5:3-Auswärtssieg! Die Eisbären feiern in Ingolstadt den vierten Sieg in Folge

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #12:

Die Eisbären Berlin bleiben weiterhin in der Erfolgsspur: Am Freitagabend gewann man das Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt mit 5:3 (1:1,2:2,2:0) und feierte damit den vierten Sieg in Folge. Insgesamt war es der elfte Saisonsieg im 13. Saisonspiel. Diese Mannschaft ist einfach unglaublich! Aber auch heute hat man wieder gesehen, dass die Mannschaft ihr Spiel über die volle Spielzeit abrufen muss, um erfolgreich zu sein. Denn wenn man nur ein paar Prozent nachlässt, holt man den Gegner zurück ins Spiel.

Eisbären-Trainer Éric Dubois veränderte sein Line-up im Vergleich zum Sieg in Schwenningen nicht. Somit stand zum zweiten Mal in Folge Jack LaFontaine im Tor, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank saß.

Traf heute auf seinen Ex-Verein: Eisbären-Trainer Éric Dubois (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären trafen mit Ingolstadt auf eine Mannschaft, welche sich nach einem schwachem Saisonstart zuletzt gefangen hatte und mit Jonas Stettmer einen ehemaligen Eisbären im Tor zu stehen hatten. An die Saturn-Arena hatten die Berliner derweil keine so guten Erinnerungen, verlor man doch in der vergangenen Saison beide Spiele bei den Schanzern.

Auch für Jonas Stettmer war es ein besonderes Spiel, traf er doch auf seinen Ex-Verein. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Berlin hadert mit der Chancenverwertung

Vom ersten Bully an war es eine Partie, die von sehr hohem Tempo geprägt war. Was aber an beiden Mannschaften lag, denn sowohl Ingolstadt als auch Berlin waren offensiv ausgerichtet. Ingolstadt ließ in der Anfangsphase direkt ein Powerplay ungenutzt. Danach erhöhten die Berliner immer mehr das Tempo und spielten die Hausherren zwischendurch gefühlt schwindelig. Mit ihrem aggressiven Forechecking setzten die Eisbären die Panther immer wieder unter Druck.
Und so war es nur eine Frage der Zeit, ehe die Eisbären in Führung gehen würden. Liam Kirk sah Leo Pföderl am langen Pfosten stehen und bediente ihn. Die Nummer 93 sagte „Danke“ und überwand seinen ehemaligen Teamkollegen Stettmer – 1:0 (12.).
Die Sicherheit, mit der die Eisbären am Puck agierten, war schon sehr schön anzusehen. Wie man durch das Angriffsdrittel wirbelte und die Scheibe laufen ließ. Ingolstadt wussten zwischendurch gar nicht, wie ihnen geschieht. Dabei erspielten sich die Berliner auch gute Torchancen, welche man aber nicht verwerten konnte. Weil dort eben mit Jonas Stettmer auch ein Top-Goalie im Tor stand.
Und was passiert, wenn du die Dinger vorne nicht machst? Dann klingelt es im eigenen Tor. Emil Wasenden probierte es einmal, blieb aber an Leo Pföderl hängen. Er probierte es ein zweites Mal und dabei kam ihm zu Gute, dass die Verteidiger und LaFontaine aus der Position waren und er so zum 1:1 traf (20.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Jack LaFontaine streckte sich vergebens und konnte das 3:3 nicht verhindern. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Erst dominieren die Eisbären, dann kommt Ingolstadt zurück

Die Eisbären kamen hoch motiviert aus der Kabine und drängten auf den erneuten Führungstreffer. Doch Ingolstadt wehrte sich mit allem, was sie zur Verfügung hatten. Doch dann blitzte die Klasse des Ausnahmestürmers Ty Ronning auf. Er setzte nach, holte die Scheibe, spielte unter Bedrängnis den Pass auf Manuel Wiederer und der sorgte für die 2:1-Führung (28.).
Die Eisbären nutzten den Rückenwind und legten nur zwei Minuten später das dritte Tor nach. Jean-Luc Foudy schaute Jonas Stettmer eiskalt aus und erhöhte auf 3:1 (30.).
Danach lassen beide Teams jeweils ein Powerplay liegen, doch Ingolstadt holte das Momentum auf seine Seite. Kaum war Riley Sheen zurück von der Strafbank, leitete er den Konter ein, hatte das Auge für Abbott Girduckis, der die Hoffnung nach Ingolstadt zurück brachte – 2:3 (35.).
Die Eisbären sind in jener Phase von ihrem Spiel abgekommen, während Ingolstadt nun neue Hoffnung witterte. Und das nächste Powerplay nutzten die Schanzer in ihrer starken Phase auch aus. Riley Barber zielte ganz genau und stellte auf 3:3 (39.).
So stand es nach zwei Dritteln weiterhin Unentschieden, obwohl es nach 30 Minuten nicht wirklich danach aussah. Zu dominant waren die Eisbären, jedoch haderte man mit seiner Chancenverwertung. Ingolstadt gab sich nicht auf und holte das Momentum zurück auf seine Seite.

Erzielte endlich sein erstes Saisontor: Eric Hördler (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Eric Hördler mit dem Gamewinner

Im Schlussdrittel waren beide Teams darauf bedacht, defensiv kompakt zu stehen und nicht zu viele Räume zu geben. Das klappte auch ganz gut – bis zur 49. Spielminute. Da kam Eric Hördler an die Scheibe und tankte sich ganz stark vor das Tor, wo er sein Solo erfolgreich mit dem 4:3 abschloss. Das erste Saisontor für den Youngster, dessen Erleichterung beim Jubel deutlich zu sehen war.
Nun waren die Hausherren wieder gefordert, wollten sie dieses Spiel nicht verlieren. Und die Mannschaft von Mark French versuchte nochmal alles. Auszeit und Goalie raus und zwei Minuten vor dem Ende tobte die Saturn Arena. Ingolstadt hatte zum vermeintlichen 4:4 getroffen, welches jedoch nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde, da LaFontaine von Daniel Schmölz behindert wurde.
Nachdem die Berliner den Schock verdaut hatten, sorgte Freddy Tiffels in der Schlussminute für die endgültige Entscheidung und den 5:3-Auswärtssieg seiner Mannschaft (60.).
Am Ende gewann man ein Spiel, in dem man gesehen hat, dass die Eisbären nur sehr schwer zu stoppen sind, wenn sie ihr Spiel konsequent auf das Eis bringen. Und zwar enorm schnell und einen aggressiven Forecheck spielen. Damit wirbelt man die gegnerischen Abwehrreihen nur so durcheinander und erspielt sich jede Menge Chancen. Bei besserer Chancenverwertung hätte das Spiel auch schon früher entschieden sein können. Wenn man dann aber mal ein paar Prozent nachlässt, holt man den Gegner zurück ins Spiel und muss wieder um die Punkte zittern.

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