2:1! Die Eisbären erkämpfen sich drei Punkte gegen starke Klagenfurter


WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #8:

Die Eisbären Berlin haben das letzte Heimspiel in der Ligaphase der diesjährigen Champions Hockey League (CHL) gegen Klagenfurt knapp mit 2:1 gewonnen. Es war am Ende ein hart umkämpfter Sieg gegen einen richtig starken Gegner aus Österreich, für den es hier zwar um nichts mehr ging, der sich aber mit erhobenen Haupt aus der CHL verabschieden wollte. Und mit ein bisschen mehr Glück wäre hier sogar ein oder gar zwei Punkte drin gewesen. Doch am Ende blieben alle drei Punkte in der Hauptstadt bei den Eisbären, welche die Ligaphase damit auf einem sehr starken fünften Platz abschließen.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Stürmer Leo Pföderl zurückgreifen. Dafür schonte er Verteidiger Brandon Davidson. Moritz Kretzschmar und Gregor Stocker rückten ins Line-up. Pföderl rückte in die zweite Reihe an die Seite von Andreas Eder und Jean-Luc Foudy. Den Platz von Davidson neben Adam Smith nahm Stocker ein. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei. Im Tor stand erwartungsgemäß Jack LaFontaine. Alles andere blieb unverändert.

Die Ausgangslage war klar: Für die Eisbären ging es lediglich um die Abschlussposition in der Ligaphase, denn für das Achtelfinale war man bereits qualifiziert. Klagenfurt hingegen hatte keine Chance mehr auf die K.o.-Phase. Holten die Hauptstädter den vierten Sieg in Folge in der CHL und nahmen somit ein gutes Gefühl mit ins Achtelfinale oder setzte es nach langem mal wieder eine Pflichtspielniederlage für die Berliner?

Bekam seinen zweiten Einsatz in der CHL in Folge: Jack LaFontaine (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Keine Tore im ersten Drittel

Früh im Spiel mussten die Eisbären in Unterzahl ran nach einer Strafzeit gegen Adam Smith, doch diese überstanden die Berliner ohne größere Probleme. Aber die Gäste aus Österreich dominierten die Anfangsphase, verlagerten das Spiel zunächst ins Drittel der Eisbären. Doch die Defensive der Hausherren hielt dem Druck der Gäste Stand und überstand den Beginn der Partie daher ohne Gegentor.
Danach entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Beide Teams arbeiteten hart vor dem eigenen Tor und ließen wenig Platz, um sich hochkarätige Chancen herauszuspielen.
Erst in der Schlussphase wurde es erstmals vor beiden Toren brenzlig, doch sowohl LaFontaine als auch Marek Mitens ließen keine Scheibe durch. Die Eisbären hatten dabei sogar ihr erstes Powerplay und Ty Ronning schnupperte am 1:0, doch er schoss knapp am Tor vorbei. So stand es 0:0 nach den ersten 20 Minuten.

Liam Kirk sorgte für das 1:0 gegen Klagenfurt. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Der Druck der Eisbären führt zu zwei Toren

Im zweiten Drittel waren es diesmal die Eisbären, welche früh in Überzahl ran durften. Es kamen auch ein paar gefährliche Schüsse auf das Tor, doch rein gehen wollten diese auch nicht, weshalb wir hier weiterhin auf das erste Tor an diesem Europapokal-Abend warten mussten.
Das Spiel wurde zudem etwas zerfahrener durch viele Unterbrechungen, was dem Spielfluss nicht gut tat. Beide Teams hatten im Verlauf des zweiten Drittels ihre Phasen. Mal waren die Berliner am Drücker, dann wieder die Klagenfurter. Für den ersten Treffer sorgten dann aber die Hausherren. Natürlich war es eine Co-Produktion des „Duo Infernales“. Ty Ronning auf Liam Kirk und schon führten die Eisbären mit 1:0 (34.).
Direkt danach die Eisbären wieder in Überzahl und mit der Chance auf 2:0 zu stellen, doch diese ließen sie ungenutzt. Aber der Druck der Hauptstädter wurde immer größer und somit war es nur noch eine Frage der Zeit, ehe sie auf 2:0 stellen würden. Und das tat die Top-Reihe dann auch, diesmal war Freddy Tiffels der Torschütze gewesen – 2:0 (37.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Wieder einmal ein großartiger Support der Eisbären-Fans im ausverkauften Wellblechpalast. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Die Eisbären wanken, fallen aber nicht

