{"id":9341,"date":"2021-02-26T21:30:30","date_gmt":"2021-02-26T20:30:30","guid":{"rendered":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=9341"},"modified":"2021-02-26T21:30:30","modified_gmt":"2021-02-26T20:30:30","slug":"35-in-bremerhaven-in-195-sekunden-zur-niederlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2021\/02\/26\/35-in-bremerhaven-in-195-sekunden-zur-niederlage\/","title":{"rendered":"3:5 in Bremerhaven: In 195 Sekunden zur Niederlage"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6437\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DEL-Logo-Bremerhaven.png\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"118\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"114\" \/><span style=\"color: #000000;\">Es ist bisher nicht die Woche der Eisb\u00e4ren Berlin. Dem 2:3 n.P. gegen die Grizzlys Wolfsburg folgte am Freitagabend eine 3:5 (1:1,0:3,2:1)-Niederlage bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven, welche dem Tabellenf\u00fchrer durch den Sieg ein bisschen auf die Pelle r\u00fccken. Die Entscheidung in dieser Partie fiel dabei Mitte des zweiten Drittels, als Bremerhaven innerhalb von 195 Sekunden von 1:1 auf 4:1 stellte. Unter g\u00fctiger Mithilfe der Eisb\u00e4ren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die mussten beim Spiel an der K\u00fcste \u00fcbrigens nicht nur auf PC Labrie verzichten. Nein, auch Mark Zengerle wird den Berlinern wie Labrie in den n\u00e4chsten Wochen verletzungsbedingt fehlen. Der Respekt vor dem heutigen Gegner war\u00a0 \u00fcbrigens sehr gro\u00df. Leo Pf\u00f6derl dazu:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Wir wissen, dass Bremerhaven hinten wie vorne eine starke Mannschaft hat. Aber wir schauen auf uns. Wir wollen unser Eishockey spielen. Und wenn wir das gut umsetzen, haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.<\/span><\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bremerhaven kam wie eigentlich in jedem Heimspiel stark aus der Kabine und suchte sofort den Weg in Richtung Berliner Tor. Keine Minute war gespielt, da hatten die Fischtowns schon zwei, drei gute Sch\u00fcsse auf das Tor von Mathias Niederberger abgegeben.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Doch die Eisb\u00e4ren brauchten nicht lange und kamen dann auch gut ins Spiel. Sie kontrollierten den Puck und bauten das Spiel aus einer sehr kompakten Defensive heraus auf. Auch die Hauptst\u00e4dter gaben in der Folgezeit erste Warnsch\u00fcsse auf das Tor von Brandon Maxwell ab.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Als Kris Foucault in der achten Spielminute die erste Strafzeit der Partie kassierte, hatte das beste Powerplay der Liga die erste Chance, sein K\u00f6nnen zu beweisen. Gesagt, getan. Alex Friesen mit dem klasse Seitenwechsel, spielte die Scheibe von rechts r\u00fcber in den Lauf von Carson McMillan, welcher die rechte Ecke anvisierte und die Scheibe halbhoch \u00fcber die Fanghand von Niederberger ins Tor schoss &#8211; 0:1 (9.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Der R\u00fcckstand also f\u00fcr die Mannschaft von Headcoach Serge Aubin, doch geschockt waren die Berliner keinesfalls. Sebastian Streu hatte in der elften Spielminute die dicke Chance, als er im Slot angespielt wurde und v\u00f6llig freistehend zum Abschluss kam. Aber Brandon Maxwell hielt stark.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">In der selben Minuten musste Ziga Jeglic wegen Spielverz\u00f6gerung f\u00fcr zwei Minuten in die K\u00fchlbox. Dort sa\u00df er aber nur ganze sieben Sekunden. Die Eisb\u00e4ren verloren zwar das Bully, aber Lukas Reichel setzte stark nach, erk\u00e4mpfte die Scheibe, welche sich Leo Pf\u00f6derl schnappte. Der Torj\u00e4ger mit dem Auge f\u00fcr den mitgelaufenen Zach Boychuk, welcher im Slot angespielt wurde und per Schlagschuss zum 1:1 ausgleichen konnte (11.