Felskis Abschiedsspiel: Trikots und Helm vorgestellt – Erste Spieler bekannt gegeben

Sven Felski präsentiert sein Trikot sowie den Helm für das Abschiedsspiel im August. (Foto: eisbaerlin.de)

Sven Felski präsentiert sein Trikot sowie den Helm für das Abschiedsspiel im August. (Foto: eisbaerlin.de)

Am heutigen sehr sonnigen Sonntag war ordentlich was los am altehrwürdigen Wellblechpalast. Denn heute gab es noch einmal die letzten 322 Tickets für das Abschiedsspiel von Sven Felski, welches am 10. August 2013 um 18:30 Uhr im „Welli“ statt findet. Klar, dass die Fans dafür Schlange standen. Die ersten Fans fanden sich schon um Mitternacht am „Welli“ ein, um so einen der ersten Plätze zu ergattern. Ca. 300 Fans standen dann heute morgen an, als um 11:00 Uhr der Verkauf der letzten Tickets startete. Pro Person durften maximal zwei Karten erworben werden. Klar, dass daher nicht alle wartenden Fans am Ende mit einem der begehrten Tickets den Heimweg antraten. Nach exakt einer Stunde waren alle 322 Tickets verkauft. Die Fans konnten sich anschließend zwar auf eine Warteliste eintragen, doch das sie noch in den Genuss kommen, das Abschiedsspiel von Sven Felski live in der Halle zu sehen, daran glauben sie wohl selbst nicht mehr.

Mit der großen Nachfrage hatte Sven Felski offensichtlich nicht gerechnet. Er könnte locker die O2 World füllen. Doch das ist ja nicht Sinn der Sache, denn „Felle“ möchte natürlich da aufhören, wo alles angefangen hat. Und das war nun einmal der altehrwürdige Wellblechpalast, welcher von uns Fans liebevoll nur „Welli“ gennant wird.

Für die Fans, die kein Ticket mehr abbekommen haben, gibt es immerhin eine gute Nachricht. Denn wie Felski heute bei der Pressekonferenz in der Kabine mitteilte, ist man dabei, ein Public Viewing vor dem „Welli“ zu organisieren. So würden dann also auch die anderen Eisbären-Fans in den Genuss kommen, das Abschiedsspiel der EHC-Legende zu sehen. Continue reading

Starke Unterstützung: Rund 700 Fans beim Training der Eisbären Berlin

Das Training der Eisbären am Sonntavormittag war sehr gut besucht. (Foto: black corner 2007)

Das Training der Eisbären am Sonntagvormittag war sehr gut besucht. (Foto: black corner 2007)

Die Spieler der Eisbären Berlin erlebten am Sonntagvormittag ein Training der ganz besonderen Art. Rund 700 Fans hatten sich auf den Weg in den Wellblechpalast gemacht, um der Mannschaft zu zeigen, dass der Fan-Protest vom Mittwoch nicht gegen sie gerichtet war. Man wollte der Mannschaft so zeigen, das man voll und ganz hinter ihr steht und sie so gerne in den Play-Offs unterstützen würde, wenn denn dieser lästige Dauerkarten-Streit endlich ein Ende finden würde. Die Spieler hatten so eine Unterstützung bei einem Training wohl auch noch nie erlebt und wirkten beim Gang relativ überrascht, als sie die große Fan-Menge auf den Rängen sahen.

Die Spieler kamen nach und nach einzeln oder in kleinen Gruppen auf das Eis. Begleitet von großem Applaus der Eisbären-Fans und „Dynamo-Rufen“. Es wirkte fast wie bei einem ganz normalen DEL-Spiel der Berliner. Die Fans waren in ihrer normalen „Fan-Kleidung“ da, hatten also Trikot, Schal, Fahne, ect dabei und sangen die üblichen Fangesänge. Natürlich war man darauf bedacht, den Ablauf des Trainings nicht zu stören und deshalb setzte man zu den Gesängen auch immer erst dann an, wenn es auf dem Eis gerade ruhig zu ging.

