5:2 gegen Iserlohn: Zach Boychuk trifft doppelt und Simon Després feiert seine Tor-Premiere im Eisbären-Trikot

Ausgabe #9:

Nach kurzer Schwächephase sind die Eisbären Berlin endgültig zurück in der Erfolgsspur. Drei Tage nach dem 5:1-Sieg in Bremerhaven setzten sich die Berliner am Sonntagabend mit 5:2 (1:1,1.0,3:1) gegen die Iserlohn Roosters durch und festigten damit die Tabellenführung in der Gruppe Nord.

Personell gab es bei den Eisbären nur eine Änderung, und zwar im Tor. Da rückte Stammgoalie Mathias Niederberger zurück zwischen die Pfosten, Youngster Tobias Ancicka musste wieder auf der Bank als Back-up Platz nehmen. Ansonsten blieben alle Reihen und Ausfälle wie in Bremerhaven gleich.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Die Eisbären wollten Wiedergutmachung betreiben nach zwei Heimniederlagen in Folge gegen Wolfsburg. Und nach nur 105 Sekunden klingelte es schon im Iserlohner Tor. Der Spieler des Jahres der vergangenen Saison, Marcel Noebels, netzte nach klasse Zuspiel von Leo Pföderl ein. Die Nummer 93 bekam die Scheibe hinter dem Tor, drehte sich kurz um, spielte die Scheibe in den Slot, wo die Nummer 92 nicht lange fackelte – 1:0 (2.).
Auch danach die Eisbären weiterhin im Vorwärtsgang und viel Druck, schnellem Umschaltspiel. Doch ein Fehler der Eisbären ermöglichte Iserlohn einen Zwei-auf-Eins-Konter, welchen Philip Riefers im zweiten Versuch erfolgreich abschließen konnte. Den ersten Versuch konnte Mathias Niederberger noch parieren, aber ihm rutschte die Scheibe unglücklich durch die Schoner. Den Braten roch Riefers, fuhr weiter zum Tor, setzte nach und traf zum 1:1 (5.).

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Rasanter Auftakt von beiden Mannschaften also, die weiterhin nur eine Richtung kannten. Iserlohn kassierte dann in der achten Spielminute durch den Ex-Eisbären Jens Baxmann wegen Beinstellens die erste Strafzeit der Partie und das Powerplay der Hauptstädter sah sehr gut und druckvoll aus, nur hatte man vor dem gegnerischen Tor von Andreas Jenike nicht das nötige Glück auf seiner Seite.
Die Eisbären waren die offensivere Mannschaft und schalteten immer wieder schnell um. Iserlohn konzentrierte sich vor allem auf seine Defensive, um dann ebenfalls blitzschnell umzuschalten und zu kontern.
13 Minuten waren gespielt, als die Sauerländer erstmals in Überzahl agieren konnten. Zach Boychuk musste wegen Bandenchecks in die Kühlbox, Parker Tuomie folgte ihm wenig später wegen Hakens, so dass Iserlohn für 56 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis hatte. Aber das Penaltykilling der Hausherren funktionierte. Einzig Brody Sutter aus dem Slot heraus und Joe Whitney, der den Außenpfosten traf, hatten Chancen, mehr ließen die Berliner nicht zu.
Die Special Teams waren auch danach wieder gefragt, diesmal gab es ein Powerplay auf Berliner Seite. Julian Lautenschlager musste wegen eines Stockschlags auf die Strafbank. Aber dieses Überzahlspiel sah diesmal nicht gut aus und so verpuffte diese Chance ereignislos. So endete dieses muntere erste Drittel 1:1-Unentschieden. Die Eisbären mit einem Chancenübergewicht, aber Iserlohn sorgte immer wieder für Gefahr, wenn sie vor das Berliner Tor kamen.

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Die Special Teams waren auch im zweiten Drittel sofort gefragt, Iserlohn Casey Bailey musste wegen Beinstellens in die Kühlbox, doch das Berliner Powerplay sorgte nicht für so viel Gefahr, um das Tor von Andreas Jenike ernsthaft zu gefährden.
Beinstellen war auch der Grund, warum John Ramage in der 25. Spielminute vom Eis musste und nun Iserlohn ein Mann mehr auf dem Eis war. Aber auch Iserlohn ohne echte Torchance.
Als man wieder Fünf-gegen-Fünf spielte, scheiterte Matt White zunächst mit seinem Alleingang an Jenike, der mit dem Schoner parieren konnte. Wenige Sekunden später war es Zach Boychuk, der nach einem parierten Schuss von Mathias Niederberger sich die Scheibe schnappte, den Turbo zündete und Jenike keine Chance ließ – 2:1 (27.).
Fortan die Eisbären die spielbestimmende Mannschaft, die immer wieder den Zug zum Tor suchten. Nur vor dem Tor mangelte es an der nötigen Kaltschnäuzigkeit, um die Führung auszubauen. Iserlohn war zu selten präsent vor dem Eisbären-Tor und wenn sie mal durchkamen, waren die Abschlüsse kein Problem für Mathias Niederberger. Viel mehr waren die Sauerländer in den zweiten 20 Minuten ins eigene Drittel gedrängt und mussten dort ihr eigenes Tor verteidigen. Das taten sie mal besser, mal schlechter. Insgesamt war das kein gutes zweites Drittel der Sauerländer, zu oft luden sie die Eisbären zu Chancen ein. Nur konnten die Berliner diese Einladungen nicht nutzen. So stand es nach 40 Minuten 2:1 für die Eisbären, was für Iserlohn doch eher schmeichelhaft war. Aber so war noch alles offen für das letzte Drittel.

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Und dort sorgten die Eisbären früh für die Vorentscheidung. Parker Tuomie forderte die Scheibe auf der rechten Seite von Mark Olver, bekam sie und spielte sie direkt quer rüber, wo Ryan McKiernan lauerte und per Onetimer auf 3:1 stellte (43.).
Iserlohn aber keinesfalls geschockt. Die Mannschaft von Brad Tapper spielte anschließend nach vorne und setzte sich im Berliner Drittel fest. Eine gute Chance kam auch bei heraus, doch Mathias Niederberger war zur Stelle und verhinderte den Anschlusstreffer.
Auf der Gegenseite erkämpfte Leo Pföderl die Scheibe, spielte sie in den Slot, wo sie Simon Després in Empfang nahm und trocken einnetzte – 4:1 (48.). Das erste Tor im Eisbären-Trikot für die Nummer 47.
Danach passierte nicht mehr so viel aufregendes. Die Eisbären feuerten zwar noch ein paar Schüsse ab, doch Erfolg sollten sie damit nicht haben. Iserlohn tat nicht wirklich viel nach vorne. Wenn sie mal zum Abschluss kamen, war Mathias Niederberger zur Stelle. Die zwei schnellen Gegentreffer zu Beginn des Schlussdrittels schienen den Sauerländern den Stecker gezogen zu haben.

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Aber ihr Trainer Brad Tapper versuchte noch einmal alles und nahm gut fünf Minuten vor dem Ende bereits den Torhüter vom Eis. Und beinahe hätte er damit Erfolg gehabt, doch Casey Bailey pfefferte die Scheibe nur an den Pfosten. Als Leo Pföderl in der 57. Spielminute wegen Spielverzögerung vom Eis musste, schlug Joe Whitney mit einem Hammer von der blauen Linie in Überzahl zu – nur noch 4:2.
Brad Tapper hatte seinen Jungs in der Auszeit nach der Strafe nochmal heiß gemacht und sie trafen sofort. Danach ging Jenike erneut vom Eis, Iserlohn witterte nun Morgenluft und wollte das Unmögliche noch möglich machen. Doch die Eisbären waren es, welche durch Zach Boychuk den Decker auf dieses Spiel machten, er netzte ins verwaiste Iserlohner Tor ein – 5:2 (58.).
Nun war der Widerstand der Roosters gebrochen und die Eisbären fuhren problemlos den Sieg ein und beendeten damit die zwei Spiele andauernde Niederlagenserie auf eigenem Eis.

Ein hochverdienter Sieg für die Hauptstädter, welche im ersten Drittel noch einen Gegner auf Augenhöhe hatten und das 1:1 auch durchaus gerecht war. Im zweiten Drittel aber waren die Berliner die drückend überlegene Mannschaft, nur konnten sie daraus nicht viel Zählbares mitnehmen und mussten so im Schlussdrittel für die Entscheidung sorgen. Dort zog man Iserlohn mit zwei Toren in den ersten sieben Minuten schnell den Stecker. Zwar kam Iserlohn noch einmal kurz heran, doch am ungefährdeten Heimsieg sollte sich nichts mehr ändern.

Jonas Müller vorm Köln-Spiel: „Wenn wir unser Ding durchziehen, haben wir gute Chancen“


Gestern Abend standen die Eisbären Berlin noch auf dem Eis der Mercedes-Benz Arena und feierten den 6:1-Heimsieg gegen die Krefeld Pinguine. Heute Abend befinden sich die Hauptstädter bereits in der Domstadt und haben das erste Training in Köln hinter sich. Denn dort steht morgen Abend (Bully: 18:30 Uhr) das Auswärtsspiel bei den Kölner Haien auf dem Programm. Dann wollen die Berliner ihre Serie von vier Siegen in Folge weiter ausbauen und zudem auch weiter die Auswärtsbilanz aufbessern.

Durch die vier Siege in Serie ist das Selbstvertrauen bei den Spielern auch dementsprechend groß. Den ersten Platz in der Gruppe Nord hat man weiter gefestigt und will diesen auch nicht so schnell wieder abgeben. Auf die Mannschaft von Ex-Eisbären-Coach Uwe Krupp trifft man in dieser Saison zum dritten Mal. Nach zwei Heimspielen folgt nun das erste Auswärtsspiel beim KEC. Die beiden Spiele auf eigenem Eis gewannen die Eisbären mit 5:0 und 4:2. Dabei war vor allem das zweite Spiel hart umkämpft. Verteidiger Jonas Müller blickte nach dem Krefeld-Spiel gestern Abend bereits voraus auf das Traditionsduell in der Domstadt:

Köln kommt bestimmt hart gegen uns. Köln ist auch eine super Mannschaft, es waren hier auch immer knappe Spiele. Aber wir wissen, was auf uns zukommt, wir wissen, wie wir spielen müssen. Und wenn wir unser Ding durchziehen und so spielen, wie wir spielen wollen, haben wir da glaube ich auch gute Chancen.

Man muss einfach an die letzten Auftritte anknüpfen, will man in Köln Zählbares mitnehmen. Denn die zuletzt gezeigten Leistungen waren allesamt positiv und wurden mit vollen zwölf Punkten gekrönt. Man hielt sich an den Gameplan vom Trainerteam, man spielte als Mannschaft zusammen, man verteidigte vor dem Tor sehr gut und ließ wenig hochkarätige Chancen zu. Vor dem Tor erwies man sich als eiskalt und machte vor allem die Tore auch in den richtigen Momenten. Das Powerplay, welches immer noch Luft nach oben hat, funktioniert und steuerte gestern Abend drei Tore zum 6:1-Heimsieg bei. Man leistete sich nicht mehr so viele Durchhänger zwischendurch, mal vom zweiten Drittel gestern abgesehen, als man in den ersten zehn Minuten dem Krefelder Druck Stand halten musste. Die Konzentration bei allen Spielen war zuletzt bis zum Ende vorhanden.

