Nach Mannheim-Coup: Eisbären wollen in Iserlohn und gegen Wolfsburg nachlegen

Wenn die Eisbären-Fans heute an die 60. Spielminute vom vergangenen Sonntag in Mannheim zurückdenken, bekommen Sie ein breites Grinsen im Gesicht. Warum? Ganz klar, denn 18,1 Sekunden vor dem Spielende schoss Florian Busch die Eisbären Berlin zum überraschenden aber keinesfalls unverdienten 3:2-Auswärtssieg in Mannheim und versetzte die Adler-Fans und deren Mannschaft in eine Schockstarre, war es doch zugleich die dritte Niederlage für die Kurpfälzer in Folge. Für die Eisbären war es dagegen die richtige Antwort auf das 0:4-Debakel gegen Köln, auf die völlig indiskutable Leistung gegen die Domstädter, als die Mannschaft ein Komplett-Ausfall war. 

Bei aller Freude über den 3:2-Coup in Mannheim darf man aber nicht vergessen, dass dieser Sieg nur halb so viel wert ist, wenn man jetzt am Wochenende nicht nachlegt und diesen Auswärtssieg vergoldet. Am Wochenende geht es mit Iserlohn (11.) und Wolfsburg (13.) gegen zwei Mannschaften, die hinter den Berlinern in der Tabelle stehen. Dennoch sollten die Eisbären beide Mannschaften nicht unterschätzen, das weiß auch EHC-Chefcoach Clément Jodoin, der im Vorfeld der Partie am Seilersee morgen Abend folgendes sagte (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 06.12.2018):

Iserlohn ist eine gute, offensive Mannschaft, die viele Tore schießt, aber auch einige Tore
abgibt. Dort ist es immer sehr schwer zu spielen. Wir haben auf einigen Gebieten bereits einen guten Standard erreicht, müssen uns aber insgesamt noch weiterentwickeln.

Die Eisbären sollten an die letzten beiden Drittel aus Mannheim anknüpfen, als die Mannschaft geschlossen für den Erfolg gekämpft hat. Da hat Jeder für Jeden gekämpft, die Spieler gaben keinen Puck verloren, gingen keinem Zweikampf aus dem Weg und haben immer an den Sieg geglaubt und diesen Willen auf dem Eis auch vermittelt. Gekrönt wurde diese klasse Moral mit dem Siegtreffer durch Buschi 18,1 Sekunden vor dem Ende. Dieser Erfolg sollte der Mannschaft nun Auftrieb geben, um wieder eine Siegesserie zu starten. Zwar gewann man vier der letzten fünf Spiele, aber auch wenn Siege dabei waren, spielerisch konnten die Eisbären nicht immer überzeugen und nach wie vor fehlt in einem Großteil der Spiele das System, was hinter dem Spiel der Eisbären steckt. Jedenfalls erkennt man kaum eins.

Morgen Abend treten die Eisbären bei den Iserlohn Roosters (Bully: 19:30 Uhr) an, welche aktuell auf dem elften Tabellenplatz stehen. Die Sauerländer stellen mit 81 Toren den zweitbesten Angriff der Liga, mit 94 Gegentoren aber auch die zweitschlechteste Defensive der DEL. Am Seilersee ist es aber immer schwer zu spielen, auch in dieser Saison wieder. Nur vier der zwölf Heimspiele haben die Sauerländer verloren, den Eisbären steht also eine schwere Aufgabe bevor. Doch die letzten beiden Auswärtsspiele am Seilersee gingen an die Eisbären, die letztmals 2008/2009 drei Siege in Folge nach regulärer Spielzeit in Iserlohn feierten. 

Am Sonntag sind dann ab 14:00 Uhr die Grizzlys Wolfsburg in der Mercedes-Benz Arena zu Gast. Ein Team, welches bisher eine absolut verkorkste Saison erlebt. Nach dem Weggang von Trainer Pavel Gross im Sommer läuft es beim Playoff-Dauergast der letzten Jahre überhaupt nicht rund, die Niedersachsen hängen am Tabellenende fest und es scheint fast so, als ob die Serie der Playoff-Teilnahmen der Wolfsburg in dieser Saison ein jähes Ende finden wird, denn der Rückstand auf Platz Zehn beträgt bereits jetzt schon 14 Zähler. Und auswärts läuft für Wolfsburg in dieser Saison bisher überhaupt nichts zusammen, man gewann nur eins von bisher 14 Gastspielen. Und nun tritt man in Berlin an, die nur drei von zwölf Heimspielen in dieser Saison bisher verloren haben. Zudem hat Wolfsburg die letzten sieben Auswärtsspiele in der Hauptstadt verloren. Gute Aussichten sind etwas anders für die Mannschaft aus der Autostadt.

Eisbären-Coach Clément Jodoin muss erneut auf Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Thomas Oppenheimer und Mark Olver verzichten. Zudem ist der Einsatz von Jamie MacQueen fraglich, für ihn würde Charlie Jahnke ins Line-up rücken.

Der Eisbären-Kader für das Auswärtsspiel bei den Iserlohn Roosters am 07.12.2018:

Tor:

Kevin Poulin, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Maximilian Adam, Mark Cundari, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer, Frank Hördler

Angriff:

Brendan Ranford, Charlie Jahnke, Vincent Hessler, Jamie MacQueen, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Thomas Oppenheimer, Mark Olver (alle verletzt)

Für das DNL-Team, Weißwasser oder Hamburg im Einsatz:

Tobias Ancicka, Konstantin Kessler, Jake Ustorf, Thomas Reichel, Cedric Schiemenz, Lukas Reichel