Serge Aubin: „Wir wollen über 60 Minuten die Geschwindigkeit beibehalten“

Nach zwei Heimspielen in Folge treten die Eisbären Berlin am Montagabend mal wieder auswärts an. Ab 18:30 Uhr ist man dann bei der Düsseldorfer EG zu Gast. Zwei Wochen zuvor war man bereits schon einmal zu Gast im ISS-Dome und im ersten Drittel sah alles nach dem ersten Auswärtssieg der laufenden Saison aus, führte die Mannschaft von Headcoach Serge Aubin doch bereits mit 3:0. Am Ende stand man erneut als Verlierer da, nahm beim 4:5 n.V. aber immerhin noch einen Zähler mit. Morgen Abend will man es aber besser machen und alle drei Punkte mit in die Hauptstadt nehmen. Dass es nicht einfach wird, weiß Serge Aubin, schließlich hat die DEG erst einmal nach regulärer Spielzeit in dieser Saison verloren:

Natürlich möchten wir einen Start wie im letzten Spiel gegen Düsseldorf haben, aber die Geschwindigkeit dann 60 Minuten lang beibehalten. Über die letzten drei Spiele haben wir uns gut entwickelt. Wir haben es geschafft, auch enge Spiele für uns zu entscheiden, selbst wenn wir mal nicht so gut waren. Diese Konsistenz ist wichtig für uns und wir brauchen jeden Einzelnen. Düsseldorf spielt sehr gut, sie haben eine starke Verteidigung und können Tore schießen. Wir spielen gegen ein Team, das nur einmal in regulärer Spielzeit verloren hat. Wenn wir das Spiel gewinnen wollen, müssen wir die gesamten 60 Minuten durchspielen.

Aubin spricht es an. Man muss die gesamten 60 Minuten durchspielen. Das war beim ersten Duell im Rheinland nicht der Fall, da kassierte man noch im ersten Drittel den Anschlusstreffer und danach machte man die DEG durch unnötige Fehler wieder stark und brachte sie zurück ins Spiel. Und die Mannschaft von Trainer Harold Kreis hat dann die Qualität, so ein Spiel noch zu drehen und zu gewinnen. Das haben die Eisbären am eigenen Leib erfahren müssen.

Doch seit dem ist einiges passiert. Die Eisbären haben seitdem drei Spiele in Folge gewonnen und dabei volle neun Punkte eingefahren, weshalb man nun von ganz oben in der Nord-Gruppe grüßt. Dabei wurde man aber nur in zwei der drei Spiele gefordert. Gegen Krefeld gewann man mühelos, hätte bei besserer Chancenverwertung auch noch deutlicher gewinnen können. Im Heimspiel gegen Köln lief man zweimal einem Rückstand hinterher, blieb aber geduldig und fand irgendwann zu seinem Spiel und auch den Schlüssel, um dieses Spiel zu gewinnen. Und gegen Bremerhaven wusste man am Ende gar nicht so richtig, wie man dieses Spiel gewinnen konnte. Bremerhaven hatte die Berliner vor allem im Mitteldrittel komplett im Griff, scheiterte da aber immer wieder am eigenen Unvermögen im Abschluss oder aber an Mathias Niederberger im Berliner Tor. Aber Aubin sprach es ja an, man findet im Moment eben auch einen Weg zum Sieg, wenn man mal nicht überzeugend spielt. Und das ist in dieser verkürzten Saison von großer Bedeutung.

Und die Siege bringen den Spielern vor allem eins – Selbstvertrauen. Und dieses haben die Jungs aus dem Bremerhaven-Spiel mitgenommen und sind nun bereit für die nächste Herausforderung, wie es Verteidiger John Ramage sagte:

Das Team ist gut, wir haben Selbstvertrauen aus dem letzten Heimspiel gegen Bremerhaven. Ich denke, wir sind bereit für die nächste Herausforderung. Wir wussten, dass das letzte Spiel in Düsseldorf ein schweres war und so wie wir verloren haben, hat es einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Aber wir sind für dieses Spiel bereit und wollen sichergehen, dass wir einen guten Start haben.

In diesem Spiel nicht mithelfen können zwei Stürmer. Zum einen fehlt PC Labrie aufgrund muskulärer Probleme. Er ist in Berlin geblieben, ein Einsatz am Donnerstag ist aktuell fraglich. Ebenso in der Hauptstadt weilt Neuzugang Zach Boychuk, was aber keine Verletzungsgründe hat. Boychuk muss wegen der Hygienebestimmungen weiterhin auf sein DEL-Debüt im Eisbären-Trikot warten. Frühestens am Donnerstag könnte es soweit sein.
Dafür rückt Youngster Fabian Dietz in den Kader, er spielte zuletzt für Kooperationspartner Lausitzer Füchse in der DEL2.

Statistisch gesehen wäre mal wieder ein Eisbären-Sieg schön. Vier der letzten fünf Spiele verlor man gegen Düsseldorf, darunter dreimal im Rheinland. Vor zwei Wochen war man nah dran am Sieg, doch wenn man nicht 60 Minuten sein Spiel konsequent durchzieht, wird das eben nichts. Von daher muss die Devise morgen lauten: 60 Minuten die Geschwindigkeit beibehalten und konsequent die Chancen nutzen.

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