{"id":9458,"date":"2021-04-04T17:11:58","date_gmt":"2021-04-04T15:11:58","guid":{"rendered":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=9458"},"modified":"2021-04-04T17:13:01","modified_gmt":"2021-04-04T15:13:01","slug":"14-in-muenchen-in-55-sekunden-schenken-die-eisbaeren-das-spiel-am-oberwiesenfeld-her","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2021\/04\/04\/14-in-muenchen-in-55-sekunden-schenken-die-eisbaeren-das-spiel-am-oberwiesenfeld-her\/","title":{"rendered":"1:4 in M\u00fcnchen: In 55 Sekunden schenken die Eisb\u00e4ren das Spiel am Oberwiesenfeld her"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-21\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/EHC_Red_Bull_Muenchen_JPG_XL-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"115\" height=\"115\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"114\" \/><span style=\"color: #000000;\">Man wollte im Hinblick auf die bevorstehenden Playoffs eine Botschaft senden. An M\u00fcnchen, an Mannheim. Am Ende bekam man die Botschaft vom Gegner selbst gesendet und die sa\u00df. Die Eisb\u00e4ren Berlin haben ihr Ausw\u00e4rtsspiel am Ostersonntag beim EHC Red Bull M\u00fcnchen mit 1:4 (1:1,0:2,0:1) verloren und damit die erste Niederlage nach zuvor vier Siegen in Serie kassiert. Der Knackpunkt waren zwei Gegentore innerhalb von 55 Sekunden zu Beginn des Mitteldrittels. Von diesem Doppelschlag erholten sich die Eisb\u00e4ren nicht mehr.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bei den Berlinern kehrte Kris Foucault in den Kader zur\u00fcck. Deshalb stellte Chefcoach Serge Aubin die Sturmreihen um. Mark Olver wurde aus der Reihe mit Giovanni Fiore und Matt White heraus genommen, denn Kris Foucault nahm diesen Platz in der zweiten Reihe wie vor seiner Verletzung wieder ein. Mark Olver bildete mit Parker Tuomie und Eric Mik die dritte Reihe. Fabian Dietz und Haakon H\u00e4nelt, welche gegen Straubing noch an der Seite von Parker Tuomie st\u00fcrmten, waren nun zusammen mit Nino Kinder die vierte Reihe. Somit hatte Aubin also im Kracher-Duell wieder volle vier Reihen zur Verf\u00fcgung. Was in so einem Spiel von gro\u00dfem Vorteil ist. Und ebenso wichtig war nat\u00fcrlich die Torh\u00fcter-Position, welche Mathias Niederberger bei den Eisb\u00e4ren bekleidete.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><em><span style=\"color: #0000ff;\">Die Special Teams dominieren das erste Drittel<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Yasin Ehliz gab die Marschroute vor dem Spiel vor, als er sagte, man wolle Berlin fr\u00fch st\u00f6ren, damit diese nicht ins Rollen kommen. Denn das die Eisb\u00e4ren in diesem Jahr enorm stark spielen und zum Favoritenkreis auf die Meisterschaft geh\u00f6ren, ist auch der Mannschaft von Ex-Eisb\u00e4ren-Coach Don Jackson nicht entgangen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Von Beginn an war es das erwartet hart umk\u00e4mpfte Spiel. Es ging hin und her, beide Mannschaften suchten immer wieder den Weg zum Tor und kamen auch zu guten Abschl\u00fcssen. Beide Goalies, Danny Aus den Birken und Mathias Niederberger, standen also sofort im Mittelpunkt des Geschehens. Doch beide Torh\u00fcter zeigten, dass sie zu den Besten ihres Fachs geh\u00f6ren. M\u00fcnchen dabei das etwas aktivere Team, was zu Hause nichts Neues ist.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Special Teams kamen nach sechs Minuten erstmals zum Einsatz, als Andrew MacWilliam wegen eines Stockschlags auf die Strafbank musste. Powerplay also f\u00fcr die Eisb\u00e4ren, wo sie in diesem Jahr zu den besten Teams geh\u00f6ren. Und zweimal wurde es auch gef\u00e4hrlich vor dem M\u00fcnchner Tor, doch zum Torerfolg sollte es nicht reichen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Aber die n\u00e4chste Chance folgte sogleich. Maximilian Daubner kassierte nach neun Minuten die zweite Strafe f\u00fcr M\u00fcnchen, diesmal wegen Beinstellens. Die zweite Chance also f\u00fcr die Hauptst\u00e4dter, in \u00dcberzahl die F\u00fchrung zu gehen. Und diesmal klappte es. Leo Pf\u00f6derl mit seinem 20. Saisontor. Frank H\u00f6rdler brachte die Scheibe auf das Tor, wo Lukas Reichel und Leo Pf\u00f6derl alleine standen. Reichel mit dem Pass auf Pf\u00f6derl und der hatte keine gro\u00dfen Probleme, die Scheibe ins leere Tor einzuschie\u00dfen &#8211; 1:0 (10.