Die Mannschaft scheint immer besser in Fahrt zu kommen, wenn gleich sie ihr ganzes Potential noch immer nicht komplett ausgeschöpft hat. Was aber vor allem auffällt, die Eisbären sind nicht von einer Reihe, von der deutschen Top-Reihe, abhängig. Auch das Secondary Scoring funktioniert beim Hauptstadt-Club. Gleich sieben Stürmer haben zweistellig gescort, darunter Marcel Noebels mit seinen starken 24 Scorerpunkten (3 Tore/21 Vorlagen), welche ihn nicht nur zum Top-Scorer der Eisbären machen. Nein, der Spieler des Jahres aus der vergangenen Saison führt aktuell die Scorerwertung der PENNY DEL an. Trainer Serge Aubin weiß natürlich, was die Mannschaft an Marcel Noebels hat:

Er ist immens wichtig für uns. Sein Spiel wird immer noch besser. Was ihn ausmacht, ist sein Stellungsspiel. Wenn er nicht an der Scheibe ist, dann bringt er sich in Situationen, wo er diesen einen Spielzug machen kann. Er arbeitet sehr, sehr hart.

Auch morgen Abend wird man wieder auf ihn und die anderen gefährlichen Stürmer zählen. Dann, wenn man auf die Kölner Haie trifft. So ein wenig die Wundertüte der aktuellen Saison. Die Domstädter waren auf Wiedergutmachung aus nach der katastrophalen letzten Saison. Mit Platz Fünf in der Gruppe Nord sind die Haie mittendrin im Kampf um die Playoff-Plätze. Köln geht mit zwei Siegen in Folge ins Spiel gegen Berlin. Seit dem letzten Duell in der Hauptstadt hat Köln nur zwei von sechs Spielen verloren. Die Haie sind also im Aufwind, doch treffen sie mit den Eisbären ebenfalls auf eine Mannschaft mit einem Lauf.
Aufpassen müssen die Eisbären vor allem auf die Stürmer Jason Akeson (3/17), James Sheppard (10/8), Frederik Tiffels (6/12) und Jonathan Matsumoto (10/6). Und nicht aus den Augen lassen sollte man auch Youngster Marcel Barinka. Der 19-jährige Angreifer kommt in bisher 15 DEL-Spielen auf drei Tore und acht Vorlagen.
Bei den statistischen Werten wie u.a. Fangquote, Schusseffizienz und Unterzahlquote, findet man die Haie im Mittelfeld der Liga. Einzig das Powerplay ist mit einer Erfolgsquote von 24,14 Prozent das viertbeste der Liga.

Spannung ist also so oder so garantiert. Eine Siegesserie wird enden. Bleibt nur die Frage, welche. Die der Haie oder die der Eisbären? Wenn die Eisbären so spielen, wie sie es sich vorgenommen haben, dann wird die Siegesserie der Berliner weitergehen. So jedenfalls prognostiziert es Jonas Müller. Morgen Abend sind wir schlauer.

6:1! Die Eisbären feiern gegen Krefeld den achten Heimsieg im achten Heimspiel – Marcel Noebels stellt neuen Eisbären-Rekord auf

Ausgabe #6:

Die Heimserie geht weiter: Auch das achte Heimspiel haben die Eisbären Berlin gewonnen. Gegen den Tabellenletzten der Gruppe Nord, Krefeld Pinguine, setzten sich die Hauptstädter mit 6:1 (2:0,1:1,3:0) durch und festigten damit die Tabellenführung. Große Probleme hatten die Eisbären dabei nicht, wenn gleich man im zweiten Drittel zu Beginn eine Drangphase der Pinguine überstehen musste. Danach nahm jedoch alles seinen Lauf, so, wie es vorher vermutet wurde.

Im Line-up der Eisbären gab es zwei Änderungen. Verteidiger Stefan Espeland hatte die Eisbären bekanntlich auf eigenen Wunsch verlassen und schloss sich Red Bull Salzburg an. Und im Sturm kehrte Mark Olver nach überstandener Verletzung zurück in den Berliner Kader. Im Tor stand erneut Mathias Niederberger.

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Hinein ins Spiel, in dem Krefeld nach vier Minuten durch Nikita Shatsky die erste Strafzeit des Spiels wegen eines hohen Stocks kassierte. Und dieses Powerplay nutzten die Hausherren zur Führung aus. Matt White hatte abgezogen, Giovanni Fiore fälschte so ab, dass Ex-Eisbären-Goalie Marvin Cüpper nur prallen lassen konnte und „Mister 1:0“ Kris Foucault netzte im vierten Duell gegen die Seidenstädter zum dritten Mal zum 1:0 ein. Die Nummer 98 staubte per Rückhand ab – 1:0 (5.).
Die Eisbären waren offensiv ausgerichtet, überbrückten schnell die neutrale Zone und machten auch das, was sie in den letzten beiden Auswärtsspielen bereits erfolgreich umsetzten. Sie brachten die Scheibe zum Tor, denn das ist ein gutes Mittel im Eishockey, um Erfolg zu haben.
Von Krefeld kam nicht wirklich viel, ein, zwei Mal tauchten sie vor Mathias Niederberger auf, doch so wirklich gefährlich wurde es nicht. Einzig bei einem Tip-in-Versuch von Martin Schymainski wurde es kurz gefährlich, aber er kam nicht richtig an den Puck ran.
Und als der Druck der Eisbären zu groß war und Krefeld sich nur mit einem Icing behelfen konnte, schlugen die Berliner gegen ausgelaugte Pinguine zu. Nach Bullygewinn spielte Marcel Noebels die Scheibe zum völlig freistehenden Jonas Müller, welcher ein paar Schritte fuhr und aus dem hohen Slot per sattem Handgelenkschuss abschloss – 2:0 (13.). Durch die Vorlage steht „Noebi“ nun bei 14 Spielen in Folge mit einem Scorerpunkt. Wahnsinn!
Die Krefelder machten es den Hausherren viel zu leicht, vor das Tor und zu Abschlüssen zu kommen. Nur waren die Eisbären noch nicht so torhungrig vor dem Tor, sonst hätte man diese Einladungen dankend angenommen. Zum Ende hin nochmal ein Powerplay für die Berliner, in denen Lukas Reichel und Marcel Noebels gute Chancen hatten, aber es blieb nach 20 Minuten beim 2:0 für die Berliner.

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Das zweite Drittel begann mit einer frühen Strafe für Marcel Noebels wegen Beinstellens. Und Krefeld war bockstark mit einem Mann mehr. Arthur Tyanulin und Kristofers Bindulis scheiterten an Mathias Niederberger. Tyanulin versuchte dann noch den „Lacrosse-Move“, scheiterte damit aber ebenso, doch Martin Schymainski war für den Abstauber am langen Pfosten da – 2:1 (23.).
Die Pinguine wirkten wie ausgewechselt, die Eisbären dachten sich anscheinend, dass das hier mit angezogener Handbremse schon klappen würde, zu einfach war das Auftaktdrittel. Doch so sollte man nie an ein Spiel herangehen, denn dann geht es schief. Krefeld war präsent, ging meist als Sieger aus den Zweikämpfen hervor und kam zu leicht an den Eisbären vorbei und so zu Chancen.
Zwischendurch tauchten aber auch mal die Eisbären vor Marvin Cüpper auf und da schepperte es in Minute 26 das erste Mal am Pfosten. Frank Hördler hatte von der blauen Linie abgezogen, Sebastian Streu hielt die Kelle in den Schuss und lenkte den Puck so an den Pfosten.
Direkt im Anschluss musste Rückkehrer Mark Olver wegen Behinderung für zwei Minuten auf die Strafbank und da pennten die Berliner gehörig. Martins Karsums wurde frei gespielt und plötzlich standen zwei Krefelder völlig frei vor dem Berliner Tor. Nur ein Verteidiger stand noch im Weg, Karsums hätte den Pass suchen müssen, probierte es jedoch selbst. So vergab er diese Riesenchance zum Ausgleich.

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Mitte des zweiten Drittels fanden die Eisbären ihre Beine wieder und hielten sich wieder einigermaßen an den Gameplan. Frank Hördler mit einem Sahne-Pass aus dem eigenen Drittel direkt in den Lauf von Marcel Noebels, welcher Cüpper verladen wollte, doch auch er scheiterte am Aluminium.
Als die Eisbären kurz darauf ein weiteres Überzahlspiel hatten, schlug Youngster Lukas Reichel zu. Marcel Noebels spielte ihn am rechten Pfosten an, alle rechneten mit dem Pass, doch „Luki“ war rotzfrech und tunnelte den Ex-Eisbären-Goalie, der da ziemlich verdutzt aus der Wäsche guckte – 3:1 (33.).
Es folgte gleich die nächste Strafzeit gegen die Mannschaft von Neu-Coach Clark Donatelli und auch da hatten die Hausherren Chancen durch Leo Pföderl (2x), Zach Boychuk, Mark Zengerle und Frank Hördler, aber die Scheibe wollte kein viertes Mal ins Krefelder Tor.
Auch in der 40. Spielminute nicht, als es zum dritten Mal im zweiten Drittel am Pfosten schepperte. Parker Tuomie hatte sich klasse durchgetankt, aber auch er traf nur das Aluminium. Dennoch nahmen die Eisbären eine Zwei-Tore-Führung mit in die zweite Drittelpause.

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Für das letzte Drittel hatten sich die Eisbären dann wieder mehr vorgenommen. Sie kamen druckvoll aus der Kabine und wollten gleich nachsetzen. Und ihnen wurde die Chance zum 4:1 auf dem Silbertablett serviert. 1:43 Minuten hatten die Hauptstädter zwei Mann mehr auf dem Eis, doch diese Chance vergaben sie kläglich. Die Formation stand, aber es wurde zu oft der Pass gespielt statt mal zu schießen. Da ließ man die Vorentscheidung liegen. Man hatte zwar Abschlüsse, aber da waren keine hundertprozentigen Chancen dabei.
Aber in der 46. Spielminute klingelte es dann doch im Krefelder Tor. John Ramage mit dem klasse Zuspiel auf links rüber zu Matt White, welche vor das Tor zog und die Scheibe locker und lässig durch die Schoner von Marvin Cüpper schob – 4:1.
Zwei Minuten später hätte Krefeld beinahe wieder einen Fuß in der Tür gehabt, als Lucas Lessio frei vor Niederberger auftauchte. Doch der fuhr die Schoner aus und parierte diese große Chance.
Krefeld hatte in den letzten zehn Minuten noch einmal ein Powerplay, welches aber für keinerlei Gefahr sorgte.
In den Schlussminuten machten die Berliner das Ergebnis dann deutlich. 13 Sekunden dauerte das Powerplay der Eisbären, Marcel Noebels mit dem Zuspiel auf links außen, wo Zach Boychuk keine große Mühe hatte, die Scheibe im Tor zu versenken – 5:1 (58.).
Aber auch das war noch nicht der Schlusspunkt, denn der Kapitän machte das halbe Dutzend voll, er nagelte den Puck 29 Sekunden vor dem Ende unter die Latte – 6:1. Danach war Krefeld erlöst.

