1:3-Niederlage gegen Mannheim: Die Eisbären verlieren erneut gegen den Erzrivalen durch eine sehr fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #13:

Die Eisbären Berlin verlieren auch das zweite Duell gegen die Adler Mannheim. Nach hart umkämpften 60 Minuten stand es am Ende 1:3. Die Eisbären haderten heute mit der eigenen Chancenverwertung, während Mannheim die Fehler der Eisbären eiskalt ausnutzte. Am Ende sorgten auch die Schiedsrichter für den entscheidenden Aufreger des Spiels. Die Continous Play Regel wurde erneut zu Ungunsten der Eisbären ausgelegt. Daher bleibt ein fader Beigeschmack hängen.

Eisbären-Trainer Éric Dubois änderte sein Line-up nur auf einer Position und das war die im Tor. Jonas Neffin kehrte zwischen die Pfosten zurück, wo in den letzten beiden Spielen Jack LaFontaine drin stand und seine Sache auch sehr gut machte.

Die Ausgangslage war klar: Es war mal wieder Zeit für den Klassiker zwischen den beiden Erzrivalen und erfolgreichsten Mannschaften in der PENNY DEL. Was hatte dieses Duell nicht schon für unzählige Geschichten geschrieben. Heute folgte der nächste Teil und die Eisbären hatten eine Mission vor Augen. Denn Mannheim war zusammen mit München bisher das einzige Team, welches die Eisbären in dieser Saison besiegen konnte. Das war beim 3:4 in Mannheim. Folgte heute die erfolgreiche Revanche oder gelang den Kurpfälzern der zweite Streich gegen den DEL-Rekordmeister?

Markus Vikingstad erzielte in dieser Szene das 1:1 kurz vor der ersten Drittelpause im Heimspiel gegen Mannheim. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim nutzt Fehler eiskalt aus, Vikingstad antwortet kurz vor der ersten Drittelpause

Was bereits seit einigen Spielen auffiel, bestätigte sich auch heute wieder: Wenn die Gegner keine spielerischen Mittel gegen die Eisbären finden, werden sie unsportlich und provozieren die besten Spieler der Berliner. So war es auch heute, als Dan Renouf (der ja bekannt ist als einer der unsportlichsten Spieler der PENNY DEL) sich Ty Ronning in der Anfangsphase schnappte. Der gab ihm aber ein paar deftige Worte zurück.
Die Eisbären hatten früh das erste Powerplay und da ließen sie die Scheibe sehr gut laufen. Allerdings muss man auch sagen, einen Ticken zu gut, denn da wollte man es am Ende zu schön machen. So überstanden die Kurpfälzer das erste Unterzahlspiel ohne Gegentor. Kurz darauf auch die Eisbären erstmals in Unterzahl, welche sie leidenschaftlich weg verteidigten.
Die Eisbären waren hier die spielbestimmende Mannschaft, doch ein Fehler im Offensivdrittel leitete den Mannheimer Konter ein, den Luke Esposito zum 0:1 abschloss (14.). Jonas Neffin wurde dabei eiskalt verladen und konnte das Gegentor nicht verhindern.
Die Eisbären waren danach auf der Suche nach dem Ausgleich und dieser sollte 66 Sekunden vor der ersten Drittelpause auch fallen. Da konnte Mannheim noch so viele Checks vor dem Tor auspacken, Markus Vikingstad blieb cool und sorgte für den mehr als verdienten Ausgleich – 1:1 (20.). Das war zugleich auch der Pausenstand.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen beiden Mannschaften. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Dicke Chancen, keine Tore

Auch das zweite Drittel bot intensives Eishockey zwischen den beiden Erzrivalen. Die Kurpfälzer hatten früh das nächste Powerplay, aber erneut überzeugte das Penalty Killing der Eisbären und verteidigte die Unterzahl ganz stark und überstand diese somit erneut ohne Gegentor.
Due Kurpfälzer lauerten hier auf die Fehler der Eisbären, um dann schnell umzuschalten und ihre Angriffe einzuleiten. Im Mitteldrittel war die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins damit auch durchaus erfolgreich, Mannheim im Abschluss aber eher nicht so. Offensiv wirkten die Berliner in dieser Phase eher ideenlos, wie man das Mannheimer Bollwerk mal in Verlegenheit bringen konnte. Teilweise hatte man aber auch Probleme bei der Scheibenannahme.
In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels hatten beide dicke Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. Sowohl Maximilian Franzreb als auch Jonas Neffin ließen die gegnerischen Spieler verzweifeln. Somit stand es auch nach 40 Minuten 1:1-Unentschieden.

John Gilmour brachte Mannheim spät im letzten Drittel in Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel bot vor allem hart umkämpfte Zweikämpfe. Beide Teams agierten aber zudem auch sehr vorsichtig, um nicht den einen entscheidenden Fehler zu machen. Mannheim konnte sich dann vor dem Powerbreak mal im Drittel der Eisbären festsetzen und den Druck auf das Berliner Tor erhöhen, aber Jonas Neffin ließ weiterhin keine Scheibe passieren.
Acht Minuten vor dem Ende rutsche dem Berliner Goalie jedoch eine Scheibe unglücklich ins Tor. John Gilmour konnte ungestört Richtung Berliner Tor marschieren, zog ab und hatte Glück, dass er Neffin auf dem falschen Fuß erwischte und somit düpierte – 1:2 (52.).
Die Eisbären hatten aber direkt danach die Chance zum Ausgleich, denn man hatte ein Powerplay. Und in diesem erzielten die Eisbären auch den vermeintlichen Ausgleich, welche jedoch nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde, da das Tor vor überqueren des Pucks verschoben wurde. Liam Kirk wurde aktiv von Dan Renouf ins Tor geschoben, weshalb es aus der Verankerung ging. Dafür kann dann Kirk recht wenig. So viel zum Thema Continious Play, welches wir gegen Nürnberg hatten und dort hat das Tor auch gezählt. Da kann man durchaus von einem Skandal sprechen, dieses Tor nicht zu geben, zumal jeder Schiedsrichter diese Regel anders auslegt und das ist dann ein Problem der PENNY DEL.
Die Berliner riskierten am Ende nochmal alles: Auszeit und Goalie zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Und man hatte auch nochmal die Riesenchance zum Ausgleich, bekam die Scheibe aber nicht über die Linie. Mannheim hingegen traf noch ins verwaiste Tor und stellte auf 1:3. So gelang Mannheim auch im zweiten Spiel ein Sieg gegen die Eisbären. Allerdings ein mehr als umstrittener Sieg, weshalb ein fader Beigeschmack am Ende beibt.

5:3-Auswärtssieg! Die Eisbären feiern in Ingolstadt den vierten Sieg in Folge

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #12:

Die Eisbären Berlin bleiben weiterhin in der Erfolgsspur: Am Freitagabend gewann man das Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt mit 5:3 (1:1,2:2,2:0) und feierte damit den vierten Sieg in Folge. Insgesamt war es der elfte Saisonsieg im 13. Saisonspiel. Diese Mannschaft ist einfach unglaublich! Aber auch heute hat man wieder gesehen, dass die Mannschaft ihr Spiel über die volle Spielzeit abrufen muss, um erfolgreich zu sein. Denn wenn man nur ein paar Prozent nachlässt, holt man den Gegner zurück ins Spiel.

Eisbären-Trainer Éric Dubois veränderte sein Line-up im Vergleich zum Sieg in Schwenningen nicht. Somit stand zum zweiten Mal in Folge Jack LaFontaine im Tor, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank saß.

