Walkers Wochenend-Fazit #13

Ausgabe #13:

Ein weiteres Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) liegt hinter uns. Und wie nach jedem Wochenende stellen wir Euch auch heute wieder die Gewinner und Verlierer vor:

Gewinner des Wochenendes:

Die Kölner Haie haben mit zwei Siegen ihre Tabellenführung gefestigt. Die Domstädter gewannen am Freitag zunächst das Derby bei der Düsseldorfer EG mit 3:2 und heute Nachmittag setzte man sich noch mit 4:1 bei den Straubing Tigers durch. Die Haie finden also so langsam aber sicher wieder zurück in die Erfolgsspur.

Zwei Heimsiege feierten die Iserlohn Roosters. Am Freitag gewann man gegen den EHC Red Bull München mit 4:2 und heute setzte man sich dank einer furiosen Aufholjagd noch mit 5:4 n.V. gegen die Augsburger Panther durch. Die Sauerländer lagen dabei im Schlussdrittel noch mit 1:4 hinten, konnten sich aber letztendlich in die Verlängerung retten und sich dort schließlich den Zusatzpunkt sichern. Durch diese beiden Siege verkürzte Iserlohn als Zwölfter den Rückstand auf Platz Zehn auf zwei Punkte.

Die Krefeld Pinguine haben zwar nur ein Spiel an diesem Wochenende absolviert, dieses aber am Freitag mit 3:0 bei den Hannover Scorpions gewonnen. Die Seidenstädter haben nun neun Mal in Serie gewonnen und sind das „Team der Stunde“ in der DEL. Durch diese Erfolgsserie hat sich Krefeld inzwischen bis auf Platz Drei in der Tabelle vorgearbeitet.

Verlierer des Wochenendes:

Die Hannover Scorpions haben beide Spiele an diesem Wochenende verloren. Am Freitag gab es seit langer Zeit mal wieder eine Heimniederlage. Mit 0:3 verloren die Niedersachsen gegen die Krefeld Pinguine. Heute setzte es eine 2:3-Niederlage in München. Hannover muss sich daher erst einmal wieder nach unten statt nach oben orientieren.

Der Play-Off-Zug ist für die Düsseldorfer EG wohl endgültig abgefahren. Die Rheinländer kassierten zwei Niederlagen am Wochenende – 2:3 gegen Köln, 2:5 im Kellerduell in Wolfsburg. Der Rückstand auf Platz Zehn beträgt bereits 14 Punkte. Den jungen Wilden der DEG kann wohl nur ein Wunder noch helfen, um die Pre-Play-Offs zu erreichen.

Krefeld Pinguine: Das Team der Stunde

Sie sind in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) momentan nicht zu stoppen und daher das „Team der Stunde“: Die Rede ist von den Krefeld Pinguinen. Die Seidenstädter haben zuletzt neun Siege in Folge gefeiert und dabei starke 25 von 27 möglichen Punkten geholt. Durch diese Erfolgsserie haben sich die Pinguine in der Tabelle mit 48 Punkten auf Platz Zwei verbessert und nun nur noch drei Zähler Rückstand auf Tabellenführer Köln (51 Punkte).

Der Erfolg der Seidenstädter kommt jedoch sehr überraschend, denn vor der Saison galten die Krefelder bei den Experten eher als Außenseiter, der keine Chance auf einen Platz unter den ersten Zehn der Liga hat. Doch in den letzten neun Spielen zeigten die Krefelder, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist. Auf Platz Elf hat man derzeit satte 13 Punkte Vorsprung. Und so, wie Krefeld zur Zeit drauf ist, deutet nicht viel darauf hin, dass diese Siegesserie irgendwann mal enden wird. Die Pinguine strotzen derzeit nur so vor Selbstvertrauen.

Die Siegesserie startete Krefeld ausgerechnet nach der Länderspielpause (Deutschland Cup) mit einem 4:3-Sieg n.V. in Berlin. Danach folgten fünf Heimsiege (2:1 vs. Wolfsburg, 2:1 vs. Hamburg, 3:2 n.V. vs. Mannheim, 4:1 vs. München, 6:3 vs. Hannover) und drei Auswärtssiege (4:2 in Iserlohn, 4:1 in Düsseldorf, 3:0 in Hannover). In dieser Zeit erzielten die Krefeld Pinguine starke 32 Tore und kassierten nur 14 Gegentore.

Doch nicht nur in den zurückliegenden neun Ligaspielen erwies sich die Defensive der Pinguine als enorm stark, auch im bisherigen Saisonverlauf wusste die Defensive der Seidenstädter zu überzeugen. Mit nur 63 Gegentoren stellt Krefeld zusammen mit Hamburg die beste Abwehr der Liga. Was auch ein Verdienst vom Torhüter Scott Langkow ist, der seit 2008 das Tor der Krefeld Pinguine hütet. Statistisch gesehen ist Langkow in dieser Saison der drittbeste Torhüter der Liga. Seine Fangquote beträgt starke 92,2 Prozent, sein Gegentorschnit 2,19. Gestern Abend feierte er beim 3:0-Sieg in Hannover seinen ersten Shut-out in dieser Saison. Er absolvierte in dieser Saison bisher alle Spiele für Krefeld (27).

Zudem muss man bei den Krefeld Pinguinen auch vier Spieler hervorheben. Boris Blank ist mit 28 Punkten (12 Tore/16 Vorlagen) derzeit der Top-Scorer des KEV. Es folgen Herberts Vasiljevs und Francois Méthot mit jeweils 23 Scorerpunkten (8 Tore/15 Vorlagen) sowie NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff mit 21 Scorerpunkten (8 Tore/13 Vorlagen). Das Team der Krefeld Pinguine ist also nicht nur auf ein oder zwei starke Spieler angewiesen sondern verfügt über mehrere gute Spieler, die auch in der Lage sind, ein Spiel alleine zu entscheiden.

Wenn die Krefelder so weiter spielen wie bisher, dann dürfte ihnen die Play-Off-Teilnahme in diesem Jahr nicht zu nehmen sein. Und vielleicht klappt es ja sogar mit der direkten Play-Off-Qualifikation. Stark genug sind sie dafür auf jeden Fall.