3:2 in München! Die Eisbären verpatzen das erste Drittel, doch drehen das Spiel dank starker 40 Minuten

Die Eisbären Berlin haben ein Ausrufezeichen in der PENNY DEL gesetzt: Der zuletzt wankende Titelverteidiger gewann sein Auswärtsspiel bei Red Bull München mit 3:2 (0:1,2:0,1:1) und feierte damit den zweiten Sieg in Serie. Nach einem schwachen ersten Drittel setzte man sich in der Kabine zusammen, wie Freddy Tiffels nach dem Spiel bei Magenta Sport sagte und meinte, dass es so nicht weitergehen darf. Gesagt, getan! Die Eisbären kamen wie verwandelt aus der Kabine und spielten fortan starke 40 Minuten, für die man sich mit drei Punkten am Oberwiesenfeld belohnte.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte nur seine Verteidiger-Pärchen im Vergleich zum Heimsieg gegen Augsburg am Sonntagnachmittag. Jonas Müller verteidigte zusammen mit Eric Mik, Markus Niemeläinen mit Mitch Reinke und Korbinian Geibel mit Adam Smith. Im Tor stand auch heute wieder Jonas Stettmer und die vier Offensivreihen blieben zusammen.

Für die Eisbären ging es heute darum, endlich eine Siegesserie zu starten. Beim 6:3-Heimsieg gegen Augsburg sah man wieder die zwei Gesichter der Eisbären. Man wartet nach wie vor darauf, dass man Konstanz in sein Spiel bringt und dieses über 60 Minuten durchzieht. Klappte das heute am Oberwiesenfeld oder folgte die achte Niederlage in den letzten elf Spielen?

Jonas Stettmer bekam im ersten Drittel einiges zu tun, hielt seine Mannschaft aber stark im Spiel. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Von Beginn an war es eine hart umkämpfte Partie zwischen München und Berlin. Beide Teams hatten ihre Phasen in der offensiven Zone. Bedingt durch das erste Powerplay hatten die Hausherren aber mehr vom Spiel. Wenn es fortan gefährlich wurde, dann vor dem Tor der Eisbären. Daher verwunderte das 1:0 in der Schlussphase auch nicht. Nach einem gewonnenen Bully ging es ganz schnell und Jeremy McKenna sorgte für die verdiente Führung der Gastgeber (17.). Für die Eisbären ging es fast schon zu schnell.
Die Defensive wirkte ein ums andere Mal sehr wackelig im ersten Drittel, was München zu Chancen einlud. Die Hausherren setzten die Eisbären auch immer wieder durch ihr aggressives Forechecking unter Druck, womit die Berliner ihre Probleme hatten. Mit dem 0:1 konnten die Eisbären sehr gut leben.

Er trifft und trifft und trifft: Liam Kirk (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Ins zweite Drittel fanden die Eisbären besser rein und versuchten auch Druck auf das Münchner Tor zu entfachen. Jetzt waren die Berliner die Mannschaft, die ein aggressives Forechecking spielten und den Gegner damit im Spielaufbau vor Probleme stellten. Die Eisbären gewannen die meisten Zweikämpfe zu Beginn des Mitteldrittels und arbeiteten am Ausgleich.
Mit zunehmender Spieldauer wurden die Chancen auch zwingender. Liam Kirk tauchte frei vor Simon Wolf auf, scheiterte aber am jungen Münchner Goalie. Wenig später traf Leo Pföderl nur das Außennetz. Wenig später belohnten sich die Berliner aber und glichen zum 1:1 aus (31.). Liam Kirk leitete den Angriff von hinten selbst ein und schloss ihn vorne am Ende stark ab. Ein überragender Angriff über Kirk, Eric Mik und Freddy Tiffels.
München kam danach zwar etwas besser rein ins zweite Drittel, doch eine Antwort konnten die Hausherren nicht geben. Dafür legten die Eisbären durch Lean Bergmann nach. Sein erster Schuss ging am Tor vorbei, sprang aber auf der anderen Seite wieder vor das Tor, wo er seinen eigenen Rebound verwertete – 2:1 (38.). Starkes Tor von Lean!

