4:2-Heimsieg gegen Mannheim: Die Eisbären feiern den vierten Sieg in Serie und haben die direkte Playoff-Qualifikation vor Augen

WalkersBaerenNews 2025/2026 – Ausgabe – #37:

Die Siegesserie der Eisbären Berlin geht auch gegen den Erzrivalen weiter. Gegen die Adler Mannheim feierten die Berliner am Ende einen verdienten 4:2-Heimsieg und gewannen damit auch das vierte Spiel in Folge. Die Hauptstädter scheinen also tatsächlich rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt ihre Top-Form zu erreichen, welche sie zur einer sehr unbequemen Mannschaft in den Playoffs macht.

Eisbären-Trainer Serge Aubin veränderte sein Line-up erneut nicht. Warum auch, hatte dieses Team doch zuletzt mehr als überzeugt und vor allem beim 1:0-Auswärtssieg in Köln mit großer Leidenschaft begeistert. Mit diesem Team will man es nun auch direkt ins Viertelfinale schaffen und den Umweg Pre-Playoffs vermeiden.

Wo wir bei der Ausgangslage wären. Während die Mannheimer bereits das Heimrecht für das Viertelfinale sicher hatten und nur noch um die Platzierungen spielten, ging es für die Eisbären um wichtige Punkte im Kampf um Platz sechs. Vor dem Spiel lag man zwei Zähler vor dem Konkurrenten aus Bremerhaven, welcher heute zeitgleich in Nürnberg ran musste. Bei einem Sieg der Eisbären und einer Niederlage der Pinguins, würde bereits heute Abend die direkte Viertelfinal-Qualifikation feststehen. Gab es am Ende Grund zum Feiern oder steht am Sonntag der absolute Showdown im Heimspiel gegen München bevor?

Kai Wissmann sorgte für die frühe 1:0-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Intensiver Beginn in den DEL-Klassiker. Beide Teams überbrückten schnell die neutrale Zone und sorgten bereits in der Anfangsphase für die ersten gefährlichen Abschlüsse. Beide Goalies mussten also vom ersten Bully weg hellwach sein.
Sieben Minuten waren gespielt, da erklang zum ersten Mal an diesem Abend „Viva la vida“. Eric Hördler behauptete überragend die Scheibe im Zweikampf, spielte sie dann hoch zum Kapitän Kai Wissmann, welcher zu viel Zeit und Platz hatte und die Scheibe im Mannheimer Tor versenkte – 1:0.
Die Antwort der Kurpfälzer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Justin Schütz stellte auf 1:1 (9.). Kurz zuvor hatten die Berliner die Chance zum 2:0 ungenutzt gelassen. Was für ein Auftakt in das Duell der beiden Erzrivalen.
Die Eisbären zeigten im ersten Drittel schöne Kombinationen, welche an die letzten Jahre erinnerten und welche wir in dieser Saison bisher noch nicht so häufig zu sehen bekamen. Auch heute waren die Eisbären wieder konzentriert bei der Sache und fingen die Aufbaupässe der Adler ab.
Während die Eisbären am 2:1 arbeiteten, fiel es auf der anderen Seite. Mannheim fuhr den gefühlt zweiten Angriff und stocherte am Ende die Scheibe zum 2:1 über die Linie. Marc Michaelis war der Torschütze (15.).
Im ersten Powerplay der Partie hatten die Hausherren die Chance zum Ausgleich, spielten es am Ende aber zu ungenau und so verpuffte diese Chance. So lag man nach dem ersten Drittel mit 1:2 hinten, obwohl man die aktivere Mannschaft war. Die Adler erwiesen sich bis hierhin aber als die effektivere Mannschaft.

Der neue Torjäger Les Lencaster (rechts) sorgte für die 3:2-Führung. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Auch im zweiten Drittel waren die Eisbären die Mannschaft, welche das Spiel bestimmten und auf das 2:2 drängten. Man spielte es sehr geduldig und wurde dafür belohnt. Yannick Veilleux sorgte nach 24 Minuten für den erneuten Ausgleich.
Mitte des zweiten Drittels wurden dann natürlich auch „Zärtlichkeiten“ ausgetauscht. Leon Gawanke rammte Manuel Wiederer so lange den Schläger in den Rücken, bis es dem Berliner Stürmer reichte. Aber natürlich gab es für beide nur fünf Minuten wegen Fighting. Warum auch dem Mannheimer Verteidiger zwei Minuten wegen Verursachung des Fights geben. Typisch Andre Schrader mal wieder…
In der Folge mussten die Eisbären zweimal nacheinander in Unterzahl ran, überstanden aber beide Unterzahlspiele dank einer überragenden Leidenschaft. Das war ganz starke Teamarbeit von allen Spielern inklusive Jonas Stettmer auf dem Eis.
In den letzten vier Minuten des zweiten Drittels durften die Eisbären dann für vier Minuten mit einem Mann mehr ran. Und das nutzten die Berliner durch ihren neuen Torjäger Les Lancaster aus und drehten die Partie wieder zurück – 3:2 (38.). Mit diesem Spielstand ging es anschließend in die zweite Drittelpause.

Zeigte auch heute wieder eine sehr starke Leistung: Jonas Stettmer (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Mannheim kam wild entschlossen aus der Kabine und wollte den Ausgleich erzielen, aber Jonas Stettmer war hellwach und hielt sein Tor sauber. Die Eisbären kamen aber relativ schnell auch wieder ins Spiel und drängten ihrerseits auf das vierte Tor.
Die Partie lebte im Schlussdrittel vor allem von der Spannung. Rund neun Minuten vor dem Ende des dritten Drittels durften die Mannheimer erneut in Überzahl ran und hatten somit die Chance zum Ausgleich. Doch erneut spielten die Eisbären ganz stark in Unterzahl und überstanden auch diese schadlos und konnten somit weiterhin vom wichtigen Heimsieg gegen den Erzrivalen träumen.
Es stand nun eine extrem spannende Schlussphase bevor. Mannheim machte hinten auf, um hier noch einen Zähler zu sichern. Das wollten die Berliner mit ihren Kontern jedoch verhindern. Als Mannheim den Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, nutzten das die Eisbären durch Marcel Noebels zur Entscheidung – 4:2 (58.). Damit feierten die Berliner den vierten Sieg in Serie und behielten die Pole Position im Kampf um Platz sechs gegenüber Bremerhaven. Der Traum von der direkten Playoff-Qualifikation lebt mehr denn je.

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