WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #13:

Die Eisbären Berlin verlieren auch das zweite Duell gegen die Adler Mannheim. Nach hart umkämpften 60 Minuten stand es am Ende 1:3. Die Eisbären haderten heute mit der eigenen Chancenverwertung, während Mannheim die Fehler der Eisbären eiskalt ausnutzte. Am Ende sorgten auch die Schiedsrichter für den entscheidenden Aufreger des Spiels. Die Continous Play Regel wurde erneut zu Ungunsten der Eisbären ausgelegt. Daher bleibt ein fader Beigeschmack hängen.
Eisbären-Trainer Éric Dubois änderte sein Line-up nur auf einer Position und das war die im Tor. Jonas Neffin kehrte zwischen die Pfosten zurück, wo in den letzten beiden Spielen Jack LaFontaine drin stand und seine Sache auch sehr gut machte.
Die Ausgangslage war klar: Es war mal wieder Zeit für den Klassiker zwischen den beiden Erzrivalen und erfolgreichsten Mannschaften in der PENNY DEL. Was hatte dieses Duell nicht schon für unzählige Geschichten geschrieben. Heute folgte der nächste Teil und die Eisbären hatten eine Mission vor Augen. Denn Mannheim war zusammen mit München bisher das einzige Team, welches die Eisbären in dieser Saison besiegen konnte. Das war beim 3:4 in Mannheim. Folgte heute die erfolgreiche Revanche oder gelang den Kurpfälzern der zweite Streich gegen den DEL-Rekordmeister?

Markus Vikingstad erzielte in dieser Szene das 1:1 kurz vor der ersten Drittelpause im Heimspiel gegen Mannheim. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Mannheim nutzt Fehler eiskalt aus, Vikingstad antwortet kurz vor der ersten Drittelpause
Was bereits seit einigen Spielen auffiel, bestätigte sich auch heute wieder: Wenn die Gegner keine spielerischen Mittel gegen die Eisbären finden, werden sie unsportlich und provozieren die besten Spieler der Berliner. So war es auch heute, als Dan Renouf (der ja bekannt ist als einer der unsportlichsten Spieler der PENNY DEL) sich Ty Ronning in der Anfangsphase schnappte. Der gab ihm aber ein paar deftige Worte zurück.
Die Eisbären hatten früh das erste Powerplay und da ließen sie die Scheibe sehr gut laufen. Allerdings muss man auch sagen, einen Ticken zu gut, denn da wollte man es am Ende zu schön machen. So überstanden die Kurpfälzer das erste Unterzahlspiel ohne Gegentor. Kurz darauf auch die Eisbären erstmals in Unterzahl, welche sie leidenschaftlich weg verteidigten.
Die Eisbären waren hier die spielbestimmende Mannschaft, doch ein Fehler im Offensivdrittel leitete den Mannheimer Konter ein, den Luke Esposito zum 0:1 abschloss (14.). Jonas Neffin wurde dabei eiskalt verladen und konnte das Gegentor nicht verhindern.
Die Eisbären waren danach auf der Suche nach dem Ausgleich und dieser sollte 66 Sekunden vor der ersten Drittelpause auch fallen. Da konnte Mannheim noch so viele Checks vor dem Tor auspacken, Markus Vikingstad blieb cool und sorgte für den mehr als verdienten Ausgleich – 1:1 (20.). Das war zugleich auch der Pausenstand.

Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel zwischen beiden Mannschaften. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Dicke Chancen, keine Tore
Auch das zweite Drittel bot intensives Eishockey zwischen den beiden Erzrivalen. Die Kurpfälzer hatten früh das nächste Powerplay, aber erneut überzeugte das Penalty Killing der Eisbären und verteidigte die Unterzahl ganz stark und überstand diese somit erneut ohne Gegentor.
Due Kurpfälzer lauerten hier auf die Fehler der Eisbären, um dann schnell umzuschalten und ihre Angriffe einzuleiten. Im Mitteldrittel war die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins damit auch durchaus erfolgreich, Mannheim im Abschluss aber eher nicht so. Offensiv wirkten die Berliner in dieser Phase eher ideenlos, wie man das Mannheimer Bollwerk mal in Verlegenheit bringen konnte. Teilweise hatte man aber auch Probleme bei der Scheibenannahme.
In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels hatten beide dicke Chancen, konnten diese aber nicht verwerten. Sowohl Maximilian Franzreb als auch Jonas Neffin ließen die gegnerischen Spieler verzweifeln. Somit stand es auch nach 40 Minuten 1:1-Unentschieden.

John Gilmour brachte Mannheim spät im letzten Drittel in Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Das letzte Drittel bot vor allem hart umkämpfte Zweikämpfe. Beide Teams agierten aber zudem auch sehr vorsichtig, um nicht den einen entscheidenden Fehler zu machen. Mannheim konnte sich dann vor dem Powerbreak mal im Drittel der Eisbären festsetzen und den Druck auf das Berliner Tor erhöhen, aber Jonas Neffin ließ weiterhin keine Scheibe passieren.
Acht Minuten vor dem Ende rutsche dem Berliner Goalie jedoch eine Scheibe unglücklich ins Tor. John Gilmour konnte ungestört Richtung Berliner Tor marschieren, zog ab und hatte Glück, dass er Neffin auf dem falschen Fuß erwischte und somit düpierte – 1:2 (52.).
Die Eisbären hatten aber direkt danach die Chance zum Ausgleich, denn man hatte ein Powerplay. Und in diesem erzielten die Eisbären auch den vermeintlichen Ausgleich, welche jedoch nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde, da das Tor vor überqueren des Pucks verschoben wurde. Liam Kirk wurde aktiv von Dan Renouf ins Tor geschoben, weshalb es aus der Verankerung ging. Dafür kann dann Kirk recht wenig. So viel zum Thema Continious Play, welches wir gegen Nürnberg hatten und dort hat das Tor auch gezählt. Da kann man durchaus von einem Skandal sprechen, dieses Tor nicht zu geben, zumal jeder Schiedsrichter diese Regel anders auslegt und das ist dann ein Problem der PENNY DEL.
Die Berliner riskierten am Ende nochmal alles: Auszeit und Goalie zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Und man hatte auch nochmal die Riesenchance zum Ausgleich, bekam die Scheibe aber nicht über die Linie. Mannheim hingegen traf noch ins verwaiste Tor und stellte auf 1:3. So gelang Mannheim auch im zweiten Spiel ein Sieg gegen die Eisbären. Allerdings ein mehr als umstrittener Sieg, weshalb ein fader Beigeschmack am Ende beibt.
