Eisbären-Coach Clément Jodoin nach CHL-Fehlstart: „Wir wollen natürlich zurückschlagen“

Morgen in einer Woche startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in ihre Jubiläumssaison, es wird die 25. sein. Doch daran verschwenden die Eisbären Berlin noch keine Gedanken. Denn nach dem CHL-Fehlstart am vergangenen Wochenende im Wellblechpalast sind die Eisbären auf Wiedergutmachungstour. Morgen Abend treten die Berliner beim EV Zug (Bully: 19:45 Uhr) an, am Sonntag folgt das Rückspiel beim tschechischen Meister HC Kometa Brno (Bully: 17:00 Uhr). Aktuell stehen die Eisbären mit null Punkten auf dem letzten Platz, die Marschroute für diese beiden Spiele sollte also klar sein: Alles auf Sieg! Denn nur wenn die Eisbären das Wochenende mit zwei Siegen erfolgreich beenden, haben sie in den beiden ausstehenden Gruppenspielen gegen HC Neman Grodno noch Chancen auf die KO-Phase. 

Angriffslustig zeigt sich Trainer Clément Jodoin (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 06.09.2018):

Wir sind Wettkämpfer. Sie haben uns zu Hause geschlagen, jetzt wollen wir natürlich zurückschlagen. Wir wissen, wie wir spielen müssen.

Man kann nur hoffen, dass das zurückschlagen nicht wörtlich gemeint ist und die Eisbären wieder vermehrt auf der Strafbank sitzen. Denn die Disziplinlosigkeit war mit ein Faktor, weshalb das Auftakt-Wochenende letztendlich verpatzt wurde. Wenn gleich nicht immer alle Strafen wirklich nachvollziehbar waren, saßen die Eisbären eindeutig zu oft in der Kühlbox und brachten sich somit um die Chance, die Spiele zu gewinnen. Vor allem gegen Zug, als man sich nach dem 3:1 bereits auf der Siegerstraße wähnte, kassierte man drei Gegentore in Unterzahl und lag prompt hinten. Bleiben die Eisbären von der Strafbank fern, haben sie durchaus auch Chancen, die Spiele zu gewinnen.

Dann müssen aber auch die zu vielen leichtsinnigen und teilweise unnötigen Fehler abgestellt werden. Gerade gegen Brno vertändelte man die Scheibe im Spielaufbau zu schnell, lud die Tschechen somit zu Kontern ein, welche diese natürlich eiskalt ausnutzten. Zweimal standen die Tschechen mit drei Stürmern frei vor Torhüter Maximilian Franzreb, spielten sich die Scheibe gemütlich hin und her und netzten anschließend locker ins Berliner Tor ein. Stellt man neben den Strafen auch die Fehler ab, sind die Eisbären auf Augenhöhe mit Zug und Brno und können sich wieder Chancen auf das Weiterkommen ausrechnen.

Dabei mithelfen soll u.a. Goalie Marvin Cüpper, welcher morgen Abend in Zug sein Saison-Debüt feiern wird. Und Cüpper muss sich anstrengen, will er die Woche darauf das Tor gegen München ebenfalls hüten. Denn durch seine Verletzung hat sich sein Kontrahent im Kampf um den Platz im Berliner Käfig, Maximilian Franzreb, in den Mittelpunkt gespielt und bewiesen, dass er bereit ist, die Nummer Eins zu werden.

Weiterhin fehlen werden die Eisbären Frank Hördler, André Rankel und Florian Busch. Zudem fällt nun auch Marcel Noebels aus, welcher bekanntlich am Camp der Boston Bruins teilnimmt und sich den Traum von einem NHL-Vertrag erfüllen will. Wir drücken der Nummer 92 an dieser Stelle die Daumen und wünschen ihm viel Erfolg und hoffen, dass sein Traum endlich wahr wird. Verdient hätte es Noebi auf jeden Fall. Auch wenn er den Eisbären fehlen wird, aber so eine Chance muss Marcel Noebels versuchen zu nutzen.

Das Eisbären-Team für das dritte CHL-Gruppenspiel beim EV Zug am 07.09.2018:

Tor:

Marvin Cüpper, Maximilian Franzreb

Abwehr:

Mark Cundari, Kai Wissmann, Danny Richmond, Jonas Müller, Micki DuPont, Jens Baxmann, Florian Kettemer

Angriff:

Brendan Ranford, Jason Jaspers, Charlie Jahnke, Jamie MacQueen, Thomas Oppenheimer, Louis-Marc Aubry, Martin Buchwieser, Sean Backman, Daniel Fischbuch, James Sheppard, Colin Smith, Mark Olver

Nicht zur Verfügung:

Frank Hördler, André Rankel, Florian Busch (alle verletzt), Marcel Noebels (Camp Boston Bruins)

Für das DNL-Team, Weißwasser oder Hamburg im Einsatz:

Tobias Ancicka, Konstantin Kessler, Maximilian Adam, Jake Ustorf, Vincent Hessler, Thomas Reichel, Cedric Schiemenz, Lukas Reichel