

Die Eisbären Berlin verlieren das erste Spiel in der Champions Hockey League (CHL) bei Servette Genf mit 2:6 (1:2,1:1,0:3). An sich war es eine gute Vorstellung der Berliner, am Ende haderte man aber vor allem mit der Chancenverwertung. 29:16 zeigte die Torschussstatistik am Ende an. Doch die Schweizer waren die effizientere Mannschaft.
Endlich war es soweit: Das erste Pflichtspiel für das neue Trainerteam der Eisbären Berlin um Head Coach Éric Dubois und Associate Coach Dan Lambert stand an. Sie entschieden sich für folgende Aufstellung beim Auftakt in Genf: Jack LaFontaine stand im Berliner Tor. Kai Wissmann verteidigte wie gewohnt an der Seite von Jonas Müller, Neuzugang Brandon Davidson mit Adam Smith, Mitch Reinke mit Korbinian Geibel sowie Eric Mik mit Moritz Kretzschmar. In der Offensive sahen die Reihen wie folgt aus: Ty Ronning und Liam Kirk stürmten zusammen mit Rückkehrer Gabriel Fontaine. Leo Pföderl bildete eine Reihe mit Andreas Eder und Eric Hördler. Neuzugang Tobias Krestan bildete zusammen mit Markus Vikingstad und Yannick Veilleux eine Rehe. Und die nominell vierte Reihe bestand aus Rihards Griva, Manuel Wiederer und Noel Saffran.
Für die Eisbären geht es in dieser CHL-Saison vor allem erst einmal darum, die Ligaphase zu überstehen und dann will man nach Aussagen der Verantwortlichen so weit wie möglich kommen. Vor zwei Jahren stand man schon einmal im Viertelfinale und scheiterte am späteren Sieger ZSC Lions. Bemerkenswert: In beiden Spielen führte man bereits mit 3:0, ehe man in beiden Spielen als Verlieren vom Eis ging.

Rückkehrer Gabriel Fontaine (rechts) erzielte das erste Pflichtspieltor der Eisbären-Saison 2026/27. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Fontaine belohnt die Eisbären mit dem Anschlusstreffer
Trotz eines guten Beginns der Gäste gingen die Hausherren in Führung. Nach rund drei Minuten klingelte es erstmals im Tor von LaFontaine. Vili Saarijärvi düpierte den neuen Berliner Goalie – 0:1 (3.). Keine zwei Minuten später legten die Schweizer das zweite Tor nach. Die Gastgeber eroberten die Scheibe in der Bandenrundung und spielten dann den Treffer schön heraus. Markus Granlund war der Torschütze gewesen – 0:2 (5.).
Trotz der zwei schnellen Gegentore ließen sich die Eisbären nicht von ihrem Spielplan abbringen und spielten weiter gutes Eishockey. In der Folge erspielte man sich auch weitere gute Chancen, konnte diese jedoch nicht verwerten. Bis zum ersten Powerplay in der Schlussphase. Leo Pföderl scheiterte noch, aber Gabriel Fontaine verkürzte 100 Sekunden vor dem Ende auf 1:2 (19.). Der verdiente Lohn für ein starkes erstes Drittel – abgesehen von der Phase, in der man beide Gegentore kassierte.

Ty Ronning sorgte für den 2:2-Ausgleich. (Archivfoto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Drückende Überlegenheit, trotzdem Rückstand
Auch ins zweite Drittel fanden die Eisbären gut rein und waren die optisch gesehen überlegene Mannschaft. Hinten ließ man wenig zu, während man nach vorne das Spiel immer wieder ankurbelte. Auch das zweite Powerplay sah schon wieder vielversprechend aus. Mitte des Spiels konnte man sich dann auch ein weiteres Mal belohnen, als Ty Ronning aus der Drehung das 2:2 erzielte (31.). Inzwischen war der Ausgleich hochverdient. 16:3-Torschüsse zeigte die Statistik am Ende des Mitteldrittels. Und doch nahm man einen 2:3-Rückstand mit in die zweite Drittelpause. Der Gegentreffer fiel 13 Sekunden vor Drittelende.

Jack LaFontaine gab sein Pflichtspiel-Debüt für die Eisbären. (Archivfoto von Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur)
Chancenverwertung spricht am Ende klar für Genf
Direkt zu Beginn des Schlussdrittels hatte Leo Pföderl das 3:3 auf dem Schläger, ließ diese Chance aber liegen. Fortan ging es hin und her, aber getroffen haben nur die Hausherren. Erneut war Granlund der Torschütze – 2:4 (49.).
Die Chancenverwertung war hier in diesem Spiel der Knackpunkt. Während Genf weniger Torschüsse hatte, diese aber effektiv zu nutzen wusste, ließen die Eisbären Chance um Chance liegen. Das war aber auch das einzig schlechte an diesem Spiel, denn ansonsten war es ein sehr starker Auftritt der Hauptstädter. 31 Prozent zeigte die Schuss-Effizienz der Schweizer an, sieben Prozent waren es bei den Eisbären zu diesem Zeitpunkt.
In Überzahl entschieden die Gastgeber das Spiel mit dem Treffer zum 5:2. James Vesey überwand LaFontaine im Berliner Tor (54.). Deren Trainer Dubois nahm dann in den letzten fünf Minuten noch seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Spielers vom Eis. Das nutzte Noah Rod zum sechsten Treffer aus – 2:6 (58.).
Damit setzte es im ersten CHL-Spiel eine deutliche Niederlage. Am Ende setzte sich die Kaltschnäuzigkeit der Schweizer durch. Die Eisbären müssen die guten Ansätze aus diesem Spiel mitnehmen und am Sonntag in Davos eine bessere Chancenverwertung an den Tag legen.
