6 Siege, 2 Niederlagen, nur einmal nicht gepunktet, Platz Eins erobert: Die Eisbären Berlin im November 2017

Halbzeit in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). 26 Spieltage sind in der DEL-Saison 2017/2018 absolviert und der dritte Monat dieser Saison liegt hinter uns und den Eisbären Berlin. Im vergangenen Monat punkteten die Eisbären nur in zwei Spielen nicht, dieses Mal nur in einer Partie nicht, sie holten sechs Siege und 19 von 24 möglichen Punkten. Damit eroberte der DEL-Rekordmeister die Tabellenführung und bewies einmal mehr, dass man zurück im Favoritenkreis auf die deutsche Meisterschaft ist.

Die Eisbären jubeln mit ihren Fans über einen Sieg. In dieser Saison gab es bisher häufig Grund dazu. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Dabei startete der November aus Eisbären-Sicht nicht so gut wie erhofft, verlor man doch gegen Iserlohn mit 2:3. Dabei war man die klar spielbestimmende Mannschaft, aber die Sauerländer erwiesen sich als die effektivere Mannschaft und nahmen daher die drei Punkte mit an den Seilersee. Positiv zu erwähnen sind sicherlich die beiden Powerplaytore, ist doch das Überzahlspiel derzeit eine Baustelle im Team von Coach Uwe Krupp.
Die Eisbären zeigten aber eine Antwort und gewannen nur zwei Tage später ihr „Heimspiel“ in Wolfsburg deutlich und verdient mit 5:2. Ein Sieg, der durch eine geschlossene und sehr starke Mannschaftsleistung eingefahren wurde. Mit einem Erfolgserlebnis verabschiedete man sich also in die Deutschland Cup-Pause.
Und aus dieser kam man furios zurück. Gegen die sich in der Krise befindenden Ingolstädter gelang ein souveräner 6:1-Kantersieg, der zu keiner Zeit gefährdet war. Da zeigten die Eisbären teilweise Traum-Kombinationen, welche manchmal auch zum Torerfolg führten. Und in diesem Spiel gelang eine Powerplay-Quote von 100 Prozent.
Es folgte das Heimspiel gegen Krefeld und gegen die Seidenstädter tat man sich in den letzten Jahren immer wieder schwer. Das sollte dieses Mal nicht anders werden und die Eisbären bewiesen nach einem miserablen Start und zweimaligen Zwei-Tore-Rückstand große Moral und gewannen am Ende mit 4:3 gegen die Pinguine. Es zeigte die neue Qualität der Mannschaft, die solche Spiele in der Vergangenheit meistens noch verloren hatte.
Die nächste Partie mussten die Eisbären in Bremerhaven absolvieren, wo sie nicht ihr bestes Spiel zeigten, aber dank ihrer Effektivität einen 4:1-Sieg einfuhren. Auch solche Spiele musst du als Top-Team gewinnen und das scheinen die Berliner in diesem Jahr endlich wieder zu sein.
Nach vier Siegen in Folge mussten die Berliner gegen Düsseldorf dann aber mal wieder eine Niederlage einstecken. Mit 3:4 n.P. verlor man gegen die DEG und das Spiel zeigte ein Problem der Eisbären, welches sich durch die letzten Spiele zog. Man hatte große Probleme, Konstanz in sein Spiel über 60 Minuten zu bekommen. Immer wieder waren ein, zwei Drittel dabei, in denen die Eisbären nicht überzeugen können.
Überzeugen konnte man dann aber wieder gegen die Adler Mannheim, welche man mit 6:3 zurück nach Hause schickte. Dabei glänzte mal wieder die Paradereihe der Hauptstädter um Nick Petersen, James Sheppard und Sean Backman, welche fünf der sechs Tore gegen die Kurpfälzer erzielte.
Nicht ganz so torreich wie die Partie gegen Mannheim war das Spiel gestern Abend in Schwenningen, welches die Eisbären mit dem knappsten aller Ergebnisse (1:0) für sich entschieden. Lange suchten die Eisbären einen Weg durch die kompakte Wild Wings-Defensive, Marcel Noebels fand diesen schließlich acht Minuten vor dem Ende des Spiels.

