2:1! Die Eisbären erkämpfen sich drei Punkte gegen starke Klagenfurter


WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #8:

Die Eisbären Berlin haben das letzte Heimspiel in der Ligaphase der diesjährigen Champions Hockey League (CHL) gegen Klagenfurt knapp mit 2:1 gewonnen. Es war am Ende ein hart umkämpfter Sieg gegen einen richtig starken Gegner aus Österreich, für den es hier zwar um nichts mehr ging, der sich aber mit erhobenen Haupt aus der CHL verabschieden wollte. Und mit ein bisschen mehr Glück wäre hier sogar ein oder gar zwei Punkte drin gewesen. Doch am Ende blieben alle drei Punkte in der Hauptstadt bei den Eisbären, welche die Ligaphase damit auf einem sehr starken fünften Platz abschließen.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Stürmer Leo Pföderl zurückgreifen. Dafür schonte er Verteidiger Brandon Davidson. Moritz Kretzschmar und Gregor Stocker rückten ins Line-up. Pföderl rückte in die zweite Reihe an die Seite von Andreas Eder und Jean-Luc Foudy. Den Platz von Davidson neben Adam Smith nahm Stocker ein. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei. Im Tor stand erwartungsgemäß Jack LaFontaine. Alles andere blieb unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Für die Eisbären ging es lediglich um die Abschlussposition in der Ligaphase, denn für das Achtelfinale war man bereits qualifiziert. Klagenfurt hingegen hatte keine Chance mehr auf die K.o.-Phase. Holten die Hauptstädter den vierten Sieg in Folge in der CHL und nahmen somit ein gutes Gefühl mit ins Achtelfinale oder setzte es nach langem mal wieder eine Pflichtspielniederlage für die Berliner?

Bekam seinen zweiten Einsatz in der CHL in Folge: Jack LaFontaine (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine Tore im ersten Drittel

Früh im Spiel mussten die Eisbären in Unterzahl ran nach einer Strafzeit gegen Adam Smith, doch diese überstanden die Berliner ohne größere Probleme. Aber die Gäste aus Österreich dominierten die Anfangsphase, verlagerten das Spiel zunächst ins Drittel der Eisbären. Doch die Defensive der Hausherren hielt dem Druck der Gäste Stand und überstand den Beginn der Partie daher ohne Gegentor.
Danach entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Beide Teams arbeiteten hart vor dem eigenen Tor und ließen wenig Platz, um sich hochkarätige Chancen herauszuspielen.
Erst in der Schlussphase wurde es erstmals vor beiden Toren brenzlig, doch sowohl LaFontaine als auch Marek Mitens ließen keine Scheibe durch. Die Eisbären hatten dabei sogar ihr erstes Powerplay und Ty Ronning schnupperte am 1:0, doch er schoss knapp am Tor vorbei. So stand es 0:0 nach den ersten 20 Minuten.

Liam Kirk sorgte für das 1:0 gegen Klagenfurt. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Druck der Eisbären führt zu zwei Toren

Im zweiten Drittel waren es diesmal die Eisbären, welche früh in Überzahl ran durften. Es kamen auch ein paar gefährliche Schüsse auf das Tor, doch rein gehen wollten diese auch nicht, weshalb wir hier weiterhin auf das erste Tor an diesem Europapokal-Abend warten mussten.
Das Spiel wurde zudem etwas zerfahrener durch viele Unterbrechungen, was dem Spielfluss nicht gut tat. Beide Teams hatten im Verlauf des zweiten Drittels ihre Phasen. Mal waren die Berliner am Drücker, dann wieder die Klagenfurter. Für den ersten Treffer sorgten dann aber die Hausherren. Natürlich war es eine Co-Produktion des „Duo Infernales“. Ty Ronning auf Liam Kirk und schon führten die Eisbären mit 1:0 (34.).
Direkt danach die Eisbären wieder in Überzahl und mit der Chance auf 2:0 zu stellen, doch diese ließen sie ungenutzt. Aber der Druck der Hauptstädter wurde immer größer und somit war es nur noch eine Frage der Zeit, ehe sie auf 2:0 stellen würden. Und das tat die Top-Reihe dann auch, diesmal war Freddy Tiffels der Torschütze gewesen – 2:0 (37.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Wieder einmal ein großartiger Support der Eisbären-Fans im ausverkauften Wellblechpalast. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären wanken, fallen aber nicht

Das letzte Drittel bot noch einmal hohes Tempo und ein Spiel welches hin und her ging. Klagenfurt gab hier weiterhin nicht auf und drängte auf den Anschlusstreffer, welcher auch fallen sollte. In der 50. Spielminute war es Kapitän Thomas Hundertpfund, der zum 2:1 traf und hier nochmal ein ganz enges Spiel draus machte. Nun waren die Eisbären wieder gefordert, die Konzentration hochzuhalten und die Konter sauber zu Ende zu spielen. Denn Klagenfurt musste nun hinten aufmachen, wollten sie im letzten CHL-Spiel dieser Saison noch etwas Zählbares mitnehmen. Und die Gäste arbeiteten hier auch am Ausgleich. Jack LaFontaine bekam nun einiges zu tun und brauchte auch die Unterstützung seiner Vorderleute.
Die Eisbären bekamen aber auch ihre Angriffe, spielten diese aber nicht gut zu Ende. Und so lag der Ausgleich der Klagenfurter auch so ein wenig in der Luft. Denn der Druck war schon enorm, den sie entfachten. In der Schlussphase nahm deren Trainer Kirk Furey natürlich auch noch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und seine Auszeit. Doch es half am Ende alles nichts mehr, denn die Eisbären zitterten das 2:1 dank eines starken kämpferischen Einsatzes am Ende über die Zeit und feierten damit den vierten Sieg in Serie in der CHL. Am Ende ist man also nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen, denn Klagenfurt hätte sich den Ausgleich hier durchaus verdient gehabt.

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