Traf heute auf seinen Ex-Verein: Eisbären-Trainer Éric Dubois (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären trafen mit Ingolstadt auf eine Mannschaft, welche sich nach einem schwachem Saisonstart zuletzt gefangen hatte und mit Jonas Stettmer einen ehemaligen Eisbären im Tor zu stehen hatten. An die Saturn-Arena hatten die Berliner derweil keine so guten Erinnerungen, verlor man doch in der vergangenen Saison beide Spiele bei den Schanzern.

Auch für Jonas Stettmer war es ein besonderes Spiel, traf er doch auf seinen Ex-Verein. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Berlin hadert mit der Chancenverwertung

Vom ersten Bully an war es eine Partie, die von sehr hohem Tempo geprägt war. Was aber an beiden Mannschaften lag, denn sowohl Ingolstadt als auch Berlin waren offensiv ausgerichtet. Ingolstadt ließ in der Anfangsphase direkt ein Powerplay ungenutzt. Danach erhöhten die Berliner immer mehr das Tempo und spielten die Hausherren zwischendurch gefühlt schwindelig. Mit ihrem aggressiven Forechecking setzten die Eisbären die Panther immer wieder unter Druck.
Und so war es nur eine Frage der Zeit, ehe die Eisbären in Führung gehen würden. Liam Kirk sah Leo Pföderl am langen Pfosten stehen und bediente ihn. Die Nummer 93 sagte „Danke“ und überwand seinen ehemaligen Teamkollegen Stettmer – 1:0 (12.).
Die Sicherheit, mit der die Eisbären am Puck agierten, war schon sehr schön anzusehen. Wie man durch das Angriffsdrittel wirbelte und die Scheibe laufen ließ. Ingolstadt wussten zwischendurch gar nicht, wie ihnen geschieht. Dabei erspielten sich die Berliner auch gute Torchancen, welche man aber nicht verwerten konnte. Weil dort eben mit Jonas Stettmer auch ein Top-Goalie im Tor stand.
Und was passiert, wenn du die Dinger vorne nicht machst? Dann klingelt es im eigenen Tor. Emil Wasenden probierte es einmal, blieb aber an Leo Pföderl hängen. Er probierte es ein zweites Mal und dabei kam ihm zu Gute, dass die Verteidiger und LaFontaine aus der Position waren und er so zum 1:1 traf (20.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Jack LaFontaine streckte sich vergebens und konnte das 3:3 nicht verhindern. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Erst dominieren die Eisbären, dann kommt Ingolstadt zurück

Die Eisbären kamen hoch motiviert aus der Kabine und drängten auf den erneuten Führungstreffer. Doch Ingolstadt wehrte sich mit allem, was sie zur Verfügung hatten. Doch dann blitzte die Klasse des Ausnahmestürmers Ty Ronning auf. Er setzte nach, holte die Scheibe, spielte unter Bedrängnis den Pass auf Manuel Wiederer und der sorgte für die 2:1-Führung (28.).
Die Eisbären nutzten den Rückenwind und legten nur zwei Minuten später das dritte Tor nach. Jean-Luc Foudy schaute Jonas Stettmer eiskalt aus und erhöhte auf 3:1 (30.).
Danach lassen beide Teams jeweils ein Powerplay liegen, doch Ingolstadt holte das Momentum auf seine Seite. Kaum war Riley Sheen zurück von der Strafbank, leitete er den Konter ein, hatte das Auge für Abbott Girduckis, der die Hoffnung nach Ingolstadt zurück brachte – 2:3 (35.).
Die Eisbären sind in jener Phase von ihrem Spiel abgekommen, während Ingolstadt nun neue Hoffnung witterte. Und das nächste Powerplay nutzten die Schanzer in ihrer starken Phase auch aus. Riley Barber zielte ganz genau und stellte auf 3:3 (39.).
So stand es nach zwei Dritteln weiterhin Unentschieden, obwohl es nach 30 Minuten nicht wirklich danach aussah. Zu dominant waren die Eisbären, jedoch haderte man mit seiner Chancenverwertung. Ingolstadt gab sich nicht auf und holte das Momentum zurück auf seine Seite.

Erzielte endlich sein erstes Saisontor: Eric Hördler (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Eric Hördler mit dem Gamewinner

Im Schlussdrittel waren beide Teams darauf bedacht, defensiv kompakt zu stehen und nicht zu viele Räume zu geben. Das klappte auch ganz gut – bis zur 49. Spielminute. Da kam Eric Hördler an die Scheibe und tankte sich ganz stark vor das Tor, wo er sein Solo erfolgreich mit dem 4:3 abschloss. Das erste Saisontor für den Youngster, dessen Erleichterung beim Jubel deutlich zu sehen war.
Nun waren die Hausherren wieder gefordert, wollten sie dieses Spiel nicht verlieren. Und die Mannschaft von Mark French versuchte nochmal alles. Auszeit und Goalie raus und zwei Minuten vor dem Ende tobte die Saturn Arena. Ingolstadt hatte zum vermeintlichen 4:4 getroffen, welches jedoch nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde, da LaFontaine von Daniel Schmölz behindert wurde.
Nachdem die Berliner den Schock verdaut hatten, sorgte Freddy Tiffels in der Schlussminute für die endgültige Entscheidung und den 5:3-Auswärtssieg seiner Mannschaft (60.).
Am Ende gewann man ein Spiel, in dem man gesehen hat, dass die Eisbären nur sehr schwer zu stoppen sind, wenn sie ihr Spiel konsequent auf das Eis bringen. Und zwar enorm schnell und einen aggressiven Forecheck spielen. Damit wirbelt man die gegnerischen Abwehrreihen nur so durcheinander und erspielt sich jede Menge Chancen. Bei besserer Chancenverwertung hätte das Spiel auch schon früher entschieden sein können. Wenn man dann aber mal ein paar Prozent nachlässt, holt man den Gegner zurück ins Spiel und muss wieder um die Punkte zittern.

4:1-Auswärtssieg in Schwenningen: Clevere Eisbären besiegen glücklose Wild Wings

Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings mit 4:1 gewonnen und damit ihre Tabellenführung einmal mehr verteidigt. Die Wild Wings waren der erwartet unbequeme Gegner, schnupperten im zweiten Drittel durchaus am Ausgleich, am Ende erwiesen sich die Eisbären aber als die clevere und effektivere Mannschaft. Damit steht man nach zwölf Spieltagen bei unglaublichen zehn Siegen. Was für ein sensationeller Saisonstart.

Eisbären-Trainer Éric Dubois hatte nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Augsburg (2:1) Änderungen angekündigt und Wort gehalten. Während die Defensiv-Pärchen sowie die Veilleux-Vikingstad-Krestan-Reihe unverändert blieben, gab es drei neue Sturmreihen. Rückkehrer Gabriel Fontaine rückte in die erste Reihe zu Liam Kirk und Ty Ronning. Freddy Tiffels rotierte aus dieser Reihe raus und stürmte an der Seite von Jean-Luc Foudy und Andreas Eder. Leo Pföderl wurde in die vierte Reihe gesteckt und spielte dort zusammen mit Eric Hördler und Manuel Wiederer. Rihards Griva war als 13. Stürmer dabei.

Die Eisbären trafen heute auf die Wild Wings, welche sich nach schwachem Saisonstart inzwischen gefangen haben und drei Siege in Folge eingefahren haben. Dazu punktete man vier Spiele hintereinander. Einfach sollte es also im Schwarzwald nicht werden, konnten die Eisbären dennoch in der Helios Arena bestehen?

