Auf der Suche nach der Form: Eisbären am Wochenende in Bremerhaven und gegen Nürnberg

Dreizehn Spiele sind in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolviert und der letztjährige Vizemeister Eisbären Berlin hängt weiterhin im Mittelmaß der Tabelle fest und hinkt damit den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Sieben Siege feierte die Mannschaft von Chefcoach Clément Jodoin bisher, wovon drei allerdings erst nach Verlängerung oder Penaltyschießen gelangen. Mit 18 Punkten ist man aktuell Tabellenneunter und hat bereits zwölf Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Adler Mannheim. Weil die Eisbären es derzeit kaum schaffen, mal eine Siegesserie zu starten, was daran liegt, dass man es aktuell auch nicht schafft, konstant über 60 Minuten gutes und vor allem diszipliniertes Eishockey zu spielen.

Den nächsten Versuch, eine Siegesserie zu starten, unternehmen die Berliner am Wochenende, wenn man am Freitagabend beim Tabellenachten Fischtown Pinguins Bremerhaven zu Gast ist (Bully: 19:30 Uhr) und am Sonntag daheim auf den Tabellenzwölften Thomas Sabo Ice Tigers trifft (Bully: 19:00 Uhr). Da sollten, wenn möglich, schon zwei Siege her, will man den Anschluss an die oberen Plätze nicht aus den Augen verlieren. Nur einfach werden diese beiden Aufgaben nicht werden.

Der morgige Gegner Bremerhaven steht aktuell einen Punkt und einen Platz besser als die Eisbären da und ist zudem die drittbeste Heimmannschaft der DEL. Bremerhaven sollte man einfach nicht unterschätzen, auch nicht im dritten DEL-Jahr. Trainer Thomas Popiesch hat da eine klasse Mannschaft zusammen, die in der Lage ist, an guten Tagen jedes Team zu schlagen. Die Eisbären sollten da hoch konzentriert zu Werke gehen, so wenig Fehler wie möglich machen und sich die ihn bietenden Chancen vorne eiskalt nutzen. Und zudem sollte man von der Strafbank fern bleiben, denn dass man keine Spiele auf der Strafbank gewinnt, sollten die Hauptstädter sicher schon gemerkt haben.
Beide Teams treffen zum fünften Mal in Bremerhaven aufeinander. Nachdem die Pinguins zunächst die ersten beiden Duelle gewannen, setzten sich zuletzt zweimal die Berliner durch.

Am Sonntag kommt es dann zur Neuauflage des letztjährigen Halbfinales zwischen den Eisbären und den Thomas Sabo Ice Tigers. Von einem möglichen Halbfinale in dieser Saison sind beide Mannschaften leistungstechnisch aktuell meilenweit entfernt. Die Franken sind da noch ein Stück weit schlechter dran als die Eisbären, haben zudem auch schon ihren Trainer gewechselt. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist man in Nürnberg also alles andere als zufrieden, da kommt der Auswärts-Trip in die Hauptstadt vielleicht gerade richtig. Denn von den letzten fünf Auswärtsreisen an die Spree nahmen die Franken immer mindestens einen Zähler mit ins Frankenland.

Die Eisbären können auf Stürmer Marcel Noebels wieder zurückgreifen, der seine Erkältung auskuriert hat. Goalie Maximilian Franzreb wird dagegen weiterhin für Kooperationspartner Lausitzer Füchse auflaufen, somit ist Konstantin Kessler erneut Back-up hinter Goalie Kevin Poulin. Weiterhin fehlen den Eisbären sechs Leistungsträger.

Trainer Clément Jodoin mit einem Blick auf das morgige Gastspiel in Bremerhaven (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 25.10.2018):

Wir spielen morgen gegen eine gute Mannschaft, die oft mit vier Spielern offensiv Druck ausübt und den Puck im gegnerischen Drittel schnell laufen lassen kann. Wir müssen gut backchecken und gut Eins gegen Eins in unserer Zone auftreten. Für unsere Mannschaft wird es wichtig sein, konsequent in allen drei Zonen des Eises bei 5 gegen 5 zu spielen und unser Powerplay zu nutzen.

Das Powerplay nutzen tun sie in dieser Saison bisher sehr gut, haben die Berliner doch schon 14 Tore in Überzahl erzielt und sind somit das beste Team in Überzahl. Aber allein daran merkt man schon, woran es bei den Eisbären in dieser Saison akut mangelt, nämlich an Toren bei 5-gegen-5 auf dem Eis. Denn da erzielten die Eisbären nur ganze sechs Treffer mehr (20 Tore). Die Eisbären sollten es also endlich hinbekommen, auch bei 5-gegen-5 auf dem Eis wieder Torgefahr zu entwickeln, sonst wird es schwer, Spiele auf Dauer zu gewinnen.

Der Kader der Eisbären Berlin für das Auswärtsspiel bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven am 26.10.2018:

Tor:

Kevin Poulin, Konstantin Kessler

Abwehr:

Maximilian Adam, Mark Cundari, Danny Richmond, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer, Frank Hördler

Angriff:

Brendan Ranford, Charlie Jahnke, Vincent Hessler, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Jonas Müller, Thomas Oppenheimer, Mark Olver, Jamie MacQueen (alle verletzt)

Für das DNL-Team, Weißwasser oder Hamburg im Einsatz:

Maximilian Franzreb, Tobias Ancicka, Jake Ustorf, Thomas Reichel, Cedric Schiemenz, Lukas Reichel