Das letzte Drittel bot noch einmal hohes Tempo und ein Spiel welches hin und her ging. Klagenfurt gab hier weiterhin nicht auf und drängte auf den Anschlusstreffer, welcher auch fallen sollte. In der 50. Spielminute war es Kapitän Thomas Hundertpfund, der zum 2:1 traf und hier nochmal ein ganz enges Spiel draus machte. Nun waren die Eisbären wieder gefordert, die Konzentration hochzuhalten und die Konter sauber zu Ende zu spielen. Denn Klagenfurt musste nun hinten aufmachen, wollten sie im letzten CHL-Spiel dieser Saison noch etwas Zählbares mitnehmen. Und die Gäste arbeiteten hier auch am Ausgleich. Jack LaFontaine bekam nun einiges zu tun und brauchte auch die Unterstützung seiner Vorderleute.
Die Eisbären bekamen aber auch ihre Angriffe, spielten diese aber nicht gut zu Ende. Und so lag der Ausgleich der Klagenfurter auch so ein wenig in der Luft. Denn der Druck war schon enorm, den sie entfachten. In der Schlussphase nahm deren Trainer Kirk Furey natürlich auch noch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und seine Auszeit. Doch es half am Ende alles nichts mehr, denn die Eisbären zitterten das 2:1 dank eines starken kämpferischen Einsatzes am Ende über die Zeit und feierten damit den vierten Sieg in Serie in der CHL. Am Ende ist man also nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen, denn Klagenfurt hätte sich den Ausgleich hier durchaus verdient gehabt.

4:3-Sieg in Salzburg: Nach einer 4:0-Führung machen es die Eisbären nochmal unnötig spannend

Die Eisbären Berlin haben den dritten Sieg in der Ligaphase der Champions Hockey League (CHL) eingefahren und damit das Ticket für das Achtelfinale gelöst. Beim 4:3-Auswärtssieg in Salzburg machten es die Berliner aber nochmal unnötig spannend. Denn nach 20:27 Minuten führte man bereits mit 4:0 in der Mozartstadt und hatte alles im Griff. Doch danach schaltete man in den Verwaltungsmodus und brachte die Österreicher somit zurück ins Spiel. Diese kamen in der Folge bis auf 3:4 heran, konnten ihre Aufholjagd aber nicht mehr mit einem oder mehreren Punkten krönen.

Eisbären-Trainer Éric Dubois verzichtete heute auf Verteidiger Mitch Reinke (Geburt steht kurz bevor) sowie die Stürmer Manuel Wiederer und Leo Pföderl (beide angeschlagen). Dafür kehrte Stürmer Gabriel Fontaine wieder zurück in den Kader und zudem füllten die Verteidiger Moritz Kretzschmar und Gregor Stocker den Kader für das CHL-Spiel auf.
Im Tor stand heute Jack LaFontaine, während Jonas Neffin nach drei Starts in Folge als Back-up auf der Bank Platz nahm. Die Verteidiger-Pärchen sahen wie folgt aus: Kai Wissmann/Jonas Müller, Brandon Davidson/Adam Smith, Korbinian Geibel/Gregor Stocker, Moritz Kretzschmar/Eric Mik. In der Offensive schickte der Head Coach folgende Reihen auf das Eis: Eric Hördler/Ty Ronning/Liam Kirk, Frederik Tiffels/Andreas Eder/Rihards Griva, Yannick Veilleux/Markus Vikingstad/Jean-Luc Foudy, Gabriel Fontaine/Tobias Krestand.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären wollten mit einem Sieg die Tür zum Achtelfinale weit aufstoßen, während Salzburg unter Druck stand, wollte man noch Chancen auf die K.o.-Phase haben. Aktuell standen die Österreicher unter dem Strich und brauchten dringend Punkte. Die Hauptstädter reisten mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Mozartstadt, hatte man doch die letzten vier Spiele in der PENNY DEL in Serie gewonnen. Konnte man den Rückenwind mit in die CHL nehmen und den dritten Sieg in der Ligaphase einfahren?

Liam Kirk trumpfte auch in Salzburg auf und scorte alleine im ersten Drittel dreimal. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Drei Scorer-Punkte für Liam Kirk im ersten Drittel

Die Hausherren hatten früh das erste Powerplay der Partie, doch in diesem gingen die Berliner in Führung. Liam Kirk mit dem Zuspiel auf Rückkehrer Fontaine (zur Abwechslung mal nicht Ty Ronning) und der ließ David Kickert im Salzburger Tor keine Chance – 1:0 (6.).
Nur vier Minuten später legten die Eisbären das nächste Tor nach. Diesmal bekam Korbinian Geibel die Scheibe vom britischen Nationalstürmer Kirk und erhöhte auf 2:0 (10.).
Das Kirk gerade in einer absoluten Top-Form ist, bewies er weitere drei Minuten später. Denn da traf er dann auch noch selbst und stellte früh auf 3:0 (13.).
Zehn Torschüsse, drei Tore: Was für ein Start der Eisbären! Salzburg wusste gar nicht wie ihnen geschah und musste sich von diesem Horrorstart erst einmal erholen. Für die Stimmung in Österreich war dieser Spielstand zudem nicht wirklich gut, denn es rumorte bereits zuvor in der Mozartstadt.
Mit der souveränen 3:0-Führung endeten die ersten 20 Minuten, in denen die Berliner aber wirklich alles im Griff hatten und an die Leistungen der letzten Spiele nahtlos anknüpften.

