Auftakt in die Auswärtsserie: Eisbären mit erstem von zwei Doppel-Auswärtsspiel-Wochenenden

Bis die Eisbären Berlin wieder auf dem heimischen Eis der Mercedes-Benz Arena antreten dürfen, dauert es noch ganze zwölf Tage. Vorher müssen die Berliner gleich vier Spiele in Folge auswärts antreten. Was aber sicherlich nicht so schlimm ist, sind die Hauptstädter mit zwölf Siegen aus 19 Spielen doch die beste Auswärts-Mannschaft der Liga. Den Auftakt der vier Spiele andauernden Auswärtsserie bildet das kommende Wochenende mit Spielen beim ERC Ingolstadt und den Adler Mannheim. Was sicherlich nicht einfach wird, kämpfen doch beide Mannschaften noch um enorm wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-/Pre-Playoff-Plätze.

Dennoch gehen die Eisbären als Favorit in beide Spiele, steht man doch derzeit auf Platz Drei der Tabelle, während Ingolstadt als Neunter und vor allem Mannheim als Zwölfter den eigenen Erwartungen meilenweit hinterher hinken. Zwar nehmen die Eisbären jeden Gegner in der Liga ernst, verstecken muss man sich aber vor keinem Gegner, wie Stürmer Martin Buchwieser sagt (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 11.01.2018):

Wir müssen in den beiden Auswärtsspielen so auftreten wie in den Spielen zuletzt, mutig
nach vorne, aber gleichzeitig sehr gut in der Defensive, dann brauchen wir uns vor keinem
Gegner verstecken. Mannheim spielt ein körperbetonteres Eishockey, Ingolstadt kommt mehr über die Geschwindigkeit. Beide werden aber, auch aufgrund ihres Saisonverlaufs, sehr schwere Gegner sein.

Die Bilanz der Eisbären in diesem Jahr: Drei Spiele, zwei Siege, 9:5-Tore. Beide Siege gelangen auf eigenem Eis, die Niederlage setzte es beim Gipfeltreffen in München. Überzeugen konnten die Eisbären in diesem Jahr bisher aber eher selten. Wenn sie spielerisch überhaupt gute Ansätze zeigten, dann war es – so blöd es klingt – bei der Niederlage in München. Wo man optisch gesehen die bessere Mannschaft war und auch mehr Torchancen als der Gegner hatte, am Ende aber den Kürzeren zog und aufgrund der Effizienz der Münchner das Spiel verlor.
Gegen Schwenningen musste man sich krampfhaft wach halten, ehe die Eisbären in den letzten fünf Minuten des Mitteldrittels vier der fünf Tore gegen das Überraschungsteam der Liga schossen. Überzeugend war der Auftritt der Eisbären aber nicht.
Ebenso wenig überzeugend war der Auftritt am Sonntag gegen Iserlohn, wo man zwar gute erste 20 Minuten spielte, doch in den restlichen 40 Minuten den Sauerländern mehr und mehr das Spiel überließ und sich am Ende bei Goalie Petri Vehanen bedanken konnte, dass es überhaupt mit dem Sieg etwas wurde.

Ausgerechnet gegen Ende der Hauptrunde wirken die Auftritte der Eisbären nicht mehr so souverän wie noch in den Wochen davor. Aber trotzdem holen sie in den meisten Spielen immer noch wichtige Punkte, die im Kampf um Platz Eins nach der Hauptrunde sehr wichtig sind. Fakt ist aber auch, dass man im Spiel in München gesehen hat, dass den Eisbären noch ein wenig zur absoluten Spitze fehlt. München machte relativ wenig fürs Spiel, traf aber immer im richtigen Moment und das macht eine Spitzen-Mannschaft nun einmal aus. Bis zu den Playoffs liegt also noch jede Menge Arbeit vor den Eisbären und vor allem vor dem Trainerteam um Chefcoach Uwe Krupp und seinem Co-Trainer Clément Jodoin.

Vor dem ersten von zwei Auswärts-Wochenenden in Folge gibt es gute Nachrichten an der Personalfront der Eisbären. Denn Verteidiger Danny Richmond kehrt in den Kader zurück und mit ihm ein äußerst wichtiger Leistungsträger in der Defensive.
Da Stürmer Sven Ziegler aufgrund eines Magen-Darm-Infekts fehlen wird, rückt Verteidiger Constantin Braun in den Angriff auf.
Zudem stehen Florian Busch sowie die Youngster Maximilian Franzreb und Adam, Charlie Jahnke und Vincent Hessler nicht zur Verfügung.

Am Freitagabend (Bully: 19:30 Uhr) geht es für die Berliner zum ERC Ingolstadt, der unter dem neuen Coach Doug Shedden zuletzt wieder besser in Form war. In den letzten sieben Spielen gewann der ERCI fünfmal und punktete zudem bei den beiden Niederlagen. Die letzten vier Spiele der Schanzer gingen allesamt über die reguläre Spielzeit hinaus. Dreimal mit dem besseren Ende für Ingolstadt, für die sich morgen Abend ein Kreis schließen wird. Denn die letzten beiden Spiele waren gegen die beiden Top-Teams Nürnberg (1:2 n.V.) und München (5:4 n.V.). Mit den Eisbären trifft Ingolstadt morgen Abend auf das dritte Top-Team der Liga. Gegen das die Panther bisher alle drei Duelle verloren hat. In Berlin mit 1:6 und 1:2 n.V. sowie in der Saturn-Arena mit 2:3, was die vierte Heimniederlage in den letzten fünf Heimspielen gegen Berlin bedeutete.

Am Sonntagnachmittag (Bully: 14:00 Uhr) kommt es in der SAP-Arena zum absoluten DEL-Klassiker zwischen Mannheim und Berlin. Allerdings sind beide Mannschaften in dieser Saison meilenweit voneinander entfernt. Neun Plätze sowie satte 31 Punkte (!) trennen Mannheim und die Eisbären in dieser Saison voneinander. Die Eisbären könnten den Pre-Playoff-Hoffnungen der Kurpfälzer am Sonntag einen erheblichen Dämpfer erteilen. So wie bereits beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison in der Kurpfalz, als sich die Eisbären deutlich mit 4:1 durchsetzen konnte. In Berlin ist die Bilanz dagegen ausgeglichen, denn die Eisbären gewannen mit 6:3, Mannheim mit 4:3. 

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt am 12.01.2018 um 19:30 Uhr:

Tor:

Petri Vehanen, Marvin Cüpper

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Blake Parlett

Angriff:

Nick Petersen, Jamie MacQueen, André Rankel, Thomas Oppenheimer, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Constantin Braun, Mark Olver, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Maximilian Franzreb, Charlie Jahnke, Maximilian Adam (alle Weißwasser), Vincent Hessler (Oberkörper), Sven Ziegler (Magen-Darm-Virus), Florian Busch (Schädelprellung)

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