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Danach ein Duell auf Augenh\u00f6he, zwischenzeitlich mit Vorteilen f\u00fcr die G\u00e4ste von der Spree. Beide Mannschaften hatten anschlie\u00dfend noch je ein Powerplay, doch Tore sollten keine fallen. Dabei hatten vor allem die Eisb\u00e4ren in ihrem \u00dcberzahlspiel zwei gute M\u00f6glichkeiten durch Leo Pf\u00f6derl, welcher gef\u00e4hrlich vor dem Tor stehend abf\u00e4lschte und Eric Mik, der knapp am Tor vorbei schoss. Bremerhaven nahm noch 64 Sekunden Powerplay mit ins zweite Drittel.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Doch die Berliner \u00fcberstanden diese Unterzahl schadlos. Danach weiterhin ein hohes Tempo und beide Teams mit Zug zum gegnerischen Tor.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Als Bremerhaven in der 25. Spielminute die n\u00e4chste Chance in \u00dcberzahl hatte, waren es die Eisb\u00e4ren, welche die besseren Chancen hatten. Dreimal (!) kamen sie zum kontern in Unterzahl, aber zweimal Parker Tuomie und einmal Matt White vergaben diese gro\u00dfen M\u00f6glichkeiten. Das gab den Berliner Auftrieb, die in der Phase danach leichte Vorteile hatten.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Doch ab Mitte der Partie verloren die Eisb\u00e4ren den Faden, verloren sie ihre Zuordnung in der Defensive und erlebten 195 katastrophale Sekunden. Fehler im Spielaufbau der G\u00e4ste, Jan Urbas brachte die Scheibe ins Angriffsdrittel, spielte sie rechts raus auf Ziga Jeglic, welcher die Scheibe vor das Tor brachte, wo Jan Urbas noch ran kam und zum 2:1 f\u00fcr Bremerhaven traf (30.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Kurz darauf Patch Alber mit einer Strafe wegen Behinderung. 14 Sekunden sp\u00e4ter folgte ihm Marcel Noebels wegen eines zerbrochenen Stocks. Das Vier-gegen-Vier nutzten die Hausherren eiskalt aus. Jan Urbas behauptete auf der rechten Seite die Scheibe gegen Kapit\u00e4n Frank H\u00f6rdler, fuhr hoch an die blaue Linie, brachte die Scheibe Richtung Tor, wo Maxime Fortunus entscheidend die Kelle in den Schuss hielt und auf 3:1 erh\u00f6hen konnte (31.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Eisb\u00e4ren nun offen wie ein Scheunentor. Bremerhaven kam spielend leicht ins Angriffsdrittel, mit einem kurzen Pass stand Carson McMillan relativ frei im Slot und hatte Zeit, die Scheibe in das kurze Eck zu schlenzen &#8211; 4:1 (33.). Nach diesem Gegentor verlie\u00df Mathias Niederberger entnervt seinen Arbeitsplatz, Tobias Ancicka kam f\u00fcr ihn ins Tor.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Auch danach kam Bremerhaven immer wieder ins Angriffsdrittel, kam immer wieder leicht zu Abschl\u00fcssen. Weil die Eisb\u00e4ren ihre Defensivarbeit einstellten und nicht wirklich am Gegner dran waren. Nur hatte man Gl\u00fcck, dass Bremerhaven das nicht weiter eiskalt ausnutzte. Die Eisb\u00e4ren versuchten es zwar auch nochmal, aber wirklich gef\u00e4hrlich wurden sie nicht. So musste man mit einem Drei-Tore-R\u00fcckstand in die zweite Drittelpause gehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das letzte Drittel begann sehr schleppend, ohne gr\u00f6\u00dfere Highlights vor beiden Toren. Die Eisb\u00e4ren hatten dann aber mal in der 45. Spielminute die Chance, in \u00dcberzahl heran zu kommen. Man kam auch in die Formation und lie\u00df die Scheibe laufen, nur spielte man es einfach zu kompliziert, weshalb Bremerhaven ohne gro\u00dfe M\u00fche die Unterzahl \u00fcberstehen konnte.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Eisb\u00e4ren wirkten fortan zwar bem\u00fcht, taten sich aber schwer nach vorne. Die Hausherren lauerten ihrerseits auf Konter, um das Spiel endg\u00fcltig zu entscheiden.