Erhöhte nach nur 27 Sekunden im Mitteldrittel auf 4:0: Jean-Luc Foudy (Foto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Foudy trifft nach 27 Sekunden

27 Sekunden war das Mitteldrittel alt, da zog Jean-Luc Foudy nach einem gewonnenen Bully einfach mal direkt ab – 4:0 (21.). Was für eine Effizienz der Eisbären vor dem gegnerischen Tor. Und schön zu sehen, dass es eben nicht immer nur Kirk und Ronning sind, die treffen, sondern bis hierhin auch mal drei andere Spieler neben Kirk.
Salzburg gab hier trotzdem nicht auf und wollte den Anschlusstreffer erzielen. Die Eisbären standen defensiv aber sehr kompakt und ließen wenig zu. Einmal zappelte die Scheibe dann zwar im Berliner Netz, aber der Schläger war deutlich zu hoch, weshalb der Treffer der Gastgeber nicht gegeben wurde.
Aber die Österreicher schafften es, die Eisbären jetzt etwas mehr zu beschäftigen, als ihnen lieb war.
Ein Scheibenverlust von Kapitän Kai Wissmann an der gegnerischen blauen Linie leitete dann die Anschlusstreffer der Salzburger ein. Jayden Lee staubte am Ende erfolgreich ab – 4:1 (34.). Diesen Treffer hatten sich die Hausherren aber auch verdient.
Die Salzburger blieben auch danach weiterhin offensiv aktiv, hatten zudem auch noch ein weiteres Powerplay. Aber man konnte den Schwung des ersten Tores nicht mitnehmen und das zweite Tore nicht nachlegen.
So stand es nach 40 Minuten 4:1 für die Eisbären, welche im Schlussdrittel weiterhin konzentriert bleiben mussten, denn Salzburg gab dieses Spiel noch nicht verloren.

Kam in der CHL nach langer Zeit mal wieder für die Eisbären zum Einsatz: Moritz Kretzschmar (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Salzburg macht es am Ende nochmal richtig spannend

Die Anfangsphase des letzten Drittel plätscherte nur so vor sich hin. Es schien so, als ob die Eisbären sich das hier nicht mehr nehmen lassen würden angesichts der Drei-Tore-Führung. Doch auf einmal wurde daraus nur noch eine Zwei-Tore-Führung, denn Dennis Eamon Robertson verkürzte auf 4:2 (46.). Und es war nur genügend Zeit auf der Uhr für ein Comeback der Salzburger. Nun waren die Eisbären wieder mehr gefordert, wollte man sich die drei Punkte nicht mehr nehmen lassen.
Inzwischen war das hier ein Duell auf Augenhöhe. Damit hatte man nach den ersten 20 Minuten nicht wirklich mehr gerechnet, zu dominant war der Auftritt des deutschen Meisters. Aber mittlerweile war das hier sogar eine ganz knappe Kiste, denn die Salzburger verkürzten weiterhin. Mario Huber im Nachsetzen mit dem 3:4 aus Sicht der Gastgeber (53.). Die Eisbären wirkten aktuell immer einen Schritt langsamer als die Österreicher, die hier nun das Momentum klar auf ihrer Seite hatten.
Und nun mussten die Berliner auch noch um die eigentlich schon sicher geglaubten drei Punkte wieder zittern, welche im Kampf um einen Platz im Achtelfinale aber von großer Bedeutung wären. Doch am Ende retteten die Eisbären das 4:3 über die Zeit und atmeten nach der Schlusssirene einmal tief durch, denn damit löste man das Ticket für das Achtelfinale der CHL. Aber über die Phase nach dem 4:0 wird Éric Dubois im Vorfeld des DEL-Spitzenspiels gegen die Grizzlys Wolfsburg am Freitagabend nochmal reden. Denn da hatte man es einfach unnötig spannend gemacht. Das darf gegen die Niedersachen am Freitag nicht passieren.

2:1 vs. Herning: Die Eisbären dominieren lange Zeit das Spiel, müssen am Ende aber nochmal um die drei Punkte zittern

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #2:

Die Eisbären Berlin sind wieder voll im Rennen um die Plätze in der KO-Runde der Champions Hockey League (CHL). Zwei Tage nach dem Heimsieg gegen den österreichischen Meister Graz gewann der deutsche Meister auch sein Heimspiel gegen den dänischen Meister Herning. Am Ende setzte man sich vor 3.315 Zuschauern im Wellblechpalast knapp und mit dem nötigen Quäntchen Glück mit 2:1 (0:0,2:0,0:1) durch und steht somit nun bei sechs Punkten aus vier Spielen.