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Das Berlin gut im Powerplay ist, schien sich jedoch nicht bis nach M\u00fcnchen herum gesprochen zu haben, denn J.J. Peterka mit der dritten Strafzeit f\u00fcr M\u00fcnchen in der elften Spielminute wegen Hakens. Erneut wurde es gef\u00e4hrlich vor dem Tor von Danny Aus den Birken, aber auch M\u00fcnchen hatte durch Justin Sch\u00fctz die dicke M\u00f6glichkeit zum Ausgleich, doch er scheiterte mit seinem Alleingang an Mathias Niederberger.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Special Teams waren weiterhin im Einsatz, diesmal war aber mal das M\u00fcnchner Powerplay an der Reihe. Fabian Dietz kassierte die erste Berliner Strafzeit wegen eines hohen Stocks. Doch M\u00fcnchen kam nur zu einer dicken M\u00f6glichkeit durch Yannic Seidenberg, aber dessen Onetimer parierte Niederberger \u00e4u\u00dferst stark.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Machtlos war der Berliner Goalie dann aber drei Minuten vor der ersten Drittelpause. Maxi Daubner und J.J. Peterka mit der klasse Vorarbeit f\u00fcr Maxi Kastner, welcher die Scheibe im langen Eck versenkte &#8211; 1:1 (17.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und die schlechten Nachrichten f\u00fcr die Eisb\u00e4ren gingen weiter. Eric Mik mit der zweiten Strafzeit auf Berliner Seite wegen Beinstellens. Und auch in diesem \u00dcberzahlspiel wurde es gef\u00e4hrlich vor dem Berliner Tor, aber die Hauptst\u00e4dter \u00fcberstanden diese brenzlige Situation und so ging es beim Stand von 1:1 und noch sechs Sekunden Powerplay f\u00fcr M\u00fcnchen in die erste Drittelpause.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">J.J. Peterka mit seiner Analyse zum Auftaktdrittel:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Es ist ein sehr hart umk\u00e4mpftes Spiel. Wir m\u00fcssen mehr von der Strafbank wegbleiben und unser Spiel denen aufzuzwingen und in deren Drittel zu spielen.<\/span><\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Ein Doppelschlag schockt die Eisb\u00e4ren<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und das Mitteldrittel begann denkbar schlecht aus Berliner Sicht. Yannic Seidenberg mit dem Sahnepass von hinten heraus auf Frank Mauer, welcher frei vor Mathias Niederberger auftauchte und ihm die Scheibe l\u00e4ssig durch die Schoner schob &#8211; 1:2 (21.). 36 Sekunden war das zweite Drittel da gerade einmal alt. Die kalte Dusche also f\u00fcr die Berliner, welche aber noch k\u00e4lter ausfallen sollte. Fehler der Eisb\u00e4ren im Angriffsdrittel, Justin Sch\u00fctz mit dem Konter \u00fcber links, dann mit dem Querpass rechts r\u00fcber auf Yasin Ehliz, welcher die Scheibe eiskalt im Tor versenkte &#8211; 1:3 (22.). 55 Sekunden lagen zwischen diesen beiden Toren.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und wenn es einmal schlecht l\u00e4uft, dann richtig. Kris Foucault kassierte nur 13 Sekunde sp\u00e4ter die n\u00e4chste Strafzeit f\u00fcr die Eisb\u00e4ren. Und im Powerplay hatte Trevor Parkes die Riesenchance zum 4:1, als er frei vor Niederberger auftauchte, diese Chance aber vergab.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Berliner mussten sich von diesem Schock zu Beginn des Drittels erstmal erholen, das merkte man ihnen an. Sie waren fortan zwar bem\u00fcht, nach vorne zu spielen, aber M\u00fcnchen lie\u00df nicht viel zu, machte die R\u00e4ume eng. Die Hausherren taten nicht mehr als n\u00f6tig, wenn sie aber mal vor das Tor der Eisb\u00e4ren kamen, wurde es durchaus gef\u00e4hrlich. Den Eisb\u00e4ren mangelte es an Ideen, die kompakte Defensive der Gastgeber mal zu knacken, auch der Spielwitz ging verloren.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Diesen k\u00f6nnte man vielleicht in \u00dcberzahl wiederfinden, denn diese bekam man f\u00fcnf Minuten vor der zweiten Drittelpause. Philip Gogulla mit der Strafe wegen eines hohen Stocks. Und das \u00dcberzahlspiel lief ja heute sehr gut und einmal konnte man schon treffen. Aber das Powerplay glich sich dem zweiten Drittel der Eisb\u00e4ren an. Sie bekamen nichts auf die Reihe und so \u00fcberstand M\u00fcnchen die Unterzahl ohne gro\u00dfe M\u00fche schadlos.