Dreimal zu Hause, einmal „Auswärts“: Vier Spiele in sieben Tagen für die Eisbären Berlin

30 von insgesamt 52 Hauptrunden-Spieltagen sind in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolviert. Aufgrund der Olympischen Spiele 2018 im Februar ist der Spielplan in der Liga dicht gedrängt und für die Eisbären Berlin gibt es daher in den nächsten sieben Tagen gleich satte vier Spiele (!) zu absolvieren. Dabei tritt der Tabellenführer dreimal zu Hause und nur einmal Auswärts an. Wobei man eigentlich sagen muss, es sind vier Heimspiele, zählen doch die Auswärtsspiele in Wolfsburg immer zu den Heimspielen Nummer 27 und 28.

Und ausgerechnet während dieses Spiele-Marathons plagen die Hauptstädter arge Personalsorgen. Neben Frank Hördler, Thomas Oppenheimer und André Rankel fallen nun auch noch Petri Vehanen und Florian Busch aus. Goalie Vehanen fiel bereits am Sonntag in Mannheim aufgrund einer Oberkörper-Verletzung aus, Busch zog sich in jenem Spiel eine Schädelprellung zu und fällt bis auf weiteres aus. Zählt man die Youngsters Maximilian Adam, Charlie Jahnke und Vincent Hessler dazu, die bei der U20-WM weilen, stehen Chefcoach Uwe Krupp gleich acht Spieler nicht zur Verfügung.
Aber zum Glück ist der Kader der Berliner in dieser Saison so tief besetzt, dass man immer noch mit zwei Torhütern, sechs Verteidigern und elf Stürmern antreten kann. Wenn gleich Uwe Krupp sicherlich froh wäre, wenn er in Bestbesetzung antreten könnte.

Aber es läuft ja auch so derzeit richtig gut für die Eisbären, grüßen sie doch nach wie vor von der Tabellenspitze. Die Hauptstädter gewannen acht der letzten zehn Ligaspiele, punkteten zudem auch bei den beiden Niederlagen. Letztmals ohne Punkte verließen die Berliner das Eis beim Heimspiel gegen Iserlohn am 03.11.2017, als man knapp mit 2:3 verlor. Von daher ist die Wahrscheinlichkeit also groß, dass die Eisbären auch in den anstehenden vier Spielen wieder gut punkten werden. Dafür muss man einfach sein Spiel durchziehen. Hinten kompakt stehen und wenig zulassen sowie vorne eiskalt die Chancen nutzen. Wenn man dann noch diszipliniert auftritt und von der Strafbank fern bleibt sowie über 60 Minuten konzentriert zu Werke geht, sind die nächsten Siege im Bereich des Möglichen.

Der morgige Gegner Krefeld Pinguine (Bully: 19:30 Uhr) kämpft um wichtige Punkte im Kampf um Platz Zehn. Aktuell haben die Seidenstädter als Tabellenzwölfter fünf Zähler Rückstand auf den Tabellenzehnten Düsseldorf. Dem KEV gelang nur ein Sieg aus den letzten fünf Spielen, punktete aber immerhin bei drei der vier Niederlagen. Beide Mannschaften treffen zum dritten Mal in dieser Saison aufeinander. Bisher gewann stets das Heimteam. Krefeld setzte sich mit 3:2 n.P. durch, Berlin gewann mit 4:3. Dieser Sieg bedeutete den ersten Dreier nach zuvor sieben vergeblichen Anläufen auf eigenem Eis gegen die Pinguine.

Zum DEL-Klassiker gegen die Kölner Haie kommt es am Freitagabend (Bully: 19:30 Uhr). Während man in Berlin mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden ist, hinkt man in der Domstadt den eigenen Erwartungen meilenweit hinterher. Aktuell stehen die Haie auf Platz Sieben, haben aber schon satte 21 Punkte (!) Rückstand auf die Eisbären. Auch nach dem Trainerwechsel von Cory Clouston zu Peter Draisaitl will es bei den Kölnern noch nicht so recht laufen, was die beiden Heimniederlagen in Folge zuletzt zeigten. Da verlor man gegen Schwenningen (4:5 n.P.) und gegen Nürnberg (2:3). Davor setzte man sich aber immerhin dreimal in Folge durch. Beide Mannschaften treffen zum dritten Mal in dieser Saison aufeinander. Beide Spiele gingen bisher an Berlin. 3:2 an der Spree, 4:2 am Rhein. Der Heimsieg beendete zugleich eine drei Spiele andauernde Niederlagenserie auf eigenem Eis gegen die Haie.

Am Sonntag steht dann wieder einmal das besagte „Auswärts-Heimspiel“ in Wolfsburg auf dem Programm (Bully: 14:00 Uhr). Wolfsburg kam nach schwachem Saisonstart immer besser in Fahrt und hat sich seitdem in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt und steht aktuell auf Platz Vier. Auch hier treffen sich beide Mannschaften bereits zum dritten Mal in dieser Saison und auch hier gingen beide bisherigen Spiele an die Eisbären, welche sich zu Hause mit 2:1 und in Wolfsburg mit 5:2 durch setzten. Dieser Sieg beendete eine drei Spiele andauernde Niederlagenserie in der Autostadt.

Abgeschlossen wird der Viererpack mit dem Heimspiel am Dienstagabend gegen die Thomas Sabo Ice Tigers (Bully: 19:30 Uhr), welches zugleich das Top-Spiel darstellt, trifft doch der aktuelle Tabellenführer auf den Tabellendritten. Beide Mannschaften trennen nur drei Punkte. Da können wir uns also auf Spitzen-Eishockey einstellen und das an einem Dienstagabend. Und die Eisbären dürften richtig heiß sein auf dieses Match, hat man doch die bisherigen beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison verloren, 2:4 auf eigenem Eis und 1:2 n.P. in Nürnberg. Auch in der vergangenen Saison hatte man arge Probleme mit den Ice Tigers, verlor man doch drei der vier Duelle während der Hauptrunde und benötigte beim einzigen Sieg auch noch das Penaltyschießen (3:2 n.P. in Berlin). 

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine am 13.12.2017:

Tor:

Marvin Cüpper, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Kai Wissmann, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Nick Petersen, Jamie MacQueen, Louis-Marc Aubry, Sven Ziegler, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Constantin Braun, Mark Olver, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Charlie Jahnke, Vincent Hessler, Maximilian Adam (alle U20-WM), Thomas Oppenheimer (Fuß), Frank Hördler, André Rankel (beide Unterkörper), Petri Vehanen (Oberkörper), Florian Busch (Schädelprellung)