4:0-Auswärtssieg beim starken Aufsteiger Krefeld: Shutout-Neffin hat wieder zugeschlagen

WalkersBaerenNews 2026/2027 – Ausgabe – #10:

Langsam wird es unheimlich: Die Eisbären Berlin haben ihr Auswärtsspiel beim Aufsteiger Krefeld Pinguine mit 4:0 (1:0,0:0,3:0) gewonnen und damit die richtige Antwort auf die Niederlage am Freitagabend gegen München gegeben. Und Goalie Jonas Neffin hat ebenso eine starke Reaktion gezeigt und in seinem siebten Spiel für die Berliner seinen fünften (!) Shutout gefeiert. Da fehlen einem die Worte bei der Leistung des DEL2-Spieler des Jahres.

Eisbären-Trainer Éric Dubois nahm nur eine Änderung am Line-up vor: Der frisch gebackene Papa Mitch Reinke rotierte aus dem Kader raus, während Gregor Stocker zu seinem DEL-Debüt kam. Im Tor begann wie bereits erwähnt Jonas Neffin, der wohl endgültig die neue Nummer eins in der Hauptstadt ist.

Die Ausgangslage war klar: Die Eisbären traten als Tabellenführer beim stark in die Saison gestarteten Aufsteiger Krefeld an. Die Pinguine haben sich in den bisherigen neun Saisonspielen als unbequemer Gegner erwiesen und wollten heute dem Deutschen Meister ein Bein stellen. Gelang dies oder gaben die Eisbären die perfekte Antwort auf die erste Heimniederlage?

Jonas Neffin feierte in Krefeld seinen fünften Shutout. (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Vikingstad eröffnet das Spiel

Hinein ins Spiel beim Aufsteiger vor 8.029 Zuschauern, was ein ausverkauftes Haus bedeutete. Dementsprechend war auch die Stimmung und angetrieben von den eigenen Fans starteten die Seidenstädter stark ins Heimspiel gegen den DEL-Rekordmeister. Jonas Neffin bekam in der Anfangsphase einiges zu tun, hielt aber standesgemäß sein Tor sauber. Und die Eisbären? Mit dem gefühlt ersten Angriff gingen diese in Führung. Bullygewinn von Markus Vikingstad, über Youngster Tobias Krestan kam die Scheibe an die blaue Linie zu Brandon Davidson, welcher direkt abzog. Vikingstad fuhr in die Schussbahn und fälschte entscheidend ab – 1:0 (6.).
Die Hausherren wirkten keinesfalls geschockt und erwiesen sich als der erwartet unbequeme Gegner für die Berliner. Diese mussten in der Folge das erste Unterzahslpiel überstehen, taten dies aber wie gewohnt sehr stark.
Beide Mannschaften erspielten sich im ersten Drittel noch gute Chancen, kamen aber nicht an den beiden Goalies vorbei, weshalb die Eisbären eine knappe 1:0-Führung mit in die erste Drittelpause nahmen.

Juha Jatkola zeigte ein starkes Spiel gegen die Eisbären. (Foto von Marco Leipold / City-Press GmbH Bildagentur)

Jatkola und Neffin entnerven die gegnerischen Spieler

Krefeld hatte sich viel vorgenommen für das zweite Drittel und kam dementsprechend hoch motiviert aus der Kabine. Immer wieder rollten die Angriffe Richtung Jonas Neffin, der mehr zu tun bekam, als ihm lieb war. So aber konnte sich der neue „Shutout-König“ der PENNY DEL jedoch mehrfach auszeichnen. Auch im Krefelder Powerplay.
Sein Gegenüber Juha Jatkola stand ihm aber in nichts nach und konnte sich auch immer wieder auszeichnen, ebenfalls auch im Berliner Powerplay. Und selbst Top-Stürmer Ty Ronning kam an Jatkola nicht vorbei, als er alleine auf ihn zu fuhr. Wobei es der kleine Wirbelwind auch zu schön machen wollte, als er sich die Scheibe noch durch die Beine legte.
Dass hier der Aufsteiger auf den zwölffachen deutschen Meister traf, war nicht wirklich zu sehen. Krefeld hielt sehr stark dagegen, war ein richtig unbequemer Gegner und fuhr den Eisbären mit ihrem aggressiven Forechecking immer wieder unter die Haut. So entwickelte sich hier ein Duell auf Augenhöhe und angesichts des 0:1-Rückstandes nach 40 Minuten war hier noch alles drin für Krefeld.

Erzielte in Krefeld sein erstes DEL-Tor: Tobias Krestan (Foto von Mathias Renner / City-Press GmbH Bildagentur)

Erstes DEL-Tor für Tobias Krestan

Und die Seidenstädter gaben hier auch weiterhin Vollgas, mussten aber dann einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Youngster Tobias Krestan setzte zu einem starken Solo an und erzielte gegen Krefeld sein erstes DEL-Tor (49.). Insgesamt zeigte der 18-jährige ein sehr starkes Spiel, war bei den meisten gefährlichen Aktionen auf dem Eis. Hut ab, Tobi!
Auch danach rannte Krefeld weiterhin an, fand aber immer wieder seinen Meister in Jonas Neffin. Die Pinguine machten am Ende hinten auf und riskierten noch einmal alles, was die Eisbären zu nutzen wussten. Zunächst war es Markus Vikingstad, der zwei Minuten vor dem Ende auf 3:0 stellte (58.). In der Schlussminute war es dann Andreas Eder, der das Ergebnis etwas zu hoch gestaltete – 4:0 (60.).
Danach fuhren alle zu ihrem „Shutout-König“ und feierten ihn für seinen fünften Shutout im siebten Saisonspiel. Wohin soll das alles noch führen? Wir verneigen uns vor deiner Leistung, Jonas!

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