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Die Berliner haben die Pflichtspielaufgabe souverän gelöst. Im ersten Drittel hatten die Hausherren das Spiel im Griff, bekamen aber auch Einladungen der Krefelder Defensive verteilt. Im zweiten Drittel nahm man dann die Pinguine auf die leichte Schulter, wohl im Gedanken an das Auftaktdrittel. Da machten die Seidenstädter die ersten Minuten einen richtig guten Eindruck, aber dann nahmen die Eisbären wieder das Kommando in die Hand und erzielten im richtigen Moment das 3:1. Drei Aluminiumtreffer verhinderten letztendlich eine Vorentscheidung im zweiten Drittel. Für die sorgte man dann im Schlussdrittel, als man engagiert raus kam, von Krefeld nicht mehr viel zu ließ und vorne noch dreimal treffen sollte.
Was bleibt sonst noch hängen? Sechs Tore, sechs verschiedene Torschützen aus drei Reihen plus zwei Verteidiger-Tore. Marcel Noebels, der jetzt 14 Spiele in Folge gescort hat, ist seit heute neuer Rekordhalter der Eisbären und löst Steve Walker und Sean Backman ab. Er sammelte genauso wie John Ramage drei Torvorlagen. Und dann drei Powerplaytore, die beweisen, dass das Powerplay der Berliner immer mehr in Fahrt kommt, aber dennoch weiterhin Luft nach oben hat.
Mit dem vierten Sieg in Serie steigt natürlich auch das Selbstvertrauen, aber jetzt muss man diesen Streak Aufrecht erhalten.

5:3 nach 1:3! Leo Pföderl schießt die Eisbären mit einem Hattrick zum fünften Sieg in Folge

Heute waren sie nicht so gut„, waren die Worte von Eisbären-Chefcoach Serge Aubin nach dem Iserlohn-Spiel. Die Rede ist von der Top-Reihe der Eisbären Berlin, welche aus Marcel Noebels, James Sheppard und Leo Pföderl besteht. Heute folgte die Antwort der Top-Reihe und die hatte es in sich. Mit 5:3 (1:2,2:1,2:0) gewannen die Hauptstädter ihr Auswärtsspiel bei den Augsburger Panthern. Vor 5.278 Zuschauern im altehrwürdigen Curt-Frenzel-Stadion war Leo Pföderl mit drei Toren der Matchwinner. Marcel Noebels traf selbst einmal und legte zwei Tore auf, ebenso gelangen James Sheppard zwei Vorlagen. Mit dem fünften Sieg in Folge, was übrigens zum ersten Mal in dieser Saison geklappt hat, bauten die Berliner den Vorsprung auf Platz Fünf auf satte elf Zähler aus. Das Heimrecht im Viertelfinale ist also eigentlich nur noch reine Formsache.

Eisbären-Trainer Serge Aubin wechselte heute wieder den Torhüter. Justin Pogge kehrte ins Tor zurück, Sebastian Dahm musste wieder auf der Bank Platz nehmen.

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Die ersten drei Aufeinandertreffen mit Augsburg hatten die Eisbären gewonnen und auch das vierte Duell wollte man siegreich gestalten. Dementsprechend ging man engagiert zu Werke, störte den Augsburger Spielaufbau früh mit einem sehr aggressiven Forechecking. Aber die Panther fanden trotzdem einen Weg vor das Berliner Tor und kamen zu den ersten Abschlüssen der Partie. Und sie hatten auch die erste dicke Möglichkeit der Partie. 2-auf-1-Konter der Panther, Flip-Pass von der linken Seite von Sahir Gill an den langen Pfosten, wo Patrick McNeill lauerte, an die Scheibe kam und sie an den Pfosten setzte. Glück für die Eisbären.
Die fingen nun an, Strafzeiten zu kassieren. Jonas Müller war der erste Spieler, der in die Kühlbox musste. McNeill folgte auf Augsburger Seite nur wenige Sekunden später. Da aber auch Florian Kettemer auf Berliner Seite auf die Strafbank musste, hatten die Panther ein 4-gegen-3-Powerplay. Was zu einem 4-gegen-2-Powerplay wurde, denn Mark Olver blieb nach einem geblockten Schuss von Brady Lamb auf dem Eis liegen, hatte sichtlich starke Schmerzen und versuchte irgendwie wieder auf die Beine zu kommen und das Eis zu verlassen. Und was machten die beiden Hauptschiedsrichter Lasse Kopitz und Andrew Wilk? Sie ließen weiterspielen, sehr zum Unmut der Berliner. Denn Augsburg nutzte das natürlich zur 1:0-Führung. AEV-Top-Scorer Drew LeBlanc mit dem Querpass von rechts auf Adam Payerl, Justin Pogge lag bereits auf dem Eis und so musste Payerl nur noch ins leere Berliner Tor einschießen (10.).
Es ging weiter mit den Strafen für die Eisbären, PC Labrie kassierte zwei Minuten wegen eines Late Hits. Zwar überstanden die Berliner das Unterzahlspiel schadlos, aber kaum war Labrie zurück klingelte es erneut im Tor. Wieder war es LeBlanc, der das Zuspiel gab und erneut war es Payerl, welcher per Onetimer von der blauen Linie auf 2:0 stellte (13.).
Wie war die Reaktion der Eisbären auf diesen Doppelschlag? Sie ließ nicht lange auf sich warten und war eiskalt. John Ramage mit dem Auge und dem Zuckerpass für Marcel Noebels am langen Pfosten, welcher per Tip-in auf 2:1 verkürzen konnte (14.).
Nun waren die Berliner besser im Spiel und hätten durch Austin Ortega beinahe den Ausgleich erzielt, aber er traf nur den Pfosten (17.). Danach nochmal Augsburg mit guten Möglichkeiten durch Scott Valentine und dann in Überzahl durch Payerl (2x) und Simon Sezemsky, aber es blieb bei der knappen 2:1-Führung der Hausherren. Eisbären-Verteidiger Florian Kettemer mit seiner Analyse zu den ersten 20 Minuten im Interview bei Magenta Sport:

Die Strafen machen unser Spiel kaputt. Wir müssen von der Strafbank weg bleiben. Wir wissen, dass die Zuschauer hier laut sind und die Schiedsrichter beeinflussen. Wir gehen Wechsel für Wechsel, wollen produzieren und Tore machen.

Und die Chance sollte sich ihnen bieten, denn man hatte fast volle zwei Minuten zwei Mann mehr auf

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dem Eis. Dass man aber das drittschlechteste Powerplay der Liga hat, wurde heute wieder deutlich. Zwar ließ man die Scheibe gut laufen, aber das nützt alles nichts, wenn sich kein Spieler mal traut, den Schuss abzugeben. So ließ man diese Top-Chance ungenutzt liegen. Weil man es zu kompliziert spielte.
Es folgte das nächste, einfache Powerplay, aber da lief man in einen Konter. Drew LeBlanc blockte einen Schuss von John Ramage und machte sich alleine auf den Weg Richtung Justin Pogge. Diesem ließ er keine Chance und vollende eiskalt zum 3:1 in Unterzahl (27.).
Aber auch davon ließen sich die Eisbären nicht aus der Ruhe bringen, hielten weiterhin am Gameplan fest und spielten ruhig weiter. Es folgte ein Bully im Angriffsdrittel, welches an die Eisbären ging. Ryan McKiernan zog rechts an der Bande stehend ab und die Scheibe segelte an Freund und Feind vorbei ins Augsburger Tor – 3:2 (31.).
Es folgte die stärkste Phase der Berliner, welche Augsburg ins eigene Drittel drängten und mächtig Druck machten. Sie wollten hier unbedingt den Ausgleich erzielen und dieser sollte ihnen auch gelingen. John Ramage hatte von der blauen Linie abgezogen, Leo Pföderl „parkte“ vor dem Tor und fälschte den Puck unhaltbar für Ex-Eisbären-Goalie Markus Keller ab – 3:3 (34.).
Die Eisbären sorgten für Ruhe im Curt-Frenzel-Stadion, doch die Augsburger suchten nach einer Antwort und hatten im Mitteldrittel noch zwei richtig gute Möglichkeiten. Scott Kosmachuk scheiterte mit seinem Onetimer von der blauen Linie an Pogge, Adam Payerl scheiterte am Außenpfosten. So stand es nach 40 Minuten 3:3-Unentschieden.
Augsburgs Top-Scorer Drew LeBlanc, welcher an allen drei Toren des AEV beteiligt war, war mit dem Mitteldrittel nicht so zufrieden:

Wir müssen aufpassen, nicht zu viele Strafen zu nehmen. Das 5-gegen-3 war zu viel, das kostet zu viel Kraft.

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Dementsprechend engagiert kamen die Hausherren aus der Kabine und setzten durch John Rogl und Scott Kosmachuk die ersten Duftmarken. Es entwickelte sich ein Spiel mit hohem Tempo, welches rauf und runter ging mit Chancen für beide Mannschaften. Die Intensität nahm noch mehr zu, die Zweikämpfe waren noch umkämpfter als ohnehin schon. Beide wollten den Sieg, den ersten Schritt in diese Richtung sollten die Eisbären machen.
Leo Pföderl kam mit viel Speed ins Angriffsdrittel, zog ab, doch die Scheibe ging an die Bande hinter dem Tor. Von dort sprang sie aber zurück und Pföderl reagierte blitzschnell und verwertete seinen eigenen Rebound – 4:3 (51.).
Die Berliner hatten das Spiel also komplett gedreht, Augsburg musste in der Schlussphase also kommen, um hier noch wichtige Zähler im Kampf um die Pre-Playoffs mitzunehmen. Aber sie kassierten eine Strafzeit, welche am Ende folgenschwer war. Denn dieses Mal nutzten die Berliner das Powerplay. Leo Pföderl kam an der rechten Bande an die Scheibe, zog vors Tor und schlenzte die Scheibe per Rückhand ins Tor, da sah Goalie Markus Keller gar nicht gut aus – 5:3 (54.).
Die Eisbären waren nun also auf die Siegerstraße eingebogen und ließen sich davon auch nicht mehr vertreiben. Augsburg versuchte zwar noch einmal alles, nahm auch den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und in der Schlussphase hatten sie auch nochmal ein, zwei gute Möglichkeiten, aber die Defensive der Eisbären um Goalie Justin Pogge ließ hier nichts mehr anbrennen und brachte das 5:3 über die Ziellinie.

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Mal wieder haben die Eisbären einen Weg gefunden, ein Spiel zu gewinnen. Sie lagen durch einen Doppelschlag 0:2 zurück, fanden aber durch den 200. DEL-Scorerpunkt von Marcel Noebels schnell eine Antwort. Sie ließen sich dann auch nicht vom Weg abbringen, als sie eine doppelte Überzahl kläglich vergaben und wenig später einen Shorthander hinnehmen mussten. Sie behielten im Hexenkessel Curt-Frenzel-Stadion die Ruhe, denn das Stadion war entsprechend euphorisiert angesichts der überstandenen doppelten Unterzahl und dem Shorthander. Aber die Eisbären rissen sich zusammen, blieben von der Strafbank fern und fanden vorne einen Weg, Tore zu schießen. Und daran hatte heute mal wieder die Top-Reihe einen großen Anteil. Genau zur richtigen Zeit waren Noebels, Pföderl und Sheppard wieder da und führten die Eisbären zum fünften Sieg in Folge und zugleich auch fünften Auswärtssieg in Folge. Letzteres ist gefühlte Ewigkeiten her, um genauer zu sagen, es war in den Playoffs 2013, an deren Ende die siebte Meisterschaft stand.
Gutes Omen für die bevorstehenden Playoffs? Auf jeden Fall sollte keiner die Eisbären Berlin unterschätzen, sind die Berliner zur Zeit doch das heißeste Team der Liga und in den Playoffs ist dieser Mannschaft wirklich alles zuzutrauen. Sie finden derzeit immer einen Weg, Spiele zu gewinnen, egal wie das Spiel auch läuft. Alle vier Reihen können die Spiele entscheiden, man ist nicht mehr nur von einer Reihe abhängig. Der Kader scheint tief genug besetzt zu sein, die Reihen für die Playoffs gefunden und auf der Torhüter-Position verfügt man über ein starkes Torhüter-Duo mit Justin Pogge und Sebastian Dahm. Ja, beide haben durchaus noch Wackler dabei, aber sind die Leistungen zuletzt doch definitiv mehr gut als schlecht gewesen. Wenn gleich Justin Pogge wohl bei Trainer Serge Aubin die Nase im Kampf um die Nummer Eins im Tor vorne haben dürfte.
Doch diese Mannschaft versprüht so viel Spielfreude, sie harmonieren sehr gut zusammen, die Stimmung im Team ist super und mit jedem weiteren Sieg steigt das Selbstvertrauen. Die Eisbären scheinen gerade zur richtigen Zeit der Saison ihre Top-Form zu finden. Diese Mannschaft zu schlagen, wird alles andere als einfach. Nürnberg ist das nächste Team, was dies am Sonntag versuchen wird.

