Zuordnung hatte da wieder einmal nicht gestimmt.
Nach einem Scheibenverlust der Eisbären fiel dann der dritte Krefelder Treffer an diesem Abend. Joel Perrault schnappte sich die Scheibe, spielte sie weiter zu Adam Courchaine und der lief alleine auf Elwing zu. Sein Schuss ging unter die Latte und kam sofort wieder aus dem Tor heraus. Die beiden Hauptschiedsrichter Willi Schimm und Bastian Haupt gingen auf Nummer sicher und schauten sich den Videobeweis an, entschieden danach aber folgerichtig auf Tor – 1:3 (31.).
Fortan die Eisbären mit weiteren Fehlpässen, doch Krefeld zeigte sich gnädig und nutzte die vielen Fehler der Eisbären nicht aus. Somit blieb es beim 1:3 nach 40 Minuten.

Im Schlussdrittel hatte man nun das Gefühl, dass die Eisbären vielleicht doch begriffen hätten, worum es hier eigentlich geht. Denn die Jungs übten nun schon ein wenig Druck auf die Krefelder aus und kamen dann sogar in Unterzahl durch Mark Bell zum Anschlusstreffer – 2:3 (45.).
Danach hatten die Eisbären ihre stärkste Phase, machten richtig viel Druck und hatten auch gute Chancen. Doch im Abschluss fehlte ihnen das nötige Glück und das schien den Jungs die Hoffnung, hier noch etwas drehen zu können, genommen zu haben. Denn plötzlich stellte man sein Offensivspiel ein und machte wieder zu viele Fehler. Man ließ Krefeld so wieder zurück ins Spiel kommen. Zudem nahm man unnötige Strafzeiten, weshalb Krefeld fast zwei Minuten zwei Mann mehr auf dem Eis hatte. Und das nutzte Krefeld nach nur 14 Sekunden aus. Kevin Clark mit der Direktabnahme zum 2:4 (54.).
Die Eisbären danach noch einmal mit verzweifelten Angriffen, die jedoch nichts mehr einbrachten. Auch eine Auszeit von Coach Jeff Tomlinson (welche meiner Meinung nach viel zu spät kam) und das heraus nehmen von Goalie Sebastian Elwing (auch das kam für mich zu spät) brachte keinen Erfolg mehr. Die Eisbären verloren das Spiel am Ende verdient mit 2:4.

Eine Niederlage, die weh tut. Man hatte die große Chance, bis auf einen Punkt an Augsburg heran zu rücken, doch man vergab sie kläglich. Weil die Mannschaft wieder einmal nicht das zeigte, was sie eigentlich kann. Es ist schon erschreckend, wie eine Mannschaft das Eishockey spielen so verlernen kann. Für mich ist dass da unten auf dem Eis schon lange keine Mannschaft mehr. Viele Spieler verrennen sich lieber in Einzelaktionen, ein Zusammenspiel findet nur noch äußerst selten statt. Auch sehe ich nicht, dass die Jungs alles dafür tun, um die Pre-Play-Offs noch zu erreichen. Nach den beiden Siegen gegen Mannheim und in Krefeld hatte ich gedacht, jetzt geht es bergauf, die Mannschaft hat endlich kapiert, worum es geht. Doch die beiden Erfolge erwiesen sich im Nachhinein als Strohfeuer, denn es folgten fünf Niederlagen in Folge.
Die beiden Spiele an diesem Wochenende erinnern mich irgendwie an die Saison 2006/2007, als die Mannschaft gegen den damaligen Trainer Pierre Pagé spielte. Ich will den Jungs jetzt nicht vorwerfen, dass sie gegen Jeff Tomlinson spielen, aber irgendwie sieht es so aus.
Und auch Jeff Tomlinson muss sich fragen, ob er die Mannschaft überhaupt noch erreicht? Kann er seinen Spielern noch das vermitteln, was er auf dem Eis sehen will? Hat er überhaupt ein System, welches er spielen lassen will? Warum gibt er dem jungen Goalie Dominik Gräubig jetzt nicht mal eine Chance? Schlechter als Sebastian Elwing in den letzten Spielen kann selbst Gräubig nicht sein. Und Gräubig ist ein sehr talentierter Goalie, dem man durchaus mal das Vertrauen schenken kann. So wie man es während der Saison den Youngsters Jonas Müller, Jonas Schlenker, Christoph Kabitzky, John Koslowsky, Sven Ziegler, Alex Trivellato, Vincent Schlenker und Vladislav Filin auch geschenkt hat. Und wenn in dieser Saison überhaupt wer annähernd seine Leistung gebracht hat, dann waren es doch wohl die jungen Spieler. Sie haben ihr Können angedeutet, machen Hoffnung für die Zukunft. An deren Einstellung, deren Einsatz, deren Kampfgeist und deren Leidenschaft kann sich so mancher Leistungsträger eine Scheibe von abschneiden.
Noch sind zehn Spiele Zeit, um das drohende Szenario des Saisonendes nach der Hauptrunde abzuwenden. Doch allein die Hoffnung fehlt mir, noch an ein gutes Ende zu glauben. Wenn die vermeintlichen Leistungsträger so spielen würden, wie die Youngsters, hätte ich Hoffnung. Ich sehe auch keine Hoffnung, wenn die verletzten Spieler zurückkehren.

