5:2 gegen Iserlohn: Les Lancaster glänzt mit Doppelpack beim Arbeitssieg gegen die Roosters

WalkersBaerenNews 2025/2026Ausgabe – #32:

Die Eisbären Berlin haben die erhoffte Reaktion gezeigt und ihr Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters mit 5:2 gewonnen. Komplett fehlerfrei war es zwar immer noch nicht, aber es war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Denn man hat die Tore zu den richtigen Zeitpunkten erzielt. Allen voran Les Lancaster, der heute seine Torgefahr unter Beweis gestellt hat. An diese Leistung gilt es nun in den nächsten Spielen anzuknüpfen und dabei die Fehler weiter zu minimieren.

Im Vergleich zum letzten Spiel blieben heute Eric Mik und Jean-Sébastien Dea draußen. Dafür kehrten Les Lancaster und Jonas Müller zurück ins Line-up. Trainer Serge Aubin rotierte einmal komplett durch. In der Defensive spielten Kai Wissmann/Jonas Müller, Mitch Reinke/Korbinian Geibel sowie Adam Smith und Markus Niemeläinen zusammen.
In der Offensive bildeten Lean Bergmann, Andreas Eder und Liam Kirk die erste Reihe. Ty Ronning, Leo Pföderl und Marcel Noebels standen in der zweiten Reihe. Die dritte Reihe bestand aus Frederik Tiffels, Markus Vikingstad und Yannick Veilleux. Und in der nominell vierten Reihe stürmten Les Lancaster, Manuel Wiederer und Eric Hördler.
Im Tor stand erneut Jonas Stettmer, während Lennart Neiße wieder als Back-up auf der Bak saß.

Für die Eisbären war es das nächste wichtige Spiel im Kampf um Platz sechs. Nach der enttäuschenden Leistung am Mittwoch gegen Straubing wurde heute eine Reaktion der Mannschaft erwartet. Trainer Serge Aubin hatte gefordert, dass seine Mannschaft über die volle Spielzeit ihre Leistung abrufen muss und nicht nur für ein paar Minuten oder ein Drittel. Gab es die Reaktion gegen Iserlohn oder folgte der nächste ernüchternde Auftritt der Eisbären?

Es war die erwartet hart umkämpfte Partie zwischen den Eisbären und Iserlohn. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären waren von Beginn an bemüht und setzten sich auch immer mal wieder im Angriffsdrittel fest. Dort lief die Scheibe auch durchaus gut, aber im Abschluss mangelte es noch an der Genauigkeit. Doch man wusste die Defensive der Roosters gut zu beschäftigen. Iserlohn sorgte aber bei seinen Vorstößen auch immer mal wieder für Gefahr. Auf die erste Top-Chance der Partie mussten die Fans aber dennoch warten.
Im ersten Powerplay der Partie sorgten die Hausherren für gute Abschlüsse und belohnten sich am Ende mit der Führung. Die Eisbären ließen die Scheibe gut laufen und am Ende hämmerte Marcel Noebels seinen Onetimer ins Iserlohner Tor – 1:0 (17.).

Die Sauerländer hätten unmittelbar nach dem Rückstand antworten können, denn nun waren die Gäste vom Seilersee ein Mann mehr. Aber die Eisbären ließen nichts zu und überstanden die erste Unterzahl schadlos. Doch nur wenige Sekunden später kassierte man doch den Ausgleich. Man hatte Christian Thomas am langen Pfosten vergessen und der sagte artig „Danke“ – 1:1 (20.). Der Nackenschlag zum Drittelende, denn mit dem Unentschieden ging es anschließend in die erste Drittelpause.

Iserlohns Goalie Andreas Jenike bekam einiges zu tun. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Das zweite Drittel begann mit einem schnellen Kontertor von Torjäger Liam Kirk. Der kam mit Speed über links ins Drittel und zog dann trocken ab. Andreas Jenike im Iserlohner Tor konnte der Scheibe nur noch hinterherschauen – 2:1 (22.).
Die Eisbären blieben auch danach am Drücker und wollten direkt das dritte Tor nachlegen. Iserlohns Goalie bekam nun einiges zu tun. Defensiv mussten die Eisbären einmal aufpassen und hatten letztendlich Glück bei einer Iserlohner Chance.
Nach dem Powerbreak durften die Eisbären erneut in Überzahl ran, aber diesmal konnte man es nicht nutzen und diesmal merkte man auch, warum man in dieser Disziplin auf dem letzten Platz ist. Eigentlich unverständlich bei der ganzen Qualität im Kader der Berliner.
Rund sechs Minuten vor dem Ende herrschte wieder mal Chaos vor dem Berliner Tor, in dessen Folge Iserlohn zur XXL-Chance zum Ausgleich kam. Zum Glück ging die Scheibe aber nur an die Latte.
In der Schlussphase durften beide Mannschaften nochmal in Überzahl ran. Die Eisbären ließen die Scheibe sehr gut laufen, verpassten aber immer wieder den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss. Auch Iserlohn ließ die Scheibe gut laufen, fand aber keinen Weg an Jonas Stettmer vorbei. So nahmen die Hausherren eine knappe 2:1-Führung mit in die Kabine.

Les Lancaster, hier im Zweikampf vor dem Tor, traf gegen Iserlohn doppelt.(Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im letzten Drittel erwischten die Eisbären den Traumstart. Der stürmende Verteidiger Les Lancaster hämmerte die Scheibe ins Iserlohner Tor und sorgte für eine erleichternde 3:1-Führung (42.).
Beruhigend war sie dennoch nicht, denn Iserlohn verkürzte nur wenige Augenblicke später in Überzahl auf 3:2. Colin Ugbekile war am Ende der Torschütze (44.).
So blieb die Partie spannend und beide Teams investierten nochmal alles. Die Eisbären hätten kurz vor dem Powerbreak für die Vorentscheidung sorgen können, doch den Drei-auf-eins Konter spielte man zu schlampig zu Ende. Der Pass von Noebels auf Ronning war zu ungenau, weshalb die Nummer neun den Schuss nicht im Iserlohner Tor unterbringen konnte.
Aber die Eisbären hatten ja heute Les Lancaster, der erneut den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herstellte – 4:2 (51.). Ob man sich in München bereits ärgert, ihn nicht lizenziert zu haben?
In der Folge durften beide Mannschaften nochmal ihr Powerplay üben, wo beide Teams zu den schlechtesten der Liga gehören. Auch wenn beiden Mannschaften heute ein Treffer mit einem Mann mehr gelungen ist. Ein zweiter Treffer blieb beiden Teams in den Überzahlspielen zum Ende der Partie verwehrt.
Iserlohn riskierte am Ende nochmal alles – Auszeit und Goalie raus. Doch das nutzten die Hauptstädter zur endgültigen Entscheidung. Mit der Schlusssirene versenkte Markus Vikingstad die Scheibe im verwaisten Iserlohner Tor – 5:2 (60.). Danach war Schluss und die Erleichterung sichtbar zu spüren. Zumal Bremerhaven und Wolfsburg erneut für die Eisbären gespielt haben. Die Eisbären haben aktuell nur noch einen Zähler Rückstand auf den Sechsten Bremerhaven. Und die Pinguins sind am Sonntag der nächste Gegner. 

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.