Augsburgs Stürmer Jakob Mayenschein mit seinem Fazit zum Spiel:

Wir haben nach dem 3:1 deutlich zu viele Strafen kassiert. Dadurch, dass wir zu viel Überzahl im ersten Drittel hatten, war es klar, dass sie im zweiten etwas kleinlicher pfeifen würden. Wir haben die Oberhand im zweiten Drittel verloren. Die Eisbären mit einer kämpferisch starken Leistung und am Ende mit mehr Körner als wird.

Und was sagte Matchwinner Leo Pföderl zum Spiel?

Die Augsburger haben auch gute Chancen gehabt, aber bei uns sind sie im letzten Drittel rein geflogen. Wir haben da vielleicht ein bisschen Glück gehabt. Wir haben uns nach dem ersten Drittel zusammengerissen. Was sind schon zwei Tore auswärts. Wir haben das dann gut gemacht und freuen uns über drei sehr schöne Auswärtspunkte. Wir wissen, dass wir über die Monate gut zusammen gewachsen und spielerisch besser geworden sind. Wir haben gegen die Mannschaften über uns gezeigt, dass wir mithalten und auch gewinnen können.

In Krefeld und gegen Mannheim: Hinein in den Hauptrunden-Endspurt

Jetzt geht es in die Crunch-Time der diesjährigen Hauptrunde der DEL-Saison 2019/2020. Mit dem Auswärtsspiel bei den Krefeld Pinguinen morgen Abend startet für die Eisbären Berlin das zehn Spiele umfassende Restprogramm bis zum Ende der Hauptrunde. Es wird mal wieder eines dieser Wochenenden der Gegensätze sein. Schließlich trifft man am Wochenende neben dem Kellerkind Krefeld am Sonntagmittag auch noch auf das Top-Team der Adler Mannheim. Das werden also zwei komplett unterschiedliche Spiele werden, denn für Krefeld geht es nicht mehr wirklich um die Playoffs und Mannheim kämpft genau wie Berlin noch um jeden Punkt im Kampf um die bestmögliche Ausgangsposition für die bevorstehenden Playoffs.

Serge Aubin hat dennoch großen Respekt vor dem morgigen Gegner Krefeld (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 13.02.2020):

Krefeld ist eine offensiv sehr gefährliche Mannschaft. Sie brauchen nicht viele Chancen, um Tore zu erzielen. Ich freue mich wirklich darauf, unser Team zu sehen, wie es eine sehr solide defensive Partie abliefert, sehr viel Schlittschuh läuft und den Gegner unter Druck setzt.

Beide Mannschaften werden morgen Abend zum letzten Mal in dieser Saison aufeinander treffen. Bisher spricht die Bilanz mit 2:1-Siegen für Berlin, welche das erste Heimspiel mit 6:2 und das erste Gastspiel in der Seidenstadt mit 4:1 gewannen, dafür aber im zweiten Heimspiel an der Spree von den Pinguinen mit 5:1 abgeschossen wurden. Da ist also noch eine Rechnung offen, welche man mit großer Wahrscheinlichkeit begleichen möchte.
Man darf gespannt sein, wie Krefeld in dieses Spiel gehen wird, geht es doch für sie eigentlich um rein gar nichts mehr angesichts von 14 Punkten Rückstand auf Platz Zehn, welcher für die Pre-Playoffs berechtigen würde. Die Eisbären hingegen werden klar fokussiert in dieses Spiel gehen, geht es doch darum, im Kampf mit Bremerhaven und Düsseldorf Platz Vier und das damit verbundene Heimrecht im Viertelfinale abzusichern. Geht man also mit der nötigen Konzentration in dieses Spiel, nimmt Krefeld auch wirklich ernst und hält 60 Minuten konstant an seinem Gameplan fest, dann sollten die drei Punkte im Gepäck mit zurück in die Hauptstadt reisen.
Aufpassen und in den Griff bekommen müssen die Eisbären vor allem die beiden Angreifer Chad Costelle (46 Scorerpunkte) und Daniel Pietta (42). Wenn die Eisbären diese beiden Spieler aus dem Spiel nehmen, dann sollte es mit dem Sieg klappen.

Das komplette Gegenteil wird dann die Partie am Sonntagmittag (Achtung: Bully um 13:15 Uhr!!!) gegen den Erzrivalen Adler Mannheim werden. Dort wird man eine mehr als hart umkämpfte Partie auf Playoff-Niveau erleben. Beide Mannschaften kämpfen um wichtige Punkte und werden diese nicht kampflos herschenken. Alleine schon aus diesem Grund wird uns da ein hochinteressantes Spiel mit Playoff-Charakter erwarten. Aber natürlich auch aufgrund der Geschichte dieser beiden Traditionsvereine, denn es ist kein Geheimnis, dass sich Berlin und Mannheim auf keinen Fall mögen. Was für noch mehr Würze in diesem ohnehin schon wichtigen Spiel sorgen wird.
In diesem Duell kann man durchaus davon ausgehen, dass das Aufeinandertreffen am Sonntag noch nicht das letzte in dieser Saison sein wird. In den Playoffs könnten sich die Wege dieser beiden Mannschaften durchaus erneut kreuzen. Und die bisherige Hauptrunden-Bilanz spricht mit 2:1-Siegen für Mannheim. Die Adler gewannen beide Heimspiele (4:1/7:3), verloren dafür aber das erste Spiel in Berlin deutlich mit 5:1. Sie werden am Sonntag also auf Wiedergutmachung aus sein.
Bei den Kurpfälzern muss man natürlich auf jede Menge Spieler aufpassen, denn sie verfügen über richtig gute Spieler in ihren Reihen. Zum Beispiel Verteidiger Mark Katic mit satten 31 Scorerpunkten oder aber den Stürmern Borna Rendulic (42), Ben Smith (41), Andrew Desjardins, Jan-Mikael Järvinen (beide 38) und Matthias Plachta (37).
Vorsicht ist also geboten, aber gleiches gilt natürlich auf für Mannheim, denn die Eisbären verfügen aktuell über die Top-Reihe Leo Pföderl, James Sheppard und Marcel Noebels, die im Moment alles kurz und klein schießt.

Gucken wir in die Statistik, sind Punkte morgen Abend in Krefeld definitiv garantiert. Denn seit September 2015 traten die Eisbären nur einmal die Heimreise ohne Punkte im Gepäck an. Und auch Punkte gegen Mannheim sind im Bereich des Möglichen, haben die Berliner doch seit 2017 viermal zu Hause fünf oder sogar mehr Treffer gegen die Kurpfälzer erzielt. Die Aussichten auf dieses Wochenende sehen also schon einmal gut aus, nun liegt es an den Spielern, diese auch in Punkte umzuwandeln.

Und im Hinblick auf die Schlussphase der diesjährigen DEL-Hauptrunde ist es von enormer Bedeutung, dass Stürmer Louis-Marc Aubry wieder zur Verfügung steht. Er wird dem Kader noch mehr Tiefe verleihen und den Berlinern noch mehr Möglichkeiten in der Offensive geben. Sie sind also noch schwerer auszurechnen als ohnehin schon.
Weiterhin fehlen werden hingegen Vincent Hessler, Florian Busch, Sean Backman und Constantin Braun. Dafür kehrt Goalie Marvin Cüpper am Samstag nach seiner Leihe zu Kooperationspartner Weißwasser zurück in die Hauptstadt.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Krefeld Pinguinen am 14.02.2020:

Tor:

Sebastian Dahm, Justin Pogge

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Landon Ferraro, Maxim Lapierre, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sebastian Streu, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Fürs DNL-Team im Einsatz:

Eric Steffen

In Weißwasser:

Marvin Cüpper, Eric Mik, Thomas Reichel

Nicht zur Verfügung:

Constantin Braun (Knie), Vincent Hessler (Hand), Sean Backman, Florian Busch

Platz Vier nach 42 Spieltagen: Die Eisbären Berlin müssen im Hinblick auf die Playoffs noch an kleinen Baustellen arbeiten

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) befindet sich derzeit in der letzten Länderspielpause der Saison 2019/2020. Sie holt sozusagen noch einmal Luft für die alles entscheidende Saisonphase, den Playoffs nämlich. Ab Mitte März geht es in den Playoffs um die deutsche Meisterschaft und die Favoriten auf den Titel sind mit München und Mannheim schnell gefunden. Aber auch vor dem Überraschungsdritten Straubing sollte man gewarnt sein, spielen die Niederbayern doch ihre beste Saison der Vereinsgeschichte und knacken derzeit einen nach dem anderen Vereinsrekord. Die drei genannten Teams sind auch bereits sicher für die Playoffs qualifiziert.

Serge Aubin (links) nach dem Spiel gegen Ingolstadt auf der PK. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Und die Eisbären? Die stehen nach 42 Spieltagen (ein Nachholspiel müssen die Berliner noch absolvieren) auf Platz Vier der Tabelle, zehn Punkte hinter dem Dritten Straubing und nur einen Zähler vor Bremerhaven. Aktuell stehen die Berliner also auf einem Platz, welcher Heimrecht im Viertelfinale garantieren würde, aber Bremerhaven drückt von hinten gewaltig. Auf Platz Sieben und damit den ersten Platz, welcher nicht für die direkte Viertelfinal-Qualifikation reicht, haben die Berliner derzeit neun Punkte Vorsprung. Wenn also alles normal läuft, wird es in den verbleibenden zehn Hauptrundenspielen darum gehen, sich Platz Vier und das damit verbundene Heimrecht zu sichern. Was schwer genug wird, denn mit Bremerhaven hat man da einen äußerst hartnäckigen Konkurrenten. Und es ist auch gut möglich, dass die beiden Teams im Fernduell um das Heimrecht in ihrer eigenen Viertelfinalserie kämpfen, denn aktuell sieht alles danach aus, als ob Berlin und Bremerhaven im Viertelfinale aufeinander treffen würden.

Soweit sind wir aber noch lange nicht. Erst einmal gilt es noch zehn Hauptrundenspieltage über die Runden zu bringen. Und bis dahin und auch bis zu den Playoffs haben die Eisbären noch an kleinen Baustellen zu arbeiten. Vor allem an zwei Dingen, wie Trainer Serge Aubin im Anschluss an das Heimspiel gegen Ingolstadt vergangenen Sonntag auf der Pressekonferenz sagte:

An den Special Teams müssen wir auf alle Fälle arbeiten, da gibt es immer noch Verbesserungsmöglichkeiten. Gerade im Hinblick auf die Playoffs, wo es wenig Fünf-gegen-Fünf-Tore geben wird. Man hat heute gesehen, wie viel Schwung und auch Entscheidung das Powerplay in das Spiel gebracht hat.

Die Konstanz über 60 Minuten ein Spiel zu spielen und dann auch konstant durch zu spielen, ist unheimlich wichtig. Wir sind schon besser geworden in dem Aspekt, aber auch da können wir sogar noch besser werden.