Ty Ronning sorgte für das frühe 1:0 in Schwenningen. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Ty Ronning eröffnet das Spiel

Die Eisbären legten jedenfalls einen Traumstart hin. Keine fünf Minuten waren gespielt, da unterlief den Hausherren ein Fehler im Spielaufbau, die Berliner fuhren den Drei-auf-eins-Konter, welchen Ty Ronning zum 1:0 ausnutzte (5.). Das war zugleich der 200. Scorerpunkt von Ronning im Eisbären-Trikot!
Auch danach waren die Eisbären am Drücker und überzeugten mit ihrem typischen Eisbären-Hockey. Wie einfach die Berliner da teilweise ins Drittel der Gastgeber kamen, war schon beeindruckend.
Schwenningen versteckte sich aber keinesfalls und versuchte Jack LaFontaine im Berliner Tor auch zu beschäftigen. Doch bisher stellten die Versuche den Goalie vor keine größeren Probleme.
In der Folge ließen beide Mannschaften ein Powerplay liegen, was aber auch daran lag, dass beide Defensivreihen wenig zu ließen. Damit nahmen die Eisbären ihre verdiente 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause.

Durfte erstmals seit dem dritten Spieltag wieder ins Tor: Jack LaFontaine (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Schwenningen verzweifelt an LaFontaine, Berlin eiskalt

Munterer Beginn ins zweite Drittel. Beide Teams waren direkt offensiv ausgerichtet und suchten sofort den Weg vor das gegnerische Tor. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dessen Folge Schwenningen das 1:1 erzielte. Der erste Schuss ging noch an den Pfosten, Gabriel Fontaine kratzte die Scheibe von der Linie weg, doch direkt auf die Kelle von Alexander Karachun, der ins leere Tor einschießen konnte. Jack LaFontaine war nach dem ersten Schuss noch aus der Position und konnte so den Gegentreffer nicht verhindern (26.).
Auch danach erspielten sich beide Teams richtig gute Möglichkeiten. Schwenningen nahm den Schwung vom Tor direkt mit, während die Eisbären sofort eine Antwort geben wollten. Und diese gaben sie Mitte des Spiels. Yannick Veilleux mit dem Rückhandschuss ins Glück – 2:1 (30.). Der vierte Scorerpunkt im dritten Spiel in Folge sowie sein zweites Saisontor von der Nummer 38. Beide Treffer erzielte Veilleux an diesem Wochenende.
In der Schlussphase investierten die Wild Wings nochmal richtig viel und nutzten dabei auch die überraschend große Unordnung in der Eisbären-Defensive aus. Die Berliner schwammen dort ein ums andere Mal und konnten sich mehrmals bei Jack LaFontaine bedanken, dass man hier noch die Führung inne hatte.
Diese baute man in der Schlussminute sogar noch aus. Liam Kirk mit dem Pass unter großer Bedrängnis auf Ty Ronning, der die Scheibe 41 Sekunden vor dem Ende nur noch ins Tor einschieben musste – 3:1 (40.). Das war zugleich auch der Pausenstand nach 40 Minuten.

Erzielte in Schwenningen sein erstes Saisontor: Leo Pföderl (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Leo Pföderl erzielt sein erstes Saisontor

Im Schlussdrittel war es dann endlich so weit: Leo Pföderl hat sein erstes Saisontor erzielt. Lange hatte es gedauert und viele Chancen wurden in der Zwischenzeit vergeben. Doch heute düpierte er Joacim Eriksson, der unglücklich beim Gegentreffer aussah – 4:1 (44.).
Dieser Treffer war ein Stimmungsdämpfer – für Schwenningen und deren Fans. Es fehlte der Glaube daran, dass man hier noch einen Drei-Tore-Rückstand aufholen würde. Schließlich traf man auf die beste Defensive der PENNY DEL. Selbst ein Powerplay konnten die Hausherren nicht für sich nutzen, weil die Ideen fehlten, wie man Berlin hier nochmal überwinden wollte.
So plätscherte das Spiel zu Ende und die Eisbären nahmen einen verdienten 4:1-Auswärtssieg mit in die Hauptstadt. Man hatte eine Reaktion auf das Heimspiel gegen Augsburg gezeigt, zu hundert Prozent gut war es aber erneut nicht.

3:4-Niederlage gegen München: Siegesserie und Shutout-Serie gerissen

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #9:

Siegesserie gerissen: Nach sechs Siegen in der PENNY DEL in Folge haben die Eisbären Berlin mal wieder verloren. Gegen Red Bull München verlor man am Ende mit 3:4 (2:1,0:1,1:2). Die Eisbären leisteten sich heute zu viele Fehler, wirkten fahrig im Spielaufbau und ließen zu viele Alleingänge zu. Nach vorne wirkte es ab dem zweiten Drittel ideenlos, weshalb es am Ende eine verdiente Niederlage war, aus der man seine Lehren ziehen wird.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf seine beiden Verteidiger Brandon Davidson und Mitch Reinke zurückgreifen. Während Davidson an die Seite von Adam Smith ging, stand Reinke als frisch gebackener Papa als siebter Verteidiger im Line-up. Im Tor stand natürlich Jonas Neffin. Gregor Stocker und Moritz Kretzschmar rotierten aus dem Kader wieder raus. Alles andere blieb im Vergleich zum Spiel gegen Klagenfurt am Mittwochabend unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären traten mit dem Selbstvertrauen von acht Pflichtspielsiegen in Serie an. Dazu kassierte man in den letzten fünf DEL-Spielen nur einen Gegentreffer. Damit war man natürlich Tabellenführer und traf auf die Mannschaft vom Oberwiesenfeld, welche bisher noch nicht zufrieden sein kann mit dem Saisonstart. Konnte München die Siegesserie der Eisbären durchbrechen oder setzte sich der Eisbären-Express auch gegen München durch?

Bereits in der vierten Spielminute gingen die Eisbären durch Ty Ronning in Führung. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Das „Duo Infernale“ liefert weiter

Munterer Beginn in dieses Spitzenspiel. Beide Mannschaften hatten keine Lust auf langes Abtasten und spielten direkt offensiv nach vorne und sorgten so früh für die ersten brenzligen Situationen vor dem gegnerischen Tor. Und so verwunderte es auch nicht, dass das „Duo Infernale“ direkt für das 1:0 sorgte. Liam Kirk vor das Tor auf Ty Ronning und der sorgte für die frühe Berliner Führung (4.). Diese hielt aber nur ganze 13 Sekunden, denn Ryan Murphy glich blitzschnell zum 1:1 aus (4.).
So frühe Gegentore oder generell Gegentore war man in Berlin in der letzten Zeit ja nicht wirklich gewohnt. Von daher war nun die Frage, wie die Hauptstädter mit der schnellen Münchner Antwort umgehen würden. Beinahe mit dem erneuten Führungstreffer in Überzahl, aber sowohl Leo Pföderl als auch Andreas Eder scheiterten mit ihren Onetimern am Ex-Eisbären Mathias Niederberger im Tor der Gäste.
Nach nicht einmal elf Minuten war die Partie für Stürmer Freddy Tiffels beendet, nachdem er für einen Stockcheck eine Spieldauerdisziplinarstrafe bekommen hatte. Aber die Eisbären überzeugten einmal mehr mit einem überragenden Penalty Killing. Und nach etwas mehr als drei Minuten war die Unterzahl auch vorbei, weil München eine Strafzeit kassierte. Die Leistung der Eisbären in Unterzahl wurde mit tosendem Applaus von den Rängen gewürdigt.
Noch lauter wurde es bei noch verbleibenden 2:22 Minuten auf der Uhr in der Uber Arena, denn dort brachte Liam Kirk die Eisbären wieder in Führung – 2:1 (18.). Was wären die Eisbären nur ohne ihr „Duo Infernale“? Wahnsinn, diese zwei Ausnahmestürmer. Dank denen führten die Berliner knapp mit 2:1 nach dem ersten Drittel.

