
Das Jahr 2015 ist Geschichte, nun sind wir im neuen Jahr 2016 angekommen. An dieser Stellen wünschen wir Euch Allen erst einmal ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr. Nicht nur das Jahr 2015 liegt hinter uns, nein auch der Monat Dezember liegt hinter uns und in diesem haben die Eisbären Berlin satte zehn Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolviert. Und nach dem eher enttäuschenden November sind die Eisbären im letzten Monat des Jahres richtig in Fahrt gekommen und hatten sich zwischenzeitlich auch die Tabellenführung geholt. Aber am Ende ging unseren Jungs dann aber etwas die Puste aus und man verlor die letzten beiden Spiele des Jahres und vor allem erzielte man in den letzten drei Spielen im Dezember nur noch ganze zwei Tore. Wir blicken noch einmal zurück auf den Monat Dezember:
Die Eisbären starteten in den letzten Monat des Jahres mit drei Heimspielen. Zuerst begrüßte man die Adler Mannheim in der Arena am Ostbahnhof. Die Kurpfälzer waren zu diesem Zeitpunkt überragend drauf, reisten als Spitzenreiter an und waren der Favorit in dieser Partie. Und die Adler gingen auch in Führung, aber die Eisbären beendeten das erste Drittel mit 1:1. Im Mitteldrittel drehten die Eisbären dann aber auf und entschieden das zweite Drittel mit 5:1 für sich. Das 6:2 war am Ende auch der Endstand und da staunten die Fans nicht schlecht, als die Eisbären den Deutschen Meister mal soeben mit 6:2 vom Eis fegten und dabei eine überragende Leistung zeigten.
Nur zwei Tage später gastierte mit den Iserlohn Roosters der Tabellenzweite in Berlin und auch die Sauerländer hatten keine Chance gegen die Eisbären. Diese standen hinten sehr sicher, ließen nicht viel zu und vorne nutzte man seine Chancen eiskalt aus. Genau so muss man gegen eine Mannschaft wie Iserlohn spielen. Petri Vehanen feierte in diesem Spiel seinen ersten Shut-out der Saison.
Die Kölner Haie kamen dann als drittes in die Arena am Ostbahnhof und auch die Domstädter sollten die Heimreise mit leeren Händen bestreiten. Die Eisbären waren auch an diesem Abend nicht zu schlagen und fertigten Köln mit 5:2 ab. In Berlin herrschte richtig gute Stimmung, die Eisbären spielten endlich wieder richtig gutes Eishockey und machten den tristen November vergessen.
Den drei Heimspielen zu Monatsbeginn folgten vier Auswärtsspiele in Folge. Und gleich das erste ging für die Eisbären verloren. Nach fünf Siegen in Folge unterlagen die Berliner in München knapp mit 1:2. Angstgegner München stoppte die Eisbären also in deren Lauf und beendete die Siegesserie. Die Eisbären haben allgemein immer Probleme mit der Spielweise der Münchner und in München war bisher relativ wenig zu holen für unsere Jungs.
Doch diese Niederlage sollte nur einen Ausrutscher dar stellen. Die Eisbären mussten fünf Tage später in Straubing antreten und dort sahen die Zuschauer ein völlig verrücktes Spiel. Die Eisbären führten mit 2:0, doch die Tigers kämpften sich zurück in die Partie und glichen zum 2:2 aus. So stand es auch nach 40 Minuten. Im Schlussdrittel drehten die Berliner dann aber so richtig auf und ließen den Niederbayern keine Chance mehr. 7:4 hieß es am Ende in Straubing für die Eisbären.
Dem Tor-Spektakel folgte zwei Tage später ein richtig hart umkämpftes 3:2 beim Tabellenletzten Krefeld. Diese zeigten an diesem Abend eine klasse kämpferische Leistung, aber die Eisbären nutzten die Fehler der Seidenstädter eiskalt aus und entführten die drei Punkte aus dem KönigPalast.
Zwei Tage vor Weihnachten musste man zum Abschluss der Auswärts-Tour zum Bruderduell nach Hamburg. Dort war ordentlich Feuer unterm Dach, im Training gab es sogar eine Schlägerei zwischen zwei Spielern der Hanseaten. Im Spiel gegen den Spitzenreiter gab es auch nichts zu holen für Hamburg. Die abgezockten Eisbären entschieden die Partie am Ende mit 5:3 für sich und konnten so als Tabellenführer Weihnachten feiern.
Die Feiertage schienen den Berlinern aber nicht gut getan zu haben. Denn auf einmal war ein Bruch im Spiel der Eisbären. Gegen Wolfsburg reichte es gerade so zu einem 1:0-Sieg und dem zweiten Saison-Shut-out von Petri Vehanen. Das Spiel war zwar ein Beweis dafür, dass die Eisbären es auch schaffen, enge Spiele für sich zu entscheiden, aber es war kein ansehnliches Spiel der Berliner und es sollte der Auftakt in einen nicht so gelungenen Jahresabschluss sein.