Eisbären-Trainer Éric Dubois konnte heute wieder auf Liam Kirk setzen, der zuletzt gegen Graz fehlte. Der britische Nationalstürmer rückte in die Reihe zu Gabriel Fontaine und Ty Ronning. Eric Hördler rotierte aus der Reihe raus und stürmte mit Andreas Eder und Leo Pföderl zusammen. Eric Mik rückte dafür wieder in die Verteidigung. Ansonsten blieb in der Offensive alles andere unverändert.
In der Defensive änderte Dubois an den Verteidiger-Pärchen nichts. Nur im Tor gab es eine Änderung. Dort stand heute Jonas Neffin zwischen den Pfosten, während Jack LaFontaine auf der Bank Platz nahm.

Für die Eisbären ging es heute darum, den zweiten Sieg in Serie einzufahren und sich somit eine gute Ausgangslage für die letzten beiden Spiele im Oktober zu sichern. Gegen den dänischen Meister ging man als Favorit ins Spiel, hatte Herning doch seine ersten drei Spiele allesamt verloren und bisher nur einen Punkt eingefahren. Welcher Landesmeister behielt heute im altehrwürdigen Wellblechpalast die Oberhand?

Bekam gegen Herning den Start: Goalie Jonas Neffin (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Eisbären beißen sich am dänischen Bollwerk die Zähne aus

Von Beginn an war es eine sehr hart umkämpfte Partie. Beide Mannschaften kämpften in den Zweikämpfen verbissen um jede Scheibe. Die Eisbären waren dabei die aktivere Mannschaft, die vermehrt den Weg vor das dänische Tor suchte. Doch bisher mangelte es noch an der Genauigkeit im Abschluss.
Herning bekam Mitte des ersten Drittels das erste Powerplay der Partie und konnte das Spiel mal auf andere Seite verlagern. Das taten die Dänen auch und kamen auch zu guten Abschlüssen, aber Jonas Neffin hatte damit keine größeren Probleme und somit blieb es weiterhin beim 0:0.
Danach wieder das selbe Bild wie zu Beginn: Die Hausherren spielten die Dänen im eigenen Drittel fest und ließen die Scheibe gut laufen. Aber nach wie vor fand man die Lücke im dänischen Bollwerk nicht und somit entwickelte sich hier ein echtes Geduldsspiel. Torlos endeten die ersten 20 Minuten.

Youngster Eric Hördler (rechts) überzeugte gegen Herning und erzielte zudem ein Tor. (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Top-Scorer Leo Pföderl knackt das dänische Bollwerk

Auch zu Beginn des Mitteldrittels weiterhin Einbahnstraßen-Eishockey. Die Eisbären drängten weiter auf das 1:0, aber George Lago Bachmann Sörensen ließ nach wie vor keine Scheibe durch. Sein Gegenüber Jonas Neffin musste derweil die Konzentration hochhalten, da relativ wenig von Herning kam. Einmal wurden sie aber gefährlich, als Martin Brink Eskildsen vor seinem Tor auftauchte. Doch die neue Nummer 75 behielt in diesem Duell die Oberhand.
In Überzahl klingelte es dann aber endlich im dänischen Tor. Die Eisbären ließen die Scheibe geduldig laufen, Ty Ronning hatte aus dem hohen Slot abgezogen und vor dem Tor fälschte Top-Scorer Leo Pföderl unhaltbar ab – 1:0 (10.). Wahnsinn, diese Frühform der Nummer 93, der bereits zum dritten Mal an diesem Wochenende und insgesamt fünften Mal in der diesjährigen CHL-Saison traf.
Damit war der Bann gebrochen. Und die Eisbären legten kurze Zeit später nach. Eric Hördler setzte im Angriffsdrittel stark nach und vollendete seinen Alleingang mit dem Tor zum 2:0 (33.). Auf den Youngster sollte man diese Saison ganz genau achten, denn dem Sohn von Eisbären-Legende Frank Hördler wird der nächste Schritt in seiner Karriere zugetraut.
Im nächsten Powerplay hatte Neuzugang Tobias Krestan das 3:0 auf dem Schläger, aber er traf nur das Gestänge. So blieb es bei der mehr als verdienten 2:0-Führung nach 40 Minuten. Die Hausherren hatten hier alles im Griff.

Er trifft und trifft und trifft: Eisbären-Stürmer Leo Pföderl (Foto von Moritz Eden / City-Press GmbH Bildagentur)

Coaches Challenge rettet am Ende den Sieg

Herning kam durchaus engagiert aus der Kabine und wollte hier den Anschlusstreffer markieren. Aber Jonas Neffin hatte etwas dagegen. Die Eisbären versuchten hingegen selbst für die Vorentscheidung zu sorgen und drängten auf das dritte Tor. So entwickelte sich ein letztes Drittel auf Augenhöhe, weil beide viel für das Spiel investierten.
Bis fünf Minuten vor dem Ende hielt die Eisbären-Defensive die Null, doch dann schlugen die Gäste in Überzahl zu. Hjalte Kruse Thomsen mit dem Anschlusstreffer – 2:1 (55.). Somit war hier also nochmal Spannung drin in diesem Spiel. Und mit gezogenem Torhüter und sechsten Feldspieler drängten die Dänen auch tatsächlich nochmal auf den Ausgleich. Dieser fiel 35,2 Sekunden vor dem Ende auch, aber Trainer Éric Dubois vermutete eine Torhüterbehinderung und nahm seine Coaches Challenge. Diese sollte Erfolg bringen, denn es lag tatsächlich eine Torhüterbehinderung vor, weshalb der Ausgleich aberkannt wurde. Glück für die Eisbären, welche in der Schlussphase einfach zu passiv agierten und dafür beinahe bestraft wurden. Am Ende kam man nochmal mit einem blauen Auge davon und behielt drei enorm wichtige Punkte in der Hauptstadt.