Les Lancaster ärgerte seinen Ex-Verein und erzielte den Gamewinner in München. (Foto von City-Press GmbH Bildagentur)

Das letzte Drittel blieb hart umkämpft. München wollte den Ausgleich erzielen, aber die Eisbären machten ihnen das Vorhaben enorm schwer, weil sie defensiv sehr kompakt standen und wenig abgaben. Und vorne traf man unmittelbar nach einem gewonnenen Bully durch Les Lancaster – 3:1 (50.). Ein Treffer gegen seinen Ex-Verein, der ihn nicht lizenzieren wollte. Lancaster gab darauf die richtige Antwort!
Auch als München in Überzahl war, schafften es die Eisbären, die defensive Zone weitestgehend zuzumachen und es den Hausherren somit so schwer wie möglich zu machen. Einzig Torschütze McKenna hatte eine gute Chance, welche er jedoch nicht nutzen konnte.
Rund drei Minuten vor dem Ende sorgte Freddy Tiffels für die vermeintliche Entscheidung, da aber Leo Pföderl die Scheibe per Handpass auf Tiffels spielte, wurde dem Treffer vollkommen zurecht die Anerkennung verweigert. So blieb München noch die Hoffnung, aber die Zeit lief den Hausherren mehr denn je davon.
Als Münchens Trainer Oliver David seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zog, verkürzte München durch Brady Ferguson auf 2:3 (60.). 40,4 Sekunden waren da noch auf der Uhr und die Hoffnung bei den heimischen Fans wieder da. Aber die Eisbären brachten das 3:2 über die Zeit und feierten den zweiten Sieg in Folge.
Ein Sieg, mit dem man nach dem ersten Drittel noch nicht rechnen konnte. Aber ab dem zweiten Drittel war das ein starker Auftritt der Eisbären, die München im zweite Drittel nicht zur Entfaltung kommen lassen haben und am Ende durch eine starke Defensivleistung sich den Sieg auch verdienten. Mit diesen drei Punkten bleibt man am sechsten Platz und der direkten Viertelfinal-Qualifikation dran.

5:2-Heimsieg gegen Nürnberg: Die Eisbären zeigen eine starke Reaktion und beenden die Niederlagenserie

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #26:

Die Eisbären Berlin haben eine Reaktion nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gezeigt und einen 5:2-Kantersieg gegen die Nürnberg Ice Tigers gefeiert. Der DEL-Rekordmeister brillierte mit tollen Spielzügen in der Offensive und überzeugte mit starker Defensivarbeit. Darauf muss man in den nächsten Spielen aufbauen und vor allem daran anknüpfen, um die lang ersehnte Siegesserie zu starten. Mit Bremerhaven wartet am Dienstag bereits der nächste direkte Konkurrent, wo ein Sieg sehr wichtig wäre

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up im Vergleich zum Heimspiel gegen Wolfsburg nur minimal. Eric Mik verteidigte an der Seite von Korbinian Geibel, Les Lancaster zusammen mit Adam Smith. In der Offensive tauschten Blaine Byron und Markus Vikingstad die Reihen. Byron rückte als Center in die Reihe zu Jean-Sébastien Dea und Marcel Noebels, Vikingstad in die Reihe zu Yannick Veilleux und Eric Hördler. In der vierten Reihe kehrte Matej Leden zurück in den Kader und stürmte an der Seite von Lean Bergmann und Andreas Eder.

Für die Eisbären ging es heute darum, den Worten endlich Taten folgen zu lassen. Die Top-5 scheinen unerreichbar, stattdessen ist der Vorsprung auf die Teams hinter den Berliner zusammen geschrumpft und der heutige Gegner Nürnberg nur noch vier Zähler entfernt. Daher war diese Partie heute besonders wichtig, da man mit einem Sieg einen direkten Konkurrenten auf Abstand halten konnte. Bei einer Niederlage wäre der Vorsprung aber nur noch ein Punkt. Und generell wäre es für das Selbstvertrauen wichtig, nach vier Niederlagen in Serie mal wieder einen Sieg zu holen.

Les Lancaster nach seinem ersten Tor im Trikot der Eisbären Berlin. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Vor dem Spiel wurde erst einmal noch Verteidiger Marco Nowak nach 713 DEL-Spielen verabschiedet. Die ehemalige Nummer acht wechselt bekanntlich in die Geschäftsstelle der Eisbären. Herzlichen Glückwunsch zu einer einmaligen Karriere Marco und viel Erfolg bei deiner neuen Aufgabe!
Die Eisbären hatten sich viel vorgenommen für dieses Spiel und kamen druckvoll aus der Kabine. Dennoch merkte man in den Angriffen, dass derzeit das Selbstvertrauen fehlt, was nicht verwunderlich ist. Eric Hördler hatte nach rund vier Minuten die erste Top-Chance, als er alleine auf Niklas Treutle zu fuhr, ihn aber nicht überwinden konnte. Wenige Sekunden später Gewühl vor dem Nürnberger Tor und am Ende war es Verteidiger Les Lancaster, der mit dem 1:0 sein erstes Tor im Eisbären-Trikot erzielte (4.).
Die dezimierte Nürnberger Mannschaft hatte sichtbar Probleme mit der druckvollen Spielweise der Berliner. Das führte am Ende auch zur ersten Strafzeit der Partie und somit dem ersten Powerplay, welches die Hausherren nach gerade einmal sechs Sekunden nutzen konnten. Liam Kirk erhöhte auf 2:0 (7.).
Traumstart der Eisbären, welche die erhoffte Reaktion auf das Spiel gegen Wolfsburg zeigten. Danach tauchten aber auch die Franken erstmals vor dem Tor von Jake Hildebrand auf, wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Nach einer Schlägerei zwischen Evan Barratt und Blaine Byron hatten die Gäste aber ihr erstes Powerplay, da Byron zusätzlich zwei Minuten wegen Stockschlags kassierte. Aber das Penalty Killing der Hauptstädter funktionierte sehr gut und so überstand man die erste Unterzahl ohne große Probleme.
Die Brisanz der Partie merkte man an den vielen Nickligkeiten nach Abpfiff. Marcus Weber und Lean Bergmann waren die nächsten Spieler, die aneinander gerieten. Die Eisbären nahmen eine 2:0-Führung mit in die Kabine, aber auch die Erkenntnis, dass noch nicht alles wieder rund läuft. Aber der erste Schritt war gemacht.