Nach dem Spiel kam es dann noch zu unschönen Szenen in der Fankurve. Ein paar Fans machten ihrem verständlichen Unmut Luft und pfiffen die Mannschaft aus. Eine für mich nachvollziehbare Aktion, denn man kann die Leistung der Mannschaft nicht immer gut heißen. Wenn die Mannschaft wenigstens kämpfen würde, alles geben würde, die Spiele nicht zu verlieren, hätte ich mit den vielen Niederlagen kein Problem. Doch wenn ich eine lustlose Mannschaft da unten auf dem Eis sehe, die ihre Trikots nur spazieren trägt, dann werde auch ich irgendwann einmal sauer und kann die Leistung der Mannschaft nicht mehr gut heißen. Nein, ich habe die Spieler nicht ausgepfiffen, aber ich habe ihnen nach Spielende sowohl am Freitag als auch heute kein Applaus gespendet, denn den hätten sie auch nicht verdient.
Dass dann einige Unverbesserliche der Meinung sind, sie müssten wutentbrannt zu den pfeiffenden Fans stürmen, um ihnen ihre Meinung zu geigen, finde ich nicht in Ordnung. Jeder Fan hat das Recht, seine Meinung zu äußern, Und irgendwann muss man der Mannschaft auch einmal zeigen, dass es so nicht weiter gehen kann. Die Fans, die die Mannschaft auch nach solchen Leistungen noch feiern wollen, können dies gerne tun. Das verbietet ihnen keiner. Aber sie sollten dann bitte auch so fair sein, den anderen Fans es zu erlauben, ihren Unmut zu äußern. Auch ich bin sehr enttäuscht über die Leistung der Mannschaft. Verlieren kann man immer, aber die Leistung muss am Ende auch stimmen. Und die hat in dieser Saison bisher nicht so oft gestimmt.

Weitere Artikel zum heutigen Spiel findet Ihr hier.

Kampf um die Pre-Play-Offs: Lassen die Eisbären gegen Krefeld den Worten endlich Taten folgen?

125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg125px-Krefeld_Pinguine_LogoDie Eisbären Berlin stehen im Kampf um die Pre-Play-Offs mit dem Rücken zur Wand. Nach vier Niederlagen in Folge ist man in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf den elften Platz abgerutscht. Der Rückstand auf Platz Zehn beträgt vier Punkte. Bei einer weiteren Niederlage morgen Abend gegen die Krefeld Pinguine würde der Rückstand noch größer werden. Und viel Zeit, um diesen dann noch aufzuholen, haben die Berliner nicht mehr. Ganze elf Spiele sind es noch bis zum Ende der DEL-Hauptrunde. Und in diesen Spielen müssen Siege her, um das Minimalziel noch zu erreichen.