4:1-Heimsieg gegen Graz: Der doppelte Leo Pföderl führt die Eisbären zum ersten CHL-Sieg

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #1:

Perfekte Antwort auf das Schweiz-Wochenende: Die Eisbären Berlin sind in der Champions Hockey League (CHL) angekommen und haben ihren ersten Sieg gefeiert. Gegen den österreichischen Meister Graz 99ers feierte man einen souveränen 4:1-Heimsieg und sicherte sich damit die ersten drei Punkte in der CHL. Offensiv wusste man zu brillieren – vor allem Leo Pföderl mit zwei Toren. Defensiv wirkte man deutlich stabiler als noch in den beiden Spiel in Genf und Davos.

Eisbären-Trainer Éric Dubois stellte seine Reihe im Vergleich zum Spiel in Davos um. Kapitän Kai Wissmann bekam Korbinian Geibel an die Seite. Jonas Müller verteidigte dafür zusammen mit Adam Smith. Dessen Verteidigungspartner Mitch Reinke spielte zusammen mit Brandon Davidson. Moritz Kretzschmar war als siebter Verteidiger dabei.
In der ersten Reihe bekamen Ty Ronning und Gabriel Fontaine Youngster Eric Hördler an die Seite gestellt. Liam Kirk, der in Davos in der Reihe stürmte, fehlte heute im Line-up. Den Platz von Hördler Junior in der Reihe mit Andreas Eder und Leo Pföderl nahm Allrounder Eric Mik ein. Der Rest blieb unverändert.
Im Tor startete Jack LaFontaine, während Jonas Neffin als Back-up auf der Bank Platz nahm.

Für beide Mannschaften ging es darum, den kompletten Fehlstart in die CHL zu vermeiden. Denn sowohl die Eisbären als auch Graz starteten mit zwei Niederlagen in die neue CHL-Saison. Wem gelang heute der Turnaround und wer musste die dritte Niederlage in Serie einstecken?

Leo Pföderl schnürte gegen Graz den Doppelpack. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Leo Pföderl weiterhin in erstaunlicher Frühform

Vom ersten Bully weg war sie wieder zu spüren, die einmalige Welli-Atmosphäre. Gänsehaut-Feeling im altehrwürdigen Wellblechpalast. Da flog fast das Dach weg, so laut war es hier. Davon beflügelt starteten die Eisbären sehr druckvoll ins Heimspiel und suchten immer wieder direkt den Abschluss. Selbst im ersten Powerplay der Gäste waren die Hausherren gefährlich.
Es dauerte bis zur zehnten Spielminute, ehe Top-Scorer Leo Pföderl den Abend eröffnete – 1:0. Erstaunliche Frühform von der Nummer 93, die dafür bekannt ist, erst mit etwas Anlauf seine Tor-Produktion zu starten. Bereits jetzt stand Pföderl bei drei Toren und einer Vorlage nach noch nicht einmal drei gespielten CHL-Spielen.
Defensiv wirkten die Berliner bis hierhin sehr stabil. Kein vergleich zur löchrigen Abwehr am vergangenen Wochenende in der Schweiz, als es satte 14-mal hinter Jack LaFontaine und Jonas Neffin einschlug. Man arbeitete hart vor dem eigenen Tor und unterstützte sich gegenseitig. Man merkte, dass man unter der Woche vor allem am Defensivverhalten im Training gearbeitet hat.
Vorne sorgte man weiterhin für viel Gefahr und konnte auch erhöhen. Markus Vikingstad mit dem satten Schuss zum 2:0 (19.). Damit noch nicht genug, denn dass das Powerplay derzeit sehr gut läuft, wollte man auch heute beweisen. 39,5 Sekunden vor der ersten Drittelpause legte Leo Pföderl das 3:0 nach (20.).
Neben dieser souveränen und beruhigenden Drei-Tore-Führung nahmen die Eisbären auch noch 58 Sekunden Powerplay mit ins zweite Drittel.

