Kampf um die Playoff-Plätze: Eisbären empfangen direkten Konkurrenten Ingolstadt

Die Eisbären Berlin kehren nach drei Auswärtsspielen in Folge zurück auf das heilige Eis der Arena am Ostbahnhof: Morgen Abend empfangen die Hauptstädter mit dem ERC Ingolstadt einen direkten Konkurrenten im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. Die Berliner stehen aktuell mit 62 Punkten auf dem vierten Platz in der Tabelle, die Schanzer folgen mit einem Punkt Rückstand auf Platz Sechs. Insofern ist es also morgen ein sogenanntes „Sechs-Punkte-Spiel„, in dem die Berliner ihren Vorsprung vergrößern, die Panther aber mit einem Sieg auch vorbeiziehen könnten.

Von daher ist morgen ein sehr hart umkämpftes und intensives Spiel zu erwarten. Aber das war ja auch in den letzten Spielen schon der Fall, wie Trainer Serge Aubin im Vorfeld dieses Spiels sagte (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 16.01.2020):

Wenn man sich die letzten Spiele anschaut, sieht man, dass die Intensität in den Spielen
stärker wird. Wir sind bereit dafür. Für uns ist das eine gute Möglichkeit unsere Identität als Team herauszufinden Wenn ein Fehler ein ganze Spiel entscheidet, darf man ihn nicht machen.

Und solch ein Fehler unterlief den Eisbären zum Beispiel im letzten Spiel in Köln, in dem ein Torwartfehler von Justin Pogge die Aufholjagd der Kölner Haie erst begünstigt hatte. Zum Glück gewann man dieses Spiel am Ende noch in der Verlängerung, aber nicht immer geht so etwas dann auch noch gut aus.
Von daher tun die Eisbären gut daran, ihr Spiel 60 Minuten lang hoch konzentriert zu Ende zu spielen, keine verrückten Sachen zu machen, einfaches und effektives Eishockey zu spielen und vor allem nach einer scheinbar sicheren Führung sich nicht zurücklehnen und zu denken, dass wird schon gut gehen. Und auch sollte man jeden Gegner, egal welchen Platz er in der Tabelle belegt, ernst nehmen. Was passiert, wenn das nicht der Fall ist, hat man erst kürzlich in den ersten acht Minuten in Iserlohn gesehen. Gerade in dieser Saisonphase sollte man darauf bedacht sein, so einfach wie möglich zu spielen und so viele Punkte wie nur möglich einzusammeln, denn der Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation spitzt sich immer mehr zu.

Und mit Ingolstadt ist morgen Abend das drittbeste Auswärtsteam der Liga zu Gast beim viertbesten Heimteam. Und die Mannschaft von Trainer Doug Shedden war zuletzt richtig gut drauf, siegte dreimal in Folge, darunter war auch ein 7:1-Auswärtssieg (!) in Wolfsburg. Gegen Düsseldorf drehte man zuletzt ein 0:2 noch in ein 3:2 um. Diese Mannschaft sollte man also auf jeden Fall ernst nehmen und nicht unterschätzen. Und das Selbstvertrauen der Panther-Spieler ist groß, diese wollen Platz Vier, vielleicht sogar auch Platz Drei, angreifen. Die Eisbären sollten also gewarnt sein.

Deswegen ist es natürlich sehr gut, dass sich das Lazarett immer mehr lichtet. Stürmer Mark Olver kehrt morgen in den Kader zurück. Und in der Verteidigung gibt der erst 19-jährige Eric Mik sein Saisondebüt. Weiterhin fehlen werden hingegen Vincent Hessler, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Sean Backman und Fabian Dietz.

Beide Mannschaften trafen bisher zweimal in dieser Saison aufeinander. Stets in der Saturn-Arena in Ingolstadt, beide Male gewannen die Berliner (4:1,4:2). Zwei der letzten fünf Gastspiele in der Hauptstadt gingen an die Schanzer – und das sogar in Folge. Gelingt Ingolstadt morgen erneut ein Sieg, wäre es erst das zweite Mal, dass die Panther drei Spiele in Folge in Berlin gewonnen hätten.

Dass es nicht dazu kommt, dafür muss in erster Linie die Mannschaft sorgen. Aber auch die Fans müssen wieder wie der siebte Mann hinter dem Team stehen und die Arena in einen Hexenkessel verwandeln. Denn wir gehen mit großen Schritten auf die schönste Jahreszeit zu – die Playoffs. Und da die Arena morgen fast ausverkauft ist, muss die Stimmung auf den Rängen kochen, damit die Gäste aus Ingolstadt Angst bekommen und wir unseren Jungs auf dem Eis zusätzliche Motivation geben.

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt am 17.01.2020 um 19:30 Uhr:

Tor:

Sebastian Dahm, Justin Pogge

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Eric Mik, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Landon Ferraro, Maxim Lapierre, Lukas Reichel, Sebastian Streu, James Sheppard, Constantin Braun, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Fürs DNL-Team im Einsatz:

Eric Steffen

In Weißwasser:

Marvin Cüpper, Thomas Reichel

Nicht zur Verfügung:

Vincent Hessler (Hand), Fabian Dietz, Louis-Marc Aubry (beide Knie), Sean Backman, Florian Busch