Kein Vorbeikommen an Mathias Niederberger. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Blitzschneller Ausgleich von München

18 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da glichen die Gäste durch Taro Hirose zum 2:2 aus (21.). Ein ungewohntes Bild für die Eisbären – zwei Gegentore in einem Spiel. Direkt gab es „Neffin, Neffin“-Rufe aus der Fankurve, um den Berliner Goalie wieder aufzumuntern.
Neffin war aber kurze Zeit später wieder hellwach, als Yasin Ehliz relativ frei von rechts außen zum Abschluss kam. Da kam die Stockhand blitzschnell raus.
Danach war es weiterhin ein hart umkämpftes Spiel mit Playoff-Charakter. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, was man an den Zweikämpfen sah. München jubelte dann zwischenzeitlich über das vermeintliche 3:2, welches aber aufgrund einer Kick-Bewegung aberkannt wurde.
Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels hatten beide Mannschaften ihre Chancen auf weitere Tore, doch sowohl Jonas Neffin als auch Mathias Niederberger ließen keine weiteren Scheiben durch. Somit ging es beim Stand von 2:2 in die zweite Drittelpause.

Es war ein äußerst nickliges Spiel zwischen den Eisbären und München. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

München zieht den Eisbären den Zahn

Im Schlussdrittel merkte man beiden Mannschaften an, dass sie hier nicht den wohlmöglich entscheidenden Fehler machen wollten. Dementsprechend vorsichtig agierten beide Teams.
München bekam dann die Chance in Überzahl in Führung zu gehen, nach einer Bankstrafe gegen die Eisbären. Und das nutzten die Gäste auch eiskalt aus. Elis Hede sorgte für die erstmalige Münchner Führung an diesem Abend – 2:3 (49.).
Nun waren die Eisbären gefordert, einen Weg zu finden, dieses Spiel noch in die Verlängerung zu retten oder aber noch in regulärer Spielzeit zu gewinnen. Die Chance zum Ausgleich bot sich nach dem Powerbreak, als Mathias Niederberger eine Strafzeit kassierte und den Eisbären ein Powerplay ermöglichte. Doch man spielte es zu kompliziert mit einem Mann mehr und konnte das Überzahlspiel nicht nutzen.
Den Eisbären rannte nun die Zeit davon und es mangelte zudem an Ideen, wie man hier zum Ausgleich kommen wollte. So hatte Münchens Defensive keine großen Probleme, die Führung zu verteidigen. Und in der Schlussphase bauten die Gäste diese auch noch aus. Yasin Ehliz mit dem Konter zum 4:2. Das 3:4 durch Liam Kirk kam am Ende leider zu spät. Damit endete nicht nur die Siegesserie der Eisbären sondern auch die Shutout-Serie von Jonas Neffin.

3:0 in Bremerhaven: Die Eisbären gewinnen auch beim Angstgegner – Vierter Shutout für Jonas Neffin

Die Eisbären Berlin sind nicht zu stoppen: Bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven setzten sich die Berliner mit 3:0 durch, feierten damit den sechsten Sieg in Serie und bauten zugleich die Tabellenführung aus. Jonas Neffin feierte seinen vierten Shutout im fünften Saisonspiel. Dagegen endeten die Punkte-Streaks von Ty Ronning und Liam Kirk, was man aber angesichts der aktuellen Erfolgsserie verschmerzen kann. Und zugleich ist es auch schön zu sehen, dass die Eisbären Spiele gewinnen können, in denen die beiden Top-Stars nicht punkten.

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf Gabriel Fontaine (leicht angeschlagen), Leo Pföderl (schaut man von Tag zu Tag) und Mitch Reinke (Geburt des Kindes steht kurz bevor) verzichten. Das führte zu Änderungen am Line-up: So verteidigte Korbinian Geibel an der Seite von Eric Mik und ersetzte damit Reinke. In der Offensive rückte Tobias Krestan in die Reihe zu Yannick Veilleux und Markus Vikingstad. Dessen Platz in der nominell vierten Reihe nahm Eric Hördler ein und stürmte zusammen mit Manuel Wiederer und Rihards Griva. Im Tor stand erneut Jonas Neffin.

Für die Eisbären ging es heute zum Angstgegner, hatte man doch die letzten sieben Duelle gegen Bremerhaven verloren. Doch die Vorzeichen sahen heute ganz anders aus, denn die Berliner kamen als Tabellenführer zu den angeschlagenen Pinguins, welche noch nicht so richtig in Form sind und zudem arge Personalprobleme zu beklagen haben. Konnten die Eisbären das nutzen und den Negativlauf gegen Bremerhaven stoppen oder setzte es die achte Niederlage in Serie?

Tobias Krestan hatte im ersten Drittel zwei gute Chancen. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Torlos im ersten Drittel

Es war eine muntere Anfangsphase in Bremerhaven, weil beide Teams offensiv ausgerichtet waren. Bei den Eisbären fiel vor allem Neuzugang Tobias Krestan auf, der Kristers Gudlevskis im Tor der Gastgeber zweimal in der Anfangsphase prüfte. Bremerhaven hatte seine erste Top-Chance nach dem Powerbreak, als Colt Conrad aus dem Slot heraus zum Abschluss kam. Jonas Neffin war aber zur Stelle und hielt sein Tor weiterhin sauber.
Insgesamt gesehen hatten die Hauptstädter hier mehr vom Spiel und waren auch die torgefährlichere Mannschaft, einzig das Tor fehlte dem Tabellenführer hier noch. Aber dennoch musste man hellwach sein, wenn Bremerhaven Angriffe Richtung Berliner Tor fuhr.
In der Schlussphase durften die Pinguins dann erstmals in Überzahl ran. Durchaus eine Spezial-Disziplin der Gastgeber in den letzten Jahren, nur in diesem Jahr klappte das bisher noch nicht so gut. Conrad hätte daran etwas ändern können, fand jedoch erneut seinen Meister in Jonas Neffin. So blieb es beim 0:0 nach den ersten 20 Minuten.

Traf bereits zum zweiten Mal an diesem Wochenende: Andreas Eder (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Innerhalb von 48 Sekunden erzielen die Eisbären zwei Tore

Auch im zweiten Drittel bot sich den Pinguins die Chance, in Überzahl zu agieren. Und für 34 Sekunden hatte man sogar zwei Mann mehr auf dem Eis. Aber die Eisbären verteidigten das sehr gut und überstanden diese brenzlige Situation ohne Gegentor.
Kaum wieder komplett, sorgte die Top-Reihe für Gefahr vor Gudlevskis. Ty Ronning scheiterte aber am Bremerhavener Goalie. Wenig später klingelte es aber im Tor der Hausherren. Tiffels behauptete ganz stark die Scheibe, passte sie auf Kapitän Kai Wissmann, welcher abzog. Jonas Müller fuhr in Stürmermanier durch den Slot und fälschte entscheidend ab – 1:0 (31.). Nur 48 Sekunden später erhöhte Andreas Eder auf 2:0. Sein Onetimer schlug im langen Eck ein – 2:0 (32.). Diese Effizienz der Eisbären ist einfach unglaublich. Das hier heute die beste Schusseffizienz auf die schlechteste der Liga traf, hatte sich hiermit mehr als bestätigt.
Drei Minuten vor der zweiten Drittelpause schnupperten die Hausherren am Anschlusstreffer, doch der Pfosten rettete für Neffin und die Eisbären. So nahm der DEL-Rekordmeister eine verdiente 2:0-Führung mit in die Kabine.

