Gegen Wolfsburg und in Köln: André Rankel und Martin Buchwieser kehren zurück, aber Top-Scorer Jamie MacQueen fällt wochenlang aus

Der Europapokal 2018/2019 ist für die Eisbären Berlin seit vorgestern Abend Geschichte, nun kann man sich voll und ganz auf die Deutsche Eishockey Liga (DEL) konzentrieren. Und das ist auch bitter nötig, hinken die Hauptstädter doch den eigenen Ansprüchen derzeit ein Stück weit hinterher. Was zum einen am spielerischen Niveau liegt, aber zum anderen natürlich auch an der unglaublichen Verletztenmisere, die den DEL-Rekordmeister in dieser Saison zu verfolgen scheint.

Da freut man sich, dass Trainer Clément Jodoin wieder auf die beiden Stürmer André Rankel und Martin Buchwieser am Wochenende zurück greifen kann, um sich in der anderen Sekunde schon wieder zu ärgern, dass mit Jamie MacQueen der Top-Scorer der Eisbären mindestens sechs Wochen fehlen wird. Die Nummer 17 der Eisbären zog sich im letzten Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt einen Syndesmosebandriss zu und hat damit nun die selbe Verletzung wie Goalie Marvin Cüpper. Die Tore von MacQueen werden den Eisbären in den nächsten Wochen fehlen, immerhin traf die Nummer 17 bereits siebenmal in dieser Saison und legte vier weitere Treffer auf. Ein herber Rückschlag für den Vizemeister.

Neben MacQueen werden am Wochenende weiterhin Goalie Marvin Cüpper, die Verteidiger Kai Wissmann und Jonas Müller sowie die Stürmer Thomas Oppenheimer und Mark Olver fehlen. Somit heißt es also wieder DEL-Eiszeit für die Youngster Maximilian Adam, Charlie Jahnke und Vincent Hessler, die bisher bei ihren Auftritten durchaus zu überzeugen wussten. Auch Verteidiger Mark Cundari, der zuletzt als überzähliger Importspieler auf die Tribüne musste, darf aufgrund der Verletzung von Jamie MacQueen wieder mitspielen.

Morgen Abend (Bully: 19:30 Uhr) empfangen die Berliner zum Wochenend-Auftakt den Tabellenvorletzten Grizzlys Wolfsburg. Und in diese Partie werden unsere Jungs eine Portion Selbstvertrauen mitnehmen, gewann man doch das bedeutungslose letzte CHL-Gruppenspiel am Dienstagabend bei HC Neman Grodno mit 4:2 und verbesserte sich somit noch auf Platz Drei in der Gruppe vor den Weißrussen von Grodno.
Wenn wir davon reden, dass es bei den Eisbären in dieser Saison noch nicht wie gewünscht läuft, was sollen dann die Verantwortlichen der Niedersachsen sagen? Nach dem Abgang von Coach Pavel Gross suchen die Grizzlies immer noch nach ihrer Form, sind aktuell Tabellenvorletzter mit nur acht Punkten aus elf Spielen. Und auswärts sind die Wolfsburger Punktelieferant, verloren alle ihre sieben Gastspiele und holten einen mickrigen Punkt. Gute Voraussetzungen also für die Eisbären, morgen Abend einen Heimsieg gegen Wolfsburg einzufahren. Zumal Wolfsburg der Lieblingsgegner der Berliner ist und die Niedersachsen zudem in keiner anderen DEL-Stadt erfolgloser sind als in der Hauptstadt.

Am Sonntagnachmittag treten die Eisbären dann ab 16:30 Uhr zum DEL-Klassiker bei den Kölner Haien an, welche aktuell auf Platz Acht in der Tabelle und damit exakt einen Platz vor den Eisbären stehen. Auch die Domstädter sind noch auf der Suche nach ihrer Form, während man die beste Defensive der Liga stellt (20 Gegentreffer), hat man derzeit Probleme mit dem Tore schießen (24 Tore/drittschwächster Angriff der Liga). 

Eisbären-Coach Clément Jodoin blickte nach dem heutigen Training aber zunächst einmal voraus auf das morgige Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten aus Wolfsburg (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 18.10.2018):

Wolfsburg hat vielleicht derzeit eine schwere Phase, aber sie sind trotzdem eine gute Mannschaft mit einem neuen Trainer. Es gibt keine schwachen Teams in dieser Liga. Das Spiel wird auf dem Eis entschieden. Für beide Mannschaften geht es morgen von Null los.

Worauf wird es ankommen? Die Eisbären sollten in etwa so spielen, wie sie es die letzten 40 Minuten in Krefeld getan haben. Mit viel Geduld, kompakt in der Abwehr stehen und so wenig wie möglich zulassen und vor dem Tor sich Chancen erarbeiten und diese eiskalt nutzen. Zudem sollte man diszipliniert spielen und von der Strafbank fern bleiben. Und man sollte Wolfsburg trotz sieben Auswärtsniederlagen in sieben Spielen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber dafür wird der Coach schon sorgen, dass das nicht passieren wird.

Der Kader der Eisbären Berlin für das Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg:

Tor:

Kevin Poulin, Konstantin Kessler

Abwehr:

Maximilian Adam, Mark Cundari, Danny Richmond, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer, Frank Hördler

Angriff:

Brendan Ranford, Charlie Jahnke, Vincent Hessler, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Marcel Noebels

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper, Kai Wissmann, Jonas Müller, Thomas Oppenheimer, Mark Olver, Jamie MacQuee (alle verletzt)

Für das DNL-Team, Weißwasser oder Hamburg im Einsatz:

Maximilian Franzreb, Tobias Ancicka, Jake Ustorf, Thomas Reichel, Cedric Schiemenz, Lukas Reichel