Das mit dem Powerplay ist auch unübersehbar, da hapert es an allen Ecken und Kanten. Ligaweit haben die Eisbären das drittschlechteste Überzahlspiel – nur Iserlohn und Köln sind noch schlechter. Damit haben die Hauptstädter also das schlechteste Powerplay aller Top-6 Mannschaften. Und Aubin spricht es ja an, wie wichtig das Überzahlspiel in den Playoffs sein wird. Daran muss man dringend arbeiten, sonst ist erneut im Viertelfinale Feierabend.
Besser sieht es da im Unterzahlspiel aus, wo man das fünftbeste der Liga aufweist. Aber sicher sieht Aubin auch da noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Und auch die Geschichte mit der Konstanz ist keine neue für Eisbären-Fans. Wie oft haben wir Spiele der Jungs in dieser Saison gesehen, wo sie nur über 20 oder 40 Minuten gutes Eishockey spielten, den Rest aber vollkommen neben sich standen. Manchmal waren es auch nur wenige Minuten, wo man mal seine Klasse aufblitzen ließ und den Rest des Spiels sein anderes Gesicht zeigte. Daran muss man auch hart arbeiten, seinen Gameplan über die gesamte Spielzeit strikt durchzuziehen und nicht davon abzukommen. Denn in den Playoffs wird jeder Fehler eiskalt bestraft.

Was in dieser Saison auch bereits sehr oft auffiel, war die Tatsache, dass die Eisbären gegen die Top-Teams starke Leistungen zeigten, nur um dann zwei Tage später gegen die vermeintlichen Kellerkinder wieder schlecht zu spielen. Top-Scorer Marcel Noebels, der die Saison seines Lebens spielt, mit einem Erklärungsversuch in der aktuellen Ausgabe der Eishockey NEWS (Nr. 6 vom 04.02.2020):

Wir haben schon oft gutes Hockey gespielt. Aber wenn wie gegen Straubing die Laufbereitschaft fehlt, sieht es gleich trübe aus. Aus meiner Sicht waren beide Teams nicht auf dem Niveau, auf dem sie sonst spielen. Ein neuer Zuschauer hätte bei dem Spiel Eisbären gegen Straubing sicher nicht vermutet, dass hier der DEL-Dritte gegen den Vierten spielt.

Auch mit ein Grund, weshalb sich die Eisbären manchmal schwer tun, ist die teilweise schlechte Chancenverwertung in manchen Spielen. Noebels dazu:

Keiner schießt absichtlich daneben oder wie Rankel an den Pfosten. Wir müssen einfach noch konsequenter unsere Chancen herausarbeiten.

Wenn die Eisbären an diesen kleinen aber enorm wichtigen Baustellen arbeiten, dann ist mit ihnen in den Playoffs zu rechnen. In den verbleibenden zehn Hauptrundenspielen geht es nun darum, sein Spiel zu verfeinern, die Kleinigkeiten, die nicht gut laufen, abzustellen und sich für die Playoffs einzuspielen. Und in den Playoffs, das wissen nun wirklich alle Fans, ist alles möglich. Da kannst du von jedem Platz aus noch Deutscher Meister werden. Wenn, ja wenn man an den kleinen aber feinen Baustellen arbeitet und die Fehler abstellt.

Einer, der in dieser entscheidenden Saisonphase aller Voraussicht nach wieder mitwirken kann, ist Stürmer Louis-Marc Aubry. Das bestätigte Serge Aubin nach dem Ingolstadt-Spiel auf der PK:

Ja, es gibt Hoffnung darauf, dass er zurückkehrt. Er ist schon wieder im Kraftraum und arbeitet ordentlich, fühlt sich gut. Er wird ins Teamtraining voraussichtlich nächsten Sonntag einsteigen.

5:3! Marcel Noebels führt die Eisbären mit vier Vorlagen zum Auswärtssieg in Schwenningen

Ganz wichtiger Auswärtssieg für die Eisbären Berlin: Der Hauptstadtclub gewann sein Gastspiel am Sonntagnachmittag bei den Schwenninger Wild Wings vor 3.922 in der Helios-Arena mit 5:3 (3:2,1:1,1:0) und eroberte damit den erst am Freitag verlorenen vierten Platz wieder zurück. Somit sicherte man sich also drei wichtige Zähler im Kampf um Platz Vier, welcher ja das Saisonziel der Berliner ist. Bevor man diese aber einpacken konnte, musste man hart arbeiten, brachte den Sieg im Schlussdrittel aber souverän über die Zeit.

Das Team der Eisbären hatte zwar das selbe Personal zur Verfügung wie am Freitag im Heimspiel gegen Ingolstadt, aber bei den Reihen änderte Trainer Serge Aubin ein bisschen was. Zudem wechselte er auch auf der wichtigen Goalie-Position, brachte Sebastian Dahm statt Justin Pogge.

Die Aufgabe war trotz der klaren Unterschiede in der Tabelle keine einfache für die Eisbären, waren die Schwenninger doch zuletzt zu Hause vier Mal in Folge ungeschlagen und gewannen insgesamt fünf der letzten sieben Heimspiele. Die Siege erzielte man allesamt gegen Spitzenteams (Mannheim, München, Straubing, Berlin, Bremerhaven). Erst vergangenen Sonntag schlugen die Wild Wings auf heimischen Eis den Liga-Primus München mit 2:0. Die Eisbären sollten also gewarnt sein. Erst recht nach dem ersten Duell im Schwarzwald, welches die Berliner mit 4:5 verloren hatten. Eine zweite Niederlage in Folge bei den Schwänen setzte es zuletzt vor 19 Jahren!

Die Hausherren begannen wie erwartet sehr engagiert und druckvoll. Mit dem Selbstvertrauen aus den letzten Heimspielen. Ex-Eisbär Cedric Schiemenz versuchte vor dem Spiel zu erklären, warum sich Schwenningen gegen die Top-Teams leichter tut als gegen die vermeintlich kleineren Gegner. Er begründete das damit, dass man sich schwer tut, das Spiel selbst zu machen. Und da die Top-Teams das Spiel selbst machen, kann Schwenningen die einfachen Dinge tun, was ihnen leichter fällt.
Früh hatte die Mannschaft von Coach Niklas Sundblad die erste dicke Chance, welche jedoch Sebastian Dahm mit einem starken Reflex entschärfte. Dann aber nahmen sich die Hausherren selbst den Schwung, als sie in Person von Mark Fraser die erste Strafzeit der Partie kassierten. Doch das Penaltykilling der Gastgeber mit starker Arbeit, überstand das Powerplay der Berliner schadlos.
Die Eisbären brauchten einen Moment, kamen dann aber immer besser ins Spiel und gingen in der neunten Spielminute in Führung. Top-Scorer Marcel Noebels mit einem Sahne-Pass aus dem eigenen Drittel heraus in den Lauf von Leo Pföderl, welcher frei vor Goalie Dustin Strahlmeier auftauchte und diesem keine Chance ließ, eiskalt abschloss. Der Puck schlug über der Fanghand von Strahlmeier im Tor der Hausherren ein – 1:0. Jubiläum für Pföderl, denn es war sein 250. DEL-Scorerpunkt (138 Tore/112 Vorlagen). Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!
Danach gab es wieder genügend Strafzeiten, die Eisbären zwischenzeitlich sogar mit zwei Mann weniger, aber nur für 15 Sekunden. Die Wild Wings hatten auch ihre Chancen, aber Sebastian Dahm war stets zur Stelle. Und dann vertändelten die Gastgeber die Scheibe im gegnerischen Drittel, Marcel Noebels schickte PC Labrie auf die Reise und der zog über links ins Angriffsdrittel, zog ab und die Scheibe schlug rechts oben im Knick ein – 2:0 in Unterzahl (12.)!
Eine beruhigende Führung beim Favoritenschreck, doch dieser gab nicht auf und kam in Überzahl zum Anschlusstreffer. Eine unübersichtliche Situation vor Dahm, Ex-Eisbär Alex Weiß kam zum Nachschuss, welcher jedoch am Tor vorbei gegangen wäre. Wenn, ja wenn nicht der Schlittschuh von Florian Kettemer im Weg gestanden und den Puck ins eigene Tor abgefälscht hätte – 2:1 (14.).
Und auf einmal stand es 2:2. Bully im Angriffsdrittel, auf einmal stand Alex Weiß wenige Meter frei vor dem Tor, zog ab und die Scheibe schlug am linken Torpfosten aus Torhütersicht ein und flog so schnell ans hintere Torgestänge und wieder raus, dass die beiden Hauptschiedsrichter Andre Schrader und Stephan Bauer noch einmal den Videobeweis bemühten, den Treffer danach aber folgerichtig gaben – 2:2 (16.).
Schwenningen danach mit der zweiten Luft, schnürte die Berliner in deren Drittel ein und hatte Chancen, aber ein drittes Mal sollte es hinter Sebastian Dahm nicht einschlagen. Dafür aber hinter Dustin Strahlmeier.
Powerplay für die Eisbären, Austin Ortega stand auf der linken Seite und passte die Scheibe hoch zur blauen Linie, wo Ryan McKiernan lauerte. Der verteilte sie weiter auf rechts zu Marcel Noebels, welcher James Sheppard am langen Pfosten stehen sah. Dieser setzte zum Schuss an, doch der rutschte ihm etwas ab. Der Puck rutschte durch an den langen Pfosten, wo Youngster Lukas Reichel lauerte und zum 3:2 einnetzte (19.). Was zugleich auch der Pausenstand war in diesem spektakulären Auftaktdrittel im Schwarzwald.

So unterhaltsam sollte es dann aber nicht mehr weitergehen. Jedenfalls, was die Tore angeht. Die Eisbären kamen engagiert aus der Kabine und setzten Schwenningen sofort unter Druck, wollten gleich noch ein Tor nachlegen. Die Hausherren hatten zu Beginn damit so ihre Probleme und kamen erst sechs Minuten nach Wiederbeginn zur ersten Chance im zweiten Drittel. Der Schuss von Dylan Yeo war dafür aber gleich einmal gefährlich, schlug aber zum Glück nicht hinter Dahm im Berliner Tor ein.
Mitte des zweiten Drittels kassierte John Ramage eine Strafe wegen Behinderung und ganze 26 Sekunden später sorgte Matt Carey für den erneuten Ausgleich. Alex Weiß mit dem Zuspiel auf Christopher Fischer, der steckte die Scheibe durch zu Carey, welcher einen Stellungsfehler in der Berliner Defensive nutzte und sich mühelos bis zum Tor durchtankte und dann eiskalt abschloss – 3:3 (31.).
Aber auch auf diesen Treffer hatte die Mannschaft von Trainer Serge Aubin die passende Antwort. James Sheppard mit dem Pass rechts raus auf Marcel Noebels, welcher die Scheibe wieder vor das Tor zurück spielte auf James Sheppard. Der sah links Leo Pföderl und der zog direkt ab, scheiterte aber am Pfosten. Aber ein richtiger Torjäger setzt nach und so netzte Pföderl per Hechtsprung zum 4:3 ein (36.). Der vierte Treffer der Eisbären an diesem Abend und zum vierten Mal war Marcel Noebels beteiligt. Bockstarker Auftritt der Nummer 92. Die Eisbären lagen also auch nach 40 Minuten mit einem Tor vorne.