Feierte seinen vierten Shutout im fünften Saisonspiel: Jonas Neffin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Neffin erneut nicht zu bezwingen

Kurz nach Wiederbeginn rettete erneut das Gestänge für den Berliner Goalie. Es war zum Verzweifeln für die Hausherren hier, die so weiter dem 0:2 hinterherlaufen mussten. Dass es kein 0:3 war, hatte man Kristers Gudlevskis zu verdanken, der kurz darauf einen Alleingang von Jean-Luc Foudy parierte. Und direkt danach war es die Latte, welche auf der anderen Seite für Neffin rettete. Was für ein Beginn ins Schlussdrittel in Bremerhaven. Und die Hausherren hatten dann das nächste Powerplay, aber erneut konnten sie dieses nicht nutzen.
Die Mannschaft von Trainer Alexander Sulzer blieb danach weiterhin am Drücker und wollte den Anschlusstreffer erzielen, aber sie fanden einfach keinen Weg vorbei an Jonas Neffin im Berliner Tor. Die Eisbären hingegen lauerten vermehrt nur auf Konter, um das Spiel hier endgültig zu entscheiden. Das tat dann Manuel Wiederer, als Bremerhaven seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers gezogen hatte – 3:0 (58.). Dabei blieb es bis zum Ende. Die Eisbären feierten einen souveränen 3:0-Auswärtssieg in Bremerhaven, holten damit den sechsten Sieg in Serie und beendeten die Niederlagenserie gegen die Pinguins. Damit machten die Berliner das perfekte Wochenende klar: Zwei Spiele, zwei Siege, 8:0-Tore, zwei Shutouts für Jonas Neffin. Was für ein Saisonstart!

2:0-Auswärtssieg in Frankfurt: Liam Kirk scort weiter und Jonas Neffin holt das nächste Shutout

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #5:

Dritter Sieg in Serie: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel bei den Löwen Frankfurt mit 2:0 (0:0,2:0,0:0) gewonnen und feierten damit den vierten Sieg im fünften Ligaspiel. Goalie Jonas Neffin bestritt sein zweites Spiel für die Berliner und blieb erneut ohne Gegentor. 120 Minuten und null Gegentore: was für ein Start der Nummer 75 in Berlin!

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf den angeschlagenen Gabriel Fontaine verzichten. Dafür rückte Rihards Griva ins Line-up. Auch Korbinian Geibel wurde wieder eingesetzt und war als siebter Verteidiger dabei. Eric Hördler nahm den Platz von Fontaine in der Reihe neben Leo Pföderl und Andreas Eder ein. Griva rückte in die vierte Reihe zu Tobias Krestan und Manuel Wiederer. Alles andere blieb unverändert. Dass Jonas Neffin erneut im Tor stand, hatte ich bereits eingangs des Spielberichts erwartet.

Für die Hauptstädter stand die schwere Aufgabe in Hessen auf dem Programm, stellten die Löwen Frankfurt mit sieben Gegentoren doch die beste Defensive der Liga. Vergangene Saison hatten beide Mannschaften je ein Spiel in der Eissportshalle am Ratsweg gewonnen. Wer zog heute das erste Spiel?

Brandon Davidson knackte das Bollwerk der Hessen und erzielte das 1:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Andreas Eder trifft nur die Latte

Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes Spiel zweier Mannschaften, welche sich auf Augenhöhe begegneten. Der Respekt voreinander war auf beiden Seiten zu spüren. Die Löwen wollten mit den eigenen Fans im Rücken den Titelverteidiger ärgern, während die Eisbären an die beiden Siege vom vorigen Wochenende anknüpfen wollten.
Die Mannschaft von Trainer Tom Pokel hatte früh die erste dicke Chance, als die Scheibe kurz vor der Torlinie des Berliner Tores lang trudelte. Zum Glück für die Eisbären ging sie in dieser Szene nicht rein.
Beide Mannschaften erspielten sich in den ersten 20 Minuten gute Chancen, doch sowohl Adam Scheel auf Frankfurter Seite als auch Neffin auf Berliner Seite bewiesen, dass sie mit zu den besten Goalies der PENNY DEL zählen. Der Neuzugang der Löwen war im ersten Drittel zwar einmal schon geschlagen, die Latte (Schuss von Andreas Eder) rettete seine Mannschaft aber vor dem Rückstand.
Da die Hessen auch ein Powerplay nicht zur Führung nutzen konnten, endeten die ersten 20 Minuten torlos. Dennoch wurde den Zuschauern beste Unterhaltung geboten.

Liam Kirk scorte im 13. Spiel in Folge. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Davidson und Kirk schlagen zu

Zu Beginn des zweiten Drittels duellierten sich beide Teams weiterhin auf Augenhöhe. Schnell wurde die neutrale Zone überbrückt und dann direkt der Weg vor das gegnerische Tor gesucht. Die ersten sieben Minuten liefen dabei ohne Unterbrechung durch. Das Spiel hatte alles, was es für ein gutes Spiel braucht. Jedenfalls fast alles, denn das Wichtigste fehlte noch – ein Tor.
Dieses sollte in der 28. Spielminute fallen. Jeder Schuss auf das Tor ist ein guter – dachte sich auch Brandon Davidson, dessen Schuss am Ende den Frankfurter Goalie überwand und zum 1:0 für die Eisbären sorgte.
Die Löwen suchten danach nach einer Antwort, liefen jedoch in einen Berliner Konter. Eric Mik fing im eigenen Drittel ganz stark einen Pass der Hessen ab, schickte Ty Ronning auf den Weg, welcher seinem kongenialen Partner Liam Kirk in Szene setzte. Und wenn die beiden Ausnahmestürmer auf dem Eis sind, klingelt es meistens im Tor. So auch heute geschehen – 2:0 (36.).
Das „Duo Infernale“ sorgt weiterhin für Angst und Schrecken in der Liga. Der britische Nationalstürmer scorte saisonübergreifend im 13. Spiel in Folge. Die Eisbären können sich glücklich schätzen, dass diese beiden Spieler bei ihnen unter Vertrag sind. Denn solche Unterschiedsspieler wünscht sich jeder Trainer im Kader.

Zweites Spiel, zweiter Shutout: Goalie Jonas Neffin feiert Traumstart in Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Jonas Neffin hält Penalty und feiert zweiten Shutout im zweiten Saisonspiel

Trotz der 2:0-Führung nach 40 Minuten war von den Eisbären nochmal volle Konzentration für den Schlussabschnitt gefordert. Und Eric Hördler hätte unmittelbar nach Wiederbeginn für die Vorentscheidung sorgen können, ließ seinen Alleingang jedoch ungenutzt. Auf der Gegenseite hatten die Hausherren die große Chance auf den Anschlusstreffer, als ihnen ein Penalty zugesprochen wurde. Anthony Romano lief an, fand aber ebenfalls seinen Meister in Jonas Neffin.
Danach hatten die Eisbären das Spiel weitestgehend im Griff. Defensiv ließ man kaum noch etwas zu. Wenn doch etwas durch kam, war Neffin zur Stelle. Nach vorne versuchte man nicht mehr als nötig. So brachte man das 2:0 souverän über die Zeit und liefert damit den Beweis, dass es auch unter dem neuen Trainer Éric Dubois bereits richtig gut läuft. Mit diesem Start hätten die wenigsten Fans und Experten gerechnet, aber Sportdirektor Stéphane Richer hat schon wieder eine starke Mannschaft zusammengestellt und mit Dubois und Dan Lambert auch die richtigen Leute hinter die Bande gestellt.
Am Sonntag folgt dann die schwere Aufgabe zuhause gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Nürnberg. Aber in dieser Form und mit einem Jonas Neffin in dessen Form im Tor, könnten die Eisbären das erste Team in dieser Saison sein, welches die Franken nach 60 Minuten bezwingt.