Gabriel Fontaine scheitert in dieser Szene an Graz-Keeper Nicolas Wieser (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Ex-Augsburger Chris Collins überwindet Jack LaFontaine

Doch dieses konnte man zu Beginn des Mitteldrittels nicht nutzen. Ebenso wenig konnte Neuzugang Tobias Krestan seinen Alleingang nutzen. Nicolas Wieser im Grazer Tor gewann das Eins-gegen-eins-Duell. Was heute vor allem auffiel, war das starke Penalty Killing, bei dem die Berliner auch immer wieder gefährliche Konter fuhren. Und trotzdem kassierte man einen Gegentreffer in Unterzahl. Der ehemalige Augsburger Stürmer Chris Collins sorgte für den Grazer Anschlusstreffer in Überzahl – 3:1 (28.).
Davon beflügelt drängten die Gäste im Anschluss auf den zweiten Treffer. Die Eisbären wurden nun ordentlich in der eigenen Defensive beschäftigt – mehr als ihnen lieb war. In dieser Phase wurden vermehrt die Zweikämpfe verloren, was Trainer Dubois durchaus geärgert haben dürfte.
Danach war es eine hart umkämpfte Partie, in der es beiden Mannschaften nicht gelang, sich hochkarätige Chancen zu erspielen. Erst in der Schlussphase des zweiten Drittels erhöhten die Eisbären nochmal die Intensität und drängten auf den vierten Treffer. Dieser fiel nicht und somit nahm man eine 3:1-Führung mit in die Kabine.

Der Welli war mit 4.227 Zuschauern gut besucht und ausverkauft. Die Fans sorgten für das einmalige Welli-Feeling. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Eric Mik sorgt früh für die Vorentscheidung

35 Sekunden war das Schlussdrittel alt, da stellte Eric Mik den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Sein Nachschuss schlug im Grazer Tor ein und sorgte für den Traumstart ins letzte Drittel – 4:1 (41.).
Damit war die Partie hier im Endeffekt entschieden und die Luft so ein wenig raus aus dem Spiel. Bei Graz war dann auch Frust zu spüren, als Frank Hora und Eric Hördler in einem Gerangel mal kurz aneinander gerieten. Was den Berlinern ein Powerplay einbrachte, da Hora 2+2-Minuten bekam. Somit konnten die Hauptstädter weiter ihr bisher starkes Powerplay trainieren. Chancen erspielte man sich auch, aber man fand keinen Weg vorbei an Nicolas Wieser.
Defensiv ließ man in den letzten 20 Minuten auch nicht mehr viel anbrennen und rundete damit den Gesamteindruck von diesem Spiel ab. Selbst im letzten Powerplay der Partie von Graz überzeugten die Eisbären mit harter Arbeit aller Spieler inklusive Goalie LaFontaine.
Am Ende feierte man einen nie gefährdeten 4:1-Heimsieg, der Balsam für Eisbären-Seele war und die Hoffnung in der CHL weiter am Leben hält.

2:8 in Davos: Der Schweizer Rekordmeister zeigt dem Deutschen Rekordmeister die Grenzen auf

Am ersten Wochenende in der Champions Hockey League (CHL) haben die Eisbären Berlin ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Nach dem 2:6 in Genf am Freitagabend setzte es am Sonntagnachmittag eine weitere derbe Niederlage in Davos. Beim Schweizer Rekordmeister verlor man am Ende mit 2:8 (0:3,1:3,1:2) und steht somit nach zwei Spieltagen mit null Punkten da.

Eisbären-Trainer Éric Dubois nahm nur in der Defensive Änderungen vor. Im Tor stand heute Jonas Neffin, während Jack LaFontaine als Back-up auf der Bank Platz nahm. Adam Smith verteidigte heute an der Seite von Mitch Reinke, Korbinian Geibel mit Eric Mik und Brandon Davidson mit Moritz Kretzschmar. In der Offensive blieb alles unverändert.

Es war das zweite Spiel für die Berliner in der diesjährigen CHL-Saison. Nach der Auftaktniederlage in Genf am Freitagabend wollten die Eisbären heute in Davos Wiedergutmachung betreiben. Man zeigte keine schlechte Leistung in Genf, haderte jedoch am Ende mit der eigenen Chancenverwertung. Wäre diese besser gewesen, hätte man durchaus was Zählbares mitnehmen können. Gelang beim Schweizer Rekordmeister heute der erste Sieg oder setzte es die zweite Niederlage?

Enzo Corvi eröffnete den Torreigen im ersten Drittel. (Archivfoto von City-Press GmbH Bildagentur)

