Morgen Abend gegen Spitzenreiter München: Ein echter Härtetest im ersten Heimspiel des neuen Jahres

2019 ist Geschichte, 2020 liegt vor uns: Und gleich im ersten Heimspiel und generell ersten Spiel des neuen Jahres erwartet die Eisbären Berlin ein sehr harter Brocken. Denn morgen Abend treffen die Hauptstädter ab 19:30 Uhr auf Spitzenreiter EHC Red Bull München in der Mercedes-Benz Arena. Die Mannschaft von Ex-Eisbären-Coach Don Jackson dominiert die DEL in dieser Saison nach Belieben und zieht an der Tabellenspitze einsam seine Kreise, hat bereits 13 Zähler Vorsprung auf den Überraschungszweiten aus Straubing und satte 20 Zähler mehr als die Eisbären auf dem Konto. Somit liegt vor der Mannschaft von Trainer Serge Aubin der größtmögliche Prüfstein, den es geben kann.

Dessen ist sich auch Aubin bewusst, wie er nach dem Donnerstagstraining sagte (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin vom 02.01.2020):

München ist nicht ohne Grund die Nummer 1 der Liga. Sie haben sehr viel Tiefe im Kader, eine große Qualität und sind sowieso ein absoluter Spitzenclub. Wir werden bereit sein für sie! Solange wir alle zusammen kompaktes Eishockey spielen und gut in der Defensive arbeiten, haben wir eine Chance.

Und von dieser Tiefe im Kader zerren die Münchner aktuell auch, denn wie die Eisbären plagen sich auch die Bayern mit Verletzungsproblemen rum. Was aber kein Problem für München darstellt, dann springen halt die Youngsters in die Bresche und sorgen für weitere Münchner Siege in ihrer bisherigen super Saison. Und auch die Probleme auf der Torhüterposition scheinen München nicht zu schwächen, dann springt eben der junge Daniel Fießinger ein und spielt wie ein abgeklärter Profi, der schon viele Jahre auf seinem Buckel hat.

Und genau deswegen erwartet die ebenso ersatzgeschwächten Eisbären morgen Abend eine sehr schwere Aufgabe, denn egal wer bei München spielt, sie sind eine brandgefährliche Mannschaft. Und wenn die Eisbären sich da nicht an ihr System halten, in der Defensive nicht kompakt stehen und die kleinen Fehler nicht vermeiden, vor dem gegnerischen Tor nicht so eiskalt die Chancen nutzen, dann haben sie gegen München auch keine Chance.
Aber die bisherigen beiden Aufeinandertreffen haben gezeigt, dass die Eisbären mit München durchaus mithalten und ihnen ein Bein stellen können. Zwar verlor man beide Duelle (2:4 in München/3:5 in Berlin), aber war man keinesfalls schlechter als München. Diese erwiesen sich halt nur in bestimmten Situationen als abgezockter, aber seit dem sind auch wieder einige Wochen und Spiele vergangen und die Eisbären haben sich inzwischen noch besser auf das „System Aubin“ eingestellt.

Rückkehrer im Kader werden die Eisbären wohl keine erwarten, jedenfalls deutet nicht viel darauf hin. Und zudem ist auch der Einsatz von Stürmer Landon Ferraro noch fraglich, nach dem er im Spiel gegen Augsburg einen Schuss geblockt hatte und das Spiel vorzeitig beenden musste. Ebenso auch Leo Pföderl, welcher aber morgen wohl sicher wieder mit dabei ist.
Definitiv kein Spiel mehr im Eisbären-Trikot bestreiten wird Goalie Maximilian Franzreb, dessen Vertrag heute aufgehoben wurde. Der 23-jährige wechselt in die DEL2 zu den Tölzer Löwen. Eine Entscheidung, die angesichts der Verpflichtung von Justin Pogge zwar überraschend aber nicht ganz unerwartet kommt. Für Franzreb ist es das Beste, kann er doch endlich wieder Eiszeit bekommen. Jene Eiszeit, welche ihm in Berlin verwehrt wurde. Er bekam nie das Vertrauen von den Verantwortlichen, was er sich eigentlich längst verdient hatte. Und mit seinen wenigen Einsatzzeiten konnte er auch nicht die Spielpraxis sammeln, um weitere Erfahrung zu sammeln. Diese holt er sich nun bei den Tölzer Löwen und es ist ihm zu wünschen, dass er sich dort über gute Leistungen wieder für die DEL empfiehlt und er es den Verantwortlichen der Eisbären dann zeigen kann, was für ein Talent sie (mal wieder) freiwillig haben ziehen lassen. Oder aber sagen wir lieber, vergrault haben…

Die Bilanz in Berlin sah zuletzt überhaupt nicht gut aus, verloren die Eisbären doch zwölf der vergangenen 16 Heimspiele gegen München. Es wird höchste Zeit, dass an dieser Statistik gearbeitet wird. Und welches Spiel eignet sich dafür besser als das erste im neuen Jahr?

Der Eisbären-Kader für das Heimspiel gegen den EHC Red Bull München am 03.01.2020 um 19:30 Uhr:

Tor:

Sebastian Dahm, Justin Pogge

Abwehr:

Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, Ryan McKiernan, Florian Kettemer, Constantin Braun

Angriff:

Austin Ortega, Thomas Reichel, Pierre-Cédric Labrie, André Rankel, Maxim Lapierre, Sebastian Streu, Fabian Dietz, James Sheppard, Marcel Noebels, Leo Pföderl

Fürs DNL-Team im Einsatz:

Eric Steffen

U20-WM:

Lukas Reichel, Eric Mik

Nicht zur Verfügung oder Einsatz ungewiss:

Mark Olver, John Ramage (beide Oberkörper), Landon Ferraro (Unterkörper), Marvin Cüpper (Sprunggelenk), Vincent Hessler (Hand), Louis-Marc Aubry (Knie), Sean Backman, Florian Busch