6:5 n.P. in Köln: Neuzugang Jean-Luc Foudy entscheidet Tor-Festival in der Domstadt

Die Eisbären Berlin haben ihren ersten Auswärtssieg der neuen DEL-Saison gefeiert. Am Ende setzte man sich bei den Kölner Haien in einem verrückten Spiel mit 6:5 nach Penaltyschießen durch. Es war ein wildes Spiel mit wechselnden Führungen, in dem die Eisbären bis zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit eigentlich schon als der sichere Sieger aussahen. Doch am Ende holte man Köln wieder zurück ins Spiel, sicherte sich aber dank Jack LaFontaine und Jean-Luc Foudy den Zusatzpunkt in der Domstadt.

Bei den Eisbären gab Jean-Luc Foudy heute sein DEL-Debüt. Trainer Éric Dubois stellte ihn an die Seite von Yannick Veilleux und Markus Vikingstad. Gabriel Fontaine rückte in die Reihe zu Andreas Eder und Leo Pföderl. Eric Hördler spielte stattdessen in der vierten Reihe zusammen mit Manuel Wiederer und Tobias Krestan. Rihards Griva stand dafür nicht im Kader. Auch Mitch Reinke fehlte heute im Line-up. Alles andere blieb unverändert. Somit stand auch heute wieder Jack LaFontaine im Tor. Jonas Neffin nahm erneut als Back-up auf der Bank Platz.

Nach dem man in den ersten beiden Saisonspielen bereits auf die Straubing Tigers (Viertelfinalgegner 2026) und die Adler Mannheim (Finalgegner 2026) traf, machten die Eisbären die Serie heute komplett und trafen auf ihren letztjährigen Halbfinalgegner Köln. Die Domstädter hatten natürlich noch jede Menge Wut im Bauch, ließen doch die Hauptstädter die Kölner Meisterträume in den letzten beiden Jahren (Finale 2025/Halbfinale 2026) wie eine Seifenblase platzen. Gelang den Kölnern heute die Revanche in der Hauptrunde oder triumphierten am Ende erneut die Eisbären in der Domstadt?

Für einen Spieler war es ein sehr besonderes Spiel: Marcel Noebels traf nach zwölf Jahren in der Hauptstadt erstmals auf seinen Ex-Verein. Wie torgefährlich die ehemalige Nummer 92 ist, wissen sie in Berlin nur allzu gut. Konnten die Eisbären ihren Ex-Spieler stoppen oder schenkte Noebels seinem Ex-Verein einen Puck ein?

Traf direkt im ersten Duell gegen seinen Ex-Verein: Marcel Noebels (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Ausgerechnet Marcel Noebels trifft zum 1:1 gegen die Eisbären

49 Sekunden war die Partie alt, da tauchte Tim Fleischer alleine vor Jack LaFontaine auf. Aber der Berliner Goalie behielt in diesem Duell die Oberhand und verhinderte somit den Kölner Traumstart.
Den legten dann aber die Eisbären hin. Powerplay für die Berliner und in einer etwas unübersichtlichen Situation lag auf einmal die Scheibe im Tor. Freddy Tiffels chippte die Scheibe vor das Tor, wo Ty Ronning als Letzter am Puck war – 1:0 (4.). Im dritten Spiel das dritte Saisontor vom kleinen Wirbelwind.
Die Antwort der Domstädter ließ aber nicht lange auf sich warten. Und diese Geschichten schreibt nur der Sport: Denn ausgerechnet Marcel Noebels sorgte für den 1:1-Ausgleich. Patrick Russell mit dem Pass auf Noebels, welcher viel zu viel Zeit im Slot hatte und per Onetimer auf 1:1 stellte (8.). Noebels verzichtete aber auf einen überschwänglichen Torjubel.
Die Freude währte jedoch nur 39 Sekunden, denn dann schlugen die Eisbären wieder zurück. Ty Ronning auf Liam Kirk und der britische Nationalstürmer brachte die Eisbären wieder in Führung – 2:1 (9.). Das „Duo Infernale“ schlug also auch in der Domstadt wieder zu.
Kirk hätte im nächsten Powerplay beinahe das 3:1 nachgelegt, doch bei seinem Alleingang traf er nur das Gestänge. Im selben Powerplay fuhren die Domstädter aber auch einen Zwei-auf-eins-Konter, bei dem Ryan MacInnis das 2:2 auf dem Schläger hatte. Freddy Tiffels rettete aber im letzten Moment und klärte kurz vor der Torlinie.
In der Schlussminute gelang den Hausherren bei angezeigter Strafzeit aber dann doch der Ausgleich. Brady Austin packte einen satten Handgelenkschuss aus und stellte 36,5 Sekunden vor dem Ende auf 2:2. So stand es auch nach furiosen 20 Minuten.

Nickligkeiten gehören zum Duell Köln vs. Berlin immer dazu. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Köln geht erstmals in Führung, aber Berlin dreht das Spiel zurück

Köln begann das Mitteldrittel mit einem Powerplay und wie zu Beginn des Spiels hatte Tim Fleischer die erste dicke Chance. Diesmal nutzte er diese aber aus und brachte die Haie erstmals an diesem Abend in Führung – 3:2 (21.). 46 Sekunden waren da gerade einmal im zweiten Drittel gespielt.
Wie in der Kurpfalz hatte der Titelverteidiger eine Führung verspielt. Aber noch war genügend Zeit, um etwas Zählbares aus Köln mit nach Berlin zu nehmen. Und die Eisbären spielten auch weiterhin nach vorne, fanden aber keinen Weg vorbei an KEC-Goalie Janne Juvonen.
Den fand dann aber Markus Vikingstad, der das nächste Powerplaytor für die Eisbären erzielte. Der Norweger staubte eiskalt vor dem Tor ab und schenkte Juvonen das dritte Tor ein. Somit ging der DEL-Klassiker wieder von vorne los.
Und die Eisbären drehten das Spiel wieder zurück. Andreas Eder mit dem Schuss und dem 4:3. Da sah Janne Juvonen überhaupt nicht gut aus (36.). Kurz darauf die große Chance, erstmals an diesem Abend eine Zwei-Tore-Führung herauszuspielen, als man erneut ein Mann mehr auf dem Eis war. Doch diese Chance konnte man nicht nutzen und nahm somit nur die 4:3-Führung mit in die Kabine.

Jack LaFontaine streckte sich nach jedem Puck. (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Köln rettet sich dank furiosem Schlussspurt in die Verlängerung

Im Schlussdrittel kassierte Juvonen dann direkt das nächste krumme Gegentor. Neuzugang Foudy brachte die Scheibe aufs Tor, von Juvonen prallte sie an Juhani Tyrväinen und von dem aus ins Tor – 5:3 (42.)
Dieser Treffer zog den Haien so ein wenig den Zahn. Denn Köln tat sich in der Folge schwer, gefährliche Chancen zu kreieren. Die Eisbären waren in dieser Phase dem 6:3 näher als Köln dem 4:5.
Erst in der Schlussphase investierten die Domstädter nochmal alles, um hier das Unmögliche noch möglich zu machen. Man setzte die Eisbären stark unter Druck und kam auch zu guten Chancen. Aber Jack LaFontaine wurde zum Endgegner der Kölner und ließ sie reihenweise verzweifeln.
Als Juvonen zu Gunsten eines sechsten Feldspielers sein Tor verließ, schlugen die Hausherren aber doch noch zu. Und natürlich war es erneut Marcel Noebels, der gegen seinen Ex-Verein traf – 4:5 (58.).
Auf einmal war hier nochmal Spannung in der Lanxess Arena. Und Moritz Müller hatte kurz darauf die dicke Chance zum 5:5-Ausgleich, als er frei vorm Berliner Tor zum Abschluss kam, aber an LaFontaine nicht vorbei kam.
Kapitän Kai Wissmann nahm dann eine sehr ungünstige Strafzeit wegen Spielverzögerung, was Köln ein doppeltes Powerplay ermöglichte. Und das für satte 91 Sekunden. Diese Chance ließ sich Köln natürlich nicht nehmen und glich durch Patrick Russell tatsächlich noch aus – 5:5 (59.).
Dieser Schlussspurt der Haie sorgte für eine Verlängerung, die man bis zur 58. Spielminute nicht mehr für möglich gehalten hatte. Aber die Haie machten enormen Druck, von dem sich die Eisbären nicht mehr befreien konnten. Und da man zuvor die Entscheidung nicht erzwingen konnte, musste man sich vorerst mit einem Punkt begnügen.