Zwischendurch wurde es auch ruppig zwischen Berlin und Nürnberg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Im Mitteldrittel legte Freddy Tiffels das 3:0 nach. Er schnappte sich die Scheibe an der blauen Linie, fuhr auf Treutle zu und ließ ihn klasse aussteigen. Starkes Tor von der Nummer 95 (23.)!
Die Berliner hatten hier alles im Griff. Nürnberg hatte große Probleme mit der Spielweise der Eisbären und war zumeist einen Schritt langsamer als die Berliner. Wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Nürnberger Tor. Die Offensive der Eisbären kreierte gefährliche Chancen, während die Defensive hinten sehr kompakt stand und wenig Lücken ließ.
Als Nürnberg in Überzahl war, hätten sie mal für Entlastung sorgen können, aber die Berliner fuhren den Konter, zogen in diesem eine Strafzeit für Nürnberg und hatten durch Liam Kirk sogar die Chance zum Shorthander, welchen man jedoch nicht nutzen konnte. Man hatte aber noch 90 Sekunden Powerplay, nachdem man wieder komplett war. Man ließ die Scheibe zwar gut laufen, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss.
Rund fünf Minuten vor dem Ende erhöhten die Gastgeber dann aber auf 4:0. Blaine Byron scheiterte noch, aber Jean-Sebastien Dea drückte die Scheibe über die Linie (35.).
Genau so ein Spiel braucht es in so einer Phase mal, wo man sich den Frust von der Seele schießen und neuen Selbstvertrauen tanken kann. Dennoch muss man es richtig einschätzen und berücksichtigen, dass Nürnberg nur mit drei Reihen gespielt hat. Und trotzdem muss man seine Chancen dann erst einmal nutzen.
Nutzen war auch das Stichwort für Nürnberg, die im Powerplay auf 4:1 verkürzten. Owen Headrick hatte die Scheibe an der blauen Linie für Evan Barratt liegen lassen und der schlenzte sie ins Tor – 4:1 (37.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die Kabine, die Eisbären nahmen zudem noch 66 Sekunden Powerplay mit ins letzte Drittel.

Jean-Sébastien Dea feiert das Tor zum 4:0. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Kapital konnte man daraus aber nicht schlagen. Trotz der souveränen Führung hieß es weiterhin, die Konzentration hochzuhalten. Das taten die Berliner einmal nicht, vertändelten vor dem eigenem Tor die Scheibe, was Nürnberg eine gute Chance bescherte. Jake Hildebrand war aber hellwach und parierte den Nürnberger Schuss.
In der 45. Spielminute beseitigten die Eisbären auch die letzten Zweifel am heutigen Sieg. Liam Kirk traf bereits zum zweiten Mal an diesem Abend – 5:1. Kurz darauf hatten die Eisbären beste Chancen in Überzahl für Treffer Nummer sechs, aber Niklas Treutle hatte etwas dagegen.
Die Partie plätscherte danach so vor sich hin, bis fünf Minuten vor dem Ende. Da verkürzte Greg Meireles für die Gäste auf 5:2, was den Nürnberger Anhang nochmal kurz aufweckte, denn die waren inzwischen komplett verstummt und verfolgten das Geschehen regungslos im Gästeblock. Manche Fans hatten diesen aber auch schon vorher verlassen. Nach dem Treffer gab es dann aber doch nochmal Gesänge von den Fans der Franken.
Die Eisbären-Fans feierten derweil den Heimsieg ihrer Mannschaft und somit einen versöhnlichen Ausklang aus dem Heimspieljahr 2025. In den folgenden Spielen gilt es nun daran anzuknüpfen.