WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #11:

Die Eisbären Berlin haben ihr Heimspiel gegen die Augsburger Panther nach hart umkämpften 60 Minuten knapp mit 2:1 gewonnen und damit die Tabellenführung verteidigt. In einem eher mäßigen DEL-Spiel war einmal mehr Goalie Jonas Neffin der Matchwinner für seine Mannschaft, in der durch Tore von Yannick Veilleux und Manuel Wiederer heute auch das Secondary Scoring funktioniert hat.
Eisbären-Trainer Éric Dubois vertraute dem selben Line-up wie beim 4:0-Auswärtssieg in Krefeld. Somit begann also erneut Jonas Neffin im Tor und auch Gregor Stocker stand erneut im Kader. Ob es diesmal für Eiszeit reichte?
Die Eisbären gingen als klarer Favorit in das Spiel gegen die Fuggerstädter, welche am vergangenen Wochenende satte zwölf Gegentore kassiert hatten. Das Wochenende davor war es jedoch nur ein Gegentor, weshalb die Defensive der Panther durchaus als Wundertüte zu betrachten war. Welche bekamen die Eisbären heute zu sehen: die anfällige oder die, die Bollwerk anbaut?

Musste im ersten Drittel zwei-, dreimal bei Augsburger Chancen eingreifen: Goalie Jonas Neffin (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Zähes erstes Drittel
Das Spiel war keine 30 Sekunden alt, da musste Jonas Neffin schon zweimal eingreifen und gefährliche Schüsse abwehren. Kurz darauf hatten die Eisbären das erste Powerplay, welches aber noch nicht wie gewohnt funktionierte.
Danach ging es zwar hin und her, gefährliche Chancen kamen dabei aber nicht heraus. Daher entwickelte sich hier ein doch eher zähes erstes Drittel. Jonas Neffin riss die Fans dann nochmal kurz von ihren Sitzen, als er im ersten Augsburger Powerplay kurz mal gefordert wurde. So war es auch nicht verwunderlich, dass das Auftaktdrittel torlos zu Ende ging.

Zum Ende des zweiten Drittels wurde es ziemlich ruppig zwischen Berlin und Augsburg. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Am Ende wurde es ruppig
Im zweiten Drittel war es erneut ein Augsburger Powerplay, in dem Jonas Neffin einmal entscheidend eingreifen musste, um seine Mannschaft vor dem Rückstand zu bewahren. Die Saves von Neffin sind einfach unglaublich – gefühlt hat der Neuzugang aus Regensburg mehrere Arme und Beine. Die gegnerischen Spieler verzweifeln jedenfalls reihenweise an ihm, wenn er das Berliner Tor hütet.
Die Gäste wirkten in dieser Phase deutlich aktiver als die Eisbären, von denen nach vorne wenig Produktives kam. Einzig Neffin hatte man es zu verdanken, dass es hier noch 0:0 stand. Und einmal auch Adam Smith, der für seinen bereits geschlagenen Goalie gerettet hatte.
Offensiv wirkte es von den Berlinern genauso ideenlos wie vor einer Woche bei der Heimniederlage gegen München. Das ist dann auch damit gemeint, wenn Kapitän Kai Wissmann sagt, dass man trotz Tabellenführung noch genügend Verbesserungspotential hat.
Fünf Minuten vor der ersten Drittelpause zeigten die Eisbären dann jedoch auch, was sie in dieser Saison auszeichnet: die gnadenlose Effektivität vor dem Tor. Yannick Veilleux versenkte die Scheibe per Onetimer im langen Eck – 1:0 (35.). Seinen ersten beiden Assists im Spiel in Krefeld ließ die Nummer 38 das erste Saisontor folgen. Da nimmt jemand gerade so richtig Fahrt auf.
Für die Pausenführung reichte es jedoch nicht, denn 24,8 Sekunden vor der zweiten Drittelpause sorgte Cameron Wright für den Ausgleich. Beim Stand von 1:1 ging es anschließend in die Pause. Begleitet von kleinen Raufereien, welche bereits beim Ausgleich angefangen hatten.

Sorgte für die 2:1-Führung im Schlussdrittel: Manuel Wiederer/2. v.l. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)
Manuel Wiederer mit dem Gamewinner
Auch im letzten Drittel entwickelte sich kein Eishockey-Leckerbissen. Das war hier weiterhin extrem schwere Kost und auch nicht schön zum anschauen. Aber immerhin gingen die Eisbären wieder in Führung. Manuel Wiederer stand im Slot und versenkte die Scheibe zum 2:1 im Augsburger Tor (46.).
Kurze Zeit später erhöhten die Eisbären auf 3:1, welches jedoch nach Ansicht des Videobeweises nicht gegeben wurde. So waren die Panther noch im Spiel und weiterhin auf Provokation aus. Mit ihrer Spielweise wollten sie den Eisbären unter die Haut fahren, welche sich aber gut zur Wehr setzten.
Im weiteren Spielverlauf blieb es angesichts des knappen Spielstandes eine hart umkämpfte Partie. Augsburg gab sich hier nicht geschlagen und wollte den Ausgleich erzwingen, während die Eisbären für die Vorentscheidung sorgen wollten.
Die Panther versuchten am Ende alles und zogen ihren Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Augsburg machte auch nochmal ordentlich Druck, doch die Defensive der Eisbären ließ nichts mehr zu. Damit brachte man das knappe 2:1 über die Zeit und feierte einen hart erkämpften Arbeitssieg gegen die Fuggerstädter.