Das Schlussdrittel begannen die Berliner nach einer Strafe kurz vor der zweiten Pause gegen James Sheppard in Unterzahl. Als auch noch PC Labrie die Kühlbox aufsuchte, war man für 42 Sekunden sogar in doppelter Unterzahl, überstand diese aber schadlos.
Als die Gäste von der Spree wieder komplett waren, hatten sie dann mal wieder ein Powerplay, in dem man zwei gute Möglichkeiten hatte. Im zweiten Überzahlspiel kurz darauf war man dann aber nicht mehr so gefährlich, ließ die Scheibe zwar gut laufen, aber der letzte finale Pass kam nicht an.
Ab Mitte des letzten Drittels hatten die Hauptstädter dann alles im Griff. Hinten ließ man nichts mehr zu, Schwenningen fand einfach kein Mittel gegen die gute Berliner Defensive. Und vorne konnte man immer wieder für Gefahr sorgen, verpasste es aber, für die Entscheidung zu sorgen. Und so ging wieder die Angst vor dem Verspielen einer Führung um. Ryan McKiernan hatte im Vorfeld auf dieses Thema angesprochen gesagt, dass der Grund dafür vielleicht ein bisschen die fehlende Konzentration sei, man aber vor allem Wege finden muss, solche Spiele am Ende noch zu gewinnen. Gerade in dieser Saisonphase. Heute fanden sie einen Weg und brachten die drei Punkte letztendlich souverän nach Hause.
Schwenningen nahm kurz vor Schluss den Goalie raus, riskierte noch einmal alles, was Landon Ferraro aber zur Entscheidung ausnutzte – 5:3 (59.).

Ein enorm wichtiger Sieg im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation und das Heimrecht im Viertelfinale. Die Eisbären haben trotz gutem Beginn der Schwenninger eine 2:0-Führung heraus geschossen und ließen sich dann auch nicht davon verunsichern, dass man das Spiel kurzeitig wieder her schenkte. Man fand auf die Ausgleichstreffer der Hausherren stets die passende Antwort und überstand auch deren Druckphasen, vor allem in Überzahl. Und als die Partie immer mehr dem Ende entgegen ging und die Eisbären ein ums andere Mal die Vorentscheidung verpasst hatte, fing man nicht wieder an zu zittern sondern spielte das sehr ruhig, sehr abgeklärt und sehr souverän zu Ende. Man hat also aus den letzten Spielen gelernt und genau das wollte Trainer Serge Aubin auch sehen.
Ein Sieg der gesamten Mannschaft, die heute bis zum Schluss alles für die drei Punkte gegeben hat und am Ende auch belohnt würde. Und doch muss man Marcel Noebels hervorheben, der heute an vier der fünf Treffer direkt beteiligt war, weil er vier Torvorlagen zum Auswärtssieg beisteuerte. Es ist der beste Marcel Noebels aller Zeiten!

4:5 n.P. gegen Ingolstadt: Eisbären verlieren hart umkämpftes Spiel und zudem Platz Vier

Ausgabe #22:

Bitterer Rückschlag für die Eisbären Berlin im Kampf um Heimrecht im Viertelfinale, aber auch um die direkte Playoff-Qualifikation: Am Freitagabend verloren die Berliner vor ausverkauftem Haus gegen den direkten Konkurrenten ERC Ingolstadt knapp mit 4:5 n.P. (1:1,3:2,0:1/0:0,0:1) und mussten die Schanzer durch die Niederlage im Shootout in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Der ERCI steht nun auf Platz Vier, die Eisbären folgen auf Platz Fünf. Aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Doch diese Partie machte einen Vorgeschmack, was uns in den nächsten Wochen bis zum Ende der Hauptrunde und vor allem dann in den Playoffs erwarten wird. Hart umkämpfte Spiele, welche bis zum Ende auf des Messers Schneide stehen.

Ungewohntes Bild auf dem Spielberichtsbogen: Die Eisbären Berlin hatten endlich mal wieder volle vier Reihen zur Verfügung. Weil Stürmer Mark Olver ins Line-up zurückkehrte und Verteidiger Eric Mik sein Saisondebüt feierte. Im Tor vertraute Trainer Serge Aubin erneut Justin Pogge.
Zudem feierten zwei Spiele heute auch noch ein Jubiläum: Kapitän André Rankel absolvierte sein 850. DEL-Spiel, Austin Ortega sein 50. DEL-Spiel. Herzlichen Glückwunsch an beide Spieler!

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Von Beginn an entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, welche im weiteren Spielverlauf immer nickliger wurde. Beide Teams machten deutlich, dass sie dieses „Sechs-Punkte-Spiel“ für sich entscheiden wollten. Dementsprechend gingen sie zu Werke, versuchten hinten sicher zu stehen und vorne für Gefahr zu sorgen. Klappte bei den Schanzern zunächst besser. Weil die Eisbären anfangs Probleme hatten, in ihr Spiel zu finden. Zu viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau machten es den Eisbären zu Beginn sehr schwer. Und Ingolstadt nutzte das zur Führung. Ein Fehler der Eisbären im eigenen Drittel sorgte für den Rückstand durch Brett Olson, welcher frei vor Pogge abziehen konnte und zum 0:1 traf (7.).
Mit zunehmender Spieldauer kamen die Hausherren besser ins Spiel und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, welches hin und her ging. Und knapp zwei Minuten vor der ersten Drittelpause sorgten die Berliner für den Ausgleich. Jubilar André Rankel zog über die rechte Seite klasse vor das Tor, spielte den Puck quer rüber zu PC Labrie, welcher keine großen Probleme hatte, die Scheibe im halbleeren Tor unterzubringen – 1:1 (19.). Das sollte zugleich auch der Pausenstand sein, welcher so in Ordnung ging.

Früh im Mitteldrittel hatten die Gäste von der Donau ein Powerplay und sollten dabei erneut in Führung

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

gehen. Dabei scheiterte zunächst Wayne Simpson am Pfosten, ehe die Eisbären zum Unterzahlkonter über Landon Ferraro und Maxim Lapierre kamen. Ferraro entschied sich für den Schuss, hätte dabei aber vielleicht lieben den Pass auf Lapierre spielen sollen. Direkt im Gegenzug marschierte Mike Collins alleine auf Pogge zu und ließ diesem beim Abschluss keine Chance – 1:2 (25.).
Danach Überzahl für die Eisbären und auch hier zunächst das Team in Unterzahl mit der dicken Chance, aber Pogge rettete gegen Simpson. Und dann zappelte der Puck zum zweiten Mal an diesem Abend im Tor von ERCI-Goalie Jochen Reimer. Landon Ferraro wechselte mal eben die Sportart und erzielte in Baseball-Manier das 2:2 (28.), welches natürlich noch einmal per Videobeweis auf hoher Stock überprüft wurde, aber folgerichtig gegeben wurde.
Die Eisbären danach mit dem nächsten Powerplay, was sie jedoch nicht nutzen konnten. Dafür waren sie dann aber wenige Sekunden später erfolgreich. Marcel Noebels mit der Vorarbeit für den anderen Jubilar Austin Ortega und auch der sollte seinen Scorerpunkt in diesem Spiel bekommen, sorgte somit für die erstmalige Führung der Hauptstädter an diesem Abend – 3:2 (32.).
Und dann wurde es für Ingolstadt zu schnell. Justin Pogge machte das Spiel schnell, schickte James Sheppard auf die Reise, der sah Marcel Noebels am langen Pfosten, spielte die Scheibe rüber und der Berliner Top-Scorer erhöhte auf 4:2 (35.).
Die Eisbären hatten das Spiel also komplett gedreht, brachten aber die Gäste wieder zurück ins Spiel. Brett Findlay durfte auf 4:3 verkürzen (38.). Somit nahmen die Berliner eine Ein-Tore-Führung mit in die Kabine.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Die Schanzer kamen gut aus dieser und hatten gleich nach Wiederbeginn beste Chancen. Die dickste hatte Mirko Höfflin, als er am Pfosten scheiterte. Das Spiel nahm nun an Intensität immer mehr zu, immer wieder gerieten die Spieler aneinander, man merkte förmlich, wie wichtig diese Partie für beide Teams war. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch, es ging hin und her und immer wieder kamen beide Teams zu guten Möglichkeiten, aber beide Goalies ließen nichts zu.
Und dann kassierten die Eisbären gut drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit eine Strafzeit und Ingolstadt konnte dann sogar mit zwei Mann mehr agieren, nachdem Trainer Doug Shedden Goalie Jochen Reimer zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Und 107 Sekunden vor dem Ende schlug es hinter Justin Pogge ein. Wayne Simpson hatte das Zuspiel von Mike Collins eiskalt verwertet – 4:4 (59.).Somit ging es nach 60 Minuten also in die Verlängerung.

Und auch in dieser beide Mannschaften mit besten Möglichkeiten. Bei den Eisbären vergab Austin Ortega die beste, als er mit einem Penalty an Jochen Reimer scheiterte. Und auf der Gegenseite traf Brett Olson nur die Latte. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier, aber Tore fielen in der fünfminütigen Verlängerung keine. Das Penaltyschießen musste also die Entscheidung bringen.
Während auf Eisbären-Seite beide Schützen vergaben, trafen auf Ingolstädter Seite beide eiskalt, Tim Wohlgemuth war letztendlich der Matchwinner und sorgte für den dritten Schanzer Sieg in Folge in Berlin.

Die Eisbären bringen sich zur Zeit selbst in solch prekäre Situation, was den Kampf um die direkte

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Playoff-Qualifikation angeht. Eigentlich ist ja ein Platz unter den ersten Vier und das damit verbundene Heimrecht im Viertelfinale das große Ziel, aber aktuell steht man nur auf Platz Fünf, wenn auch punktgleich mit dem Vierten Ingolstadt. Aber der Siebte Düsseldorf ist nur noch sieben Zähler entfernt.
Die Eisbären haben jetzt zum zweiten Mal in Folge im letzten Drittel eine Führung verspielt. In Köln war es ein 3:0, heute ein 4:3, zwischenzeitlich lag man bereits mit 4:2 vorne. Die Berliner finden momentan keinen Weg, solche Spiele über die Zeit zu bringen. Weil sie, wie Trainer Serge Aubin nach dem Spiel auf der PK sagte, mentale Fehler machen. Heute zum Beispiel kassierte man zwei Gegentore nach schlechtem Wechsel. So etwas darf dir in dieser Liga gegen so ein Team in so einer Phase der Saison nicht passieren. Weil du dadurch wichtige Punkte im Kampf um die bestmögliche Ausgangsposition in den Playoffs verspielst.
Die Eisbären fanden heute schwer rein ins Spiel, bissen sich dann aber rein und ließen sich auch von der erneuten Panther-Führung nicht aus der Ruhe bringen, drehten das Spiel mit drei Treffern in Folge. Zwischenzeitlich hatte man Ingolstadt also im Sack, ließ sie dann aber wieder frei. Weil man Fehler vor den Gegentoren machte und weil man, wie Kapitän André Rankel (siehe Foto) nach dem Spiel in der Mixed Zone sagte, im letzten Drittel zu passiv war. Da wollte man zu viel vermeiden und kassierte so noch den Ausgleich. Aus diesem Spiel und den Fehlern werden und müssen die Eisbären lernen. Denn jeder selbst verschuldete verlorene Punkt kann am Ende fehlen.