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">In den letzten zehn Minuten nahmen die Berliner Spieler ihre Beine nochmal in die Hand und starteten die Schluss-Offensive. Die Eisb\u00e4ren im Angriffsdrittel, Jonas M\u00fcller bekam die Scheibe an der blauen Linie und zog per Handgelenkschuss ab. Die Scheibe ging halbhoch auf der Fanghandseite von Brandon Maxwell ins Tor &#8211; 4:2 (53.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Hoffnung war also zur\u00fcck, aber mit einer Strafe f\u00fcnf Minuten vor dem Ende gegen Kris Foucault nahm man sich selbst den Wind aus den Segeln. Doch man \u00fcberstand die Unterzahl schadlos und konnte gut drei Minuten vor dem Ende weiter verk\u00fcrzen. John Ramage hatte von der blauen Linie abgezogen, Leo Pf\u00f6derl parkte vor dem Tor und f\u00e4lschte die Scheibe unhaltbar f\u00fcr Maxwell ab &#8211; 4:2 (58.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">131 Sekunden vor dem Ende nahm Trainer Serge Aubin eine Auszeit, welche sein Co-Trainer Craig Streu f\u00fchrte. Man nahm Goalie Tobias Ancicka vom Eis und versuchte es fortan mit sechs Feldspielern. Und man konnte sich auch im Drittel der Gastgeber festsetzen, nur verlor man dann im entscheidenden Zweikampf die Scheibe und Niklas Andersen marschierte alleine Richtung leerem Berliner Tor &#8211; 5:3, 88 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die zweite Niederlage in Folge und erneut wird man mit der Chancenverwertung hadern. Bremerhavens Goalie Brandon Maxwell hat die Eisb\u00e4ren mit seinen Paraden komplett entnervt. Aber das war nicht der Grund f\u00fcr die Niederlage. Den muss man im Mitteldrittel suchen. Um genau zu sein in den 195 Sekunden, in denen man die drei entscheidenden Gegentreffer kassierte. Da fehlte es am Einsatz, an der Zuordnung, da hielt man sich nicht an den Gameplan, welchen man in den ersten 20 Minuten noch nahezu perfekt umgesetzt hatte. Man wussten um Bremerhavens Konterst\u00e4rke und deren ausschw\u00e4rmende Spielweise, aber dennoch tappte man in diese Falle und machte es den Gastgebern in dieser Phase deutlich zu leicht. Dementsprechend sauer war auch Kapit\u00e4n Frank H\u00f6rder im Pausen-Interview bei Magenta Sport:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Das muss man auch mal anerkennen. Bremerhaven hat das sehr gut gemacht. Sie haben sehr diszipliniert gespielt, wir eben nicht ganz so. Wir haben nicht so diszipliniert im System gespielt und das wurde knallhart bestraft. Wir haben im Allgemeinen ein kleines bisschen vorsichtiger agiert und das kann man hier nicht machen. Bremerhaven nutzt das sofort aus. Wir k\u00f6nnen das Spiel in dem Stil, in dem wir spielen, auch noch drehen. Aber dann m\u00fcssen wir eben zur\u00fcck zu den einfachen Sachen. Die Details m\u00fcssen wir richtig machen. In der neutralen Zone d\u00fcrfen wir die Pucks nicht verlieren und denen Auftrieb geben.<\/span><\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Im Schlussdrittel sah man dann ab Minute 50 auch eine andere Eisb\u00e4ren-Mannschaft. Eine, die die einfachen Sachen wieder richtig machte und die Scheiben zum Tor brachte. Dort nahm man dem Goalie die Sicht und konnte so ein Tor erzielen. Aber im Eishockey reichen eben nicht eineinhalb bis zwei gute Drittel. Vor allem nicht in Bremerhaven. Und das wei\u00df die Mannschaft auch und wird es in der n\u00e4chsten Woche besser machen wollen, wenn es erneut gegen Wolfsburg und Bremerhaven geht. Sozusagen in Runde Zwei.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist bisher nicht die Woche der Eisb\u00e4ren Berlin. Dem 2:3 n.P. gegen die Grizzlys Wolfsburg folgte am Freitagabend eine 3:5 (1:1,0:3,2:1)-Niederlage bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven, welche dem Tabellenf\u00fchrer durch den Sieg ein bisschen auf die Pelle r\u00fccken. 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