Davos äußerst effektiv vor dem Berliner Tor

Munterer Auftakt in Davos, denn beide Teams spielten offensiv nach vorne. Eine traumhafte Kombination bei einem Konter der Hausherren führte zum 0:1 aus Eisbären-Sicht. Enzo Corvi schloss diesen eiskalt ab und traf ins leere Berliner Tor (4.).
Danach suchten die Hauptstädter eine schnelle Antwort und hatten auch ihre Möglichkeiten, doch erneut lief man in einen schnellen Angriff der Davoser und fing sich prompt das 0:2 durch Valentin Nussbaumer, der Neffin in der kurzen Ecke überwinden konnte (9.).
Auch im ersten Powerplay liefen die Eisbären an, konnten aber kein Kapital aus ihren Chancen schlagen. Kaum war Davos wieder komplett, netzten die Gastgeber zum dritten Mal ein. Brendan Lemieux kam von der Strafbank und stellte auf 0:3 (12.).
Während bei Davos gefühlt jeder Schuss ins Tor ging, liefen die Eisbären auch danach vergebens an. Dennoch war es positiv zu erwähnen, dass man sich hier nicht seinem Schicksal ergab sondern weiter nach vorne spielte und auf der Suche nach einer Antwort war. Davos konzentrierte sich angesichts des komfortablen Vorsprungs vorerst nur auf die Defensive und lauerte auf Umschaltmomente. In der Pause stand Trainer Dubois nun davor, Lösungen für die restlichen 40 Minuten zu finden, wollte man hier noch etwas Zählbares mitnehmen.

Leo Pföderl traf zweimal für die Eisbären in Davos. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Davos macht das halbe Dutzend voll

Doch besser wurde es nicht. Powerplay für Davos, dort spielten die Schweizer ihre Stärken aus und Adam Tambellini hatte keine großen Probleme, die Scheibe im leeren Tor zu versenken – 0:4 (24.).
Nur wenige Augenblicke später war Davos mit zwei Mann mehr auf dem Eis und Simon Ryfors überwand Neffin zum fünften Mal an diesem Abend – 0:5 (25.).
Zwei Schweizer Top-Teams zeigten der Eisbären-Defensive direkt zum CHL-Auftakt die Grenzen auf. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Berliner bereits satte elf Gegentore kassiert und das Spiel in Davos lief ja noch über 30 Minuten. Mit dieser Vorstellung ist man natürlich Stand jetzt auch weit vom ersten Saisonziel entfernt, dass da heißt, die KO-Phase der CHL zu erreichen.
In eigener Überzahl sendeten die Gäste dann aber mal ein Lebenszeichen. Leo Pföderl mit dem Querpass vor das Tor, wo die Scheibe von einem Davoser Spieler entscheidend abgefälscht wurde – 1:5 (36.). Weitere Powerplayzeit ließ man ungenutzt liegen – auch mit zwei Mann mehr auf dem Eis.
Stattdessen machte Calle Andersson zwölf Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels das halbe Dutzend für den HC Davos voll – 1:6.

Jonas Neffin spielte 40 Minuten lang, Jack LaFontaine dann im Schlussdrittel. (Archivfoto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Davos hört einfach nicht auf mit dem Toreschießen

Zu Beginn des letzten Drittels wechselte Head Coach Éric Dubois auf der Torhüterposition. Jack LaFontaine ersetzte Jonas Neffin. Dieser überstand direkt ein Powerplay der Gastgeber.
Als die Eisbären in Überzahl waren, klingelte es im Schweizer Tor. Andreas Eder mit dem schönen Pass auf Leo Pföderl, welcher den Doppelpack schnürte – 2:6 (44.).
Aber mehr als Ergebniskosmetik war das nicht. Denn auf der Gegenseite ließ man Davos zu viel Platz, was Guus van der Kaaij zum 2:7 ausnutzte (47.). Nach diesem Wochenende sollte definitiv klar sein, woran man in der kommenden Woche vor dem CHL-Heimspiel-Doppelpack arbeiten muss: Die Defensive lässt einen schon mit Fragezeichen zurück, wenn gleich es natürlich auch zwei Schweizer Top-Teams waren. Dennoch kann man sich als DEL-Rekordmeister mit ambitionierten Zielen auch deutlich besser präsentieren.
Und es kam noch schlimmer: Nico Gross erhöhte Mitte des Schlussdrittels auf 2:8 (50.). Natürlich war in dem Spiel die Luft raus, aber trotzdem kann man das Spiel auch ordentlich zu Ende spielen und sich dann nicht so seinem Schicksal ergeben. Immerhin blieb es am Ende bei den acht Gegentoren. Nun gilt es an den Schwachstellen zu arbeiten.

2:6-Niederlage zum CHL-Auftakt in Genf: Eisbären hadern mit ihrer Chancenverwertung

Die Eisbären Berlin verlieren das erste Spiel in der Champions Hockey League (CHL) bei Servette Genf mit 2:6 (1:2,1:1,0:3). An sich war es eine gute Vorstellung der Berliner, am Ende haderte man aber vor allem mit der Chancenverwertung. 29:16 zeigte die Torschussstatistik am Ende an. Doch die Schweizer waren die effizientere Mannschaft. 