Denn nur zwei Tage später musste man erneut in München antreten. Exakt bei jener Mannschaft, die den Eisbären die bisher einzige Niederlage in diesem Monat zugefügt hatte. Es sollte die zweite folgen. Mit 3:0 gewann München gegen die Eisbären. Die Mannen von Don Jackson verteidigten sehr stark, machten stets die Schussbahn zu und störten die Eisbären früh im Spielaufbau. Vor dem Tor war man eiskalt und gewann so die Partie sehr verdient. Die Eisbären schienen also Probleme mit Mannschaften zu haben, die hinten sehr sicher stehen, aggressives Forechecking spielen und auf Fehler der Eisbären warten, um dann eiskalt den Konter zu fahren und im besten Fall erfolgreich abzuschließen.
Iserlohn schien dieses Spiel genau analysiert zu haben, denn die Roosters konnten das zweite Spiel in Berlin in diesem Monat für sich entscheiden. 2:1 hieß es am Ende. Iserlohn verteidigte sehr stark, störte die Eisbären früh im Spielaufbau und provozierte somit Fehler. Das 0:1 resultierte aus einem Scheibenverlust, das 0:2 fiel, als die Zuordnung in der Berliner Defensive nicht stimmte. Das kurze Aufbäumen kurz vor Schluss mit dem Anschlusstreffer von André Rankel kam zu spät.
So endete ein an sich eigentlich sehr starker Monat Dezember also mit einer Enttäuschung für die Eisbären Berlin. Die letzten drei Spiele liefen nicht wie gewünscht, das 1:0 gegen Wolfsburg brachte man gerade so über die Zeit, da gewann man sicherlich auch mit viel Geschick aber auch mit Glück. Gegen München und Iserlohn kam man überhaupt nicht klar und schon gingen diese beiden Spiele verloren. Und vor dem Tor herrscht aktuell Ladehemmung.
Dennoch hat der Dezember auch gezeigt, dass mit den Eisbären durchaus wieder zu rechnen ist. Sie haben in vielen Spielen überzeugen können und haben immer einen Weg gefunden, enge Spiele für sich zu entscheiden. Am Ende zeigte sich dann aber auch, dass man gegen defensiv ausgerichtete Mannschaften so seine Probleme hat. Wenn man auch noch dieses Problem abstellen kann, dann ist mit den Eisbären in dieser Saison definitiv zu rechnen. Denn dass sie es nach wie vor noch drauf haben, haben sie im Dezember durchaus bewiesen – mal abgesehen von den letzten drei Spielen.
Sieben Siege aus zehn Spielen stehen zu Buche, bei einem Torverhältnis von 32:20. Petri Vehanen kann man sicherlich auch in diesem Monat wieder hervor heben. Er spielt zur Zeit einfach überragend und hat so manchen Riesen-Save hingelegt. Auf ihn können die Eisbären im Moment einfach nicht verzichten. Sehr zur Trauer von Back-up Kevin Nastiuk, der eigentlich während der Auswärts-Tour ein Spiel bekommen sollte. Aber Vehanen spielte einfach zu stark.
Ansonsten muss man sechs Spieler im Dezember besonders loben. Neuzugang Spencer Machacek legte einen sehr starken Monat hin, sammelte acht Scorerpunkte. Drei Tore erzielte er selbst, zu acht weiteren Toren gab er jeweils die Vorlage. An ihm werden wir noch jede Menge Freude haben.
Barry Tallackson findet anscheinend in dieser Saison seine verloren geglaubten Scorer-Fähigkeiten wieder. Zwei Tore erzielte er im Dezember, sieben weitere Tore bereitete er vor. Auch Darin Olver, Top-Scorer der Eisbären, spielt bisher eine überragende Saison. Zehn Scorerpunkte erreichte er (4 Tore/6 Vorlagen).
Auch Julian Talbot kommt so langsam in Fahrt, vier Tore erzielte er selbst und fünf weitere bereitete er vor.
Kapitän André Rankel war der beste Torschütze der Eisbären im Dezember. Satte sechs Tore erzielte Rankel, dafür bereitete er aber kein Tor vor.
Und Marcel Noebels war auch im Dezember wieder sehr stark unterwegs, traf dreimal und bereitete fünf Tore vor.
Hoffen wir mal, dass die letzten drei Spiele Warnung genug waren für die Eisbären und sie in 2016 wieder ihr bestes Eishockey zeigen und eine neue Siegesserie starten werden. Und Platz Eins werden sie sich sicherlich schnellstmöglich wieder zurückholen wollen.