Um Krefeld morgen zu besiegen, bedarf es aber einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zum Hamburg-Spiel, welches man deutlich mit 4:7 verlor. Denn gegen Hamburg sah man eine Mannschaft, die lustlos über das Eis schlitterte. Die Spieler machten zu viele Fehlpässe, Torhüter Sebastian Elwing erwischte einen rabenschwarzen Tag und zudem verrannten sich die Spieler zu oft in Einzelaktionen. Die Mannschaft trat einfach nicht als solche auf, ließ Kampfgeist, Leidenschaft und den nötigen Siegeswillen vermissen. Man merkte der Mannschaft zu keiner Zeit an, dass sie wüssten, worum es geht. Es geht um die Pre-Play-Off-Qualifikation, nur scheinen das die Spieler nicht verstanden zu haben.

Nur wie soll man gegen Krefeld eine andere Leistung zeigen, wenn man im Team selbst die Leistung vom Hamburg-Spiel als eigentlich gut ansah? Daniel Weiß z.B. sprach davon, dass „man zwei Drittel lang gut gespielt hätte und dass das Spiel auch hätte anders ausgehen können“.
Lediglich T.J. Mulock sah es so, wie viele Fans auch:

„Wir haben Fehler wie Neunjährige gemacht und uns dadurch immer wieder selbst ins Knie geschossen.“

Bei den Eisbären verschließt man die Augen vor der Realität. Trainer Jeff Tomlinson stellt sich nach jedem Spiel hin und versucht die guten Dinge raus zu suchen. Die schlechten Dinge spricht er gar nicht mehr an. Viel mehr sprach er gestern auf der Pressekonferenz davon, dass alle im Team noch an die Pre-Play-Offs glauben, dass man kämpfen und zurück kommen werde. Es ist ja schön und gut, dass die Jungs anscheinend noch das Selbstvertrauen haben und sagen, sie schaffen die Pre-Play-Off-Qualifikation noch. Nur das Problem in dieser Saison war dieses, dass man den vielen Worten vor den Spielen zu selten Taten hat folgen lassen. Ein Spiel gewinnt man nicht mit vielen Worten sondern mit Taten auf dem Eis. Und an denen hat es der Mannschaft in dieser Saison zu oft gemangelt.

Mit Krefeld trifft man morgen auf die Überraschungsmannschaft der Saison. Die Seidenstädter sind aktuell Dritter in der Tabelle und sorgen auch in dieser Saison wieder für Furore. Mit den Pinguinen sollte man in dieser Saison defintiv rechnen, wenn es in die Play-Offs geht. Die Seidenstädter haben die letzten zwei Spiele in Folge gewonnen. Davor hatte man allerdings zwei Spiele in Folge verloren – darunter ein 3:7 gegen die Eisbären auf eigenem Eis. Es war der letzte Sieg der Eisbären, bevor es vier Niederlagen in Folge setzte.

Eine fünfte Niederlage in Folge ist durchaus denkbar. Wenn man so auftritt, wie am Freitag gegen Hamburg, droht ein erneutes Debakel. Und Krefeld wird sicherlich mit viel Wut im Bauch in die Hauptstadt reisen. Denn wer verliert schon gerne auf eigenem Eis mit 3:7? Keiner und daher wollen die Mannen von Coach Rick Adduono auch Revanche dafür nehmen. Und in Berlin hat sich der KEV zuletzt sehr wohl gefühlt. Zwar hat man die letzten beiden Gastspiele in der Hauptstadt verloren, doch davor feierten die Pinguine fünf Siege in den letzten sechs Spielen in Berlin.

In dieser Saison trafen beide Mannschaften bereits dreimal aufeinander. Zweimal gewannen die Eisbären (3:1 zu Hause/7:3 in Krefeld), einmal Krefeld (2:0 zu Hause). Vieles deutet darauf hin, dass Krefeld diese Serie morgen mit dem zweiten Sieg in dieser Saison gegen Berlin ausgleichen wird.

2B790336Los geht die Partie in der Arena am Ostbahnhof aufgrund der TV-Übertragung von Servus TV erst um 17:45 Uhr. Hauptschiedsrichter sind die Herren Haupt und Schimm.