4:1 – Eisbären Berlin sind zum siebten Mal Deutscher Meister!!!

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Ausgabe #39:

delpo125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg130px-Koelner-haie-logo_svgDie Eisbären Berlin haben es erneut geschafft. Durch einen 4:1-Sieg im vierten Finalspiel gegen die Kölner Haie feierten die Hauptstädter den dritten Titel in Folge und die mittlerweile siebte DEL-Meisterschaft insgesamt. WAHNSINN!!! Nach einer Saison mit mehr Tiefen als Höhen stehen die Berliner am Ende doch wieder auf dem Meister-Thron. Da fehlen selbst mir die Worte. Denn auch mehr als 24 Stunden nach dem Gewinn der Meisterschaft habe ich das noch nicht so wirklich realisiert, was gestern Nachmittag in der ausverkauften O2 World passiert ist.

Schon weit vor dem Spiel füllte sich der Vorplatz an der Arena am Ostbahnhof. Die Fans strömten in Scharen zum letzten Heimspiel der Eisbären. Unter den 14.200 Zuschauern waren auch ca. 800 Haie-Fans, die extra per Sonderzug angereist waren. Die Stimmung war also schon weit vor dem Spiel bestens, die Berliner Fans waren natürlich wesentlich besser gelaunt als die Kölner Fans. Aber beide waren sie angespannt. Denn keiner wusste, was an diesem Nachmittag passieren würde. Die Berliner Fans hofften natürlich auf einen Sieg und der damit verbundenen Meisterschaft, während die Kölner Fans natürlich auf den Ausgleich in der Finalserie hofften.

Nach langem Warten ging es in der O2 World dann auch endlich los. Der Puck wurde eingeworfen und fortan entwickelte sich eine sehr intensive und hart umkämpfte Partie. Man merkte, dass es hier um sehr viel ging. Die Eisbären wirkten von Beginn an entschlossener, spritziger und immer einen Schritt schneller als die Kölner. Diese wussten sich nur mit aggressiver Spielweise zu helfen, was allerdings dazu führte, dass man sich viele Strafzeiten einhandelte. Die ersten beiden Unterzahlspiele überstanden die Mannen von Trainer Uwe Krupp aber noch schadlos.
Der Druck der Hausherren nahm zu und in der neunten Minute lief Corey Locke alleine auf KEC-Goalie Danny Aus den Birken zu. Ex-Eisbär Nathan Robinson konnte Locke nur per Haken stoppen und somit gab es folgerichtig Penalty für die Eisbären. Diesen verwandelte Locke selbst und das eiskalt – 1:0. Die Arena am Ostbahnhof stand erstmals Kopf an diesem Nachmittag, während die Gästekurve verstummte.
Der Treffer gab den Eisbären noch mehr Selbstvertrauen und sie erarbeiteten sich jede Menge gute Torchancen, doch man konnte keine weitere nutzen. Köln kam zwar auch immer wieder gefährlich vor das Tor der Berliner, doch dort verteidigten die Eisbären sehr gut und ließen nicht viel zu. Wenn doch mal ein Schuss durchkam, dann war er eine sichere Beute von Rob Zepp.
Mit einer 1:0-Führung der Eisbären ging es in die erste Drittelpause.

Im Mitteldrittel wirkten die Domstädter zu Beginn aktiver und stärker. Man merkte, dass sie sich hier etwas vorgenommen hatten. Und in der 25. Minute gelang Rok Ticar dann auch der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente 1:1-Ausgleich.
Sollte das Spiel nun kippen, sollten die Haie das Spiel drehen? Nein, denn die Eisbären machten einfach so weiter wie bisher und setzten die Domstädter nach und nach unter Druck. Köln war zwar wesentlich besser im Spiel als noch im Auftaktdrittel, doch sie fanden zu selten ein Mittel gegen die kompakt stehende Abwehr der Berliner.
Als die Haie gerade eine Unterzahl schadlos überstanden hatten, schlug es doch noch hinter Danny Aus den Birken ein. Julian Talbot hatte Maß genommen und traf zur erneuten Berliner Führung – 2:1 (32.).
Drei Minuten später kam dann der Auftritt von Constantin Braun. Der Verteidiger startete mit dem Puck im eigenen Drittel und stürmte vor zum Kölner Tor, wo sein Schuss noch knapp vorbei rauschte. T.J. Mulock konnte den Abpraller aber verwerten und erhöhte auf 3:1 (35.).
Dieser Treffer wirkte wie eine Vorentscheidung, denn die Berliner spielten die restlichen Minten im Mitteldrittel sehr souverän zu Ende, während die Kölner ratlos wirkten. Die Spieler von Uwe Krupp hatten kurz danach erst einmal Zeit, sich noch einmal zu sammeln und neue Kraft zu schöpfen, denn beim Stand von 3:1 ging es in die zweite Drittelpause.