Zwei Spruchbänder erwarteten die Mannschaft, als sie auf das Eis kam. Man wollte den Spielern zeigen, dass man hinter Ihnen steht. (Foto: black corner 2007)

Zwei Spruchbänder erwarteten die Mannschaft, als sie auf das Eis kam. Man wollte den Spielern zeigen, dass man hinter Ihnen steht. (Foto: black corner 2007)  

Als die Spieler auf das Eis kamen, bekamen Sie gleich zwei Spruchbänder zu lesen (siehe Foto rechts). Auf dem Einen stand „Auch in schweren Zeiten werden wir Euch mit dem Herzen stets begleiten!!“ und auf dem Anderen You’ll never walk alone!!!“. Man versuchte also wirklich alles, um der Mannschaft deutlich zu machen, dass der Boykott vom Mittwoch einzig und allein gegen die AEG und weitere Verantwortliche gerichtet war und nicht gegen sie selbst. Uns Fans tut es ja auch sehr weh, die Mannschaft gerade in dieser Phase der Saison nicht unterstützen zu können.

 

Der ehemalige Gästeblock im "Welli" war sehr gut gefüllt. (Foto: black corner 2007)

Der ehemalige Gästeblock im „Welli“ war sehr gut gefüllt. (Foto: black corner 2007)

Gerade deswegen hatte man sich dazu kurzfristig entschlossen, das Team beim Training zu unterstützen, um so zu zeigen, wie stark man bereit wäre, die Mannschaft in den Play-Off-Spielen zu unterstützen. Dem Aufruf kamen auch sehr viele Fans nach und so war der altehrwürdige Wellblechpalast für ein Training sehr gut besucht. Der „harte Kern“ der Fans versammelte sich im A-Block (siehe Foto links). Ein für uns sehr ungewohnter Block, denn dieser war früher der Gästeblock gewesen. Aber in solchen Zeiten denkt man darüber nicht mehr nach und machte lautstark deutlich, wie sehr man hinter der Mannschaft steht. Schade war es nur, dass sich die Spieler – bis auf zwei Ausnahmen – nicht wirklich für die Unterstützung bedankt haben. Ob sie das mit Absicht gemacht haben oder einfach nur vergessen hatten, wird wohl deren Geheimnis bleiben.

Immerhin sagte Eisbären-Kapitän André Rankel nach dem Training, dass er die Aktion sehr schön fand:

„Es ist schön, dass die Fans da sind und Unterstützung zeigen.

Wen man heute Vormittag aber vergeblich auf dem Eis suchte, war Florian Busch. Der hatte sich am Mittwoch bei vielen Fans sehr unbeliebt gemacht, als er in einem Interview nach dem ersten Drittel sagte, ihm wäre es egal, ob die Fans da wären oder nicht. Zwar hatte sich „Buschi“ für seine harten Worte am Tag darauf entschuldigt, doch dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Zwar war er sicherlich angefressen ob des 0:4-Rückstandes gegen Hamburg, doch trotzdem muss er Profi genug sein und sich nicht so abfällig über die Fans äußern. Ob er heute verletzungsbedingt gefehlt hatte oder es aber einen anderen Grund für seine Abwesenheit gab, ist nicht bekannt.

Morgen Training im Welli: Eisbären-Fans unterstützen die Mannschaft

Die Fankurve nach dem Boykott

Sieht die Fankurve am Montag beim dritten Viertelfinalspiel gegen Hamburg erneut so aus? (Foto: black corner 2007)

Die ersten beiden Spiele in der Viertelfinalserie zwischen den Eisbären Berlin und den Hamburg Freezers sind gespielt und es steht 1:1 unentschieden. Für die Berliner Spieler waren die ersten beiden Duelle sehr ungewohnt, denn es fehlte in beiden Spielen die Unterstützung der treusten Fans. Diese boykottierten das erste Spiel in Berlin und auch das zweite Spiel in Hamburg. Man protestiert gegen die geplanten Dauerkarten-Preiserhöhungen, mit denen der Anhang der Eisbären nicht zufrieden ist. Der Boykott richtete sich aber ausschließlich gegen die AEG und weitere Verantwortliche, die für die geplanten Preiserhöhungen zuständig sind. Der Protest richtet sich also nicht gegen die eigene Mannschaft.