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Erst in der Schlussphase die Eisb\u00e4ren mal mit der besten Chance im zweitem Drittel, als Parker Tuomie bei einem Zwei-auf-Eins-Konter nur die Latte traf. So blieb es beim 1:3-R\u00fcckstand aus Berliner Sicht nach dem zweiten Drittel. Kapit\u00e4n Frank H\u00f6rdler mit seinem Fazit zum zweiten Drittel:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Ja, tats\u00e4chlich wissen wir ja, dass M\u00fcnchen solche Chancen nutzt und da haben wir viel zu viel zugelassen. M\u00fcnchen ist auch im zweiten Drittel st\u00e4rker raus gekommen, hat viele, viele schnelle Spielz\u00fcge gemacht. Das haben sie gut gemacht. Wir m\u00fcssen die Kleinigkeiten besser machen, gerade in der neutralen Zone. Dass wir eben jedes Mal den Puck tief kriegen und dass wir auch unser Forecheck einbringen k\u00f6nnen, dass wir auch Druck aus\u00fcben k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen auch Sch\u00fcsse auf das Tor bekommen, Danny ist ein guter Torh\u00fcter, da m\u00fcssen wir schie\u00dfen, schie\u00dfen, schie\u00dfen.<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Schwungvoller Beginn, aber das 1:4 zog den Stecker<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und die Eisb\u00e4ren kamen wild entschlossen zur\u00fcck auf das Eis und machen gleich Druck auf das M\u00fcnchner Tor, gaben wie von Frank H\u00f6rdler gefordert sofort Sch\u00fcsse auf das Tor von Danny Aus den Birken ab.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Doch dann kam M\u00fcnchen mal ins Angriffsdrittel, Jakob Mayenschein lie\u00df sich hinter dem Tor nicht von Ryan McKiernan am Pass vor das Tor hindern und Maxi Daubner netzte eiskalt ein &#8211; 1:4 (43.). Auch da stimmte die Zuordnung nicht. Daubner zu frei vor dem Tor und McKiernan kann, obwohl er an Mayenschein dran ist, ihn nicht am Zuspiel hindern. Das ist einfach kein gutes Defensivverhalten.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und man schw\u00e4chte sich weiter. Mark Olver mit einer unn\u00f6tigen Strafzeit im Angriffsdrittel wegen Hakens. Doch M\u00fcnchen konnte diese &#8222;Einladung&#8220; nicht annehmen, sorgte f\u00fcr keinerlei Gefahr vor Mathias Niederberger.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Mitte des letzten Drittels die Eisb\u00e4ren mit einem guten Wechsel und guten Chancen durch Kris Foucault und Matt White, aber ohne Gl\u00fcck im Abschluss. Das hatte auch Lukas Reichel nicht, als er f\u00fcnf Minuten vor dem Ende nur den Pfosten traf. Chancen waren also am Ende nochmal da, aber nutzen konnte man sie nicht mehr.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Ryan McKiernan stoppte dann den Schlussspurt durch die n\u00e4chste Strafe wegen Hakens. M\u00fcnchen nun also mit zwei Minuten Powerplay. Zwei Minuten, die sie die Eisb\u00e4ren vom eigenen Tor fernhalten und so dem sicheren Sieg entgegensteuern konnten. Den fuhren sie am Ende auch ein. M\u00fcnchen setzte seine Siegesserie fort und beendete zugleich die der Eisb\u00e4ren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><em><strong>Fazit<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Im ersten Drittel sah das Spiel der Berliner noch gut aus, vor allem in \u00dcberzahl. Da konnte man auch durch Leo Pf\u00f6derl in F\u00fchrung gehen, doch verpasste man es, auch noch ein zweites Tor nachzulegen. So kam M\u00fcnchen dank einer guten Schlussoffensive zum Ausgleich. Der Knackpunkt war dann letztendlich der Start ins zweite Drittel, den die Hauptst\u00e4dter komplett verschliefen. Innerhalb von 55 Sekunden schenkte man das Spiel in M\u00fcnchen her, sah zudem bei beiden Gegentoren nicht gut aus. Da hatte man es den Hausherren deutlich zu einfach gemacht. Danach fanden die Eisb\u00e4ren nicht mehr zur\u00fcck ins Spiel und waren auch immer einen Schritt zu weit weg vom Gegenspieler. Auch im Schlussdrittel, wo man sicherlich nochmal gute Chancen hatte, schaffte man es nicht mehr, das Ruder hier rumzurei\u00dfen. Weil man sich aber auch immer wieder unn\u00f6tige Strafzeiten leistete und dadurch selbst schw\u00e4chte. Und auch so mangelte es heute am Spielwitz und der n\u00f6tigen Kreativit\u00e4t, die M\u00fcnchner Defensive mal in Verlegenheit zu bringen. Das war heute eindeutig zu wenig, auch einige Leistungstr\u00e4ger wurden von M\u00fcnchen heute kaltgestellt. Da klingt die Ansage von Verteidiger Simon Despr\u00e9s nach dem Spiel in Richtung M\u00fcnchen fast etwas zu \u00fcberheblich: &#8222;<em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Macht euch bereit f\u00fcr Dienstag!<\/span><\/strong><\/em>&#8222;. Das ging ja heute schon schief, denn von der Botschaft, die man in M\u00fcnchen setzen wollte, war rein gar nichts zu sehen. Die setzten dagegen die M\u00fcnchner. Und zwar deutlich. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man wollte im Hinblick auf die bevorstehenden Playoffs eine Botschaft senden. An M\u00fcnchen, an Mannheim. Am Ende bekam man die Botschaft vom Gegner selbst gesendet und die sa\u00df. 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