Das letzte Drittel begannen die Gäste in Überzahl, doch daraus machten sie nichts. Köln versuchte alles, um wieder heran zu kommen. Doch es blieb dabei, dass man kein Mittel gegen diese Defensive der Eisbären fand. Man verzweifelte schier an den Verteidigern der Eisbären oder aber an Rob Zepp. Nämlich dann, wenn man doch mal eine kleine Lücke fand, um den Schuss abzugeben.
Die letzte Hoffnung wurde den Domstädtern dann in der 47. Minute genommen. Da gelang Julian Talbot in Überzahl nämlich sein zweiter Treffer in diesem Spiel – 4:1.
Die Eisbären spielten das nun geschickt zu Ende, während die Kölner nach wie vor alles versuchten. Doch irgendwann war ihnen auch klar, dass es vorbei war und man das Finale verloren hatte.
Uns Fans auf den Rängen war dass schon früher klar und so starteten die Meister-Feierlichkeiten schon gut zehn Minuten vor Ende des Spiels. Klar, es hätte immer noch schief gehen können, aber die Haie erweckten nicht den Eindruck, als ob sie hier noch etwas hätten ändern können. Als dann die Schlusssirene ertönte, gab es bei den Spielern auf dem Eis und bei uns Fans auf den Rängen kein Halten mehr. Die Spieler und auch die Fans lagen sich freudetrunken in den Armen und feierten den dritten Titel in Folge und den siebten insgesamt. Die Kölner Spieler ließen verständlicherweise die Köpfe hängen, wurden aber von ihren Fans für eine starke Saison gefeiert. Auch wir ziehen den Hut vor den Kökner Haien, die eine starke Vorrunde und auch starke Play-Offs gespielt haben. Doch im Finale, als es darauf ankam, wirkten die Haie nicht mehr so stark, wie noch zuvor.

Fazit:

Was soll man großartig zu diesem Spiel sagen? Die Eisbären haben das scheinbar Unmögliche geschafft und sind zum siebten Mal Deutscher Meister geworden. Die Mannschaft zeigte genau zum richtigen Zeitpunkt ihr bestes Eishockey und ließ die Kölner vor allem in den letzten beiden Finalspielen des öfteren verzweifeln. Die Mannen von Trainer Don Jackson wirkten in den entscheidenden Momenten routinierter, abgezockter und entschlossener als die Haie. Die Domstädter versuchten alles, fanden aber letzlich eben kein Gegenmittel gegen die starken Eisbären.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note von mir:

Hauptschiedsrichter waren die Herren Brüggemann und Piechachzek. Wie so oft gab es Kleinigkeiten, die man durchaus hätte anders pfeifen können. Aber dennoch zeigten beide Hauptschiedsrichter eine gute Leistung und leiteten das vierte Finalspiel sehr souverän. Note 2.

Fanstimmung:

Die war MEISTERLICH!!! Die O2 World glich einem Hexenkessel und spätestens nach der Schlusssirene gab es kein Halten mehr auf den Rängen. Die Stimmung war sensationell und sorgte für jede Menge Gänsehaut.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Julian Talbot (Eisbären Berlin/Stürmer)

2. Constantin Braun (Eisbären Berlin/Verteidiger)

3. Corey Locke (Eisbären Berlin/Stürmer)

Vorschau auf das nächste Heimspiel:

ES IST SOMMERPAUSE!!!