Trotz sehr kurzer Bank: Eisbären zeigen großen Charakter, besiegen Nürnberg mit 2:0 und feiern ein Sechs-Punkte-Wochenende

Ausgabe #16:

Weihnachten kann kommen! Die Eisbären Berlin haben rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest zurück in die Erfolgsspur gefunden. Dem 5:1-Heimsieg vom Freitagabend gegen den Erzrivalen Adler Mannheim ließen die Hauptstädter heute den nächsten Heimsieg folgen. Vor 13.729 Zuschauern setzten sich die Hausherren hochverdient mit 2:0 (1:0,1:0,0:0) gegen die Thomas Sabo Ice Tigers durch, denen auch die Unterstützung ihrer per Sonderzug angereisten Fans nicht half. Gegen arg dezimierte Eisbären hatten die Franken nicht den Hauch einer Chance und mussten somit tor- und punktlos die Heimreise antreten, während die Eisbären mit ihren Fans das perfekte Sechs-Punkte-Wochenende feierten und sich schon einmal auf die anstehenden Weihnachtsfeiertage einstimmten.

EIne Änderung im Vergleich zum Mannheim-Spiel. Noch am Freitag hatte Trainer Serge Aubin auf der Pressekonferenz gesagt, dass man keinen Spieler gegen Nürnberg zurück erwarten würde. Und doch gab es heute einen Rückkehrer, und zwar Kapitän André Rankel, welcher wieder zum Line-up gehörte. Und im Tor begann auch heute wieder Sebastian Dahm.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Die Eisbären kamen richtig gut ins Spiel, waren sofort drin und drückten ordentlich aufs Tempo. Bereits früh in der Partie hatte man zwei dicke Möglichkeiten durch Marcel Noebels und Mark Olver. Beide vergaben und besonders Olver ärgerte sich regelrecht über seine vergebene Chance. Auch danach nur die Eisbären im Vorwärtsgang, die einen Angriff nach dem anderen kreierten und sich dabei schöne Chancen herausspielten. Das sah sehr schön aus, das Zusammenspiel klappte super. Einzig die Chancenverwertung war zu kritisieren. Denn die Führung war längst überfällig gewesen, aber noch hielt Nürnbergs Goalie Jonas Langmann seinen Kasten sauber.
Dann wurde der Offensivdrang der Berliner kurz unterbrochen, als Kai Wissmann die erste Strafzeit der Partie kassierte. Aber auch in Unterzahl sorgten die Berliner für Gefahr vor dem gegnerischen Tor, fuhren durch Maxim Lapierre und Landon Ferraro einen 2-auf-1-Konter, doch der Pass auf Ferraro wurde leider abgefangen. Aber auch das war ein Beleg des aggressiven Forecheckings der Hausherren heute, mit dem man Nürnberg vor große Probleme stellte. Die Franken hatten aber auch zwei gute Chancen in Überzahl, aber Dahm mit zwei klasse Paraden gegen Ex-Eisbär und Nürnbergs Top-Scorer Daniel Fischbuch sowie gegen Rylan Schwartz. Das Powerplay der Ice Tigers war dann frühzeitig beendet, als Oliver Mebus für zwei Minuten in die Kühlbox musste.
Nachdem die Berliner wieder vollzählig waren, zeigten die Hauptstädter den Franken mal, wie Powerplay geht. Maxim Lapierre hatte die Scheibe auf der linken Seite, sah Marcel Noebels auf der rechten Seite am Bullykreis stehen, visierte ihn an und spielte einen traumhaften Pass durch den Slot. Und der Top-Scorer der Eisbären tat dies, was er in dieser Saison so gerne macht. Er nahm die Scheibe direkt und sein Onetimer zischte ins fränkische Tor – 1:0 (14.). Schon der 15. Saisontreffer der Nummer 92, er steigert seinen persönlichen Bestwert immer weiter.
Danach noch zwei Alleingänge von Maxim Lapierre und Sebastian Streu, aber beide fanden in Jonas Langmann ihren Meister. So stand es nach 20 Minuten nur 1:0 für die Berliner, was aus Nürnberger Sicht sehr schmeichelhaft war. Über ein 0:3 oder gar 0:4 aus ihrer Sicht hätten sie sich nicht beschweren dürfen.

Zu Beginn des Mitteldrittels konnte sich Nürnberg mal im Berliner Drittel festsetzen und sorgte für

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Chaos vor dem Berliner Tor, aus dem zum Glück nicht der Ausgleich resultierte. Weil Ryan McKiernan die Übersicht behielt und die Scheibe raus aus dem eigenen Drittel bugsierte. Auch kurze Zeit später störte McKiernan einen weiteren Versuch der Gäste, hier zum Ausgleich zu kommen. Starkes Spiel von Ryan McKiernan.
Danach aber die Hausherren wieder am Drücker. Mit ihrem aggressiven Forechecking provozierten sie immer wieder Fehlpässe der Nürnberger, kamen so in Scheibenbesitz und fuhren ihre Angriffe, kamen zum Abschluss, aber Jonas Langmann war mit Abstand der beste Nürnberger an diesem Abend des vierten Advents. Nürnberg aber versuchte in diesem Drittel auch das ein oder andere mal vor das Berliner Tor zu kommen, aber an Sebastian Dahm sollte heute kein vorbeikommen sein. Der Däne machte sein Tor heute dicht.
Es folgte das nächste Nürnberger Powerplay, aber gegen das starke Penaltykilling der Hauptstädter war heute einfach kein Kraut gewachsen. Und selbst in Unterzahl waren die Eisbären heute offensiv gefährlich, aber Landon Ferraro setzte seinen Schuss zu hoch an.
Kurz darauf folgte der Schock-Moment der Partie, als Louis-Marc Aubry nach einem Zweikampf ohne Fremdeinwirkung auf dem Eis liegen blieb und vom Eis gestützt werden musste. Das sah nicht gut aus. Serge Aubin sagte nach dem Spiel auf der PK, dass es wohl eine Unterkörperverletzung sei, die Ärzte sich das aber erst einmal noch genauer anschauen müssen. Auf unserer Facebookseite schrieb ein Fan, Aubry kam auf Krücken aus der Arena und das Knie war dick eingepackt, was auf einen längeren Ausfall hindeutet. Gute Besserung, Louis-Marc Aubry!
Dann saß auf beiden Seiten je ein Spieler, somit ging es auf dem Eis also mit 4-gegen-4 weiter. Nürnberg mit dem Konter über Brandon Buck, welcher mit viel Tempo über rechts ins Angriffsdrittel kam, Daniel Fischbuch auf der anderen Seite anspielen wollte. Doch Sebastian Dahm bekam seine Kelle in den Pass und leitete damit den Konter der Eisbären ein. Mark Olver fuhr mit viel Speed über rechts ins Angriffsdrittel, legte die Scheibe klasse zurück in den Slot, wo Austin Ortega angerauscht kam und der kleine Wirbelwind hämmerte die schwarze Hartgummischeibe ins Nürnberger Tor – 2:0 (37.).
Somit konnten die Eisbären im Mitteldrittel ihre Führung ausbauen, wenn gleich auch in diesem Drittel noch mehr Tore drin gewesen wären. Aber wichtig war zunächst einmal, dass man seinen Gameplan weiterhin strikt umsetze und Nürnberg nicht ins Spiel kommen ließ.

Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker

Im Schlussdrittel änderte sich an diesem Bild rein gar nichts. Die Eisbären spielten weiterhin ein sehr aggressives Forechecking, störten immer wieder sehr früh den Spielaufbau der Ice Tigers, welche damit überhaupt nicht klar kamen und kein Mittel dagegen fanden. Wenn Nürnberg doch mal ins Drittel der Eisbären vorkam, dann standen die Defensive der Gastgeber weiterhin sehr kompakt und machte die Schusswege sehr gut zu. Wenn doch mal was auf das Tor kam, war es eine sichere Beute von Goalie Sebastian Dahm. Nur einmal war auch Dahm geschlagen, aber da half ihm die Latte beim Schuss von Max Kislinger. Da sich die beiden Hauptschiedsrichter auch nicht ganz so sicher waren, fuhren sie bei der nächsten Unterbrechung zum Videobeweis, blieben dann aber bei ihrer On-Ice-Entscheidung „Kein Tor„.
Mitte des Schlussdrittels durfte dann mal wieder das Überzahlspiel der Eisbären ran und dieses war richtig gut. Die Scheibe lief sehr gut, die Aufstellung wurde gefunden und man hatte richtig gute Torchancen. Leider fehlte den Jungs im Abschluss das nötige Quäntchen Glück.
Die Eisbären auch danach weiterhin mit offensiven Aktionen, aber weiterhin ohne Glück im Abschluss. Nürnberg versuchte am Ende noch einmal alles, Auszeit und Torhüter vom Eis. Nach einer Strafe gegen Jonas Müller in der 60. Spielminute hatten die Ice Tigers sogar zwei Mann mehr auf dem Eis. Half alles nichts mehr. Die Eisbären brachten das 2:0 souverän über die Zeit und freuten sich über weitere drei Punkte.

Erneut ein Sieg dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die es wie bereits am Freitag

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geschafft hat, ihr Spiel über 60 Minuten konzentriert durchzuziehen. Trainer Serge Aubin lobte nach dem Spiel auf der PK vor allem den starken Charakter der Mannschaft, die bereits vor dem Spiel auf sieben Stammspieler verzichten musste und während des Spiels zwei weitere Stürmer verlor. Denn neben Aubry konnte auch PC Labrie nicht mehr weiterspielen, da er sich während des Spiels übergeben musste. So rückten die Jungs noch enger zusammen und somit ist dieser Sieg noch höher einzuschätzen.
Heute stimmte aber auch alles. Ein Torhüter der, wenn er gefordert wurde, zur Stelle war und nach seinem dritten Shutout in dieser Saison hoffentlich alle Kritiker endlich hat verstummen lassen (wenn nicht, dann ist Euch nicht mehr zu helfen…). Eine Defensive, die richtig stark verteidigt, das Tor verriegelt und die Schusswege klasse zugemacht hat. Eine Offensive, die mit einem sehr aggressiven Forechecking die Nürnberger früh im Spielaufbau störte und sie so immer wieder zu Fehlern zwang. Die Fehlpassquote der Franken war doch erschreckend hoch. Und dann hat die Offensive genau in den richtigen Momenten die Tore erzielt – in Überzahl und bei 4-gegen-4 nach einem gescheiterten Konter der Gäste. Wenn man überhaupt Kritik üben kann nach diesem 2:0-Sieg, dann an der mangelnden Chancenverwertung, denn heute war definitiv ein deutlich höherer Sieg möglich. Aber egal, am Ende wurden es die nächsten drei Punkte und man feierte damit ein Sechs-Punkte-Wochenende.

Somit kann das Weihnachtsfest kommen. Die Mannschaft wünschte nach dem Spiel den Fans frohe Weihnachten. Dem wollen wir uns anschließen und wünschen Euch ebenso ein frohes und vor allem besinnliches Weihnachtsfest, genießt die Feiertage im Kreise Eurer Lieben und die gemeinsame Zeit. Wir sehen uns dann alle gestärkt am Freitagabend in der Arena am Ostbahnhof, wenn die Fischtown Pinguins Bremerhaven zu Gast sind.

Ständige Führungswechsel und ein aberkanntes Tor von Marcel Noebels: Am Ende der wilden Achterbahnfahrt gegen die Grizzlys Wolfsburg stand die zweite Heimniederlage für die Eisbären Berlin in dieser Saison fest

Ausgabe #11:

12.601 Zuschauer fanden am ersten Advent den Weg in die Mercedes-Benz Arena am Ostbahnhof und sie bekamen für ihr Geld ordentlich was geboten. Sie wurden Teil einer irren Achterbahnfahrt zwischen den Eisbären Berlin und den Grizzlys Wolfsburg. Eine Partie mit ständigen Führungswechseln und einer höchst umstrittenen Entscheidung im abschließenden Penaltyschießen. Am Ende dieses Spiels siegten die Niedersachsen knapp mit 6:5 n.P. (2:3,2:2,1:1/0:0,1:0) und fügten den Hauptstädtern somit die erst zweite Niederlage im neunten Heimspiel dieser Saison zu.