In der Overtime bekam man dann aber die Chance zum Sieg auf dem Silbertablett serviert, da man ein Powerplay bekam. Und zweimal hatte man in dieser Partie ja schon mit einem Mann mehr getroffen, weshalb Trainer Éric Dubois die Auszeit nahm und Dan Lambert den Spielern letzte Anweisungen mit auf den Weg gab. Doch diese halfen nicht, denn die Haie überstanden diese Unterzahl ohne Gegentor. Da kein Treffer in den fünf Minuten fiel, kam es zum Penaltyschießen.

Erzielte im ersten DEL-Spiel direkt den Gamewinner im Penaltyschießen: Jean-Luc Foudy (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch in diesem kam es zur Verlängerung. Denn die ersten drei Schützen auf jeder Seite vergaben ihren Penalty jeweils. Erst der sechste Schütze auf Seiten der Eisbären sorgte für die Entscheidung. Und es war am Ende tatsächlich Neuzugang Jean-Luc Foudy, der als einziger Schütze seinen Penalty verwandelte. Somit sicherte er seiner neuen Mannschaft hier den wichtigen Zusatzpunkt.

3:4-Niederlage in Mannheim: Eisbären verspielen frühe 2:0-Führung und kassieren die erste Saisonniederlage

Die Eisbären Berlin haben den DEL-Klassiker bei den Adler Mannheim knapp mit 3:4 (2:2, 0:1,1:1) verloren. Trotz eines Traumstarts und einer 2:0-Führung nach 120 Sekunden, verlor man am Ende beim Erzrivalen. Am Ende waren es zu viele einfache Fehler im Spiel, ein schwaches Powerplay im Vergleich zur CHL und zu ungenaue Abschlüsse in der Offensive.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Kapitän Kai Wissmann und Stürmer Freddy Tiffels zurückgreifen. Wissmann rückte direkt wieder an die Seite von Jonas Müller. Adam Smith rückte dafür an die Seite von Brandon Davidson. Mitch Reinke war als siebter Verteidiger dabei, Moritz Kretzschmar rotierte aus dem Kader raus.
Tiffels rückte direkt in die erste Reihe zu Liam Kirk und Ty Ronning. Gabriel Fontaine rotierte aus der Reihe raus und stürmte zusammen mit Manuel Wiederer und Rihards Griva. Alles andere blieb unverändert.
Im Tor stand erneut Jack LaFontaine, Jonas Neffin saß als Back-up auf der Bank.

Es war das erste Aufeinandertreffen seit der Finalserie 2026, in der sich die Eisbären mit 4:1-Siegen durchgesetzt hatten. Im Vergleich zur Hauptrunde hatten die Berliner im Finale alle drei Auswärtsspiele gewonnen. In der Hauptrunde setzte es zwei derbe Niederlagen (1:7/5:8.) Welche Eisbären bekam man heute zu sehen: die aus den Playoffs oder die aus der Hauptrunde?

Jonas Müller eröffnete den DEL-Klassiker mit dem 1:0 nach 56 Sekunden. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Nach 120 Sekunden führen die Eisbären bereits mit 2:0 im Ufo

Furioser Start in der SAP Arena: Jonas Müller verwertete einen Zuckerpass von Ty Ronning und schoss die Scheibe ins leere Mannheimer Tor – 1:0 (1.). Ganze 56 Sekunden war die Partie gerade einmal alt gewesen.
Und es kam noch besser: 120 Sekunden waren gespielt, da traf Ty Ronning zum 2:0 (2.). Zweimal hatten die Hauptstädter auf ihren ehemaligen Goalie Jake Hildebrand geschossen, zweimal schlug es hinter ihm ein. Das hatte sich der Ex-Berliner sicherlich komplett anders vorgestellt.
Wie reagierten die Hausherren? Die schlugen nur 63 Sekunden später zurück und verkürzten durch Anthony Greco auf 1:2 (4.).
Aber nochmal zurück zu den Eisbären und dem Duo Infernale: Liam Kirk und Ty Ronning hatten schon wieder jeweils zwei Scorerpunkte eingefahren. Der britische Nationalstürmer Liam Kirk stockte sein Punktekonto damit auf bereits vier Punkte auf, Ronning auf fünf. Was für überragende Zahlen dieser beiden Ausnahmestürmer.
Danach hatten beide Mannschaften jeweils ein Powerplay. Während die Eisbären ihres nicht nutzen konnten, schlugen die Kurpfälzer zurück. Und wie sollte es in Überzahl auch anders sein: Matthias Plachta bekam die Scheibe am rechten Bullykreis und sein Onetimer schlug in der kurzen Ecke ein – 2:2 (10.).
Danach kehrte erst einmal Ruhe ein in den DEL-Klassiker nach dieser turbulenten Anfangsphase zwischen den beiden Erzrivalen. Bis zum Drittelende passierte nicht mehr fiel und so stand es 2:2 nach 20 Minuten.

Tom Kühnhackl brachte die Adler erstmals an diesem Nachmittag in Führung. (Archivfoto von Bruno Dietrich / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim dreht das Spiel gegen Berlin

Auch das zweite Drittel begann rasant. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und kamen dann schnell zu guten Abschlüssen. Doch sowohl Jake Hildebrand als auch Jack LaFontaine ließen zunächst keine weiteren Scheiben durch.
Bis zur 26. Spielminute, da spielte Max Calce einen sensationellen No-Look-Pass auf Tom Kühnhackl, der frei vor LaFontaine auftauchte und diesen eiskalt verlud – 2:3. Die Adler hatten also die Partie komplett gedreht.
Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben, Mannheim hatte aber leichte Vorteile. In der Schlussphase durften die Berliner nochmal in Überzahl ran, doch das funktionierte bis hierhin überhaupt nicht. Mannheim war in Unterzahl sogar gefährlicher als die Eisbären. Und auch die letzte dicke Chance gehörte den Hausherren. Luke Esposito tauchte frei vor LaFontaine auf, doch der neue Berliner Goalie behielt in diesem Duell die Oberhand. So nahmen die Hauptstädter einen knappen 2:3-Rückstand mit in die zweite Drittelpause.

Manuel Wiederer traf erneut. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Schütz kontert Wiederer und entscheidet das Spiel

Auch im Schlussdrittel schenkten sich beide Mannschaften nichts. Keiner will dieses Prestige-Duell verlieren, dementsprechend engagiert spielten beide Teams hier. Mannheim bekam dann die Chance zur Vorentscheidung, als sie erneut in Überzahl ran durften. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Eric Hördler setzte stark nach und erkämpfte die Scheibe, Korbinian Geibel brachte die Scheibe aufs Tor, wo Manuel Wiederer entscheidend abfälschte und seinen ehemaligen Kollegen Hildebrand düpierte – 3:3 (49.).
Aber die Reaktion der Adler ließ nicht lange auf sich warten. Kaum waren die Eisbären wieder komplett, brachte Justin Schütz Mannheim per Abstauber wieder in Führung – 3:4 nur 69 Sekunden später (50.).
Nun waren die Berliner wieder gefordert, eine Antwort auf den Rückstand zu geben. Dafür hatte man auch ein Powerplay kurz danach, aber dieses wurde überhaupt nicht gefährlich. Auch in der Folge konnte man sich nicht mehr entscheidend festsetzen und verlor somit erneut ein Auswärtsspiel in der Hauptrunde in Mannheim. Aus diesem Spiel wird man definitiv lernen und es im nächsten Spiel besser machen.