Endlich war es soweit: Das erste Pflichtspiel für das neue Trainerteam der Eisbären Berlin um Head Coach Éric Dubois und Associate Coach Dan Lambert stand an. Sie entschieden sich für folgende Aufstellung beim Auftakt in Genf: Jack LaFontaine stand im Berliner Tor. Kai Wissmann verteidigte wie gewohnt an der Seite von Jonas Müller, Neuzugang Brandon Davidson mit Adam Smith, Mitch Reinke mit Korbinian Geibel sowie Eric Mik mit Moritz Kretzschmar. In der Offensive sahen die Reihen wie folgt aus: Ty Ronning und Liam Kirk stürmten zusammen mit Rückkehrer Gabriel Fontaine. Leo Pföderl bildete eine Reihe mit Andreas Eder und Eric Hördler. Neuzugang Tobias Krestan bildete zusammen mit Markus Vikingstad und Yannick Veilleux eine Rehe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Rihards Griva, Manuel Wiederer und Noel Saffran.

Für die Eisbären geht es in dieser CHL-Saison vor allem erst einmal darum, die Ligaphase zu überstehen und dann will man nach Aussagen der Verantwortlichen so weit wie möglich kommen. Vor zwei Jahren stand man schon einmal im Viertelfinale und scheiterte am späteren Sieger ZSC Lions. Bemerkenswert: In beiden Spielen führte man bereits mit 3:0, ehe man in beiden Spielen als Verlieren vom Eis ging.

Rückkehrer Gabriel Fontaine (rechts) erzielte das erste Pflichtspieltor der Eisbären-Saison 2026/27. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Fontaine belohnt die Eisbären mit dem Anschlusstreffer

Trotz eines guten Beginns der Gäste gingen die Hausherren in Führung. Nach rund drei Minuten klingelte es erstmals im Tor von LaFontaine. Vili Saarijärvi düpierte den neuen Berliner Goalie – 0:1 (3.). Keine zwei Minuten später legten die Schweizer das zweite Tor nach. Die Gastgeber eroberten die Scheibe in der Bandenrundung und spielten dann den Treffer schön heraus. Markus Granlund war der Torschütze gewesen – 0:2 (5.).
Trotz der zwei schnellen Gegentore ließen sich die Eisbären nicht von ihrem Spielplan abbringen und spielten weiter gutes Eishockey. In der Folge erspielte man sich auch weitere gute Chancen, konnte diese jedoch nicht verwerten. Bis zum ersten Powerplay in der Schlussphase. Leo Pföderl scheiterte noch, aber Gabriel Fontaine verkürzte 100 Sekunden vor dem Ende auf 1:2 (19.). Der verdiente Lohn für ein starkes erstes Drittel – abgesehen von der Phase, in der man beide Gegentore kassierte.

Ty Ronning sorgte für den 2:2-Ausgleich. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Drückende Überlegenheit, trotzdem Rückstand

Auch ins zweite Drittel fanden die Eisbären gut rein und waren die optisch gesehen überlegene Mannschaft. Hinten ließ man wenig zu, während man nach vorne das Spiel immer wieder ankurbelte. Auch das zweite Powerplay sah schon wieder vielversprechend aus. Mitte des Spiels konnte man sich dann auch ein weiteres Mal belohnen, als Ty Ronning aus der Drehung das 2:2 erzielte (31.). Inzwischen war der Ausgleich hochverdient. 16:3-Torschüsse zeigte die Statistik am Ende des Mitteldrittels. Und doch nahm man einen 2:3-Rückstand mit in die zweite Drittelpause. Der Gegentreffer fiel 13 Sekunden vor Drittelende.

Jack LaFontaine gab sein Pflichtspiel-Debüt für die Eisbären. (Archivfoto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)

Chancenverwertung spricht am Ende klar für Genf

Direkt zu Beginn des Schlussdrittels hatte Leo Pföderl das 3:3 auf dem Schläger, ließ diese Chance aber liegen. Fortan ging es hin und her, aber getroffen haben nur die Hausherren. Erneut war Granlund der Torschütze – 2:4 (49.).
Die Chancenverwertung war hier in diesem Spiel der Knackpunkt. Während Genf weniger Torschüsse hatte, diese aber effektiv zu nutzen wusste, ließen die Eisbären Chance um Chance liegen. Das war aber auch das einzig schlechte an diesem Spiel, denn ansonsten war es ein sehr starker Auftritt der Hauptstädter. 31 Prozent zeigte die Schuss-Effizienz der Schweizer an, sieben Prozent waren es bei den Eisbären zu diesem Zeitpunkt.
In Überzahl entschieden die Gastgeber das Spiel mit dem Treffer zum 5:2. James Vesey überwand LaFontaine im Berliner Tor (54.). Deren Trainer Dubois nahm dann in den letzten fünf Minuten noch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Das nutzte Noah Rod zum sechsten Treffer aus – 2:6 (58.).
Damit setzte es im ersten CHL-Spiel eine deutliche Niederlage. Am Ende setzte sich die Kaltschnäuzigkeit der Schweizer durch. Die Eisbären müssen die guten Ansätze aus diesem Spiel mitnehmen und am Sonntag in Davos eine bessere Chancenverwertung an den Tag legen.