Spitzenspiel in Berlin: Die Eisbären Berlin erwarten mit den Kölner Haien das derzeit heißeste Team der Liga

Hoher Besuch für die Eisbären Berlin: Morgen Abend empfängt der Hauptstadtclub mit den Kölner Haien das derzeit heißeste Team der Liga. Denn die Domstädter gewannen sieben der letzten acht Spiele und holten dabei 22 von 24 möglichen Zählern, punkteten also in jeder dieser acht Partien. Und morgen Abend versuchen jene Haie, diese Serie auch im neunten Spiel in Folge fortzusetzen, wenn man ab 19:30 Uhr in der Arena am Ostbahnhof auf die heimischen Eisbären trifft. Diese wiederum wollen die knappe 5:6-Niederlage n.P. gegen Wolfsburg im letzten Heimspiel vergessen machen und stattdessen die sehr gute Heimbilanz weiter aufbessern. Aktuell steht man bei sieben Heimsiegen aus neun Heimspielen in dieser Saison.

Doch erwartet die Eisbären eine sehr schwere Aufgabe, das weiß man in Berlin. Die aktuelle Form der Kölner ist in Berlin bestens bekannt und dementsprechend groß ist auch der Respekt vor Köln, denen Eisbären-Coach Serge Aubin aber ebenso ein schweres Spiel prognostiziert (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 05.12.2019):

Köln spielt ähnlich wie wir mit viel Tempo und vier Reihen. Es wird darauf ankommen, wer in der Ausführung des Systems wacher und konsequenter ist. Es wird ein hartes Spiel für uns, aber auch für sie.

Szene aus dem ersten Aufeinandertreffen zwischen Berlin und Köln aus dieser DEL-Saison. Am Ende gewannen die Eisbären knapp mit 3:2 n.V. (Foto: eisbaerlin.de/jasmin und walker)

Beide Teams haben sich nach sehr schwachem Saisonstart bis in die Top-6 vorgearbeitet und dort auch festgesetzt. Die Eisbären sind mit 38 Punkten aktuell Tabellenvierter, die Haie stehen mit nur einem Punkt weniger auf Platz Sechs der DEL-Tabelle. Der Sieger der morgigen Partie kann weiterhin an dem Top-Trio der Liga – München, Straubing und Mannheim – dran bleiben. Berlin will den zweiten Heimsieg gegen Köln in dieser Saison, die Haie dagegen wollen Revanche nehmen für das 2:3 n.V. zu Beginn der Saison.

Für die Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena wird es ein hochinteressantes Spiel werden, spielen beide Teams doch nahezu das gleiche System wie der Gegner. Und beide eint die Tatsache, dass beide zu Saisonbeginn erst einmal ein neues System lernen mussten, es erst so nach und nach richtig verinnerlicht haben und nun die ersten Erfolge damit feiern. Die Eisbären haben das „System Aubin“ inzwischen sehr gut verstanden und auch umgesetzt, aber es gibt nach wie vor noch Luft nach oben und Verbesserungsmöglichkeiten. Und in Köln mussten sie erst einmal das „System Stewart“ verstehen, welches Trainer Mike Stewart spielen lässt und mit welchem er zuvor in Augsburg große Erfolge gefeiert hatte. Seitdem seine Spieler aber verstanden haben, was er von Ihnen will, läuft es in Köln richtig gut und macht Köln zum derzeit stärksten Team der Liga.

Denn es sind nicht nur die letzten acht Spiele, in denen die Haie gepunktete haben. Von den letzten 13 Spielen gewann Köln deren zehn und dass die Serie in Berlin seine Fortsetzung findet, dafür stehen die Voraussetzungen nicht schlecht. Denn aus der Hauptstadt nahmen die Domstädter bei sechs der letzten acht Gastspiele etwas Zählbares mit.
Die Eisbären sollten also gewarnt sein. Auch sollten sie auf die Ausgeglichenheit der Haie achten, hat doch bisher kein Spieler mehr als fünf Tore in dieser Saison erzielt. Jason Akeson und Sebastian Uvira sind die beiden Top-Torjäger der Rheinländer, bei den es in dieser Saison bisher 18 verschiedene Torschützen gab.

Deren 16 sind es aktuell bei den Eisbären Berlin, bei denen die treffsichersten Spieler in dieser Saison Marcel Noebels (10 Tore), Lukas Reichel, Leo Pföderl (beide 8), Mark Olver und Austin Ortega (beide 7) sind. Auch die Eisbären sind schwer auszurechnen. In jedem Spiel gibt es andere Spieler, welche die Akzente setzen und für die Tore sorgen, was es den Gegnern schwer macht, sich auf die Eisbären einzustellen. Was auch eine Folge des „System Aubin“ ist, welches in Berlin derzeit immer besser funktioniert. Was dabei vor allem auffällt, die Eisbären schießen nahezu aus allen Lagen auf das gegnerische Tor, was man in der Vergangenheit nicht mehr so gewohnt war. Kein Wunder also, dass man mit 70 Toren den aktuell fünftbesten Sturm der DEL hat.

Welche Spieler sich morgen Abend ab 19:30 Uhr mit den Kölner Haien auf dem Eis der Arena am Ostbahnhof messen werden, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz genau fest, da es diese Woche einige Ausfälle gab, weshalb Stürmer Sebastian Streu mit dem Team trainierte. Ebenso unklar ist wohl auch noch die Frage nach dem Start-Goalie morgen Abend. Bekommt Back-up Maximilian Franzreb morgen Abend vielleicht sogar den Vorzug vor Sebastian Dahm? Es wäre ihm zu wünschen und verdient wäre es allemal.

Der voraussichtliche Kader der Eisbären Berlin für das Heimspiel gegen die Kölner Haie am 06.12.2019:

Tor:

Sebastian Dahm, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan, Florian Kettemer, Constantin Braun

Angriff:

Austin Ortega, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Landon Ferraro, Maxim Lapierre, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Sebastian Streu, Fabian Dietz, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Fürs DNL-Team im Einsatz:

Eric Steffen

Für Weißwasser im Einsatz:

Eric Mik, Thomas Reichel

Nicht zur Verfügung:

Marvin Cüpper (Sprunggelenk), Vincent Hessler (Hand), Sean Backman, Florian Busch