Keine Änderung im Team von Chefcoach Serge Aubin, der also auf das selbe Team setzen konnte, welches am Freitagabend souverän mit 4:1 bei den Krefeld Pinguinen gewann. So stand also Sebastian Dahm auch heute gegen die Autostädter im Tor. Aubin äußerte sich nach dem Spiel zu den wenigen Einsatzzeiten von Back-up Maximilian Franzreb und meinte kurz zusammengefasst, dass Dahm derzeit einfach zu gut spiele und der Spielplan nicht so hektisch ist, um einen Wechsel im Tor vorzunehmen und der Däne zudem fit wirke. Eins sei bereits vorweg genommen. Franzreb sollte heute noch zum Einsatz kommen, mehr dazu aber im nun folgenden Spielbericht.

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Das Spiel begann sehr verhalten von beiden Mannschaften. Beide versuchten hinten sicher zu stehen und nicht viel zuzulassen. Dementsprechend harmlos waren die ersten Schussversuche beider Mannschaften. In der Anfangsphase deutete also noch nicht viel auf das folgende Tor-Spektakel hin.
In der siebten Spielminute kassierten die Eisbären in Person von Louis-Marc Aubry die erste Strafzeit der Partie, die Nummer 41 musste wegen Hakens für zwei Minuten in die Kühlbox. Dort nahm er aber nur für ganze sechs Sekunden Platz, denn dann klingelte es bereits im Tor von Sebastian Dahm, der also nach zwei Shutouts auf heimischen Eis in Folge mal wieder einen Puck aus dem Tor holen musste. Garrett Festerling wurde im Slot bedient, zog per Rückhand ab und überwand Dahm im Eisbären-Tor – 0:1 (7.).
Die Eisbären geschockt? Keinesfalls, denn nur 83 Sekunden später holte Frank Hördler von der blauen Linie zu einem satten Schlagschuss aus und glich sehr schnell zum 1:1 aus (8.). Das Zuspiel kam übrigens von Torjäger Leo Pföderl, welcher vor dem Spiel von den Fans zum „Spieler des Monats“ November gekürt wurde.
Nun waren die Eisbären richtig gut drin im Spiel, sie hatten dieses Gegentor als Weckruf gebraucht und bestürmten nun das Wolfsburger Tor. Ein Schuss nach dem anderen flog jetzt auf das von Chet Pickard gehütete Tor, einmal war der Goalie bereits geschlagen, aber bei Austin Ortegas Schuss rettete der Pfosten für Pickard. Dem Druck der Hausherren konnten die Niedersachsen aber nicht lange Stand halten. Leo Pföderl mit dem Zuspiel auf Ryan McKiernan, welcher Top-Scorer Marcel Noebels im Slot stehen sah, ihn anspielte und „Noebi“ tanzte Pickard eiskalt aus – 2:1 (15.).
Die Eisbären hatten das Spiel also gedreht und eigentlich nun auch im Griff, aber ein Fehler hinter dem eigenen Tor führte zum Ausgleich. Puckverlust hinter dem Tor, Lucas Lessio kam so an die Scheibe, bediente Alexander Johansson vor dem Tor und der ließ Dahm keine Abwehrchance – 2:2 (17.).
Wie reagierten die Berliner auf diesen Ausgleich der Wolfsburger? Mit wütenden Angriffen auf das Tor der Mannschaft von Trainer Pat Cortina. Und 55 Sekunden vor der ersten Drittelpause sollte es auch zum dritten Mal hinter Pickard einschlagen. Die Eisbären setzten immer wieder nach, Austin Ortega zog mit der Scheibe hinter das Tor, bediente Landon Ferraro am kurzen Pfosten und der schloss diesen klasse Angriff eiskalt ab – 3:2 (20.). So nahmen die Eisbären eine knappe aber keinesfalls unverdiente Führung mit in die Kabine. Eine Führung dank des enormen Willens der Berliner.

Ins zweite Drittel fanden die Eisbären besser hinein und setzten sich gleich einmal im Wolfsburger

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Drittel fest, nur ein weiterer Torerfolg sollte ihnen nicht gelingen. Dieser gelang dann aber Wolfsburg bei Vier gegen Vier auf dem Eis. Gerrit Fauser brachte die Scheibe von der blauen Linie Richtung Eisbären-Tor, Nicholas Jones hielt die Kelle in den Schuss und fälschte somit unhaltbar für Dahm ab – 3:3 (26.).
Nur 43 Sekunden später jubelten die Wolfsburger erneut und die Eisbären protestierten. Vor Sebastian Dahm kam es zum Gewühl und plötzlich lag die Scheibe im Tor. Die beiden Hauptschiedsrichter Aleksi Rantala und Kilian Hinterdobler fuhren zum Videobeweis und entschieden nach Ansicht dessen, dass der Puck regulär ins Tor ging und von Dahm nicht gesichert wurde. Sehr zum Unmut der Eisbären-Fans. Erneut war Jones der Torschütze gewesen – 3:4 (27.).
Nach dem vierten Gegentreffer reagierte Trainer Serge Aubin und nahm Sebastian Dahm vom Eis, brachte für ihn Back-up Maximilian Franzreb. Seine Begründung nach dem Spiel war diese gewesen, dass er ein Zeichen setzen, den Schwung wechseln und das Momentum ändern wollte.
Und mit dieser Maßnahme hatte er auch sofort Erfolg. Die Eisbären ließen das erneute Führungstor nicht lange unbeantwortet und schlugen nach Zuspiel von James Sheppard durch Marcel Noebels schnell zurück – 4:4 (28.). Das bereits zehnte Saisontor der Nummer 92, der bisher eine richtig gute Saison spielt.
Noch nicht einmal die Hälfte war hier rum gewesen und es schepperte schon achtmal in den Toren. Und es ging weiter rauf und runter, beide Mannschaften suchten immer wieder den Abschluss vor dem Tor. Und diesmal waren es die Eisbären, die das Spiel wieder zurück drehten. Lukas Reichel behauptete hinter dem Tor richtig stark die Scheibe, sah dann vor dem Tor seinen „Papa“ Maxim Lapierre stehen, setzte diesen in Szene und die Nummer 40 hatte keine große Mühe, zum 5:4 einzuschießen (33.).
Danach die Hausherren noch einmal mit einer Chance in Überzahl, wo es ja zuletzt sehr gut lief, aber heute sah das doch eher dürftig aus und so blieb es beim 5:4 nach 40 Minuten.

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Das Schlussdrittel begannen die Hauptstädter noch in Unterzahl, aber das Penaltykilling mit einem guten Job, überstand diese Unterzahl schadlos. Danach zog Wolfsburg das Tempo an und machte deutlich, dass sie dieses Spiel noch lange nicht her geschenkt hatten. Anthony Rech, der Top-Scorer der Grizzlys mit der dicken Chance zum Ausgleich, das Aluminium rettete für die Eisbären.
Die Partie wog hin und her, beide Mannschaften immmer wieder mit Zug zum Tor, die Wolfsburger wirkten leicht aktiver und besser. Und nach einem Puckverlust der Eisbären kamen die Niedersachsen tatsächlich zum erneuten Ausgleich. Anthony Rech bediente Gerrit Fauser und der netzte zum 5:5 ein (51.).
Danach wollten beide Mannschaften den entscheidenden Treffer erzwingen, beide nochmal mit guten Chancen und die Berliner nochmal mit einer Schlussoffensive, aber nach 60 Minuten stand es weiterhin 5:5 und es ging somit in die Verlängerung.

Zu Beginn scheiterten Maxim Lapierre auf Berliner und Anthony Rech auf Wolfsburger Seite jeweils am Schlussmann der gegnerischen Mannschaft. Zwei Minuten vor Ablauf kassierten die Eisbären dann in Person durch John Ramage eine Strafzeit und mussten somit den Rest der Verlängerung in Unterzahl ran. Die dicke Chance zur Entscheidung also für die Mannschaft von Coach Pat Cortina und Wolfsburg machte nun auch richtig Druck. Aber die Eisbären überstanden dank eines starken Penaltykilling diese brenzlige Situation und retteten sich somit ins Penaltyschießen.

Und dieses sollte auch nach dem Spiel noch für Gesprächsstoff sorgen, aber der Reihe nach. Lukas Reichel war der erste Schütze und er wollte Chet Pickard austanzen, klappte leider nicht ganz. Auf der Gegenseite fand Anthony Rech in Maximilian Franzreb seinen Meister. Nun war Leo Pföderl an der Reihe und auch der Torjäger wollte Pickard verladen, klappte ebenso nicht so ganz. Auf der Gegenseite hatten die Eisbären dann Riesenglück, als der Penalty von Lucas Lessio nur an den Pfosten ging. Es folgte Marcel Noebels und der schaffte es, Chet Pickard zu verladen und die Scheibe im Tor zu versenken. Die Arena am Ostbahnhof stand Kopf, alles jubelte, aber auf dem Eis gab es wilde Proteste der Grizzlys, allen voran von deren Goalie Chet Pickard, der wie wild mit der Kelle rum fuchtelte. Die beiden Hauptschiedsrichter fuhren mal wieder zum Videobeweis und wollen dann da erkannt haben, dass Pickard den Puck berührt hatte, als Noebels ihn an ihm vorbei legte und gaben schließlich das Tor nicht. Die Emotionen in der Arena am Ostbahnhof kochten nun richtig hoch. Auf der Gegenseite verwandelte dann auch noch Garrett Festerling für Wolfsburg und sicherte den Gästen den Zusatzpunkt. Die Fans quittierten dies mit einem gellenden Pfeifkonzert und „Schieber„-Rufen und die Eisbären-Bank forderte aus Protest auch hier einen Videobeweis. So nahm ein turbulentes Spiel ein durchaus bitteres Ende mit fadem Beigeschmack, denn für mich war es ein reguläres Tor von Marcel Noebels. Dieser konnte es auch nach dem Spiel beim Interview in der Mixed-Zone noch immer nicht ganz fassen, dass dieses Tor aberkannt wurde.

Und so verließen die Eisbären also erst zum zweiten Mal in dieser Saison das heimische Eis als Verlierer. Und der einheitliche Tenor der Mannschaft war nach dem Spiel dieser, dass man diese drei Punkte und den Sieg auch nicht verdient gehabt hätte. Man habe einfach nicht sein bestes Spiel abgeliefert, stand in der Defensive nicht sicher, leistete sich zu viele und vor allem unnötige Puckverluste, war meistens immer einen Schritt langsamer als die Wolfsburger und so kommt am Ende eben eine Niederlage wie diese heute heraus. „Man konnte aus dem Spiel nicht viel positives mitnehmen„, sagte zum Beispiel Verteidiger John Ramage nach dem Spiel im Fan-Talk.
Und genau das muss man den Eisbären hoch anrechnen. Sie stellen sich nach diesem Spiel und dieser bitteren Schiedsrichterentscheidung nicht hin und suchen die Schuld bei den beiden Hauptschiedsrichtern sondern hadern lieber mit der eigenen Leistung und geloben Besserung für die Zukunft. Genau so muss es sein. Die eigene Leistung hinterfragen, im Training daran arbeiten, im nächsten Spiel die Fehler abstellen und zurück zum Spielplan finden, damit es gegen die Kölner Haie wieder etwas wird mit dem nächsten Heimsieg. Die Domstädter werden auf jedenfalls auf eine Eisbären-Mannschaft treffen, die auf Wiedergutmachung aus sein wird.