4:5 n.P.: Eisbären verlieren erstes Testspiel in Weißwasser

Kein guter Auftakt in die Saison-Vorbereitung für die Eisbären Berlin: Vor 2.223 Zuschauern unterlagen die Berliner dem Kooperationspartner Lausitzer Füchse knapp mit 4:5 n.P. (1:1,1:1,2:2/0:1). Weißwasser gelang damit die Revanche für das derbe 1:7 im Trainingsspiel am Freitagabend.

Der neue EHC-Chefcoach Serge Aubin schickte folgende Reihen ins Duell mit dem DEL2-Club: Sebastian Dahm startete im Tor, in der Defensive verteidigten Constantin Braun und John Ramage, Jonas Müller und Ryan McKiernan sowie Florian Kettemer und Kai Wissmann zusammen. Frank Hördler war als siebter Verteidiger mit dabei.
Die Angriffsreihen sahen wie folgt aus: Sean Backman, Louis-Marc Aubry, Austin Ortega/ André Rankel, James Sheppard, Leo Pföderl/ Lukas Reichel, Maxim Lapierre, Marcel Noebels/ Sebastian Streu, Mark Olver, Fabian Dietz.

Beiden Teams bot sich im Auftaktdrittel die Chance, in Überzahl zu agieren. Während die Hausherren ihre Möglichkeit ungenutzt ließen, schlugen die Hauptstädter im Powerplay zu. Marcel Noebels mit dem Querpass auf Lukas Reichel, die mit dem Zuspiel vors Tor, wo Maxim Lapierre im ersten Versuch noch scheiterte, im zweiten dann aber für den ersten Eisbären-Treffer der Saison 2019/2020 sorgte – 1:0 (13.).
Dieser Spielstand sollte bis 16 Sekunden vor der ersten Drittelpause Bestand haben. Dann sorgten die Füchse für den Ausgleich. Jonas Müller konnte zunächst noch einen Schuss blocken, doch Philip Kuschel staubte eiskalt ab und markierte das 1:1 in der 20. Spielminute, was zugleich auch der Pausenstand im Fuchsbau sein sollte.

Im Mitteldrittel gab es dann genau zur Hälfte einen Torhüterwechsel auf beiden Seiten. Bei den Eisbären kam Marvin Cüpper für Neuzugang Sebastian Dahm ins Berliner Gehäuse, auf Seiten der Hausherren hütete fortan Eisbär Maximilian Franzreb den Fuchs-Käfig. Und beide Goalies sollten in diesem zweiten Drittel noch hinter sich greifen müssen.
Bei angezeigter Strafzeit schloss Louis-Marc Aubry einen Bären-Angriff klasse ab und brachte die Eisbären erneut in Front – 2:1 (36.).
Doch auch das Mitteldrittel beendeten die Berliner nicht mit einer Führung. Weil sie ein folgendes Unterzahlspiel eben nicht schadlos überstanden. Auf Zuspiel von Charlie Jahnke war Jordan George der Lausitzer Torschütze zum 2:2-Ausgleich (39.). Somit stand es auch nach 40 Minuten zwischen den beiden Traditionsvereinen Unentschieden.

Gleich zu Beginn des Schlussdrittels mussten die Eisbären nach einer Strafe gegen John Ramage in Unterzahl ran, diese überstanden sie zwar schadlos, aber kaum wieder komplett, klingelte es doch noch im Kasten von Cüpper. Clarke Breitkreuz war der Torschütze der Hausherren gewesen, die an diesem Nachmittag erstmals in Führung lagen – 3:2 (44.).
Nur gut zwei Minuten später das selbe Bild: Die Eisbären überstanden die Unterzahl nach Strafe gegen Aubry, doch Joel Keussen sorgte wenige Sekunden später für das 4:2 (46.).
Diese Zwei-Tore-Führung hielten die Füchse bis kurz vor Spielende, doch dann wurde es James Sheppard „zu bunt“. Innerhalb von nur 29 Sekunden stellte die Berliner Nummer 88 von 2:4 auf 4:4. 80 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit schnappte sich Sheppard den Puck direkt nach dem Bully und lupfte die schwarze Hartgummischeibe cool ins Lausitzer Tor – 3:4. Und 51 Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels staubte Sheppard ab, nach dem Franzreb einen Schuss von Jonas Müller nur prallen lassen hatte – 4:4.
Somit stand es nach 60 Spielminuten weiterhin unentschieden. Beide Teams verzichteten im Anschluss auf die Verlängerung und gingen stattdessen direkt ins Penaltyschießen.

Dort fielen insgesamt drei Tore – zwei für Weißwasser durch Mike Hammond und Joel Keussen, aber nur eins für die Eisbären durch Lukas Reichel. Somit gewann der Zweitligist das Testspiel gegen die Eisbären mit 5:4 n.P.