4:2 vs. Straubing: Die Eisbären starten mit einem Heimsieg in die Ära nach Serge Aubin

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #3:

Der Titelverteidiger eröffnet die neue DEL-Saison mit einem Heimsieg. Gegen die Straubing Tigers setzten sich die Eisbären Berlin knapp mit 4:2 (1:0,2:0,1:2) durch, mussten am Ende aber nochmal um die ersten drei Punkte der neuen Saison zittern. Vermeintlich souverän führte man bis rund neun Minuten vor Spielende mit 3:0, ehe Straubing daraus nochmal eine richtig enge Kiste machte. Doch Eric Mik erstickte sämtliche Straubinger Hoffnung auf etwas Zählbares im Keim.

Eisbären-Trainer Éric Dubois musste heute auf Kapitän Kai Wissmann verzichten (saß noch eine Sperre aus der letzten Saison ab), weshalb Eric Mik an die Seite von Korbinian Geibel rückte. Alles andere blieb in der Defensive unverändert.
In der Offensive änderte sich lediglich etwas in der vierten Reihe, weil Mik zurück in die Abwehr rotierte. So standen nur Manuel Wiederer und Rihards Griva in der vierten Reihe.
Im Tor vertraute Dubois Jack LaFontaine, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Alles war angerichtet für den DEL-Saisonstart: Die Eisbären Berlin empfingen die Straubing Tigers zur Neuauflage der letztjährigen Viertelfinalserie. Während die Hauptstädter in den Playoffs der Angstgegner der Niederbayern sind, waren die Tigers in der vergangenen Saison in der Hauptrunde der Angstgegner der Eisbären. Drei der vier Duelle gingen an Straubing – darunter auch beide Spiele hier in der Arena am Ostbahnhof. Setzte sich diese Serie auch in der neuen Saison fort oder konnten die Hauptstädter direkt das erste Spiel gegen Straubing für sich entscheiden?

Vor Spielbeginn wurde es aber zunächst einmal noch emotional, denn die Meisterschaft 2026 wurde gebührend gefeiert. Neben einem Video wurde natürlich wie gewohnt das bereits zwölfte Meisterbanner unter das Dach der Arena gezogen.

Der erste Torjubel der neuen DEL-Saison. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Manuel Wiederer eröffnet die neue DEL-Saison

Der Spielbeginn passte zur Stimmung in der Arena, wo beide Fanlager gegen Donnerstagsspiele protestierten. Diese sind den Fanszenen seit Jahren ein Dorn im Auge, weshalb bis zum ersten Powerbreak auf Stimmung verzichtet wurde. Die Straubinger Fans verließen sogar fast komplett den Gästeblock. Erst nach rund fünf Minuten musste Jack LaFontaine erstmals rettend eingreifen. Bis dahin war es noch recht ereignislos gewesen.
Man merkte beiden Mannschaften die Sommerpause noch so ein wenig an. Der Rost war noch nicht komplett runter und das Spiel wirkte bis hierhin sehr zäh. Immerhin kam aber nun wieder so ein wenig Eishockey-Feeling auf, als die Hartmut Nickel Kurve mit ihrem Support begann.
Die erste richtig gute Chance für die Eisbären gab es nach rund zwölf Minuten zu bestaunen. Ein schöner langer Aufbaupass, eine Ablage und Liam Kirk mit dem Schuss, doch Jakub Skarek lenkte die Scheibe über das Straubinger Tor. Kurz darauf leitete erneut ein langer Pass die nächste Chance ein, als Ty Ronning frei zum Abschluss kam. Doch auch der Berliner Torjäger konnte den neuen Straubinger Goalie nicht überwinden.
Ansonsten bestimmten vor allem Zweikämpfe das erste Drittel. Beide Teams kämpften verbissen um jede Scheibe. Doch drei Minuten vor der ersten Drittelpause fand Manuel Wiederer die Lücke in der Defensive der Niederbayern und versenkte die Scheibe im langen Eck – 1:0 (17.).
Kurz darauf hätten die Hausherren in Überzahl beinahe das 2:0 nach gelegt, doch die Tigers retteten sich mit dem knappen 0:1-Rückstand in die erste Drittelpause.

Das neue Meisterbanner hängt unter der Arena am Ostbahnhof. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Liam Kirk und Ty Ronning mischen Straubing auf

Im zweiten Drittel ging es ganz schnell. Über Jonas Müller und Ty Ronning kam die Scheibe zu Liam Kirk und der ließ sich nicht zweimal bitten – 2:0 (22.). Der britische Nationalstürmer knipste also direkt im ersten Spiel und zeigte, dass der Tor-Knoten auch mal ganz früh in der Saison platzen kann.
Die Niederbayern waren aber auf der Suche nach einer Antwort und bekamen die dicke Chance in doppelter Überzahl. Ganze 40 Sekunden war die Mannschaft von Trainer Craig Woodcroft mit zwei Mann mehr auf dem Eis und hatte das 2:1 auf dem Schläger. Doch Jack LaFontaine kratzte die Scheibe mit dem Schläger in letzter Sekunde von der Linie. Was für ein Save, der ihm natürlich viel Applaus von den Rängen einbrachte.
Und Straubing durfte direkt danach nochmal für 41 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren. Schwierige Phase für den DEL-Rekordmeister, der aber mit allem verteidigte, was ihm zur Verfügung stand. Dazu wuchs Neuzugang Jack LaFontaine im Tor über sich hinaus und strahlte dabei eine unglaubliche Ruhe aus. Ohne Gegentor kamen die Eisbären aus diesem Unterzahlspiel raus – überragend!
Dafür nutzten die Hauptstädter ihre Chancen. Zwei-auf-eins-Konter von Liam Kirk und Ty Ronning, Letzterer erhöhte schlussendlich auf 3:0 (37.). Gegen diese beiden Top-Stürmer sieht jede DEL-Defensive alt aus, wenn sie Tempo aufnehmen. Mit dieser beruhigenden Führung ging es anschließend in die Kabinen.

Weiß auch in der neuen Saison wo das Tor steht: Ty Ronning (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Straubing macht es am Ende nochmal spannend

Im Schlussdrittel waren die Eisbären zunächst nicht nur auf Verwalten des Ergebnisses aus, sondern spielten weiterhin offensiv nach vorne. Defensiv ließ man nach wie vor nur wenig von den Gästen zu. Wenn doch ein Schuss durch kam, konnte man sich auf Jack LaFontaine verlassen, der ein mehr als gelungenes DEL-Debüt feierte.
Dennoch wurde es nichts mit einem Shutout, da Adrian Klein sich zu einfach vor das Tor spielen konnte und zum 3:1 verkürzte (51.). Wurde es hier nun also doch nochmal spannend? Die Chance für die Tigers war jedenfalls da, als man in der Schlussphase für etwas mehr als eine Minute ein Powerplay hatte. Aber die Berliner überstanden auch diese Unterzahl ohne Gegentor.
Dennoch musste man hier tatsächlich nochmal zittern. 3:48 Minuten vor dem Ende des Spiels gelang den Niederbayern das 3:2 durch Stefan Loibl (57.). Für ihre Passivität in dieser Phase wurden die Eisbären eiskalt bestraft.
Doch 68 Sekunden vor dem Ende des Spiels nutzte Eric Mik das leere Straubinger Tor zur Entscheidung aus – 4:2 (59.). Damit feierten die Berliner ein am Ende verdienten Heimsieg gegen die Tigers, der nur am Ende nochmal kurz ins Wanken geriet.