Doch auch die Mannschaft war – verständlicherweise – verunsichert am Mittwoch, als ca. 3000 Fans schlagartig die Arena am Ostbahnhof verließen, um so ihrem Unmut deutlich zu machen. Die Spieler wirkten wie geschockt und wurden von den Hanseaten regelrecht auseinander genommen. In der Anfangsphase, als der Boykott vollzogen wurde, kassierte man sehr schnell zwei Gegentreffer. Nach den ersten 20 Minuten lag man bereits mit 0:4 hinten. In der Kabine muss es dann sehr laut geworden sein und die Mannschaft hatte sich wohl geschworen, nun alles zu geben. Mit Erfolg, denn die Eisbären kämpften sich zurück in dieses Spiel und setzten sich am Ende knapp mit 6:5 n.V. durch. Die Moral der Mannschaft war großartig, man musste danach den Hut vor den Spielern ziehen, die sich durch diese schwierige Situation gekämpft hatten und am Ende das Eis als Sieger verlassen hatten.

Am Freitag beim zweiten Spiel in Hamburg waren zwar Berliner Fans vor Ort, doch längst nicht so viele wie sonst zu Auswärtsspielen in der Hansestadt. Und Unterstützung kam so gut wie keine aus dem Gästeblock. Wieder trotzten die Spieler der Situation und führten mit zur 56. Spielminute mit 3:1. Doch dann brachen die Berliner ein und kassierten innerhalb von 3:35 Minuten vier Gegentreffer.

Wir Fans wissen nun, dass die Mannschaft unsere Unterstützung braucht. Ob sie diese aber am Montag beim dritten Spiel der Viertelfinalserie in der O2 World erhalten wird, ist aber noch fraglich, Bisher wurde noch keine Einigung im Dauerkarten-Streit erzielt. Sollte es bis Montagabend keine Einigung geben, wird der Boykott weiter gehen. In welcher Form ist aber noch nicht bekannt.

Aus diesem Grund machen sich morgen Vormittag jede Menge Eisbären-Fans auf den Weg in den „Welli“, wo die Mannschaft von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr trainiert. Man will der Mannschaft zeigen, dass der Boykott vom Mittwochabend keinesfalls gegen sie gerichtet war und man nach wie vor hinter ihnen steht. Man will dieses Training zum „lautesten aller Zeiten“ machen. Der Block 211 – NUR DER EHC ruft daher auf seiner Facebookseite bei einer selbst erstellten Veranstaltung alle Fans auf, sich morgen Vormittag in den Welli zu begeben, um die Mannschaft zu unterstützen. Und zwar mit folgendem Text:

Es tat weh Mittwoch sowie gestern nicht dabei sein zu können. Wir wissen auch mit dem jetzigen Stand, dass es Montag mit den Protesten weiter gehen wird, wenn sich nichts ändert. In welcher Form können wir nicht nicht sagen.

Wir wissen aber auch, und das war von Anfang an klar, dass unsere Jungs die komplette Unterstützung brauchen. Daher rufen wir zum lautesten Training aller Zeiten auf:

Sonntag 10.30 Uhr im Welli !!!

Lasst uns die Mannschaft in gewohnter lautstarker Form unterstützen. Ihnen die Kraft geben die sie brauchen!!!

Für Proteste wird morgen kein Platz sein!

Wir vom eisbaerlin.de-Team kommen diesem Aufruf nach und werden dem Team morgen zeigen, dass wir weiterhin hinter ihnen stehen und sie nach allen Kräften unterstützen. Kommt auch Ihr morgen in den „Welli“, um der Mannschaft den nötigen Schub für Spiel Drei der Viertelfinalserie zu geben. Das Team braucht uns!