Nick Petersen war mit 13 Scorerpunkten der Top-Scorer der Eisbären im November. (Foto: eisbaerlin.de/walker)

Wie zu Beginn bereits erwähnt, holten die Eisbären also sechs Siege aus acht Spielen bei einem Torverhältnis von 31:17 und eroberten damit auch Platz Eins in der Tabelle, was für jeden Eisbären-Fan ein Genuss ist. Nach Jahren der Enttäuschung scheinen die Berliner wieder zurück zu sein. Das zeigen zumindest die ersten drei Saison-Monate. Was aber sicherlich und vor allem mit dem endlich durchgezogenen Umbruch im Team zusammenhängt. Das bewies einmal mehr der November, in dem die Paradereihe der Eisbären unglaublich scorte.
Nick Petersen sammelte 13 Scorerpunkte (6 Tore/7 Vorlagen), James Sheppard 12 (3/9) und Sean Backman 11 (5/6). Diese Reihe ist so wichtig für die Eisbären und das hat sie im November mal wieder deutlich unter Beweis gestellt. Es sei nur noch einmal das Mannheim-Spiel erwähnt, wo die Drei an fünf der sechs Tore beteiligt waren.
Sean Backman stellte zudem zwei Rekorde von Eisbären-Legende Steve Walker ein. Zum Einen traf er in sieben aufeinanderfolgenden Spieler immer mindestens einmal und zum Anderen punktete Backman in 13 Spielen in Folge. Da ist den Eisbären im Sommer ein absoluter Glücksgriff gelungen.

Aber natürlich sind die drei Spieler für den Aufschwung der Eisbären nicht alleine verantwortlich, aber sie haben eben schon einen sehr großen Anteil daran. Doch auch andere Spieler machten im November auf sich aufmerksam. An dieser Stelle sei nur einmal Kai Wissmann erwähnt, der fünf Tore in diesen acht Spielen vorbereitete. Was für den Youngster ein sehr guter Wert ist. Auch Marcel Noebels (3/4) und Jamie MacQueen (4/2) waren in diesem Monat sehr wichtig für die Eisbären.

Und die 17 Gegentore in acht Spielen zeigen einmal mehr, über welch starkes Torhüter-Duo die Eisbären in dieser Saison verfügen. Egal, ob Petri Vehanen oder Marvin Cüpper im Tor stehen, man weiß einfach immer, dass da hinten ein absoluter Top-Goalie im Tor steht.
In vier der acht Spielen kassierten die Eisbären drei Gegentore in der regulären Spielzeit, was Coach Uwe Krupp zu viel findet. Der Trainer meint, zwei Gegentore sind in Ordnung, drei aber nicht. Doch das liegt nicht an den beiden Torhütern, das wissen auch die Spieler, die oftmals genug gesagt haben, man müsse die beiden Goalies mehr unterstützen, denn die beiden sind keine Torhüter, die drei Gegentore in einem Spiel kassieren müssen. Das Spiel in Schwenningen war der beste Beweis, denn da gelang Petri Vehanen der erste Shutout in dieser Saison.

Man kann gespannt sein, wie der Dezember für die Eisbären Berlin verlaufen wird. Ob sie die gezeigten Leistungen weiterhin bestätigen können und die Tabellenführung vielleicht sogar verteidigen. Der Spielplan ist weiterhin sehr prall gefüllt aufgrund von Olympia 2018. Da kommt ein weiterer stressiger Monat auf die Eisbären zu, aber bisher haben die Hauptstädter bewiesen, dass sie damit sehr gut umgehen können. Hoffentlich ist das auch im letzten Monat des Jahres der Fall.

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